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Dienstag, 12. April 2011

"Argumente gegen den Antifeminismus" - ein maskulistischer Kommentar Teil IV

Dies ist der vierte Teil der Widerlegung einer feministischen Broschüre der Friedrich Ebert Stiftung, welche antifeministische Positionen zu entkräften versucht. Siehe Teil I, Teil II und Teil III. Norbert das alte Haus hat auch dieses Kapitel auf seiner Homepage kritisch kommentiert.

Wir kommen nun zum vierten Kapitel dieser unheiligen Broschüre, das sich um die Familienpolitik Deutschlands dreht. Es wurde von dem eher weniger bekannten Pudel Manfred Köhnen geschrieben und genauso wie Gesterkrampf wird auch er versuchen, die Realität zu verzerren, indem er zum Beispiel die demographische Fehlentwicklung Deutschlands relativiert.

Obwohl sein Name weniger Stirnrunzeln auslöst als zum Beispiel Gesterkrampf, ist auch er innerhalb der Männerrechtsbewegung kein Unbekannter. Detailliertere Angaben zu seiner Person gibt es (wie immer) vom Oberkellner, welcher alle möglichen Daten und belastendes Material zu Feministen und Pudeln sammelt und in Dossiers anlegt (und so schon manche übereifrige Männerhasserin zum Schweigen gebracht hat). Diese Dossiers werden in Zukunft wichtig sein, wenn diese MännerverachterInnen juristisch zur Rechenschaft gezogen werden.

Wie bei allen anderen Akteuren der Autorenschaft hängt auch sein Lebensunterhalt von der Propagierung feministischer Geschlechterpolitik ab, denn er leitet das Unternehmen "Gleichstellung bewegen", welche Beratungen zu Gender Mainstreaming und Gender Budgeting anbietet und er ist Mitglied im "European Gender Budgeting Network".

Kein Wunder kritisieren Köhnen und Co. den Geschlechterpolitik verachtenden Antifeminismus - schliesslich wird dieser ihn und seine Kollegen bald auf die Strasse stellen.

"4.1. Die Deutschen sterben aus, weil Frauen keine Kinder kriegen"

Köhnen meint, weil man seit über hundert Jahren auf die zurück gehenden Geburtenraten hinweist, und es immer noch Deutsche gibt, dass somit die ganze Problematik rund um die Demographie sich in Luft auflöst. Selbstverständlich sind Frauen seiner Meinung nach nicht schuld daran, denn für Geburt und Erziehung von Kindern sind diese "nicht alleine verantwortlich" (warum hat's dann so lange mit dem gemeinsamen Sorgerecht in Deutschland gedauert?!?). Auch führt er aus, dass heutiger Elternschaft die wirtschaftliche Sicherheit fehle und dass das momentan propagierte Familienmodell vielen Menschen nicht entspricht.

- "Alles nur Panikmache, schliesslich sind die Deutschen noch nicht ausgestorben":

Wie so viele vor ihm, verkürzt auch Köhnen die demographische Problematik. Das eigentlich Problem ist (zumindest kurzfristig) nicht der reale Verlust an Bevölkerung (diese wird erst in einigen Jahrzehnten effektiv einsetzen, trotz Zuwanderung), sondern die Überalterung und somit die enorme Belastung eines stetig kleiner werdenden Zahl von Erwerbstätigkeiten im Verhältnis zu einem enormen Zuwachs an immer länger lebenden Rentnern. Die niedrigen Geburtenraten heizen diese Problematik erst richtig an und führen dazu, dass die Kosten für Renten- und Gesundheitsysteme explodieren. Aus diesen Gründen fährt Europa schon seit Jahrzehnten eine relativ laxe Immigrationspolitik, welche klammheimlich dafür sorgt, dass einheimische Bevölkerungsteile schrittweise durch nichteuropäische Menschengruppen ersetzt werden, da Einheimische in der Regel eine viel tiefere Geburtenrate aufweisen, als Migranten, so dass heutzutage in Deutschland mittlerweile vierzig Prozent aller geborenen Kinder einen Migrationshintergrund haben.

Fakt ist, dass die Geburtenrate seit den Sechzigerjahren in Deutschland von 2.2 Kinder pro Frau auf 1.31 Kinder pro Frau gefallen ist, was weit unter der Grenze der Bestandserhaltung (2.1 Kinder pro Frau) liegt und somit dazu führt, dass ein Bevölkerungsrückgang von heute 80 Millionen auf etwa 65 Millionen Menschen im Jahre 2060 prognostiziert wird. Würde die Migration von heute auf morgen komplett gestoppt werden, würde die Bevölkerung sich im Jahre 2060 bei lediglich 58 Millionen befinden. Diese Zahlen stammen vom statistischen Bundesamt Deutschlands. Dieser massiver Bevölkerungsverlust ist realistisch und keine Panikmache.

Es tritt auch mit einer kontinuierlichen Immigration (und den dadurch leicht erhöhten Geburtenraten) eine rasante Schrumpfung der deutschen Bevölkerung in naher Zukunft ein, welche sich in entfernter Zukunft durchaus zu einem Aussterben der deutschen Gesellschaft führen kann, wenn der Trend nicht gestoppt wird.

- "Frauen sind nicht alleine verantwortlich für die Kinder":

Wenn es darum geht, Fehlentwicklungen und Missstände rund um Kindern und Familien wegzureden, dann sind Männer und Väter plötzlich wieder im feministischen Familienbild präsent, während sie sonst einfach ausgeklammert oder in ihren Rechten und in ihrer Beteiligung am Familienleben beschnitten werden. Wenn man die Rolle des Vaters zunehmend auf ihre finanzielle Natur reduziert und die Rolle der Mutter als besonders wichtig darstellt, dann muss man sich auch damit abfinden können, dass Kinder und deren Probleme vorallem als eine Verantwortung der Mutter wahrgenommen werden.

Die Aussage, dass Frauen nicht alleine für Kinder verantwortlich sind, deckt sich nicht mit dem verdeckten, kontinuierlichen Abbau der Rechte der Väter an ihren Kindern durch die feministische Familienpolitik.

- "Hergebrachte Vorstellungen zwingen Frauen dazu, nach einer Geburt weniger zu arbeiten":

Köhnen beklagt, dass in Demographie-Statistiken die Bezeichung "Kinder pro Frau" als Geburtenrate aufgeführt wird und hat damit das Gefühl, dass damit irgendwie die Komplexität und die Teilnahme beider Elternteile verharmlost werde. "Hergebrachte Vorstellungen" würden dazu führen, dass Männer bei einer Geburt mehr beruflich arbeiten würden als die Frauen, welche diesbezüglich Einschnitte hinnehmen müssten. Und das werde nunmal von vielen Menschen nicht mehr akzeptiert.

Köhnen sollte sich diesbezüglich dringend mit dem Konzept der Hypergamie beschäftigen. Dies ist ein weit verbreitetes Phänomen des weiblichen Sexualverhaltens, welches dazu führt, dass Frauen vorallem Männer mit gleichem oder höherem Status attraktiv finden. Dies resultiert dann in Ehen, in denen der Mann häufig mehr verdient als die Frau, so dass die Entscheidung, wer zu Hause bleibt und wer weiterhin arbeiten geht, relativ schnell gefällt ist.

