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Montag, 22. November 2010

Ein Herbst, der Geschichte schrieb

Gerade habe ich auf Arnes Blog einen atemberaubenden Text gefunden, der alle relevanten Ereignisse der letzten Zeit zusammenfasst und chronologisch ordnet. Es ist alles dabei: Von den Turbulenzen um das erste Antifeminismustreffen über das Bundesforum Männer und das betretene, gedemütigte Schweigen des Staatsfeminismus zu der nicht aufhaltsamen Berichterstattung über die Diskriminierung des Mannes und mit Kristina Schröder hört es noch lange nicht auf.

Das ist der Herbst, in dem Geschichte geschrieben wird!

Unbedingt lesen! 


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Fünf Wochen im Herbst

Mit etwas Abstand hier eine übersichtliche Chronologie der Zeit, in der sich die Geschlechterpolitik in Deutschland zu verändern begann:

11. Oktober 2010: Auf den Seiten dieses Blogs gelangt der Bundestagsantrag "Für eine moderne Gleichstellungspolitik – Perspektiven für Jungen und Männer erweitern" an die Öffentlichkeit, der von den Bundestagsabgeordneten Michaela Noll und Volker Kauder und der Fraktion der CDU/CSU sowie Miriam Gruß und Birgit Homburger und der Fraktion der FDP eingereicht wurde.

12. Oktober 2010: Die Berliner taz überschreibt einen Artikel über diesen Antrag mit "Neue Männerpolitik braucht das Land". Gleichzeitig erklärt der Gewaltforscher Hans-Joachim Lenz in einem feministischen Blog der Heinrich-Böll-Stiftung, die Empörung über Männerrechtler entbehre nicht einer gewissen Heuchelei: "Erst ihre stärkere strategisch-öffentliche Präsenz führt dazu, dass sich Männer im Umfeld der Grünen nun trauen, ebenfalls öffentlich mit ihren Emanzipationsforderungen in Erscheinung zu treten." Allerdings falle bei Männern aus dem linken Milieu auf, "dass sie sich tendenziell entschuldigen, ein Mann zu sein".

18. Oktober 2010: Der ORF berichtet über eine österreichische Studie, der zufolge Gewalt gegen Väter zunehme.

ca. 24.-27. Oktober 2010: Feministische Vandalen beschmieren Häuser des Schweizer Ortes Uitikon und kündigen mehrfach Gewaltakte gegen das dort angekündigte Erste Internationale Antifeminismustreffen an.

29. Oktober 2010: Zehn Jahre nach dem staatlich geförderten Frauengesundheitsbericht wird ein privat finanzierter Männergesundheitsbericht vorgelegt.

30. Oktober 2010: Das Erste Internationale Antifeminismustreffen findet trotz der Gewaltdrohungen statt, wird Berichten der Teilnehmer zufolge zu einem großen Erfolg und führt zu einer breiten Berichterstattung in den Medien.

3. November 2010: Das Magazin "Kulturzeit" auf 3sat thematisiert die hohen Zahlen männlicher Opfer von häuslicher Gewalt (8000 allein in Berlin im vergangenen Jahr), die von der Politik komplett ignoriert werden.

4. November 2010: Die "Tagesthemen" berichten, dass die Diskriminierung männlicher Gewaltopfer keine Seltenheit sei.

5. November 2010: Das profeministische "Bundesforum Männer" wird gegründet, zu dessen Mitgliedern auch ideologisierte Skandalvereine wie "Dissens" gehören. Die Gründung des Forums bleibt von den Medien weithin unbeachtet; in der Männerszene (Foren, Blogs, Gruppen wie AGENS und MANNdat) gibt es mehr negative als positive Resonanz. Vorherrschender Eindruck: Das Bundesforum wolle vor allem Männer so formen, wie Feministinnen sie haben wollen – und gleichzeitig der Öffentlichkeit vormachen, Jungen und Männer hätten eine politische Vertretung ihrer Anliegen im Bundesfrauenministerium. Allein das feministische Blog "Mädchenmannschaft" freut sich über die Gründung des Bundesforums. Aber auch dort lautet der erste Leserinnenkommentar (einer Petra K.): "In meiner Umgebung sind eigentlich so ziemlich alle Männer, die dazu überhaupt eine Meinung haben, der Meinung, dass das Bundesforum Männer die wirklich konservative Anstalt ist, gegründet vorrangig mit dem Ziel, Vereinen wie Manndat, die im Gegensatz zu feministischen Lobbyisten an wirklicher Gleichberechtigung interessiert sind, das Wasser abzugraben. Und dabei das alte Lied singen von der gesellschaftlichen Benachteiligung von Frauen, denen Männer helfend unter die Arme greifen müssen, während Probleme von Männern generell als privat verschuldet angesehen werden."

