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Freitag, 19. Dezember 2014

Der Vormarsch der Quotenfrauen

Neulich auf der Arbeit bin ich in einer ruhigen Minute mit meiner Bürokollegin ins Gespräch gekommen. Sie macht einen ähnlichen Job wie ich, nur in einem anderen Bereich in der Produktion. Es ging um unsere individuellen Erfahrungen bei den Vorstellungsgesprächen, welche unser jetziger Arbeitgeber mit uns geführt hat, bevor wir angestellt wurden. Ein paar kurze, amüsante Anekdoten später schoss es plötzlich aus ihr heraus: "Mich haben sie vermutlich auch nur angestellt, weil ich eine Frau bin!" Woher kommt wohl so eine Aussage und vor allem - ist sie gerechtfertigt?

Dass so eine Bemerkung plötzlich aus dem Nichts geschossen kommt, ist nicht weiter verwunderlich, schliesslich wird die Frauenquote nach dem vielen feministischen Geschrei wohl nun tatsächlich Realität in Deutschland - da kommt so mancher Mann und so manche potenzielle Quotenfrau ins Grübeln. Laut einer Umfrage des Führungskräfteverbandes VAA zum Beispiel machen sich immer mehr Männer in Führungspositionen der Pharma- und Chemiebranche Sorgen, dass die Frauenquote ihre Karriereaussichten negativ beeinflusst. Ganz im Gegenteil meine Frauen in diesen Bereichen der Wirtschaft, dass sich die Quote positiv auf ihre Karriere auswirken werde.

Natürlich ist so ein Ergebnis nicht überraschend, wenn man sich den erbärmlichen Kniefall der Politik vor der feministischen Deutungshoheit in den letzten Jahren hier in Europa anschaut. Was fehlt ist der Aufschrei der betroffenen Männer - wollt ihr euch nicht mehr nach Leistung messen lassen, sondern nach der gerade sich politisch in Mode befindenden Gruppenzugehörigkeit? Und die Frauen, die auf bessere Karriereaussichten hoffen - wollt ihr euch einem permanenten Generalverdacht aussetzen, dass ihr nicht wegen euren Fähigkeiten, sondern nur wegen eures Geschlechts befördert wurdet? Dass jeder Fehltritt, jeder kleine Misserfolg eurerseits gnadenlos mit dem Ausdruck "Tja, Quotenfrau ..." kommentiert wird?

Die Argumente gegen die Quote sind hinlänglich bekannt (siehe dazu unten). Dennoch möchte ich auf einen ganz besonderen Schlumpf in der Kommentarsektion des verlinkten FAZ-Artikels eingehen, welcher die berechtigte Kritik der anderen Kommentatoren mit folgendem Satz wegwischen wollte: "Liebste Männer: Das Privileg zu verlieren, mit einer 20fach höheren Wahrscheinlichkeit im Vorstand zu landen, ist keine Benachteiligung, sondern Demokratie." Es ist kein Privileg der Männer, sondern simple Stochastik, wenn Männer eine höhere Wahrscheinlichkeit haben, einen Vorstandsposten zu erlangen - wenn sich hundert Männer und eine Frau auf einen Job bewerben, ist nun mal die Wahrscheinlichkeit, dass ein Mann den Posten bekommt, ungleich höher. Die Schuld dafür liegt dann jedoch nicht bei den Männern, sondern bei den Frauen, die entweder nicht fähig oder bereit genug sind, sich genauso häufig zu bewerben. 

Inwiefern wir Männer jetzt dafür büssen sollen, dass Feministen nichts von Stochastik verstehen, entschliesst sich mir.

Nur wenige Frauen in der Privatwirtschaft werden von den Quotenregelungen profitieren - doch leiden werden sie alle. Schliesslich müssen die Firmen von unten möglichst viel Quotenfutter nachschieben, damit wenigstens eine gewisse Auswahl an Frauen für die mit Quoten belegten, höheren Sphären zur Verfügung stehen. Das führt dazu, dass sich jede Frau in einer Unternehmung - von der untersten Stufe der Karriereleiter bis zur obersten Hierarchiestufe - mit dem Verdacht der leistungsunabhängigen Vaginalbegünstigung konfrontiert wird. Eine gesetzliche Quote wird somit den Eindruck zementieren, dass es Frauen nicht aus eigener Kraft, sondern nur mit Quotenkrücken schaffen können. Ich halte deswegen die Einführung einer Frauenquote für zutiefst frauenverachtend - kein Wunder haben sich mehrere Managerinnen dagegen ausgesprochen.

Wie können Feministen ernsthaft behaupten, sie würden mit dieser Quotenschreierei zum Wohle der Frauen handeln?

Zumindest von meiner eingangs erwähnten Kollegin bin ich überzeugt, dass sie genauso wie die gerade erwähnten, mutigen Managerinnen, nicht auf eine Frauenquote angewiesen ist. Meine Kollegin und ich halten einander den Rücken frei und unterstützen uns gegenseitig. Darauf kommt es schliesslich am Ende des Arbeitstages in der Industrie an - auf eine gute Zusammenarbeit zwischen Männern und Frauen.

Und gute Zusammenarbeit entsteht nur, wenn man sich auf das Leistungsvermögen des jeweils anderen verlassen kann.



Europäische Kanalisationen - eine Männerdomäne wankt ...

Noch nicht genug gehabt?

Sonntag, 10. Juni 2012

George Reisman: Warum es mittelfristig keine Lohndiskriminierung im Kapitalismus geben kann

Die Lohndiskriminierungslüge rund um den "Gender Pay Gap" zwischen Mann und Frau ist eines der Standardwerkzeuge der feministischen Propaganda, um die öffentliche Empörung zu Gunsten von mehr weiblichen Privilegien zu geringen Kosten umzumünzen. Nun wurde dieses Lügenmärchen von Antifeministen, Maskulisten und Männerrechtlern schon intensiv mit Fakten, Studien und rein logischen Überlegungen widerlegt. 

Diese Gegenargumente zeigten Wirkung - so anerkennen viele Feministen, dass ein Grossteil des Gender Pay Gaps durch eigenes Verschulden der Frauen zustande kommt, doch sie behaupten nachwievor, dass der Rest durch Diskriminierung entstände, wie dies neuerdings der profeministische Männeraktivist Markus Theunert in seinem Brief an Alice Schwarzer tat - obwohl auch dies offiziell widerlegt wurde.

Vielfach wird von unserer Seite gegen eine behauptete Lohndiskriminierung argumentiert, indem angeführt wird, dass niemand in der Wirtschaft mehr Männer einstellen würde, welche die gleiche Leistung wie Frauen erbringen, dafür aber 23 % mehr Lohn kosten. Denn gerade die Löhne sind in westlichen Ländern einer der grössten Kostenpunkte in der Wirtschaft, so dass Einsparungen bei Firmen, welche nur Frauen einstellen würden, von mehr als ein Fünftel ohne Leistungsverlust ein gewaltiger Wettbewerbsvorteil gegenüber der "frauenfeindlichen" Konkurrenz darstellen würde. 

George Reisman liefert in seinem Buch "Capitalism" die genau gleiche Argumentation, wenn er erklären will, wieso mittelfristig im Kapitalismus zwangsläufig gleicher Lohn für gleiche Leistung gezahlt wird. Er tut dies, weil in den USA im Prinzip die gleiche Problematik herrscht, wie bei uns mit den Feministen - die dortigen Linken argumentieren analog, dass Schwarze in der Wirtschaft beim Lohn diskriminiert werden würden. Dass dem nicht so sein kann im Kapitalismus, führt Reisman gekonnt und auf ähnliche Weise wie vorher hier geschildert, aus. Allerdings versteht er als Meister seines Faches, dieses Argument wesentlich besser und anschaulicher zu präsentieren, als jeder von uns es bisher konnte.

In Folge dessen werde ich nun hier seine Kritik an der Lohndiskriminierungslüge in voller Länge zitieren (aus "Capitalism", S. 196 bis 199, hier online gratis und ohne Anmeldung nachlesbar). 

Zunächst stellt Reisman die These auf, dass Lohndiskriminierung bei Randgruppen und Minderheiten im Kapitalismus nur dann existiere, wenn diese vom Staat aktiv propagiert oder geduldet werde, weil ein freier Markt automatisch danach strebt, gleiche Löhne für gleiche Leistung zu zahlen: 

"Equal Pay for Equal Work: Capitalism Versus Racism

The uniformity-of-wages principle [= "In a free market there is a tendency toward an equalization of wage rates for workers of the same degree of ability"] must be understood as implying the existence of a powerful tendency under capitalism toward equal pay for equal work. Despite the prevailing belief that capitalism arbitrarily discriminates against such groups as blacks and women, the fact is that the profit motive of employers operates to eradicate all differences in pay not based on differences in performance. Where such differences persist, they are the result of government intervention or private coercion that is sanctioned by the government."

Er erklärt kurz den Mechanismus des uniformity-of-wages principle: 

"Where the profit motive is free to operate, if two kinds of labor are equally productive, and one is less expensive than the other, employers choose the less expensive, because doing so cuts their costs and raises their profits. The effect of choosing the less expensive labor, however, is to raise its wages, since it is now in greater demand; while the effect of passing by the more expensive labor is to reduce its wages, since it is now in lesser demand. This process goes on until the wages of the two kinds of labor are either perfectly equal or the remaining difference is so small as not to be worth caring about by anyone."

Nun geht Reisman dazu über, zu eklären, dass schon kleine, hypothetische Lohnunterschiede bei gleicher Leistung zwischen zwei Gruppen bereits gewaltige, positive Effekte für die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens und für den persönlichen Wohlstand des Unternehmers selbst hervorrufen, wenn die jeweils "billigere" Gruppe bevorzugt von ihm eingestellt wird: 

"As illustration of the fact that even very small differences in wage rates could not be maintained under capitalism, consider the following example. Assume that white workers of a certain degree of skill are paid $5 per hour. Assume that black workers of identically the same degree of skill can be hired for just 5 percent less, that is, for just 25¢ an hour less. Assume that a factory must employ 500 workers of this degree of skill. With a 40-hour week, over a 50-week year, this slight difference in hourly wage rates results in a saving of labor cost and a corresponding extra profit per year of $250,000 if the factory owner employs 500 blacks rather than 500 whites (for 25¢ x 500 x 40 x 50 = $250,000).

Even in the case of a small establishment employing only 10 workers, the annual saving in labor cost, and thus the extra profit attaching to the employment of blacks, would be $5,000 (since 25¢ x 10 x 40 x 50 = $5,000)— enough for the owner to afford a new car every other year or to make significant improvements in his business. It is doubtful that there are many employers so bigoted as to be willing to indulge their personal prejudice in favor of whites at a cost of $250,000 per year, or even $5,000 per year. The clear implication is that even slight differences in wage rates would make the employment of blacks in preference to whites virtually irresistible. Not only would a 5 percent differential in wages not be sustainable, but neither would a 2 percent or even a 1 percent differential. Every such differential would lead employers to hire blacks in preference to whites, and would thus bring about a further rise in the wage rates of blacks and a further fall in the wage rates of whites, until a virtually perfect equality was achieved."

Daraus folgert Reisman, dass jedes Vorurteil (oder neudeutsch: "bias") gegenüber bestimmten Gruppen bei der Einstellung in der Privatwirtschaft zwangsläufig "bad business", sprich, unvorteilhaft für den Unternehmer ist:

"Indeed, profit-seeking employers qua profit-seeking employers are simply unconcerned with race [and gender]. Their principle is: of two equally good workers, hire the one who is available for less money; of two workers available for the same money, hire the one who is the  better worker. Race [and gender] is simply irrelevant. Any consideration of race [or gender] means extra cost and less profit; it is bad business in the literal sense of the term."

