Donnerstag, 3. September 2009

Der moderne Adel

Was war das früher für ein schönes Leben. Da war man nur durch die richtige Geburt in die richtige Familie zum richtigen Zeitpunkt schon so unendlich viel mehr wert als der dreckige Pöbel auf der Strasse. Man hatte die meisten Rechte und genoss Privilegien, von denen die normalen Menschen nur träumen konnten. Zwar hatte man auch einige lästige Pflichten und einen Kodex für korrektes Benehmen und ehrenhaftes Handeln - doch darum scherte man sich im Alltag wenig. Es ging dabei doch nur um Fassade und Erscheinung.

Die Wurzeln der Aristokratie

Das Konzept der Aristokratie geht auf die früheuropäischen Barbarenhorden zurück, in denen sich besonders tapfere und kampfstarke Individuen hervorgetan hatten und Land, Besitz und Macht aneigneten. Aufgrund ihres Erfolges sprach man ihnen eine gewisse (hoffentlich auch erblich übertragbare) Kompetenz zu, welcher der normale Mann nicht oder nur in geringerem Masse aufwies. Denn dieser war ja nicht zu Macht und Einfluss gelangt, der Protoadelige hingegen schon. Was für einen eindrücklicheren Beweis konnte es noch geben?

Zwar wurde der Adel in Europa obsolet, als starke bürgerliche und staatliche Strukturen (Zünfte, freie Städte, Sozialstaat, ...) auftraten, welche die Schutz- und Verwaltungsaufgaben des Adels im vorhergehenden Feudalismus übernahmen und effizienter ausführten. Doch gewisse Aspekte des Adels sind auch heute noch in der Gesellschaft in anderer Form vorhanden.

Der Vaginenadel

So sehen sich die meisten Frauen nachwievor am liebsten als Prinzessin, welche von einem weissen Ritter gerettet werden möchte. So schreien sie lauthals und heiser "Frauen und Kinder zuerst", als gelte für sie ein vornehmes, adeliges Geburtenrecht, welches ihre Rettung als prioritär erscheinen lässt. So lehnen sie sich über dem Wohlfahrtsstaat auf den Schultern der arbeitstätigen Männermassen ab und lassen für sich schuften.

Sie besitzen weit mehr Rechte und keine Pflichten, im Gegensatz zum gemeinen Pöbel - auch Männer genannt. Ihre Rechte und ihren privilegierten Status beanspruchen sie durch ihre Geburt. Genauso wie die Diskriminierungen und Entrechtungen des Mannes ihm durch seine Geburt anheimfallen.

Auch das adelige Heilsversprechen und die zentrale Begründung (Rechtfertigung) für die Existenz des Blaublütertums (Schutz und Verwaltung) findet sich in abgewandelter Form bei den Frauen wieder. Denn über die entsetzlichen Gebärschmerzen fordern sie nicht selten eine Sonderportion an Respekt und Besserbehandlung. Wo ihr wehleidiges Gebaren doch schlussendlich lediglich darauf abzielt, widerstrebende Männer in die Knechtschaft für sie zu moralisieren. Denn es musste wohl jeder Mann sich mindestens einmal im Leben vorhalten lassen, wie entsetzlich die Niederkunft für Mütter sei und wie unendlich folglich der Dank der niederen Männerschaft für diese aufopferungsvolle Heldentat an der Gebärfront sein müsse.

Dass Gelüste und Instinkte, biologische Programmierung und selbstbezogene Mutterschaftswünsche sie dazu trieben, mit einem Mann ein Kind zu zeugen und es ihr die höchste aller Gefühle hier auf Erden bescherte - das würde bei der Verknechtung des Mannes nur peinlich und egoistisch wirken. Deshalb wird es bei der weiblichen Dankerzwingung bei den Männern auch weggelassen.

Entmachtung des Adels

Denn dann würden die Knechte in spe merken, dass Frauen genauso gleichwertige Menschen sind wie sie. Nicht besser oder schlechter. Und deshalb keinen Anspruch qua Geburt auf gesellschaftliche Besserbehandlung verdient haben. Denn genauso, wie die Intelligenz und Güte sich nicht im Adel Europas sammelt (wie dies über Jahrhunderte behauptet wurde), so kulminiert menschlicher Wert auch nicht einzig allein in den heutigen Frauen wie uns dies unzählige "Frauen sind die besseren ..."-Artikel glauben machen wollen.

Wenn Männer ihre Frauen wie Königinnen behandeln wollen, so sollen sie dies tun. Denn es ist ihre eigene Wahl. Doch wenn Frauen auf die gesellschaftliche Bühne treten und nur wegen ihrem Frausein eine Besserstellung und Sonderbehandlung fordern, so ist dies genauso schlimm wie die ganze aufgeblasene Noblesse, die sich durch Geburt (und nicht durch handfeste Leistung) als etwas Besseres versteht.

Doch wenn ich mir heute das Gebaren so mancher öffentlicher Frau ansehe, so befallen mich ernsthafte Zweifel, ob wir den Feudalismus in Europa je überwunden haben.


Blaues Blut schützt nicht vor posthumen Lachern auf des Adels Kosten (man beachte die Frauenschuhe)

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Hab ich mir auch letztens gedacht. Das ist wie so ein Adelscheiss..

Wenn eine Frau als Dame behandelt werden möchte, dann soll sie sich auch so benehmen.

Pöbel behandle ich wie Pöbel. Und mit Pöbel meine ich nicht arme Menschen die kein Geld haben und keine gute Ausbildung.

Pöbel ist für mich "Geistiger Pöbel". Und viele Frauen sind in dieser Kategorie. Arrogant, nicht zur Selbstkritik fähig, können sich nicht hingeben wollen alles geschenkt bekommen und haben kenien Respekt vor den Leistungen der Männer.

Naja, das ändert sich auch wieder. :) Maskulisten sind ja da.

/ajk

Anonym hat gesagt…

Die Bibel vermittelt, dass alle Menschen vor Gott gleich seien. Trotzdem hat es der Adel geschafft, seine Vorrangstellung mit göttlicher Vorsehung zu begründen.

Die allgemeine Erklärung der Menschenrechte vermittelt, dass alle Menschen die gleichen Rechte und die gleiche Würde hätten. Trotzdem haben es Frauen geschafft, ihre Vorrangstellung mit der Universalität der Menschenrechte zu begründen.

Fazit: Die Geschichte wiederholt sich und die Dummen werden auch nicht alle.....

Grüsse

Manhood