8. November 2010: In einem Interview mit der Zeitschrift SPIEGEL kritisiert Familienministerin Kristina Schröder Aspekte des Feminismus. Voller Wut drischt daraufhin Alice Schwarzer auf Schröder ein, findet aber außer bei bestimmten Politikerinnen weit weniger Rückhalt als noch Jahre zuvor bei ihrem Mobbing Eva Hermans. Eine ganze Reihe von Publizisten – aber auch Besucherinnen von Schwarzers Website – beanstanden stattdessen das Auftreten Schwarzers.

9. November 2010: Zum ersten Mal seit langer Zeit spricht ein Mainstreammedium aus, dass der feministische Kaiser keine Kleider trägt: Thomas Steinfeld erklärt in der "Süddeutschen Zeitung", dass es nicht der Feminismus, sondern die veränderte Arbeitswelt war, die zur Emanzipation der Frau führte – und zerstört damit einen lange gehegten Mythos. Am selben Tag stöhnt Alice Schwarzer in einem offenen Brief an Kristina Schröder über die mediale Macht, die sich die Männerrechtsbewegung inzwischen angeeignet habe.

10. November 2010: Gleich am nächsten Tag wird ein weiterer beliebter Mythos abgeräumt: Wie zuvor schon das statistische Bundesamt legt nun auch das Institut der deutschen Wirtschaft eine Studie vor, die den populären Irrtum widerlegt, Frauen würden für die gleiche Arbeit 23 Prozent weniger verdienen als Männer.

11. November 2010: Die Arbeitsgemeinschaft der Männerarbeit in der EKD fordert die SPD auf, den männerfeindlichen Inhalt ihres Grundsatzprogramms zu tilgen.

12. November 2010: Die Bundesregierung ernennt erstmals einen "Beirat Jungenpolitik". Ähnlich wie die Mitglieder des Bundesforums Männer setzt er sich jedoch vor allem aus Leuten zusammen, die der feministischen Ideologie entsprungen sind. (Näheres hier.)

13. November 2010: In der Abschlussveranstaltung der EKD zur Dekade des Ökumenischen Rates der Kirchen “Gewalt überwinden” legt der Männerforscher Peter Döge eine Studie zur häuslichen Gewalt vor, die auf die hohe Rate männlicher Opfer hinweist. Damit zerbirst endgültig ein weiterer Mythos – diesmal der von der friedfertigen Frau, dem Täter Mann und der häuslichen Gewalt als Erscheinungsform des "Patriarchats". Viele Männerrechtler sehen in diesem "revolutionären Umbruch" (Döge) ihre Position bestätigt, für die sie lange angefeindet worden waren. Vertreter des Bundesfrauenministeriums bleiben der Veranstaltung genauso demonstrativ fern, wie sie zuvor Veranstaltungen zur Jungenkrise ferngeblieben waren.

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Call all free men to arms

Donnerstag, 16. September 2010

Antifeministische Sturmfront in den Medien

Ein gewaltiges mediales Echo erfüllt gerade die Schweiz. In unzähligen Blättern wird über das erste Antifeministen-Treffen berichtet und das Symbol des IG Antifeminismus mitsamt dem Link zur Homepage prangt deutlich sichtbar in den meisten Artikeln. Die zwielichtige Absage des Waidwirts hat sein Übriges getan, um die Stimmung noch mehr anzuheizen.

Waren es in der Vergangenheit nur einzelne Artikel in wenigen Medien zu bestimmten Themen der Männerrechtsbewegung, werden jetzt breit und flächendeckend die Akteure des Antifeminismus mitsamt ihren Zielen vorgestellt. Welch gewaltiger Wandel!

Antifeministische Leuchtfeuer

Allen voran die 20minuten, die zunächst online einen Artikel schaltete, der nun schon hunderte von zustimmenden Kommentaren hat, dann erschien gestern in der Printausgabe ein Text mitsamt einem Interview mit dem Präsident der schweizerischen Männerpartei. Mehrere Radiosender berichteten (Radiomitschnitte hier! Eviathanus arbeitet schon damit für kommende Videos) einerseits über das Treffen und über die Absage durch den Waidwirt. Dabei kamen auch René Kuhn und Mitstreiter zu Wort.

