Dienstag, 12. Mai 2009

Das archaische Männerbild der Gesellschaft

Es ist immer wieder erstaunlich und faszinierend, was Leute heute alles an Widersprüchen in ihren Köpfen mit sich herumtragen, besonders wenn es um die Geschlechter geht. Wie selbstverständlich vermischen sich Ansichten, welche sich im Alter teilweise um Jahrhunderte unterscheiden und dieses wilde Durcheinander wird dann noch als modern und progressiv bezeichnet.

Doch am entlarvendsten ist die Wut, welche das Hinweisen auf diese Widersprüche beim Befallenen hervorruft. Die Verweigerung, sich jenen tief sitzenden Widersprüchen zu stellen, unter denen vor allem Männer heutzutage noch schwer zu leiden haben.

Freie Selbstentfaltung und Sklaverei

Während die letzten Dekaden es den Frauen in Sachen Privilegien und Rechten enorm gut gehen liessen, hat sich die Situation des Mannes kaum geändert. Im Gegenteil, denn heute besitzen Männer noch weniger Rechte als noch vor 50 Jahren.

Sie müssen nachwievor Wehrpflicht leisten und werden nachwievor noch zum Wohle von Frauen und Kindern geopfert, denn ihr Leben ist von sekundärem Wert. Obwohl ihre Arbeit Millionen ernährt, wird diese weder besonders wertgeschätzt, noch geachtet, sondern vielmehr als selbstverständlich betrachtet. Denn es war schon da als wir kamen, warum sollten wir uns also darum kümmern?

So ist es auch nicht verwunderlich, dass Männer zu Zahleseln ohne Sorgerecht degradiert werden oder bei nicht selbstveschuldeter Invalidität Wehrpflichtersatz leisten. Es ist nicht verwunderlich, dass ernsthaft über eine gesonderte Männersteuer diskutiert wird.

Es hat sich also in den letzten zweitausend Jahren nicht viel geändert, wenn es um Männer geht. Sie sind nachwievor die verbrauchbare Ressource der Gesellschaft, das aktiv verschleissbare Humankapital, die Bauern auf dem Schachbrett, das gezwungene Fleisch in Stahlgewittern - Werkzeuge und Instrumente.

Hat da tatsächlich jemand mal was von Gleichberechtigung und freie Selbstentfaltung für alle gesagt?

Gleichberechtigung ja - aber nicht für alle

In dieser Gesellschaft gibt es so etwas wie Gleichberechtigung nicht.

Und wenn Leute dieses Schlagwort verwenden, dann nur um weibliches Wohl zu betonen und zu umsorgen. Es wird als Rammbock verwendet, um die wenigen kleinen Pflichtchen der Frauen zu zerschlagen und aufzulösen und getreu den unzähligen Problemen der holden Weiblichkeit zahllose Sonderrechte und gesonderte Privilegien zur Seite zu stellen.

Doch die Zwänge und Pflichten der Männer werden nicht angetastet. Da kann vollmündig von Gleichberechtigung die Rede sein, doch männliche Anliegen und Interessen werden systematisch unter den Teppich gekehrt. Lieber beschneidet man noch zusätzlich die wenigen verbliebenenen Rechte der Männer aufgrund eines perversen Verständnisses der Gleichberechtigung.

In dieser Gesellschaft gibt es keine Gleichberechtigung.

Denn Gleichberechtigung ist unzertrennlich mit Gleichverpflichtung verbunden. Das heisst gleiche Rechte und gleiche Pflichten für alle - ohne Ausnahmen! Das ist die konsequente und einzig richtige Auslegung des vielfach vom Feminismus vergewaltigten Konzeptes der Gleichberechtigung.

Tiefsitzende Widersprüche

Ein völlig antiquiertes Männerbild, welches Zwang, Drohung und Bestrafung zur Härtung der männlichen Physis und Abstumpfung des maskulinen Geistes bereitstellt, steht einem völlig einseitigen Verständnis von geheuchelter und scheinheiliger Gleichberechtigung gegenüber.