Und das Märchen der "hergebrachten Vorstellungen", welche Mütter an den Herd zwingen würden, ist Unsinn. Wer soll denn heute bitte schön diesen postulierten Zwang durch "hergebrachte Vorstellungen" durchsetzen? Etwa der Staat mit seiner feministischen Geschlechterpolitik? Die überwiegend linkslastigen Medien? Oder etwa die zahnlose Kirche? Heutzutage gibt es keine Instanz, welche Frauen ernsthaft dazu zwingen könnte, die traditionelle Rollenverteilung leben zu müssen - dennoch hält offensichtlich eine Mehrheit der Frauen daran fest (sonst würden Feministen wie Köhnen sich nicht beklagen). Sie machen es also freiwillig, da sie niemand ernsthaft dazu zwingen kann.

Ausserdem fällt auf, dass alleinerziehende Mütter in Deutschland häufiger Vollzeit arbeiten als Mütter in Paarfamilien (!). Wenn sogar die viel bemitleideten, alleinerziehenden Mütter trotz fehlendem Elternteil als Unterstützung wesentlich mehr arbeiten können als verheiratete Mütter, dann liegt die geringere Erwerbstätigkeit verheirateter Mütter endgültig an ihrer eigenen Faulheit.

Wenn verheiratete Mütter nach der Geburt weniger arbeiten, dann liegt dies vorallem an ihrer eigenen Faulheit, nicht an "hergebrachten Vorstellungen", sondern weil sie es schlichtweg nicht müssen.

- "Die wirtschaftliche Sicherheit, welche Elternschaft braucht, fehlt":

Er verweist hier auf die mangelnde berufliche und lebensinhaltliche Sicherheit, welche für die Erfüllung des Kinderwunsches wichtig seien. Nur ein starker Ausbau der Kinderbetreuung und der Geldleistungen für arme Familien, sowieso die Demontage "konservativer Familienpolitik" (siehe 4.2.) würde dies beseitigen können.

Man fragt sich ernsthaft, warum sich Menschen im Mittelalter überhaupt fortgepflanzt haben - so ganz ohne Kinderkrippen und staatlichen Zusatzleistungen, während Kriege, Dürren und Armut die Menschen in Armut hielten. Eine niedrige Lebenserwartung und unsichere Zeiten haben dort die Menschen nicht davon abgehalten, wie die Karnickel Kinder in die Welt zu setzen. Menschen früher hatten ein völlig anderes Verhältnis zu Familie und Kinder im Gegensatz zu heute, da Kinder mehr zu einem "Projekt" (den Begriff benutzt Köhnen) werden. Statt Kinder als unvergleichliches Privileg zu sehen, werden sie als Lifestyle-Accessoir deklariert und als Belastung empfunden. 

Und wo gibt es in Deutschland eine "konservative Familienpolitik"? Kristina Schröder hat meines Wissens keinen Wandel hin zu einer wahren "konservativen Familienpolitik" eingeleitet.

Mangelnde Sicherheit hat auch früher nicht die Menschen davon abgehalten, Kinder in die Welt zu setzen.

- "Das propagierte Familienmodell entspricht den Menschen nicht":

Da hat Köhnen sogar Recht. Die meisten Eltern sind nämlich nicht so herzlos und geben deshalb ihre Kinder nur ungern sofort nach der Geburt in staatliche Krippen und sie sind auch nicht so dumm und lassen sich durch Gender Mainstreaming in ihrer Geschlechtlichkeit umerziehen. Viele Menschen können auch nicht nachvollziehen, warum der Staat das Zerbrechen von Familien fördert, in dem er Alleinerziehende fürstlich behandelt und Scheidungen begünstigt.

Das staatsfeministische Familienmodell entspricht den meisten Menschen nicht.

- "Der Fokus auf Geburtenraten von Migranten ist rassistisch":

Wie es sich für jeden echten Linken gehört, der aufgrund seiner Ideologie nicht mit der Realität zurechtkommt, verteilt auch Köhnen an dieser Stelle einige gehässige Seitenhiebe gegen Sarrazin. Er beklagt sich dabei, dass Kritik an den hohen Geburtenraten von Migranten ganz ganz phöser Rassismus sei.

Migranten sind entgegen dem links-rassischen Denken Köhnens keine einheitliche Gruppe und schon gar keine "Rasse", so dass der Vorwurf des Rassismus hier völlig ins Leere geht. Die sehr spezifischen Probleme rund um die Migration lassen sich mit rassischen Weltbildern nicht konsistent erklären, sondern können nur mit kulturalistischen Ansätzen verstanden werden. Denn sie drehen sich nicht um "Rasse", sondern um kulturelle Inkompatibilität - um Kollisionen entgegen gesetzter Wertegruppen, so dass eine Integration erschwert, verweigert oder gar unmöglich wird. Daraus folgt, dass Kritik an diesen Zuständen nicht "rassistisch", sondern kulturalistisch ist.

Von Autoren, welche regelmässig betonen, dass es "die Männer" oder "die Jungen" nicht gäbe (und die somit die Dekonstruktionismus-Keule schwingen), hätte man zumindest erwarten können, dass ihnen bewusst sei, dass es "die Migranten" nicht gibt. Schliesslich kann man die zahllosen Migrantengruppen nicht auf eine "Rasse" zusammenführen und somit kann (kulturelle) Kritik an ihnen nicht mit einem auf gruppenbasierten Konzepten gegründeten Vorwurfs wie Rassismus gekontert werden. Wenn es also "die Migranten" nicht gibt, dann läuft auch der Rassismusvorwurf gegenüber Migrantenkritik ins Leere.

Hier zeigt sich somit die Einseitigkeit in der Anwendung des Dekonstruktionismus, welcher nur dann zum Einsatz kommt, wenn Kritik an Klientelgruppen abgewimmelt werden muss (Schuldzuweisungen an "die Frauen") oder den wahren Opfern die Legitimität ihrer Anliegen abgesprochen werden soll ("die Jungen gibt es nicht"). Hinweise auf die Integrationsproblematik und auf demographische Probleme werden jedoch mit einem Vorwurf gekontert, welcher munter alle Migranten und alle Kritiker jeweils in einen Topf wirft. Dadurch degeneriert Philosophie zum primitiven Werkzeug zur Beschützung und Durchsetzung von Ideologie.

Köhnen meint, Migranten seien eine "Rasse", wenn er den Kritikern negativer, kultureller Phänomene rund um Migration "Rassismus" vorwirft und verfällt somit wie so viele vor ihm in links-rassische Weltbilder.

- "Der Fokus auf die Geburtenraten von Migranten ist kurzsichtig":

In der ganzen Geschichte Deutschlands hätten Migranten laut Köhnen schon immer zum Wohl des Landes beigetragen und er meint, dass deren Integration "immer schwierig war und doch erfolgreich stattgefunden hat".

Auch hier übersieht Köhnen geflissentlich, dass Migrant nicht gleich Migrant ist. Während Italiener und andere Europäer aufgrund hoher kultureller Kompatiblität sich leicht in Deutschland integrieren liessen, hatten Migrantengruppen aus kulturell völlig anderen Gebieten wesentlich grössere Integrationsschwierigkeiten. Dies zeigt sich deutlich bei vielen muslimischen Arabern und Türken. Gerade bei diesen Problemgruppen stagniert die Integration jedoch oder ist sogar rückläufig, wenn man sich die wachsende Abschottung und Ghettoisierung muslimischer Gemeinschaften anschaut. Aufgrund nachwievor hoher muslimischer Geburtenraten verstärken sich diese Integrationsdefizite auch noch zusätzlich.