Der feministische Tagesanzeiger lässt die rubeneske Feministin Julia Onken zu Wort kommen und bezeichnet uns in der Printversion als Frauenhasser. Der Zürcher Unterländer berichtet online, wie auch auf einer ganzen Seite in der Printausgabe. Auch linke Kreise haben sich sachlich und tiefgehend mit uns beschäftigt und nach besten Geisteskräften einen fundierten Kommentar formuliert. Die Neue Luzerner Zeitung hat auch einen Text der Debatte beigesteuert.

Nun schwappt die Welle schon auf Deutschland über - dort berichtet der Südkurier und selbstverständlich Eigentümlich frei, das sich empört über die Absage des Wirtes und bei ihm die Furcht vor feministischem Terror vermuten.

Positive Folgen

René Kuhn berichtet stolz, dass seine Homepage zehntausende neue Hits verzeichnete und dass die IG Antifeminismus innert kürzester Zeit hunderte neue Mitglieder erhalten hat. Gerade die unbegründete Absage des Wirtes und die peinlichen Reaktionen haben wohl dazu beigetragen, dass sich die Mitgliederzahlen quasi über Nacht verdoppelt haben!

Auch hat René Kuhn den Mitgliedern des IG Antifeminismus ein detailliertes Schreiben zukommen lassen, indem er die Vorfälle schildert und den Leuten versichert, dass das Treffen nachwievor am 30. Oktober stattfinden wird, aber nun in einem neuen Lokal nahe Zürich, dessen Veranstalter die Kosten aus Solidarität mit uns komplett übernimmt! Ausserdem wurde der Waidwirt aufgefordert, seine Absage schriftlich zu begründen und eine Schadensersatzklage wird in Erwägung gezogen - schliesslich bestand eine bindende Abmachung, die plötzlich aufgekündigt wurde.

Schon jetzt wird René Kuhn innerhalb der deutschsprachigen Männerrechtsbewegung so dermassen verehrt, dass spasseshalber schon einmal das Vorbild einer Sondermünze ihm zu Ehren angefertigt wurde:



Weibliche Kommentare

Einige wenige Frauen haben ein offensichtliches Problem mit dem Antifeministen-Treffen. Dazu habe ich einmal ein paar Kommentare (Quelle: Kommentare zum 20minuten-Artikel) gesammelt. Allerdings gab es auch sehr viele Frauen, die sich positiv geäussert haben, so dass der folgende Dünnpfiff nicht repräsentativ für das weibliche Geschlecht ist.

Da kommt es zum Beispiel zu Angst vor Vernachlässigung und vor Aufmerksamkeitsverlust:

"Jetzt mal halblang! Das Weib wurde zu Unrecht Jahrhunderte lang unterdrückt! Wir haben auch etwas drauf, nur schade dass die Männer das nicht einsehen! Hallo wir sind auch noch da! Wir können nicht nur besser putzen, sondern auch um längen besser Kochen! Das die Männer das nicht einsehen geht mir nicht in die Rübe! Apropos Rübe, wir haben zwar kein rübli, dafür bringen wir euch auf die welt bübli!"
von: Sybille Leuppi am: 15.09.2010 09:55

Oder eifriger Männerhass um eigene Komplexe und Einsamkeit zu kaschieren:

"Frau Zapfl. Sie sprechen mir aus dem Herzen! Viele Männer können (oder wollen!) nicht mit selbstbewussten Frauen umgehen! Wir haben uns emanzipiert und all die "ach so armen unterdrückten Männer" sind halt in Ihrer Entwicklung stehen geblieben und können logischerweise mit starken Frauen nicht mithalten! Es wundert mich auch nicht, dass dieses Antifeminismus-Treffen von einem gewissen Herr Kuhn organisiert wird. Er und seine "Mitstreiter" sind doch einfach nur erbärmliche Jammerlappen, die Angst vor starken Frauen haben!"
von: Frauenpower am: 15.09.2010 01:22

Oder konstruiertes Unrecht vor tausend Jahren wird benutzt um reales Unrecht von heute zu rechtfertigen:

"Lächerliche Männer. 1000e Jahre waren Frauen nur Gebärmaschinen, den Männern sind 40 Jahre als Zahlmaschinen zu viel? X Jahrzehnte nur 7 Männer im Bundesrat, jetzt sind 5 Frauen schon bedrohlich? Arme Männer, so schwach und angsterfüllt."
von: Lia am: 15.09.2010 07:55

Das ist Gott sei Dank nur eine Minderheit der Frauen, die so denkt. 

