Samstag, 9. Januar 2010

Wie man sich lächerlich macht

Ja, da haben wir's mal wieder. Alle paar Monate taucht ein neuer Artikel auf, der die Männerrechtsbewegung verunglimpfen möchte. Dass dabei die Tonlage immer absurder und peinlicher wird, macht das Lesen derselben fast schon zu einer amüsanten Freizeitbeschäftigung.

Hier ist der neueste Versuch, uns in Misskredit zu bringen und es wurden auch dieses Mal grosse Geschütze aufgefahren. Von bösen Nazis über gemeine Sozialabbauer und üblen Biologisten ist dieses Mal alles dabei. Auch die respektlose Anmassung, linksfeministische Gutmenschen zu kritisieren, wird ebenfalls angeprangert. Aber lest selber.

Natürlich waschen wir unsere Hände in Unschuld, denn unsere Biologiebücher (die wir sogar gelesen haben!) und unsere Exemplare von Jan Fleischhauers "Unter Linken" haben wir im Regal hinter den gesammelten Werken deutscher Literatur versteckt (dort wird nämlich niemand suchen). Natürlich direkt neben Adolfs literarischer Stuhlprobe. Aber jetzt Schluss mit der Ironie.

Wir können uns also unbeschwert mit dieser geistig-pudeligen Lachnummer beschäftigen. Dabei handelt es sich um eine Beschreibung eines 80 Seiten starken 'Buches', welches gnadenlos aufzuzeigen versucht, wie Autobahn (3:30) wir doch alle seien. Schon mit dem Titel fängt es an.

"(R)echte Kerle

Zur Kumpanei der MännerRECHTSbewegung. Hrsg.: Agentur Pudelpunk"

Und hier fängt es schon an mit der Unterstellung, dass die Männerrechtsbewegung komplett rechts sei. Dass Arne Hoffmann ein bekennender Linksliberaler ist und sich auch im WGVDL-Forum Linke tummeln, wird hier einfach übergangen. Eine Bewegung, welche sich für die Belange und Probleme von Männern einsetzt, kann gar nicht anders als politisch neutral sein, denn ihre Anliegen betreffen alle Männer egal welcher politischen Gesinnung.

Dass vielleicht dennoch weniger linke Männer bei uns mitmischen, mag vielleicht an ihrer tendenziell gesteigerten Hörigkeit gegenüber dem Feminismus liegen - die aber Gott sei Dank bei weitem nicht auf jeden Linken zutrifft. Aber jene Mösenkriecher der Agentur Pudelpunk sind leider nicht solche Ausnahmen.

"Die Männerrechtsbewegung ist ein Netzwerk von Antifeministen, welches Männer als Opfer instrumentalisiert."

Instrumentalisiert. Ich weiss ja, dass es mühselig ist, wenn jemand im feministischen Zeitalter auf Männerprobleme hinweist und verlangt, dass die Gleichberechtigung konsequent auch für Männer zu gelten hat, aber da gleich von Instrumentalisierung zu sprechen, ist Schwachsinn. Schliesslich verdienen wir im Gegensatz zu den Genderfaschisten in den Gleichstellungsbüros nicht am (vermeintlichen) Leid der immer klagenden Bevölkerungshälfte.

"Unter dem Vorbehalt des vermeintlichen Tabubruchs werden frauenfeindliche, schwulen- und lesbenfeindliche, antisemitische, rassistische und anti-sozialstaatliche Positionen propagiert."

Die Feministen rühmen sich ob all ihrer fetischartigen Tabubrüche (man denke an Feuchtgebiete) und wenn mal so ein "Autobahnanhänger" einen echten Tabubruch mit dem Zeitgeist begeht, dann ist es in ihren Augen immer nur ein 'vermeintlicher' Tabubruch. Als seien nur ihre Tabubrüche wirklich und wahrhaftig revolutionär.

Auch hier begegnet uns die hirnrissige Annahme, dass feministische Interessen automatisch die Interessen der Frauen, Schwulen und Lesben seien, so dass ein Kampf gegen den Feminismus einem Kampf gegen die Frauen und Homosexuellen gleich käme. Wer instrumentalisiert hier eigentlich wen?

Ausserdem müssten wir mal Professor Gerhardt Amendt fragen, was er so von uns "Antisemiten" hält. Denn dieser ist nicht nur Fürsprecher der Männerrechtsbewegung, sondern auch selbst jüdischen Glaubens. Und seit wann sind Feminismusanhänger eine Rasse?!