Doch Reisman belässt es nicht bei dieser bisherigen Ausführung, welche der Argumentation der Männerrechtsbewegung gegenüber der Lohndiskriminierungslüge der Feministen im Wesen nach gleicht. Denn er geht nun dazu über, die Konsequenzen eines Szenarios zu schildern, in denen die Mehrheit der Unternehmer in einem Markt Vorurteile gegenüber Schwarzen (oder Frauen) hätten, diese also nicht beschäftigen wollen, während eine kleine Minderheit von rational denkenden Unternehmern nicht über diese gruppenbezogenen Ausschlusskritierien verfügen. Aus den Ergebnissen dieses Szenarios konkludiert er, dass mit der Zeit die rational denkenden, vorurteilsfreien Unternehmer sich gegenüber den bigotten Unternehmern durchsetzen werden: 

"It should be realized that one of the great merits of capitalism is that by its very nature employers are virtually compelled to be oblivious to race. The freedom of competition under capitalism ensures this result. For even if, initially, the majority of employers were so fanatically bigoted as to be willing to forgo extra profits for the sake of their prejudice, they would be powerless to prevent a minority of more rational employers from earning these extra profits. (“Rationality” in this context means not passing moral judgment against a person on the basis of his racial membership and not allowing such a judgment to outweigh the desire for profit. Such a judgment represents a logical contradiction in that morality pertains only to acts open to choice, while a man’s racial membership is not open to his choice. The irrationality is then compounded by the sacrifice of one’s own objective good—the earning of a profit—for the sake of the irrational judgment). 

Because of their higher profits, the more rational employers would have a relatively greater income out of which to save and expand their businesses than the irrational majority. Moreover, since they operated at lower costs, they could afford to charge lower prices and thus increase their profits still further by taking customers away from the irrational majority. The result of these factors would be that the more rational employers would tend to replace the less rational ones in economic importance. They would come to set the tone of the economy, and their attitudes would be transmitted to all other employers, who would seek to emulate their success. In this way, capitalism virtually guarantees the victory of rationality over racial [and gender-based] bigotry."

Nun begegnet Reisman dem Argument, dass gewisse, nützliche Talente und Fähigkeiten von Randgruppen und Minderheiten im Kapitalismus nicht zum Einsatz kämen. Wir kennen dieses Argument in leicht abgewandelter Form in der feministischen Version, welche behauptet, dass die "sanftere und risikoaversere Art von Frauen zu führen" und die damit zusammenhängenden, höheren Gewinne für Firmen in einem männlich geprägten Umfeld bewusst ferngehalten werden würden (Fakt ist jedoch, dass die Wirtschaft händeringend weibliche Führungskräfte sucht, dass Frauen genauso rücksichtslos, machtgeil und egozentrisch wie Männer führen, sogar wegen mangelnder Erfahrung noch mehr Risiken eingehen und die Gewinne eines Unternehmens bei steigender Frauenquotierung im oberen Fühungssegment signifikant zurück gehen - aber das nur so nebenbei). 

Daraus folgt, dass wenn Angehörige von "unterrepräsentierten" Gruppen tatsächlich überlegene Fähigkeiten aufweisen, diese sich mittelfristig zwangsläufig in der Wirtschaft gegenüber dem gewöhnlichen Arbeiter durchsetzen werden:

"This discussion also provides a rebuttal to the accusation that under capitalism the skills and abilities of groups such as blacks are not utilized. For it follows that the unhampered profit motive leads employers to place the members of all groups in the highest positions for which their skills and abilities qualify them. Consider the following example. Assume that a skilled lathe operator must be paid $15 per hour, and that black workers who have been taught this skill in a trade school are presently employed as janitors at $5 per hour. The black workers would almost certainly be willing to change their jobs for a raise to, say, $10 an hour. Any employer who hired them as lathe operators at $10 per hour would thereby add $5 to his profits for every hour of their work, as compared with employing whites. Over the course of a year composed of 50, 40-hour weeks, his extra profit would amount to $10,000. And this would be on the labor of just one man.

It is obvious that under capitalism, if the skills and abilities of blacks or any one else are being wasted in low-skilled, low-paying jobs, it is to the financial self-interest of employers to change the situation, indeed, to seek out such workers, and in many cases even to incur substantial costs in training them. And it follows that the greater the extent to which a group’s skill or ability is wasted, the greater is the profit to be made by rectifying the situation. For example, if a black with the ability to do the work of a $100,000-a-year company vice president is working as a $20,000-a-year clerk, it is even more to the interest of an employer to seek him out and rectify the situation than in the case of the lathe operator working as a janitor. In this case, the employer could double the black worker’s salary to $40,000, and at the same time add $60,000 to his own profits by employing him in a capacity commensurate with his skill and ability.

Of course, just as in the initial case, the wages and salaries of blacks brought into the more skilled and higher-level jobs would more and more tend to match those of the white workers performing these jobs. Because as employers competed for blacks, their wages would rise, while, in order to be competitive with the black workers, the white workers would have to accept reductions. Indeed, once the first few blacks or members of other groups in a comparable situation are brought into an occupation in which they were previously unrepresented  and succeed in proving their ability by actual satisfactory performance, a dynamic effect ensues. The breaking of the taboo, followed by the visible proof of its lack of rational foundation, changes the way in which such individuals are viewed. The demand for their services then greatly increases. (The history of major league baseball provides an excellent illustration. Once the taboo on the admission of blacks was broken with the employment of the very able Jackie Robinson, all barriers to the admission of blacks soon fell.)

In connection with the fact that free competition with members of so-called minority groups can entail a fall in the wage rates of the average member of the groups already established, most notably, white male workers, it should be realized that any such reductions in wage rates would take place as part of a process operating to raise the real wages—the actual standard of living—of the average member of all groups. For it would be accompanied by reductions in the prices of consumers’ goods greater than any reduction in after-tax money incomes experienced by the average member of the groups already established. This conclusion is conclusively demonstrated in later chapters of this book."

Zu guter Letzt erklärt Reisman, welchen negativen Effekt Gleichstellungspolitik auf den Aufstieg von auf diese Art und Weise privilegierten Gruppen hat, denn würde man nun zum Beispiel zum Lohn der Frauen einfach den "Gender Pay Gap" dazu addieren (wie es die Feministen fordern), dann verlieren Frauen ihren Wettbewerbsvorteil gegenüber Männern. Sie würden genauso teuer werden, wie Männer, was dazu führen würde, dass sie nicht mehr bevorzugt eingestellt werden (dieses Gegenargument setzt natürlich voraus, dass es tatsächlich so etwas wie eine von Feministen behauptete, echte Lohndiskriminierung gäbe!):

"Ironically, such measures as equal-employment-opportunity laws directly rule out the very possibility of employing blacks or women at lower wages for the same work as whites or men. They thus directly prevent businessmen from finding the employment of blacks or women in the higher positions to be unusually profitable—profitable enough to begin defying traditions and customs based on nothing more than empty stereotypes."

Gesamthaft kann man also sagen: Wären Feministen tatsächlich an der Abschaffung von Diskriminierung interessiert und nicht einfach an kurzsichtiger Privilegierung ihrer weiblichen Klientel auf Kosten von Männern, dann würden sie ihre dümmlichen Gleichstellungsmassnahmen wie Frauenquoten, Ausgleich des "Gender Pay Gaps" ohne vermehrte Eigenleistung und andere Frauenfördermassnahmen abschaffen und stattdessen mehr Kapitalismus fordern. Aber dafür müsste man nicht nur über die eigene Nasenspitze hinaus denken können, sondern auch noch etwas vom Kapitalismus verstehen - was angesichts der weit verbreiteten, politisch linken Einstellung vieler Feministen nahezu hoffnungslos ist.

Sonntag, 18. März 2012

Theunert wird erster "Männerbeauftragter" im schweizerischen Staatsfeminismus - ein maskulistischer Kommentar

Vor Kurzem wurde Markus Theunert von Männer.ch zum ersten Männerbeauftragten im schweizerischen Staatsfeminismus ernannt. Dieser Blogeintrag beschäftigt sich zunächst damit, wie Theunert dies in überraschend kurzer Zeit geschafft hat, was die Männerrechtsbewegung von ihm erwarten kann und was "geschlechterpolitisch orientierte" Männervereine von seinem Aufstieg lernen könnten. 

Als ich klein war, hörte ich ein Lied namens "Puppet on a string" von einer gewissen Sandie Shaw aus den 60ern. Das Lied handelt von einer Frau, die wie eine Marionette von einem Liebhaber emotional hin und her geschaukelt wird. Als ich vor knapp zwei Wochen aus den Medien erfuhr, dass Markus Theunert die erste Männerbeauftragte in der Fachstelle für Gleichstellung von Mann und Frau des Kantons Zürich, ja der ganzen Schweiz werden sollte, wurde ich sofort an dieses Lied erinnert. Denn für den schweizerischen Staatsfeminismus ist Theunert zunächst einmal genau das - eine erhoffte Marionette als dringend benötigte, männliche Legitimitätsfassade, so dass man im Hintergrund weiterhin die einseitige Privilegierung von Frauen auf Kosten von Männern vorantreiben kann.

Denn wer tatsächlich denkt, nun werde das gynozentrische System zu Gunsten der Männer reformiert und die echten Probleme der Männer angegangen, der wird sich gewaltig täuschen.

Schliesslich war und ist die Gleichstellungspolitik der Schweiz fest in feministischer Hand und folgt deshalb streng einer ideologisch entsprechend konformen Agenda. Erst in letzter Zeit ist die unheimliche Maschinerie dieses abscheulichen Molochs immer mehr unter Druck geraten, so dass auch schweizerische Feministinnen immer offener für eine männliche Legitimitätsfassade werden - wie sie bereits in Deutschland in Form des Bundesforums für Männer aufgebaut wurde:

"Die Diskurshoheit ist von der traditionellen Männerbewegung an die Antifeministen übergegangen. In Deutschland hat die Politik diese Gefahr erkannt und finanziert ein «Bundesforum Männer», in dem die profeministischen Gruppierungen der beiden Kirchen, der Grünen und der SPD antifeministische Positionen bekämpfen, die längerfristig die etablierte Frauen- und Familienpolitik herausfordern könnten. Verdrängung wird aber auf Dauer nicht helfen, sondern nur die Akzeptanz, dass auch Männer Probleme haben und Benachteiligungen ausgesetzt sind." (Walter Hollstein, Quelle)

Im Folgenden werden wir aus den Auftritten Theunerts und seines Vereins, anhand den von ihnen getroffenen Entscheidungen und ausgeführten Handlungen abzuleiten versuchen, was für ein Männerbeauftragter Theunert werden könnte und abschätzen, wie viel Handlungsspielraum Theunert als Männerbeauftragter haben wird. Wir werden einerseits sehen, wie kompatibel Theunert mit den ideologischen Erwartungen des Staatsfeminismus ist, weshalb er dahingehend nicht einmal gross eine Wahl hat und was wir schlussendlich von diesem ungewöhnlichen Ereignis halten sollen.

Aber andererseits werden wir auch einen gewieften Organisten der schweizerischen Geschlechterdebatte kennen lernen, der es geschickt verstand und versteht, den heranziehenden, antifeministischen Sturm für sein eigenes Vorankommen und jenes seines Vereins Männer.ch auszunutzen.

Gerade Anhänger der deutschen, geschlechterpolitisch orientierten Vereine Manndat e.V. und Agens e.V. sollten hier aufhorchen und dringendst weiterlesen. Denn sie werden so einiges von diesem Mann lernen können.

Theunerts verzuckerte Brechstange

Theunert und ich könnten als Personen weltanschaulich nicht verschiedener sein - was bei einem von mir dokumentierten Rededuell zwischen ihm und mir beim Abendessen des zweiten Antifeminismustreffens klar zum Vorschein tritt. Denn während ich als Maskulist jede Art von Geschlechterpolitik (für Frauen UND für Männer) klar ablehne, da in ihr Einseitigkeit und ideologische Empfänglichkeit vorprogrammiert sind, sieht Theunert das Heil aller Männerprobleme in der Etablierung einer Gleichstellungspolitik für Männer analog zum frauenbegünstigenden Staatsfeminismus. Genauso wie die Feministinnen, glaubt Theunert an "Rollenzwänge", welche Männer und Frauen in fest gefahrene Lebensmuster pressen würden, welche nur mit Geschlechterpolitik "überwunden" werden könnten. Bei solch' einer Gesinnung ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass für Theunert und seinem Verein Männer.ch der Einsatz für Männerrechte nicht relevant genug sind, um sie ins Zentrum ihrer Arbeit zu stellen.

Man darf allerdings nicht allzu streng mit ihm sein. Schliesslich hat Theunert, der bereits seit längerem in der von Feministinnen dominierten, eidgenössischen Kommission für Frauenfragen den Alibimann gegeben hat, wirklich hart für diesen Posten gearbeitet - denn es ist für einen Mann nicht einfach, sich bei den notorisch maskuphoben und misandrischen Feminazis des schweizerischen Staatsfeminismus Wohlgefallen zu erarbeiten. Da muss man das richtige Mass an Ideologietreue einerseits und Druckkulisse andererseits aufbauen um den ersehnten Traum eines Zugangs zu den staatlichen Trögen der Geschlechterpolitik für sich und seinen Verein wahr werden zu lassen.