Dringlichkeit

Es wird höchste Zeit, dass dieses Treffen stattfindet, denn Männerdiskriminierung und Männerhass sind in diesem Land alltäglich, während die unheilvolle staatliche Vormachtstellung des Feminismus, der sich tief in den helvetischen Staat hineingefressen hat, bei Männer und Frauen Pest und Elend hervorruft.

Mit unwissenschaftlichen Methoden, Einseitigkeit, Zwang und Drohungen, Verleumdung und roher Gewalt gehen sie überall gegen Andersdenkende vor. Dabei drangsalieren sie Männer und Frauen gleichermassen, wenn sie sich nicht in das feministische Korsett zwängen lassen. Selbst vor staatlicher Umerziehung, gezielter Diskriminierung, dem Gutheissen von Tötungen ungeborenen Lebens, ja sogar vor Menschenexperimenten macht die Ideologie des Genderfeminismus nicht Halt.

Es ist wichtig, dass diese schrecklichen Zustände endlich angesprochen werden und da es sich um ein länderübergreifendes Phänomen handelt, ist es nur allzu verständlich, dass Männer und Frauen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum erscheinen werden. Denn sie alle haben genug von der bösen Schlange des Feminismus, die eins zu eins all das kopiert, was die armen Emanzen immer am "Patriarchat" zu kritisieren hatten.

Erbärmliche Reaktionen von Feministinnen

Und was entgegnen die Feministinnen darauf? Was sagen die Feministinnen, wenn man gravierende Missstände ansprechen will und Probleme anpackt, die seit Jahrzehnten von ihnen vertuscht wurden?

Dass wir Angst vor selbstbewussten, starken Frauen hätten! Dass wir Frauenhasser seien! Das wir den Frauen die Schuld für alles geben wollten! Das wir in unserer Rolle verunsichert seien. Dass wir gefälligst mit den Feministinnen zusammenarbeiten sollen! Dass wir Männer emotional verhungerte "Gstabigs" (Tollpatsche) seien (Julia Onken) und das Widerstand gegen den Feminismus eine "bizarre Idee" sei (Regula Götsch, SP)!

Was für ein erbärmlicher, Schwachsinn labernder Sauhaufen.

Jeder aufgeklärte Mann weiss, dass starke, selbstbewusste Frauen nur der diplomatische Ausdruck für unweibliche, egozentrische Mannsweiber ist. Kein Wunder distanzieren sich die meisten Frauen von den heutigen Auswüchsen des Feminismus. Ersichtlich wird dies an folgendem Kommentar einer bewundernswerten Frau zum Artikel im 20minuten:

"Ich als Frau finde es schade, dass von seiten der Feministinnen gleich von "Angst vor starken Frauen" gespochen werden muss. Viele dieser sogenannten "starken Frauen" sind doch eigentlich frustrierte, geschiedene, über 40jährige, die in jedem "nichtvorteil" für sie eine disskriminierung der Frau sehen wollen. Gleiche Rechte und gleiche Pflichten für Mann und Frau. Schliesslich kann das eine Geschlecht nicht ohne das andere." 
Melanie R. am: 15.09.2010 09:30
Quelle

Peinlich ist auch die reflexartige Gleichsetzung des Feminismus mit der Frauenwelt, wo doch gerade der Feminismus der Todfeind jeglicher Weiblichkeit ist - so dass sie sogar zugeben müssen, dass der Feminismus nie für alle Frauen gesprochen hat, sondern nur für eine kleine unfeminine Minderheit von Kampflesben. Doch im Angesicht dieser Tatsachen kann ein Antifeminismus gar nicht automatisch frauenfeindlich sein. 

Warum haben sie eigentlich dieses rubeneske feministische Fossil namens Julia Onken überhaupt zum Thema Antifeminismus interviewt? Angesichts ihrer peinlichen Auswürfe, ihrer argumentativen Wehrlosigkeit und ihrer offensichtlichen Inkompetenz ist sie in der Position völlig fehlplatziert.

Die soll mal beten, dass sie niemals von Angesicht zu Angesicht mit einem Maskulisten vor Publikum diskutieren muss - die würde so dermassen argumentativ in den Boden gerammt und auseinandergenommen werden, dass sie sich fortan vor Scham nicht mehr in der Öffentlichkeit zeigen würde!

