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Freitag, 23. März 2012

Kemper: "Manifold hat keine Eier!"

"Doch noch eine Anmerkung. Nachdem ich nun in Bern einen der berüchtigsten Maskulisten getroffen habe, Manifold vom Blog “Söhne des Perseus”, bin ich mir nicht sicher, ob diese rechtsextremen Maskulisten nicht tatsächlich nur “Papiertiger” bzw. “Blogtiger” sind. Er war während der ganzen Veranstaltung nicht couragiert genug, den Mund aufzukriegen oder sich gar als Maskulist erkennen zu geben." (Kemper, Quelle)

Es braucht keinen besonderen Mut, gegen Feministen den Mund aufzumachen - das mache ich im Alltag genug und gründlich.

In Bern hingegen ging es jedoch um etwas anderes - wie verhalten sich Feministen und Pudel unter sich, wenn sie sich nicht von unserer Seite beobachtet fühlen? Wie sind sie drauf, wenn sie ungezwungen auftreten und frei von kritischen Ohren reden können? Wie treten sie auf, was sagen sie und wie argumentieren sie, wenn sie nur Gleichgesinnte um sich herum haben?

Ich habe mich bewusst zurück gehalten (genauso wie Hoffmann und Maus sich an Aigners Vortrag nicht zu erkennen gaben) um diese Beobachtungen unverfälscht sammeln und wiedergeben zu können. Dadurch gewann ich wertvolle Einsichten und Informationen, die das Kemperchen unter antifeministischer Beobachtung wohl nie freiwillig preis gegeben hätte - z.B. was Kemper in Bezug auf Hoffmann denkt.

Dass Kemper sich nun mehrfach darüber auslässt, dass ich nicht "couragiert" gewesen wäre, liegt wohl daran, dass er sich nun im Nachhinein verunsichert, entblösst und ausgenommen fühlt - er hat wohl ganz und gar nicht damit gerechnet, dass so ein "böser, rechtsextremer" Maskulist einfach ruhig dasitzt und ihm zuhört.

Hier mein Bericht über seinen Vortrag:

http://sonsofperseus.blogspot.com/2012/03/kempers-vortrag-der-uni-bern-mit.html

Donnerstag, 15. März 2012

Kempers Vortrag an der Uni Bern - mit maskulistischer Kommentierung

Vor einigen Wochen habe ich gehört, dass Andreas Kemper, ein berüchtigter Pudel, am 13. März einen Vortrag mit dem Titel "'Maskulismus' - Abwehrmechanismen komplizenhafter Männlichkeit" an der Universität Bern am dortigen "Interdisziplinären Zentrum für Geschlechterforschung" halten würde. Und da Bern nicht allzu weit weg ist und weil dieser profeministische Ideologe mit notorischer Blockwart-Mentalität uns schon mehrmals über den Weg gelaufen ist, habe ich mich dazu entschieden, diesem Vortrag beizuwohnen (einen ähnlichen Vortrag von Isolde Aigner mit gleicher "Maskulisten-sind-rechtsextrem"-Thematik wurde vor einiger Zeit von Arne Hoffmann und Eugen Maus besucht und ausführlich beschrieben).

Also begab ich mich nach Bern und betrat die dortige Universität. In einem relativ kleinen Hörsaal für etwa 60 Personen sass ich nun, zehn Minuten zu früh, so dass ich Gelegenheit hatte, die anwesenden Leute unauffällig zu beobachten. Abgesehen von den Kampflesben, den gealterten Emanzen mit den feurig roten Haaren und den verfilzten Studentinnen im Alternativlook, gab es noch einige durchaus ansehnliche Frauen und ein paar ältere Herren, die vermutlich von ihrer Art her Professoren waren. Insgesamt waren etwa 35 Personen anwesend - persönlich hätte ich mit mehr Leuten gerechnet.

Kemper war auch schon da. Gross, schmalschultrig, permanent grinsend, schulterlange Haare, eine dicke, schwülstige Nase und mit einen Ausschlag mitten im Gesicht, sah man ihm so kurz vor dem Beginn seines Referats die Nervosität an - welche sich noch weiter steigerte, als er wegen technischen Problemen (vermutlich falscher Stecker dabei) einen Laptop aus dem Publikum ausleihen musste, um seinen eigenen zu ersetzen.

Ankündigung

Nun konnte es also losgehen. Eine schmal gebaute, blonde Frau mit knochigem Gesicht und einem hässlichen Nasenpiercing begann den dauergrinsenden Kemper vorzustellen. Kemper sei heute hier um uns einen vertieften Einblick in die Bewegung der Männerrechtler zu geben, welche sich selber als Opfer stilisieren (denn wie alle ausser mir im Saal wissen, können Männer selbstverständlich keine ernst zu nehmenden Opfer sein). Dies sei deshalb interessant, meinte die Piercing-Dame, weil hier eine Verbindung zur IGAF Schweiz rund um René Kuhn bestehe (ein Raunen ging durch den Saal und ich verkniff mir ein Grinsen und dachte mir, wenn ihr wüsstet, wie *nahe* bei euch diese Verbindung gerade ist), welcher "krude", "frauenfeindliche" Sprüche ablässt. "Krude" ist in den anwesenden Kreisen ein beliebtes Wort, denn damit kann man sich selber einreden, dass die Weltbilder des politischen Gegners unausgereift, undurchdacht, simpel und somit leicht zu durchschauen sind - das wiegt den Bedrängten in eine angenehme, wenn auch falsche Sicherheit gefühlter, intellektueller Überlegenheit.

Doch das Piercing redete weiter und wies darauf hin, dass Kemper in der "profeministischen Männerbewegung" mitgemacht hatte und dass er antifeministische Seiten von Wikipedia "runtergenommen" hat, was im Saal merklich positiv aufgenommen wurde - Zensur ist schliesslich in einer Demokratie genau dann nicht schlimm, wenn es unbequeme Andersdenkende betrifft. Kemper stehe auf der sogenannten "Lila-Pudel-Liste" mit ganz hohem Rang drin, was Gelächter und Verwirrung zugleich hervorrief, so dass das Piercing ausführte, was ein lila Pudel denn sei. Anerkennende Blicke richteten sich auf Kemper.

Er sei der Autor des Buches "Rechte Kerle", welches zumindest einer der Anwesenden im Publikum bekannt war, denn beim Hineingehen sagte eine der Studentinnen zu ihrer Kollegin in enthusiastischen Tönen, dass sie Kempers Buch gelesen habe. Das Piercing meinte dann noch abschliessend, dass ein Aufnahmegerät während der Präsentation laufe, denn ein lokaler Radiosender sei präsent - allerdings werde die Aufnahme während der Diskussion unterbrochen, vermutlich damit ohne Rücksicht auf argwöhnische Ohren auch entlarvendere Fragen gestellt werden können (blöd nur, dass sich ein Maskulist eingeschlichen hatte).

Kempers Biographie

Nun fing Kemper an zu sprechen und er begann über die weiche, profeministische "Männerbewegung" zu reden, welche in den 70ern entstanden war, die sich an der Frauenbewegung orientiert, sich aus linken Wohngemeinschaften entwickelt hätte und durch das Bedrängen der betroffenen Männer durch Feministinnen ihren Anfang nahm. Kemper begründete die Entstehung der Männerbewegung und indirekt auch sein Engagement damit, dass vor der Energiekrise der 70er-Jahre der sogenannte "Fordismus", also eine von Henry Ford inspirierte Massenproduktion Europa dominiert hätte, während danach ein "Post-Fordismus" (man beachte die schwülstigen und kreativen Wortschöpfungen) weg von der Massenproduktion einsetzte. Dadurch hätte sein Vater seinen Fabrikarbeiter-Job verloren, da die Fabriken nach Asien ausgelagert wurden - daran sei die "proletarische Männlichkeit" seines Vaters zerbrochen und "sie stimmte nicht mehr". Robert Connell, die berüchtigte Männerforscher-Transe, sähe dies genauso, denn es meinte, dass die Produktionsverhältnisse Männlichkeiten bestimmen würden. Marx lässt grüssen - dieses Mal mit einem dürftigen, feministischen Anstrich.

Da ihm die "proletarische Fabrikmännlichkeit" seines Vaters nicht zusagte, ging er studieren, stiess zu politisch alternativen Kräften und wurde dort dazu gedrängt, seine "Männlichkeit zu hinterfragen". Dies sei gleichzeitig mit dem Aufstieg der Schwulenbewegung erfolgt, da gäbe es laut Kemper auch Überschneidungen zur Männerbewegung, so hätten sich die Leute beider Bewegungen gegenseitig massiert. Was wir mit dieser Information denn anfangen sollen oder was dies über Kempers Orientierung sagt, war mir persönlich nicht ganz klar, aber lassen wir das.

Nun kamen für Kemper die flotten 80er und während sich die alternativen Bewegungen institutionalisierten, begann er sich als "Profeminist" zu bezeichnen. Unterwürfig meinte er dazu, dass er sich nicht als "Feminist" bezeichnen könne, da er sinngemäss all die schrecklichen Unterdrückungserfahrungen der armen, unterdrückten Frauen nicht erlebt habe und somit nicht wirklich nachvollziehen könne. Welches Geschlecht sich hier nun tatsächlich zu Opfern hoch stilisiert und sich wie selbstverständlich derartig porträtieren lässt, wird bei dieser Versammlung schnell deutlich - während Männerrechtler sich auf handfeste, juristische Benachteiligungen berufen, weisen Feministinnen und besonders ihre Speichellecker auf subjektive und diffus ausformulierte "Unterdrückungserfahrungen" hin, durch die Frauen ohne weitere Diskussion als DIE Opfer der Menschheit anerkannt werden müssten. Kemper gab in dieser Dekade einen "Rundbrief der antisexistischen Männer" heraus, welcher sich jedoch schnell aus dem antisexistischen und antipatriarchalen (sprich: profeministischen) Kontext löste und irgendwann schlichtweg keine Abonnenten mehr hatte, wie Kemper beklagte. Das war dann für ihn der Grund, dass er der ganzen Thematik den Rücken zukehrte.

Nun spulte er ein paar Jahre nach vorne. Mittlerweile wechselte er zu Wikipedia um seiner Meinung nach "Propagandaartikel zu bekämpfen" (und dabei gleich noch seine eigene Propaganda durchzudrücken). Wikipedia sei für ihn ein "Seismograf" für Ideen, die in zwei bis drei Jahren Schlagzeilen machen würden. Der vorläufige Höhepunkt war für ihn, als er es schaffte, den Maskulismus-Artikel löschen zu lassen. Danach brach seiner Meinung nach "die ganze Horde über ihn herein und er fand es völlig unverständlich, dass man dann anschliessend sein Foto mitsamt seiner Adresse im Internet finden konnte" ... Die totalitär angehauchte Zensur und gehässige Diskursunterdrückung war ja für eine gute (feministische) Sache, warum wurde er also auch noch dafür "bestraft"?

Kempers Ansichten zu einzelnen Akteuren der MRB

Nun beginnt sein eigentlicher Vortrag und Kemper beginnt zunächst die Begriffe Männerbewegung, Männerrechtsbewegung, Maskulinismus, Maskulismus, Männerrechtler und Antifeministen abzugrenzen. Die Abgrenzungen sind willkürklich und nicht wirklich aussagekräftig, allerdings kritisiert er uns dahingehend, dass wir es wagen, den Begriff "Männerbewegung" für uns zu proklamieren - das sei ein politischer Trick, mit der Idee, dass man alles, was vorher kam (sprich: die profeministische "Männerbewegung"), nicht ernst nehmen könne. Vermutlich haben wir schlichtweg übersehen, dass die Pudel den Namen "Männerbewegung" für sich patentiert haben. Wie frech wir doch sind!

Anschliessend beginnt er, die verschiedenen Akteure der Männerrechtsbewegung vorzustellen. VAFK zum Beispiel findet er "schwierig", weil sie "biologistisch vorgehen", denn - oh Schreck! - sie proklamieren für sich das Recht ihre eigenen Kinder zu sehen, "da sie sie gezeugt haben". Das sei laut Kemper ein "festgefahrener, biologistischer Ansatz". Man merkt hier das völlig gestörte, ideologisch vernebelte Verhältnis zu Familienstrukturen - denn bei Kemper ist Verwandtschaft offensichtlich egal. Ob er wohl ein Problem damit hätte, wenn man seinen Vater irgendwann in seinem Leben einfach gegen einen anderen Mann ausgetauscht hätte? Agens e.V. versuche sich hingegen einen wissenschaftlichen Anstrich zu geben, indem Tagungen organisiert, Sammelbänder herausgegeben und Wissenschaftler auf ihre Seite gezogen werden würden. Kempers Wortwahl erstaunt - sind es nicht gerade die pseudowissenschaftlichen Gender Studies, welche immer wieder versuchen, sich einen wissenschaftlichen Anstrich zu verpassen?

