Mittwoch, 8. Oktober 2008

Nachtrag zu "Masslose Ansprüche und verzehrende Selbstzweifel"

Was mir zum Thema vom letzten Eintrag durch die Lappen ging, ist der Widerspruch, der schon im Titel angesprochen wird. Gerechtfertigte Ansprüche setzen voraus, dass man diesen Ansprüchen auch gerecht wird, in Form von eigenen positiven Eigenschaften. Doch durch die Medien werden den heutigen Frauen diese masslosen Ansprüche eingeredet, was dazu führt, dass viele Frauen sich gezwungen fühlen, einem gewissen Bild entsprechen zu müssen.

Doch dies ist gerade der springende Punkt! Durch die enormen Erwartungen, die man den Frauen aufbürdet, entwickeln sich Selbstzweifel, ob man auch wirklich dem feministisch geprägten Ideal der modernen Frau entspricht.

Dies ist wichtig zu erkennen, denn daraus wird ersichtlich, dass die masslosen Ansprüche der Frauen nicht unbedingt nur aus einer inhärenten Charakterschwäche entspringt, sondern erheblich von indoktrinierenden Medien und bestimmten Personenkreisen gehegt und gepflegt werden.

Die Frau ist somit auch ein Opfer von wildwucherndem Feminismus, denn sie werden wie im viktorianischen Zeitalter erneut in ein Rollenkorsett eingezwungen. Mag es damals jenes der züchtigen Hausfrau gewesen sein, so ist es heute jenes der eiskalten Karrierefrau, die auf Männer herabschaut und für Kinder wenig bis gar nichts übrig hat.

Die gewonnene Freiheit der Rollenwahl ist eine trügerische, denn von allen Seiten wird den Frauen eingeredet, was sie unter allen Umständen zu meiden hätten - nämlich das "alte und überholte" Rollenmodell. Abweichlerinnen werden dabei mindestens genauso hart bestraft wie Männer, die es wagen, das feministische System zu kritisieren. Hier genügt wohl nur ein kleiner Wink zur Horrorgeschichte von Eva Herman, damit alle wissen, was ich meine. Denn diese Frau vertrat eine völlig andere Meinung zur Lebens- und Rollengestaltung der Frau als die feministische Elite und wurde dafür durch öffentlichen Rufmord grausam bestraft. Dies ging soweit, dass sie ihren Job verlor und in die braune Ecke gestellt wurde. Was sich dann später jedoch als völlig unbegründet erwies.

Somit gibt es für die Frau von heute nur eine einzige politisch korrekte Rolle: Nämlich jene des Mannweibes, der eiskalten Karrieristin, die Teile ihrer Weiblichkeit aufgibt um gewisse Teile von Männlichkeit mehr schlecht als recht zu kopieren. Kein Wunder haben sie Mühe bei der Partnerwahl, denn welcher Mann möchte schon eine entweiblichte Frau als Partnerin?

Deshalb bleibt den Frauen heutzutage kaum eine andere Wahl als mit der Herde mitzugehen. Doch dies war früher im ach so schrecklichen "Patriarchat" genauso! Wir haben heute fast die gleiche Situation wie damals, nur unter einem anderen Farbanstrich.

Es ist wie das russische Zarentum und die anschliessende Sowjetunion, die angeblich alles besser machen sollte. Doch der Zar wurde lediglich durch einen Diktator und der Landadel durch die Parteibonzen ersetzt. Und die Opfer, für die sich durch den Systemwechsel nichts verbesserte (im Gegenteil), blieben die gleichen. Auch in der Sowjetunion waren sie landlos und ohne Sicherheit.

Mit dem angeblichen, nebulösen "Patriarchat" und der politisch korrekten Gynokratie von heute verhält es sich genauso!

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Die Frau als Opferin eines wildwuchernden Feminismus? Das wäre somit Opferinrolle Nr. 148'472 der Frau! Lieber Blogger - muss das in deinem sonst so hervorragenden und qualitativ sehr hochstehenden Blog so stehen?