Der Fokus liegt nicht auf die Geburtenraten der Migranten an sich, sondern darauf, dass diese die ohnehin schon bestehenden Integrationsdefizite verstärken.

- "Der Kinderwunsch in Deutschland ist viel geringer ausgeprägt als in anderen Ländern":

Hiermit weist Köhnen darauf hin, dass der Kinderwunsch in Deutschland im Vergleich zum Ausland schwächer ausgeprägt ist und dass mehr Männer als Frauen kinderlos bleiben wollen. Damit erübrige sich seiner Meinung eine "Schuldzuweisung" an "die Frauen". Doch Köhnen übersieht dabei, dass in dieser höheren Ablehnung von Kindern durch Männer auch zu einem nicht unerheblichen Teil das Bewusstsein mitschwingt, an seinem eigenen Fleisch und Blut nicht im Ansatz so viele Rechte zu besitzen, wie die Mutter. Welcher vollständig informierte Mann kommt dann noch ernsthaft auf die Idee, unter solchen Umständen Kinder in die Welt zu setzen?

Gerade die deutsche Familienpolitik ist im internationalen Vergleich besonders männerfeindlich. Wurde Deutschland nicht mehrmals vom europäischen Gerichtshof für Menschenrechte verwarnt, weil es das gemeinsame Sorgerecht für Männer systematisch unter den Tisch fallen lässt? Der höhere Kinderwunsch der Männer in skandinavischen Ländern liegt wohl unter anderem auch daran, dass es dort ein rigoroses gemeinsames Sorgerecht gibt und die Frauenalimente existiert dort nicht.

Wenn Männer kaum Rechte an ihren Kindern erhalten und nach der Scheidung wie ein Huhn gerupft werden, muss man sich über den fehlenden Kinderwunsch nicht wundern.

"4.2. Familien gehen daran kaputt, dass sich Frauen selbstverwirklichen wollen"

In diesem Unterkapitel unterstellt Köhnen dem Antifeminismus erneut Positionen, die er mit Ausnahme eines zweifelhaften Verweises auf das "Eva-Prinzip" nicht mit Quellen belegt. Wir haben aber bereits gesehen, dass Eva Herman zwar feminismuskritisch ist, jedoch nicht wirklich zum Antifeminismus gezählt werden kann, denn ihr Männer- und Gesellschaftsbild ist genauso gynozentrisch und männerfeindlich wie das einer durchschnittlichen Feministin.

Es macht nunmal einen erheblichen Unterschied, ob man mit dem Lokführer darüber debattiert, wie schnell man auf den Abgrund zu rasen soll oder ob man den Lokführer zu übermannen versucht um den Zug endlich zum Stillstand bringen zu können. Deshalb werde ich auf die Aussagen, die sich um Eva Herman kreisen, nicht näher eingehen, da sie uns nicht betreffen.

- "Frankreich und die skandinavischen Länder haben höhere Geburtenraten, weil Familien dort Beruf und Kinder besser vereinbaren können":

Eine Studie der OECD kommt zum Schluss (S. 62), dass der Ausbau der Kinderbetreuung in Deutschland so gut wie keinen Effekt auf die Geburtenrate haben würde. Ausserdem ist der Zusammenhang zwischen Kinderbetreuung und Geburtenraten unklar. Gerade in Frankreich gebären Frauen mit Migrationshintergrund mehr Kinder als einheimische Französinnen. In Deutschland hat bisher nur jedes dritte Kind einen Migrationshintergrund (siehe oben).

Unterschiedlich hohe Geburtenraten im Ländervergleich haben vorallem auch mit dem Anteil (nichteuropäischer, gebärfreudiger) Migranten an der Bevölkerung zu tun, während der Zusammenhang zwischen Geburtenraten und Kinderbetreuung nicht geklärt ist. 

Teil V kommt bald

Antifeministischer Marschbefehl

Donnerstag, 31. März 2011

"Argumente gegen den Antifeminismus" - ein maskulistischer Kommentar Teil III

Dies ist der dritte Teil der Widerlegung einer feministischen Broschüre der Friedrich Ebert Stiftung, welche antifeministische Positionen zu entkräften versucht. Siehe Teil I und Teil II. Unser Norbert hat den im Folgenden Teil behandelten Schwachsinn auf seiner Homepage bereits kommentiert.

Dieses Mal widmen wir uns dem dritten Kapitel rund um Männerbenachteiligung, welches von unserem Lieblingspudel Thomas Gesterkrampf geschrieben wurde, der in einer geistigen Umnachtung uns Antifeministen jene Muster unterstellt, welcher der Feminismus seit vierzig Jahren anwendet. So unterstellt er dem Hinweis auf die handfeste Benachteiligung von Männern durch Gesetz, Rechtsprechung und Politik ein "plattes Gewinner-Verlierer-Schema, das an Selbstviktimisierung grenzt".

Man hat bei diesem Musterpudel das Gefühl, er hätte den penetranten Frauenopferkult des Feminismus der letzten Dekaden nicht mitbekommen. Wird etwa nicht die komplette Gleichstellungspolitik auf Frauen ausgerichtet? Wurde deren Etablierung nicht durch das laute Geschrei der Feministinnen mit dem Hinweis auf Frauen als die ewigen Opfer vorangetrieben?

Im Übrigen wird es jetzt etwas surrealistisch, denn das Gütesiegel Gesterkrampf steht für den ewig scheiternden Versuch, der Realität den eigenen ideologischen Stempel aufzudrücken. Dabei geht unser Gesterkrampf subversiv vor - er leugnet nur äusserst selten die Realität, sondern er wird versuchen, dem Leser mittels Ideologie zu erklären, warum wir ein Zebra jetzt für einen Elefanten halten sollen.

Dieser schizophrene, fast schon komödiante Stil von ihm, welcher zwischen feministischer Hörigkeit und fast schon männerrechtlerischen Positionen hin und her wechselt, liess mich schon vor einiger Zeit vermuten, ob Thomas nicht einfach ein maskulistischer Maulwurf ist, welcher den Feminismus von innen heraus diskreditieren will.

Wir werden also im Folgenden sehen, wie eine feministische Broschüre, die sich anschickte, antifeministische Positionen zu widerlegen, diese aber im Grossen und Ganzen bestätigen muss. 

"3.1. Männer sind häufiger arbeitslos als Frauen."

Zunächst versucht Gesterkrampf damit abzulenken, dass für eine kurze Zeit nach der deutschen Wiedervereinigung mehr Frauen als Männer ohne Jobs waren. Doch "im Laufe der 1990er Jahre kehrte sich die Entwicklung um: Die Arbeitslosenquote der Männer stieg in West- wie Ostdeutschland [...], nach der Jahrtausendwende übetraf sie erstmals die der Frauen.". Da zerschellt der Ideologe aber hart an der felsigen Realität.

- "Teilzeitarbeitende und geringverdienende Frauen werden nicht als arbeitslos erfasst":

Diese Frauen haben immerhin noch einen Job im Gegensatz zu komplett arbeitslosen Männern, von denen es erst noch mehr gibt, wie Gesterkrampf widerwillig zugeben muss. Viele Frauen arbeiten freiwillig Teilzeit oder haben keine Lust Karriere zu machen oder sich für eine anspruchsvollere Stelle weiter ausbilden zu lassen.