Selbstverständlich regte er sich intensiv über das alte, gelbe Forum auf, welches sich seiner Meinung nach immer mehr radikalisiere und nach rechts rutsche und dessen Betreiber angeblich viel auf Altermedia verlinken würden (das ist lustig, denn auf die linksextremistische Seite "Indymedia" wird wesentlich häufiger im alten, gelben Forum verlinkt, als auf Altermedia - aber das scheint Kemper und auch Hoffmann mit ihrem einseitigen ideologischen Filter nicht zu stören ...). Besonders schlimm fand Kemper, dass es einer der Forumsbetreiber gewagt hat, das Prozessprotokoll des angeklagten Betreibers des Altermedia-Forums mit der Aussage, dass es keine Meinungsfreiheit in Deutschland gäbe, zu veröffentlichen. Denn wer Meinungsfreiheit für aus Kempers Sicht ungewollte Andersdenkende verlangt, der muss zwangsläufig selbst ein Nazi sein.

WikiMANNia fand er sehr interessant und spannend, weil dort die Entwicklung unserer "Ideologie" des Maskulismus studiert werden könne. Dumm nur, dass der Maskulismus im Gegensatz zum Feminismus/Genderismus keine Ideologie ist, weil er die Menschen nicht zu einem neuen Ideal hin umerziehen will. Beim neuen, gelben Forum wies er auf die Verlinkungen zur Jungen Freiheit, Eigentümlich frei und PI News hin um deren Verbindung zum Rechtspopulismus aufzuzeigen. Dies erstaunt, denn diese Medien werden nicht vom deutschen Verfassungsschutz beobachtet, im Gegensatz zum linksextremistischen Unrast-Verlag, bei dem Kemper seine Bücher publiziert. Ich sag' da nur Dorn und Balken ...

Der "Breivik-Konflikt"

Nun begann er auf den "Breivik-Konflikt" in unseren Reihen einzugehen. Zunächst redete er über Breivik selber und meinte, dass seine Taten "ein Anschlag quasi aus den Reihen von PI News" gewesen seien. Wäre denn der marxistisch inspirierte Terror Stalins auch aus den Reihen des materialistisch-links angehauchten Proletarierkindes Kempers entsprungen? Nun ging er dazu über, abschnittsweise Savvakis Kommentar zum Breivik-Massaker zu besprechen. Er setzte dessen Kommentar mit Breiviks Manifest gleich, mit dem Unterschied, dass Savvakis nicht zu Gewalt auffordern würde. Beide hätten es gewagt, die politische Korrektheit zu kritisieren und antifeministisch Position zu beziehen, was natürlich gar nicht geht! Denn niemand darf sich über feministische Denk- und Sprechverbote hinwegsetzen, sonst werden wir auch noch mit so mühsamen Fakten konfrontiert, welche unser schönes, feministisches Weltbild in Frage stellen würden. Savvakis hat Breivik als ein Opfer des Feminismus beschrieben, der wie ein Druckbehälter explodiert sei. Er wies auch darauf hin, dass ich ähnliches geschrieben hätte und als er das betreffende Zitat zeigte, stöhnte das Publikum wehleidig.

Kemper ging nun zu einem Referat von Savvakis mit dem Titel "Feminismus als Ausdruck spätabendländischer Selbstentfremdung" über. Zunächst betonte er, dass dieser Text alles andere als flach, sondern tiefgehend philosophisch wäre und dass es absolut nicht dumm wäre, was Savvakis da nieder geschrieben hat. Dabei drehe sich der Text um die uralte Frage, ob Geist oder Materie wichtiger sei. Er unterscheide dabei zwischen einer aristotelischen Rechten, welche den Geist und die Form als das Wesentliche, das Schöpfende darstellt, welche "von oben" kämen, während die aristotelische Linke die Materie als selbstschöpfend ohne höhere Hilfe und als selbstorganisierend betrachte. Dies erstaunte mich persönlich - denn wie soll sich Materie in eine bestimmte Weise selber schöpfen können, wenn die Vorstellung für diese Weise vorher nicht existierte? Und auch Selbstorganisation der Materie verläuft im Rahmen fester Naturgesetze, die auch von irgendwo her kommen müssen. Kemper meinte, dass von der aristotelischen Linken über die Araber zu Giordano Bruno hin zu Marx eine kontinuierliche Geschichte des Materialismus existiere. Savvakis prangerte diese materialistisch-historische Linie und ihre Konsequenzen in der Gegenwart an.

Kempers intellektuelle Eigenkreationen

Kemper zog nun das Tempo an und kam nun zu einer seiner eigenen Kreationen - die ubiquitäre Natur der Traumatisierung innerhalb der Menschheit, welche er am Beispiel Macciavellis zu erklären versuchte (dies hat er hier schon einmal in schriftlicher Form versucht). Allerdings wurde den Anwesenden nicht so ganz klar, was das mit der Männerrechtsbewegung zu tun hätte, was mir noch einmal deutlich wurde, als nach dem Vortrag zwei der anwesenden Frauen noch einmal über diesen Abschnitt redeten und sich nicht sicher waren, was sie davon halten sollten.

Zunächst einmal stieg er über Alexander Ulfig ein, welcher ein Werk über Macchiavelli herausgegeben habe und der als Antifeminist "gegen die Gleichberechtigung ist, weil er Quoten und Gleichstellung ablehnt". Kemper verwechselte hier wie so viele Feministen schon vor ihm Gleichstellung mit Gleichberechtigung und kennt offenbar den Unterschied zwischen den beiden nicht. Eine Frauenquote ist da gerade das klassische Beispiel für diesen Widerspruch - die Quote bevorzugt bewusst Frauen qua Geschlecht gegenüber Männern, so dass beide Geschlechter gerade KEINEN gleichberechtigten Zugang zu einem Job haben. Ein klassischer Fall von Verwechslung des Prinzips der Chancengleichheit (Gleichberechtigung) und Ergebnisgleichheit (Gleichstellung).

Kempers These in Bezug auf Macciavelli ist nun, dass dessen Foltertrauma ihn erst dazu gebracht hätte, "Il Principe" zu schreiben, welches man im Rahmen seines durch Folter erzeugtes Trauma interpretieren müsse. Macciavellis "virtù" (Kemper hatte in seinem Vortrag die ganze Zeit "virtu" ohne Strich auf dem u stehen ... so viel zur akademischen Bildung) sei dabei die männliche Energie und Macht, welche Macciavelli in Form des Herkules, der gegen "das Weib Fortuna, das man schlagen und stossen müsse" kämpfe, antreten lässt. Theatralisch meinte Kemper, dass "schon hier Sexismus drin stecke". Virtù sei dabei "männliche Ermächtigung, Abwehr von Ohnmacht, Identifikation mit dem Aggressor, Versuch, über den Aggressor wieder an Macht zu kommen" und ein Mittel des Traumatisierten, aus seiner "Ohnmacht" zu fliehen. Macciavelli sei dafür exemplarisch: Er habe sich in seinem Trauma mit seinen Folterern, den Medici "identifiziert" und ihnen sein Werk "Il Principe" gewidmet um seine Ohnmacht zu überwinden und wieder an Macht zu kommen und wieder handlungsfähig zu werden. "Sich mit dem Aggressor zu identifizieren, heisst an die virtù des Aggressors anzudocken". 

Kemper sei nun der Meinung, dass nicht nur einzelne Personen, sondern ganze Gesellschaften über Generationen traumatisiert werden könnten und dass dies weitergegeben werde - so führte er aus, dass seiner Meinung nach die Deutschen seit dem zweiten Weltkrieg ein zutiefst traumatisiertes Volk seien. Allerdings schien ihm nun nicht wirklich klar zu sein, wie sich diese "Einsichten" auf die Männerrechtsbewegung übertragen lassen, denn er beliess es hier mit seinen Ausführungen zu diesem Thema.

Das Trauma der Pudel

Vermutlich war er sich nicht bewusst, dass sich diese Ausführungen exakt auf ihn anwenden lassen.

Denn wenn man die feministische Ideologie als Aggressor ansieht, welcher orientierungslose und verwundbare Männer wie Kemper mit "Gewalt traumatisieren" (sei dies z.B. politischer Druck, seine Männlichkeit zu hinterfragen, wie Kemper über seine eigene Biographie ausführt, oder permanent Männlichkeit als schlecht und pathologisch zu porträtieren), dann versuchen die dadurch in die Ohnmacht gestossenen Männer, aus ihrem Trauma zu flüchten, indem sie sich mit dem Aggressor Feminismus zu identifizieren beginnen und an deren virtù anzudocken - genau dies hat Kemper getan, als er der profeministischen Männerbewegung beitrat und indem er heute verbissen den Feminismus gegen unsere Seite verteidigt. Seine Theorie passt also auf Kemper selber wie die Faust aufs Auge. Dies war mir damals, als ich seine Texte widerlegte, gar nicht aufgefallen und ich hätte nicht gedacht, dass mir ein Pudel einmal so faszinierende psychologische Einsichten bescheren würde.

Ist Kemper oder vielmehr ein Pudel generell nichts weiter als ein vom Feminismus traumatisierter Mann, welcher sich aus der Ohnmacht seiner gefolterten Männlichkeit in den Schoss der eigentlichen Ursache seiner Folter flüchtete? Sich an die Brust dieser Foltermeisterin warf, um an deren Macht teilhaben zu können, in der Hoffnung so seinem Trauma zu entkommen? Schliesslich identifiziert sich Kemper stark über den Feminismus - er bezeichnet sich als Profeminist und ist stolz auf seine Präsenz auf der Lila-Pudel-Liste.

Interessant auch der Hinweis des Kempers, wie aus diesem "Teufelskreis" der ständig weiter gegebenen Traumatisierung auszubrechen sei - man müsse aufhören, sich mit dem Aggressor zu identifizieren! Im Falle Kempers heisst dies wohl, dass er aufhören muss, seine Männlichkeit über feministische Vorstellungen zu definieren und damit wäre der Antifeminismus schlussendlich der einzige, gangbare Weg um sich aus der vom Feminismus erzeugten, gesellschaftlichen Traumatisierung zu befreien. Laut Kempers eigener Theorie befinden wir Antifeministen uns also auf dem richtigen Weg - eine regelrechte Ironie, wenn man darüber nachdenkt, denn Kemper ist einer der verbissensten Gegner des Antifeminismus im deutschsprachigen Raum.

Versimplizifierungen

Kemper wurde nun vom Piercing dazu gedrängt, seinen Vortrag abzuschliessen und meinte noch, dass Männerrechtler aus der "Mittelschicht kommen". Dies bedeute, dass sie "keine hegemoniale, sondern eine komplizenhafte, absichernde Männlichkeit aufweisen" würden. Sie seien also "nicht an der Spitze der Macht, sondern befinden sich als Mitglieder der Mittelklasse in einem permanenten Kampf gegen Deklassierung und kollaborierten deshalb mit der männlichen Spitze der Machtpyramide". Er verwies dabei erneut auf die Transe Connell, welche die Begriffe komplizenhafter und hegemonialer Männlichkeit prägte.

Solche Ausführungen sind belustigend - woher will Kemper wissen, dass wir alle aus der Mittelschicht kommen? Erst recht, wenn nicht wenige Leute gerade im alten, gelben Forum von Hartz 4 leben und viele Männer nach einer Scheidung über gar nichts mehr verfügen - gegen welche "Deklassierung" müssten wir uns da noch wehren, wenn sie schon längst erfolgt ist? Oder wie erklärt er sich hochrangige Sympathisanten der IGAF in Bürokratie, Gerichten und Staatsanwaltschaften, welche uns mit Informationen, vertraulichen Gerichtsakten und Ratschlägen für künftige Aktionen versorgen? Und sind es nicht gerade die Spitzen der Männerpyramide, welche am eifrigsten dran sind, feministische Forderungen umzusetzen, zum Schaden der restlichen Männer, um selber an der Macht zu bleiben? Hier wird deutlich, dass Kemper sein Studienobjekt zu stark versimplizifiert.

