Donnerstag, 15. März 2012

Kempers Vortrag an der Uni Bern - mit maskulistischer Kommentierung

Vor einigen Wochen habe ich gehört, dass Andreas Kemper, ein berüchtigter Pudel, am 13. März einen Vortrag mit dem Titel "'Maskulismus' - Abwehrmechanismen komplizenhafter Männlichkeit" an der Universität Bern am dortigen "Interdisziplinären Zentrum für Geschlechterforschung" halten würde. Und da Bern nicht allzu weit weg ist und weil dieser profeministische Ideologe mit notorischer Blockwart-Mentalität uns schon mehrmals über den Weg gelaufen ist, habe ich mich dazu entschieden, diesem Vortrag beizuwohnen (einen ähnlichen Vortrag von Isolde Aigner mit gleicher "Maskulisten-sind-rechtsextrem"-Thematik wurde vor einiger Zeit von Arne Hoffmann und Eugen Maus besucht und ausführlich beschrieben).

Also begab ich mich nach Bern und betrat die dortige Universität. In einem relativ kleinen Hörsaal für etwa 60 Personen sass ich nun, zehn Minuten zu früh, so dass ich Gelegenheit hatte, die anwesenden Leute unauffällig zu beobachten. Abgesehen von den Kampflesben, den gealterten Emanzen mit den feurig roten Haaren und den verfilzten Studentinnen im Alternativlook, gab es noch einige durchaus ansehnliche Frauen und ein paar ältere Herren, die vermutlich von ihrer Art her Professoren waren. Insgesamt waren etwa 35 Personen anwesend - persönlich hätte ich mit mehr Leuten gerechnet.

Kemper war auch schon da. Gross, schmalschultrig, permanent grinsend, schulterlange Haare, eine dicke, schwülstige Nase und mit einen Ausschlag mitten im Gesicht, sah man ihm so kurz vor dem Beginn seines Referats die Nervosität an - welche sich noch weiter steigerte, als er wegen technischen Problemen (vermutlich falscher Stecker dabei) einen Laptop aus dem Publikum ausleihen musste, um seinen eigenen zu ersetzen.

Ankündigung

Nun konnte es also losgehen. Eine schmal gebaute, blonde Frau mit knochigem Gesicht und einem hässlichen Nasenpiercing begann den dauergrinsenden Kemper vorzustellen. Kemper sei heute hier um uns einen vertieften Einblick in die Bewegung der Männerrechtler zu geben, welche sich selber als Opfer stilisieren (denn wie alle ausser mir im Saal wissen, können Männer selbstverständlich keine ernst zu nehmenden Opfer sein). Dies sei deshalb interessant, meinte die Piercing-Dame, weil hier eine Verbindung zur IGAF Schweiz rund um René Kuhn bestehe (ein Raunen ging durch den Saal und ich verkniff mir ein Grinsen und dachte mir, wenn ihr wüsstet, wie *nahe* bei euch diese Verbindung gerade ist), welcher "krude", "frauenfeindliche" Sprüche ablässt. "Krude" ist in den anwesenden Kreisen ein beliebtes Wort, denn damit kann man sich selber einreden, dass die Weltbilder des politischen Gegners unausgereift, undurchdacht, simpel und somit leicht zu durchschauen sind - das wiegt den Bedrängten in eine angenehme, wenn auch falsche Sicherheit gefühlter, intellektueller Überlegenheit.

Doch das Piercing redete weiter und wies darauf hin, dass Kemper in der "profeministischen Männerbewegung" mitgemacht hatte und dass er antifeministische Seiten von Wikipedia "runtergenommen" hat, was im Saal merklich positiv aufgenommen wurde - Zensur ist schliesslich in einer Demokratie genau dann nicht schlimm, wenn es unbequeme Andersdenkende betrifft. Kemper stehe auf der sogenannten "Lila-Pudel-Liste" mit ganz hohem Rang drin, was Gelächter und Verwirrung zugleich hervorrief, so dass das Piercing ausführte, was ein lila Pudel denn sei. Anerkennende Blicke richteten sich auf Kemper.

Er sei der Autor des Buches "Rechte Kerle", welches zumindest einer der Anwesenden im Publikum bekannt war, denn beim Hineingehen sagte eine der Studentinnen zu ihrer Kollegin in enthusiastischen Tönen, dass sie Kempers Buch gelesen habe. Das Piercing meinte dann noch abschliessend, dass ein Aufnahmegerät während der Präsentation laufe, denn ein lokaler Radiosender sei präsent - allerdings werde die Aufnahme während der Diskussion unterbrochen, vermutlich damit ohne Rücksicht auf argwöhnische Ohren auch entlarvendere Fragen gestellt werden können (blöd nur, dass sich ein Maskulist eingeschlichen hatte).

