Samstag, 26. Februar 2011

Feministische Sprachzerstörung

Aufgrund der totalitären Natur des Feminismus strebt dieser danach alle Aspekte des Denkens und des Handelns des Menschen und der Gesellschaft zu seinen Gunsten umzugestalten. Dabei macht die feministische Ideologie auch vor der Würde der deutschen Sprache nicht halt. Die Korrumpierung und Zersetzung des Deutschen wurde innerhalb der deutschsprachigen Männerrechtsbewegung bisher nur marginal behandelt, da es im Verhältnis zu anderen, schwerwiegenderen Verbrechen des Feminismus nicht als besonders prioritär erschien und aufgrund begrenzter Ressourcen schlichtweg nicht im Fokus von Männerrechtlern, Maskulisten und Antifeministen stehen konnte.

Diese kurze Abhandlung über den sprachenzerstörenden Aspekt des Feminismus soll die wesentlichen grammatikalischen Kritikpunkte erfassen und für jeden Sympathisanten verständlich darstellen, so dass wir auch diesen Bereich vom verderbenden Einfluss des Feminismus befreien können. Nicht behandelt, aber dennoch zum Sprachfeminismus gehörend, werden die ewige Faktenverdreherei und die einseitige Darstellung von Ereignissen durch den ideologischen Missbrauch der Sprache, da dies bereits an anderer Stelle ausführlich dokumentiert wurde.

Motivation

Wie jede andere totalitäre Ideologie, versucht der Feminismus die Art wie Menschen die Realität wahrnehmen und wie sie denken zu beeinflussen. Ein altbekannter Ansatz, der bereits ausführlich im dystopischen Roman "1984" beschrieben wurde, ist dabei die Manipulation der Sprache. Wenn das Wort Freiheit eine völlig andere oder gar gegensätzliche Bedeutung hat, so dass Menschen nicht mehr über das Konzept von Freiheit reden können, dann wird irgendwann auch die Idee der Freiheit aus dem Denken verschwinden.

Genauso denken Feministen in Bezug auf Geschlechter in Sprachen und richten ihren Zorn dabei besonders auf das männliche Geschlecht. Sie empfinden die deutsche Sprache, welche intensiven Gebrauch vom maskulinen Genus macht, als abstossend und bedrohlich. Diese feministische Maskuphobie, eine irrationale, kranke und unangemessene Angst vor Männlichkeit, äussert sich auch in den feministischen Konzepten der "hegemonialen Männlichkeit", der "rape culture" und natürlich im alles umfassenden "Patriarchat".

Dabei verfolgen Feministen mit seiner Sprachzerstörung mehrere Ziele. Zum einen wollen sie mit dieser sprachlichen Vergewaltigung Frauen "sichtbar" machen und somit den "sprachlichen Sexismus" zurückdrängen. Dadurch soll eine "geschlechtergerechte" Sprache entstehen. Dabei behaupten sie, dass durch zahlreiche Studien belegt worden sei, dass das generische Maskulinum Frauen diskriminiere. Dabei wird beklagt, dass das generische Maskulinum nicht "geschlechterneutral" gedacht werden könne.

Feministen sehen (siehe Seite 3) diese ideologische Manipulation nach ihren Vorstellungen sogar als einen wichtigen Beitrag zu einer "reifen Demokratie". Die meinen das tatsächlich so ernst, dass an anderer Stelle dringend empfohlen wird, die sprachliche Gleichstellung nicht "durch Übertreibung lächerlich zu machen, zu trivialisieren oder zu ignorieren"! Dies ist eine weitere Gemeinsamkeit mit totalitären Ideologien - auch bei denen wurde es (häufig auch noch unter Androhung von Gewalt) untersagt, sich über deren Dogmen und Wahnideen satirisch auszulassen oder sie sogar zu ignorieren. Schliesslich steht die Rettung der Welt/des Klimas/der Frauen/der Tiere/der Dritten Welt oder sonst was auf dem Spiel!

Das ist nicht mehr lustig, sondern todernst! Kapiert?