Dabei ging und geht Theunert clever vor, wie wir im Folgenden sehen werden, und nutzte das Auftauchen des organisierten Antifeminismus und die Aktionen von Väterrechtlern geschickt für seine Zwecke.

Zuerst hat Theunerts Verein Männer.ch sich gehorsamst von der IGAF Schweiz distanziert, als das erste, internationale Antifeminismustreffen an stand und sein Verein "um einen Positionsbezug gebeten" wurde. Artig wurde dabei das feministische Binnen-I benutzt und die Lohndiskriminierungslüge aufgesagt. Anschliessend drängte er sich uns als Referent für das zweite, internationale Antifeminismustreffen auf und spielte dort den profeministischen Moralisten - man kann schliesslich immer gut von der Medienaufmerksamkeit anderer profitieren und dabei gleichzeitig den Feministinnen signalisieren, dass man sich alle Türen offen hält - erst recht, wenn man wie Theunert gleich noch vorschlägt, dass Antifeministen und Männer.ch sich regelmässig zweimal pro Jahr treffen sollen.

Sein guter Kumpel (und Bruder im Geiste) Oliver Hunziker durfte in der von Theunert gegründeten "Männerzeitung" eine polemische und verzweifelte Anklageschrift gegen den wachsenden, organisierten Antifeminismus hier in der Schweiz veröffentlichen, in der schon damals die auch von Theunert immer wieder hervorgebrachte Klage nach staatlichen Mitteln für eine "Männerpolitik" laut wurde. Ein weiteres Mal konnten sich die beiden somit bei ihren erhofften, zukünftigen Arbeitsgeberinnen einschmeicheln - gleichzeitig konnte man die düster am Horizont stehenden, antifeministisch geladenen Wolken dazu benutzen, subtil Druck auszuüben und sich selber ganz unbescheiden als "konstruktive Alternative" anzupreisen. Im gleichen Muster agierte Theunert in einem NZZ-Artikel, in dem er zwar einerseits den zunehmend mächtiger werdenden Antifeminismus kritisierte (er weise "totalitäre Züge" auf), aber andererseits Verständnis für unsere Anliegen äusserte und selbstverständlich seinen Verein und sich selbst als eine bessere Alternative anpreiste.

Des Weiteren liessen Hunziker und Theunert sich von der falschen Schlange Sommaruga mit einem gross von ihm gefeierten Kompromiss zum gemeinsamen Sorgerecht abspeisen, der sich bei genauerem Hinsehen als inhaltslos und leer entpuppte. Nachdem man aber über Monate mit Mahnwachen direkt vor der Türe des schweizerischen Staatsfeminismus und mit mehreren hundert Kilogramm an Sommaruga verschickten Pflastersteinen Druck aufgebaut hatte!

Man sollte diesbezüglich die psychologische Wirkung dieser Aktionen nicht unterschätzen - Pflastersteine, die bei Krawallen immer wieder von Radikalen geworfen werden, als Handlungsaufforderung zu verschicken ist ein deutliches Signal und Mahnwachen im tiefsten Winter nahe dem Wiederwahltermin der verantwortlichen Bundesrätin Sommaruga direkt vor der Schwelle ihres Arbeitsplatzes lösen bei der Betroffenen auch sicherlich so einige unangenehme Denkprozesse aus.

Schlussendlich war das eigentliche Ziel - Aufmerksamkeit durch psychologischen Druck auf der einen Seite und die Zuschaustellung des Gehorsams als "konstruktiver, gleichstellungsorientierter Dialogpartner" durch das übereifrig schnelle Akzeptieren eines hohlen Kompromisses auf der anderen Seite - erneut erreicht, so dass das Pochen auf eine echte Lösung der gravierenden Probleme für Theunert wohl nicht weiter nötig war. Man will schliesslich Teil des Staatsfeminismus werden, nicht "Männerrechte in den Zentrum der Arbeit stellen".

Den vorletzten Streich zog er erst vor knapp drei Wochen ab, als er auch den Vätern Elternschaftsurlaub und Teilzeit ermöglichen wollte und dabei Männer doch tatsachlich wie die Frauen als "Opfer der gläsernen Decke" porträtierte (eine rhetorisch klug gewählte Phrase, welche Feministinnen sicher aufhorchen liess) - mit dem kleinen aber hässlichen Haken, dass, im Gegensatz zu den Frauen, die Väter diese Nettigkeiten gefälligst aus eigener Tasche finanzieren sollten.

Sein Vorschlag enthielt genau die richtige Mischung an Degradierung des Mannes zum Bürger zweiter Klasse auf der einen und genügend feministische Ideologietreue auf der anderen Seite, so dass die Feministinnen erneut begeistert waren - nicht nur wollte Theunert die Männer durch seine Vorschläge von der Berufswelt weghalten, was die Feministinnen schon seit Jahren durch Umerziehung und Behinderung erreichen wollen, so dass Frauen schneller "aufholen" können, nein, die haarigen Biester sollen sogar noch selber dafür zahlen müssen!

Ein solch' genialer Einfall hat die notorisch unkreativen Feministinnen natürlich tief beeindruckt und ihm sicherlich so einige Sympathiepunkte eingebracht. Denn was lässt die Bürger zweiter Klasse noch deutlicher merken, dass sie in den Augen des Feminismus keinen Furz wert sind, als wenn sie für jene Privilegien, die Frauen gratis erhalten, erst noch jahrelang schuften und zahlen müssen? Solch' eine subtile, aber wirksame Form der Demütigung des männlichen Geschlechts wäre wohl kaum einer Feministin in den Sinn gekommen!

Das vorläufig letzte Kapitel in der Historie Theunerts wurde nun letzte Woche eröffnet - sein medial lautstark betrommelter Aufstieg als der erste Männerbeauftragte in der Schweiz und somit die heiss herbeiersehnte Einbettung in den Staatsfeminismus. Geschickt hat er also die sogenannte "verzuckerte Brechstange" eingesetzt, indem er sich nicht scheute, den Antifeminismus und den Staatsfeminismus gleichermassen zu hofieren um bei den Feministen einerseits die gefühlte Drohkulisse weiter auszubauen und andererseits seine Konstruktivität hervor zu putzen.

Man muss Theunert zugestehen, dass er seine verzuckerte Brechstange meisterlich eingesetzt hat.

Der erste Männerbeauftragte

Doch jetzt, da Theunert die erste Männerbeauftragte im schweizerischen Staatsfeminismus ist, was wird er denn nun alles für uns Männer tun?

Wird er die einseitigen Zwangsdienste für Männer anprangern, welche die Schweiz als eines der wenigen westlichen Länder noch kennt? Wird er das höhere Renteneintrittsalter für Männer im Vergleich zu Frauen bei erheblich niedriger Lebenserwartung kritisieren? Wird er die leeren Versprechen rund um das gemeinsame Sorgerecht zurückweisen und konkrete und vor allem rasch umsetzbare Lösungen fordern? Wird er sich dem Thema der Falschbeschuldigungen gegen Männer annehmen? Wird er etwa die weit verbreitete Männerabwertung in Werbung und Medien anklagen?

Nö.

Seine Aufgaben beschränken sich fast schon lächerlicher Weise darauf, Jugendlichen den Zugang zu "Mädchenberufen" zu erleichtern, Familien, in denen Frauen die Rolle des Haupternährers übernehmen, zu unterstützen und Vätern so mehr (selbstbezahlte?) Teilzeitarbeit zu ermöglichen. Denn der schweizerische Staatsfeminismus wolle auch "Männer zum Mitreden einladen" und damit ein "starkes Signal senden". Auch soll er Väter bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie unterstützen. So soll laut seiner Chefin "die Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern hergestellt werden". Doch was vom feministischen Verständnis von "Gleichberechtigung" zu halten ist, wissen wir schon längst. Auch das Organisieren von "unbezahltem Urlaub" für Männer zu Gunsten von Elternschaft und Ehrenamt gehöre zu seinen Aufgaben.

Und da hört der feministisch korrekte Tätigkeitskatalog des ersten schweizerischen Männerbeauftragten schon auf. Jungen sollen in jene Berufe getrieben werden, aus denen man Frauen mit allen Mitteln herausholen will, da diese schlecht bezahlt und als geringwertig eingestuft werden. Jeder Junge, der in so einem Beruf Fuss fasst, ist eine Frau weniger, die dort unter "entwürdigen Bedingungen" arbeiten muss. Männer sollen weniger arbeiten und weniger Karriere machen, so dass Frauen aufholen können. Da passt die gerade beschriebene Tätigkeit des ersten Männerbeauftragten natürlich perfekt zur feministischen Agenda, welche auf die Ermächtigung und Privilegierung von Frauen abzielt. Wer da noch davon träumt, dass Theunert mit echten Männerproblemen abrechnen würde, hat sich also gründlich geschnitten. Es wird also erneut klar, dass das grösste Hindernis auf dem Weg zur wahren Gleichberechtigung und zur Behebung der Männerdiskriminierung der Feminismus generell und insbesondere der institutionalisierte Feminismus bilden - es ist deshalb verständlich, dass Maskulisten die Abschaffung des Staatsfeminismus und jeglicher Geschlechterpolitik fordern.

Dies alles erfolgt natürlich getreu der Maxime von Theunerts Verein:

"Wir verweigern uns dabei dem einfacheren Weg, uns als «Emanzipationsverlierer» zu gebärden und die (durchaus bestehenden) Diskriminierungen von Männern ins Zentrum unserer Arbeit zu stellen." (hier; von Männer.ch)

Sogar Walter Hollstein hat festgestellt, das Theunerts Verein alles andere als Männerrechte im Kopf hat:

"Jedenfalls hat sich die schweizerische Gleichstellungspolitik um keinen Millimeter bewegt; trotz demokratischem Etikett macht sie einseitig Frauenpolitik; sie braucht das Feindbild Mann, um ihre Ressourcen zu legitimieren. Die traditionelle Männerbewegung – wie sie etwa «männer.ch» vertritt – traut sich nicht einmal, auf die Probleme des eigenen Geschlechts aufmerksam zu machen. Beliebter ist, sich für Frauenquoten in Verwaltungsräten einzusetzen, obwohl das beileibe kein Männerthema ist. Auf der Strecke bleiben Diskriminierungen von Männern beim Zwang zum Militärdienst, bei der Alters- und Gesundheitsversorgung, die steigende Arbeitslosigkeit, die inzwischen signifikant höher ist als die der Frauen, die frühere Sterblichkeit, die höhere Suizidrate und Ungerechtigkeiten beim Scheidungs- und Sorgerecht. Das Debakel der Buben ist seit Langem absehbar, ohne dass es von «männer.ch» angesprochen wird: die wachsende Bildungsmisere, die dramatische Abbruchrate in der Ausbildung, die neunmal höhere Suizidanfälligkeit, die zunehmende Orientierungslosigkeit, wie sie sich zum Beispiel in Vandalenakten, Autoraserei oder Gewalt äussert." (Quelle)

Es ist richtig, dass man dieses fehlende Engagement anprangert. Aber je mehr man über Theunert nachdenkt, desto wahrscheinlicher könnte es sein, dass auch dies hier nur ein weiterer Trick ist, um an die Schalthebel der Macht zu kommen. Doch sogar wenn sich in Theunert irgendwo ein Männerrechtler versteckt, der nur auf den richtigen Moment wartet, sollte man sich angesichts des stramm ideologischen Umfelds des Staatsfeminismus nicht allzu viel versprechen.

Warum Hoffmann versagt und Theunert Erfolg hat

Genauso wie Theunert hier in der Schweiz verfolgt Hoffmann in Deutschland das gleiche Ziel - beide wollen Teil der vom jeweiligen Staatsfeminismus dominierten Geschlechterpolitik werden - allerdings läuft dies momentan für Hoffmann alles andere als rosig. Doch während Theunert noch bescheiden nur seinen Verein in den Staatsfeminismus einbinden will, möchte Hoffmann die gesamte Männerrechtsbewegung in die staatliche Obrigkeit reinochestrieren:

"Sobald die Männerrechtsbewegung Teil der Geschlechterpolitik in Deutschland geworden ist, dürfte Gesterkamp feststellen, dass er seinen "cordon sanitaire" lediglich um sich selbst gezogen hat und jetzt darin festsitzt wie in einem verschütteten Bunker."