Kempers Biographie

Nun fing Kemper an zu sprechen und er begann über die weiche, profeministische "Männerbewegung" zu reden, welche in den 70ern entstanden war, die sich an der Frauenbewegung orientiert, sich aus linken Wohngemeinschaften entwickelt hätte und durch das Bedrängen der betroffenen Männer durch Feministinnen ihren Anfang nahm. Kemper begründete die Entstehung der Männerbewegung und indirekt auch sein Engagement damit, dass vor der Energiekrise der 70er-Jahre der sogenannte "Fordismus", also eine von Henry Ford inspirierte Massenproduktion Europa dominiert hätte, während danach ein "Post-Fordismus" (man beachte die schwülstigen und kreativen Wortschöpfungen) weg von der Massenproduktion einsetzte. Dadurch hätte sein Vater seinen Fabrikarbeiter-Job verloren, da die Fabriken nach Asien ausgelagert wurden - daran sei die "proletarische Männlichkeit" seines Vaters zerbrochen und "sie stimmte nicht mehr". Robert Connell, die berüchtigte Männerforscher-Transe, sähe dies genauso, denn es meinte, dass die Produktionsverhältnisse Männlichkeiten bestimmen würden. Marx lässt grüssen - dieses Mal mit einem dürftigen, feministischen Anstrich.

Da ihm die "proletarische Fabrikmännlichkeit" seines Vaters nicht zusagte, ging er studieren, stiess zu politisch alternativen Kräften und wurde dort dazu gedrängt, seine "Männlichkeit zu hinterfragen". Dies sei gleichzeitig mit dem Aufstieg der Schwulenbewegung erfolgt, da gäbe es laut Kemper auch Überschneidungen zur Männerbewegung, so hätten sich die Leute beider Bewegungen gegenseitig massiert. Was wir mit dieser Information denn anfangen sollen oder was dies über Kempers Orientierung sagt, war mir persönlich nicht ganz klar, aber lassen wir das.

Nun kamen für Kemper die flotten 80er und während sich die alternativen Bewegungen institutionalisierten, begann er sich als "Profeminist" zu bezeichnen. Unterwürfig meinte er dazu, dass er sich nicht als "Feminist" bezeichnen könne, da er sinngemäss all die schrecklichen Unterdrückungserfahrungen der armen, unterdrückten Frauen nicht erlebt habe und somit nicht wirklich nachvollziehen könne. Welches Geschlecht sich hier nun tatsächlich zu Opfern hoch stilisiert und sich wie selbstverständlich derartig porträtieren lässt, wird bei dieser Versammlung schnell deutlich - während Männerrechtler sich auf handfeste, juristische Benachteiligungen berufen, weisen Feministinnen und besonders ihre Speichellecker auf subjektive und diffus ausformulierte "Unterdrückungserfahrungen" hin, durch die Frauen ohne weitere Diskussion als DIE Opfer der Menschheit anerkannt werden müssten. Kemper gab in dieser Dekade einen "Rundbrief der antisexistischen Männer" heraus, welcher sich jedoch schnell aus dem antisexistischen und antipatriarchalen (sprich: profeministischen) Kontext löste und irgendwann schlichtweg keine Abonnenten mehr hatte, wie Kemper beklagte. Das war dann für ihn der Grund, dass er der ganzen Thematik den Rücken zukehrte.

Nun spulte er ein paar Jahre nach vorne. Mittlerweile wechselte er zu Wikipedia um seiner Meinung nach "Propagandaartikel zu bekämpfen" (und dabei gleich noch seine eigene Propaganda durchzudrücken). Wikipedia sei für ihn ein "Seismograf" für Ideen, die in zwei bis drei Jahren Schlagzeilen machen würden. Der vorläufige Höhepunkt war für ihn, als er es schaffte, den Maskulismus-Artikel löschen zu lassen. Danach brach seiner Meinung nach "die ganze Horde über ihn herein und er fand es völlig unverständlich, dass man dann anschliessend sein Foto mitsamt seiner Adresse im Internet finden konnte" ... Die totalitär angehauchte Zensur und gehässige Diskursunterdrückung war ja für eine gute (feministische) Sache, warum wurde er also auch noch dafür "bestraft"?

Kempers Ansichten zu einzelnen Akteuren der MRB

Nun beginnt sein eigentlicher Vortrag und Kemper beginnt zunächst die Begriffe Männerbewegung, Männerrechtsbewegung, Maskulinismus, Maskulismus, Männerrechtler und Antifeministen abzugrenzen. Die Abgrenzungen sind willkürklich und nicht wirklich aussagekräftig, allerdings kritisiert er uns dahingehend, dass wir es wagen, den Begriff "Männerbewegung" für uns zu proklamieren - das sei ein politischer Trick, mit der Idee, dass man alles, was vorher kam (sprich: die profeministische "Männerbewegung"), nicht ernst nehmen könne. Vermutlich haben wir schlichtweg übersehen, dass die Pudel den Namen "Männerbewegung" für sich patentiert haben. Wie frech wir doch sind!