Instrumente linguistischer Verwüstung

Doch mit welchen Folterwerkzeugen malträtieren die Feministen die deutsche Sprache? Hier einige Beispiele:

- Penetrante Erwähnung einer weiblichen Form: 
“Athleten und Athletinnen”/”Arzt/Ärztin”/”Soldat_innen”/”ein(e) Lernende(r)”

Auch wenn diese nicht einmal existiert: “Feuerwehrfrauen”

- Entfernung oder Verkrüpplung maskuliner Formen: 
“AkademikerInnen”/”Sportlerinnen”

- Substitution generisch maskuliner Begriffe mit sexistischen, weiblichen Formen: 
“frau” anstelle von “man”/”jedefrau” anstelle von “jedermann”

- Substitution generischer Maskulina durch Partizipien:
"Studierende" statt "Studenten"

Da viele Journalisten links sind und die Linken auf besonders gründliche Art und Weise mit dem Feminismus sympathisieren, ist es auch nicht verwunderlich, dass sich die Auswüchse der feministischen Linguistik zuerst in den Medien, dann an Hochschulen und schliesslich auch im öffentlichen Dienst durchgesetzt haben. Eben genau dort, wo sich Linke während ihrem "Marsch durch die Institutionen" hineingepflanzt haben.  Dort wurde sie lange Zeit aus ideologischen Gründen gefördert, wobei in letzter Zeit auch in den Köpfen der letzten dogmatisch verbohrten Linken eine langsame Abkehr von der feministischen Sprachverwüstung festzustellen ist. Sogar manche Feministinnen schämen sich mittlerweile dafür, so dass sie heute auf das Binnen-I verzichten - man will schliesslich auch als überzeugte Feministin nicht als "altbacken" gelten.

Denkfehler des Sprachfeminismus

Die deutsche Sprache unterscheidet zwischen Genus und Sexus. Während der Genus das grammatikalische Geschlecht ist und das Maskulinum, das Femininum und das Neutrum umfasst, steht der Sexus für das biologische Geschlecht und damit das Männliche und das Weibliche. Die deutsche Sprache trennt also scharf zwischen dem wirklichen, natürlichen Geschlecht (Sexus) und abstrakten, grammatikalischen Kategorien (Genus). Diese Unterscheidung gipfelte in der Entstehung der generischen Formen, welche alle Geschlechter umfasst - jedoch kein spezifisches, separates biologisches Geschlecht (Sexus) meint.

Das generische Maskulinum "die Studenten" umfasst also alle Studenten - egal ob männlich oder weiblich - nicht einfach nur die männlichen Studenten. Das generische Feminina "die Person" meint also eine männliche oder eine weibliche Person (komischerweise schreien die Feministen bei dieser "männerauschliessenden" grammatikalischen Form nicht). Das generische Neutrum "das Mitglied" steht entweder für ein männliches oder ein weibliches Mitglied. Jede generische Form besizt die Eigenheit, dass sie keine Aussage über das biologische Geschlecht (den Sexus) der betroffenen Menschen macht.

Feministen und andere politisch Korrekte kommen nun daher und meinen entweder aus Unwissenheit oder trotz besseren Wissens, dass das generische Maskulinum Frauen (!) ausschliesse - dies ist schon rein linguistisch gar nicht möglich, da das generische Maskulinum ein Genus ist und somit mit dem Sexus "Frauen" absolut nichts zu tun hat. Männer kommen schliesslich auch nicht daher und heulen, dass sie sich von der Form "die Person" diskriminiert fühlen. Frauen sollen sich also auch nicht anstellen, wenn Genus und Sexus ausnahmsweise nicht korrelieren.

Wenn in Spezialfällen Genus und Sexus nicht korrelieren, dann hat dies nichts mit Ausschluss oder Diskriminierung zu tun, da beide völlig verschiedene grammatikalische Kategorien sind, die man nur aus Unwissenheit oder aus ideologischen Gründen gleichzusetzen versucht. Wenn also Feministen auf die weibliche Form beharren, dann muss man ihnen antworten, dass der grammatikalische Genus und das biologische Geschlecht nichts miteinander zu tun haben und somit Männer und Frauen in gleichem Masse mitgemeint sind.