Es dürfte diese Aufgeblähtheit des eigenen Selbst sein, welche Hoffmann steigendes Misstrauen innerhalb der eigenen Reihen einbringt. Wenn er Agens e.V. in diese Richtung steuern will, dann ist das sein Recht, dass dies jedoch andere Aktivisten der Männerrechtsbewegung anders sehen und nichts damit zu tun haben wollen, kann er dann natürlich nicht einfach akzeptieren.

Denn wenn die Männerrechtsbewegung in den Staatsfeminismus eingegliedert werden soll, dann muss notwendigerweise alles, was nicht passt abgestutzt und weggerupft werden. Unter diesem Licht wird auch deutlich, weshalb sich Hoffmann in letzter Zeit so viel Mühe gibt, sich und seine Jünger als die einzig wahre Männerrechtsbewegung zu porträtieren, während auf alles, was nicht in diese Staatsfeminismus konforme Vorstellung passt, rumgehackt wird - sei es auf Anonyme, auf unerwünschte Andersdenkende oder unliebsame Foren. Manndat ist da auch nicht besser, wie man an einer inoffiziellen Stellungsnahme Eugens zu dem Thema sieht. Generell findet man bei Hoffmann ein stark ausgeprägtes Bedürfnis, anderen vorschreiben zu wollen, wie sie zu denken, zu reden und zu meinen haben - als liessen sich Leute, die gerade mühsam die feministischen Denkverbote abgeschüttelt und widerlegt haben, freiwillig wieder in die Fesseln ideologischer Sprach- und Denkverbote legen.

Im Gegensatz zu Hoffmann, der sich einerseits so dermassen penetrant linksideologisch korrekt positioniert, dass ihm Pudel wie Kemper und Feministen des Bundesforums sogar schon wieder misstrauen und andererseits sich in alle Richtungen innerhalb und ausserhalb der Männerrechtsbewegung isoliert, stellt sich Theunert wesentlich und um Längen geschickter und cleverer an.

Zum einen biedert sich Theunert zwar auch ideologisch an den Staatsfeminismus an, doch er hält sich dennoch in alle Richtungen die Türen offen, indem er zum Beispiel sich regelmässig mit den Antifeministen trifft (was von Theunert ausging!) und sogar bei ihnen auftritt, aber auch dem Staatsfeminismus gegenüber ein offenes Ohr zeigt. Seine Devise scheint zu sein, dass er prinzipiell bereit ist, allen Akteuren der Geschlechterpolitik, vom Antifeminist bis hin zur strammen Feministin, zuzuhören und anschliessend ihre Anliegen zu prüfen (wenn auch vor allem für seinen eigenen Nutzen) - so kann sich Theunert in der Öffentlichkeit als konzilianter und dialogbereiter Brückenbauer porträtieren, was beim Volk, das sich nicht für die Feinheiten der antifeministischen oder feministischen Weltbilder interessiert, immer gut ankommt.

Diese Theunert'sche Dialogbereitschaft in allen Richtungen wirkt wesentlich seriöser und vernünftiger als die Hoffmann'sche Strategie der verbrannten Erde, welche nur die Bewegung weiter spaltet und Missgunst und Zwietracht sät. Und offensichtlich hat Theunerts Bereitschaft, mit Antifeministen zu reden, seine Aufnahme im schweizerischen Staatsfeminismus nicht aufgehalten - im Gegenteil!

Über die Erfolgsstory Theunerts sollten Hoffmann und Eugen einmal nachdenken, bevor sie sich das nächste Mal von allen distanzieren und jeden, der nicht in ihr Verständnis der Männerrechtsbewegung passt, schikanieren, in der Hoffnung, vom deutschen Staatsfeminismus erhört zu werden. 

Der fatale Teufelskreis

Es ist naheliegend, warum ein Männerrechtler im Staatsfeminismus so gut wie gar keine echten Männerprobleme lösen können wird, denn sobald man den Graben zwischen „radikalen“ und „konstruktiven“ Männeraktivisten  auftut, um sich beim Staatsfeminismus einzuschleimen, setzt man nämlich einen unaufhaltbaren Mechanismus in Bewegung. 

Denn "Radikale" und "Konstruktive" besitzen aufgrund der gleichen Thematik zwangsläufig ähnliche Forderungen in gewissen Bereichen – und so lange dies so ist, werden die angehimmelten, feministischen Herrinnen immer einen Grund haben, weshalb sie auf die Bitten der „Konstruktiven“ nicht eingehen wollen oder können, denn sie hätten nach wie vor noch „zu viel“ mit den „Radikalen“ gemeinsam. 

In dieser Klemme kann ein „Konstruktiver“ nur zwischen zwei Wegen wählen – entweder er distanziert sich immer weiter von den „Radikalen“ und verwässert damit notgedrungen seine Forderungen und seine Position immer weiter in die feministische Konformität und somit in die männerrechtlerische Bedeutungslosigkeit hinein (diese Entwicklung ist klar bei VAFK und Männer.ch zu beobachten). Oder er steht zu seinen Forderungen und läuft Gefahr, aufgrund nach wie vor bestehender Gemeinsamkeiten mit dem Staatsfeminismus ablehnenden Teil der Bewegung als „Radikaler“ gebrandmarkt und von den potenziellen Arbeitgeberinnen ausgeschlossen zu werden (dieses Damoklesschwert schwebt momentan über Hoffmanns Haupt). 

Diese Gemeinsamkeiten können dabei trivialster Natur sein – denn wenn eine totalitäre Ideologie mit breiter Machtbasis wie der Staatsfeminismus nach Vorwänden sucht, um unbequeme Forderungen und Personen auszuschliessen und abzuwehren, ist sie nicht allzu wählerisch. Das Endresultat dieses fatalen Teufelskreises erblickt man im Bundesforum für Männer, welches so gut wie nichts für uns Männer erreicht, während er das mittlere Stadium derselben in Theunerts genderistischen Ideologietreue und das Anfangsstadium in Hoffmanns und Eugens Tiraden gegen unkonforme Elemente der Bewegung erblickt. 

Gerade Theunert konnte sich diesem Verdacht des Radikalismus effektiv entziehen, weil er einerseits ein notorischer Genderist ist, der Männerrechte ausklammert, dem Feminismus nach den Mund redet und somit in den Augen des Staatsfeminismus wesentlich weniger bedrohlich erscheint, als Hoffmanns aufgesetzt wirkenden und sogar für einen Pudel wie Kemper leicht durchschaubaren Distanzierungsversuche. 

Doch Hoffmann bewegt sich momentan immer mehr in Richtung Theunert, weil er wohl instinktiv spürt, dass er sonst sein begehrtes Plätzchen in der vom Staatsfeminismus dominierten Geschlechterpolitik Deutschlands vergessen kann. So behauptet er, dass Genderismus positive Effekte für Männer haben könne und seine Agens e.V. lehnt den Kampf für Männerrechte ab. Und mittlerweile assoziiert sich Hoffmann sogar mit einem Aktivisten, der indirekt zugibt, dass er an das feministische Phantasiekonstrukt namens "Patriarchat" glaubt. Hoffmann sind jedoch in dieser Hinsicht enge Grenzen gesetzt, wenn er sich nicht selber widersprechen und somit unglaubwürdig machen will - er kann somit bei weitem nicht ideologisch so beweglich wie Theunert werden.

Denn Fakt ist, dass sein Werk "Sind Frauen bessere Menschen?", in dem Hoffmann haarklein feministische Lügen widerlegt und schonungslos Männerrechte einfordert, wesentlich irritierender für einen über die weibliche Privilegien wachenden Staatsfeminismus sein muss, als irgendwelche bösen, rechten Gespenster im Netz. Da wird ihm noch so viel Distanzieren nichts einbringen - denn jede Feministin kann in diesem Werk nachlesen, wie Hoffmann wirklich tickt, so dass Hoffmann wohl beim Anschmiegen an den Staatsfeminismus schlussendlich über sich beziehungsweise sein eigenes Werk stolpern wird.

Konklusion

Theunert versteht es, die Klaviatur der Macht zu spielen. Indem er einerseits einen wirksamen Kontrast zwischen dem bösen antifeministischen Sturm und dem weniger schlimmeren Übel in Form seiner eigenen Person aufbaute und andererseits dennoch den Kontakt zu allen Gruppierungen aufrecht erhielt, so dass schlussendlich er im Kontrast zu allen anderen dialogverweigernden Fraktionen auf beiden Seiten als das "konstruktive" Bindeglied der gesamten Geschlechterdebatte angesehen wird.

Dabei hat er massiv vom Auftauchen des organisierten Antifeminismus profitiert. Durch seine erstaunlichen Instinkte und mit dem "bösen Antifeminismus" als perfekte und öffentlichkeitswirksame Drohkulisse hat Theunert es geschafft, binnen kürzester Zeit als anfänglich unbekannter Männeraktivist sich bis in die ideologische Warte des Staatsfeminismus vorzuarbeiten - etwas, was Hoffmann von Agens e.V. und Eugen von Manndat e.V. trotz grösster Anstrengungen wohl für Jahre wenn nicht sogar Jahrzehnte hinaus verwehrt bleiben wird.

Aber ob Theunert in dieser neuen Position tatsächlich eine Bereicherung für das männliche Geschlecht wird und auch konkrete Anliegen der Männerrechtsbewegung wird umsetzen können, wage ich aus den bereits beschriebenen Gründen dennoch sehr zu bezweifeln.

Doch wer weiss?

Bis vor Kurzem hat niemand auch nur daran gedacht, Leute, die sich offen mit Antifeministen in der Öffentlichkeit abgeben, auch nur in die Nähe eines staatlichen Ministeriums zu lassen, geschweige denn dort einen separaten Posten für so einen zu kreieren. Es könnte also durchaus sein, dass Theunert seine Instinkte auch in einem Bundesbetrieb einzusetzen weiss, um nicht nur Feminismus konforme Anliegen umzusetzen, sondern vielleicht auch einzelne, echte Fortschritte für das männliche Geschlecht zu erzielen. Das wird jedoch nichts daran ändern, dass die staatliche Vormachtstellung des Feminismus an sich nach wie vor das grösste Hindernis auf dem Weg zur wahren Gleichberechtigung ist und somit komplett abgeschafft werden muss - sogar so ein umtriebiger und geschickter Einfädeler wie Theunert macht daran keinen Unterschied.

Man darf aber dennoch gespannt sein, was Theunert im schweizerischen Staatsfeminismus so alles anstellen wird. Er kann sich sicher sein, dass er von allen Seiten, insbesondere auch von den deutschen "gleichstellungsorientierten" Vereinen wie Agens e.V. und Manndat e.V., aber auch von Maskulisten und Antifeministen genauestens beäugt werden wird - aber so wie man Theunert kennt, wird ihm das nicht viel ausmachen - im Gegenteil.


Theunert: Marionette oder gewiefter Stratege?

Sonntag, 12. Februar 2012

"Argumente gegen den Antifeminismus" - ein maskulistischer Kommentar Teil VI

Dies ist der sechste Teil der Widerlegung einer feministischen Broschüre der Friedrich Ebert Stiftung, welche antifeministische Positionen zu entkräften versucht. Siehe Teil I, Teil II, Teil III, Teil IV und Teil V. Der gute alte Norbert hat selbstverständlich auch zu diesem Teil bereits einige Gegenargumente verfasst. Auch Manndat hat im Juni einen kritischen Kommentar zu dieser Broschüre herausgegeben. Ausserdem hat der grosse Maskulist Savvakis der Barbara Stiegler und der Friedrich-Ebert-Stiftung für diese Argumentationshilfe die Lila Kröte 2011 verliehen. Und abschliessend wird diese Broschüre auch vom Pudel Rosenbrock in seiner Verleumdungsarbeit "Die antifeministische Männerrechtsbewegung - Denkweisen, Netzwerke und Onlinemobilisierung" ausführlich zitiert und als sachliche (!) Auseinandersetzung (S. 155) mit unserer Bewegung bezeichnet - in den letzten fünf Teilen haben wir aber schon gesehen, dass diese Broschüre alles andere als sachlich mit Fakten umgeht.

