Mittwoch, 22. Oktober 2008

Feministische Indoktrination: Der Tochtertag

Der Feminismus hat hier im Westen einen sehr langen Arm. Er reicht bis in die Schulen zu unseren Jüngsten, welche noch offen für alle ideologischen Einflüsterungen sind und den Erwachsenen noch jedes Wort glauben.

Als ich noch ein kleiner Junge war, erzählte man uns zum Beispiel jenes Märchen, dass das Y-Chromosom verkrüppelt wäre und in fünftausend Jahren verschwinden würde. Oder Gleichaltrige entschuldigten sich im Gymnasium für ihre Geschlechtszugehörigkeit. Und immer wieder die Vorträge von wegen, wie sehr Frauen unterdrückt wurden. Das führt dann zu grotesken Situationen, dass manche junge Männer es als eine vorteilhafte Wendung der Geschicke ansehen, wenn alle ihre Geschlechstgenossen plötzlich verschwinden würden.

Systematisch wird so ein bestimmtes Männerbild in den jungen Köpfen verankert, das - wenn einmal hineingepflanzt- nur mühsam wieder deprogrammiert werden kann. Ist es da noch ein Wunder, wenn Frauen mit einem atavistischen und zutiefst misandrischen Männerbild durch die Welt laufen und Männer lediglich als Schweine und verbrauchbare Ressource betrachten?

Eines der unzähligen Werkzeuge der feministischen Inquisition um ihre Ideologie in die Köpfe junger Menschen zu pressen, ist der sogenannte Tochtertag hier in der Schweiz. Dieser ist ähnlich wie der Girl's Day in Deutschland aufgebaut und steht diesem in Sachen Männerfeindlichkeit auch in nichts nach. Dieser am 13. November stattfindende Tag soll den Mädchen die Möglichkeit bieten, die Berufsfelder der Informatik, des Ingenieurwesens oder in der Technik zusammen mit ihren Eltern oder einer Berufsperson zu verbringen um so den Horizont ihrer Berufswahl zu verbreitern.

Die Förderung der Jugend zur Erleichterung der Berufswahl ist ein sehr lobenswertes Anliegen, wenn beiden Geschlechtern gleiche Möglichkeiten geboten werden. Doch ist das hier der Fall?

Was als ein Gewinn für die ganze Klasse dargestellt wird, entfaltet jedoch bei genauerem Hinsehen einen äusserst schalen und männerfeindlichen Beigeschmack. Denn werden Buben hier etwa die gleichen Möglichkeiten gegeben, sich mit zukunftsträchtigen Berufen auseinanderzusetzen? Haben sie auch die Gelegenheit, erstmals Luft in der Arbeitswelt zu schnuppern und sich so in ihren Träumen und Visionen inspirieren zu lassen?

Nein!

Denn Jungs sollen an diesem Tag nach den Vorstellungen dieser feministischen Weltverbesserer sogenannten Hausmännern lauschen, wie sie ihr Leben hinter dem Herd gestalten und Vorträge über Pflegeberufe im Altersheim und in der Behindertenbetreuung hören. Sprich, ihnen wird jenes aufgebürdet, was man bei den Frauen mit allen Mitteln austreiben und als extrem unterdrückend und verwerflich empfand. Auch sollen sie mit der feministischen Sicht auf die Chancengleichheit in unserer Gesellschaft konfrontiert werden.

"Und die Buben?
Der Tochtertag bietet auch für Buben Ungewöhnliches:

- Berufs- und Familienmänner besuchen Schulklassen
- Buben können interessante Betreuungsberufe kennenlernen" hier

"Die Knaben bleiben in der Schule. Lehrkräfte werden eingeladen, mit ihnen spezielle Programme zum Thema Chancengleichheit und moderne Lebensentwürfe von Männern durchzuführen." hier unter "Warum gibt es keinen Sohntag?"

Wieviele tausend Male hörten wir von der Unterdrückung der Frau am Herd? Und nun sollen junge Männer diese Rolle vermehrt übernehmen? Wie lange hörten wir über den Frauenüberschuss in Pflegeberufen und wie schlecht bezahlt und ohne Karrieremöglichkeiten sie doch seien? Und nun sollen junge Männer in diese Berufe gedrängt werden?

Warum diese Ungleichbehandlung? Wo ist da die Gleichberechtigung? Gibt es da wenigstens eine Begründung, warum die Jungen so systematisch diskriminiert werden?

