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Freitag, 15. Juli 2011

Der ideologische Bauchnabel von Andreas Kemper Teil II

Vorbemerkung: Im ersten Teil dieser Miniserie haben wir uns ausführlich mit der totalitär angehauchten, feministisch inspirierten Ideologie des Andreas Kemper alias 'das Kemperchen' beschäftigt, welcher schon seit Jahren versucht, uns zu diffamieren. Um die Sache gütlich abzurunden, werden wir uns heute ein Interview mit ihm auf dem feministischen Schmierportal namens diestandard.at genauer ansehen, dessen Titel "Männerrechtler sehen sich als Opfer" lautet.

Das Kemperchen befindet sich auf ideologischer Mission in feindlichen Gewässern und berichtet wie ein tapferer Politsoldat von der antifeministischen Front im feministischen Schmierblatt DieStandard. Wollen wir mal sehen, was das Kemperchen im Politbüro Femistan so raus lässt.

"Männerrechtler sehen sich als Opfer"

In seinem Buch weist der Soziologe Andreas Kemper die rechten Tendenzen ihrer Internetforen nach. Auch die Piratenpartei und Wikipedia bleiben nicht vor ihnen verschont"

Immer wieder amüsant wie die Vertreter der Feminismus sich über andere aufregen, während sie sämtliche Regierungen, Universitäten, Schulen und Medien unterwandert haben. Gerade die Wikipedia ist für die Dominanz der feministischen Ideologie und die dadurch verloren gegangene Neutralität berüchtigt und die Piratenpartei ist durchsetzt von Genderpiraten, Politfeministen und Pudeln.

"Die Männerrechtsbewegung im deutschsprachigen Raum kennt ein klares Feindbild: Den Feminismus und alle, die sich für die Gleichberechtigung von Frauen einsetzen. So weit, so abstrus."

"Gleichberechtigung für Frauen". Gemeint ist vielmehr die einseitige Privilegierung der Frauen auf Kosten der Männer und der restlichen Gesellschaft. Jedes Kind hat mittlerweile gemerkt, dass die Benutzung des Begriffs 'Gleichberechtigung' im Zusammenhang mit der Frauenpamperung lediglich ein peinlicher Hohn ist. Nur Feminazis haben dies noch nicht gemerkt und glauben immer noch, dass man die Leute mit dieser Masche verscheissern kann. 

Und wenn hier irgendjemand ein klares Feindbild hat, dann ist es wohl das Kemperchen und alle anderen Feministen, welche jeden, der sich im Rahmen einer wahren Gleichberechtigung für Männerrechte einsetzt, als rechtsextrem diffamieren. 

"In seinem Buch "(r)echte Kerle. Zur Kumpanei der MännerRECHTSbewegung" hat der Soziologe Andreas Kemper nun erstmals herausgearbeitet, wie die einschlägigen Internetforen der Männerrechtler über den Kampf gegen Frauen hinaus ideologisch positioniert sind und wie sie arbeiten. Konkret weist er die rechtsradikalen Tendenzen eines der aktivsten Männerrechtsforen "Wieviel Gleichberechtigung verträgt das Land?" (WGvdL) nach. Mit dieStandard.at sprach der Forscher und Wikipedia-Aktivist über die neuesten Strategien der Männerrechtler, die nun auch im realen Leben angekommen zu sein scheinen:"

Wir haben bereits gesehen, dass das Ammenmärchen rechtsradikaler Tendenzen innerhalb der Männerrechtsbewegung Unsinn ist. Selbstverständlich bedeutet das für das Kemperchen, welches selber nachgewiesenermassen Kontakte in die linksfaschistische Szene hat, nicht viel. Denn ihm geht es einzig und alleine um Denunziation mit allen Mitteln - egal wie sehr er sich dabei selber blamiert.

"dieStandard.at: Kern der heutigen Männerrechtsbewegung ist die Überzeugung, dass Männer in vielen Bereichen der Gesellschaft Opfer der Frauenbewegung sind. Was sind die ideologischen Hintergründe einer solchen Weltsicht?"

"Och, bitte, Kemperchen, erzähl' uns wie wir unsere Kritiker und ihre Argumente am besten diffamieren können! Wir müssen schliesslich das Feindbild des bösen, rechtsextremen Männerrechtlers aufrechterhalten, damit wir uns nicht sachlich mit ihren Positionen auseinandersetzen müssen!"

"Andreas Kemper: Die sind ganz vielseitig. Die aktuelle 'neue Männerrechtsbewegung' in Deutschland kommt ideologisch eigentlich aus den USA. In Verbindung mit einem Anti-Political-Correctness-Diskurs ist sie in den 1990ern nach Deutschland gewandert. Heute kennen wir diese Haltung 'man wird das wohl noch sagen dürfen' ja zu genüge: Sie ist auch anschlussfähig an rechte und antifeministische Diskurse.
Bereits in der Weimarer Republik gab es übrigens schon mal eine Männerrechtsbewegung. Heinrich Berl hat 1931 'Die Männerbewegung - ein antifeministisches Manifest' verfasst und sie darin als Bewegung gegen alle anderen Bewegung(en) wie die Frauen- und Jugendbewegung konzipiert. Diese Vorstellung gibt es heute auch: die Männerrechtsbewegung sieht sich einerseits als klassische Befreiungsbewegung, andererseits ist sie aber gegen Gleichstellungsmaßnahmen und steht Antidiskriminierungsmaßnahmen sehr skeptisch gegenüber."

Wir haben etwa so viel mit den USA und mit diesem Berl-Typen zu tun, wie Marsmännchen mit Leuten von der Venus. Aber es klingt halt gut und wenn man sonst nichts hat, warum nicht? Immerhin wurden das Rechte und das Antifeministische als Reizwörter, die jeden Gutmenschen in die Luft springen lassen, geschickt eingewoben.

Dass es in unseren Reihen auch Linke gibt (Arne Hoffmann) und sogar Aktivisten innerhalb der Männerrechtsbewegung tätig sind, die in ihrem Antifeminismus nicht konsequent sind (siehe dazu die gescheiterten Dialogversuche weiter unten), ist mittlerweile jedem bekannt.

"dieStandard.at: In ihren Recherchen untersuchten Sie die Kommunikation in Männerrechts-Internetforen. Sind denn alle diese Portale am rechten Rand angesiedelt?"

Ich habe auch gehört, dass sie kleine Kinder verspeisen und satanische Messen zur Sommersonnenwende abhalten. Und dass sie ihre Billag-Gebühren (GEZ-Gebühren) nicht bezahlen! Und illegal Lesbenpornos über Piratebay downloaden (das finde ich persönlich noch am Schlimmsten)!

"Kemper: Mehr oder weniger. Vor circa zehn Jahren gab es aber auch mal das kleine Internet-Portal 'die Roten Männer'. Das waren Männer in der SPD, die sich antifeministisch positionierten. Die hatten damals aber längst nicht die Bedeutung wie die heutigen Foren. Die größeren Foren "MANNdat" und "WGvdL" sind extrem rechts. Die BetreiberInnen (es sind ein Mann und eine Frau) verlinken ganz bewusst auf rechte Seiten wie Altermedia, usw."

Es gibt ja so Vermutungen, wie diese "bewussten Verlinkungen" zustande kommen ... und Manndat extrem rechts? Dass ich nicht lache. Seit wann arbeitet eine "extrem rechte" Organisation mit einem linken Totalverweigerer zusammen und schaltet dann auch noch dessen Tagebuch online? Warum fühlte sich der "extrem rechte" Manndat-Verein zu fein um mit der rechtslibertären IGAF Schweiz rund um René Kuhn zusammenzuarbeiten?

dieStandard.at: Wie sind Sie bei ihrer Untersuchung vorgegangen?

Jetzt wird's lustig, Leute. Haltet euch fest!

"Kemper: Ich verfolge die Einträge der Seite "WGvdL" seit gut 1,5 Jahren. Für die Untersuchung habe ich den Februar vergangenen Jahres herausgenommen und die Forenbeiträge auf ihre Anschlussfähigkeit zu Rechtsextremismus untersucht. Dazu zähle ich die ideologischen Versatzstücke Nationalismus, Ethnozentrismus, Rassismus, Sozialdarwinismus, Antisemitismus, Verharmlosung des Nationalsozialismus, Befürwortung einer rechtsautoritären Struktur, Chauvinismus und Sexismus. Es handelt sich dabei lediglich um eine Momentaufnahme, eine umfassende wissenschaftliche Studie zu diesen Phänomenen wäre aber dringend nötig."

LOL.

Was für ein unbeschreiblicher Unsinn. "Anschlussfähigkeit zu Rechtsextremismus" ist eine schönfärberische Floskel dafür, dass er keine eindeutigen Belege hat, ausser ein oder zwei (vermutlich von seiner Seite absichtlich eingestreuten) Kommentare "rechtsextremen" Charakters. Und inwiefern ist Befürwortung einer rechtsautoritären Struktur, Chauvinismus oder auch simpler Sexismus ein Zeichen für Rechtsextremismus?

Viele Rechte haben ein positives Verhältnis zu Autorität und Hierarchie (ausser Manhood, welcher ein notorisches Misstrauen gegenüber jegliche staatliche Autorität hat) und sind deswegen noch lange nicht extremistisch. Ausserdem können anonyme Forenkommentare nicht herangezogen werden, um eine so komplexe und heterogene Bewegung wie die unsrige als rechtsextrem zu deklarieren. Alice Schwarzer spricht schliesslich auch nicht für alle Feministinnen - ergo kann auch das alte gelbe Forum nicht stellvertretend für alle Männeraktivisten sein.

Und wenn mal wirklich so ein bemitleidenswerter Altrechter mit nationalistischem und erbärmlich antisemitischem Einschlag (welcher bei der linken Israelkritik wesentlich gravierender ist) sich in irgendeinem Forum herumirren sollte - lasst den Deppen doch sein. Was will der auf seine alten, grauen Tage noch anrichten? Deutsche Betriebe wieder "arisieren"? Polen wieder überfallen?