In diesem Abschnitt der Widerlegung beschäftigen wir uns mit feministischen Standpunkten und Argumenten zum Thema Wirtschaft und Arbeitsmarkt. Wir werden sehen, wie Feministen und Genderisten systematisch versuchen, Frauen ungerechtfertigter Weise auf Kosten der Männer, der betroffenen Firmen und der gesamten Gesellschaft zu privilegieren. Wir werden verstehen, welche negativen Konsequenzen dies hat und wie diese von Feministen verharmlost und verschwiegen werden.

Schon bei den vorherigen Teilen haben wir gesehen, dass die meisten Autoren dieser Broschüre ein konkretes, finanzielles Interesse an der Verbreitung und Verteidigung von genderfeministischem Gedankengut haben. Die beiden für den aktuellen Teil verantwortlichen Autorinnen namens Deborah Ruggieri und Ute Wanzek bilden dabei keine Ausnahme.

Deborah Ruggieri hat eine Phobie gegenüber den "Alphamädchen" und hält sie von "neoliberalen Kräften instrumentalisiert". Man muss dazu sagen, dass Ruggieri bei der linksextremistischen Attac in der dortigen Gender AG mitmacht. Fast schon selbstverständlich für ihre Sorte ist das Studium der "Kultur/Politikwissenschaften" und die anschliessende Arbeit zu Wirtschafts- und Entwicklungsthemen exklusiv aus Frauensicht. Beruflich arbeitet sie als selbstständige Kommunikationstrainerin mit dem Motto "communication rules!" und bietet sich auf dem Strich des feministischen Zeitgeistes als Coach für "Gender-Kompetenz" und als Referentin von Vorträgen zu Gender und Lobbyismus in der Wirtschaft feil.

Auch Ute Wanzek ist finanziell voreingenommen, da sie die Geschäftsführerin des "G/I/S/A Gender Institut Sachsen-Anhalt" und dort für Bildung und Beratung verantwortlich ist. Konkret bieten sie und die "G/I/S/A" Beratung zur "professionellen Umsetzung des Gender Mainstreaming-Konzeptes" in Firmen, Organisationen und Projekten an. Auch hat sie auf Kosten der Steuerzahler des Bundeslandes Sachsen-Anhalt die Umsetzung von Gender Mainstreaming vorangetrieben und ist Geschäftsführerin für eine europaweite Lobbygruppe namens WiTEC e.V., welche sich für mehr Frauenförderung in Naturwissenschaft und Technik einsetzt.

Es wird also klar, warum diese beiden Personen so eifrig Frauenförderung und Genderismus in der Wirtschaft vorantreiben wollen, denn sie selber verdienen konkret an der Propagierung der dahinter liegenden, männerfeindlichen Ideologie.

"6.1. Lohndiskriminierung gibt es nicht"

- "Gleiche Qualifikation und Tätigkeit erklären nur zwei Drittel des 23 %-Gender Pay Gaps":

Die beiden Autorinnen geben zwar zu, dass ein erheblicher Teil der 23 % Lohnunterschied zwischen den Geschlechtern verschwindet, wenn man Männer und Frauen mit gleicher Qualifikation und Tätigkeit miteinander vergleicht. Sie anerkennen sogar die offizielle Studie des Statistischen Bundesamts zu diesem Thema, welche besagt, dass der Verdienstabstand in Tat und Wahrheit maximal 8 % beträgt.

Nur schon das ist ein herber Schlag für die Feministinnen, für welche das 23 %-Mantra immer heilig war und die glaubten, dass dies nur durch Diskriminierung zustande kam.

Aber die Autorinnen tun nun so, als wären diese 8 % Unterschied nach wie vor zumindest teilweise durch "Entgeltdiskriminierung" erklärbar, obwohl auch diese restlichen 8 % gar nichts mit Diskriminierung zu tun haben. Denn wenn man auch den öffentlichen Dienst (!) und alle (!) Einflussfaktoren wie geleistete Überstunden, reale Berufserfahrung und statt gleich-"wertige" vielmehr gleiche Arbeit vergleicht, schmelzen auch diese restlichen 8 % weg.

Diese Zusammenhänge gehen auch klar aus der offiziellen Studie des Statistischen Bundesamts hervor, welche die Autorinnen zwar zitieren, aber offensichtlich nicht wirklich verstanden oder bewusst verzerrt wieder gegeben haben. Anders kann man sich die Nichterwähnung zahlreicher wichtiger, den unterschiedlichen Verdienst der Geschlechter bestimmender Faktoren und den völlig unbegründeten Fokus auf Diskriminierung durch die Autorinnen nicht erklären. Dass ein Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen ohne Diskriminierung existiert, ist nachvollziehbar, denn wir haben schon mehrmals belegt, dass Frauen im Schnitt weniger ambitiös und leistungsbereit sind als Männer (dies wird von den Autorinnen sogar weiter unten unter Punkt 6.6. indirekt zugegeben).

Auch nur schon aus logischer Überlegung kann eine Lohndiskriminierung nicht existieren - denn würde ernsthaft noch irgendeine Firma Männer beschäftigen, wenn diese die gleiche Leistung für 23 % oder auch nur 8 % höhere Lohnkosten erbringen? Aus diesem und aus den schon vorher genannten Gründen sind auch Aussagen im Text wie "Entgeltdiskriminierung" oder "unterschiedliche Wertigkeit von Männer/Frauenberufen" lediglich vorgeschoben, um die im Sterben liegende, feministische Lüge der Lohndiskriminierung noch ein bisschen länger am Leben zu halten.

Frauen verdienen im Schnitt gerechtfertigter Weise weniger, da sie weniger Überstunden, weniger Ehrgeiz und nach wie vor weniger qualifiziert (siehe Punkt 6.5.) sind als Männer. Deshalb ist die feministische Behauptung, dass der Verdienstabstand zwischen den Geschlechtern mit Diskriminierung zu tun hätte, bereits seit einiger Zeit eine offiziell widerlegte Lüge.

- "Geringere Bezahlung der Frauen wegen diskriminierender Arbeitsmarktstruktur und -segregation":

Die "Arbeitsmarktstrukturierung und -segregation" zwischen den Geschlechtern, deren Auswirkung auf die Löhne laut den Autorinnen "durch die Individualisierung von Problemen" ignoriert werden würden, führten zu Lohnunterschieden. Ausserdem würden "gesellschaftliche Frauen- und Männerbilder" die "Erwerbsmuster" prägen, sprich, sie würden irgendwie mitbestimmen, wo Frauen arbeiten würden.

Doch diese "Arbeitsmarktstrukturierung und -segregation" sind nicht die eigentlichen Ursachen für den Lohnunterschied (und somit auch nicht diskriminierend), da Frauen freiwillig und bewusst lieber in Teilzeit und somit eher im Niedriglohnsektor arbeiten, wie wir unter Punkt 6.4 weiter unten noch sehen werden. Und im Teilzeitbereich verdienen Frauen erst noch 22 % mehr als Männer, wobei hier Feministinnen nicht "Diskriminierung!" schreien - was erneut die Einseitigkeit des Feminismus aufzeigt.

Wer diese "Strukturierung" und "Segregation" als Gründe für den Lohnunterschied angibt, der ist schlichtweg blind dafür, dass Frauen durch ihre eigenen Entscheidungen diese "Segregation" und "Strukturierung" aufrechterhalten und es somit in ihrer eigenen Verantwortung liegt, wenn sie deshalb weniger verdienen.

Auch die Klage über "Frauen- und Männerbilder" ist unsinnig, da es heute keine nachweisbaren, handfesten (!) Zwänge für Frauen gibt, einen bestimmten Beruf auszuüben - im Gegenteil, Frauen werden überall in Europa ermuntert (Girl's Day ...) und gepusht (Frauenförderung in Wirtschaft und Wissenschaft ...) möglichst in "Männerberufen" Karriere zu machen. Grosszügig werden solche Massnahmen von Medien und Staat flankiert. Irgendwelche "reaktionäre Frauen- und Männerbilder" besitzen also aufgrund ihrer Macht- und Bedeutungslosigkeit in der Gegenwart so gut wie keinen Einfluss auf die Erwerbsmuster von Frauen. 

Mit der Ablehnung der "Individualisierung von Problemen" zugunsten nachgelagerter, struktureller Konsequenzen sämtlicher individueller Entscheidungen der Frauen und durch das Anprangern zahnloser "Männer- und Frauenbilder", versuchen die Autorinnen sich selber und ihre Klientelgruppe aus der Verantwortung für frei gefällte, eigene Entscheidungen zu nehmen.

- "Es gibt keine Gleichberechtigung beim Geld":

Die Autorinnen haben eine grosse Grafik in das Unterkapitel 6.1. integriert, dessen Titel ganz reisserisch "Keine Gleichberechtigung beim Geld" lautet. Anklagend wird in dieser Grafik mit Diagrammen und internationalen Vergleichen dargelegt, dass Deutschland einen der grössten "Gender Pay Gaps" in ganz Europa habe und dass dies so richtig schlimm wäre.

Hier zeigt sich deutlich was am feministischen Verständnis von "Gleichberechtigung" falsch ist.

Denn hier wird ersichtlich, dass bei Feministen unter Gleichberechtigung ein automatisches Anrecht auf alles was Männer erreicht haben, verstanden wird, ohne dass dafür durch Frauen die gleichen Strapazen erduldet werden müssten. Denn ist gibt offenbar "keine Gleichberechtigung", wenn Frauen nicht genauso viel im Schnitt verdienen, wie Männer - auch wenn wir bereits oben gesehen haben, dass sie aufgrund ungleicher, niedriger Arbeitsleistung im Schnitt kein Anrecht auf einen gleich hohen Lohn haben.

Wer da nun dennoch verlangt, dass Frauen genau gleich viel verdienen sollen, wie Männer, wie dies in dieser Broschüre mit der "fehlenden Gleichberechtigung beim Geld" impliziert wird, der strebt nicht Gleichberechtigung im Sinne gleicher Rechte durch gleiche Pflichten an, sondern will sich und seine Klientelgruppe offensichtlich ohne zusätzliche Leistung bereichern. Es wäre, als ob man verlangen würde, dass ein guter und ein schlechter Läufer zur gleichen Zeit ins Ziel laufen sollen und weil der schlechte Läufer dies nicht aus eigener Kraft erreicht, soll seine niedrigere Leistung gefälligst automatisch und künstlich auf das Niveau des guten Läufers angehoben werden.

Da dieser offensichtliche Widerspruch bei der feministischen Verwendung des Begriffs Gleichberechtigung sofort klar zu Tage tritt, verwenden die Feministen dafür in den meisten Fällen viel lieber das Wort "Gleichstellung". Dass dann hin und wieder doch einmal ein "Gleichberechtigung" auftaucht, lässt darauf schliessen, dass Feministen selber nicht mehr den Unterschied erkennen, geschweige denn von der wahren Bedeutung dieses Worts wissen (wollen).

Doch wenn man Gleichberechtigung ernst nehmen will, dann kann darunter nur verstanden werden, dass Männer und Frauen sich gleiche Rechte durch gleiche Pflichten erarbeiten müssen - alles andere wäre einseitiger Egoismus und Privilegienschacherei. In diesem Sinne sprechen Maskulisten auch von wahrer Gleichberechtigung im Gegensatz zum einseitigen, feministischen Verständnis von "Gleichberechtigung". 

Da beide Geschlechter sich das gleiche Recht auf eine bestimmte Lohnhöhe durch Ableistung gleicher Pflichten frei erarbeiten können, ist die Gleichberechtigung durch unterschiedlich hohe Durchschnittslöhne zwischen den Geschlechtern nicht verletzt. Frauen sind weniger bereit, die Pflichten für das Recht auf einen höheren Lohn abzuleisten, als Männer, so dass der im Schnitt geringere Verdienst der Frau im Sinne einer echten Gleichberechtigung gerechtfertigt ist.

"6.2. Die Ökonomie als Bedrohung für die traditionelle Rollenverteilung"

- "Antifeministen sehen die traditionelle Rollenverteilung bedroht":

In diesem Abschnitt wird deutlich, wie schlecht die Autorinnen die antifeministische Männerrechtsbewegung und den Antifeminismus kennen. Gerade einmal eine Minderheit von uns will zurück zur traditionellen Rollenverteilung - im Gegenteil, ein Grossteil von uns ist froh, dass er nicht Frau und Kind durchfüttern muss, denn dies stellt in der feministisch verseuchten Gegenwart ein enormes Risiko dar.