Dazu gesellt sich das putzig lockere Bild von rosa Selbstverwirklichung unter dem Regenbogenhimmel ohne lästige Pflichten und blöden Zwängen, welche doch eh nur für die haarigen Nutztiere zu gelten haben!

Das Männer- und Frauenbild eines Grossteils der Gesellschaft unterscheidet sich grundlegend. Während für Männer so etwas wie die Inanspruchsnahme von Gleichberechtigung zugunsten der eigenen Anliegen und Probleme nicht in Frage kommt, werden sogar die dümmsten und idiotischsten Wehwechen der Frauen in Form von Gesetzen und Massnahmen behandelt.

Gerade diese Widersprüchlichkeit ist es jedoch, welche die Männer in einem Käfig aus Pflichten und Zwängen ohne Anspruch auf Erleichterung und Rettung gefangen hält.

Sklavenmoral

Viele Männer haben sich mit diesem gesellschaftlichen Wahnsinn arrangiert. Nicht aus Überzeugung, sondern weil es der Weg des geringsten Widerstands ist und ihnen keine anderen Optionen angeboten wurden. Ihnen wurde von klein auf eingetrichtert, dass sie weder ob der Pflichten und Zwängen zu klagen, noch auf die Privilegien und Rechte der Frauen zu schielen hätten.

Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass die meisten von ihnen diese Problematik aus ihrem Leben verstossen und sie möglichst gut verdrängen. Denn sie möchten nicht auf einem Schlachtfeld konfrontiert werden, von dem sie von klein auf beigebracht bekamen, dass sie dort nicht gewinnen könnten.

Aus dieser Haltung heraus erklärt sich auch gut die Wut und Aggression, welche vorallem auch von Männern kommt, welche man auf die desolate Lage hinweist.

Da werden reflexhaft alle feministischen Vorurteile bezüglich Männlichkeit hervorgekramt und versucht den ewigen Opferstatus der Frau neu zu bekräftigen. Wenn das nicht hilft, beginnt man die Männlichkeit und den Frauenerfolg des Gegenübers in Frage zu stellen. Wenn auch dies scheitert, kommt der theatralische Höhepunkt (und der argumentative Tiefpunkt):

"Gleiches muss gleich behandelt werden, Ungleiches jedoch ungleich!"

Da können wir gleich einpacken mit der Gleichberechtigung, denn Frauen und Männer sind NICHT gleich. Wer nach diesem Grundsatz lebt, sollte im Prinzip kein Problem mit der alten Rollenverteilung haben, denn diese reflektiert perfekt die Einstellung, dass Ungleiches ungleich zu behandeln sei.

Schlussfolgerung

Die bisherigen Zustände sind nicht mehr länger tolerierbar und müssen verändert werden. Denn unser bisher einseitiges Verständnis von Gleichberechtigung zugunsten von Frauen schadet dem an und für sich erstrebenswerten Konzept der gleichen Rechte und Pflichten für alle.

Es gibt somit nur zwei Wege, welche unsere Gesellschaft gehen kann, um mit diesem ungerechten und misandrischen Schlamassel aufzuräumen. Entweder wir führen die absolute Gleichberechtigung und die Gleichverpflichtung ein. Oder wir kehren zur alten Rollenverteilung zurück.

Es liegt nun an den Feministinnen, was die Zukunft bringen wird. Werden sie weichen und uns das Zepter überlassen, so wird sich endlich ein nicht verstümmeltes Verständnis von Gleichberechtigung durchsetzen. Doch werden sie vor Starrsinn und Idiotie ausharren, so wird irgendwann das Pendel des Ausgleichs vollends zurückschwingen und ihre Ideen allesamt und komplett auslöschen und die alte Rollenverteilung wird in bisher nicht gekannter Striktheit erneut erwachen.