Anschliessend beginnt er, die verschiedenen Akteure der Männerrechtsbewegung vorzustellen. VAFK zum Beispiel findet er "schwierig", weil sie "biologistisch vorgehen", denn - oh Schreck! - sie proklamieren für sich das Recht ihre eigenen Kinder zu sehen, "da sie sie gezeugt haben". Das sei laut Kemper ein "festgefahrener, biologistischer Ansatz". Man merkt hier das völlig gestörte, ideologisch vernebelte Verhältnis zu Familienstrukturen - denn bei Kemper ist Verwandtschaft offensichtlich egal. Ob er wohl ein Problem damit hätte, wenn man seinen Vater irgendwann in seinem Leben einfach gegen einen anderen Mann ausgetauscht hätte? Agens e.V. versuche sich hingegen einen wissenschaftlichen Anstrich zu geben, indem Tagungen organisiert, Sammelbänder herausgegeben und Wissenschaftler auf ihre Seite gezogen werden würden. Kempers Wortwahl erstaunt - sind es nicht gerade die pseudowissenschaftlichen Gender Studies, welche immer wieder versuchen, sich einen wissenschaftlichen Anstrich zu verpassen?

Selbstverständlich regte er sich intensiv über das alte, gelbe Forum auf, welches sich seiner Meinung nach immer mehr radikalisiere und nach rechts rutsche und dessen Betreiber angeblich viel auf Altermedia verlinken würden (das ist lustig, denn auf die linksextremistische Seite "Indymedia" wird wesentlich häufiger im alten, gelben Forum verlinkt, als auf Altermedia - aber das scheint Kemper und auch Hoffmann mit ihrem einseitigen ideologischen Filter nicht zu stören ...). Besonders schlimm fand Kemper, dass es einer der Forumsbetreiber gewagt hat, das Prozessprotokoll des angeklagten Betreibers des Altermedia-Forums mit der Aussage, dass es keine Meinungsfreiheit in Deutschland gäbe, zu veröffentlichen. Denn wer Meinungsfreiheit für aus Kempers Sicht ungewollte Andersdenkende verlangt, der muss zwangsläufig selbst ein Nazi sein.

WikiMANNia fand er sehr interessant und spannend, weil dort die Entwicklung unserer "Ideologie" des Maskulismus studiert werden könne. Dumm nur, dass der Maskulismus im Gegensatz zum Feminismus/Genderismus keine Ideologie ist, weil er die Menschen nicht zu einem neuen Ideal hin umerziehen will. Beim neuen, gelben Forum wies er auf die Verlinkungen zur Jungen Freiheit, Eigentümlich frei und PI News hin um deren Verbindung zum Rechtspopulismus aufzuzeigen. Dies erstaunt, denn diese Medien werden nicht vom deutschen Verfassungsschutz beobachtet, im Gegensatz zum linksextremistischen Unrast-Verlag, bei dem Kemper seine Bücher publiziert. Ich sag' da nur Dorn und Balken ...

Der "Breivik-Konflikt"

Nun begann er auf den "Breivik-Konflikt" in unseren Reihen einzugehen. Zunächst redete er über Breivik selber und meinte, dass seine Taten "ein Anschlag quasi aus den Reihen von PI News" gewesen seien. Wäre denn der marxistisch inspirierte Terror Stalins auch aus den Reihen des materialistisch-links angehauchten Proletarierkindes Kempers entsprungen? Nun ging er dazu über, abschnittsweise Savvakis Kommentar zum Breivik-Massaker zu besprechen. Er setzte dessen Kommentar mit Breiviks Manifest gleich, mit dem Unterschied, dass Savvakis nicht zu Gewalt auffordern würde. Beide hätten es gewagt, die politische Korrektheit zu kritisieren und antifeministisch Position zu beziehen, was natürlich gar nicht geht! Denn niemand darf sich über feministische Denk- und Sprechverbote hinwegsetzen, sonst werden wir auch noch mit so mühsamen Fakten konfrontiert, welche unser schönes, feministisches Weltbild in Frage stellen würden. Savvakis hat Breivik als ein Opfer des Feminismus beschrieben, der wie ein Druckbehälter explodiert sei. Er wies auch darauf hin, dass ich ähnliches geschrieben hätte und als er das betreffende Zitat zeigte, stöhnte das Publikum wehleidig.