Ich denke nicht.

Denn die Zukunft gehört uns jungen Rechten - solidarisch mit Israel, prokapitalistisch, rechtslibertär/konservativ und loyal zur westlichen Kultur stehend - und nicht irgendeiner hypothetischen "Rasse" oder einer abartigen Ideologie, welche billig vom verachtenswerten Sozialismus abgeguckt hat.

"dieStandard.at: Kann das Forum "WGvdL" als die Zentrale der Bewegung betrachtet werden?
Kemper: Das größte ist sicher "WGvdL", was die Zahl der Beiträge anbelangt. Darin inkludiert ist der 'Femokratie-Blog', in den die beiden BetreiberInnen längere Beiträge posten. Dazu gehört auch "WikiMANNIA", das inzwischen über 450 Artikel beinhaltet. In diesen Räumen findet derzeit auch die Theorieverdichtung der Männerrechtler statt, denn bisher gab es noch keine verfestigte Ideologie."

Zentrale der Bewegung. Theorieverdichtung. Verfestigte Ideologie. Das klingt so volksaufwieglerisch, demagogisch, subversiv, ja fast schon umstürzlerisch links! Das hat so was von einem parisischen Café in dem Hobbyrevolutionäre und Pseudointellektuelle die Befreiung der Arbeiterklasse aus den Klauen der Bourgeoisie planen. Wenn das so weiter geht, dann ist die kommunistische Weltrevolution wirklich nicht mehr weit. Ich sehe schon wieder die ersten Kommunen aus dem Boden schiessen und die ersten Blüten freier Liebe spriessen.

Leider ist die Wirklichkeit der Antifeministen und Männerrechtlers nicht halb so spektakulär oder dramatisch wie hier geschildert - trotz unseres enormen Sex-Appeals, welcher uns in Sachen freier Liebe sicherlich von Vorteil gewesen wäre.

"dieStandard.at: Die Männerrechtler wollen aber nicht nur unter sich sein, sondern missionieren auch auf "feindlichen Seiten", oder?"
Kemper: Ja, sie sehen sich als Opfer und als Widerstandskämpfer einer feministisch beherrschten Gesellschaft. Deshalb versuchen sie ihre Wahrheit auf 'feindlichen Seiten' darzustellen. Die Strategie lautet austeilen, austeilen, austeilen... und das Gegenüber einzuschüchtern."

Ja, Cortès und seine Conquistadors in Mesoamerika waren in Sachen Dreistigkeit und Missionierungseifer nichts im Vergleich zu uns. Immerhin teilen wir nur argumentativ aus - im Gegensatz zum Feminismus, wegen dessen Vertretern Gerhard Amendt Bodyguards braucht, Antifeminismustreffen von professionellen Sicherheitskräften beschützt und Männeraktivisten weltweit mit Morddrohungen und Telefonterror drangsaliert werden.

Aber ich kann natürlich verstehen, dass ein paar anonyme, konfrontative Kommentare irgendwo im Internet auf obskuren feministischen Blogs viel schlimmer sind. Wer versucht hier eigentlich wen einzuschüchtern?

"dieStandard.at: Die deutsche Männerrechtsbewegung war in den letzten zehn Jahren vor allem ein Internetphänomen. Gilt das für 2011 immer noch?
Kemper: Nein, da hat sich in der letzten Zeit einiges geändert, die AktivistInnen vernetzen sich im Realen. In der Schweiz gibt es seit kurzem die "Interessensgemeinschaft Antifeminismus" (IGAF), die im Juni ihre zweite Tagung ausrichtet (RednerInnen werden u.a. Gerhard Amendt und Monika Ebeling sein, Anm. der Red.) In Deutschland hat sich im April die "IG Antifeminismus Deutschland" gegründet. Und auch die bürgerlichen Männerrechtler haben sich konstituiert, es gibt jetzt den Verein AGENS, den u.a. der Autor Arne Hoffmann mitgegründet hat."

AGENS und Arne Hoffmann bürgerlich? "Linksliberaler" (was das auch immer sein soll), Sadomaso-Autor, Muselfreund, Konservativenhasser, Sarrazin-Phobiker, Israelkritiker und Fan von "liberalen Feministinnen"? 'Bürgerlich' ist unter jungen Rechten ja ein Schimpfwort für Politiker-Weicheier geworden, welche Angst vor der linken Meinungsmacht haben, aber dass darunter nun schon Leute wie Arne Hoffmann fallen - nä.

Hier hat wohl jemand seine Hausaufgaben nicht gemacht.

"dieStandard.at: Die Väterrechtler haben diese Gründungsphase scheinbar schon hinter sich.
Kemper: Klar, die gibt's ja auch schon viel länger. Die haben sich schon in den 1990ern mit diversen Büros institutionalisiert. Zwischen Väter- und Männerrechtlern gibt es große Überschneidungen. Erst vor kurzem wurde der Verein "Väteraufbruch für Kinder" Mitglied im deutschen Dachverband Bundesforum Männer. Letztere verfolgen ganz klar einen geschlechterdemokratischen Ansatz, weshalb wir gespannt sein dürfen, wie das mit dem Väteraufbruch weitergeht. Werden die sich von ihren antifeministischen Gründen distanzieren (müssen), oder schaffen sie es das Bundesforum diffus in Hinblick auf Antifeminismus zu gestalten?"

Institutionalisiert? Da sollte er einmal einen Blick auf den Staatsfeminismus werfen und sich dann noch einmal fragen, wer sich hier mit seinem fetten Arsch in den letzten Dekaden tatsächlich institutionalisert hat!

Und das Bundesforum Männer ist lediglich eine staatsfeministische Legitimitätsfassade für die Genderisten und Femanzen - ein elendes Häufchen von Ja-Sagern, Blockflöten, Kopfnickern und Rückgratlosen, welche die Futtertröge und die Machtillusion, welche ihnen die Unterstützung der deutschen Geschlechterpolitik mit sich bringt, gegen jeglichen Stolz als Mann und Glaubwürdigkeit als Männeraktivisten eintauschen.

Wer beim Bundesforum Männer mitmacht, dessen Loyalität und Konformität hat der Staatsfeminsimus gekauft. Diesbezüglich kann das Kemperchen ruhig schlafen, wenn er sich um eine antifeministische Unterwanderung des Bundesforum Männer durch den für die Männerrechtsbewegung verlorene VafK sorgt.

"dieStandard.at: Sehen Sie denn diese Strategie der Infiltrierung auf Seiten der Männerrechtler?
Kemper: Sehr wohl. Leute wie Arne Hoffmann (Autor von u.a. "Männerbeben" und "Rettet unsere Söhne"), die früher im "WGvdL" aktiv waren und jetzt u.a. in der Männer AG der Piratenpartei Mitglied sind, versuchen heute sogar, sich als geschlechterdemokratisch bis links darzustellen. Sie distanzieren sich von ihren Anfängen, um offizielle Ansprechpartner zu werden."

Meine Haltung und die der IGAF zu Dialog- und Annäherungsversuchen mit Vertretern des Feminismus ist wohl hinlänglich bekannt: Es gibt keinen Dialog mit dem Erzfeind.

Wenn Arne Hoffmann, Eugen Maus, Oliver Hunziker und Konsorten sich diesbezüglich Illusionen hingeben wollen und dabei wieder und wieder und wieder und wieder auf die Schnauze fliegen, dann ist das halt ihre Strategie, die man ihnen lassen muss.

Ich und andere kämen niemals auf die Idee mit Menschen zu verkehren, welche Männer nicht als gleichwertige Menschen wahrnehmen und akzeptieren können. Im Gegenteil - ich verdränge systematisch ihre Ansichten und ihren Einfluss.

"Das Problem sehen wir sowohl bei Wikipedia als auch bei der deutschen Piratenpartei. So ist z.B. eine der zwei BetreiberInnen des "WGvdL"-Forums inzwischen Mitglied der Männer AG bei der Piratenpartei. Zwischen der Piratenpartei und Wikipedia gibt es Überschneidungen: beide sind vorwiegend internetaffin, jung und männlich. Bei Wikipedia heißt es immer: wir sind neutral, bei uns kann jede/r mitschreiben. Dass aber nur zehn Prozent der AutorInnen weiblich sind, stört sie nicht, sie lehnen auch jede Diskussion darüber ab. So ähnlich ist es auch in der Piratenpartei.
Hinzu kommt die Zensurdebatte, die die Piratenpartei ja sehr dominiert. Dieser Anti-Zensurgestus ist allerdings sehr nah am Anti-PC-Gestus angesiedelt. Es gibt oftmals auch um den Tabu-Bruch, der den Maskulisten die Türen öffnet. Die Piraten haben oftmals keine Ahnung von Emanzipationsbewegungen, viele haben ja schon aufgrund ihres jungen Alters ganz viele Diskussionen nicht mitgekriegt."

Hier beschwert sich der Betonideologie darüber, dass er und seine Gesinnungsgenossen bei der Verbreitung ihrer totalitären Ansichten in der Wikipedia und in der Piratenpartei tatsächlich durch Neutralität und Unvoreingenommenheit gehindert werden. Ein Wahnsinn, der fast schon wieder amüsant wäre, wenn man nicht wüsste, dass der das bitterernst meint.

"dieStandard.at: Gemäßigte Vertreter der Männerrechtsbewegung wie die Soziologen Gerhard Amendt und Walter Hollstein sind inzwischen fest im medialen Mainstream verankert. Ist die Debatte um die Geschlechterverhältnisse nach rechts gerückt?
Kemper: Exemplarisch sieht man das ja an der Vita von Walter Hollstein. Der kommt aus der linken Ecke und hat Ende der 1970er einige linke Bücher verfasst."

Kein Wunder finde ich ihn unsympathisch.