Gesterkrampf versucht hier die Realität zu verzerren, indem er mit Frauen im Niedriglohnbereich von den höheren Arbeitslosigkeitszahlen der Männer abzulenken versucht.

- "Männer sind nachwievor auf dem Arbeitsmarkt privilegiert":

Hier versucht Gesterkrampf trotz höherer Zahl an Arbeitsunfällen, höherer Belastung und die handfeste Benachteiligung der Männer durch Frauenbevorzugung durch diffuse Klischees wegzureden. So behauptet er, dass man ihnen "die Funktion des (Haupt-)Ernährers und Frauen die (Haupt-)Verantwortung für Fürsorge" zuschreibt. Bei Gesterkrampf sind diese Klischees dann auch noch "von einer staatlich geförderten geschlechtsspezifischen Bereichstellung" gekennzeichnet. Doch dies würde heissen, dass in Deutsch-Femistan, wo eine viele Millionen schwere, feministische Gleichstellungspolitik vorherrscht, urplötzlich traditionelle Rollenbilder von der Regierung propagiert werden würden. Nur wo geschieht dies genau? Etwa im feministisch verseuchten Bundesministerium für alle ausser Männer?

Gesterkrämpfchen belegt nicht, wo genau der feministisch unterwanderte deutsche Staat das traditionelle Rollenbild fördert.

- "Handwerkliche und erzieherische Berufe werden unterschiedlich bewertet und entlöhnt":

Hier setzt unser Musterpudel Berufe aus zwei völlig verschiedenen Branchen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, gleich um anschliessend darüber zu klagen, dass die Löhne und Ansichten zu diesen Jobs nicht gleich seien. Leider teilt uns der ungläubige Thomas auch nicht mit, wie wir jetzt dadurch Frauen als die noch grösseren Opfer als die Männer wahrnehmen sollen.

Gesterkrampf vergleicht hier Äpfel mit Birnen.

"3.2. Jungen sind die Bildungsverlierer."

Hier verfährt er genau gleich - er zählt auf, dass weniger Jungen aufs Gymnasium gehen, häufiger ohne Abschluss bleiben und mehr Schwierigkeiten beim Lesen haben. So ziemlich alle Fakten, welche auch Männerrechtler anführen und welche normale Menschen über allfälligen Handlungsbedarf nachdenken lassen. Sogar die Feminimisierung der Schulen in Form eines fast zu 90 % weiblichen Lehrkörpers wird offen zugegeben. Wie geht also der Thomas hier vor? Genau - er bagatellisiert und dekonstruktioniert.

- "Vorallem Arme und Migranten betroffen":

Jeder zehnte Junge ohne Migrationshintergrund verlässt die Schule ohne Abschluss. Es ist war, dass Junge mit Migrationshintergrund häufiger von diesem Problem betroffen sind, doch die Bildungsmisere der Jungen auf Migrationshintergrund und Armut zu reduzieren, heisst, ein erheblicher Teil der Betroffenen zu ignorieren. Gesterkrampf verweist auf die Expertise "Schlaue Mädchen - Dumme Jungen" des Deutschen Jugendinstitutes und nennt sie "sehr differenziert". Doch Männerrechtler haben in einer Stellungsnahme ausführlich dargelegt, dass dieser Bericht verkürzend und einseitig sei und feministische Positionen in der Bildungspolitik verteidige. Deutlich haben sie aufgezeigt, wie die Schuld an der Misere allein den Jungen angehängt wird, Verantwortliche bewusst Jungenförderung blockieren und nach mehr Gender Mainstreaming verlangen, welche sich bei näherem Hinsehen als reine Mädchenförderung entpuppt. 

Die Ursache liegt nicht bei Armut oder Migrationshintergrund, sondern an einer bewusst feministisch arbeitenden Bildungspolitik, welche Jungenanliegen zugunsten von Mädchenförderung ausklammert.

- ""Die Jungen", die automatisch benachteiligt seien, gibt es nicht":

Dies ist der klassische Femispruch, wenn eine andere Menschengruppe den Frauen das Opfermonopol in einem Bereich wegzunehmen droht. Doch bei der feministischen Bildungspolitik sind alle Jungen alleine wegen ihrem Geschlecht betroffen - viele von ihnen schaffen es trotz den Steinen, denen man ihnen in den Weg legt, gut voranzukommen, doch einen Nachteil alleine aufgrund des Geschlechts erfahren sie allemal. So wies schon die Hamburger Lern-Ausgangs-Untersuchungs (LAU) aus dem Jahr 1996 darauf hin, dass Jungen für dieselbe Leistung schlechtere Noten erhalten als Mädchen und bei den Lehrkräften seltener als gymnasialgeeignet angesehen werden. Jungen müssen aufgrund von belegter Benachteiligung für die gleichen Noten mehr leisten als Mädchen. Dies wurde von der IGLU-Studie 2005 erneut bestätigt und wurden in der Untersuchung von 2007 des Bundesministeriums für Bildung und Forschung aufgegriffen. Die Benachteiligung der Jungen ist inzwischen auch in den Medien angekommen. Die Verantwortlichen sind sich diesen Tatsachen durchaus bewusst - doch sie wollen (aus ideologischen Gründen) nicht angemessen darauf reagieren.

Man kann diese Fakten mit Dekonstruktionismus, der sich lediglich auf der linguistischen Ebene bewegt, nicht einfach weg reden. Würde man umgekehrt bei einer Frauenbenachteiligung den Einwand akzeptieren, dass es "die Frauen" nicht gibt und somit die Klage unangebracht sei?

Man kann die Jungendiskriminierung in deutschen Schulen nicht wegreden.

- "Frauen- und Mädchenförderung braucht's immer noch!!!"

Der nationale Bildungsbericht 2010 sagt ganz klar, dass die "besondere Aufmerksamkeit sollte künftig den Jungen zukommen, die an Förderschulen stark überrepräsentiert sind.“ Angesichts der bekannten, ausführlich belegten und grassierenden Jungenbenachteiligung noch davon zu phantasieren, dass eine Frauen- und Mädchenförderung immer noch nötig sei, entspringt schlichtweg ideologischem Wahn und deutet auf eine tief sitzende Verachtung für Jungen hin.

Frauen- und Mädchenförderung ist angesichts der Realität der Jungenbenachteiligung nicht rechtfertigbar und gehört abgeschafft.

(Übrigens: In einem Interview mit der GEW hat Gesterkrämpfchen gesagt, dass man die "Bildungsbenachteiligung" der Jungen nicht verharmlosen sollte, während er in dieser jetztigen Broschüre offensichtlich das Problem herunterzuspielen versucht. So schrieb er: "Ich würde
auch das Thema Bildungsbenachteiligung von Jungen nicht unterschätzen, man sollte das nicht verharmlosen.")

"3.3. Die Männergesundheit wird vernachlässigt."

Hier haben wir ausnahmsweise nichts zu meckern.

Gesterkamp erwähnt, dass die kürzere Lebenserwartung der Männer nicht biologisch determiniert ist, wie gewisse Feministinnen behaupten und verweist dazu auf die Kloster-Studie, welche belegt, dass Mönche genauso alt werden wie Nonnen. Viele Männer würden ihre Gesundheit vernachlässigen und seltener Vorsorgeangebote nutzen - doch er weist darauf hin, dass diese seltener für Männer existieren und seltener von der Versicherung gedeckt werden würden im Gegensatz zu den äquivalenten Angeboten für Frauen.