Manifold hat gesagt…

Ich verstehe deine Aufregung, denn auch mich stört dieser mediale, perpetuierte Opferkult, der sich nur den Frauen widmet.

Aber assoziiere bei mir nicht weibliche Rollenopfer mit den Wörtern Mitleid oder gar Verständnis meinerseits ...

Sie sind bei weitem nicht in dem Masse Opfer vom Feminismus wie die Männer, doch auch sie werden kollektiv unter dem Zurückschwingen des Pendels zu leiden haben.

Nicht dass sie es nicht verdient hätten ... Schlussendlich wird jede für die Diskriminierung und Entrechtung des Mannes gerade stehen müssen. Denn jede Frau hat mindestens einmal in ihrem Leben vom misandrischen Zeitgeist profitiert.

Und diese finale Gerechtigkeit wollte ich mit dem Wort Opfer assoziiert wissen. Sorry für das Missverständnis.

Anonym hat gesagt…

Hi, ich finde weisse Schrift auf schwarzem Hintergrund schlecht lesbar. Ich wuerde mich freuen, wenn das geaendert werden wuerde. Danke.

Anonym hat gesagt…

Also mir gefällt das Design hier ausgezeichnet! Danke Manifold für die Antwort! Gratuliere zu dem gelungenen Auftritt - weiter so! Die Bemerkung mit dem Pendel finde ich durchaus angebracht. Heute haben Frauen ihren ganz grossen wie auch grandiosen Auftritt in der Geschichte! Für künftige Generationen beantworten sie ein für allemal abschliessend wichtige Fragen die da lauten:
Was versteht eine Frau unter Gleichberechtigung und Gerechtigkeit? Sind Frauen sozial oder eher das egomane oder gar das assoziale Geschlecht? Kann eine Frau ein so simples moralisches Axiom verstehen, wonach Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern absurd ist, wenn ein Geschlecht aufgrund seines Geschlechts von diesem Recht à priori ausgeschossen wäre? Wie nutzen Frauen politische Rechte – oder würden sie sie allenfalls nur missbrauchen? Frau in Richterrobe und mit Kompetenzen in der Gesetzgebung - was kommt dabei raus? Könnten in dem Fall minimale Rechtsgrundsätze und eine verfassungsmässige Ordnung überhaupt noch garantiert werden? Frau an der Uni, in Bildung und Forschung: Könnten Frauen minimalen Anforderungen an Wissenschaftlichkeit überhaupt gerecht werden? Oder würden sie ein solches System bloss zu ihrem Vorteil missbrauchen? Würden Universitäten gar zu pervertierten Brutstätten von Ideologien bar jeder Wissenschaftlichkeit oder brächten Frauen die Forschung zum Wohle aller Menschen weiter? Frau und Führung: Sind Frauen fähig und bereit, wie ein Mann sich durch eigene Anstrengung in Führungspositionen heraufzuarbeiten oder sind sie allenfalls - wie „Chauvischweine“ von vorgestern noch dreist behaupteten - bloss Zicken, die für sich in einem solchen Fall eine Vorzugsbehandlungen und lauter Extrawürste verlangen würden? Übernehmen Frauen überhaupt gerne Verantwortung oder schieben sie die lieber auf den Mann ab? Oder gar, noch schlimmer: Wollen Frauen sogar alle Vollmachten und Rechte und lehnen dabei jede Verantwortung für ihr eigenes tun gar ab? Allenfalls gar bei null Rechten und voller Verantwortung für den Mann? Oder sogar noch unter der Behauptung, damit sei Gleichberechtigung verwirklicht? Oder gar unter der Behauptung, es sei noch nicht genug für sie getan worden? Fragen über Fragen, die dank der heutigen Geschehnisse für die nächsten 50'000 Jahre wissenschaftlich, moralisch und ethisch einwandfrei beantwortet werden können! In diesem Sinne ist das heutige wirken der „emanzipierten“ Frau und das Leben unter dem Regime der „Geschlechtergerechtigkeit“ sicherlich von gesellschaftlichem und wissenschaftlichem grossen Wert!