"Im Laufe seiner Karriere fand er sich mit seinen Ansichten allmählich in der Männerrechtsbewegung wieder."

Nur komisch, dass in der Männerrechtsbewegung niemand diesen verknöcherten Pudel so richtig ernst nimmt.

"Das finde ich symptomatisch. Die Männerbewegung in Deutschland (nicht zu verwechseln mit der heutigen MännerRECHTSbewegung) hat in den 1970ern ja in der der linken Szene begonnen und war klar profeministisch. In den 1990ern hat sie sich dann stark differenziert, in die Väterrechtsbewegung, die Männerrechtsbewegung, usw. Gleichzeitig ist die profeministische Männerbewegung der Linken immer kleiner geworden. Heute existiert sie nicht mehr. Ein Fall wie der von Monika Ebeling (dieStandard.at berichtete) wäre in den 1980ern überhaupt nicht möglich gewesen.
Allerdings existiert noch die bürgerliche Männerbewegung mit ihrem "Bundesforum Männer", das geschlechterdemokratisch sein will und die großen Gewerkschaften und Kirchen mit im Boot hat. (Die Fragen stellte Ina Freudenschuß, dieStandard.at, 5.6.2011)"

Hier wird wieder Geschichtsverdreherei betrieben. Die sogenannte weiche "Männerbewegung" war ein profeministischer Blinddarm, jedoch niemals eine richtige, breit abgestützte Männerbewegung. Und aus dieser gebückt gehenden Halsbandtruppe hat sich ganz sicher nicht die moderne, antifeministische Männerrechtsbewegung gebildet. Das würde etwa so viel Sinn machen, wie wenn Richard Dawkins früher beim Papst seiner Crew mitgemacht und anschliessend seinen eigenen (Anti)Glaubensladen hochgezogen hätte.

Nein.

Die Männerrechtsbewegung ist die erste wahre Männerbewegung, die auch wirklich ihren Namen verdient. Zwar gibt es einige komische Kauze, die über einen linken Irrweg irgendwann in der antifeministischen Männnerrechtsbewegung gelandet sind, doch daraus schliessen nur Idioten, dass die profeministische "Männerbewegung" die Keimzelle für die moderne Männerrechtsbewegung gewesen sei.

Schliesslich waren das Heulsusen, welche ihre eigene Männlichkeit pathologisierten und sich von Feministen verbiegen liessen. Denkt ihr, dass sich aus solchen Mitleidsmagneten plötzlich über Nacht ein Haufen schlagkräftiger Antifeministen und Maskulisten gebildet hätte?

"In eigener Sache:
Sie fragen sich vielleicht, warum im Text nicht auf die angesprochenen Webseiten verlinkt wird. Wir haben uns - der mangelnden Usability zum Trotz - dazu entschieden, dies nicht zu tun, weil Links im Internet üblicherweise Anerkennung ausdrücken. dieStandard.at will mit diesen Foren jedoch kein "Netzwerk" bilden."

"Wir haben Schiss, Sie als unsere indoktrinierten LeserInnen mit der Wahrheit zu konfrontieren. Tut uns Leid, wenn Sie sich dadurch wie ein Kind, dass nicht selber denken darf, behandelt fühlen. Wir sind nunmals linksfeministisch und stolz darauf."

"Weiterlesen zum Thema Männerrechtler:
Geschlechterkampf von Rechts: Eine Expertise von Thomas Gesterkamp im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung"

Mit dem mentalen Effluvium von diesem Pudel haben wir uns schon beschäftigt.


Die Armee des Perseus auf dem Vormarsch
(Artwork zum kommenden Ego-Shooter Battlefield 3)

Sonntag, 6. März 2011

Oliver Hunziker: "Was wäre dem Antifeminismus entgegen zu halten?"

Die männliche Antwort auf den Feminismus besteht aus einer Kakophonie von verschiedensten Reaktionen. Eine enorme Bandbreite von Ideen und Wegen wurde vorgeschlagen und unzählige Organisationen, Einzelakteure und Verbände sind im Verlauf dieses Prozesses in den letzten Dekaden entstanden.

Antifeministische und maskulistische Ansätze bilden dabei nur eine kleine Fraktion dieser unzähligen Reaktionen.

Tatsächlich gibt es Männerorganisationen schon seit Jahrzehnten - genauso lange wie es den Feminismus gegeben hat. Vielfach haben diese Organisationen enthusiastisch die Ideen und Forderungen des Erzfeindes in sich aufgesogen und wurden somit zu einem ehemals männlichen Wurmansatz am feministischen Ideologiekörper.

Interessanter sind da schon jene Organisationen, welche zwischen Männerrechten und Feminismus gefangen sind und deshalb mit sehr gemischten Gefühlen auf das antifeministische Evangelium reagieren.

Zwischen Profeminismus und Männerrechten

Andere Männerorganisationen glauben in ihrer Naivität, dass das von den Feministen missbrauchte Konzept der Gleichberechtigung für beide Geschlechter gleichermassen ernst gemeint sei und begannen sich auf ein teuflisches Spiel einzulassen. Wenn wir die feministische "Gleichberechtigung" nur lange genug unterstützen, dann werden die Feministen sicher auch irgendwann unsere Anliegen zu Gunsten der Männer zur Kenntnis nehmen, nicht wahr?

Was diese leichtgläubigen Organisationen nicht wussten, war, dass es dem Feminismus niemals um Frauenrechte ging - sondern um Frauenprivilegien. Es ging ihm niemals um wahre Gleichberechtigung, die für beide Geschlechter gilt, sonderm um einseitige Gleichstellung der Frauen auf Kosten der Männer. Vor diesem ideologischen Hintergrund haben die Anliegen der Männer keinen Platz, egal wie dringlich oder relevant diese für den Rest der Welt erscheinen mag.

(Es sei denn, die partielle Unterstützung der Männer würde einen erheblichen Vorteil für die Frauen bringen. Man denke da nur an das staatsfeministische Programm "Neue Wege für Jungs" in Deutschland, bei dem Jungen in jene perspektivenlosen Betätigungen wie Haushalt oder Krankenpflege hineingescheucht werden sollen, aus denen man junge Frauen mittels Girl's Day verweifelt herauszuholen versucht. Schliesslich ist ein Junge, der dadurch Krankenpfleger wird, ein männliches Hindernis weniger auf dem Weg zur staatlich verordneten Frauenermächtigung.)

Diese Männerorganisationen wie http://www.maenner.ch/ und GeCoBi verlangen einen Teil der Gleichstellungsmittel des Staatsfeminismus um damit sich selber und ihre staatliche "Männer-Gleichstellung" finanzieren zu können. Sie bejahen also eine umerzieherische Geschlechterpolitik und befinden sich deshalb mit dem institutionalisierten Feminismus in einem Abhängigkeitsverhältnis, da dieser als Kooperationspartner mit den nötigen Mitteln angesehen wird, mit dem man in den Dialog treten muss.

Dies geht jedoch zu Lasten der Ernsthaftigkeit und der Glaubwürdigkeit ihres Engagements für Männerrechte. Schliesslich verhindert diese Abhängigkeit die entscheidende Erkentnis, dass der Feminismus das wahre Hindernis auf dem Weg zu Männerrechten und wahrer Gleichberechtigung ist und somit eine Überwindung desselben eine unumgängliche Station hin einem ehrlichen und wirksamen Engagement für Männer ist.

Diese sondern dann solche eleganten Sätzchen ab:

"Wir verweigern uns dabei dem einfacheren Weg, uns als «Emanzipationsverlierer» zu gebärden und die (durchaus bestehenden) Diskriminierungen von Männern ins Zentrum unserer Arbeit zu stellen. [...] Gleichzeitig halten wir es für nicht fruchtbar, diese Benachteiligungen gegeneinander aufzuwiegen und die Frage zu stellen, welchem Geschlecht es “schlechter geht”. Anhand welchen Kriteriums soll man schon entscheiden können, ob es “besser” ist, 8 Prozent weniger zu verdienen oder 5 Jahre früher zu sterben...?"

Wie herzlos muss man sein, die kürzere Lebenserwartung der Männer und die massiven gesetzlichen Diskriminierungen der Männer mit den schlichtweg erfundenen und erlogenen Frauen"benachteiligungen" gleichzusetzen und dann beide in einem Atemzug als ähnlich belanglos ausser Acht zu lassen? Und das alles nur, damit der Staatsfeminismus diese willigen Möchtegern-Lakaien bei sich aufnimmt. Bezeichnend, dass ihnen die IGAF und die Männerpartei nicht gefallen:

"Die Männerpartei (www.maennerpartei.ch) und die IG Antifeminismus (www.igaf.ch) prangern primär die Benachteiligungen von Männern (z.B. im Bereich Scheidungsrecht) an. In ihrem Kampf gegen diese Diskriminierungen argumentieren sie mit dem Fokus auf Männerrechte, nicht auf dem Geschlechterdialog. Das hat dazu geführt, dass sich männer.ch von der IGAF distanziert hat."

Und solche Organisationen wollen für euch Männer sprechen! Maenner.ch irrt auch gewaltig, wenn er den ernsthaften Widerstand gegen den Staatsfeminismus als einfacher darstellt, als die Kollaboration mit dem institutionalisierten Feminismus. Ist nicht gerade die Konformität der angenehmere Weg?

Halbfeministische Kritik am organisierten Antifeminismus

Diese Fakten muss man im Hinterkopf behalten, wenn man den folgenden Text von einem gewissen Oliver Hunziker, dem Betreuer des ersten Männerhauses in der Schweiz, lesen und in seinem ganzen Ausmass verstehen will. Er hatte sich unter Beteiligung an der SchickEnStei-Aktion als Väterrechtler hervorgetan - diese hatte er jedoch sofort abgebrochen, als die falsche Schlange namens Sommaruga den Aktivisten ein belangloses und im Nachhinein ergebnisloses Gespräch angeboten hat.