Ausserdem beklagt er, dass der Staat sich nicht für krankmachende Faktoren bei Männern kümmert und weist darauf hin, dass der erste Männergesundheitsbericht privat finanziert wurde - im Gegensatz zu den staatlich finanzierten Frauengesundheitsberichten. Diese Vernachlässigungen bezeichnet Gesterkamp offen als "Versäumnisse der Vergangenheit", welcher er einer fehlenden Männer-Gesundheitslobby zuschreibt.

Gesterkamp erkennt klar den Handlungsbedarf in Sachen Männer-Gesundheit.

"3.4. Frauen sind ebenso gewalttätig wie Männer."

- "Gewalt an Männern ist kein Argument. Basta!":

Gesterkrämpfchen erwähnt, dass Gewalt an Männern durch Frauen und Männern ein alltägliches Phänomen ist, welches häufiger stattfindet, als bisher vermutet. Allerdings dürfe das kein Argument sein, denn es sei "falsch und unredlich" und das man nicht im "populistisch gewendeten Geschlechterkampf" "missbrauchen" dürfe, zitiert er Hans-Joachim Lenz. Da haben Leute offensichtlich Angst, dass die Klischeevorstellung der armen und unschuldigen Frauenopfer ins Wanken gerät und dass die Menschen auf die bisher ignorierten wahren Opfer der Gesellschaft aufmerksam werden - die weissen, heterosexuellen Männer.

Darf Gewalt nur dann angesprochen werden, wenn feministisch konforme Opfergruppen betroffen sind? Sind Gesterkrämpfchen und Co. so dermassen unmenschlich, dass sie die Menschen nach ihrem Wert innerhalb der feministischen Weltsicht zugestehen, ob sie ihre Gewalterfahrungen thematisieren dürfen oder nicht? Wie würde die Gesellschaft reagieren, wenn man den Frauen verbieten würde, ihre Gewalterfahrungen öffentlich zu machen?

Gewalt an Männern ist real und da Männer gleichwertige Menschen sind, müssen auch ihre Gewalterfahrungen mindestens im gleichen Ausmass wie jene der Frauen thematisiert werden.

"3.5. Vätern werden die Kinder entzogen."

Erneut übt Gesterkamp sich im Spagat zwischen feministischer Ideologietreue und männerrechtlerischen Positionen, indem er das lange Zeit fehlende gemeinsame Sorgerecht anspricht. Er weist darauf hin, dass Väterrechtler den Familiengerichten eine tendenziöse Rechtsprechung zu Gunsten der Mütter vorwerfen. Erhofft sich dieser Pudel etwa einen Posten in der kommenden maskulistischen Ordnung? Oder hat sein Gewissen hier kurzfristig erneut die Oberhand gewonnen?

- "Frauen haben manchmal gute Gründe, alleine über das Kindeswohl zu entscheiden."

Gesterschlamp weist nicht darauf hin, was diese ominösen Gründe sein könnten. Egoismus? Rachesucht? Geldgier? Schliesslich garantiert das Kind ein langfristig fliessender Geldbrunnen über dessen Funktionstüchtigkeit der Staatsfeminismus eifrig wacht. Man soll den Frauen keine niederen Motive unterstellen - doch wenn man Frauen (und Männern) grosszügig die Gelegenheit dazu gibt, dann werden sich oft genug niedere Motive durchsetzen.

Der Staatsfeminismus gibt den Mütten zu viel Spielraum für den Missbrauch auf Kosten einer gemeinschaftlichen Lösung und zum Schaden des Kindeswohls.

- "Manche Väter zahlen keinen, zu wenig oder gar keinen Unterhalt."

AN diesen Zuständen ist die feministische Familienpolitik schuld, welche den Vater dämonisiert, entrechtet und auf seine finanziellen Pflichten reduziert. Doch wir haben es hier mit Menschen zu tun. Menschen, die es nicht ertragen können, dass man ihnen ihre Kinder weggenommen hat und ihre Beteiligung am Leben ihres Nachwuchses auf finanzielle Transaktionen zwangsreduziert hat.

Wenn Väter zu Zahleseln ohne Rechte am Kind degradiert werden, dann muss man sich nicht wundern, dass sie sich verraten fühlen und dass ihre Zahlungsbereitschaft nachlässt.

"3.6. Die Medien ignorieren unsere Anliegen."

 - "Zeit, Focus und Spiegel bringen hin und wieder antifeministische Artikel":

Gesterkrampf hat das Gefühl, wir hätten bereits das Medienmonopol auf unserer Seite, nur weil die vor einigen Jahren noch stramme feministische Linie und die dreiste Lügerei aller Medien langsam aber sicher einer ausgewogeneren Berichterstattung weicht. Die Männerrechtsbewegung ist aber noch meilenweit davon entfernt, die gleiche enorme Medienpräsenz zu erhalten wie es der Feminismus momentan mit den Frauenquoten geniesst.

Ein paar feminismuskritische Artikel zwischen den gewaltigen feministischen Indoktrinationswellen rund um die Lohndiskriminierungslüge und die Frauenquote bilden noch lange keine antifeministische Medienlandschaft.

- "Im Internet organisieren sich Antifeministen und versuchen Foren, Kommentarbereiche und Aktionsplattformen zu entern":

Das Internet ist unser Revier und fest in der Hand des wachsenden Antifeminismus.

Offensichtlich fürchtet sich der Feminismus vor einem Medium, welches er nicht im gleichen Ausmass mit Zensur durchdringen und kontrollieren kann, wie den Rest der Öffentlichkeit. 

Teil IV kommt bald


Donnerstag, 24. März 2011

"Argumente gegen den Antifeminismus" - ein maskulistischer Kommentar Teil II

Dies ist der zweite Teil der Widerlegung einer feministischen Broschüre der Friedrich Ebert Stiftung, welche antifeministische Positionen zu entkräften versucht. Siehe Teil I. Unser Mitstreiter Norbert hat auf seiner Homepage auch mit einer Widerlegung dieses Dokuments angefangen.

Dieses Mal dreht sich alles um die Probleme der deutschen Geschlechterpolitik.

"2.1. Gleichstellungspolitk sei überflüssig, da Frauen schon an der Macht seien"

- "Sichtbarkeit beruflich erfolgreicher Frauen sei kein hinreichender Indikator für den Erfolg von Gleichstellungspolitik":

Diese Aussage verwundert - schreien Feministinnen nicht in ganz Europa immer danach, dass die Sichtbarkeit von Frauen endlich gewährleistet werden müsse? Doch wenn dies offenbar kein Indikator für den Erfolg vom Feminismus und von Frauen ist, warum wird dann dermassen darauf gepocht?

Sei dies im Internet oder beim Christopher Street-Aufstand - überall wo Frauen sich lieber im Hintergrund aufhalten oder erst gar nicht mitmachen, versucht der Feminismus mit dumpfen Propagandatricks ("es war doch eine Lesbe zuvorderst dabei!") oder mit aggressiven Geldvernichtungsmassnahmen dennoch Frauen trotz mangelnder Leistung oder Präsenz unangemessen in den Mittelpunkt zu rücken. Das führt dann zu peinlichsten Kriechspuren der Pudel gegenüber dem Feminismus - wie man dies letzthin bei Sascha Lobo eindrucksvoll beobachten konnte.