Kemper ging nun zu einem Referat von Savvakis mit dem Titel "Feminismus als Ausdruck spätabendländischer Selbstentfremdung" über. Zunächst betonte er, dass dieser Text alles andere als flach, sondern tiefgehend philosophisch wäre und dass es absolut nicht dumm wäre, was Savvakis da nieder geschrieben hat. Dabei drehe sich der Text um die uralte Frage, ob Geist oder Materie wichtiger sei. Er unterscheide dabei zwischen einer aristotelischen Rechten, welche den Geist und die Form als das Wesentliche, das Schöpfende darstellt, welche "von oben" kämen, während die aristotelische Linke die Materie als selbstschöpfend ohne höhere Hilfe und als selbstorganisierend betrachte. Dies erstaunte mich persönlich - denn wie soll sich Materie in eine bestimmte Weise selber schöpfen können, wenn die Vorstellung für diese Weise vorher nicht existierte? Und auch Selbstorganisation der Materie verläuft im Rahmen fester Naturgesetze, die auch von irgendwo her kommen müssen. Kemper meinte, dass von der aristotelischen Linken über die Araber zu Giordano Bruno hin zu Marx eine kontinuierliche Geschichte des Materialismus existiere. Savvakis prangerte diese materialistisch-historische Linie und ihre Konsequenzen in der Gegenwart an.

Kempers intellektuelle Eigenkreationen

Kemper zog nun das Tempo an und kam nun zu einer seiner eigenen Kreationen - die ubiquitäre Natur der Traumatisierung innerhalb der Menschheit, welche er am Beispiel Macciavellis zu erklären versuchte (dies hat er hier schon einmal in schriftlicher Form versucht). Allerdings wurde den Anwesenden nicht so ganz klar, was das mit der Männerrechtsbewegung zu tun hätte, was mir noch einmal deutlich wurde, als nach dem Vortrag zwei der anwesenden Frauen noch einmal über diesen Abschnitt redeten und sich nicht sicher waren, was sie davon halten sollten.

Zunächst einmal stieg er über Alexander Ulfig ein, welcher ein Werk über Macchiavelli herausgegeben habe und der als Antifeminist "gegen die Gleichberechtigung ist, weil er Quoten und Gleichstellung ablehnt". Kemper verwechselte hier wie so viele Feministen schon vor ihm Gleichstellung mit Gleichberechtigung und kennt offenbar den Unterschied zwischen den beiden nicht. Eine Frauenquote ist da gerade das klassische Beispiel für diesen Widerspruch - die Quote bevorzugt bewusst Frauen qua Geschlecht gegenüber Männern, so dass beide Geschlechter gerade KEINEN gleichberechtigten Zugang zu einem Job haben. Ein klassischer Fall von Verwechslung des Prinzips der Chancengleichheit (Gleichberechtigung) und Ergebnisgleichheit (Gleichstellung).

Kempers These in Bezug auf Macciavelli ist nun, dass dessen Foltertrauma ihn erst dazu gebracht hätte, "Il Principe" zu schreiben, welches man im Rahmen seines durch Folter erzeugtes Trauma interpretieren müsse. Macciavellis "virtù" (Kemper hatte in seinem Vortrag die ganze Zeit "virtu" ohne Strich auf dem u stehen ... so viel zur akademischen Bildung) sei dabei die männliche Energie und Macht, welche Macciavelli in Form des Herkules, der gegen "das Weib Fortuna, das man schlagen und stossen müsse" kämpfe, antreten lässt. Theatralisch meinte Kemper, dass "schon hier Sexismus drin stecke". Virtù sei dabei "männliche Ermächtigung, Abwehr von Ohnmacht, Identifikation mit dem Aggressor, Versuch, über den Aggressor wieder an Macht zu kommen" und ein Mittel des Traumatisierten, aus seiner "Ohnmacht" zu fliehen. Macciavelli sei dafür exemplarisch: Er habe sich in seinem Trauma mit seinen Folterern, den Medici "identifiziert" und ihnen sein Werk "Il Principe" gewidmet um seine Ohnmacht zu überwinden und wieder an Macht zu kommen und wieder handlungsfähig zu werden. "Sich mit dem Aggressor zu identifizieren, heisst an die virtù des Aggressors anzudocken". 

Kemper sei nun der Meinung, dass nicht nur einzelne Personen, sondern ganze Gesellschaften über Generationen traumatisiert werden könnten und dass dies weitergegeben werde - so führte er aus, dass seiner Meinung nach die Deutschen seit dem zweiten Weltkrieg ein zutiefst traumatisiertes Volk seien. Allerdings schien ihm nun nicht wirklich klar zu sein, wie sich diese "Einsichten" auf die Männerrechtsbewegung übertragen lassen, denn er beliess es hier mit seinen Ausführungen zu diesem Thema.

Das Trauma der Pudel

Vermutlich war er sich nicht bewusst, dass sich diese Ausführungen exakt auf ihn anwenden lassen.