Durch die Forderung nach weiblichen Zusatzformen und somit der "Sichtbarmachung" der Frauen wird Sexismus nicht aus der Sprache entfernt, im Gegenteil, sie wird in diese eingeführt, da dadurch in letzter Konsequenz jedes Wort als biologisch geschlechtlich wahrgenommen wird. Was zur absurden Situation führt, dass Wörter wie "das Kind" als asexuell empfunden werden. Zusätzlich zerschandeln angehängte weibliche Formen die Sprache und reduzieren die Leserlichkeit des befallenen Textes. Ausserdem lässt diese ideologische Paranoia jeden Text, welcher vor 1990 geschrieben wurde, unberechtigerweise als geschlechtlich einseitig gefärbt erscheinen - obwohl generische Formen ja gerade kein spezifisches Geschlecht meinen. Und weil generische Formen alle Geschlechter gleichermassen umfassen, wird mit deplatzierten weiblichen Formen keine zusätzliche Information in den Text gepackt, so dass die Ästhetik des Textes für nichts und wieder nichts leiden muss - und dies nur wegen dem Geschrei der Feministen.

Durch die feministische Sprachzerschandelung verliert das Deutsche auch die Fähigkeit, gewisse Sachverhalte logisch konsistent darzustellen. Wenn wir den Satz "Frauen sind die vernünfigeren Autofahrer" anschauen und jedem Wort immer ein biologisches Geschlecht und somit einem Sexus zuordnen, dann macht der Satz keinen Sinn, schliesslich würde nun jeder das Wort "Autofahrer" als rein männlich verstehen. Aber Frauen können schliesslich nicht die besseren männlichen Autofahrer sein, so wie es dieser Satz durch die Gendersprechbrille suggerieren würde! Es braucht hier also das generische Maskulinum, welches Männer und Frauen gleichermassen mitmeint, um den Sinn des Satzes logisch vermitteln zu können.

Die feministische Sprachzerstörung zerschändelt also nicht nur das Sprachbild, sondern verkrüppelt auch die Fähigkeit der Sprache, Sachverhalte überhaupt noch logisch korrekt mitteilen zu können!

Schlussfolgerung

Wir haben nun gesehen, dass Frauen wider feministischen Behauptungen nicht aus der deutschen Sprache ausgeschlossen werden, da das generische Maskulinum auch Frauen genauso mitmeint wie Männer. Weiterhin haben wir gesehen, dass der Sprachfeminismus zu einer unästhetischen Zerschandelung führt und die deutsche Sprache daran hindert, bestimmte Sachverhalte logisch korrekt wiederzugeben.

Gerade die feministische Forderung, Sexismus aus der Sprache zu verbannen, führt zu einer Durchdringung der Sprache mit sexistischen Floskeln und zwingt dem Leser eine ideologische Brille auf - genauso wie die Frauenquote herangeführt wird, um vermeintlichen Sexismus zu bekämpfen, während diese aber in der Praxis zu massiver struktureller Diskriminierung und Sexismus gegen Männer führt.

Es ist auch kein Argument, irgendwelche Leute zu befragen, ob sie ein generisches Maskulinum eher als männlich oder als neutral empfinden um damit die Forderung nach dessen Abschaffung zu rechtfertigen. Nur weil zwei Drittel der Amerikaner daran glaubt, dass die Mondlandung niemals stattgefunden hätte, muss jetzt schliesslich auch nicht in Astronomiebüchern geschrieben werden, dass die Mondlandung nur erfunden sei. Nur weil eine beliebige Anzahl von Menschen die Grammatik ihrer eigenen Sprache nicht beherrschen, muss diese nicht umgeschrieben oder angepasst werden. 

Auch beim Sprachfeminismus fällt wieder einmal die berühmte feministische Einseitigkeit auf: Schliesslich wird nur beim generischen Maskulinum geklagt, dass dieser Frauen "ausschliesse", während ich noch nie einer Feministin über den Weg gelaufen bin, die sich darüber beschwert hätte, dass das generische Feminina Männer "ausschliesse".

Sprachfeministische Kritik und Forderungen sind also völlig unangebracht, einseitig und schädlich - genauso wie der restliche Unsinn der feministischen Ideologie. Maskulisten müssen somit bei jeder sich bietenden Gelegenheit den Sprachfeminismus wie oben beschrieben delegitimieren und bewusst die generischen Formen in ihrem alltäglichen Sprachgebrauch berücksichtigen, so dass die Zerschandelung unserer deutschen Sprache endlich Einhalt geboten wird!