Femanzen können nicht akzeptieren, dass Frauen in gewissen Bereichen nunmal nicht die gleiche Leistung erbringen wie Männer - so dass der Feminismus zwangsläufig mit Eingriffen und Schuldzuweisungen die Verantwortung auf andere verlagert. 

- "Ungleiche Löhne und erhöhtes Armutsrisiko von Frauen": 

Da Frauen weniger lukrative Jobs übernehmen wollen, mit weniger Eifer und Aufopferungsbereitschaft an die Arbeit herangehen, den Wettbewerb scheuen und lieber weiche Studiengänge studieren erreichen sie gänzlich selbstverschuldet nicht die gleichen Löhne und Besitzstände wie Männer. Diese Tatsache lässt sich auch nicht durch Diskriminierung erklären, da ein Grossteil des Lohngefälles durch Qualifikations- und Leistungsunterschiede erklärbar ist und der Rest durch nicht geprüfte, weitere Faktoren und durch statistisches Rauschen erklärt werden kann. Aufgrund all dieser Faktoren verwundert es auch nicht, dass Frauen lieber Teilzeit arbeiten.

Und das "erhöhte Armutsrisiko" der Frauen ist ein Hohn wenn man bedenkt, dass Männer wesentlich häufiger obdachlos werden und somit auch häufiger als Frauen durch alle sozialen Netze fallen. Diese wiederum beziehen wesentlich öfter Unterhalt und finanzielle Hilfe vom Staat, so dass weibliche Armut in allen Fällen erheblich komfortabler ist.

Geringere Löhne der Frauen sind selbstverschuldet und Frauen fallen viel seltener als Männer durch alle sozialen Netze. 

- "Nachwievor zu wenig Frauen in Führungspositionen": 

Die Autoren heulen sich die Augen aus, dass es in den höchsten Positionen unserer Gesellschaft nachwievor wenige bis gar keine Frauen gibt. Doch diese Positionen kann man den Frauen nicht einfach per Fördermassnahme übergeben, denn diese beinhalten enorme Verantwortung (die viele Frauen scheuen), sind sehr heikel, verlangen grosse Opfer (scheuen sie noch mehr) und benötigen überragende Qualifikationen (welche Frauen aufgrund ihrer Studiumswahl und ihren Lebensläufen häufig nicht mitbringen). Man muss sich auch ernsthaft fragen, ob man eine Ideologie ernst nehmen darf, welche die Besetzung von Positionen vorallem aufgrund des Geschlechts bestimmt haben möchte - wie oberflächlich und fahrlässig muss man sein? Wollen denn Frauen durch eine Quote auf ihr Geschlecht reduziert werden?

Es sind viel zu wenige Frauen mit geeigneter Qualifikation und Wille für die höchsten Posten vorhanden, welche auch noch zu heikel sind, so dass man sie nicht nach ideologischen Kriterien sondern rein nach Eignung besetzen muss.

- "Feministische Politik will mehr als nur Frauen in Führungspositionen. Viel mehr".

Sobald man dem Kannibalen den kleinen Finger gibt, will er irgendwann den ganzen Arm.

Es war zu erwarten, dass sich der institutionalisierte Feminismus nicht mit ein paar Quoten und Privilegien für Frauen zufrieden geben würde - schliesslich ist diese Ideologie viel zu totalitär, als dass sie nach ein paar gewöhnlichen Dreistigkeiten schon genug hätte. Aus diesem Grund ist eine Zusammenarbeit mit denen kontraproduktiv, da man dem Staatsfeminismus so nur noch mehr zweifelhafte Legitimität zuschanzt. Die einzige Lösung ist die Abschaffung jeglicher Art von Geschlechterpolitik.

Erneut tritt die einseitige Heuchelei des Feminismus deutlich zu Tage, denn die Autoren schreiben, dass feministische "Politiken" auf den Abbau von Geschlechterdiskriminierungen "auf allen gesellschaftlichen Ebenen" und "auf die Beendigung von Sexismus" abzielt. Doch wie sieht es mit den Diskriminierungen des Mannes aus? Wie sieht es mit dem misandrischen Sexismus des Feminismus aus? Müssten die dann logischerweise nicht auch abgeschafft werden?

Eine Ideologie, welche so sehr wie der Feminismus vor Sexismus und Einseitigkeit trieft, hat keine Legitimität die Interessen einer wahren Gleichberechtigung vertreten.

"2.2. Geschlechtergerechte Sprache sei überflüssig da Frauen sowieso immer mitgemeint seien"

In diesem Abschnitt versucht das Autorenteam den Ruf des havarierten Sprachfeminismus zu retten, dessen Probleme wir schon hier ausführlich behandelt haben.

- "Bei "Politikern" sind Frauen nicht immer "mitgemeint"":

Wenn Frauen in einem Bereich nunmal Mangelware sind, dann kann man der Gesellschaft auch nicht vorwerfen, dass bei der Berufsbezeichnung primär an Männern gedacht wird. Frauen sollten das dann als Ansporn sehen, aus eigener Kraft (ohne staatsfeministischen Krücken!) in diesem Bereich mehr zu leisten. Denn die Assoziation einer Personengruppe mit einem Wort kommt daher, dass diese Personengruppe sich durch bewundernswerte Taten besonders hervorgetan hat - wenn dies Frauen nicht tun, dann sollen sie auch nicht klagen, wenn sie nicht im Mittelpunkt stehen. Wer dann dennoch besondere Erwähnung verlangt, ist schlichtweg zu faul sich die Rühmung ehrlich zu erarbeiten.

Fallen Frauen in einem Bereich nicht durch ehrliche Leistung auf, haben sich auch kein Recht sich sprachlich in den Mittelpunkt zu drängen.

- "Sprachpolitik bestimmt das Denken über Geschlecht und unser Handeln":

Sprache hat einen gewissen Einfluss auf das menschliche Denken - ein Grund mehr, warum das Wirken der totalitären Ideologie des Feminismus von der Sprache fern gehalten werden muss. Gerade diese Fixiertheit auf die ideologische Umgestaltung der deutschen Sprache lässt den Betrachter tief in die dunkle Seele des Feminismus blicken. Ausserdem spricht man den Menschen ihre Intelligenz und individuelle Entscheidungsfreiheit ab, wenn man simplen Wörtern gleich einen Handlungszwang unterstellt.

Die Sprache war neben der Wahrheit schon immer eines der ersten Opfer der Manipulation durch totalitäre Ideologien. Die Sprache ist einflussreich - jedoch nicht "handlungsbestimmend".

- "Geschlechtergerechte Sprache ermöglicht ein Denken jenseits von zwei Geschlechtern":

Ein Denken jenseits von zwei Geschlechtern ist für den alltäglichen Sprachgebrach der grossen Mehrheit der Deutschsprachigen schlichtweg nicht relevant. Warum sollen nun 98 % dieser Menschen darunter leiden müssen, nur weil eine verschwindend kleine Minderheit mit ihrem eigenen Körper nicht zurechtkommt und aus diesen psychischen Problemen eine politische Ideologie und Pseudowissenschaft namens Genderismus gemacht hat? Diese Irrlehre beruht erst noch auf Lügen, Halbwahrheiten und verzerrten Fakten - kein glaubwürdiges, intellektuelles Fundament für eine Sprachreform.