Und wenn unter anti-sozialstaatlicher Position verstanden wird, dass all die Gleichstellungsbeauftragten und Genderisten im Staatsdienst endlich auf die Strasse gestellt werden, dann habe ich mit diesem Punkt kein Problem.

"In einigen Foren zitieren sie Nazi-Webseiten und verbreiten Vergewaltigungs- und Mordphantasien. Nach Außen wird versucht, Prominente zu vereinnahmen und sich in einer Art Querfrontstrategie als emanzipatorisch darzustellen; intern dient das Feindbild Feminismus zur eingeschworenen Männerkumpanei, die keinen Widerspruch duldet."

Die volle Breitseite! Nazi und Autobahn wo man nur hinsieht. Nur ... wo sind die Quellen und die Beweise? Ach, ich vergass, als hörige Diener vom feministischen Zeitgeist und der politisch Korrekten muss man nur mit Dreck werfen, irgendwas wird schon hängen bleiben.

Doch dass ihr euch früher abends über Texten von Marx, Mao und Stalin einen runtergeholt gehabt und nachwievor von der grossen Revolution und totalitären Gleichmachung aller Menschen träumt, ist für euch natürlich vollkommen in (linksextremistischer) Ordnung. Aber wenn auch nur irgendwo ein kleiner Fascho sein könnte, wird gleich das ganze Antifa-Waffenlager scharf gemacht.

"Die Männerrechtsbewegung geht konform mit Sozialabbau und 68er-Bashing und kann realpolitische Erfolge, Universitäts-Konferenzen und eine Rebiologisierung von Geschlechterfragen vorweisen."

68er-Bashing ist mehr als angebracht. Denn die 68er sind die Brutzelle des linksfeministischen Zeitgeistes und Schuld an Dekaden voller Probleme. Seien dies Demographie, Überschuldung, Opferkult, Männerfeindlichkeit, Fortschrittsfeindlichkeit, Kulturvernichtung, Instrumentalisierung von Massenmorden zur Ausschaltung politischer Gegner und vieles mehr.

Und noch was: Wann waren die Geschlechterfragen je entbiologisiert? Ach, ich vergass, ich habe es hier mit Feministen (verkappten Marxisten) zu tun, welche die Realität ablehnen und lieber in ihrem Paradies der totalitären Gleichheit schwelgen - selbstverständlich auf unsere Kosten.

Es wird Zeit mit diesem ganzen Gesindel endlich abzurechnen.

Fürchtet unseren Zorn

Kommentare:

Feckless hat gesagt…

Oha...wie war das noch, "First they ignore you..."

Was ist denn jetzt eigentlich nochmal schlecht an Autobahnen?

Manifold hat gesagt…

Was schlecht an Autobahnen ist? Naja, Adolf hat ein paar davon gebaut ... irgendwie sowas.

Allerdings assen Nazis früher auch Brot, erfanden quasi den modernen Sozialstaat, erklärten den 1. Mai zu einem Feiertag (an dem heute vorallem Linke randalieren), führten den olympischen Fackellauf ein und noch zahllose weitere Sachen.

Irgendwie hören das die politisch Korrekten nicht so gerne. Vermutlich weil es das Hitlerregime in ein positives Licht rücken könnte. Was in meinen Augen völlig abwegig ist.

Gruss,
Manifold

struppiger hat gesagt…

Argumentationsmangel veranlasst die Schreiberlinge dieses Buches die Männerrechtsbewegung und Maskulisten "Braun" einzufärben.

Dazu kommen:
Mord- und Vergewaltigungsfantasien?
Und das alles auf nur 80 Seiten !?
Auf wievielen Seiten das Anliegen der Maskulisten tatsächlich und
objektiv behandelt wird ist klar,
ohne es zu lesen.
Hier geht es um Dämonisierung!!

Vom Qualitativen Unterschied eines Buches wie "Medusa schenkt man keine Rosen" und diesem Durchfall
ganz zu schweigen.

Anonym hat gesagt…

"In einigen Foren zitieren sie Nazi-Webseiten und verbreiten Vergewaltigungs- und Mordphantasien."

Die Type, die dieses Buch geschrieben hat, sollte mal einen Therapeuten aufsuchen..... :-)

Grüsse

Manhood

FEINSTOFF hat gesagt…

Nur nicht die Nerven verlieren. Einen Sieg kann nur davon tragen, wer den längeren Atem hat.