Denn wenn man die feministische Ideologie als Aggressor ansieht, welcher orientierungslose und verwundbare Männer wie Kemper mit "Gewalt traumatisieren" (sei dies z.B. politischer Druck, seine Männlichkeit zu hinterfragen, wie Kemper über seine eigene Biographie ausführt, oder permanent Männlichkeit als schlecht und pathologisch zu porträtieren), dann versuchen die dadurch in die Ohnmacht gestossenen Männer, aus ihrem Trauma zu flüchten, indem sie sich mit dem Aggressor Feminismus zu identifizieren beginnen und an deren virtù anzudocken - genau dies hat Kemper getan, als er der profeministischen Männerbewegung beitrat und indem er heute verbissen den Feminismus gegen unsere Seite verteidigt. Seine Theorie passt also auf Kemper selber wie die Faust aufs Auge. Dies war mir damals, als ich seine Texte widerlegte, gar nicht aufgefallen und ich hätte nicht gedacht, dass mir ein Pudel einmal so faszinierende psychologische Einsichten bescheren würde.

Ist Kemper oder vielmehr ein Pudel generell nichts weiter als ein vom Feminismus traumatisierter Mann, welcher sich aus der Ohnmacht seiner gefolterten Männlichkeit in den Schoss der eigentlichen Ursache seiner Folter flüchtete? Sich an die Brust dieser Foltermeisterin warf, um an deren Macht teilhaben zu können, in der Hoffnung so seinem Trauma zu entkommen? Schliesslich identifiziert sich Kemper stark über den Feminismus - er bezeichnet sich als Profeminist und ist stolz auf seine Präsenz auf der Lila-Pudel-Liste.

Interessant auch der Hinweis des Kempers, wie aus diesem "Teufelskreis" der ständig weiter gegebenen Traumatisierung auszubrechen sei - man müsse aufhören, sich mit dem Aggressor zu identifizieren! Im Falle Kempers heisst dies wohl, dass er aufhören muss, seine Männlichkeit über feministische Vorstellungen zu definieren und damit wäre der Antifeminismus schlussendlich der einzige, gangbare Weg um sich aus der vom Feminismus erzeugten, gesellschaftlichen Traumatisierung zu befreien. Laut Kempers eigener Theorie befinden wir Antifeministen uns also auf dem richtigen Weg - eine regelrechte Ironie, wenn man darüber nachdenkt, denn Kemper ist einer der verbissensten Gegner des Antifeminismus im deutschsprachigen Raum.

Versimplizifierungen

Kemper wurde nun vom Piercing dazu gedrängt, seinen Vortrag abzuschliessen und meinte noch, dass Männerrechtler aus der "Mittelschicht kommen". Dies bedeute, dass sie "keine hegemoniale, sondern eine komplizenhafte, absichernde Männlichkeit aufweisen" würden. Sie seien also "nicht an der Spitze der Macht, sondern befinden sich als Mitglieder der Mittelklasse in einem permanenten Kampf gegen Deklassierung und kollaborierten deshalb mit der männlichen Spitze der Machtpyramide". Er verwies dabei erneut auf die Transe Connell, welche die Begriffe komplizenhafter und hegemonialer Männlichkeit prägte.

Solche Ausführungen sind belustigend - woher will Kemper wissen, dass wir alle aus der Mittelschicht kommen? Erst recht, wenn nicht wenige Leute gerade im alten, gelben Forum von Hartz 4 leben und viele Männer nach einer Scheidung über gar nichts mehr verfügen - gegen welche "Deklassierung" müssten wir uns da noch wehren, wenn sie schon längst erfolgt ist? Oder wie erklärt er sich hochrangige Sympathisanten der IGAF in Bürokratie, Gerichten und Staatsanwaltschaften, welche uns mit Informationen, vertraulichen Gerichtsakten und Ratschlägen für künftige Aktionen versorgen? Und sind es nicht gerade die Spitzen der Männerpyramide, welche am eifrigsten dran sind, feministische Forderungen umzusetzen, zum Schaden der restlichen Männer, um selber an der Macht zu bleiben? Hier wird deutlich, dass Kemper sein Studienobjekt zu stark versimplizifiert.

Die Fragenrunde

Das Piercing übernahm nun das Wort und dankte Kemper für seinen spannenden Einblick in die "rechte bis rechtsextreme Szene der Männerrechtsbewegung". Nun kam der Fragenteil des Abends und so gleich streckte eine junge, blonde Frau auf, die mir vorher noch nicht aufgefallen war - was mich überraschte, denn normalerweise entgehen mir blonde Frauen nicht, aber ich weiche vom Thema ab. Sie stellte die naheliegende Frage, was denn nun bei der Männerrechtsbewegung "der Aggressor" sei, der uns so schrecklich traumatisiert hätte, dass wir nun so böse drauf wären (sinngemäss). Ausserdem wollte sie wissen, wie gross diese Szene denn sei und wie ernst man sie nehmen müsse? Dies sei für sie wichtig zu wissen, denn wir würden uns immer freuen, wenn Feministinnen auf uns Bezug nähmen. Man merkte, dass sie sich daran erheblich störte.