Es ist nicht nötig, aufgrund der ideologischen Forderungen eines kleinen Grüppchens von Personen die komplette deutsche Sprache abzuändern.

"2.3. Frauenquoten seien ungerecht"

- "Hinter der Ablehnung von Quoten verbirgt sich häufig eine Ablehnung von Gleichstellungspolitik":

Selbstverständlich. Sonst wäre man ja nicht konsequent. Man wird den Gedanken nicht los, dass die Ablehnung von Gleichstellungspolitik in den Augen der Autoren eine schwere Sünde darstellt, welche sie am liebsten mit der Todesstrafe oder zumindest mit lebenslangem Sprechverbot belegen wollten. 

Wer Frauenquoten ablehnt, ist nur konsequent, wenn er die komplette Gleichstellungspolitik ablehnt.

- "Quoten diskriminieren nicht, sondern gleichen bestehende Diskriminierungen aus":

Man muss tief im feministischen Denken gefangen sein, um solche Sätze herauslassen zu können. Natürlich diskriminieren Frauenquoten die Männer alleine wegen ihrem Geschlecht. Dafür sind sie ja schliesslich da - um Frauen alleine aufgrund ihres Geschlechts nach oben zu befördern. Man muss schon sehr blind oder simpel sein, wenn man die Mechanismen der eigenen politischen Forderungen nicht verstehen kann oder will.

Oder sind Männer für die Autoren nicht gleichwertige Menschen? Können Männer etwa nach deren Meinung nicht diskriminiert werden? Gibt es bei denen bestimmte Gruppen von Menschen, deren Diskriminierungen als relevant gelten sollen, während der Rest sich gefälligst alles bieten lassen soll? Wenn man eine allfällige Dummheit von Seiten der Autoren ausschliesst, dann ist dies ein weiteres Beispiel für die Einseitigkeit und die Männerverachtung des Feminismus.

Frauenquoten ersetzen nicht bewiesene, konstruierte "Diskriminierungen" von Frauen durch reale strukturelle Diskriminierungen von Männern.

- "Geringe Frauenanteile lassen sich nicht auf individuelle Wahlentscheidungen von Frauen zurückführen": 

Eine "behauptete" Männerdiskriminierung wegen Frauenquoten wird mit einer Reihe von strukturellen, nicht bewiesenen Diskriminierungen der Frauen gerechtfertigt, gegenüber denen die individuelle Wahlentscheidungen der Frauen irrelevant seien. Nachweisversuche von Diskriminierung in der Arbeitswelt leiden unter der Tatsache, dass viele Einflussfaktoren nicht genügend kontrollierbar sind, um aussagekräftige Resultate zu reproduzieren (dies wird von den Studienleitern zugegeben, siehe hier, S. 15). Strukturelle Diskriminierungen können somit nicht bewiesen werden.

Ähnliches gilt für Quoten, deren unternehmerischer Effekt nicht belegbar ist.

So werden Rollenerwartungen, historische Privilegierungen, Normierungen, Hierarchisierungen, geschlechtsspezifisch aufgeladene Berufsfelder, ungleiche Verteilung von Reproduktionsarbeit und böse Männernetzwerke aufgeführt, welche die Frauen am Aufstieg hindern sollen - da fehlt nur noch die legendäre gläserne Decke.

Die Autoren übersehen, dass Firmen nur ein einziges Ziel kennen: Ihren Gewinn mit allen (halb)legalen Mitteln zu steigern. Alles was Firmen tun wird diesem Ziel untergeordnet. Dies reicht von Gruppendruck, genormter Kleidung bis zu Diversity-Programmen und Frauenförderung um den Ruf aufzupolieren. Gerade Frauen geniessen in den Industrieländern ein enormes Mass an Förderung und Besserbehandlung ("es hilft, eine Frau zu sein") - welche jedoch wegen dem mangelnden Willen der Frauen (siehe oben) keinen spürbaren Erfolg hervorbringen.

Auch ist mir nicht ganz klar, weshalb eine Firma oder wir Männer darunter leiden müssten, wenn sich eine Frau für ein Kind entscheidet - heisst es nicht seit Jahrzehnten, "Mein Bauch gehört mir!"? Dann sollen Frauen gefälligst auch alleine die Konsequenzen ihrer "Reproduktionsarbeit" tragen!

Vielmehr beweisen die geringen Frauenzahlen in Führungspositionen die weit verbreitete Unwilligkeit der Frauen trotz Förder- und Quotenkrücken ernsthaften, mit jenen der Männer vergleichbaren Leistungs- und Karrierewillen an den Tag zu legen.

Strukturelle "Diskriminierungen" der Frauen können nicht bewiesen werden und werden nur angeführt, um vom fehlenden Karrierewillen der Frauen abzulenken.

"2.4. Gleichstellungspolitik sei ideologisch und ignoriert wahre wissenschaftliche Erkenntnisse"

- "Der wahre Streitpunkt sind Geschlecht und Feminismus"/"Hinter dem Argument verbergen sich Vorbehalte gegenüber Wissenschaftlerinnen":

Die Autoren versuchen sachliche, dringend notwendige Kritik an der Ideologie der Gleichstellungspolitik mit Abneigungen gegen Frauen, Lesben, Transen etc. gleichzusetzen um von den Widersprüchen und Faktenverzerrungen ihrer "Wissenschaft" abzulenken. Genderismus entwickelt durch diese primitive Kritikabwehr den Status eines Sektenglaubens, welcher verbissen verteidigt wird und deren Kritiker unter Generalverdacht der Ketzerei gestellt werden.

Sobald Kritik an einer politischen Massnahme oder an einer Wissenschaft untersagt oder abgewürgt wird, sind diese in ihrem Wesen totalitär und müssen verdrängt werden. 

- "Wissenschaft ist nie wertneutral":

Richtige Wissenschaft strebt immer danach, möglichst vorurteilsfrei und objektiv zu operieren. Dies gelingt jedoch nicht perfekt, da wir alle Menschen sind. Doch diese Unvollkommenheit ist kein Freipass dafür, alle Objektivität fallen zu lassen und bewusst eigene Normen in die Wissenschaft hineinzutragen. Die zahllosen, nicht zu hinterfragenden Dogmen des Genderismus, auf dem die Gleichstellungspolitik ruht, machen ihn unglaubwürdig und entlarven ihn als eine in den Universitäten verankerte Ideologie. Im Gegensatz zu den richtigen Wissenschaften entwickelt sich der Genderismus auch nicht weiter und wagt es nicht, seine zentralen Glaubenssätze kritisch zu hinterfragen - eine Grundvoraussetzung für den wissenschaftlichen Fortschritt und wesentliches Merkmal echter Wissenschaft.

Richtige Wissenschaft strebt danach objektiv zu sein, während der Genderismus bewusst Normen in den akademischen Betrieb hineinpackt.

- "Mainstream-Wissenschaften stützen Geschlechterhierarchien und Geschlechternormierungen":

Die Naturwissenschaften beschreiben lediglich die Natur - sie geben uns allerdings keine Empfehlungen darüber ab, wie wir diese Erkenntnisse zu nutzen oder zu verstehen hätten. Genauso wie der Genderismus es heute tut, haben frühere Ideologien versucht, politische Ideen und Systeme (z.B. die traditionalistische Rollenverteilung) durch einen verzerrten Umgang mit naturwissenschaftlichen Erkenntnissen zu rechtfertigen.