Anonym hat gesagt…

leute, leute, ich versteh nicht, wieso sowas überhaupt erwähnt wird. also, fassen wir mal kurz zusammen:

- ein 80-seitiges pamphlet kann man wohl kaum als "buch" bezeichnen. schon gar nicht, wenn es (was anzunehmen ist) im etwa postkarten-format mit einer 14-punkt-schrift mit großer laufweite daherkommt.

- der/die autor/in hat nicht den mumm, unter klarnamen zu schreiben. unseriös!

- und dann ist da noch der laden, der das herausbringt: beim unrast-"verlag" handelt es ich um eine im linksextremen spektrum angesiedelte plattform, die machwerke ebensolcher gesinnung publiziertein kurzer blick auf die webseite bestätigt dies.

- unra(s)t befand sich bereits im visier des verfassungsschutzes u. ist evtl. noch immer auf deren agenda. warum wohl?

- dort finden wir auch alte bekannte wieder, die vorher z.b. in der wikipedia ihr unwesen trieben, als da wären andreas kemper ("schwarze feder"), oder barbara mürdter ("barb") im zitat, die von a. hoffmann dermaßen den kopf gewaschen bekam, dass sie schließlich aufhörte, dort zu schreiben. na also, geht doch! mehr zu beiden unter:

kemper:
http://knol.google.com/k/volkmar-weiss/-/19iebpu8jegcn/25#_ednref3

barb:
http://genderama.blogspot.com/search?q=inside+wikipedia


- dass linksextreme uns maskulisten für eine so große gefahr halten, dass sie soger ein pamphlet dazu schreiben müssen, halte ich allerdings für ein ausgesprochen positives zeichen.

gruß
ein mitstreiter

Johannes hat gesagt…

ein mitstreiter sagte:

"- dass linksextreme uns maskulisten für eine so große gefahr halten, dass sie soger ein pamphlet dazu schreiben müssen, halte ich allerdings für ein ausgesprochen positives zeichen."

seh ich auch so, schöner find ich die kläglichen versuche bei mädchenmannschaft zu erklären der feminismus *heute* sei gar nicht männerfeindlich und es hätte sich viel getan seit blabla ihr kennt den scheiss. während dessen gibts auf mädchenmannschaft links zu radikalfeministischen seiten wie iblamethepatriarchy. ein link führte zu so einer seite wo behauptet wird eine-von-vier frauen werden in dtl. vergewaltigt (was ja behauptet dass die männliche bevölkerung als vergewaltiger diffamiert wird).

wie wärs also mit "Wie man sich lächerlich macht" part II?

manchmal drängt sich nämlich der eindruck auf es gäbe gar keinen unterschied zwischen gemässigten feministen und radikalen. sondern lediglich zwei verschiedene argumentationsweisen. von daher ist "wir-ham-doch-nix-gegen-männer" fraktion sogar eher schlimmer aufgrund ihrer verschleierungstaktik, im vergleich zu den leuten die thema des OP waren, die sich zielgerichtet selbst ins abseits befördern.

Anonym hat gesagt…

Normalerweise halte ich von deinen Texten ja wirklich viel, aber...

Doch dass ihr euch früher abends über Texten von Marx, Mao und Stalin einen runtergeholt gehabt und nachwievor von der grossen Revolution und totalitären Gleichmachung aller Menschen träumt, ist für euch natürlich vollkommen in (linksextremistischer) Ordnung.

Was bitte schön war das??

Drac

FEINSTOFF hat gesagt…

Hallo Admin, wieder einmal habe ich den Negativpreis "Schlusslicht" inklusive einer Presserundmail vergeben. Ich würde mich einmal mehr drüber freuen, wenn Du einen diesbezüglichen Artikel posten könntest. Siehe bitte www.schlusslicht.blogspot.com. Vielen Dank _ Tristan Rosenkranz

Manifold hat gesagt…

"Was bitte schön war das??

Drac"

Die Wahrheit. Schonungslos und direkt.

Gruss,
Manifold

FEINSTOFF hat gesagt…

Hallo Manifold,

wenn Du einen Posting zur Preisverleihung "Schlusslicht" machst, berücksichtige bitte unter News die Rücknahme des 1. Preises (siehe www.schlusslicht.blogspot.com).

Vielen Dank

Anonym hat gesagt…

"Die Wahrheit. Schonungslos und direkt."

Zwischen Wahrheit und Wirklichkeit gibt's aber einen gravierenden Unterschied.

Drac