Die Fragenrunde

Das Piercing übernahm nun das Wort und dankte Kemper für seinen spannenden Einblick in die "rechte bis rechtsextreme Szene der Männerrechtsbewegung". Nun kam der Fragenteil des Abends und so gleich streckte eine junge, blonde Frau auf, die mir vorher noch nicht aufgefallen war - was mich überraschte, denn normalerweise entgehen mir blonde Frauen nicht, aber ich weiche vom Thema ab. Sie stellte die naheliegende Frage, was denn nun bei der Männerrechtsbewegung "der Aggressor" sei, der uns so schrecklich traumatisiert hätte, dass wir nun so böse drauf wären (sinngemäss). Ausserdem wollte sie wissen, wie gross diese Szene denn sei und wie ernst man sie nehmen müsse? Dies sei für sie wichtig zu wissen, denn wir würden uns immer freuen, wenn Feministinnen auf uns Bezug nähmen. Man merkte, dass sie sich daran erheblich störte.

Kemper meinte dazu halbherzig, dass es nicht immer einen Aggressor gegen müsse (wenn dem so wäre, weshalb hat er dann seine Theorie dann überhaupt in einem Vortrag zur Männerrechtsbewegung besprochen?). Er sei der Meinung, dass Ideen nicht stark genug seien, als dass sie die Taten Breiviks auslösen oder eine Männerrechtsbewegung hervorbringen könnten. Dies macht aus der Sicht eines linken Materialisten Sinn - man stelle sich vor, welche unglaublichen Gewissensbisse und Schuldgefühle ein Kommunist hätte, wenn er anerkennen würde, dass Ideen wie zum Beispiel die marxistische Ideologie direkt zu den millionenfachen Massenmorden des 20. Jahrhunderts führten. Oder der Schock eines Pudels, wenn er einsehen müsste, dass der Männerhass des Feminismus zu konkreten Problemen und Benachteiligungen von Männern führten. Da ist es doch angenehmer und für das Gewissen beruhigender, wenn man die Wirkungsmacht von Ideen generell in Frage stellt und lieber auf die bösen Produktionsverhältnisse oder auf das fiese Patriarchat verweisen kann (die lustigerweise ja auch wiederum "nur" Ideen sind, aber lassen wir das ...).

Es seien wenige Männerrechtler, aber diese sind lautstark und würden durch "Vielschreiberei" die Foren und Onlineausgaben von Zeitungen dominieren. Sie verabredeten sich in ihren eigenen Foren und dadurch sähe es aus, als wären wir die Mehrheit. Ausserdem gäbe es Angriffe wie Telefonterror und eine "konservative Familienministerin", welche uns ideologisch nahe stehen würde ("sie führte Männerreferate ein"). Das ist ein häufig angewandter psychologischer Trick, wenn man mit einem gefährlichen und schwierig einzuschätzenden Feind konfrontiert wird - man versucht ihn zu verharmlosen und dessen Zahlen runterzuspielen, so dass man sich doch noch irgendwie in seiner Machtlosigkeit arrangieren kann. 

Zusätzlich sei der Link zu Neonazis da, denn wir hätten "die gleiche antifeministische Geschlechterpolitik wie Nazis", so dass das "Risiko der Verschmelzung" da sei. Allerdings entkräfte Kemper diesen letzten Punkt, als er anfügte, dass es ihn erstaune, dass wir Antifeministen nicht heiraten und Kinder zeugen wollten (siehe dazu Misogamie und MGTOW-Gedankengut), im Gegensatz zu den Nazis, welche das Überleben des Volkes durch Heiraten und Kinderzeugen sichern wollten. Und selbstverständlich gäbe es natürlich auch echte Opfer, die stinksauer seien (denn, wie Kemper meinte, "Frauen sind keine Engel"), deswegen zu uns kommen würden und so in die rechte Szene abgleiten könnten. Man merkte Kemper auch an, dass er angesichts von Agens Aktivitäten Angst hat, dass wir dadurch "in die Wissenschaft und an die Unis kommen".

Nun streckte eine Kampflesbe auf und wollte fragen, wie man denn uns und unser Trauma therapieren könne. Kemper wirkte hier ratlos und meinte lediglich, dass wir uns als Opfer sehen und keine Hilfe annehmen würden. Er würde empfehlen, dass "man loslassen solle, mehr weinen, sich umarmen und dass man Männertherapien anbieten" sollte. Der übliche feministische Umerziehungskram hin zum neuen, weichen Mann, den die gynozentrischen Medien momentan mit einer typisch weiblichen Gehässigkeit eifrig niedermachen. Und wenn Männer wie wir tatsächlich traumatisiert wären, sind dann nicht die Mütter schuld, weil Frauen in unserer Gesellschaft das Erziehungsmonopol in Händen halten?

Eine weitere Fragerin meinte, wie sich die Misogamie (Ehefeindlichkeit) der Männerrechtsbewegung mit den "bürgerlichen Geschlechterrollen" vereinen liesse, denn dies sei doch ein Widerspruch. Hier wurde es wiederum interessant, denn Kemper verwies auf eine Studie der Rosa-Luxemburg-Stiftung eines gewissen Robert Claus über Männlichkeiten im Rechtsextremismus (in der natürlich auch wir vom Pudel Gesterkamp besprochen werden ...) , in der ausgeführt wird, dass wir nicht einfach nur reaktionär wären, sondern auch völlig neue, moderne Ansätze aufweisen würden. Dies ist neu - denn normalerweise bezeichnen Feministen uns als ewiggestrige, rückständige Reaktionäre, die einer modernen, progressiven Gesellschaft feindlich gegenüber ständen. Allerdings wären nicht alle Männerrechtler im rechten Spektrum anzusiedeln, so distanziere sich zum Beispiel Arne Hoffmann von der "Breivik-Bewegung". Kemper meinte generell, dass es schlauer für uns wäre, wenn wir uns nicht zu sehr anti-islamistisch geben würden, denn dann könnten wir uns "mit den Grauen Wölfen und anderen rechten Türken verbünden, denn da bestehe eine potenzielle Zusammenarbeit". Ja, wenn das mal nicht eine Idee wäre - ich bin mir sicher, dass das in einer Umfrage in den Foren der Männerrechtsbewegung sofort durchgehen würde ...

Eine weitere Frau (dieses Mal nicht blond) fragte, ob Frauen eine Rolle in der Männerrechtsbewegung spielen würden. Kemper entgegnete darauf, dass Frauen sogar eine grosse Rolle spielen würden, wie zum Beispiel Christine Hamprecht oder auch Monika Ebeling (deren Namen Kemper vergessen hatte, so dass er sie lediglich "die Frau von Goslar" nannte - so viel zu seinem Expertentum rund um die Männerrechtsbewegung), welche am zweiten Antifeminismustreffen auftrat. Es seien also Männer und Frauen in der Bewegung aktiv, was doch einige Leute im Publikum irritierte.

Nun streckte die gleiche Kampflesbe von vorher nochmals auf und bohrte nach, wie man jetzt konkret therapiemässig Gegensteuer geben könne. Kemper meinte, dass man Beratungsstellen für Männer einrichten sollte, doch sich helfen lassen, gälte unter Männer als Schwäche - diese Einstellung sollte man überwinden. Er brachte dabei eine unheimliche Analogie mit der Suchttherapie: "Du musst kapitulieren, denn du schaffst es nicht alleine". Gegensteuer könne man deshalb nur durch das Aufbrechen von stärkeorientierter Männlichkeiten geben. Sprich: Klassische, feministische Umerziehung und Gehirnwäsche. Doch dies sei schwierig, da der harte Männertyp gerade jetzt in der Schuldenkrise, in der man den Gürtel enger schnallen müsse, wieder sehr gefragt sei. Da musste die arme Kampflesbe wohl ohne eine befriedigende Antwort nach Hause gehen.

Nun stellte das Piercing noch eine abschliessende, aber vielsagende Frage. Offenbar hatte der Auftritt Theunerts von Männer.ch auf dem zweiten Antifeminismustreffen gewaltige Emotionen im Staatsfeminismus ausgelöst, denn sie sagte zunächst, dass sein Erscheinen dort grosse Diskussionen intern hervorgebracht hatte und wollte anschliessend wissen, ob dieser Auftritt angebracht gewesen wäre oder nicht (dies passt, denn Theunerts Truppe berichtet davon, dass sie "um einen Positionsbezug gebeten" wurden, als der organisierte Antifeminismus sich in der Schweiz formierte). Kemper meinte dazu, dass es uns Antifeministen "nur darum gehe, andere fertig zu machen" und versuchte dies zu untermauern, in dem er darüber berichtete, wie er am Telefon angeschrien wurde, als er versuchte, sein Bild aus dem Internet zu bekommen. Seiner Meinung nach könne man "nur mit Arne Hoffmann in einen Diskurs gehen, mit den Antifeministen jedoch nicht, da sie Nazis und Ideologen sind" (er sagte dies wortwörtlich so). Später würde er mir gegenüber noch erklären, dass Hoffmanns penetrantes Distanzieren von "Breivik-Jüngern" und Sarrazin ihn zu dieser Schlussfolgerung gebracht hätten. Er würde ihm dies "durchaus abkaufen", sei sich aber dennoch nicht sicher, ob das nicht doch nur ein Trick sei, um seinen Verein in die Geschlechterpolitik einzubringen.

Abschluss

Die Fragerunde war nun vorbei und der Raum leerte sich langsam, während noch einzelne Leute mit Kemper redeten, packte ich meine Sachen, reiste nach Hause und fing mit dem Schreiben dieses Textes an. Und ich muss abschliessend sagen, dass ich ehrlichweise überrascht war, was für Einsichten ich diesen Abend gewonnen habe. Vieles war mir natürlich schon klar, dennoch war es interessant einmal zu sehen, wie so ein Pudel in Fleisch und Blut redet, argumentiert und nach Worten ringt, wenn nachgebohrt wird. Ausserdem erhält man so auch einen faszinierenden Einblick darin, wie Pudel und Feministen über unsere Bewegung denken, wenn sie unter sich sind, sich also nicht verstellen müssen und nicht merken, dass einer der ach so verhassten Antifeministen anwesend ist.

In dieser Hinsicht wird natürlich auch der Vorwurf, dass wir unbarmherzige Nazis und Ideologen wären, hinfällig, denn würde ein Ideologe oder Nazi an so einen Vortrag gehen, sich ohne zu melden oder gar zu widersprechen zuhören, anschliessend noch mit dem Referenten sprechen und danach noch einen siebenseitigen Bericht darüber schreiben? Wohl kaum - denn ich bin kein Ideologe, welcher sein Weltbild vor der Realität verstecken muss, so dass ich mir ruhigen Blutes auch einen Vortrag vom Kemper anhören kann.

Wollt ihr bewegte Männer sein?

Oder bewegende Männer?

Montag, 6. Februar 2012

Die Freie Welt: Kevin Fuchs spricht Klartext bezüglich Rosenbrock!

Hört, hört:

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Ist Ihr Nachbar homophob?

Wenn Ideologen die Argumente ausgehen

Ihr Nachbar – der Mann, der links zwei Häuser neben Ihnen wohnt – ist ein homophober, frauenfeindlicher, männerhassender Nazi! Das glauben Sie mir nicht? Ihr Misstrauen ist gerechtfertigt, in der Tat weiß ich überhaupt nichts über Ihren Nachbarn. Gewiss könnte ich versuchen, es nur oft genug zu wiederholen. Das funktioniert zumindest bei den meisten Lügen hinreichend gut. Bei dieser Lüge allerdings kaum – warum? Nun, Schwulenfeind, Frauenfeind, Männerfeind, Nazi: Das sind ein paar hässliche Attribute zu viel – zu viel um wahr zu sein. Ich müsste schon mehr Fantasie aufbringen, um Ihnen diese Lüge als Wahrheit verkaufen zu können.