Kemper meinte dazu halbherzig, dass es nicht immer einen Aggressor gegen müsse (wenn dem so wäre, weshalb hat er dann seine Theorie dann überhaupt in einem Vortrag zur Männerrechtsbewegung besprochen?). Er sei der Meinung, dass Ideen nicht stark genug seien, als dass sie die Taten Breiviks auslösen oder eine Männerrechtsbewegung hervorbringen könnten. Dies macht aus der Sicht eines linken Materialisten Sinn - man stelle sich vor, welche unglaublichen Gewissensbisse und Schuldgefühle ein Kommunist hätte, wenn er anerkennen würde, dass Ideen wie zum Beispiel die marxistische Ideologie direkt zu den millionenfachen Massenmorden des 20. Jahrhunderts führten. Oder der Schock eines Pudels, wenn er einsehen müsste, dass der Männerhass des Feminismus zu konkreten Problemen und Benachteiligungen von Männern führten. Da ist es doch angenehmer und für das Gewissen beruhigender, wenn man die Wirkungsmacht von Ideen generell in Frage stellt und lieber auf die bösen Produktionsverhältnisse oder auf das fiese Patriarchat verweisen kann (die lustigerweise ja auch wiederum "nur" Ideen sind, aber lassen wir das ...).

Es seien wenige Männerrechtler, aber diese sind lautstark und würden durch "Vielschreiberei" die Foren und Onlineausgaben von Zeitungen dominieren. Sie verabredeten sich in ihren eigenen Foren und dadurch sähe es aus, als wären wir die Mehrheit. Ausserdem gäbe es Angriffe wie Telefonterror und eine "konservative Familienministerin", welche uns ideologisch nahe stehen würde ("sie führte Männerreferate ein"). Das ist ein häufig angewandter psychologischer Trick, wenn man mit einem gefährlichen und schwierig einzuschätzenden Feind konfrontiert wird - man versucht ihn zu verharmlosen und dessen Zahlen runterzuspielen, so dass man sich doch noch irgendwie in seiner Machtlosigkeit arrangieren kann. 

Zusätzlich sei der Link zu Neonazis da, denn wir hätten "die gleiche antifeministische Geschlechterpolitik wie Nazis", so dass das "Risiko der Verschmelzung" da sei. Allerdings entkräfte Kemper diesen letzten Punkt, als er anfügte, dass es ihn erstaune, dass wir Antifeministen nicht heiraten und Kinder zeugen wollten (siehe dazu Misogamie und MGTOW-Gedankengut), im Gegensatz zu den Nazis, welche das Überleben des Volkes durch Heiraten und Kinderzeugen sichern wollten. Und selbstverständlich gäbe es natürlich auch echte Opfer, die stinksauer seien (denn, wie Kemper meinte, "Frauen sind keine Engel"), deswegen zu uns kommen würden und so in die rechte Szene abgleiten könnten. Man merkte Kemper auch an, dass er angesichts von Agens Aktivitäten Angst hat, dass wir dadurch "in die Wissenschaft und an die Unis kommen".

Nun streckte eine Kampflesbe auf und wollte fragen, wie man denn uns und unser Trauma therapieren könne. Kemper wirkte hier ratlos und meinte lediglich, dass wir uns als Opfer sehen und keine Hilfe annehmen würden. Er würde empfehlen, dass "man loslassen solle, mehr weinen, sich umarmen und dass man Männertherapien anbieten" sollte. Der übliche feministische Umerziehungskram hin zum neuen, weichen Mann, den die gynozentrischen Medien momentan mit einer typisch weiblichen Gehässigkeit eifrig niedermachen. Und wenn Männer wie wir tatsächlich traumatisiert wären, sind dann nicht die Mütter schuld, weil Frauen in unserer Gesellschaft das Erziehungsmonopol in Händen halten?

Eine weitere Fragerin meinte, wie sich die Misogamie (Ehefeindlichkeit) der Männerrechtsbewegung mit den "bürgerlichen Geschlechterrollen" vereinen liesse, denn dies sei doch ein Widerspruch. Hier wurde es wiederum interessant, denn Kemper verwies auf eine Studie der Rosa-Luxemburg-Stiftung eines gewissen Robert Claus über Männlichkeiten im Rechtsextremismus (in der natürlich auch wir vom Pudel Gesterkamp besprochen werden ...) , in der ausgeführt wird, dass wir nicht einfach nur reaktionär wären, sondern auch völlig neue, moderne Ansätze aufweisen würden. Dies ist neu - denn normalerweise bezeichnen Feministen uns als ewiggestrige, rückständige Reaktionäre, die einer modernen, progressiven Gesellschaft feindlich gegenüber ständen. Allerdings wären nicht alle Männerrechtler im rechten Spektrum anzusiedeln, so distanziere sich zum Beispiel Arne Hoffmann von der "Breivik-Bewegung". Kemper meinte generell, dass es schlauer für uns wäre, wenn wir uns nicht zu sehr anti-islamistisch geben würden, denn dann könnten wir uns "mit den Grauen Wölfen und anderen rechten Türken verbünden, denn da bestehe eine potenzielle Zusammenarbeit". Ja, wenn das mal nicht eine Idee wäre - ich bin mir sicher, dass das in einer Umfrage in den Foren der Männerrechtsbewegung sofort durchgehen würde ...