Es handelt sich dabei um einen Hilferuf an den Staatsfeminismus und gleichzeitig um einen Distanzierungsversuch von uns "bösen" Antifeministen. Zwischen den Zeilen taucht der Wunsch auf, doch bitte ein schweizerisches "Bundesforum für Männer" aufzumachen, wie dies in Deutschland bereits geschehen ist und das als männliche Legitimitätsfassade den ungehinderten Weiterbetrieb des Staatsfeminismus garantieren soll. Darüber hinaus ist dieser Text interessant, da er die Sinnlosigkeit eines jahrzehntelangen, fruchtlosen Dialogs mit dem Feminismus aus erster Hand belegt.

"Was wäre dem Antifeminismus entgegen zu halten?

Gleichstellungspolitik muss mehr sein als die Durchsetzung von Frauenrechten.
von Oliver Hunziker, Präsident GeCoBi

Im vergangenen Jahr hat sich in der Schweiz eine neue Organisation von Männern zu Worte gemeldet. Vehement, laut und vernehmlich traten die Antifeministen rund um René Kuhn im Frühjahr auf den Plan. Mit einer medialen Grossoffensive bewarben sie ihr erstes Treffen im Herbst, welches von diversen Störgeräuschen begleitet wurde.

Mit viel Provokation und gezielten Medienaktionen gelang es der Bewegung innert kürzester Zeit das Thema «Männer» zu besetzen, zumindest konnte dieser Eindruck entstehen. Aufgrund der hohen Medienpräsenz und sicherlich auch aufgrund der markigen Worte hat die Bewegung laut eigenen Angaben innert kürzester Zeit sehr viele Sympathisanten gefunden.

Während die bereits bestehenden Männer- und Väterorganisationen die neue Vereinigung kritisch beobachteten, liefen viele Frauenorganisationen praktisch sofort Sturm gegen diese neue Bewegung."

Es waren ja gerade die Skandale rund um das erste internationale Antifeminismustreffen, welche die mediale Aufmerksamkeit und somit Gratiswerbung erzeugten. Die sogenannte "mediale Grossoffensive" haben wir aggressiven Linksfaschos zu verdanken, welche einen friedlichen und eher unauffälligen Kongress, der eher der internen Vernetzung diente, mit Gewalt, Drohungen und Sachbeschädigung zu verhindern versuchten und ihm somit enorme Aufmerksamkeit zukommen liessen.

"Wie punktet der Antifeminismus?

Wie kann es sein, dass diese Bewegung quasi aus dem Nichts so erfolgreich ist? Um dieses Phänomen etwas genauer zu verstehen, muss man zunächst einmal in die Tiefen der täglichen Arbeit der verschiedenen Männer- und Väterorganisationen abtauchen. Dort, wo täglich verzweifelte Väter anrufen, weil ihnen bei der Trennung Geld, Haus, Auto, aber vor allem die Kinder rücksichtslos weggenommen werden, weil ihnen von Behörden und Richtern kein Wort geglaubt wird, weil ihnen niemand zuhört, weil ihre Frau quasi automatisch Recht bekommt, weil sie völlig zu Unrecht der wüstesten Verbrechen beschuldigt und angeklagt werden. Wenn man diese Männer hört und erlebt, mit ihnen zusammen ein Stück des Weges geht und dabei erlebt, wie sie von der Gesellschaft fallen gelassen werden, dann versteht man, woher die Wut und die Aggression kommt. Viele dieser Männer schwanken permanent zwischen Wut und Verzweiflung, zwischen Hass und Trauer, zwischen Angst und Hoffnung, und sie wissen kaum mehr, wie sie diese Achterbahn der Gefühle bewältigen sollen."

Das Gravierende an diesen profeministischen Männerorganisationen ist ja gerade, dass ihnen die Qualen und das Leid, welches die systematische gesetzliche Entrechtung und gesellschaftliche Entwertung der Männer durch den Feminismus hervorgerufen hat, durchaus bewusst sind. Doch der letzte Schritt - diese Phänomene auf die eigentliche, feministische Ursache zurückzuführen - den können und wollen sie aufgrund monetärer und ideologischer Motivation nicht vollziehen.

"Viele unserer Mitgliedsorganisationen sind seit Jahrzehnten etabliert und helfen tagtäglich unzähligen Männern dabei, genau damit fertig zu werden. Mal mehr, mal weniger erfolgreich versuchen die freiwilligen Helfer, den betroffenen Männern Mut zu machen, ihnen zuzuhören, ihnen aber auch ganz konkrete Ratschläge zu geben, wie sie vorwärts kommen können. Dahinter steckt sowohl viel Erfahrung als auch sehr viel persönliches Engagement der Berater.

Nun taucht eine neue Organisation auf, die sich zunächst mal provokativ und aggressiv in Szene setzt, sie verspricht mit kantigen Sprüchen aufzuräumen, den «Sauladen» auszumisten etc. Klar, dass sich die betroffenen Väter angezogen fühlen, und so sind nicht wenige der Mitglieder unserer Organisationen auch Sympathisanten dieser neuen Bewegung."

Jahrzehnte lang haben sie an den Symptomen des Problems herumgedoktert, haben Opfer betreut und konnten nicht den intellektuellen Quantensprung wagen, der ihnen die tiefer liegenden Mechanismen offenbart hätte. Da ist man natürlich irritiert, wenn eine neue Organisation mit einem ganzheitlicheren und realistischeren Verständnis der Verhältnisse Mitglieder, Aufmerksamkeit und Erfolge wegzuschnappen droht. Man möchte schliesslich nicht als jene Deppen gelten, welche zwar seit dreissig Jahren wissen, was in Sachen Männermisshandlung in unserer Gesellschaft abgeht, jedoch dreissig Jahre lang das eigentliche, all dem Leid zu Grunde liegende Problem nicht angepackt haben.

"Das gemeinsame Sorgerecht muss kommen – ohne Bedingungen.

[...]

Die verschleppte Revision

Seit diesem Zeitpunkt dümpelt das Projekt in der Bundesverwaltung und im Bundesrat vor sich hin. Während in der Welt draussen die Akzeptanz des gemeinsamen Sorgerechts weiter wächst, während ein Nachbarland ums andere dieses Gesetz einführt, spielen wir in der Schweiz Vogel Strauss und stecken den Kopf in den Sand. Und während die Bevölkerung nach und nach erkennt, dass nur ein Recht, welches man bedingungslos hat, ein wirkliches Recht ist, versuchen die Gegner und Gegnerinnen des gemeinsamen Sorgerechts mit Winkelzügen zu retten, was eigentlich nicht mehr zu retten ist. Da je länger je mehr klar wird, dass sich die Gesetzesänderung kaum mehr wird vermeiden lassen, verfällt man nun auf die gloriose Idee, das Recht auf die gemeinsame Sorge in jeder Zivilstandsform mit einer vorgängigen Verpflichtung auf möglichen Unterhalt zu verknüpfen. Männer sollen sich also schon bei der Hochzeit verpflichten, der Ehefrau dereinst Unterhalt zu bezahlen, sollte diese zu einem späteren Zeitpunkt der Anwesenheit ihres Gatten überdrüssig werden. Darüber hinaus soll auch das Existenzminimum des alimentenzahlenden Exmannes nicht mehr geschützt sein, sondern im Bedarfsfall auch unterschritten werden können. Dies bedeutet konkret, dass ein voll arbeitender Mann womöglich zum Sozialfall wird und neben seiner Berufstätigkeit auch noch Sozialhilfe beziehen muss, um überhaupt auf sein Existenzminimum zu kommen. Dass in einer solchen Konstellation jede Menge Zündstoff steckt, ist selbstredend." 

Man muss hier betonen, dass es der Staatsfeminismus ist, welcher das Existenzminimum von Vätern antasten und die Unterhaltspflicht mit dem gemeinsamen Sorgerecht verknüpfen will. Groteskerweise sind dies genau die gleichen Leute, mit denen Organisationen wie maenner.ch und GeCoBi seit Jahren einen Dialog zu führen versuchen und bei denen sie sich profilieren wollen.

Doch dies ist, als ob man sich bei seinem Henker am Abend vor der Exekution einzuschleimen versucht! 

"Die gleichstellungsfreundlichen Organisationen brauchen Support

GeCoBi und seine Mitgliedsorganisationen arbeiten seit vielen Jahren an konstruktiven Lösungen zur Verbesserung der Situation von Vätern und Müttern, aber vorallem von Scheidungskindern. Wir haben in unzähligen Fachgremien unsere konstruktiven Vorschläge eingebracht, haben uns bemüht, einen fairen, aktiven, produktiven Dialog zu führen und uns als valabler Sozialpartner für diese Fragen zu etablieren. Zusammen mit männer.ch haben wir immer wieder auf die Notwendigkeit hingewiesen, die anstehenden Fragen positiv und gemeinsam mit den Frauen zu lösen. Gemeinsamkeit steht nicht nur im Namen der Vereinigung GeCoBi, Gemeinsamkeit ist auch das Zentrum unserer Vorschläge und unserer Haltung. Wir sind nicht Anti-irgendwas, wir sind Pro-Kind. Wir möchten uns FÜR etwas einsetzen und nicht gegen etwas sein. Wir möchten uns alle weiterbringen und unseren Kindern eine bessere Zukunft gestalten.

Und doch werden wir noch immer belächelt, aussen vor gehalten, nicht ernst genommen, ausgegrenzt. Noch immer veranstalten namhafte Organisationen Fachtagungen zum Thema gemeinsame elterliche Sorge, ohne dabei die Väterorganisationen entsprechend zu berücksichtigen. Noch immer verstehen weite Teile von Behörden und Politikern unter Gleichberechtigung lediglich Frauenförderung und noch immer fliessen 95 oder mehr Prozent aller Gleichstellungs-Fördergelder an Frauenorganisationen."