Mit einem missglückten, gähnend fantasielosen Versuch dieser Art belästigte uns jüngst die Heinrich-Böll-Stiftung unter dem Titel „Die antifeministische Männerrechtsbewegung“. Der unbedarfte Leser benötigt an dieser Stelle zunächst einige Erläuterungen: Der Feminismus galt lange unantastbar als eine der größten Menschenrechts-Bewegung. Seit einigen Jahren erstarken allerdings Gruppierungen, welche dem heutigen Feminismus Dogmatik, Gynozentrismus und Männerverachtung zur Last werfen. Sie nennen sich Männerrechtler, Maskulisten, Kontrafeministen oder – wer es gerne geradlinig und schnörkellos mag – Antifeministen.

Ihre Erscheinung ist so vielfältig wie ihr Repertoire an Forderungen: Ihnen geht es um Gleichberechtigung beim Sorgerecht. Sie kämpfen gegen Kindesentzug und Kindesentfremdung nach der Scheidung, wehren sich dagegen, ihre Vatergefühle an- und ausknipsen zu müssen wie eine Glühbirne. Sie argumentieren gegen einseitige Frauenförderung und Frauenquoten, verweisen auf Benachteiligungen von Jungen und Männern im Bildungssystem. Sie betrachten Frauenpolitik in Teilen als eine stupide Politik der Privilegierung unter dem Deckmantel der Gleichberechtigung. Sie prangern eine feministische Doppelzüngigkeit an, die zwar den neuen Mann will, Männern aber sogleich Larmoyanz unterstellt, sollten diese sich erdreisten, hier oder dort ob ihrer Menschlichkeit bedürftig zu sein.

Wer ein Axiom wie den Feminismus in Zweifel zieht, macht sich selbstredend verdächtig. Darum muss es nicht verwundern, dass diese männerbewegten Dissidenten den Argwohn jener auf sich ziehen, die um den Verlust ihrer Diskurshoheit fürchten müssen. In einer von der Heinrich-Böll-Stiftung veröffentlichten „Expertise“ will Hinrich Rosenbrock, 26 Jahre jung, der Welt die Männerbewegung erklären und stößt dabei auf ein für ihn unüberwindliches Problem: Die Männerbewegung existiert in dieser Form nicht – zumindest nicht so, wie Rosenbrock sie sich vorstellt. Man kann sagen, dass Kritik am Feminismus sich allerorten Gehör verschafft. Diese Erscheinung kann man grob in verschiedene Strömungen einteilen: Intellektuelle, Väter, Menschen aus der Sozialarbeit, der Therapeutischen Praxis, Kinder- und Jugendhilfe, um nur einige zu nennen.

Zugegeben, der Begriff „Maskulismus“ klingt nach einem Ismus, daran trägt aber allein das Wort, genauer gesagt sein letztes Silbenpaar Schuld und nicht das, was hinter dem Wort steht. Denn eine geschlossene, homogene Bewegung ist all dies keineswegs. Wozu auch? Die Antwort auf einen Ismus ist schließlich kein gegenteiliger Ismus sondern überhaupt kein Ismus. Daraus erklärt sich, dass die Männerbewegung in sich vollkommen heterogen ist. Letzteres hat Rosenbrock nicht übersehen, dennoch scheitert er mit seiner „Analyse”, da er krampfhaft versucht, einen Ismus zu entdecken, wo keiner ist. Es mündet dann in zwanghaftem Spekulieren und Mutmaßen, an dessen Ende die mehr als fragliche Erkenntnis steht, dass Männerbewegte irgendwie frauenfeindlich, homophob, rechtsradikal und seit neuestem auch männerfeindlich sind. Männerfeindlich sind die Maskulisten laut Rosenbrock, weil sie sich mit ihrer angeblich rückwärtsgewandten Haltung auch gegen emanzipierte Geschlechtsgenossen richten. Frauenfeindlich, männerfeindlich, homophob und rechtsradikal – da hat sich einer etwas, was er mangels Methodik nicht zu verstehen vermag, in den schlimmsten Farben ausgemalt und ein Phantom daraus gebastelt.

Rosenbrock hat wichtige Primär-Literatur nicht gelesen und wenn doch, hat er sie nicht verstanden. Mit leibhaftigen Vertretern der Männerbewegung – also solchen aus Fleisch und Blut – hat er sich erst gar nicht abgegeben. Er hat mit keinem von ihnen gesprochen. Stattdessen hat er sich vom Computer aus stumpfsinnig durch Internet-Foren und Blogs geklickt. Das Ergebnis mutet mehr als dürftig an. Das skizzierte Bild der Männerbewegung erscheint struktur-und zusammenhangslos, überzogen mit homophoben, frauenfeindlichen, männerfeindlichen, rechtsradikalen Karikaturen.

Wenn unsereins – als Kenner der Bewegung – Rosenbrocks Ergüsse erduldet, so fragt man sich: Über wen zum Teufel spricht er da eigentlich? Keiner von den Männerrechtlern, Maskulisten, oder wie man sie auch immer nennen mag, fühlt sich angesprochen. Und so kommt es, dass dieser Schabernack den „Betroffenen“ – sprich den angeblichen Homophobikern, Frauenfeinden, Männerfeinden und Nazis – kaum mehr als Spott und Häme entlockt. Ihre Kommentare finden sich allenfalls in der letzten Spalte ganz unten oder im hintersten Winkel eines Internetforums. Mehr Einsatz ist ihnen dieser Schmuddelschinken nicht wert. Das ist würdig und recht,  sie haben beileibe Besseres zu tun.

Dennoch erfreut mich dieses Werk, da es in nicht allzu ferner Zukunft ein glänzendes Zeitzeugnis ablegen wird. Denn so unbeachtlich sein Inhalt auch sein mag, so beachtlich ist doch der Umstand, dass es von der Heinrich-Böll-Stiftung derart aufs Podest gehoben wird. Und so mancher fragt sich: Ist das jetzt akademischer Standard? Ja, so ist es! Der Bologna-Prozess und die schleichende Erosion der Hochschulautonomie haben offensichtlich ihre Spuren hinterlassen. Dieses Werk ist eines von vielen Vorzeichen für den Niedergang der akademischen Klasse in diesem Land. Und eben diese scheint seit längerer Zeit nur noch jene Debatten zu führen, zu denen sie gerade noch fähig ist.

Und denken Sie immer daran: Ihr Nachbar – der Mann, der links zwei Häuser neben Ihnen wohnt – ist ein homophober, frauenfeindlicher, männerhassender Nazi!

(Zuerst veröffentlicht bei AGENS)

Weblinks:

Religiöse Schriften aus der Böll-Stiftung: Ode an den Feminismus

AGENS spottet über Rosenbrock-Expertise

Forscher über Männerrechtler: "Sie arbeiten gegen Männer" - taz.de

Die antifeministische Männerrechtsbewegung - Denkweisen, Netzwerke und Online-Mobilisierung - Eine Expertise für die Heinrich-Böll-Stiftung von Hinrich Rosenbrock

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Sonntag, 5. Februar 2012

Morddrohungen gegen den Pudel Rosenbrock?

Der Pudel Rosenbrock, welcher uns mit seiner verleumderischen "Expertise" ans Bein pinkeln wollte, klagt darüber, dass es zu Morddrohungen gegen seine Person gekommen sei! So zum Beispiel hier in einem von unserem Mitstreiter terminatus30 transkribierten Text des WDR 5-Radiointerviews mit Rosenbrock:

"R: Es ist mir schon wichtig, dass man einfach über Geschlechterverhältnisse offen diskutieren kann, ohne dass Menschen eingeschüchtert werden [das soll er mal den Linksfaschos erzählen, die unsere Antifeminismustreffen terrorisieren ...], also ich hab' jetzt als Reaktion [auf seine "Expertise" gegen uns] zum Beispiel auch Morddrohungen bekommen, [...]."

Abgesehen davon, dass er diese Behauptungen nicht weiter belegt oder durch die Veröffentlichung dieser Morddrohungen untermauert, erstaunt mich sein Entsetzen. Kritiker des Feminismus werden regelmässig drangsaliert, terrorisiert und mit Morddrohungen (René Kuhn, Gerhard Amendt und Esther Vilar können davon ein Liedchen singen) überhäuft ohne dass wir uns deswegen so ein Theater leisten.


"Hallo ihr miesen Versager!

Durch das Interview von Frau Östreich mit Herrn Rosenbrock bin ich auf euch dreckige Dreibeine aufmerksam geworden. Und dann lese ich auch noch auf euren Schundseiten, dass ihr euch darüber aufregt, dass über die bei Demonstrationen misshandelte Frauen in Ägypten berichtet wird, aber nicht über die dabei getöteten Männer? Genau richtig! Man hätte noch viel mehr von diesen Machosäcken erschlagen sollen! Das interessiert kein Schwein. Und für euch Bastarde wäre erschlagen noch viel zu wenig. Euch müsste man pfählen, nachdem man euch die Eier abgeschnitten hat!

Verreckt schön!"

Da kommt ja ganz viele Liebe rüber! Und solche Nettigkeiten zwischen durch sind beileibe keine Randerscheinungen, sondern prasseln regelmässig auf Antifeministen, Männerrechtler und Maskulisten herab. Nur heulen wir deswegen nicht den Äther voll.

Vor allem Frauen versuchen, einem verhassten, männlichen Gegenüber seine Nützlichkeit so aggressiv abzusprechen, da Frauen Männer in erster Linie anhand des Erfüllungsgrades von Nützlichkeitskriterien attraktiv finden. Unbequeme Männer als "miese Versager" zu bezeichnen, dient also dazu, Männer aus der sexualisierten Sicht einer Frau als unattraktiv und wertlos darzustellen. Dies entspricht etwa dem männlichen Ausdruck "du hässliche Schlampe!", welche dem weiblichen Gegenüber die körperliche Schönheit und Reinheit, wichtige Kriterien für die männliche Einschätzung weiblicher Attraktivität, abzusprechen.

Frauen heulen darüber rum, dass sie von Männern zu Sexobjekten degradiert werden, während sie seelenruhig Männer in ihrem sexualisierten Denken zu Nützlichkeitsobjekten und Werkzeugen degradieren.

Doch dies ist nur eine von vielen Zeugnissen davon, wie aggressiv und unmenschlich Feministinnen auf den an Macht gewinnenden Antifeminismus reagieren. Solche brutalen Reaktionen auf die antifeministische Männerrechtsbewegung sind aber verständlich, denn der Feminismus stuft uns mittlerweile als ernste Gefahr ein. Dazu schrieb Walter Hollstein:

"In Deutschland hat die Politik diese Gefahr erkannt und finanziert ein «Bundesforum Männer», in dem die profeministischen Gruppierungen der beiden Kirchen, der Grünen und der SPD antifeministische Positionen bekämpfen, die längerfristig die etablierte Frauen- und Familienpolitik herausfordern könnten."

Zu diesen SPD- und Grünen-nahen, profeministischen Gruppierungen gehören auch die Heinrich-Böll-Stiftung mit der Rosenbrock zusammen arbeitet und die Friedrich-Ebert-Stiftung, welche die gegen uns gerichtete "Expertise" "Gleichstellungspolitik kontrovers" herausgegeben hat.

Man sieht - die sich in letzter Zeit häufenden Verleumdungsattacken und handfesten Übergriffe auf unsere Bewegung zeugen davon, dass die antifeministische Männerrechtsbewegung erfolgreich ist und den feministischen Erzfeind tief verunsichert. Unser Kampf trägt also definitiv Früchte, wenn schon Millionen schwere Stiftungen gegen "ein paar Hundert Männer und Frauen im Internet" zu agitieren beginnen.


Antifeministischer Adler stürzt sich auf seine Beute

Freitag, 20. Januar 2012

Hugo Schwyzer: "In Rape Culture, all Men are guilty until proven innocent" - ein maskulistischer Kommentar

Dieser Text beschäftigt sich kritisch mit dem feministischen Konzept der "rape culture", in der alle Männer aus Prinzip als potenzielle Vergewaltiger dargestellt werden und die Unschuldsvermutung für Männer in Frage gestellt wird. Anhand eines profeministischen Pamphlets des amerikanischen Pudels Hugo Schwyzer wird faktenbasiert und systematisch dargelegt, warum die Aussagen der "rape culture" realitätsfremd und totalitär sind.

Vor einigen Tagen habe ich wieder einmal englischsprachige Männerrechtler besucht und stiess dabei auf diesen Artikel eines Pudels, welcher der misandrischen und totalitären Weltsicht des Feminismus deutlicher nicht entsprechen könnte. Der Titel lautet "In Rape Culture, all Men are guilty until proven innocent" und der Urheber ist ein gewisser Profeminist namens Hugo Schwyzer, mit dem sich der amerikanische Zweig der Männerrechtsbewegung seit längerem rumschlägt.