Warum sollte ich mit diesen elenden Männerhasserinnen zusammenarbeiten wollen? Mit diesen überholten Relikten eines gescheiterten Denkens? Die können froh sein, wenn sie einen ruhigen Lebensabend im Exil verbringen dürfen!


Der Maskulismus rückt unaufhaltsam vor!

Donnerstag, 25. März 2010

Thomas Gesterkamp: "Geschlechterkampf von rechts"

Immer mehr Männer beginnen zu begreifen, was für ein wahrhaftes Monstrum sich in unserer Gesellschaft breit gemacht hat. Angewidert weichen sie dem Biest aus um nicht von seinen vergifteten Fängen berührt zu werden. Manche erheben ihren Schwertarm und schlagen der Bestie die Greifer ab.

Doch es gibt auch solche, welche paralysiert sind vor dem Abgrund, der sich in den Augen dieses Scheusals auftut, hielten sie doch bisher diese visuelle Kakophonie für die Lösung aller Probleme. Doch jetzt, wo der Blutegel auf zu vielen Beinen anfängt das letzte Lebenselixier zu saugen und das Leben unzähliger Unschuldiger vergiftet, kommen auch sie nicht um die schreckliche Wahrheit herum.

So ergibt sich der Pudel in einem zerreissenden Spagat, wenn er sich einerseits mit dem organisierten Widerstand der Männer und andererseits unweigerlich mit den immensen Schäden des Feminismus beschäftigen muss.

Der Autor

Wir kennen diesen Thomas Gesterkamp. Schon früher fiel er durch profeministische Texte negativ auf. Dabei taucht immer wieder das selbe Muster auf: Jeder, welcher den Feminismus kritisiert ist automatisch rechts und muss somit von der Diskussion ausgeschlossen werden.

Um jedoch nicht wie ein realitätsverweigernder Vollidiot darzustehen, gibt er manchmal der Männerrechtsbewegung in einzelnen Punkten Recht um anschliessend sofort zu betonen, dass man daraus jedoch keinen Handlungsbedarf erkennen oder eine Relevanz vermuten dürfte.

Das gleiche Schema wendet dieser 'Wissenschaftler' auch in seinem neusten Werk an. Wir werden uns dies im Folgenden genauer ansehen und seine Behauptungen prüfen.

"Wie Männerrechtler und Familienfundamentalisten sich gegen das Feindbild Feminismus radikalisieren"

Schon der Untertitel lässt auf eine ernorme Arroganz von seiten des Autors schliessen. Wenn man alle aufrechten Männer und Frauen, für welche die Familie und ihr Schutz nachwievor eine hohe Bedeutung hat, als Fundamentalisten bezeichnet, versucht man verzweifelt seinen eigenen Fanatismus in mental gesunde Menschen hineinzuspiegeln.

Die Familie ist die Keimzelle der europäischen Gesellschaft und der Hort unserer Kinder. Es verwundert nicht, dass gerade Genderfaschisten sich diese Bastion unserer Kultur zu eigen machen wollen um ihre perversen Absichten umsetzen zu können. Jeder der sich diesem Zugriff verweigert, wird ihnen zum Feind.

Entlarvend ist auch das Wort "radikalisieren". Demnach ist die giftige Schlange des Feminismus für solche 'Menschen' schon so dermassen normal geworden, dass jeder organisierter Widerstand dagegen einem Radikalisierungsprozess unterliegt. Dies entspricht wohl dem gleichen Denkmuster wie das absolutistische Gerede von "radikalen Demokraten" damals im 19. Jahrhundert.

Und wir alle wissen, wer sich schlussendlich durchgesetzt hat.

Rechte Beschuldigungen

Laut Thomas Gesterkamp sind wir alle so ein mieses dunkles Süppchen, welches sich voller brauner Laune nur mühsam den rechten Arm zurückhalten kann. Hier sind die Zitate, welche uns als Rechtsextreme darstellen sollen:

"Diese Akteure, [...] stehen in bedenklicher Nähe, mal mehr, mal weniger, zu rechtsextremem Gedankengut."

"Die vorliegende Expertise [ist dafür da] damit der Geschlechterkampf von rechts durchschaubar wird und nicht zur Stärkung des neokonservativen und antifeministischen Denkens führt."