Eine weitere Frau (dieses Mal nicht blond) fragte, ob Frauen eine Rolle in der Männerrechtsbewegung spielen würden. Kemper entgegnete darauf, dass Frauen sogar eine grosse Rolle spielen würden, wie zum Beispiel Christine Hamprecht oder auch Monika Ebeling (deren Namen Kemper vergessen hatte, so dass er sie lediglich "die Frau von Goslar" nannte - so viel zu seinem Expertentum rund um die Männerrechtsbewegung), welche am zweiten Antifeminismustreffen auftrat. Es seien also Männer und Frauen in der Bewegung aktiv, was doch einige Leute im Publikum irritierte.

Nun streckte die gleiche Kampflesbe von vorher nochmals auf und bohrte nach, wie man jetzt konkret therapiemässig Gegensteuer geben könne. Kemper meinte, dass man Beratungsstellen für Männer einrichten sollte, doch sich helfen lassen, gälte unter Männer als Schwäche - diese Einstellung sollte man überwinden. Er brachte dabei eine unheimliche Analogie mit der Suchttherapie: "Du musst kapitulieren, denn du schaffst es nicht alleine". Gegensteuer könne man deshalb nur durch das Aufbrechen von stärkeorientierter Männlichkeiten geben. Sprich: Klassische, feministische Umerziehung und Gehirnwäsche. Doch dies sei schwierig, da der harte Männertyp gerade jetzt in der Schuldenkrise, in der man den Gürtel enger schnallen müsse, wieder sehr gefragt sei. Da musste die arme Kampflesbe wohl ohne eine befriedigende Antwort nach Hause gehen.

Nun stellte das Piercing noch eine abschliessende, aber vielsagende Frage. Offenbar hatte der Auftritt Theunerts von Männer.ch auf dem zweiten Antifeminismustreffen gewaltige Emotionen im Staatsfeminismus ausgelöst, denn sie sagte zunächst, dass sein Erscheinen dort grosse Diskussionen intern hervorgebracht hatte und wollte anschliessend wissen, ob dieser Auftritt angebracht gewesen wäre oder nicht (dies passt, denn Theunerts Truppe berichtet davon, dass sie "um einen Positionsbezug gebeten" wurden, als der organisierte Antifeminismus sich in der Schweiz formierte). Kemper meinte dazu, dass es uns Antifeministen "nur darum gehe, andere fertig zu machen" und versuchte dies zu untermauern, in dem er darüber berichtete, wie er am Telefon angeschrien wurde, als er versuchte, sein Bild aus dem Internet zu bekommen. Seiner Meinung nach könne man "nur mit Arne Hoffmann in einen Diskurs gehen, mit den Antifeministen jedoch nicht, da sie Nazis und Ideologen sind" (er sagte dies wortwörtlich so). Später würde er mir gegenüber noch erklären, dass Hoffmanns penetrantes Distanzieren von "Breivik-Jüngern" und Sarrazin ihn zu dieser Schlussfolgerung gebracht hätten. Er würde ihm dies "durchaus abkaufen", sei sich aber dennoch nicht sicher, ob das nicht doch nur ein Trick sei, um seinen Verein in die Geschlechterpolitik einzubringen.

Abschluss

Die Fragerunde war nun vorbei und der Raum leerte sich langsam, während noch einzelne Leute mit Kemper redeten, packte ich meine Sachen, reiste nach Hause und fing mit dem Schreiben dieses Textes an. Und ich muss abschliessend sagen, dass ich ehrlichweise überrascht war, was für Einsichten ich diesen Abend gewonnen habe. Vieles war mir natürlich schon klar, dennoch war es interessant einmal zu sehen, wie so ein Pudel in Fleisch und Blut redet, argumentiert und nach Worten ringt, wenn nachgebohrt wird. Ausserdem erhält man so auch einen faszinierenden Einblick darin, wie Pudel und Feministen über unsere Bewegung denken, wenn sie unter sich sind, sich also nicht verstellen müssen und nicht merken, dass einer der ach so verhassten Antifeministen anwesend ist.