Es ist darum auch nicht weiter verwunderlich, dass viele von uns kein Problem mit wahrer Gleichberechtigung im Maskulismus haben, so dass Frauen arbeiten, studieren und wählen können sollen - vielleicht lernen sie irgendwann sogar, selber Verantwortung für ihre Entscheidungen und Taten zu übernehmen (wobei die Autorinnen diesbezüglich hoffnungslose Fälle sind). Was wir hingegen fordern ist die Freiheit eines jeden einzelnen, seinen Lebensstil unabhängig von einer staatsfeministischen Geschlechterpolitik zu wählen - wer sich also privat dazu entscheidet, die traditionelle Rollenverteilung zu leben, der soll das gefälligst dürfen, ohne dass Feministinnen deswegen rumheulen.

Die von den Autorinnen unterstellte "Angst" vor der scheinbar schwindenden Bedeutung der traditionellen Rollenverteilung (die lustigerweise bei den Jungen von heute immer populärer wird) ist also bei uns nicht vorhanden und dient wohl eher als Strohmannargument. Und sie wirkt auch eher wie Projektion, denn es sind vielmehr sie, die Angst davor haben, dass die traditionelle Rollenverteilung nicht einfach so schnell verschwindet oder sogar wieder richtig populär wird. Denn es sind nach wie vor Minderheiten, die alleinerziehend oder in Patchwork-Familien leben. Das verkrüppelte feministische Familienbild, dass Familie dort ist, wo alle aus einem Kühlschrank essen, macht auf mich deshalb einen viel fragileren und deshalb existenzbedrohteren Eindruck, als die traditionelle Rollenverteilung.

Man sieht hier auch gut, dass Feministinnen in Tat und Wahrheit nichts von Entscheidungsfreiheit wissen möchten - denn sonst würden sie die Entscheidungen von Erwachsenen zu Gunsten der traditionellen Rollenverteilung respektieren. 

Ausserdem werden wir weiter unter Punkt 6.4. noch sehen, dass es primär Frauen sind, die an der traditionellen Rollenverteilung klammern - nicht Männer. Denn sie arbeiten wesentlich häufiger und lieber Teilzeit, suchen sich aufgrund ihres hypergamen Sexualverhaltens häufiger einen Ernährer und stärken somit die traditionelle Rollenverteilung. Statt also gegen uns zu wettern, sollten Feministinnen lieber einmal die Entscheidungen und das Verhalten von Frauen beobachten.

- "Die Rolle des aktiven Vaters kommt dabei nicht vor":

Die Autorinnen prangern an, dass im traditionellen Rollenverständnis bei Männern nicht die Rolle eines "aktiven Vaters" vorkäme.

Normalerweise lehnen die Feministinnen jeglichen Rollenzwang ab, wenn dieser Frauen treffen könnte, doch wenn es um die sogenannten "aktiven Väter" geht, dann klagen sie plötzlich, wenn dieser feministische Rollenzwang ihrer Meinung nach nicht in jedem Weltbild vorkommt.

Dies zeigt also einerseits wieder einmal die Einseitigkeit des Feminismus in Sachen selbstständiger Geschlechteridentität auf, welche gefälligst nur für Frauen zu gelten hat, während von Männern hingegen die Erfüllung fester Rollenkorsette wie jene des "aktiven Vaters" und des "Neuen Mannes" (der momentan in den Medien von verwöhnten Prinzessinnen verhöhnt wird) verlangt wird. Und es demonstriert wieder einmal, dass der Feminismus seine Vorstellungen von Geschlechtlichkeit anderen aufzuzwingen versucht.

Andererseits zeigt dies auch klar das krankhafte Verständnis der Feministinnen von Vaterschaft auf - wenn ein Mann seine Familie durch harte Arbeit ernährt, dann ist dies in deren Verständnis keine "aktive" und somit schlechte Vaterschaft. Ist die Ernährung und somit die Sicherung des Lebensstandards einer Familie nicht an sich schon eine bewundernswerte und zu Dank verpflichtende Leistung? Und nur weil ein Vater Vollzeit arbeitet, heisst dies noch lange nicht, dass er an Wochenenden oder an Abenden nicht für seine Familie da ist.

Und solange Kindesentzug im deutschsprachigen Gebiet nicht strafbar ist und solange zahllosen Vätern ihre Kinder vorenthalten werden - gerade auch wegen dem Einfluss der feministischen Ideologie auf Jugendämter und Gerichte - haben Feministinnen kein Recht sich über "aktive Vaterschaft" im Weltbild anderer auszulassen, wenn sie diese nur dann tolerieren, wenn es ihnen auskommt.

Die feministische Klage über fehlende "aktive Vaterschaft" im konservativen Weltbild zeigt auf, wie der Feminismus mit Rollenkorsetten für Männer operiert und was für ein undankbares Verständnis sie von Vaterschaft haben.

"6.3. Frauen wollen nicht die männlichen Drecksjobs übernehmen"

- "Pflegeberufe sind genauso belastend":

Die Autorinnen beklagen, dass mit "Drecksarbeit" lediglich Männerberufe bezeichnet werden, während sie selber darauf entgegnen, dass weiblich dominierte Pflegeberufe "genauso oder ähnlich belastend" seien. Dies sei natürlich diskriminierend.

Dass diese Behauptung Unsinn ist, erkennt man daran, dass jene Drecksarbeit, die von Männern dominiert wird, nahezu sämtliche, beruflich bedingte Todesfälle verursachen, während Todesfälle beim Pflegepersonal wohl eher selten bis gar nicht vorkommen. Eine im Jahr 2004 veröffentlichte Studie von Eurostat (aus einem sehr empfehlenswerten Artikel von Manndat) kam zum folgenden Schluss, dass 97 %  (S. 6) aller Todesfälle als Folge von Berufskrankheiten von Männern erlitten werden. 

Dies ist nicht verwunderlich, denn es sind nach wie vor vor allem Männer (nicht selten um Frau und Kind zu ernähren), die in Todesberufen wie Metallarbeiter, Dachdecker, Kesselschmied, Holzarbeiter, Schreiner, Bauarbeiter, Schweisser oder Hüttenarbeiter arbeiten. Wer da ernsthaft den Pflegeberuf in der warmen Stube eines Krankenhauses mit diesen gefährlichen Arbeitsumfeldern vergleicht, der verharmlost die Gefahren, denen sich all diese tapferen Männer aussetzen.

Wer da ernsthaft noch von Diskriminierung des frauendominierten Pflegebereichs rum heult, während man die Gefahren dieser männerdominierten Todesberufe verharmlost, ist respektlos.

Die Autorinnen vergleichen Äpfel mit Birnen, wenn sie harmlose, frauendominierte Berufe im Pflegebereich mit männerdominierten Todesberufen vergleichen und bezeugen damit ihre Respektlosigkeit für alle jene Männer, die in diesen Berufen gestorben sind.

- "Ausschlussstrukturen halten Frauen aus solchen Branchen fern":

Die Autorinnen behaupten, dass "strikte Geschlechterrollen" in der Industriegesellschaft dazu geführt hätten, dass schwere körperliche Arbeit von Männern und "Betreuungs- und Pflegearbeit" "unentgeltlich" durch Frauen geleistet wurde. Diese "unbezahlte Familienarbeit" veränderte sich während dem Wandel zur Wissensgesellschaft zu einer "bezahlten Dienstleistung" und wurde weiterhin von Frauen ausgeübt. Diese "historisch begründete Geschlechtsspezifik" sei nun überholt und hemme nun neue Entwicklungen.

Die Industriegesellschaft brachte bereits die bezahlte Krankenschwester hervor, nicht erst der "Wandel zur Wissensgesellschaft", was durch Florence Nightingale, einer Britin vorangetrieben und mit der Unterstützung anderer institutionalisiert wurde:

"It was another, connected but almost incidental, result of the [Crimean] war that there was founded a new profession for women, that of nursing, for the collapse of the British medical services had been particularly striking."

Und schon vorher war Betreuungs- und Pflegearbeit keine familieninterne Angelegenheit, sondern es gab Frauenorden, die sich in ganz Europa auf die Pflege und Betreuung von Kranken spezialisiert hatten. Frauen als Minenarbeiterinnen (!) genauso wie Kinder waren während nahezu des gesamten Industriezeitalters in England so dermassen populär und verbreitet, dass erst das Verbot von 1842 sie per Gesetz davon abhielt, unter Tage zu arbeiten. Und dieses Verbot wurde zu ihrem Schutz erlassen - nicht um irgendwelche "strikten Geschlechterrollen" durchzudrücken. Wäre dem nicht so gewesen, hätten Frauen von Anfang an nicht in Minen gearbeitet.

Ausserdem gab es schon im Hochmittelalter Gilden nur für Frauen und Gilden, die für beide Geschlechter offen waren (A Culture of Improvement, S. 153):

"In the High Middle Ages, when guilds were first beginning to assume economic importance in the cities, there were many prominent instances of guilds open to women and, in a few cases, mixed guilds, in which women and men were, at least ostensibly, treated equally."

Die "Betreuungs- und Pflegearbeit" war also auf dem Höhepunkt der Industriegesellschaft schon lange keine "unbezahlte Familienarbeit" mehr, in die Frauen hinein gedrängt wurden, sondern schon seit längerem eine "bezahlte Dienstleistung" wie jede andere auch - neben unzähligen anderen, auch körperlich anspruchsvolleren Berufsfeldern, die Frauen nach 1800 offen standen (The Penguin History of Europe, S. 255):

"There [...] come into being the mass industrial jobs which would provide the first great force prising and splitting imprisoning institutions apart."

Als eines von vielen Beispielen von Jobs, welche die Industrialisierung spezifisch Frauen ermöglichte, ist das sogenannte "japanning", welches im Birmingham des 18. und 19. Jahrhundert (die "erste Industriestadt der Welt") in der Herstellung von zinnbeschichteten Materialien wie Spielzeug, Kaffeekannen und Kerzenhaltern rasch grosse Bedeutung gewann (A Culture of Improvement, S. 250):

"For Birmingham, the implications were significant, for tinplate gave the metal trades a cheap, easily worked material of enormous versatility. While tinplate resists corrosion, it does discolor and so an ancillary trade grew up for painting tinware, most commonly with a dark, hard vanish resembling, so some said at least, Japanese lacquer, hence the common term, "japanning". Hundreds, if not thousands, of women in Birmingham were employed in japanning, often embellishing their work with colorful flowers and other decorative effects."

Es tut deshalb gut zu sehen, dass sich zumindest einzelne Journalisten trauen, zu schreiben, dass es diese wirtschaftlichen Möglichkeiten für Frauen waren, welche die Emanzipation der Frauen ermöglichten und nicht der Feminismus, wie einige verwirrte Feministinnen irrtümlicherweise meinten. Dies korrelierte mit einer anderen, auch von Männern (wie zum Beispiel den Quäkern im 17. und 18. Jahrhundert, lange bevor es den Feminismus gab) angestossene Diskussion zur Erweiterung der Rechte der Frauen (The Penguin History of Europe, S. 475):

"Serious questioning of women's traditional roles had begun in Europe only in the eighteenth century. Women's rights to education, to employment, to control of their own property, to moral independence, even to wear comfortable clothes, were increasingly debated as the nineteenth century went on."

Der Anglikaner Richard Allestree sprach sich schon 1673 in seinem Buch "The Ladies Calling" entgegen der Meinung anderer dafür aus, dass Frauen moralisch gleichwertig wie Männer seien und dass sie von Natur aus nicht unfähig sind:

"We may therefore conclude, that what ever vicious impotence Women are under, it is acquired, not natural; nor derived from any illiberality of God's, but from the managery of his bounty. [...]  since 'tis manifest he [God] made them to better purposes, was not partial to the other Sex, but that having, as the Prophet speaks, abundance of spirit, Mal. 2. he equally dispenc'd it, and gave the feeblest woman as large and capacious a soul as that of the Greatest Hero. [...] yet sure in the sublimest part of humanity, they are their equals: they have souls of as divine an Original, as endless a Duration, and as capable of infinit Beatitude. That spiritual Essence, that ray of Divinity owns no distinction of Sexes; so that in this sense also that Aphorism of the Apostle holds good; there is neither Male nor Female, but all are one, Gal. 3. 28."