Natürlich gibt es sie! Der Tochtertag sei schliesslich eine Motivationskampagne speziell für Mädchen (untere Hälfte). Mädchen sollen speziell gefördert werden, denn für sie sei es nicht selbstverständlich ein Leben lang berufstätig zu sein (marry for money, baby ...) und für Knaben natürlich schon. Ausserdem sei es wichtig, dass Knaben "moderne und zeitgemässe" (!) Lebensentwürfe kennen lernen würden und dass diese kleinen Racker doch gefälligst ihre Lebensentwürfe diskutieren und hinterfragen sollen.

Doch all diese lauwarem Erklärungsversuche rechtfertigen allesamt nicht die Tatsache, dass hier Mädchen massive Entwicklungsmöglichkeiten geboten werden, während diese den Jungen vorbehalten werden. Was können Jungen dafür, wenn Frauen lieber an ihre Gebärfreudigkeit denken, statt vermehrt an ihre finanzielle Unabhängigkeit? Was können Buben dafür, dass die Mädchen sich später einfach einen finanziell potenten Mann angeln, der sie dann durchfüttert? Was können sie dafür, dass das Nach-oben-heiraten bei Frauen nachwievor akzeptiert und weit verbreitet ist? Wie könnten sie denn dem Druck ausweichen, später sich auf einem rauen Arbeitsmarkt in den Tod zu schuften?

Denkt ihr, dass diese Jungen diese Einstellungen zum Spass mit sich herumtragen? Das sind Erwartungen, die vor allem von Frauen seit der Wiege in sie hineingeblasen werden, damit später wieder eine andere Frau davon profitieren kann.

Wenn Männer nachwievor einen Grossteil des Bruttosozialprodukts stemmen und einen Grossteil des Geldes in den Familien verdienen, während Frauen sich selbst verwirklichen, ist es scheinheiliger Schwachsinn etwas von Vereinbarkeit von Berufs- und Familienarbeit zu schwafeln. Oder gibt es etwa da draussen Frauen, die ohne zu Murren einen Hausmann durchfüttern und ihn dennoch als Mann wahrnehmen würden?

Wohl kaum.

Synonym für diese masslose Anspruchshaltung und Verweigerung der Tatsachen ist diese symbolische Demütigung, welche Jungen bei diesem Tagesprogramm erleiden müssen. Es geht dabei darum, weibliche Arbeit verstärkt wahrzunehmen und wertzuschätzen.

"Nachmittags produzieren sie ein symbolisches Dankeschön für Frauen, die in der Gemeinde
respektive im eigenen Stadtquartier gemeinnützige Arbeit leisten."


Warum müssen das nicht auch Mädchen machen? Warum werden ehrenamtlich arbeitende Männer (von denen es verdammt viele gibt) nicht gedankt? Was soll dieser Schwachsinn eigentlich? Ist ehrenamtliche Arbeit plötzlich etwas besonders Wertvolles, wenn sie von Frauen erledigt wird?

Hier wird krampfhaft versucht, den Jungen eine übertriebene Wertschätzung jedes künstlichen Frauenfurzes einzubläuen, denen sie in ihrem Leben wahrhaftig werden und ihnen eine feministische Gehirnwäsche zu unterziehen. Anders ist diese perverse Asymmetrie bei der Programmgestaltung und Ausrichtung des Tochtertages nicht zu erklären.

Entlarvend ist der eine Satz in diesem Tagesprogramm zum Thema "Beruf, Familie - und jetzt?", der eines der Ziele der Knabenumerziehung am Tochtertag beschreibt:

"Lernen, dass die eigene Lebensgestaltung mit den Wünschen der zukünftigen Partnerin
zusammenhängt"
(Unter Ziele, obere Hälfte)

Jetzt wisst ihr es! Eure Lebensgestaltung hängt von den beliebigen Wünschen egal welcher Art von irgendeiner künftigen Frau in eurem Leben ab! Ein offensichtlicheres und unverhohlen ehrlicheres Beispiel für die Umerziehungsversuche in eine den Frauen genehme Richtung wird man wohl kaum finden. Lernt euch zu fügen und alles wird gut!

Wie würden wohl die Frauen reagieren, wenn man in diesem Satz die Geschlechter vertauschen würde?

Kommentare:

Michael hat gesagt…

Danke ... Das sehe ich genau so!

Anonym hat gesagt…

Könnte Interresant sein
http://image-pflegeberufe.blogspot.com/