In dieser Hinsicht wird natürlich auch der Vorwurf, dass wir unbarmherzige Nazis und Ideologen wären, hinfällig, denn würde ein Ideologe oder Nazi an so einen Vortrag gehen, sich ohne zu melden oder gar zu widersprechen zuhören, anschliessend noch mit dem Referenten sprechen und danach noch einen siebenseitigen Bericht darüber schreiben? Wohl kaum - denn ich bin kein Ideologe, welcher sein Weltbild vor der Realität verstecken muss, so dass ich mir ruhigen Blutes auch einen Vortrag vom Kemper anhören kann.

Wollt ihr bewegte Männer sein?

Oder bewegende Männer?

Kommentare:

Bombe 20 hat gesagt…

Hallo Manifold,

und danke für den Bericht. Streckenweise habe ich herzlich gelacht, anderes war doch recht gruselig. (Und zugegeben, im Mittelteil bin ich nicht immer ganz mitgekommen.)
Und meine Bewunderung dafür, daß Du bei der ganzen Veranstaltung ernst und ruhig bleiben konntest.

Es ist interessant, daß Ähm, wenn er vor halbwegs selbständig denkenden Menschen steht und Nachfragen befürchten muß, offenbar doch zu einem klitzekleinen Bißchen mehr Differenzierung fähig ist, als es normalerweise scheint. Ich frage mich, welche dieser Identitäten gespielt bzw. "selbstradikalisiert" ist.

Eins würde mich allerdings noch brennend interessieren: Benutzt er beim Sprechen vor Menschen auch so häufig den Verlegenheitslaut Ähm oder trägt er seinen Spitznamen am Ende ganz zu Unrecht?

B20

Manifold hat gesagt…

@ Bombe 20:

Das Publikum ist bei einigen seiner Ausführungen auch nicht wirklich mitgekommen.

Gut dass du das mit dem Ähms noch erwähnst - teilweise war es extrem! Nicht nur beim Frageteil, sondern auch während dem Vortrag selber, bei dem man eigentlich erwarten sollte, dass man dort den Text fliessend und ohne Unterbrüche vortragen können sollte.

Ich hatte jedoch mehrmals den Eindruck, dass er den Faden verloren hatte und sich verhaspelte. Vielleicht war er einfach nur nervös und erschöpft - oder er ist kein guter Redner.

Pudeljäger hat gesagt…

Lieber Manifold

Du bist mein Führer, ich bewundere Dich. Du bist so stark, dass Du Dich getraust Dich inmitten der Kampflesben und hässlichen Feministinnen und Pudel zu setzen. Ich finde es eine grossartige Taktik, sich nicht zu erkennen zu geben und nicht mit zu diskutieren und dafür im Nachhinein so differenzierte Berichte zu schreiben. Nur so werden wir es schaffen, die Feministinnen und ihre Pudel auszurotten. Ich danke Dir.
Pudeljäger

Anonym hat gesagt…

Meine Sicht der Dinge hat sich vollkommen geändert.
Ich habe bei meiner letzten Firma versucht 8 Frauen zu helfen die belästigt, unterdrückt oder verarscht wurden.
Ich habe dabei auf Granit gebissen.
Der Grund: Die Täter waren Vorgesetzte, Leitwölfe, Alphatiere.

Ich denke, Frauen werden von mächtigen Männern fertig gemacht und die mächtigen Frauen machen die schwachen, wehrlosen Männer fertig, die Verlierer mit einem niedrigen Status.
Die Großen fressen die Kleinen.
Die Kleinen hängt / fängt man, die Großen lässt man laufen.
Kleine Kriminelle kommen ins Gefängnis, während Großverbrecher unbehelligt bleiben.


Wenn wir reiche, angesehene Männer wären, würden uns die allermeisten Frauen wie Könige behandeln.
Nur selten liefern Frauen die ganz Großen ans Messer und wenn dann nur weil die anderen ganz Großen dass wollen und zulassen.

Wir armen Würstchen werden von den Frauen nur deshalb niedergemacht weil die Bosse, die Gewinnertypen das wollen und zu lassen.
Sie wollen möglichst viele ihrer Konkurrenten und Gegner ausschalten und sozialpsychologisch kastrieren.

Was denkt ihr warum fast nur junge Männer ins Gefängnis gesteckt werden ?
Glaubt ihr ernsthaft dass die reichen, mächtigen Herren in der Chefetage keine Straftaten begehen ?
Zum Beispiel George W. Bush ?

Anonym hat gesagt…

vielen Dank für den Bericht.
Eine kleine Anmerkung zu:
"Dumm nur, dass der Maskulismus im Gegensatz zum Feminismus/Genderismus keine Ideologie ist, weil er die Menschen nicht zu einem neuen Ideal hin umerziehen will."
Ideologie ist allgemein wertfrei nichts anderes als eine Weltanschauung.
Erst wenn sie gewisse Handlungsmaxime und Absolutätsansprüche beinhaltet, wird sie zur totalitären Ideologie, was wohl hier gemeinst ist.