Seit vielen Jahren haben sie versucht, einen Dialog mit dem totalitären Monstrum des Staatsfeminismus zu führen und beklagen nun mit Verwunderung und Verzweiflung, dass all diese Mühe sich nicht ausgezahlt hat. Oliver Hunziker und Konsorten hätten sich lieber einen Abend lang mit antifeministischen Texten beschäftigt und die Sinnlosigkeit eines Dialogversuchs auf Augenhöhe mit der totalitären Ideologie des Feminismus wäre ihnen klar geworden.

Wenigstens sind sie heute ehrlich und beweisen mit diesem Text ein für alle Mal, dass der Feminismus sich in den letzten vierzig Jahren keinen Deut für Männer und somit für wahre Gleichberechtigung, sondern lediglich für immer mehr Frauenprivilegien interessiert hat, so wie dies erst neulich in Deutschland bekannt wurde.

Doch wenn man sich dieses flehende Hilfegesuch an den Staatsfeminismus genauer anschaut, fällt einem schnell auf, dass diese gesammelte Weisheit hier auf taube Ohren stossen wird.

"Wenn wir also irgendwann echte, konstruktive Lösungen für unsere Kinder finden wollen, Lösungen, die für Mann und Frau tragbar sind, die weder den Mann noch die Frau ausbeuten und benachteiligen, wenn es uns dereinst wirklich darum gehen sollte, dann werden wir das nur über den Dialog schaffen.

Solange aber ein Dialog lediglich einseitig stattfindet, solange lediglich die Väterseite sich bewegt, solange wird es wohl schwierig sein, die immer lauteren Stimmen zu besänftigen.

Wir von GeCoBi bekennen uns zu unserem Ziel – «FÜR» gemeinsame Elternschaft. Wenn ich überhaupt irgendwo ANTI bin, dann Anti-Extremismus, egal auf welcher Seite!"

Leider sperrt sich der Herr Hunziker vor dieser entscheidenen Erkenntnis, indem er auch weiterhin auf die Früchte eines einseitig geführten Dialogs hofft, bei dem auf der anderen Seite niemand (und das seit Dekaden) ernsthaft zuhört. Er würde wohl noch weitere dreissig Jahre lang einen Monolog in den Hallen des Staatsfeminismus halten, während die Feministen womöglich noch vor seiner Nase einen Gesetzesvorschlag für eine Männersteuer ausarbeiten. Anschliessend würde er Kritik und Klagen barsch abwehren und mit Stolz verkünden, dass es sein "Dialog" gewesen sei, der dafür gesorgt hat, dass Männer nun nur einen Zwanzigstel, statt den Zehnten ihres Besitzes regelmässig abgeben müssten. Man müsse schliesslich verstehen - es ist für das Wohl der Frauen und Kinder. 

Konklusion

Ein Antifeminismus, der nicht einfach ungelenk an den Symptomen des Problems herumwerkelt und nebenbei die gesamte Fehlentwicklung quasi als unumstösslich und gottgegeben ansieht, sondern das Geschwür von der Wurzel her ausräuchert, hat in so einem Weltbild keinen Platz. Man ist ja schliesslich für Geschlechterpolitik und für den Feminismus, für Gleichstellung sowieso - auch wenn dies schlussendlich bedeutet, dass man gegen konsequente Gleichberechtigung ist und längerfristig gegen die Anliegen der Männer handelt. Denn wer das Streben nach Männerrechten mit der für den Feminismus typischen Einseitigkeit und mit den ausschliessenden, strukturell diskriminierenden Werkzeugen der Feministen unternimmt (Männer-Gleichstellung, Männerquoten, Männer-Geschlechterpolitik), verrät die Seele unseres Kampfes und erniedrigt sich hinunter auf die Stufe des Erzfeindes.

Dies ist das tragische Beispiel eines Akteurs, der mit hehren Zielen schlussendlich aufgrund von Unverständnis der gesamten Problematik gegen seine eigenen Intentionen handelt und den Erzfeind nur noch bestärkt. Die magere Bilanz in Männerfragen und die im Vergleich zum Feminismus hervorstechende Machtlosigkeit solcher Männerorganisationen, zeigt einmal mehr, dass man nicht um Männerrechte und für wahre Gleichberechtigung betteln kann. Nicht immer ist der Dialog am runden Tisch eine valable Option - erst recht nicht im Kampf gegen eine totalitäre Ideologie, welche seit Jahrzehnten unwidersprochen im Westen wuchert und die man mit einem Gesprächsangebot nur noch in ihrer selbstherrlichen Legitimitätsanmassung bestätigt.

Es kann keine Kompromisse mit der totalitären Ideologie des Erzfeindes geben - jeder, welcher auf die verbotenen Früchte der Geschlechterpolitik schielt und versucht, mit staatlichen Mitteln die Geschlechter zu regulieren oder zu normieren, ist eine Gefahr auf dem Weg zu wahrer Gleichberechtigung. Man darf die Anliegen der Männer nicht jenen Leuten überlassen, welche das Thema ideologisch und aus finanziellen Eigeninteressen beackern wollen.

Der organisierte Antifeminismus soll deshalb weiterhin sein Ding durchziehen und damit jenen echten Männerrechtlern den Weg frei machen, die es mit wahrer Gleichberechtigung und mit der Ablehnung von feministischer Geschlechterpolitik ernst meinen - und nicht einfach Teil des Problems werden wollen. Solche Leute haben nicht nur die Massen des Volkes hinter sich - sondern auch die Unterstützung durch den Maskulismus.

Von solch mächtigen Verbündeten können andere nur träumen.

Dienstag, 12. Oktober 2010

Windelwechsel in der deutschen Geschlechterpolitik

Wir alle wissen, dass Windeln nur so lange mitgehen, bis sie voll sind. Volle Windeln sind für den Träger und für sein Umfeld natürlich entsetzlich unangenehm, so dass verantwortliche Instanzen die Windel schleunigst wechseln müssen. Und bei jedem Windelwechsel wünscht man sich, die ewige Qual würde sich endlich in Luft auflösen, indem der Träger lernt aufs Klo zu gehen. Doch egal wie sauber und rein die neue Windel ist, früher oder später wird sie genau so stinken und voll sein, wie die alte.

Nun hat jeder nach dem Wechsel einer stinkenden Höllenwindel plötzlich das Gefühl, das Paradies auf Erden sei ausgebrochen - bis sie irgendwann dahinter kommen, dass auch die neue Windel mit gleichartigen Exkrementen gefüllt ist.

Etwa so muss man sich den Antrag für eine neues Gleichstellungsprogramm in Deutschland und die dadurch ausgelöste (kurzlebige) Euphorie mancher Leute vorstellen.

Weg mit der vollen Windel!

Ausführlich haben wir dargelegt, wie einseitig frauenzentriert und krass männerfeindlich die Gleichstellungspolitik (nicht nur) in Deutschland bisher war. Schamlos und systematisch wurde alles daran gesetzt, Männer zu benachteiligen und umzuerziehen, während man Frauen möglichst viele Privilegien und Vorteile zukommen liess.

Diese mehr als offensichtliche Einseitigkeit beschleunigte das Wachstum der Männerrechtsbewegung massiv und sorgt auch heute noch tagein tagaus für unzählige frische Rekruten in den Armeen des Perseus. Dadurch baute sich so viel Druck auf, dass die Stimmung in den Medien langsam aber sicher kippte.

Durch eine Reihe weiterer Ereignisse wurden schliesslich die Genderisten und ihre willigen Pudelhelfer richtig nervös. Das Problem liess sich nicht mehr länger verschweigen oder ignorieren, da das Internet und die sensationsgierigen Medien ihnen einen Strich durch die Rechnung gemacht hatten. Es konnte auch nicht durch die Nazikeule, handfeste Lügen oder Lächerlichmachung aus der Welt geschafft werden.

Der Erzfeind griff also in seiner Verzweiflung zu einer neuen Waffe. Er gründete das Bundesforum Männer und begann hörige Männervereine zu einer neuen Art von weicher "Männerbewegung" herauf zu stilisieren, die fortan als argumentativer Schutzwall und als männliches Aushängeschild den Armeen des Perseus den weiteren Vormarsch versperren sollten. Im gleichen Atemzug begann man den Männeraktivisten auch einige Brotkrümmel vor die Füsse zu schmeissen - wohlwissend, dass die angeschnittenen Themenbereiche nicht gravierenden Einfluss auf die zugeschanzten Frauenprivilegien oder auf die wahren Probleme der Männer haben würden.

Doch diese kümmerlichen Brotstückchen sind manchen schon genug, um sofort Avalon, den Olymp und das Elysium zugleich mit Ambrosia und Lorbeer umkränzt vor sich zu sehen. Es wird von "Sternstunde der Männerfrage" (Walter Hollstein) oder gar von einem "Paradigmenwechsel" (Arne Hoffmann) gesprochen.

In seiner Verzweiflung versucht der Staatsfeminismus die Legitimität seiner Arbeit mit der gezielten Linderung sekundärer "Männerprobleme", die sich auch noch vortrefflich mit indirekter Frauenprivilegierung kombinieren lassen, in Zusammenarbeit mit hörigen Pudelvereinen als kontrollierbare "Opposition" zu sichern. 

Her mit der neuen Windel!

Doch was genau ist in der neuen Windel Gleichstellungspolitik drin? Warum sind Hoffmann und Hollstein so entzückt? Gehen wir doch einmal Schritt für Schritt durch, was sich ändern soll. Dazu nehmen wir uns den Artikel der TAZ.

Schwarz/Gelb möchte nun also Männer und Jungen gezielt fördern - nachdem sie jahrzehntelang bestenfalls als Sündenböcke gedient haben. Mehr Programme für lernschwache und "migrantische" Jungs, Schulen, die auch Jungen Spass machen, mehr Männer in Kitas und Männer als Gleichstellungsbeauftragte. Man wolle nun endlich auch Männer in die Gleichstellungsarbeit miteinbeziehen (egal ob sie wollen oder nicht!).