Er betont, dass auch Frauen  wie Männer für Bildung in Frage kommen wie er am Beispiel mehrerer gebildeter Frauen der Antike wie Theano, Aspatia, Tanaquil, Cornelia, Livia und andere erklärt:

"Men have their parts cultivated and improved by Education, [...], tho the natural turf own'd no such inequality. And truly had women the same advantage, I dare not say but they would make as good returns of it; som of those few that have bin tryed, have bin eminent in several parts of Learning. To omit the modern instances, Theano after the death of Pythagoras kept up his School; Socrates confesses himself to have bin instructed not only in Rhetoric by Aspatia, but even in the highest Points of Philosophy by Diotime: the Roman Story enforms us of the deep wisdom of Tanaquil, Cornelia, Livia, to pass by others. And were we sure they would have ballast to their sails, have humility enough to poize them against the vanity of Learning, I see not why they might not more frequently be intrusted with it; for if they could be secured against this weed, doubtless the soil is rich enough to bear a good crop."

Auch der Frühsozialist Charles Fourier vertrat ähnliche Ideen und forderte im 18. Jahrhundert die Gleichberechtigung von Mann und Frau. Diese Ideen hatten damals schon eine längere Tradition im Westen. So lies Thomas Morus im 16. Jahrhundert seine Töchter genauso wie seine Söhne ausbilden und adelige Frauen im Frühmittelalter nach der Karolingischen Reform erhielten genauso Bildung wie Männer, ohne dass sie dafür ins Kloster mussten (The Inheritance of Rome, S. 414):

"[...] a dense literary education was available to a lay woman by 810 or so, only twenty-five years after Carloingian schooling started, [...]"

Auch in den USA wurden solche Diskussionen geführt, wie die von Allestree angestossene. Bei den von Quäkern dominierten Gebieten New Jerseys ging dies sogar so weit, dass es dort für einige Zeit um 1800 herum das Wahlrecht auch für Frauen gab - was massgebend auf den einflussreichen Quäker und Anwalt Joseph Cooper zurück ging (S. 74):

"In 1790, an important change occurred. A member of the state legislature's committee on revising the election laws, Joseph Cooper, was an active member of the (Quaker) Society of Friends. Quakers allowed their women members complete voting equality within the church organization, and Mr. Cooper argued that according to both principles of justice and principles of the U.S. Constitution, the government should do the same. To placate Cooper, the committe inserted the crucial phrase "he or she" into those parts of the statute that referred to voter eligibility requirements."


"Women at the Polls in New Jersey"
 
Wir haben es hier also beileibe nicht mit "strikten Geschlechterrollen" oder mit einer "historisch begründeten Geschlechterspezifik" "in der Industriegesellschaft" zu tun, die damals (oder heute) Entwicklungen hemm(t)en, zu tun, sondern mit Phantasie- und Wunschvorstellungen der Autorinnen zur Legitimierung der eigenen Ideologie.

Diese Vorstellungen sind im Angesicht der gerade besprochenen Vergangenheit und unserer Gegenwart, in der für untauglich befundene Frauen sich auf der Gorch Fock in den Tod stürzen dürfen oder jetzt sogar die Anforderungen von Spezialeinheiten reduziert werden, damit Frauen mitmachen können, völlig idiotisch. Denn Frauen wird überall ums Verrecken der Weg freigeschlagen - koste es was es wolle - seien dies Menschenleben oder das allgemeine Leistungsniveau, ist dabei völlig egal.

Es gab und gibt keine "strikten Geschlechterrollen" welche Frauen früher in der Industriegesellschaft oder heute in unbezahlte Arbeitsbereiche abgedrängt hätten. Im Gegenteil, die Industriegesellschaft eröffnete den Frauen zahllose neue Berufe und gab ihnen die Grundlage für ihre Emanzipation, während in der Gegenwart Frauen in nahezu allen Bereichen auf Biegen und Brechen gefördert werden.

"6.4. Frauen arbeiten freiwillig lieber Teilzeit"

- "Frauen arbeiten unfreiwillig Teilzeit":

Die Autorinnen kommen auf den hohen Anteil der Frauen im Teilzeit-Arbeitsbereich zu sprechen und behaupten, dass dies "häufig unfreiwillig" geschehe.

Dass Frauen häufiger in schlechter bezahlten Jobs und in Teilzeit arbeiten, liegt primär bei deren eigenen Lebensentscheidungen und nicht an Diskriminierung. Nur ein Fünftel aller Teilzeitbeschäftigten würde gerne Vollzeit arbeiten (S. 11) und von diesem Fünftel sind die Mehrheit - wie nicht anders erwartet - Männer! Dazu das DIW (hier, S. 13):

"Die Frauen arbeiten in erster Linie aus familiären oder persönlichen Gründen in Teilzeit. Bei Männern spielen zwar auch persönliche Gründe eine Rolle, aber andere als bei Frauen. Bei Frauen ist es die Kindererziehung und die Betreuung älterer Menschen, bei Männern ist es eher die berufliche
Weiterbildung. Vor allen Dingen fällt bei Männern auf, dass der Anteil derjenigen, die unfreiwillig teilzeitbeschäftigt sind, also keinen Vollzeitjob finden, viel höher ist als bei Frauen."

Der grosse (weibliche) Rest arbeitet also freiwillig lieber Teilzeit, während primär Männer sich aus der Teilzeit befreien möchten. Komischerweise fokussieren die Feministinnen ihre Aktionen darauf, Frauen aus der Teilzeit zu befreien, obwohl diese wesentlich seltener Vollzeit arbeiten wollen, als Männer.

Frauen arbeiten also sehr wohl in überwältigender Mehrheit freiwillig in Teilzeit. Man kann deshalb den Staat nicht dazu auffordern, daran etwas zu ändern, nur weil Feministinnen ein Problem mit der Eigenverantwortung dieser Frauen haben.

Aus offiziellen Erhebungen geht hervor, dass Frauen sehr wohl zu grossen Teilen freiwillig Teilzeit arbeiten und dass primär Teilzeit arbeitende Männer sich eine Vollzeitstelle suchen.

- "Mehr Kinderbetreuung erhöht Vollzeiterwerbstätigkeit von Müttern":

Mütter würden häufiger Vollzeit arbeiten, wenn es eine besser ausgebaute Kinderbetreuung gäbe, so die Autorinnen. Eine von ihnen angeführte Studie der Bertelsmann Stiftung bezifferte diesen Anteil mit 36 % der arbeitenden Mütter.

Doch das heisst dann aber auch, dass ganze 64 % oder fast zwei Drittel aller arbeitenden Mütter auch mit besserem Angebot der Kinderbetreuung nicht mehr arbeiten würden. Lohnt es sich wegen einem guten Drittel der arbeitenden Mütter, die wiederum eine Minderheit aller arbeitenden Frauen in Teilzeit darstellen, von denen wie schon oben gesehen, nur eine kleiner Teil überhaupt mehr arbeiten möchte, Millionen in zusätzliche Kinderkrippen zu investieren? Wohl kaum.

Es ist auch bezeichnend, dass trotz im Schnitt gleichem Angebot alleinerziehende Mütter wesentlich häufiger Vollzeit arbeiten, als Mütter in Paarfamilien (S. 18). Dies zeigt, dass Mütter in Paarfamilien nicht mehr arbeiten, weil sie nicht könnten, sondern schlicht und einfach, weil sie nicht müssen. Die "modernisierte Versorgerehe", in der der Mann immer noch der Haupternährer ist, während die Frau als Hobby sich einen kleinen Zuverdienst verdient, ist also nach wie vor massiv en vogue. Frauen sind also im Schnitt wesentlich seltener auf ein Vollzeitgehalt angewiesen, als Männer, so dass sich deren Desinteresse an mehr Arbeit relativ leicht nachvollziehen lässt, schliesslich steht ihnen laut einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG, 1 BvR 105/95 vom 5.2.2002) die Hälfte des Familieneinkommens zu.

Da würde ich mich auch nicht weiter anstrengen, wenn ich eine verheiratete Frau wäre!

Es ist deshalb auch irgendwie verständlich, dass die Autorinnen darüber klagen, dass der Staat steuerlich und juristisch in Familienangelegenheiten das "Ernährermodell fördert", denn das wissen die Frauen auch ausgiebig zu nutzen, wie man sieht.

Frauen generell und insbesondere verheiratete Mütter haben so gut wie gar kein Interesse, mehr zu arbeiten, auch wenn die Kinderbetreuung ausgebaut werden würde, denn sie müssen schlichtweg nicht mehr arbeiten, um über die Runden zu kommen.

"6.5. Frauenquoten begünstigen schlecht qualifizierte Frauen"

Hier trifft vereinzelt jene Kritik wieder zu, die wir bereits unter den Punkten 2.1. und 2.3. gegen diese Broschüre vorgebracht haben.  

- "Frauenquoten sind lediglich Zielvorgaben, welche die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern sicherstellt":

Die Autorinnen versuchen die Frauenquote zu verharmlosen, in dem sie behaupten, dass eine Quotierung Frauen den "angemessenen Einsatz ihrer Kompetenzen" ermögliche und Firmen eine Möglichkeit zur "systematischen Nutzung aller Potenziale" und zur "Veränderung/Verbesserung von Organisationskultur" erlaube. Die Quote sei dabei "nichts anderes als eine Zielvorgabe in der Personalentwicklung".

Dabei übersehen die Autorinnen, dass eine Frauenquote eben gerade nichts mit einem gleichberechtigten Zugang zu einem Job zu tun hat, da Frauen alleine aufgrund ihres Geschlechts gegenüber Männer bevorzugt werden. Es handelt sich also um eine sexistische, verfassungsfeindliche Massnahme, welche der Idee der Gleichberechtigung der Geschlechter diametral gegenüber steht, denn Gleichberechtigung zielt ja gerade darauf ab, dass keine Person aufgrund ihres Geschlechts bevorzugt oder benachteiligt wird.

Hier wird eine herbeigeredete "Diskriminierung" der Frauen, die angeblich zu jener Ungleichverteilung der Geschlechter in Toppositionen führt, durch eine tatsächliche Diskriminierung der Männer bekämpft. Dabei konnte diese "Diskriminierung", welche angeblich Frauen von Toppositionen von Feministinnen noch nie stichfest belegt wurden - im Gegenteil, denn Frauen werden in der Wirtschaft auf Teufel komm' raus gefördert ("Es hilft, eine Frau zu sein"), so dass diese männerfeindlichen Quoten tatsächlich absolut keine Berechtigung haben.

Es ist auch scheinheilig, nur in den obersten Arbeitssegmenten Frauenquoten zu verlangen, während dies bei der Müllabfuhr oder in anderen unbequemen Branchen nicht auf dem Programm steht. So entlarvt sich der Feminismus als eine machtgeile Ideologie, welche den Frauen deplazierte Krücken aufzudrängen versucht und sie so zum Gespött all jener macht, welche sich ohne Förderung und Quoten nach oben kämpfen.

Die Autorinnen versuchen eine zutiefst sexistische, der Idee der Verfassung feindlich gegenüber stehende Massnahme zu verharmlosen und zu rechtfertigen.

- "Studien zeigen, dass mehr Frauen zu mehr Gewinnen führt":

Gemischtgeschlechtliche Teams würden Profitabilität, Problemlösungskompetenz und Innovation erhöhen und die Nachteile von Monokulturen, "Herdentrieb und Tunnelblick" einschränken, behaupten die Autorinnen. Sie führen dabei die McKinsey-"Studie" aus dem Jahr 2007 an.

Doch wir haben schon gesehen, dass diese "Studie" genau gar nichts belegt (siehe dazu auch Manndat). So steht dort lediglich auf Seite 3:

"Companies with a higher proportionen of women in top management may perform better ..."

Das klingt plötzlich nicht mehr so überzeugt, wie es in der Broschüre so selbstherrlich dargestellt wurde. Denn das englische Wort "may" bedeutet so viel wie können oder mögen und impliziert eine Möglichkeit, jedoch keine Gewissheit. Die "Studie", welche also laut den Autorinnen belegen soll, dass ein höherer Frauenanteil mehr Gewinn bringen würde, ist sich also selber diesbezüglich nicht allzu sicher.