Veröffentlicht wurde er auf einem profeministischen Portal namens "Good Men Project" - einer Mischung des Bundesforums für Männer und männer.ch auf amerikanisch - welches anglophone Männerrechtler attackiert, die grassierenden Auswüchse des Feminismus verharmlost und auf eine auf Frauen ausgerichtete Nützlichkeit des männlichen Geschlechts pocht.

Explizit erwähnt Schwyzer, dass er feministische "women's classes" besucht und von dort auch sein männerfeindliches Gedankengut abgeholt hat. Seine feministische Indoktrination wird deutlich an zahllosen Stellen im Text - nicht nur an der rechtsstaatsfeindlichen Ablehnung der Unschuldsvermutung für Männer (welche er zustimmend als zentraler Bestandteil das feministischen Weltbilds darstellt). Sondern auch daran, dass er sich und allen Männern Schuldgefühle für das Leid der Frauen einredet und sich für ein "vorlautes" Auftreten während "women's classes" schämt. Deutlich wird seine Hörigkeit gegenüber dem Feminismus auch in seinem schleimerischen Auftreten gegenüber einer Radikalfeministin, welche die Vernichtung aller Männer verlangt.

Das Werk dieses nichteuropäischen Pudels wird für uns deswegen interessant, weil es geradezu beispielhaft die feministische Sichtweise auf die Unschuldsvermutung gegenüber Männern im Speziellen und auf das Thema Vergewaltigung im Allgemeinen darlegt.

Die Unschuldsvermutung und der Feminismus

Schwyzers Text passt perfekt zu einer Ideologie, deren Quintessenz in Bezug auf Männer schon die Gruselfeministin Marilyn French in den 70ern auf den Punkt brachte:

"All men are rapists and that's all they are." (in: "The Women's Room")

Diese Geisteshaltung mündete in der Gegenwart direkt in die feministischen Attacken auf die Unschuldsvermutung gegenüber falschbeschuldigten männlichen Opfern wie Strauss-Kahn, Julian Assange oder Kachelmann. Man liest dann im Bezug zur Unschuldsvermutung feministische Kommentare im folgenden Stil (ordentlich gewürzt mit antiwestlichem Rassismus gegen Weisse und Misandrie, selbstverständlich):

"Was ja am Ende, glaubt mensch an die Macht von Sprache, Texten und Diskursen u.a. dazu führt, dass Wichser wie Strauss-Kahn trotz relativ eindeutiger Beweislage wohl am Ende freigesprochen werden. Begründet wird das dann gern mit dem Rechtsstaatlichkeitsprinzip, der Aufklärung und all dem Rotz, der von weißen europäischen Männern in mächtigen Positionen erfunden wurde, um ihren Besitzstand zu wahren und universale Menschenrechte für ihren eigenen Vorteil zu instrumentalisieren."

Im Fall des mittlerweile freigesprochenen Kachelmanns war für viele Feministinnen wie zum Beispiel Alice Schwarzer schon im Vorfeld klar, dass dieser Mann vergewaltigt habe. Dass die Unschuldsvermutung in solchen Fällen in Gefahr ist, musste bereits auch die Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger zugeben. Andere Feministinnen wiederum sind der Meinung, dass Männer von der Erfahrung einer gegen sie gerichteten Falschbeschuldigung durchaus profitieren könnten. Auch andere Antifeministen haben bereits ausführlichst das gestörte Verhältnis der Feministinnen zum Rechtsstaat und der Unschuldsvermutung beschrieben.

Solche rechtsstaatsfeindlichen Äusserungen sind problematisch, weil einerseits Falschbeschuldigungen durch Frauen gegen Männer weit verbreitet sind, was sogar die "gemässigte" Feministin McElroy zugeben musste und sie dazu nötigte, die feministische Lüge, dass Falschbeschuldigung extrem selten sei, zu kritisieren. Und andererseits haben diese feministischen Eskapaden katastrophale Konsequenzen für die betroffenen Männer.

Alle diese Feministinnen leiten dieses fatale, menschenverachtende und Männer vorverurteilende Weltbild bewusst oder unbewusst aus dem Märchenkonstrukt der hier von Hugo Schwyzer beschriebenen "rape culture" ab, in dem Männer aus Prinzip Vergewaltiger sein müssen. Da dieser Text und der darin beschriebene Mythos der "rape culture" also so dermassen entlarvend für die feministische Ideologie ist und in der Gegenwart von akuter Brisanz ist, werden wir ihn systematisch auseinander nehmen und widerlegen. 

Schwyzers Aussagen

Hugo Schwyzer geht es kurzgefasst darum, dass alle Männer nur weil sie Männer sind verdächtigt werden müssen, potenzielle Vergewaltiger zu sein. Erst wenn sie sich dem feministischen Willen fügen und danach handeln, würde dieser Verdacht von ihnen abfallen. Er begründet diese faschistoide Vorverurteilung von rund der Hälfte der Bevölkerung damit, dass die amerikanische Gesellschaft eine "rape culture" sei.

Die drei wesentlichen Aussagen seines Artikels sind Folgende:

- In unserer Gesellschaft ist Vergewaltigung und Belästigung von Frauen durch Männer weit verbreitet:

Da dies im feministischen Weltbild zutrifft, könne eine Frau niemals sicher sein, ob ein fremder Mann eine Bedrohung oder harmlos sei. Sie müsse sich deshalb laut Schwyzer mit Misstrauen und Vorurteil gegen fremde Männer wappnen, da sie hilflos sei.

- Die Unschuldsvermutung gegenüber Männern ist eine unzumutbare Belastung für Frauen:

Da das Risiko für eine Frau vergewaltigt zu werden so hoch sei, könne man die Unschuldsvermutung für Männer nicht mehr aufrechterhalten, denn dies zwinge die armen Frauenopfer, Anwältinnen zu spielen um die Schuld der Männer zu beweisen:

"In our culture, where rape and harassment and abuse are so common, men have lost the right (if it ever existed) to insist that women should be able to differentiate (in a matter of seconds) between the harmless and the threatening."

Dies könne von Frauen, welche die überwiegende Mehrheit der Opfer von Vergewaltigung und Belästigung seien, nicht auch noch zugemutet werden. Schwyzer sieht in Frauen "invidually and collectively the victims of predatory males". Und da sie bereits jetzt genügend leiden würden, könne man nicht erwarten, dass sie jedem neuen Mann in ihrem Leben vorurteilsfrei gegenüber tritt.

- Männer müssen ihre Harmlosigkeit beweisen:

Explizit betont Schwyzer, dass ein Mann auch schuldig ist, wenn er keine Frauen vergewaltigt, denn wenn er sich nicht dem feministischen Willen unterwirft, leistet er "stillen Zuspruch" zu Vergewaltigungen von Frauen:

"Silence is, in practical terms, tacit consent and approval. There’s more to being a “good guy” than not raping women. [...] But it’s only by meeting that standard that men can help to change the culture. And until we do that, our feelings of guilt will not be entirely undeserved."

Aus diesen Gründen wird vom Feminismus von allen "guten Männern" verlangt, dass sie ihren Zorn gegen jene Männer richten sollen, welche den Brunnen für Frauen vergiftet hätten ("spoiled the well for women"). Diese müsse in der Gestalt geschehen, dass "sexistische" Sprache und Verhalten von Männern angeklagt werden, denn diese würden zu Vergewaltigung und Belästigung führen. So könne jeder Mann dazu beitragen, dass das Motto "guilty until proven innocent" irgendwann aufhören würde.

Widerlegung

- In unserer Gesellschaft ist Vergewaltigung und Belästigung von Frauen durch Männer weit verbreitet:

Vergewaltigung ist selten und wird immer seltener
Entgegen den feministischen Gebetsmühlen ist Vergewaltigung und Belästigung in westlichen Gesellschaften und gerade in den USA extrem selten und die Anzahl Vorfälle sinken in den USA und anderen westlichen Ländern seit mehreren Jahrzehnten kontinuierlich. Dies korreliert mit einer entsprechend starken Verbreitung von Pornographie, so dass das feministische Märchen, dass Pornographie die Theorie und Vergewaltigung die Praxis sei, unhaltbar ist - was auch schon Wissenschaftler dargelegt haben. Der Begriff "rape culture" ist also nicht angebracht, denn Raubüberfälle, Morde und andere schwere Verbrechen sind wesentlich häufiger als Vergewaltigungen und Belästigungen. Dennoch betritt niemand abends die Strasse und fürchtet sich davor, umgebracht zu werden - obwohl die Chance in den USA (oder in Europa) umgebracht zu werden, wesentlich wahrscheinlicher ist, als vergewaltigt zu werden. Wir haben es also beim Konzept der "rape culture" mit einer unangebrachten Paranoia und Hetze gegen Männer zu tun.

Die meisten Vergewaltigungen treffen Männer im Knast
Es ist auch nicht weiter verwunderlich, dass die meisten Vergewaltigungen und Belästigungen in den USA nicht Frauen, sondern Männer in Gefängnissen treffen. "Prison rape", Vergewaltigung im Knast, ist ein stark tabuisiertes Thema in Amerika und anderen angelsächsischen Ländern, das in der Öffentlichkeit nicht weiter von Belang ist, obwohl es den überragenden Teil aller Vergewaltigungsfälle verursacht. Wie angesichts solcher Tatsachen die verschwindend geringe Anzahl von weiblichen Vergewaltigungsopfern exquisit ein ideologisches Weltbild rund um "rape culture" verdient haben, kann man wohl nur mit einer gehörigen Portion Gleichgültigkeit gegenüber den männlichen Opfern und Gynozentrismus verstehen.

Frauen vergewaltigen genauso häufig wie Männer
Man darf trotz all dem scheinheiligen Opfergeheul der Feministinnen auch nicht vergessen, dass Frauen selbst auch sehr aktive Vergewaltiger sind - mit einem breit angelegten Geschmack und einem Eifer, welche es locker mit denen der Männern aufnehmen.

So gingen zum Beispiel im Jahr 2008 56 % aller Kindsmissbräuche in den USA von Frauen aus (weibliche Pädophilie haben wir auch hier bereits ausführlich besprochen). Dies ist auch ein weit verbreitetes Phänomen, das völlig tabuisiert wird (und davon berichtende Experten werden von Feministinnen terrorisiert) - denn es könnte die selbstherrliche Lüge der weiblichen Überlegenheit im Umgang mit Kindern ernsthaft in Frage stellen (falls dies tatsächlich noch irgendjemand glauben sollte ...), falls dies jemals breit in der Gesellschaft bekannt werden sollte. Häufig nutzen verantwortliche Frauen in Jugendheimen ihre Autorität aus, um Jugendliche zu Sex zu zwingen. Selbstverständlich wird auch in den USA weibliche Pädophilie als weniger schlimm gefunden - was sich in verminderten Haftstrafen für Päderastinnen widerspiegelt. Der Frauenbonus vor Gericht existiert also sogar interkontinental!

Doch auch Jugendliche und erwachsene Männer sind vor den Triebtäterinnen nicht sicher. Wenn man Vergewaltigung konsequent als Zwang eines Opfers zum Geschlechtsverkehr versteht und nicht einfach nur als erzwungene, vaginale Penetration, dann haben Männer ein genauso hohes Risiko belästigt und vergewaltigt zu werden, als Frauen, wie ein Paper aus dem Jahr 2007 ausführlich beschreibt. Basierend auf weltweit ausgeführten Umfragen unter tausenden Studenten, kam die Studie zu folgenden Ergebnissen: 3 % aller befragten Männer berichteten, dass sie zu Sex gezwungen wurden, während dies bei den befragten Frauen nur 2.3 % angaben. Verbalen Zwang zum Sex haben schon 22 % der befragten Männer und 25 % der befragten Frauen erfahren (S.412/414). Das gleiche Paper legt auch deutlich dar (S.404), dass bis vor Kurzem nur sexuelle Gewalt von Männern gegen Frauen untersucht wurde, jedoch nicht umgekehrt - damals war die feministische Deutungshoheit wohl noch zu übermächtig.

Auch die Bastion des Stalkings wird in Deutschland immer mehr von Frauen erobert. So gehen 53 % aller Fälle von Stalking auf das Konto von Frauen, obwohl Stalking in der Öffentlichkeit als rein männlich dargestellt wird! Frauen halten also auch im Bereich der Belästigung locker mit den Männern mit.