Und - was der Männerforscher Walter Hollstein besonders revolutionär findet - die Lebensumstände von Männern und Jungen "erforschen" (mir schwant Übles).

Das seien die wesentlichen Punkte, die der kommende Antrag in Sachen "paradigmatischer, sternstundenhaftiger", revolutionär-neuer Männerpolitik beinhaltet. Selbstverständlich von einer frauenpolitischen Sprecherin erarbeitet (ein Schelm, der gynozentrische Motive dahinter vermutet), flankiert vom Musterpudel Thomas Gesterkamp mit seiner Männerrechte-Phobie.

Deutlich wird diese Urheberschaft an den klar formulierten Umerziehungswünschen und dem Fokus auf die Zusammenarbeit mit Väterorganisationen und anderen gleichstellungsorientierten
Männerorganisationen.

Da will man gemeinsam der "Überwindung männlicher Rollenstereotype" mehr Aufmerksamkeit schenken und Männer dazu bringen, weniger die "traditionell männliche Berufe wie Kraftfahrzeugmechatroniker oder Industriemechaniker" (für die sich Frauen zu gut fühlen) zu wählen und mehr zu ErzieherInnen zu werden. Auch die bös-patriarchale Idee, später Alleinernäher zu werden, müsste aus den Köpfen der Männer herauserzogen werden. "Geschlechtsbezogene Jungenarbeit" diesbezüglich darf natürlich auch nicht fehlen.

Schliesslich geht es bei dieser Männerumerziehungsarbeit um "Erweiterung sozialer Kompetenzen und die Reflexion von Geschlecht und männlichen Rollenbildern". Jeder Pudel wäre hellauf begeistert.

Ja, das war es eigentlich auch schon, was sich in dieser neuen Windel Gleichstellungspolitik befindet.

Dieser "sternstundenhafte Paradigmenwandel" beinhaltet also Männerumerziehung ("traditionelle Rolle" überwinden), den Ausbau des argumentativen Schutzschildes (männliche Gleichstellungsbeauftragte, Zusammenarbeit mit hörigen Pudelvereinen, Migrantenjungen fördern) und versteckte Frauenförderung (Männer sollen schlechte Kitajobs von Frauen übernehmen, Männer sollen weniger traditionelle Jobs besetzen).

Die an den Windeln riechen

Wer diese Art von Männerpolitik gutheisst, der verweigert sich nicht nur den wahren Problemen der Männer, sondern spricht den Männern als Geschlecht auch das Recht ab, aus freien Stücken und ohne staatliche Umerziehung ihre Identität frei zu wählen.

Denn dies ist es ja gerade, was umerzieherische Männerpolitik aussagt - dass einige wenige ihre Vorstellung von Männlichkeit als besser und andere Vorstellungen als minderwertig erachten. Anschliessend versuchen sie über den Staat allen Männern ihre Ansichten, Komplexe und Probleme bezüglich Männlichkeit aufzuzwingen.

Man gibt dieser Art von Perversion seine Zustimmung, wenn man in der Hoffnung, einen würdigen Kompromiss auszuhandeln, sich in die Fänge des Staatsfeminismus begibt. Nein, ein Maskulist erkennt klar die korrumpierende, männerverachtende Macht, die dahinter steckt und lehnt deshalb den Staatsfeminismus im Allgemeinen und jegliche Art von staatlicher Geschlechterpolitik im Besonderen ab.

Denn ich will nicht Teil sein an einem System, dass meinen Brüdern vorschreibt, wie sie ihre geschlechtliche Identität zu verstehen hätten. Denn woher soll ich wissen, dass meine Vorstellung von Männlichkeit besser ist als eine beliebig andere?

Die Windeln häufen sich

Wo sind die Männerrechte?

Wo ist die Forderung, die Benachteiligung durch die Wehrpflicht oder in den Schulen abzubauen? Wo sind die dringend benötigten Korrekturen beim Scheidungsrecht oder beim gemeinsamen Sorgerecht? Wo wird die männerverachtende genderfeministische Deutungshoheit kritisch hinterfragt? Wo die Einsicht, dass Geschlechterumerziehung totalitär ist?

Die wirklichen Probleme der Männer werden auch dieses Mal von allen Beteiligten geflissentlich übersehen. Es hat sich somit nichts Wesentliches im Vergleich zu früher geändert. Die Fassade wurde lediglich etwas freundlicher bemalt, während man verzweifelt versucht, die wesentliche Arbeit - Frauenprivilegierung und Männerbenachteiligung - aus der Schusslinie herauszuhalten.

Wer hier ernsthaft das Gefühl hat, mit diesen Leuten über die Abschaffung der Wehrpflicht oder der männerverachtenden Frauenförderung diskutieren und somit schrittweise diesen menschenfeindlichen Moloch von Staatsfeminismus reformieren zu können, der irrt gewaltig und ist extrem naiv.

Denn diese Genderfeministen sind auf extremste Weise ideologisch verbohrt und werden sich nicht im Leben ernsthaft mit Männern als gleichwertige Wesen abfinden können. Für die sind wir umerziehbares, form- und biegbares Humankapital, dass direkt oder indirekt den Frauen nutzbar gemacht werden muss. Sogar in einer separaten Männerpolitik, wie sie nun gross angekündigt wird, herrscht immer noch der uralte Gedanke vor, dass Männer den Frauen zurechtgebogen werden sollen.

Schande auf die Häupter all jener, die diesen männerverachtenden Wahnsinn auch noch gut finden!


Gleichstellungspolitik - immer wieder die gleiche Scheisse

Samstag, 28. August 2010

Maskulistische Internetpatrouille II

Sollte es jemals zu einer kohärenten Männerpolitik kommen, dann muss diese gefälligst einer Frau unterstellt werden, meint der "Männerforscher" Erich Lehner. Zwar würde man niemals im Leben verlangen, dass Frauenpolitik gefälligst einem Mann zu unterstehen habe, doch die bösen Männer könnten ja schliesslich unfeministische Dinge wollen - darum muss da eine Oberlehrerin aufpassen, dass die Männer auch ja brav pudelig feministisch denken.

Immerhin hat der Pudel Lehner bemerkt, dass das Wort "Patriarchat" ein politischer und kein wissenschaftlicher Begriff ist:

"Die zweite Frauenbewegung wurzelt in feministischen Gruppen der amerikanischen Westküste Ende der 60er Jahre, in denen darüber diskutiert wurde, wie das Patriarchat - ein politischer, kein wissenschaftlicher Begriff - Frauen unterdrückt."

Zwar wussten wir das schon seit längerem - aber wir kriegen es gerne von der feministischen Urheberquelle bestätigt. Ich schrieb dazu einst und sehe mich darin nun offiziell bestätigt:

"Jede Person, welche fortan vom Patriarchat im feministischen Sinne spricht und damit irgendwelche Forderungen rechtfertigen möchte, macht sich nicht nur aufs Erbärmlichste lächerlich, sondern beweist mit ihrer Naivität und intellektuellen Leichtgewichtigkeit ihre Inkompetenz in Geschlechterfragen und ideologische Verblendung."

Aber nicht nur der Pudel Lehner kommt mit der Realität nicht so zurecht - auch Isquierda hat ihre lieben Probleme mit dem "strategischen Antifeminismus". Damit meint sie unsere Dominanz im Internet. Auslöser war die Tatsache, dass ihr peinlicher Artikel entsprechend kommentiert wurde und sie ihn dann anschliessend löschen liess. Doch nicht nur Maskulisten haben ihre Mühe mit Isi.

Angesichts des hundertjährigen Jubiläums des Frauentages im Jahre 2011 sind sich schon viele österreichische Feministinnen kräftig am kurzschliessen, wie sie diesen Tag am besten für ihre eigenen Zwecke missbrauchen können. Der Grossteil ist geistiger Dünnpfiff, doch zufireden lächeln liess mich dieser Satz:

"Gleichzeitig erleben wir eine Verschärfung patriarchaler Zustände, mit einem Erstarken der Männerrechtsbewegung und der Abtreibungsgegner. Die Frauenbewegung, erkämpfte Frauenrechte und der Feminismus werden zum Feindbild."

Es wird auch höchste Zeit, dass sie endlich einmal rauhen Gegenwind zu spüren bekommen.  Es scheint so, als entgleitet den Feministinnen auch in Österreich langsam aber sicher die Diskurshoheit. Man wehrt sich dann mit hohlen Phrasen und Gewaltaufforderungen.

Einen grossartigen Sieg hat die Männerrechtsbewegung für unverheiratete Väter errungen. Die Feministinnen sind dementsprechend am heulen. Treffend schreibt Arne:

"Die Diskriminierung von Männern – für viele vor ein paar Jahren noch ein Witz, heute Thema in der Tagesschau."

Getreu dem Motto "Alle Länder wehren sich gegen Gender!" bin ich hier auf ein maskulistisches Manifest aus Neuseeland (!) gestossen. Es scheint so, als hätten die Männer am anderen Ende der Welt die gleichen Probleme mit dem Staatsfeminismus wie wir. 


Wir machen den Weg frei

Donnerstag, 26. August 2010

Maskulistische Internetpatrouille I

Im Verlauf meiner Arbeit als Maskulist stosse ich auf viele Dinge, die es aufgrund von Zeitmangel niemals auf meinen Blog schaffen, aber dennoch eine Meldung wert sind. Somit werde ich sie zwischen den grossen Blogeinträgen bringen, um sie einerseits nicht untergehen zu lassen und andererseits um euch auch was zwischen den grossen Brocken bieten zu können.

Der grünfeministische Blog "Streit-wert" weist schon einige komische Gestalten auf, wie wir bereits bemerkt haben. Die lassen auch am Laufmeter Blödsinn raus wie zum Beispiel die Isle Lenz:

"Der Wehrdienst war lange ein Privileg der männlichen Bürger."