Dies ist verständlich, dass sich McKinsey da lieber vage ausdrückt, denn die Behauptung, dass Firmen mit einem höheren Frauenanteil mehr Erfolg erzielen, ist bestenfalls eine Korrelation, stellt jedoch noch lange kein kausaler Zusammenhang dar. Denn es könnte genauso gut sein, dass sich erfolgreichere Firmen nun mal mehr solche prestigeträchtigen, sinnfreien Modeerscheinungen wie "Diversity-Programme" oder Frauenquoten leisten können - der Frauenanteil kann also genau so gut gar keinen Einfluss auf den Firmenerfolg haben.

Die von den Autorinnen aufgeführte "Studie", welche belegen soll, dass ein höherer Frauenanteil zu einem besseren Gewinn führe, ist dazu gar nicht im Stande und krankt an Logikfehlern. Es gibt somit keine Beweise für die angeblich positiven Effekte eines höheren Frauenanteils und somit auch keine Rechtfertigung für Quoten.

- "Die norwegische 40-Prozent Frauenquote in Aufsichtsräten ist ein Erfolg und Vorzeigemodell":

Die Autorinnen preisen die Ergebnisse des norwegischen Modells als "Erfolg" und dass die von den betroffenen Firmen geäusserte Behauptung, es gäbe zu wenig qualifizierte Frauen, gar nicht stimme, denn man habe wegen den angedrohten Sanktionen nun "überaus kompetente Frauen gefunden". Das "Vorzeigemodell" Norwegen "beweise, dass es genug kompetente Frauen gibt" und dass "andere Ausschlussgründe statt mangelnder Kompetenz existieren, wenn zu wenige Frauen in Führungspositionen vertreten sind".

Die norwegische Frauenquote ist kein Erfolg, denn über ein Drittel der betroffenen Firmen (Zusammenfassung; deutsche Übersetzung) hat entweder die Geschäftsform geändert (von AG zu GmbH zum Beispiel, da nur Aktiengesellschaften betroffen sind) oder haben direkt ihre gesamten Aktivitäten ins Ausland verlagert. Die Zahl der als AG registrierten Firmen ist in Norwegen in den letzten Jahren um fast 50 % eingebrochen und viele Eigentümer gaben an, dass sie wegen dem Quotenzwang ins Ausland auswichen oder die Geschäftsform geändert haben. Viele von ihnen klagten, dass es schwierig sei, qualifizierte Frauen zu finden.

Doch wenn es zu wenig qualifizierte Frauen gibt, wie kommt es dann, dass nun mittlerweile die Quote "übererfüllt" wurde? Von wo kommen plötzlich all diese Frauen? Abgesehen davon, dass erheblich weniger Verwaltungsratsmandate mit Frauen zu besetzen waren (da unzählige AGs nun keine mehr sind), haben die wenigen geeigneten Frauen die Notlage der Firmen zu ihren Gunsten genutzt und gleich schamlos vier oder fünf Verwaltungsratsmandate "übernommen". Das Phänomen läuft unter dem Namen "Goldröcke" und es geht hier um 70 Managerinnen, welche unter sich etwa 300 Posten aufteilen nur um eine künstliche Quote zu erfüllen - mit negativen Auswirkungen auf die Leistung und keiner tatsächlich gestiegenen, echten Beteiligung von Frauen in diesen Gremien.

Eine von deutschsprachigen Medien totgeschwiegene Studie der Universität Michigan (Zusammenfassung auf Spearhead) beleuchtet diese negativen Folgen genauer. Jüngere und weniger erfahrene Aufsichtsräte, Leistungseinbussen,  und gesunkene Aktien- und Marktwerte der betroffenen Firmen seien die Folgen der norwegischen Zwangsquote. Dies ist nachvollziehbar, denn die Besetzung eines Aufsichtsrats geschieht dahingehend, dass der Erfolg und der Wert der Firma gesteigert wird - jeder künstliche Eingriff in die Freiheit zur Besetzung dieser Räte wirkt sich da schnell negativ aus.

Wir sehen also, dass Norwegen in Tat und Wahrheit absolut kein "Erfolg" geschweige denn ein "Vorzeigemodell" für die Frauenquote ist, sondern vielmehr ein trauriger Beweis dafür, was für negative Konsequenzen starre, ideologische Staatseingriffe in die Wirtschaftsfreiheit  haben. Und das Märchen, dass "überaus kompetente Frauen gefunden" wurden, haben wir nun auch entlarvt - die Realität sind raffgierige "Goldröcke", welche nur pro forma Mandate übernehmen und in den betroffenen Räten die Leistungsfähigkeit und die Erfahrung reduzieren, zum Schaden der gesamten Firma. Aus dem Fall Norwegen kann man also absolut nicht konkludieren, dass es nun bewiesen sei, dass es "genug kompetente Frauen" gäbe oder dass zwangsläufig "andere Ausschlussgründe statt mangelnder Kompetenz" Frauen von solchen Posten fernhalten würden.

Wer angesichts solcher katastrophalen Folgen noch ernsthaft das Faktum, dass Frauenquoten schlechter qualifizierte Frauen begünstigen, als "strukturell diskriminierend" bezeichnet, der verharmlost schlichtweg die Schneisen der Verwüstung der eigenen Ideologie und möchte deren Würgegriffe gegenüber Kritik immunisieren.

Die norwegische Zwangsquote ist kein Erfolgsmodell, da dieser ideologische, staatliche Eingriff in die Wirtschaftsfreiheit zahllose Firmen ins Ausland vertrieben oder dazu bewogen hat, das Geschäftsmodell zu wechseln und "Goldröcke" sich schamlos an deren Notlage bereichern, was zu einem Verlust an Erfahrung in Aufsichtsräten und an Marktwert der betroffenen Firmen geführt hat.

"6.6. Wenn Frauen keine Topjobs haben, sind sie nicht gut genug"

- "Frauen waren noch nie so gut ausgebildet, wie heute":

Obwohl Frauen heute angeblich so gut ausgebildet seien, sind sie nach wie vor in Schlüsselpositionen in Wirtschaft und Wissenschaft unterbesetzt. Rekrutierungsmechanismen, Unternehmenskulturen und Benachteiligungen wegen Erziehungszeiten würden Frauen am Aufstieg hindern, meinen die Autorinnen.

Frauen studieren nach wie vor wesentlich häufiger Geistes- und Kulturwissenschaften, als Männer, welche sich mehr auf MINT-Fächer konzentrieren. Es versteht sich da fast schon von selbst, dass Frauen sich dadurch selber in ihren Karrieremöglichkeiten sabotieren und viel häufiger als Männer im Öffentlichen Dienst als in der Privatwirtschaft arbeiten würden.


Frauen studieren wesentlich häufiger karrieretechnisch aussichtslose Fächer

Diese ungünstige Studienwahl der Frauen resultiert in erheblich niedrigeren Löhnen und reduziert ihr Karrierepotenzial. Es kann also gut sein, dass Frauen noch nie so qualifiziert waren, wie heute, doch das ist immer noch nicht genug, um tatsächlich mit Männern mithalten zu können. Dies fängt schon bei der Studienwahl an und hört bei der niedrigen Bereitschaft zur Aufopferung und Fokussierung zu Gunsten von Karriere noch lange nicht auf. Frauen werden wohl früher oder später einsehen müssen, dass man nicht eine Topkarriere und eine Familie haben kann.

Bezeichnenderweise gehen die Autorinnen mit keinem Wort darauf ein, was sie genau unter "qualifiziert" verstehen oder dass es mehr als ein Hochschulstudium braucht, um tatsächlich Karriere zu machen. Es würde sonst wohl zu deutlich werden, dass Frauen nach wie vor sich selber sabotieren und es somit primär ihre eigene Schuld ist, dass sie mit Männern trotz zahllosen Förderkrücken nicht mithalten können.

Ausserdem führen die Autorinnen keinerlei Belege oder handfeste Beweise für ihre Behauptungen an, dass Rekrutierungsmassnahmen oder Unternehmenskulturen Frauen benachteiligen würden. Dies ist verständlich, denn Frauen werden in der Wirtschaft bis zum Umfallen gefördert, so dass diese leeren Behauptungen nicht ernst genommen werden können. Und dass man nach einer jahrelangen Auszeit aufgrund von Kinderbetreuung nicht die gleiche Erfahrung und somit nicht den gleichen Wert als Arbeitnehmer hat, als jemand, welcher in dieser Zeit durchgearbeitet hat, ist selbstverständlich und keine Benachteiligung - es ist vielmehr eine Konsequenz eigener Entscheidung, mit der man leben muss.

Die Autorinnen unterschlagen, dass Studienwahl und anschliessendes Engagement wesentliche Faktoren sind, welche die Karrierechancen beeinflussen - beides Bereiche, in denen sich Frauen selbst sabotieren. Einfach nur auf die nicht näher beschriebene "hohe Qualifikation" der heutigen Frauen hinzuweisen, kann nicht über diese Tatsachen hinwegtäuschen.

- "Geforderte Verhaltensweisen wie "Ellbogenmentalität" und stetige Verfügbarkeit sind mit Geschlechterstereotypen verbunden":

Die Autorinnen beklagen, dass diese Verhaltensweisen "mit Geschlechterstereotypen" verbunden seien. Vermutlich meinen sie damit, dass diese im Vergleich eher von Männern erbracht werden können, als von Frauen, welche durch Schwangerschaft und überbordender Frauenverhätschelung eher unzuverlässiger sind.

Es ist nun mal Fakt, dass gewisse Jobs stetige Verfügbarkeit und Durchsetzungsfähigkeit benötigen - wer diese nicht erfüllt, egal ob Mann oder Frau, der kommt für diese nicht in Frage. Solche Ansprüche zu stellen sind also legitim. Inwiefern diese während der Rekrutierung geschlechtlich assoziiert werden, wird aber von den Autorinnen nicht ausgeführt, geschweige denn belegt, so dass es sich hier wohl auch wieder um reine Behauptungen handelt.

Die Autorinnen belegen ihre Behauptungen nicht, so dass sie nicht weiter relevant sind.

- "Nicht überwundene Geschlechterstereotypen prägen weibliche Berufswahl":

Die Autorinnen meinen, dass Berufswahlverhalten von Männern und Frauen durch "Geschlechtsrollenstereotypen" bestimmt werden, welche "politisches, unternehmerisches und individuelles Handeln prägen" würden. Ähnliche Behauptungen haben wir schon unter dem Punkt 4.1. gesehen und widerlegt.

Die Autorinnen übersehen dabei, dass diese ominösen Stereotypen zahnlos sind, da sie von keiner Instanz Männer und Frauen aufgezwungen werden, schliesslich können beide Geschlechter frei wählen, welchen beruflichen Weg sie einschlagen möchten. Wenn sie sich dabei gewissen gesellschaftlichen Vorstellungen fügen möchten, dann ist dies ihre Entscheidung. Man kann jedoch nicht von einer "Prägung" reden, da diese "Stereotypen" keine reale Macht besitzen.

Hier werden machtlosen, gesellschaftlichen Vorstellungen, denen Männer und Frauen freiwillig nachlaufen, eine Bedeutung zugemessen, welche diese in der Realität gar nicht besitzen. 
 
"6.7. Männer sind die  Verlierer der Finanz- und Wirtschaftskrise"

- "Zweitrundeneffekte treffen nach der Krise primär Frauen, statt Männer":

Hier versuchen die Autorinnen verzweifelt, Frauen dennoch irgendwie als die grösseren Opfer der Finanzkrise darzustellen.

Dies ist abstossend, schliesslich wird unter Punkt 3.1. in genauso dieser Broschüre zugegeben, dass Männer schon seit 20 Jahren häufiger arbeitslos als Frauen sind. Diese Differenz wurde durch die Finanzkrise noch weiter verschärft. Und die Erfahrung zeigt, dass Beamte im von Frauen dominierten Öffentlichen Dienst seltener von Entlassungen betroffen sind, als in der Privatwirtschaft.

Es ist also peinlich, wenn man dann sogar in diesem Fall die Aufmerksamkeit unverdientermassen auf Frauen zu richten. Zumal Frauen immer noch die Option haben, sich schwängern und vom Staat aushalten zu lassen oder einen Ernährer zu heiraten, während dies Männern nicht möglich ist.

Männer waren und sind am stärksten von der Rezession betroffen, während Frauen davon abgeschirmt werden.


"Äch will Frrrauänquotän!!1!"
(im Bild: EU-Kommissarin Viviane Reding, eine fanatische Verfechterin der Frauenquote)