Die Wahl liegt nun ausgerechnet bei jenen, welche sich bisher nur destruktiv bemerkbar gemacht haben ...

"Die haarigen Nutztiere"

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

"Doch werden sie vor Starrsinn und Idiotie ausharren, so wird irgendwann das Pendel des Ausgleichs vollends zurückschwingen und ihre Ideen allesamt und komplett auslöschen und die alte Rollenverteilung wird in bisher nicht gekannter Striktheit erneut erwachen."

So schätze ich die Zukunft auch ein!

Aber vorläufig läuft das Experiment "Was geschieht eigentlich, wenn man Frauen und Männer für gleichberechtigt erklärt" auf vollen Touren. Die Frau zeigt uns, was sie unter dem Begriff "Gleichberechtigung" versteht - eine Art Demonstration der weiblichen Moral.

Die Fragen lauten:

"Was geschieht, wenn Frauen Zugriff auf die Politik und die Justiz erhalten?"
Es ist die Frage, ob die Frau den Rechtsstaat und die rechtsstaatlichen Grundsätze überhaupt verstehen und richtig anwenden kann.

"Was geschieht, wenn Frauen die Universitäten erobern und die Wissenschaft prägen?"
Es ist die Frage, ob die Frau objektiv-wissenschaftlichen Grundsätzen gerecht werden kann und ob ihr walten messbar Gutes für die Wirtschaft (Leistung) und das Zusammenleben zwischen den Menschen (Moral) bewirkt.

"Was geschieht, wenn Frauen die Arbeitswelt erobern und Führungspositionen belegen?"
Es ist die Frage, ob Frauen fähig und willens sind, einen wirtschaftlichen Mehrwert zu leisten, Positionen eigenständig und ohne männliche Hilfe zu erobern. Und natürlich eine Frage der Führung: Wie gerne übernehmen Frauen Verantwortung für ihr Handeln, für ihren Lohn und für ihre Position?

Es zeugt von männlicher Grösse, wenn nach schweren Zweifeln seit Urzeiten, ob die Frau solcherlei Herausforderungen erfolgreich bestehen könnte, der Mann der Frau die Gelegenheit gibt zu beweisen, dass die Zweifel fehl am Platze und völlig unbegründet waren. Die Art, wie Frauen diese Riesenchance zu verdanken wissen, verrät uns die Grösse des Weiblichen!

Die Anwendung unserer Erkenntnisse auf die Praxis wird die Aufgabe aller kommender Generationen sein!

Manhood

Anonym hat gesagt…

Hallo erstmal

Wer immer der Verfasser dieser Seite ist, fühle mit dir mit, dass du dich offensichtlich von Frauen unterworfen fühlst.

Habe nicht alles von dieser Seite gelesen, war mir ehrlich gesagt zu heftig.

In dir müssen, dem Anscheinnach enorme Emotionen sein.
Was ich jedoch total daneben finde, ist deine Verallgemeinerung gegenüber Frauen. Deine abwertende Haltung gegenüber Frauen macht dir wahrscheinlich auch das Leben schwer. Du musst deinen Konflikt, denn du mit Frauen die dir nahe standen besprechen. Sage diesen Menschen, was sie in dir auslösen aber denke bitte nicht, dass alle Frauen gleich sind. Schliesslich seit ja ihr Männer auch nicht alle gleich!
Mach etwas, damit DU dich wieder als Wertvoll betrachten kannst. Es sind nicht die Frauen die in dir eine Niete sehen, sondern du selbst!

Ich bin eine Frau und wie gesagt, mein mitgefühl hast du aber ich werde mich auf keinen Fall bei dir Entschuldigen. Das müssen diese Frauen tun, die dich so verletzt haben.

Manifold hat gesagt…

"Wenn das nicht hilft, beginnt man die Männlichkeit und den Frauenerfolg des Gegenübers in Frage zu stellen."

Wusst ich's doch :)

Gruss,
Manifold