In Gesellschaften, in denen die gesellschaftliche Macht von Frauen und der Männerhass zunehmen, steigt die Gefahr für Männer, vergewaltigt zu werden (S.412), während diese Gefahr für Frauen entsprechend abnimmt:

"Specifically, the greater the power of women and the greater the hostility towards men in a site, the more victimization the men reported. For each one point increase on the Status of Women Index (5-point scale), the odds of men reporting forced sexual coercion increased by 25%, and for each one point increase on the Gender Hostility to Men scale, the odds of forced sexual coercion increased by 38%. [...] The association between the status of women and forced sex against women approached significance, in that the greater their status, the lower the rates of forced sex. [...] On the other hand, the current study showed that when women’s status increases in society, so does the level of forced sex against men."

Je besser es den Frauen also gesellschaftlich geht (wie z.B. in den USA und Europa), desto seltener ist Vergewaltigung für Frauen und umso häufiger trifft es Männer. Wer kann da noch ernsthaft von einer feministischen "rape culture" sprechen, welche Frauen bedroht? Mit den modernen, überprivilegierten Frauen und dem vom Feminismus vorangetriebenen, grassierenden Männerhass ist wohl viel mehr das Gegenteil der Fall!

Dass dies keine weltfremden Märchen sind, bestätigt auch dieses Paper aus dem Jahr 2002, welches zum folgenden Schluss kommt:

"Rates of sexually aggressive behaviors among women vary from one segment of the United States to another, but the evidence presented here shows that as many as 7% of women self-report the use of physical force to obtain sex, 40% self-report sexual coercion, and over 50% self-report initiating sexual contact with a man while his judgment was impaired by drugs or alcohol (Anderson, 1998). Given these numbers, it is appropriate to conclude that women's sexual aggression now represents a usual or typical pattern (i.e., has become normal), within the limits of the data reviewed in this paper."

Aggressive, weibliche Sexualität, die zu Belästigung und Vergewaltigung von Männern führt, ist also "normal" und "typisch" geworden - in den, von Hugo Schwyzer als frauenbedrohenden "rape culture" verschrienen, USA! *

Frauen sind nicht anfälliger für Vergewaltigung
Kommentierende Feministinnen weisen angesichts dieser Fakten verzweifelt darauf hin, dass Frauen allerdings körperlich verletzlicher und schwächer als Männer seien, so dass diese zwangsläufig einen negativen Bezug zu im Schnitt stärkeren, fremden Männern haben müssten - schlicht und einfach, weil sie viel leichter zu Opfern gemacht werden könnten, als Männer.

Dieser Einwand ist jedoch aus mehreren Gründen unsinnig.

Lediglich bei 2 % aller untersuchten Vergewaltigungsfällen in diesem amerikanischen Paper war ein Fremder involviert (S. 327), so dass die Angst vor dem bösen, unbekannten Mann hinter der nächsten Strassenecke völlig übertrieben ist. Wir haben auch schon oben gesehen, dass statistisch gesehen, Frauen nicht häufiger Opfer von Vergewaltigung und Belästigung werden, als Männer. Aber Männer werden laut WHO viel häufiger Opfer schwerster Gewalt (S. 10), ohne dass diese nun ein Leben lang mit Paranoia rumlaufen würden:

"Mortality according to sex and age [...] Males accounted for 77% of all homicides and had rates that were more than three times those of females."

Grosse Körperkraft ist auch nahezu nutzlos, wenn man von einer Gruppe von determinierten und bewaffneten Widersachern überwältigt wird - da sind Mann und Frau gleichermassen wehrlos. Mit dem feinen Unterschied, dass in unserer Gesellschaft nachwievor das "patriarchale" Motto vorherrscht, dass man "Frauen nicht schlägt" - ein Privileg wovon Männer nur träumen können. Dies führt dazu, dass Frauen auch in Extremsituationen tendenziell eher geschützt und geschont werden (siehe Titanic ...), als Männer - was sich auch in den Statistiken von Gewaltopfern klar widerspiegelt.

Kindsmissbrauch durch Frauen generiert Vergewaltiger
Man darf an dieser Stelle auch ruhig einmal nüchtern die Vermutung aufstellen, dass viele männliche Vergewaltiger in ihrer Kindheit selber (häufig von Frauen) vergewaltigt wurden (was auch hier bestätigt wird (S. 404)) - und nun ein Leben lang aus einem Rachebedürfnis heraus versuchen, ihre selbst erfahrene Hilfslosigkeit auf andere Frauen zu übertragen. Da schliesst sich also lediglich ein, nicht selten von Frauen angefangener, Teufelskreis, so dass von einer "männlich geprägten rape culture" nicht die Rede sein kann. 

Deplatzierte Geschlechterklischees werden bemüht
Es mag durchaus auch verwundern, dass gerade jene Leute, welche die ganze Zeit predigen, dass man Geschlechterklischees unterdrücken und bekämpfen soll, bewusst auf solche nicht angebrachten Klischees zurück greifen, ja diese sogar aktiv propagieren, um ihre eigene Ideologie zu transportieren. So wird das Bild des ewig schwachen Frauenopfers gegenüber dem starken, bedrohlichen potenziellen Vergewaltigermann bemüht. Offensichtlich sind Klischees nur dann schlecht, wenn sie Frauen treffen, wenn sie aber gegen Männer instrumentalisiert werden können, dann bedient man sich ihrer breitwillig. Es handelt sich also hier wieder einmal um feministische Einseitigkeit und Doppelmass.

Männlichkeitsphobie als Ursache für "rape paranoia"
Man kommt angesichts dieser Fakten auch nicht herum, anzunehmen, dass Feministinnen trotz der niedrigen Häufigkeit von Vergewaltigung deswegen von einer männlich geprägten "rape culture" sprechen, weil sie alles Männliche - egal in welcher Form - aus Prinzip als Bedrohung und Belästigung empfinden. Nur so lässt sich dieser feministische Wahn einigermassen "nachvollziehen", denn unsere Gesellschaft ist nun mal von den herausragenden Werken von Männern geprägt.

Und wenn man dann a priori nicht mit Männlichkeit zurechtkommt, dann kann man sich wider allen Fakten und Tatsachen leicht in einen entsprechend stark ausgeprägten Verfolgungswahn hineinsteigern.

Die Annahmen hinter dem Konzept der "rape culture" sind nicht mit Fakten stützbar, da Vergewaltigung wesentlich seltener als Mord und Raubüberfälle stattfindet, der grösste Teil der Opfer Männer in Gefängnissen sind und Frauen mindestens genauso häufig wie Männer vergewaltigen, belästigen und Kinder missbrauchen und Frauen nicht anfälliger als Männer für Vergewaltigung sind.

- Die Unschuldsvermutung gegenüber Männern ist eine unzumutbare Belastung für Frauen:

Wir haben bereits oben gesehen, dass die Forderung nach der Abschaffung der Unschuldsvermutung für Männer im Feminismus eine lange Tradition hat, obwohl die Fakten klar darlegen, dass Männer nicht häufiger als Frauen vergewaltigen, missbrauchen oder belästigen.

Udo Vetter vom Law Blog hat sehr bildlich die Konsequenzen dieser feministischen Forderung zusammen gefasst: Ein mittelalterlicher Willkürstaat, in denen Interessensgruppen bestimmen, was gerecht ist. Recht soll nur noch das sein, was Feministinnen als Recht diktieren. Es wäre der endgültige Tod des Rechtsstaats, den die Feministinnen und ihre Speichellecker wie Schwyzer da so eifrig fordern.

Man darf ruhig annehmen, dass mit dem Ende des Rechtsstaats die von den Feministinnen so gefürchteten Vergewaltigungen erst so richtig in Schwung kommen würden.

Doch was bedeutet diese gegen die Gruppe der Männer gerichtete Forderung der Abschaffung der Unschuldsvermutung eigentlich genau? Bewegt sich dieses Ansinnen nicht in eine ähnliche Richtung wie die Vernichtungsphantasien der Nazis gegen die Juden, welche a priori und nur weil sie Juden waren, kein Anrecht auf den Rechtsstaat oder die Unschuldsvermutung hatten? Auf solch' eine totalitäre Verwandtschaft im Denken lässt sich ein Profeminist wie Schwyzer ein, wenn er den Feministinnen nach dem Mund redet. 

Das Resulttat ist eine faschistoide Voreingenommenheit gegenüber Männer, welche jedes männliche Individuum alleine aufgrund seiner Geschlechtszugehörigkeit in eine abstruse Schablone und somit in Ketten zwingt, die ihm von der feministischen Ideologie angelegt werden. Zu was dies führt, hat man im Fall Kachelmann, Strauss-Kahn und vielen anderen zur Genüge gesehen.

Die Forderung nach der Abschaffung der Unschuldsvermutung hätte fatale Konsequenzen für den Rechtsstaat, würde die Rechtsprechung ideologischer Willkür unterwerfen und stellt eine dem Antisemitismus ähnelnde Voreingenommenheit gegenüber Männern dar.

- Männer müssen ihre Harmlosigkeit beweisen:

Hier wird die ideologische Einseitigkeit und die Männerfeindlichkeit deutlich. Denn weshalb müssten nur oder vorallem Männer ihre Harmlosigkeit gegenüber Frauen beweisen, wenn beide Geschlechter mit gleicher Häufigkeit vergewaltigen, belästigen und Kinder missbrauchen? Weshalb müssen Frauen nicht von vornherein beweisen, dass sie gute Mütter sind, obwohl die Mehrheit aller Kindsmissbräuche von ihnen ausgehen? Schwarze stellen in den USA einen gemessen an ihrem Bevölkerungsanteil einen überproportional grossen Anteil der Gefängnisinsassen - müssen jetzt alle Schwarze immer ihre Harmlosigkeit beweisen?

Da diese Forderung aufgrund der bereits oben ausführlich beschrieben Fakten nicht rational rechtfertigbar ist, haben wir es hier mit einer gegen Männer gerichteten, dem Rassismus wesensverwandten Doppemoral zu tun.

Es wird auch klar, dass hier der Weg hin zur Umerziehung geebnet werden soll.  Hier versuchen Ideologen ihre deplatzierten Klischeevorstellungen von Männern und Frauen wider allen Fakten in die Köpfe der Menschen zu zwingen. Woher sonst kommt dann die deutlich platzierte Aufforderung, dass Männer sich gefälligst gegenseitig zurecht weisen sollen, während dies von Frauen nicht verlangt wird, obwohl aggressives, vergewaltigendes Sexualverhalten bei Frauen mittlerweile "normal" geworden ist?

Hier soll schlicht und einfach eine bereits ausgeprägte Lynchmob-Mentalität weiter kultiviert werden, so dass Falschbeschuldigung auch in Zukunft eine funktionierende Waffe im Arsenal der Männerhasserinnen bleibt. Schwyzer ist offensichtlich auch daran interessiert, einen Keil  zwischen Männern und Frauen zu treiben. Das verwundert nicht, wenn man bedenkt, wie seine ideologischen Herrinnen über heterosexuellen Sex denken.  

Die Aufforderung, dass Männer ihre Harmlosigkeit beweisen müssten, ist eine nicht angebrachte, rassistische, einseitige Doppelmoral, da Frauen genauso häufig wie Männer vergewaltigen und in anderen Fällen wie zum Beispiel bei Schwarzen diese Aufforderung bewusst als rassistisch klassifiziert werden würde.

Konklusion

Hugo Schwyzers Behauptungen, dass es eine "rape culture" gäbe, in der Frauen ständig von Vergewaltigung und Belästigung bedroht werden würden und dass Männer in derselben kein Anrecht auf eine Unschuldsvermutung hätten, haben wir nun ausführlich widerlegt und als totalitäre Hetztirade mit tiefreichenden, feministischen Wurzeln entlarvt. Wir haben erkannt, dass die ganze feminstische Hysterie rund um Vergewaltigung völlig paranoid und unangebracht ist.

Doch Feministinnen und ihre männlichen Speichellecker werden auch in Zukunft versuchen, den Frauen Paranoia und den Männern Schuldgefühle einzureden. Ihre Hetze war in den USA leider schon so erfolgreich, dass es zu zahllosen einseitigen Gerichtsurteilen und männerfeindlichen Gesetzesvorlagen wie VAWA gekommen ist. Unzählige Männer haben im Zuge dieser feministischen Pogromstimmung ihren gesellschaftlichen Ruf, ihre Karrieren, ihre Kinder und teilweise sogar ihr Leben verloren.