Danke! Endlich hat mir eine Genderistin erklärt, dass ich und alle anderen Männer den Zwangsdienst als Privileg geniessen sollen! Da werden Frauen aber frohlocken, wenn sie im gleichen Ausmass in den Genuss dieses "Privilegs" kommen werden. Kein Wunder findet man dort bei solchen Ansichten auch noch böse schauende Gendertussen, die zum Führergruss ansetzen.

Erfreulicher sind da schon diese beiden neuen Youtube-Channels von Antifeminist und Eviathanus. Diese gesellen sich zu der ohnehin schon grossen Fülle an englischsprachigen, antifeministischen Videos.

Eviathanus ist kein Unbekannter - schliesslich hat er schon "Widerlegung feministischer Thesen I" produziert, welches ich hier auf meinem Blog platziert habe. Hier die Fortsetzung.



Hier stiess ich auf eine anschauliche Erklärung, warum man die Sendung "Mein Mann kann" niemals mit umgekehrten Geschlechtern ausstrahlen würde, denn jeder würde bei so einem abartigen sexistischen Scheiss randalieren - wenn Männer allerdings in Glaskojen gehalten werden, ist das für die politisch korrekten Sittenwächtern natürlich kein Problem.

Ein bewegter Pudel namens Gendalus "recherchiert gerade zum Thema Antifeminismus" und ist dabei auf das erste internationale Antifeministen-Treffen (jetzt anmelden!) gestossen. Offensichtlich recherchiert er nicht so gut, denn bei ihm ist Urs Bleiker ein "Ortsparteipräsident der nationalkonservativen SVP" und René Kuhn ist seiner Meinung nach Parteipräsident der Sektion Luzern. Anschliessend glaubt er dann auch noch, dass René Kuhn im Frauenhandel verwickelt war ...

Ich kenne beide persönlich und ich kann versichern: Urs ist nicht in der Politik, René ist auch nicht Parteipräsident und das Gerücht mit dem Frauenhandel beruht auf linken "Qualitätsjournalismus" der aus der Tatsache, dass Renés Firma sich einst um Homepages für Partnersuche gekümmert hat, eine Lügengeschichte fabriziert hat.

Markus Herm ääh Gendalus hofft darauf, dass es bei unserem Treffen zu Protesten kommt. Das hoffe ich auch! Proteste gegen den Feminismus, und zwar viele.

Wusstet ihr, dass Gesterkrampf (der ungläubige Thomas) mit seiner peinlichen und unwissenschaftlichen "Expertise" durch die halbe Republik hausieren geht und vor uns warnt? Bei seinen Referaten sollen dann Konsequenzen besprochen werden - wie wär's mit Kapitulation?


Der antifeministische D-Day ist in vollem Gange!

Freitag, 6. August 2010

Das bewegende Schicksal bewegter Männer - ein unfreiwilliges Drama

In einer der wenigen Philosophiestunden der Mittelschule, die ich im wachen Zustand miterlebt habe, lernten wir einmal das Konzept des unbewegten Bewegers. Das ist die eine Sache die am Anfang aller Dinge und des ganzen Universums steht und die den ersten Anstoss gegeben hat. Selber wurde es jedoch nicht angestossen. Gläubige Menschen bezeichnen es gerne als Gott.

Wie dem auch sei, mein Philosophielehrer versagte jedoch darin, ein vernünftiges Gegenteil zum unbewegten Beweger zu definieren. Doch heute muss ich lachenden Herzens feststellen, dass wenn es so ein Gegenteil wirklich gäbe, dann würden die lila Pudel der weichen Männerbewegung - die (von Feministinnen) bewegten Männer - dem am nächsten kommen.

Erst hängen sie an der Leine der Feministinnen und müssen deren Dünnschiss fügsam schlucken - und jetzt sind sie so dermassen irritiert wegen uns, dass sie uns nicht nur in jedem zweiten Artikel erwähnen, sondern auch noch ein eigenes Bundesforum Männer aufmachen, in "Expertisen" uns mit peinlichen Diffamierungsmethoden den Wind aus den Segeln nehmen möchten und sich sogar zu einem zaghaften Aufstand gegen das feministische Monster hinreissen lassen.

Was ist nur los mit den bewegten Männern?

Männerpolitik ohne Männerrechte

Gerade habe ich im gelben Forum einen vielsagenden Text von einem Männerbewegten gefunden. Ein grüner Feminist namens Sebastian Scheele lässt da seine männerbewegte Seele kräftig durchhängen und schwärmt von einer neuen Männerpolitik.

Allerdings ohne Männerrechte. Soviel feministische Frauenhörigkeit musste da schon sein.

Menschen, die einer ernsthaften Diskussion aus dem Weg gehen, Kritiker, Männerrechtler und Maskulisten als Faschisten und Rechte abkanzeln, ein ganze Geschlechter per Zwang umerziehen wollen und die den Geifer von Feministinnen gierig runterschlucken sind ungeeignet eine echte Männerpolitik auf die Beine zu stellen.

Denn sind sie fähig, die Rechte und Würde der Männer gegen ihre feministischen Schirmherrinnen durchzusetzen? Sind sie bereit genauso aktiv gegen Männerdiskriminierung und -entrechtung vorzugehen, wie es heute bei Frauenproblemen getan wird? Würden sie jedem Mann das Recht eingestehen, seine Männlichkeit selbst und ohne Vorgabe von aussen zu bestimmen? 

Eben. Und deshalb sollten sie die Männerpolitik wenn überhaupt lieber den Männerrechtlern und Maskulisten überlassen. Wir nehmen die Rechte und Würde des Mannes wenigstens ernst und versuchen ihn nicht umzuerziehen.

Ihr erinnert mich ein bisschen an diese Frauenvereine, die damals gegen die Einführung des Frauenwahlrechts waren. Oder an die weibliche Abteilung des Ku-Klux Klans. Aber ich schweife ab.

Das grüne Pudelland ausser Rand und Band

Das grüne Männermanifest "Nicht länger Machos sein müssen" ist ein gutes Beispiel für versklavte Kleingeister, die gerne mehr mitreden möchten, doch dabei bloss nicht ihre feministischen Herrinnen irritieren wollen. Von gleichen Rechten und Pflichten für beide Geschlechter wird da sogar geredet!

Schon früher haben Naive das den Roten geglaubt

Diese maskulistische Forderung wird natürlich sogleich entschärft indem man beteuert, dass man nichts mit so genannten "AntifeministInnen" zu tun habe. Selbstverständlich will man auch Rollenzwang (Zahlesel, Kriegssklaven, Falschbeschuldigte, ...) und festgelegte Verhaltensmuster (siehe Genderismus im Kindergarten) der Männer aufbrechen. Und das alles nur, damit der grüne Pudel in feministischen Diskursen auch mal was sagen darf!

Das nenne ich doch mal braven Gehorsam!

Wenn ihr das nächste Mal Pudelaufstand im Femiland spielen wollt, dann sorgt dafür, dass ihr nicht von euren Unterdrückerinnen ideologisch und finanziell abhängig seid. Dann wird das vielleicht sogar noch was mit eurem Mitspracherecht in der Gleichberechtigung. Doch in eurem jetztigen Delirium seid ihr viel zu sehr in einem Korsett der mentalen Abhängigkeit gefangen.

Mal ehrlich: Welcher Mann, der noch bei nüchternem Verstand und genügend informiert ist, würde sich heute noch freiwillig als Feminist bezeichnen? Welcher klardenkende Mann ist Mitglied einer Partei mit so einem abartig männerfeindlichen Frauenstatut? 

Zwischen Xanthippen, Furien und Succubi

Was hat die grüne Tuss Renate Künast zum Männermanifest gesagt (1:30)? Ihr sollt euch gefälligst erst als brave Feministen beweisen, die die Wehwechen der heutigen Frauen "praktisch in Angriff nehmen", bevor ihr da überhaupt mal über Männer in der Gleichberechtigungsdebatte reden dürft?

Man merkt ihr regelrecht den lustvoll aggressiven Machtrausch an, den sie wohl verspürt haben muss, als sie euch diktiert hat wieviele stinkende Kuhställe ihr erst auszumisten habt, bevor ihr endlich mal mitreden dürft.

Wir Maskulisten und Männerrechtler sind wohl nicht die einzigen, die euch nicht so ganz ernst nehmen, was?

Warum setzt ihr euch in einen Zug und versucht zur Kanzel vorzustossen um mit den wahnsinnigen Lokführerinnen über die Geschwindigkeit zu debattieren, wenn jeder Aussenstehende doch sieht, dass der Zug in die falsche Richtung fährt?

Warum diskutiert ihr mit MenschInnen, die im Ernst so was rauslassen:

"In einer pluralistischen Gesellschaft darf es aber auch Schmollecken für die Männer geben, die sich von Chefinnen, gesunder Ernährung und dem Handarbeitsunterricht ihrer Söhne in ihrem Innersten bedroht fühlen. Politisch gilt es jedoch, Demokratie zu gestalten und soziale Gerechtigkeit zu verwirklichen. Dafür hat die Vielfalt des Feminismus viel zu bieten – und zwar für alle."

Und wenn ihr anderer Meinung seid, dann gibt es das Nudelholz auf die Birne. Oder den Nachttopf. Oder wir kommen des Nachts bei dir vorbei! Das hat man wohl auch den Feministinnen der 70er gesagt, dass es auch für sie Schmollecken geben soll - infolgedessen haben sie dann die Universitäten übernommen.

Danksagung

Doch wir sind euch Pudeln nicht böse. Im Gegenteil! Wir danken euch aus tiefstem Herzen und voller Aufrichtigkeit.

Denn durch eure Strampelei entzweit ihr nicht nur das Femilager und treibt die wütenden Hennen auseinander - ihr habt es sogar geschafft, dass die Alice Schwarzer und ihre EMMA nun widerstrebend Männer halbwegs als Menschen wahrnehmen musste! Millionenfach gezwungenes Fleisch, tausende Falschbeschuldigte, unzählige Gedemütigte und Entrechtete haben das nicht fertig gebracht. Hut ab!