"Geschlechterkampf von rechts: Konservative Publizisten, Männerrechtler, Familienfundamentalisten, militante Abtreibungsgegner, evangelikale Christen und rückwärts gewandte katholische Kirchenobere wenden sich gegen ein gemeinsames Feindbild: den Feminismus."

Militante Abtreibungsgegner? Den millionenfachen jährlichen Massenmord an ungeborenen Europäern verteidigen und verharmlosen, aber dessen Gegner als militant bezeichnen? Das ist jenseits von gut und böse.

"Im rechten Spektrum - und von diesen nahe stehenden Zeitungen und Zeitschriften aufgegriffen - kursieren neokonservative und antifeministische Ideen."

Dass dies völliger Blödsinn ist, muss der Autor in der zweiten Hälfte der Arbeit (die wohl kaum einer liest ...) leider zugeben:

"Die in den Foren Diskutierenden sind überwiegend keine Neonazis. Allerdings ergeben sich immer wieder Überschneidungen und Verbindungen zu rechtsextremen Kreisen und Publikationen."

"Eine Entlarvung männerrechtlicher Akteure nach dem Muster der früher üblichen, viel zu schematischen Rechtsextremismusforschung ("Guilt by association") führt zu Trugschlüssen. Nicht jeder, der zu einem Rechtsextremen Kontakt hält oder in einer rechtslastigen Zeitschrift publiziert, ist automatisch selber rechtsextrem."

"Verbindungen zur Neuen Rechten lassen sich nur in Einzelfällen nachweisen."

"Die Veranstaltung [Männerkongress, Februar 2010], von Medizinern und Therapeuten organisiert, war bestimmt kein Treffen von Rechtsradikalen."

Man wundert sich nach solchen Sätzen dann schon, warum der Titel dann so reisserisch als "Geschlechterkampf von rechts" gewählt wurde. Vielleicht hat unser Ideologe nur noch eine einzige verweifelte Möglichkeit gesehen, uns doch noch irgendwie zu diskreditieren? Denn im nächsten Abschnitt werden wir sehen, dass er alle unsere Argumente weder widerlegen noch entkräften kann.

Maskulistische Schleichwerbung

Der Thomas ist kein Dummkopf. Er weiss, dass wir die Argumente auf unserer Seite haben. Er weiss, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis wir eine genügende Anzahl von Männern von unserer Position überzeugt haben. Deshalb versucht er in grösster Panik dem feministischen Waffenbund unsere Argumente darzulegen, auf dass die geistesschwache Meute gemeinsam ein Gegenmittel finden könne.

Dass er damit nur die eigenen Reihen spalten wird und ihnen die Auswegslosigkeit ihrer Lage offensichtlich macht, ist ihm wohl weniger bewusst gewesen. Wären sie doch bei ihren pauschalisierenden und verleumderischen Methoden geblieben, sie hätten sich selber wohl ein paar Jährchen länger an der Macht halten können!

Gerhard Amendts Forderung, Frauenhäuser zu schliessen taucht genauso auf wie AGENS oder unser Kampf gegen die männerfeindliche ARD-Serie "Eine für alle". Er listet sogar jede einzelne Forderung von MANNdat auf. Ausserdem spricht er die feministische Zensur im Rahmen der Politischen Korrektheit an. Er zitiert Volker Zastrows Kritik am Gender-Mainstreaming und erwähnt den Dissens-Konflikt, wobei er dort die Sachlage offensichtlich nicht begriffen hat, denn er lässt den zentralen Anklagepunkt gegen Dissens weg ("Du bildest dir nur ein, einen Penis zu haben!").

Mehrere Zeitungsberichte über die Männerrechtsbewegung werden erwähnt. So tauchen Cicero, Focus, Junge Freiheit und unzählige Printmedien auf. Auch, dass Frauen heutzutage auf Kosten der Männer gefördert werden, kann der Pudel nicht übersehen und das eine angebliche Frauenunterdrückung als Mittel der Machtpolitik herhalten muss. Er verweist auf die Lüge der Lohndiskriminierung und erwähnt die feministisch verursachte Bildungskrise der Jungen. Auch die traurige Wahrheit der häuslichen Gewalt bleibt nicht unangesprochen.

Unter Krämpfen würgt er eine unserer zentralen Aussagen, nämlich dass der Feminismus unnötig ist, aus.

"Die neue Männerbewegung fordert Gleichverpflichtung, Gleichwertigkeit und Gleichbehandlung - statt der organsierten Besserstellung des weiblichen Geschlechts [Cicero, Juli 2009]."