Es steht also ausser Frage, dass Antifeministen, Männerrechtler und Maskulisten weltweit gegen diese Form der feministischen Hetze rigoros zu Felde ziehen müssen. Nur so kann man diese gesellschaftlichen Fehlentwicklungen eindämmen und verhindern, dass Pudel-Psychopathen wie Schwyzer, die auch noch Salz in die Wunden der Männer schütten, weiterhin die Männer ungerechtfertigt zu Zielscheiben machen.


Vergewaltigung - auch nicht mehr das, was sie noch nie war


"Rape me" von Nirvana

* Es hat sich herausgestellt, dass die angeblichen Studien, welche belegen, dass die Hälfte der Vergewaltigungsopfer die Erfahrung genossen hätten, nicht existieren. Aus Zeitgründen habe ich bei der Recherche diesen einen Artikel auf A Voice for Men nur oberflächlich überflogen und deshalb zu spät bemerkt, dass es sich dabei um eine Kritik an Zitierfälschung, statt um die Präsentation echter Resultate handelte. Danke, Bombe 20, für den Hinweis.

Appendix:
- Roissy thematisiert gerade die Konsequenzen der "rape paranoia": Wanted-Poster von womöglich unschuldigen Männern, die der Vergewaltigung beschuldigt werden

Freitag, 15. Juli 2011

Der ideologische Bauchnabel von Andreas Kemper Teil II

Vorbemerkung: Im ersten Teil dieser Miniserie haben wir uns ausführlich mit der totalitär angehauchten, feministisch inspirierten Ideologie des Andreas Kemper alias 'das Kemperchen' beschäftigt, welcher schon seit Jahren versucht, uns zu diffamieren. Um die Sache gütlich abzurunden, werden wir uns heute ein Interview mit ihm auf dem feministischen Schmierportal namens diestandard.at genauer ansehen, dessen Titel "Männerrechtler sehen sich als Opfer" lautet.

Das Kemperchen befindet sich auf ideologischer Mission in feindlichen Gewässern und berichtet wie ein tapferer Politsoldat von der antifeministischen Front im feministischen Schmierblatt DieStandard. Wollen wir mal sehen, was das Kemperchen im Politbüro Femistan so raus lässt.

"Männerrechtler sehen sich als Opfer"

In seinem Buch weist der Soziologe Andreas Kemper die rechten Tendenzen ihrer Internetforen nach. Auch die Piratenpartei und Wikipedia bleiben nicht vor ihnen verschont"

Immer wieder amüsant wie die Vertreter der Feminismus sich über andere aufregen, während sie sämtliche Regierungen, Universitäten, Schulen und Medien unterwandert haben. Gerade die Wikipedia ist für die Dominanz der feministischen Ideologie und die dadurch verloren gegangene Neutralität berüchtigt und die Piratenpartei ist durchsetzt von Genderpiraten, Politfeministen und Pudeln.

"Die Männerrechtsbewegung im deutschsprachigen Raum kennt ein klares Feindbild: Den Feminismus und alle, die sich für die Gleichberechtigung von Frauen einsetzen. So weit, so abstrus."

"Gleichberechtigung für Frauen". Gemeint ist vielmehr die einseitige Privilegierung der Frauen auf Kosten der Männer und der restlichen Gesellschaft. Jedes Kind hat mittlerweile gemerkt, dass die Benutzung des Begriffs 'Gleichberechtigung' im Zusammenhang mit der Frauenpamperung lediglich ein peinlicher Hohn ist. Nur Feminazis haben dies noch nicht gemerkt und glauben immer noch, dass man die Leute mit dieser Masche verscheissern kann. 

Und wenn hier irgendjemand ein klares Feindbild hat, dann ist es wohl das Kemperchen und alle anderen Feministen, welche jeden, der sich im Rahmen einer wahren Gleichberechtigung für Männerrechte einsetzt, als rechtsextrem diffamieren. 

"In seinem Buch "(r)echte Kerle. Zur Kumpanei der MännerRECHTSbewegung" hat der Soziologe Andreas Kemper nun erstmals herausgearbeitet, wie die einschlägigen Internetforen der Männerrechtler über den Kampf gegen Frauen hinaus ideologisch positioniert sind und wie sie arbeiten. Konkret weist er die rechtsradikalen Tendenzen eines der aktivsten Männerrechtsforen "Wieviel Gleichberechtigung verträgt das Land?" (WGvdL) nach. Mit dieStandard.at sprach der Forscher und Wikipedia-Aktivist über die neuesten Strategien der Männerrechtler, die nun auch im realen Leben angekommen zu sein scheinen:"

Wir haben bereits gesehen, dass das Ammenmärchen rechtsradikaler Tendenzen innerhalb der Männerrechtsbewegung Unsinn ist. Selbstverständlich bedeutet das für das Kemperchen, welches selber nachgewiesenermassen Kontakte in die linksfaschistische Szene hat, nicht viel. Denn ihm geht es einzig und alleine um Denunziation mit allen Mitteln - egal wie sehr er sich dabei selber blamiert.

"dieStandard.at: Kern der heutigen Männerrechtsbewegung ist die Überzeugung, dass Männer in vielen Bereichen der Gesellschaft Opfer der Frauenbewegung sind. Was sind die ideologischen Hintergründe einer solchen Weltsicht?"

"Och, bitte, Kemperchen, erzähl' uns wie wir unsere Kritiker und ihre Argumente am besten diffamieren können! Wir müssen schliesslich das Feindbild des bösen, rechtsextremen Männerrechtlers aufrechterhalten, damit wir uns nicht sachlich mit ihren Positionen auseinandersetzen müssen!"

"Andreas Kemper: Die sind ganz vielseitig. Die aktuelle 'neue Männerrechtsbewegung' in Deutschland kommt ideologisch eigentlich aus den USA. In Verbindung mit einem Anti-Political-Correctness-Diskurs ist sie in den 1990ern nach Deutschland gewandert. Heute kennen wir diese Haltung 'man wird das wohl noch sagen dürfen' ja zu genüge: Sie ist auch anschlussfähig an rechte und antifeministische Diskurse.
Bereits in der Weimarer Republik gab es übrigens schon mal eine Männerrechtsbewegung. Heinrich Berl hat 1931 'Die Männerbewegung - ein antifeministisches Manifest' verfasst und sie darin als Bewegung gegen alle anderen Bewegung(en) wie die Frauen- und Jugendbewegung konzipiert. Diese Vorstellung gibt es heute auch: die Männerrechtsbewegung sieht sich einerseits als klassische Befreiungsbewegung, andererseits ist sie aber gegen Gleichstellungsmaßnahmen und steht Antidiskriminierungsmaßnahmen sehr skeptisch gegenüber."

Wir haben etwa so viel mit den USA und mit diesem Berl-Typen zu tun, wie Marsmännchen mit Leuten von der Venus. Aber es klingt halt gut und wenn man sonst nichts hat, warum nicht? Immerhin wurden das Rechte und das Antifeministische als Reizwörter, die jeden Gutmenschen in die Luft springen lassen, geschickt eingewoben.

Dass es in unseren Reihen auch Linke gibt (Arne Hoffmann) und sogar Aktivisten innerhalb der Männerrechtsbewegung tätig sind, die in ihrem Antifeminismus nicht konsequent sind (siehe dazu die gescheiterten Dialogversuche weiter unten), ist mittlerweile jedem bekannt.

"dieStandard.at: In ihren Recherchen untersuchten Sie die Kommunikation in Männerrechts-Internetforen. Sind denn alle diese Portale am rechten Rand angesiedelt?"

Ich habe auch gehört, dass sie kleine Kinder verspeisen und satanische Messen zur Sommersonnenwende abhalten. Und dass sie ihre Billag-Gebühren (GEZ-Gebühren) nicht bezahlen! Und illegal Lesbenpornos über Piratebay downloaden (das finde ich persönlich noch am Schlimmsten)!

"Kemper: Mehr oder weniger. Vor circa zehn Jahren gab es aber auch mal das kleine Internet-Portal 'die Roten Männer'. Das waren Männer in der SPD, die sich antifeministisch positionierten. Die hatten damals aber längst nicht die Bedeutung wie die heutigen Foren. Die größeren Foren "MANNdat" und "WGvdL" sind extrem rechts. Die BetreiberInnen (es sind ein Mann und eine Frau) verlinken ganz bewusst auf rechte Seiten wie Altermedia, usw."

Es gibt ja so Vermutungen, wie diese "bewussten Verlinkungen" zustande kommen ... und Manndat extrem rechts? Dass ich nicht lache. Seit wann arbeitet eine "extrem rechte" Organisation mit einem linken Totalverweigerer zusammen und schaltet dann auch noch dessen Tagebuch online? Warum fühlte sich der "extrem rechte" Manndat-Verein zu fein um mit der rechtslibertären IGAF Schweiz rund um René Kuhn zusammenzuarbeiten?

dieStandard.at: Wie sind Sie bei ihrer Untersuchung vorgegangen?

Jetzt wird's lustig, Leute. Haltet euch fest!

"Kemper: Ich verfolge die Einträge der Seite "WGvdL" seit gut 1,5 Jahren. Für die Untersuchung habe ich den Februar vergangenen Jahres herausgenommen und die Forenbeiträge auf ihre Anschlussfähigkeit zu Rechtsextremismus untersucht. Dazu zähle ich die ideologischen Versatzstücke Nationalismus, Ethnozentrismus, Rassismus, Sozialdarwinismus, Antisemitismus, Verharmlosung des Nationalsozialismus, Befürwortung einer rechtsautoritären Struktur, Chauvinismus und Sexismus. Es handelt sich dabei lediglich um eine Momentaufnahme, eine umfassende wissenschaftliche Studie zu diesen Phänomenen wäre aber dringend nötig."

LOL.

Was für ein unbeschreiblicher Unsinn. "Anschlussfähigkeit zu Rechtsextremismus" ist eine schönfärberische Floskel dafür, dass er keine eindeutigen Belege hat, ausser ein oder zwei (vermutlich von seiner Seite absichtlich eingestreuten) Kommentare "rechtsextremen" Charakters. Und inwiefern ist Befürwortung einer rechtsautoritären Struktur, Chauvinismus oder auch simpler Sexismus ein Zeichen für Rechtsextremismus?

Viele Rechte haben ein positives Verhältnis zu Autorität und Hierarchie (ausser Manhood, welcher ein notorisches Misstrauen gegenüber jegliche staatliche Autorität hat) und sind deswegen noch lange nicht extremistisch. Ausserdem können anonyme Forenkommentare nicht herangezogen werden, um eine so komplexe und heterogene Bewegung wie die unsrige als rechtsextrem zu deklarieren. Alice Schwarzer spricht schliesslich auch nicht für alle Feministinnen - ergo kann auch das alte gelbe Forum nicht stellvertretend für alle Männeraktivisten sein.

Und wenn mal wirklich so ein bemitleidenswerter Altrechter mit nationalistischem und erbärmlich antisemitischem Einschlag (welcher bei der linken Israelkritik wesentlich gravierender ist) sich in irgendeinem Forum herumirren sollte - lasst den Deppen doch sein. Was will der auf seine alten, grauen Tage noch anrichten? Deutsche Betriebe wieder "arisieren"? Polen wieder überfallen?

Ich denke nicht.

Denn die Zukunft gehört uns jungen Rechten - solidarisch mit Israel, prokapitalistisch, rechtslibertär/konservativ und loyal zur westlichen Kultur stehend - und nicht irgendeiner hypothetischen "Rasse" oder einer abartigen Ideologie, welche billig vom verachtenswerten Sozialismus abgeguckt hat.

"dieStandard.at: Kann das Forum "WGvdL" als die Zentrale der Bewegung betrachtet werden?
Kemper: Das größte ist sicher "WGvdL", was die Zahl der Beiträge anbelangt. Darin inkludiert ist der 'Femokratie-Blog', in den die beiden BetreiberInnen längere Beiträge posten. Dazu gehört auch "WikiMANNIA", das inzwischen über 450 Artikel beinhaltet. In diesen Räumen findet derzeit auch die Theorieverdichtung der Männerrechtler statt, denn bisher gab es noch keine verfestigte Ideologie."