Ich hätte niemals gedacht, dass ihr Pudel uns Maskulisten und Männerrechtlern noch einmal so von Nutzen sein würdet. Auch die verzweifelte Einberufung eines Bundesforum Männer und die deswegen entstandene Kakophonie in den feministischen Reihen ist ein Hochgenuss für uns.

Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet das vordergründige Verständnis für Probleme von Männern zum Machterhalt eines kurz vor dem Abnippeln stehenden Feminismus dienen soll. Wie erniedrigend für diese Männerfeinde. Das wird die Lebenserwartung des Feminismus definitiv noch weiter verkürzen.

Wer hätte gedacht, dass solche profeministischen Heulsusen unbewusst und unfreiwillig zu den Wegbereitern einer maskulistisch geprägten Gesellschaft werden würden?

Man sollte einen Film mit dem Titel "Das bewegende Schicksal bewegter Männer" drehen (mit Gesterkrampf in der Hauptrolle) - nicht einmal "Vom Winde verweht" konnte so viel Pathos, so viel Hochmut und einen so tiefen Sturz mit so viel Demütigung mit solcher Leidenschaft und Selbstherrlichkeit in sich vereinen, wie solch ein Film aufzuweisen hätte.

Zum Abschluss noch eine Knobelaufgabe - wer findet den lila Pudel im Bild unten? Wer ihn zuerst findet, darf ihn nicht nur behalten, sondern bekommt auch noch einen Keks!

Wollt ihr bewegte Männer sein?


Oder bewegende Männer?

Samstag, 14. Februar 2009

Die weiche "Männerbewegung"

Ist es euch schon mal aufgefallen, dass die am lautesten schreienden Befürworter des Feminismus Männer sind? Die keine Gelegenheit auslassen, um ihr eigenes Geschlecht niederzumachen und der Lächerlichkeit preiszugeben? Sogenannte lila Pudel, welche sich für ihr Geschlecht entschuldigen und sich für andere Männer fremdschämen? Solche Manginas, welche jedem Frauenfurz, auch wenn er noch so albern ist, hinterher hecheln? Diese Profeministen und bewegten Männer, die wie Sittenwächter unter ihren Geschlechtsgenossen auf eine politisch (feministisch) korrekte Meinung achten?

Der Pakt mit dem Teufel

Angefangen hat der ganze Schwachsinn mit der zweiten Welle des Feminismus, welche die Männer dazu zwang, sich mit ihrer Männlichkeit im Sinne des Feminismus "auseinanderzusetzen". Feministinnen forderten die Männer auf, sich gemeinsam untereinander mit dem "Geschwür der Männlichkeit" auf eine kritische Weise in Männergruppen zu beschäftigen.

Aus diesen frauenhörigen Männern, welche sich selber als fehlerhaft und verbesserungswürdig betrachteten, entwickelte sich dann die offizielle profeministische, antisexistische und antipatriarchale Form der Männerbewegung, mit dem Ziel Männlichkeit zu demontieren und Frauen in ihren Eroberungen zu unterstützen. Die weiche Männerbewegung war geboren.

Von peinlichen, pseudointellektuellen Ausbrüchen wie "Der Mann ist sexuell und kulturell ein Idiot" bis hin zur organisierten Verzerrung des wissenschaftlichen Betriebs in Form der kritischen Männerforschung reichen dabei die Aktionen dieser Geschlechterschande.

Auch in der Schweiz griff das Phänomen um sich. Mit Sprüchen wie "Seien Sie ein Mann - Arbeiten Sie an sich selbst" oder "Legen Sie eine Sinnpause ein - im Sinne einer gesunden und ausgewogenen Männlichkeit" wirft auch hier die männerbewegte Szene um sich. Männerbüros spriessen aus dem Boden und boten Therapien, Umerziehung und Kurse für eine moderne, weiche Männlichkeit und gegen die als alleinig männlich empfundene Gewalt an.

Mit dem Finger in die Wunde

Es gibt drei grundlegende Anklagepunkte gegen diese "Männerbewegung".

- Männlichkeit wird a priori als schlecht und verbesserungswürdig wahrgenommen

Es bereitet einem Maskulisten grossen Schmerz zu sehen, wie hier einzelne Männer sämtliche positiven Aspekte von Männlichkeit ausklammern um alleinig die negativen Dinge überzubetonen. Und das auch noch ganz im Sinne von männerfeindlichen, feministischen Kreisen, deren Ansinnen alles andere als gerecht oder gar als neutral objektiv bezeichnet werden kann. Diese Männer lassen sich von Frauen einreden, dass ihr Geschlecht mangelhaft sei. Dass es an der Zeit wäre, weibliche und schwule Teile ihrer Persönlichkeit zu berücksichtigen und zu fördern. Und dass sie nur durch Umerziehung und Anpassung als vollwertige Menschen akzeptiert werden würden.

Wir kennen diese krankhafte Einstellung auch schon in Form der genderistischen Umerziehung, welche beide Geschlechter von vornherein als korrekturbedürftig betrachtet.

- Ausklammerung sämtlicher Entrechtungen und Diskriminierungen von Männern in der heutigen Gesellschaft

Habt ihr je schon mal einen dieser bewegten Männer gesehen, welcher gegen die einseitige Wehrpflicht nur für Männer vorgeht? Gegen das höhere Pensionierungsalter und die schlechtere Vorsorge für Männer? Gegen die schlechtere gesundheitliche Versorgung? Gegen die wildwuchernde Männerfeindlichkeit in den Medien? Gegen die systematische Benachteiligung von Jungen in unseren Schulen?

Nein?

Dann versteht ihr mein grösstes Problem mit diesen Heuchlern. Sie sagen von sich, dass sie die Interessen und Anliegen der Männer berücksichtigen würden, doch aus Angst vor den Frauen, dem feministischen Staat und dem Verlust von öffentlichen Fördermitteln (!) (Seite 4, zweiter Abschnitt) wagen sie es nicht, sich mit den wirklich gravierenden Problemen von Männern zu beschäftigen!

- Allianz mit männerfeindlichen, feministischen Kreisen

Diese weiche "Männerbewegung" kann nicht nur aus ideologischen Gründen nicht die Probleme der Männer angehen. Auch von staatsfeministischer Seite gibt es so einige Hindernisse, welche eine männergerechte Arbeit massiv erschweren.

"Männerarbeit erhält dann Zuspruch und (finanzielle!) Unterstützung, wenn sie Täterarbeit ist. So laufen die Männerbüros Gefahr, auf Männergewaltbüros reduziert zu werden und sich selber also solche zu verstehen. Der Verteilkampf um öffentliche Gelder verleitet dazu, Männerarbeit als Täterarbeit zu vermarkten." hier (Seite 4, zweiter Abschnitt)

Dazu passt schön dieses Zitat, das besagt unter welchen Umständen die Existenz von Männerarbeit und männliche Mitwirkung im Gleichstellungsprozess zu tolerieren sei:

"Diese Projekte sollen, wo das möglich ist, von den Ressourcen her nicht
die laufende Frauen- und Genderforschung konkurrenzieren und gegebenenfalls andere
Quellen als Gleichstellungsgelder nutzen."
hier (Seite 10, zweitunterster Punkt)

Auch wenn sie wollten, könnten sie aus staatsfeministischen Gründen sich nicht für die Anliegen der Männer stark machen. Denn sie dürfen nur jene Sachen durchführen, welche ihren feministischen Schirmherrinnen auch gefallen.

Die Anklage

Ob fehlender Mut, Identitätsprobleme, mangelndes Rückgrat und nicht vorhandene, mentale Eigenständigkeit die offizielle Männerarbeit in die Frauenhörigkeit trieben, sollen die betroffenen Herren selber beantworten.
Seit mehr als zwanzig Jahren befinden sich diese bewegten Männer unter uns und weigerten sich jedoch behaglich und konsequent über Männerrechte und Männerdiskriminierungen zu diskutieren. Seit all dieser Zeit setzen sich diese Männer mit ihrer Männlichkeit und ihrem Platz in der Gesellschaft auseinander und ihnen soll in dieser ganzen Zeit keine einzige Ungerechtigkeit gegenüber Männern aufgefallen sein? Das ist doch Schwachsinn.

Diese Männer scheuen den konfrontativen Diskurs und wehren sich nicht gegen das wachsenden Unrecht, sondern suchen das Problem nur bei sich selber und einem feministischen Konstrukt des Patriarchats.

Man kann nicht einfach seine Männlichkeit betrachten und dabei die politisch-rechtliche Situation des Mannes ausknipsen, als gehöre sie nicht dazu!

Konklusion

Bisher hat die weiche "Männerbewegung" die Anliegen und Probleme der Männer nicht ernst genommen. Es wurde nur über jene Themen diskutiert, welche die Feministinnen nicht wütend machen würden. Ob neuere Projekte in der Schweiz wie männer.ch und die schweizerische Männerpartei den bisher vor sich rum dümpelnden Strukturen dieser Konformisten durchrütteln und neue Impulse geben werden, wird sich in Zukunft zeigen müssen.

Doch bisher können diese Bewegten nicht als ernsthafte, sich selbst respektierende Männerbewegung angesehen werden, sondern lediglich als männliches Anhängsel der Frauenbewegung. Natürlich werden solche Ja-Sager schnell zu einer separaten Männerbewegung hochgejubelt, um den eigenen, feministischen Standpunkt zu untermauern.

Zu einer Männerbewegung gehört auch eine gesunde Kritik des anderen Geschlechts und eine längst überfällige Diskussion über Männerrechte und Männerdiskriminierung. Und eine unpathologisierende Beziehung zu seiner eigenen Männlichkeit!


Nicht alle Männergruppen sind konstruktiv