"Ein breitgeduldeter Sexismus, den das ideologisch vorgeknetete Publikum für spassig hält, weil er sich ja nur gegen Männer richtet."

"Sie fordern das Ende des weiblichen Geschlechtermonologs und verstehen sich als politische Aktivisten: Eine offensive Interessensvertretung für Männer."

"Im Windschatten von Frauenemanzipation und Gender Mainstreaming ziehen Männer gesellschaftlich den Kürzeren, behauptet Paul-Hermann Gruner im Cicero."

"Opfer und Trottel sei der heutige Mann - betrogen und zum Depp der Nation geworden."

Er muss sogar so weit gehen, uns recht zu geben, wie wir am Schluss seiner wissenschaftlichen Gehversuche erfahren:

"Einige der von den Männerrechtlern angesprochenen Themen sind diskussionswürdig - etwa die Schwierigkeiten von Jungen in der Schule, die vernachlässigte Männergesundheit und die Tabuisierung der gegen Männer gerichteten Gewalt. [...] Nur Männer müssen zum Militär. Es gibt einen Gesundheitsbericht über Frauen, aber keinen über Männer, trotz geringerer Lebenserwartung."

Doch nicht nur unsere Forderungen bezüglich der Abschaffung von Männerdiskriminierung sind rechtens, sondern auch unsere Kritik an der Frauenförderung:

"Dass Frauenpolitik manchmal einfach nur mit dem Wort "Gender" neu etikettiert wird, ist auch nicht völlig falsch."

Doch der ungläubige Thomas wagt es nicht, seine Erkenntnisse in einen Sinneswandel umzusetzen.

Unsinn

Man könnte nach dem letzten Abschnitt meinen, dass unser Thomas ein in Ketten gelegter, verkappter Männerrechtler sei, der sich noch nicht so recht von seinen feministischen Herrinnen befreien konnte. Das dem nicht so ist, bemerken wir, wenn wir uns seine Falschbehauptungen und Fehlschlüsse genauer anschauen.

Statt mit dieser goldigen Epiphanie, dem grössten Geschenk des Perseus an uns Männer, endlich den Sprung in die Freiheit zu wagen, verkriecht sich dieser Thomas lieber wieder unter das feministische Joch:

"Von einer durchgehenden gesellschaftlichen Benachteiligung der Männer kann aber keinesfalls gesprochen werden. [...] Aus teilweise richtigen Grundgedanken ziehen die Männerrechtler generalisierende Schlussfolgerungen. [...]"

Als müsste er es sich selber noch einmal eintrichtern, da ihn sonst die Ketzerei all zu offensichtlich ins Gesicht springt, wiederholt er sich gleich darauf:

"Trotzdem lässt sich aus all dem keine pauschale Diskriminierung qua Geschlecht ableiten."

Man sollte ihn mit einigen Wehrpflichtigen, die gerade ihre Grundausbildung absolvieren oder mit Scheidungsvätern, die ihre Kinder nie mehr sehen dürfen oder mit zu Unrecht der sexuellen Belästigung Beschuldigten zu einer ruhigen Stunde in einen Raum sperren und sehen, wie lange sein "keine pauschale Diskriminierung qua Geschlecht" nachhallt.

Er erstickt fast in der erdrückenden Übermacht unserer Argumente um sie am Schluss für nicht relevant und bedeutungslos zu erklären. Daran erkennt man, dass wir es hier nicht mit einem Wissenschaftler, sondern mit einem Ideologen zu tun haben.

Fazit

"Nur miteinander und nicht gegeneinander lässt sich Geschlechterdemokratie umsetzen." Ein scheinheiliges Sätzchen am Ende seiner vergeblichen Schweissarbeit hofft darauf, dass MenschInnen, welche Jungen einreden, dass sie keinen Penis hätten, auch weiterhin ein Mitspracherecht in irgendeiner Geschlechterpolitik haben werden.

"Sollte man mit den Männerrechtlern oder nur über sie reden?" Nun, da man uns nicht mehr ignorieren oder belächeln kann, stellt sich die Frage, ob man die Männer endlich auch mal mitreden lässt oder ob man ihre Anliegen weiterhin einfach dämonisiert und als rechtsextrem verleugnen soll.

Dass sie verzweifelt sind, merkt man nicht nur an der Mühe, mit der sie sich unsere Argumente vor Augen führen, sondern auch an einer Erstarkung antifeminitischer Strömungen in unserer Gesellschaft, wie der Thomas schreibt.