Zentrale der Bewegung. Theorieverdichtung. Verfestigte Ideologie. Das klingt so volksaufwieglerisch, demagogisch, subversiv, ja fast schon umstürzlerisch links! Das hat so was von einem parisischen Café in dem Hobbyrevolutionäre und Pseudointellektuelle die Befreiung der Arbeiterklasse aus den Klauen der Bourgeoisie planen. Wenn das so weiter geht, dann ist die kommunistische Weltrevolution wirklich nicht mehr weit. Ich sehe schon wieder die ersten Kommunen aus dem Boden schiessen und die ersten Blüten freier Liebe spriessen.

Leider ist die Wirklichkeit der Antifeministen und Männerrechtlers nicht halb so spektakulär oder dramatisch wie hier geschildert - trotz unseres enormen Sex-Appeals, welcher uns in Sachen freier Liebe sicherlich von Vorteil gewesen wäre.

"dieStandard.at: Die Männerrechtler wollen aber nicht nur unter sich sein, sondern missionieren auch auf "feindlichen Seiten", oder?"
Kemper: Ja, sie sehen sich als Opfer und als Widerstandskämpfer einer feministisch beherrschten Gesellschaft. Deshalb versuchen sie ihre Wahrheit auf 'feindlichen Seiten' darzustellen. Die Strategie lautet austeilen, austeilen, austeilen... und das Gegenüber einzuschüchtern."

Ja, Cortès und seine Conquistadors in Mesoamerika waren in Sachen Dreistigkeit und Missionierungseifer nichts im Vergleich zu uns. Immerhin teilen wir nur argumentativ aus - im Gegensatz zum Feminismus, wegen dessen Vertretern Gerhard Amendt Bodyguards braucht, Antifeminismustreffen von professionellen Sicherheitskräften beschützt und Männeraktivisten weltweit mit Morddrohungen und Telefonterror drangsaliert werden.

Aber ich kann natürlich verstehen, dass ein paar anonyme, konfrontative Kommentare irgendwo im Internet auf obskuren feministischen Blogs viel schlimmer sind. Wer versucht hier eigentlich wen einzuschüchtern?

"dieStandard.at: Die deutsche Männerrechtsbewegung war in den letzten zehn Jahren vor allem ein Internetphänomen. Gilt das für 2011 immer noch?
Kemper: Nein, da hat sich in der letzten Zeit einiges geändert, die AktivistInnen vernetzen sich im Realen. In der Schweiz gibt es seit kurzem die "Interessensgemeinschaft Antifeminismus" (IGAF), die im Juni ihre zweite Tagung ausrichtet (RednerInnen werden u.a. Gerhard Amendt und Monika Ebeling sein, Anm. der Red.) In Deutschland hat sich im April die "IG Antifeminismus Deutschland" gegründet. Und auch die bürgerlichen Männerrechtler haben sich konstituiert, es gibt jetzt den Verein AGENS, den u.a. der Autor Arne Hoffmann mitgegründet hat."

AGENS und Arne Hoffmann bürgerlich? "Linksliberaler" (was das auch immer sein soll), Sadomaso-Autor, Muselfreund, Konservativenhasser, Sarrazin-Phobiker, Israelkritiker und Fan von "liberalen Feministinnen"? 'Bürgerlich' ist unter jungen Rechten ja ein Schimpfwort für Politiker-Weicheier geworden, welche Angst vor der linken Meinungsmacht haben, aber dass darunter nun schon Leute wie Arne Hoffmann fallen - nä.

Hier hat wohl jemand seine Hausaufgaben nicht gemacht.

"dieStandard.at: Die Väterrechtler haben diese Gründungsphase scheinbar schon hinter sich.
Kemper: Klar, die gibt's ja auch schon viel länger. Die haben sich schon in den 1990ern mit diversen Büros institutionalisiert. Zwischen Väter- und Männerrechtlern gibt es große Überschneidungen. Erst vor kurzem wurde der Verein "Väteraufbruch für Kinder" Mitglied im deutschen Dachverband Bundesforum Männer. Letztere verfolgen ganz klar einen geschlechterdemokratischen Ansatz, weshalb wir gespannt sein dürfen, wie das mit dem Väteraufbruch weitergeht. Werden die sich von ihren antifeministischen Gründen distanzieren (müssen), oder schaffen sie es das Bundesforum diffus in Hinblick auf Antifeminismus zu gestalten?"

Institutionalisiert? Da sollte er einmal einen Blick auf den Staatsfeminismus werfen und sich dann noch einmal fragen, wer sich hier mit seinem fetten Arsch in den letzten Dekaden tatsächlich institutionalisert hat!

Und das Bundesforum Männer ist lediglich eine staatsfeministische Legitimitätsfassade für die Genderisten und Femanzen - ein elendes Häufchen von Ja-Sagern, Blockflöten, Kopfnickern und Rückgratlosen, welche die Futtertröge und die Machtillusion, welche ihnen die Unterstützung der deutschen Geschlechterpolitik mit sich bringt, gegen jeglichen Stolz als Mann und Glaubwürdigkeit als Männeraktivisten eintauschen.

Wer beim Bundesforum Männer mitmacht, dessen Loyalität und Konformität hat der Staatsfeminsimus gekauft. Diesbezüglich kann das Kemperchen ruhig schlafen, wenn er sich um eine antifeministische Unterwanderung des Bundesforum Männer durch den für die Männerrechtsbewegung verlorene VafK sorgt.

"dieStandard.at: Sehen Sie denn diese Strategie der Infiltrierung auf Seiten der Männerrechtler?
Kemper: Sehr wohl. Leute wie Arne Hoffmann (Autor von u.a. "Männerbeben" und "Rettet unsere Söhne"), die früher im "WGvdL" aktiv waren und jetzt u.a. in der Männer AG der Piratenpartei Mitglied sind, versuchen heute sogar, sich als geschlechterdemokratisch bis links darzustellen. Sie distanzieren sich von ihren Anfängen, um offizielle Ansprechpartner zu werden."

Meine Haltung und die der IGAF zu Dialog- und Annäherungsversuchen mit Vertretern des Feminismus ist wohl hinlänglich bekannt: Es gibt keinen Dialog mit dem Erzfeind.

Wenn Arne Hoffmann, Eugen Maus, Oliver Hunziker und Konsorten sich diesbezüglich Illusionen hingeben wollen und dabei wieder und wieder und wieder und wieder auf die Schnauze fliegen, dann ist das halt ihre Strategie, die man ihnen lassen muss.

Ich und andere kämen niemals auf die Idee mit Menschen zu verkehren, welche Männer nicht als gleichwertige Menschen wahrnehmen und akzeptieren können. Im Gegenteil - ich verdränge systematisch ihre Ansichten und ihren Einfluss.

"Das Problem sehen wir sowohl bei Wikipedia als auch bei der deutschen Piratenpartei. So ist z.B. eine der zwei BetreiberInnen des "WGvdL"-Forums inzwischen Mitglied der Männer AG bei der Piratenpartei. Zwischen der Piratenpartei und Wikipedia gibt es Überschneidungen: beide sind vorwiegend internetaffin, jung und männlich. Bei Wikipedia heißt es immer: wir sind neutral, bei uns kann jede/r mitschreiben. Dass aber nur zehn Prozent der AutorInnen weiblich sind, stört sie nicht, sie lehnen auch jede Diskussion darüber ab. So ähnlich ist es auch in der Piratenpartei.
Hinzu kommt die Zensurdebatte, die die Piratenpartei ja sehr dominiert. Dieser Anti-Zensurgestus ist allerdings sehr nah am Anti-PC-Gestus angesiedelt. Es gibt oftmals auch um den Tabu-Bruch, der den Maskulisten die Türen öffnet. Die Piraten haben oftmals keine Ahnung von Emanzipationsbewegungen, viele haben ja schon aufgrund ihres jungen Alters ganz viele Diskussionen nicht mitgekriegt."

Hier beschwert sich der Betonideologie darüber, dass er und seine Gesinnungsgenossen bei der Verbreitung ihrer totalitären Ansichten in der Wikipedia und in der Piratenpartei tatsächlich durch Neutralität und Unvoreingenommenheit gehindert werden. Ein Wahnsinn, der fast schon wieder amüsant wäre, wenn man nicht wüsste, dass der das bitterernst meint.

"dieStandard.at: Gemäßigte Vertreter der Männerrechtsbewegung wie die Soziologen Gerhard Amendt und Walter Hollstein sind inzwischen fest im medialen Mainstream verankert. Ist die Debatte um die Geschlechterverhältnisse nach rechts gerückt?
Kemper: Exemplarisch sieht man das ja an der Vita von Walter Hollstein. Der kommt aus der linken Ecke und hat Ende der 1970er einige linke Bücher verfasst."

Kein Wunder finde ich ihn unsympathisch.

"Im Laufe seiner Karriere fand er sich mit seinen Ansichten allmählich in der Männerrechtsbewegung wieder."

Nur komisch, dass in der Männerrechtsbewegung niemand diesen verknöcherten Pudel so richtig ernst nimmt.

"Das finde ich symptomatisch. Die Männerbewegung in Deutschland (nicht zu verwechseln mit der heutigen MännerRECHTSbewegung) hat in den 1970ern ja in der der linken Szene begonnen und war klar profeministisch. In den 1990ern hat sie sich dann stark differenziert, in die Väterrechtsbewegung, die Männerrechtsbewegung, usw. Gleichzeitig ist die profeministische Männerbewegung der Linken immer kleiner geworden. Heute existiert sie nicht mehr. Ein Fall wie der von Monika Ebeling (dieStandard.at berichtete) wäre in den 1980ern überhaupt nicht möglich gewesen.
Allerdings existiert noch die bürgerliche Männerbewegung mit ihrem "Bundesforum Männer", das geschlechterdemokratisch sein will und die großen Gewerkschaften und Kirchen mit im Boot hat. (Die Fragen stellte Ina Freudenschuß, dieStandard.at, 5.6.2011)"

Hier wird wieder Geschichtsverdreherei betrieben. Die sogenannte weiche "Männerbewegung" war ein profeministischer Blinddarm, jedoch niemals eine richtige, breit abgestützte Männerbewegung. Und aus dieser gebückt gehenden Halsbandtruppe hat sich ganz sicher nicht die moderne, antifeministische Männerrechtsbewegung gebildet. Das würde etwa so viel Sinn machen, wie wenn Richard Dawkins früher beim Papst seiner Crew mitgemacht und anschliessend seinen eigenen (Anti)Glaubensladen hochgezogen hätte.

Nein.

Die Männerrechtsbewegung ist die erste wahre Männerbewegung, die auch wirklich ihren Namen verdient. Zwar gibt es einige komische Kauze, die über einen linken Irrweg irgendwann in der antifeministischen Männnerrechtsbewegung gelandet sind, doch daraus schliessen nur Idioten, dass die profeministische "Männerbewegung" die Keimzelle für die moderne Männerrechtsbewegung gewesen sei.

Schliesslich waren das Heulsusen, welche ihre eigene Männlichkeit pathologisierten und sich von Feministen verbiegen liessen. Denkt ihr, dass sich aus solchen Mitleidsmagneten plötzlich über Nacht ein Haufen schlagkräftiger Antifeministen und Maskulisten gebildet hätte?

"In eigener Sache:
Sie fragen sich vielleicht, warum im Text nicht auf die angesprochenen Webseiten verlinkt wird. Wir haben uns - der mangelnden Usability zum Trotz - dazu entschieden, dies nicht zu tun, weil Links im Internet üblicherweise Anerkennung ausdrücken. dieStandard.at will mit diesen Foren jedoch kein "Netzwerk" bilden."

"Wir haben Schiss, Sie als unsere indoktrinierten LeserInnen mit der Wahrheit zu konfrontieren. Tut uns Leid, wenn Sie sich dadurch wie ein Kind, dass nicht selber denken darf, behandelt fühlen. Wir sind nunmals linksfeministisch und stolz darauf."

"Weiterlesen zum Thema Männerrechtler:
Geschlechterkampf von Rechts: Eine Expertise von Thomas Gesterkamp im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung"

Mit dem mentalen Effluvium von diesem Pudel haben wir uns schon beschäftigt.


Die Armee des Perseus auf dem Vormarsch
(Artwork zum kommenden Ego-Shooter Battlefield 3)