Nieder mit dem Sprachfeminismus!

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Einmal war ich bei einem Vortrag von einem Feministen. Er legt stets Wert darauf immer die weibliche Form mit zu nennen ("Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen", "Freunde und Freundinnen" usw).

Und dann sagte er "Menschen und Menschinnen", was besonders interessant ist, denn danach wären Frauen keine Menschen. Darüber muss ich noch heute schmunzeln.

Anonym hat gesagt…

:D
Das ist irgendwie bizarr.
Die dominanten Feministinnen interpretieren auch beliebig.

Wenn ein Mann zum Beispiel Selbstmordgedanken hat und auch Selbstmordversuche unternimmt, sich selbst verletzt usw. steht für sie fest, es handelt sich um eine Nötigung, bzw. Erpressung.
Obwohl es sich genauso auch um ein Hilfeschrei, um eine Verzweiflung handeln könnte, was naheliegend wäre.
Wenn sich aber eine Frau ritzt und Selbstmordgedanken hat, sprechen sie vom Borderline-Syndrom und solidarisieren sich mit ihr.

Anonym hat gesagt…

Neuester Artikel vom Maskulisten wieder eine Augenweide!

Anonym hat gesagt…

hab mal einen tollen Bildwitz gesehen der auf dasselbe Phänomen wie der Uli Stein Cartoon abzielte,

Die Sprecherin des Weltlesbentags begrüßte das ausschliesslich weibliche Publikum mit:

"Liebe Lesben und Lesbinnen..."

der Cartoon war sogar in der linksintellektuellen berliner Eventzeitschrift Zitty abgedruckt.

Selten so gelacht.

Guter Artikel.

Mir ist irgendwann mal aufgefallen, dass es keine möglichkeit gibt, das Wort "Gast" zu verweiblichen. "Gastin" oder "Gästin" ? "Gästinnen" oder "Gastinnen"? Totaler Murks.

Anonym hat gesagt…

Das ist ja wirklich lachhaft.

Ich habe einige Opfer-Karten gratis zu vergeben, welche Frau hat noch nicht ?

Anonym hat gesagt…

Ich bin ein Maskulist, ich bin stolz wie ein Friese.
Ich bin selbstbewusst und zeige mich mit erhobenem Haupt.

Anonym hat gesagt…

Frauenquote hört sich gut an - bin ich voll dafür.
Wann wird eine Frauenquote unter Kammerjägern, Schädlingsbekämpfern, selten auch Exterminatoren eingeführt ?

Anonym hat gesagt…

Bezeichnend ist auch die übliche feministische Rosinenpickerei. Das "-In" wurde auch nur bei positiv konnotierten Begriffen angehängt ("ÄrztIn" etc.), "VerbrecherIn", "MörderIn", "BetrügerIn" etc. konnte man nirgends lesen.

Ein weiterer Aspekt (jeder Ideologie) ist die Verwendung von wertenden Begriffen. Beispiele: "Geiler Lustgreis bezahlt minderjährige Mädchen für Sex" sagt rein sachlich gesehen das Gleiche aus wie "minderjährige Schlampen zocken älteren Herrn mit Bezahlsex ab" ;)

Anonym hat gesagt…

In GB kriegen Familien, die christlich sind, Probleme bei Adoptionen, insofern sie ihre potientiellen Adoptiv-Kinder nicht offen pro-homosexuell erziehen würden.

Ich frage mich, wann man Kinder nur noch offen pro Gender Mainstreaming erziehen darf. Lange wird es im "sicken" Großbritannien sicher nicht mehr dauern, fürchte ich!

Anonym hat gesagt…

Artikel in der Basler Zeitung von heute (9.3.11), im Zusammenhang mit dem Frauentag:
Diese (eine Künstlerinnen-Vereinigung)wurde im Jahre 1902 gegründet, weil den Frauen die Mitgliedschaft in visarte, den Berufsverband für visuell schaffende Künstlerinnen und Künstler, damals verwehrt war.

Bestes Beispiel für die Absurdität der weiblichen Sprachform!