"Verbergen sich dahinter auch Versäumnisse der Frauenbewegung und einese männerbewegten Profeminismus, die diese Probleme verharmlost oder schlicht ignoriert haben?" Er steht so kurz vor der Wahrheit, doch er verharrt aus Angst und vorauseilender Unterwürfigkeit einen Millimeter vor der Ziellinie.

"Eine genderdialogische Männerpolitik [...] kann militanten und konfrontativ orientierten Männerrechtlern durchaus den Wind aus den Segeln nehmen." Solange den Worten keine Taten folgen, wird es uns geben, da wird ein bisschen Dialüg nichts daran ändern. Im Gegenteil, denn sobald man in der Öffentlichkeit darauf hinweist, dass Männer bisher verarscht wurden, wird die Entmachtung des Feminismus nur noch schneller von statten gehen.

Ich jedenfalls werde nicht eher ruhen, bis jeder und jede Einzelne dieser Brut einschliesslich ihrer Helfer zur Rechenschaft gezogen wurde. Ein Paragraf, welcher Geschlechterverhetzung unter Strafe stellt, soll helfen, Perseus' Richtspruch umzusetzen und die Genderisten im Kerker verrotten zu lassen.

Nichts weniger hat dieser elende Haufen verdient.

P.S.: Übrigens, mein Blog "Die Söhne von Perseus" taucht auch in seinem Quellenverzeichnis auf! Er beschreibt meinen Blog folgendermassen: "Blog radikaler Mànnerrechtler, die sich auf die Antike berufen". Da fühle ich mich aber geschmeichelt. Danke, Thomas!

Mittwoch, 14. Oktober 2009

Österreich: Die Männer organisieren und wehren sich

Da soll doch noch einer sagen, dass die Männerrechtsbewegung ohne Effekt sei! Da beschreibt eine Feministin genau und bis ins kleinste Detail, wie Männer sich organisieren und die Gesetze der Gleichberechtigung für den Kampf gegen Männerdiskriminierung nutzen. Sie ist davon so tief beeindruckt, dass sie deren Methoden und Handeln als vorbildlich darstellt, von denen man noch etwas "in puncto Gegenwehr" lernen könne!

Aber lest selbst.

"[...]

Von Männern kann man in puncto Gegenwehr noch eine ganze Menge lernen. Denn wie reagieren die Herren, wenn sie sich benachteiligt fühlen? Sie klagen beim Verfassungsgerichtshof wegen der Summe von 20 Euro, weil sie beim Eintritt ins Fußballstadion tiefer ins Börsel greifen müssen als Frauen, die man mit niedrigeren Ticketpreisen ins Stadion locken wollte. Ergo fühlt sich der Herr Fan diskriminiert.

Beleidigte Adamsjünger schaffen sich einen „Männerspielplatz“, auf dem sie im Schlamm mit Gokarts umherdüsen und ganz Held sein dürfen (Bericht im ORF-Report) und auf dem Frauen nur zugelassen sind, um das glorreiche Ereignis im Bild festzuhalten. Und sie organisieren sich in der Männerpartei, die darüber klagt, dass „alles für die Frauen geschieht, aber nichts für die Männer“.

Angefangen bei der Ungerechtigkeit beim Militärdienst, dem höheren Pensionsantrittsalter und der himmelschreienden Ungerechtigkeit bei den Seniorentarifen der Öffis: erst ab dem Alter von 65 für die Rentner, aber ab 60 für die Rentnerinnen. Dies alles angesichts der Tatsache, dass die Hascherl – statistisch – auch noch früher das Zeitliche segnen, so der Jammer der Betroffenen.

Zwei Drittel der Beschwerden bei der Gleichbehandlungsanwaltschaft erfolgen mittlerweile von Männern. Ja, so macht Mann das: klagt, organisiert sich und verschafft sich Öffentlichkeit."


Wenn sogar eine Gegnerin zähneknirschend zugibt, dass die Männerrechtsbewegung massiv an Fahrt gewinnt, dann kann unser Wirken nicht umsonst sein. Haben sie doch jahrelang Männerdiskriminierung heruntergespielt oder gar als sinnvoll betrachtet!

Über zwei Drittel aller Beschwerden wegen Diskriminierung gehen inzwischen von Männern aus! Uns Maskulisten wundert das natürlich nicht im Geringsten.

Ich bin gespannt, wie sich das in den kommenden Dekaden entwickelt.

Männerspielplatz