Es ist darüber hinaus heuchlerisch früheren Ideologen den Missbrauch naturwissenschaftlicher Fakten vorwerfen, wenn man heutzutage selber genauso verfährt. Der selektive Umgang mit Fakten durch den Genderismus wird zum Beispiel daran deutlich, dass die wissenschaftlich breit abgestützte Evolutionstheorie komplett abgelehnt wird, weil sie die Mär der vielen Geschlechter als absurd entlarvt.

Naturwissenschaften können nicht dafür verantwortlich gemacht werden, wenn gewisse Spinner deren Erkenntnisse für ihre eigenen politischen Zwecke missbrauchen.

- "Feministische Wissenschaften helfen beim Abbau von Geschlechterhierarchien und Geschlechternormierungen":

Wie bereits ausgeführt, beschreibt wahre Wissenschaft lediglich die Realität - wie dieses Wissen dann umgesetzt werden soll, obliegt den Verantwortlichen einer Gesellschaft. Die Wissenschaft kann also nicht soziale Problemlagen "abbauen", sondern lediglich beschreiben. Wer mit Wissenschaft bewusst versucht, gesellschaftliche Zustände zu verändern, der betreibt nicht mehr Wissenschaft, sondern Ideologie.

Eine "Wissenschaft" die über ihren rein deskriptiven Charakter hinaus in den politischen Bereich einzudringen versucht, verliert ihre Objektivität und wird zur Ideologie. 

"2.5. Gleichstellungspolitik sei lesbische Interessenspolitik"

- "Die Behauptung ist lesbenfeindlich":


- "Dieser Vorwurf soll Lesben und Heterofrauen spalten und Feminismus und Gleichstellungspolitik schwächen":

Die Autoren reagieren extrem beleidigt und sind entrüstet darüber, dass man auch nur denken könne, dass Frauen und Lesben nicht die gleichen Interessen hätten! Doch ist es nicht so, dass die meisten heterosexuellen Frauen im Vergleich zu so einer Kampflesbe völlig andere Interessen haben? So zum Beispiel in Bezug auf Männer? Werden hier nicht viel eher heterosexuelle Frauen für lesbische Interessen vereinnahmt?

Man prangert die Kategorisierung und Einordnung von Lesben und Heteras in so simple Schubladen an - und steckt anschliessend die Kritiker der Gleichstellungspolitik in die antifeministische Heteroschublade. Dabei regt sich gerade in der Schwulenszene ein stetig wachsender Antifeminismus, der von den Feministinnen übelst beklagt wird! Zeigt die Autorenschaft hier etwa erneut die sexistische Einseitigkeit des Feminismus auf?

Lesben und Heteras besitzen grundlegend verschiedene Interessen, was der Feminismus bewusst ignoriert.

- "Lesbische Partizipation ist eine Stärke feministischer Politik":

Zunächst einmal betont die Autorenschaft, dass Lesben in der Frauenbewegung und im Feminismus sehr aktiv waren und nachwievor sind. Gerade die Oberlesben Simone de Beauvoir (die war zwischendurch auch ein bisschen bi und pädophil) und Luise F. Pusch haben "bahnbrechende" Beiträge zur genderistischen Ideologie und zur feministischen Sprachzerstörung geliefert. Interessant wird es, wenn die Autoren Lesben im Vergleich zu normalen Frauen als die noch grösseren (!) Opfer von Diskriminierung darstellen:

"Sexismus stellt sich für Lesben teils anders, teils drängender dar als für Frauen, die sich als heterosexuell definieren [...]."

Lesben stehen also neuerdings auf dem Opferolymp sogar noch über den gewöhnlichen Frauen - gut zu wissen. Moment. Wird damit nicht auch indirekt zugegeben, dass es sich bei der feministische Gleichstellungspolitik zumindest partiell doch um lesbische Interessenspolitik handelt, ja sogar handeln muss?

Der lesboide Charakter spiegelt sich in jeder Facette des Feminismus wider.

- "Die Behauptung, Gleichstellungspolitik sei an lesbischen Interessen ausgerichtet, ist falsch":

Diese Behauptung wird so auch nicht von Antifeministen getätigt (man darf mich gerne korrigieren). Vielmehr wird einem erheblichen Teil des Feminismus und des Genderismus unterstellt, dass er stark lesbisch geprägt ist, was wiederum von vielen Exponenten (und auch von der Autorenschaft) nicht geleugnet wird.

Diese Behauptung ist der Phantasie der Autorenschaft entsprungen.

"2.6. Gleichstellungspolitik sei staatliche Umerziehung"

- "Feminismus ist meilenweit davon entfernt "Staatsdoktrin" zu sein":

Er ist nicht Staatsdoktrin. Er ist mehr als das. Die EU hat Gender Mainstreaming und Frauenförderung zur Chefsache erklärt und nun wird Brüssel munter allen Mitgliedsstaaten Gleichstellungspolitik aufzwingen - ob sie dies wollen oder nicht. Staatsdoktrin war gestern - heute haben wir ein quasi imperiales Verdikt zur Zwangsbeglückung mit feministischen Ideen.

Auch die unzähligen Millionen, welche in ganz Europa in den letzten Jahrzehnten für Gleichstellungspolitik geflossen sind und die mächtige Unterstützung, welche der Feminismus gerade in Deutschland von Regierung und Medien erhalten, zeigen die nahezu unangefochtene Position des Staatsfeminismus in Deutschland auf. Dabei wünschten sich die Feministinnen wohl, dass sie das nervige Volk und die sonstigen Interessensgruppen noch effektiver entmachten und umerziehen könnten - vermutlich schreiben sie deshalb, dass der Feminismus "meilenweit" davon entfernt sei, Staatsdoktrin zu sein. Schliesslich leben wir immer noch nicht in einem totalitären Matriarchat. 

Diese Aussage verharmlost die (trotz ersten antifeministischen Erfolgen) enorme Machtposition, welche der Feminismus im Staat, in den Medien und im Zeitgeist nachwievor geniesst.

- "Die "natürliche" Geschlechtsentwicklung ist weder natürlich noch frei von gesellschaftlichen Einflüssen":

Nur weil die natürliche Geschlechtsentwicklung von zahllosen Faktoren beeinflusst wird, stellt dies keine Rechtfertigung für ideologische Manipulation dar. 'Natürlich' muss in diesem Kontext heissen, dass die Entwicklung frei von zusätzlicher, staatlicher Zwangsumerziehung ist - so dass trotz der zahllosen Faktoren, die in diesen Prozess hineinspielen dennoch ein Mindestmass an individueller Freiheit bestehen bleibt. Wenn nun der Staat auch noch anfängt, Frauen und Männer zu normieren und ihnen feministische Rollenkorsette aufzuzwingen, dann nimmt er ihnen auch noch den letzten Rest an geschlechtlicher Freiheit.

Es erstaunt, dass gerade Feministinnen, die viel von "individueller Freiheit" reden, den Mensch gerne auf seine Gruppenzugehörigkeit reduzieren und normieren wollen - und das auch noch mit staatlichem Zwang. Offensichtlich wissen sie instinktiv, dass normale Menschen sich niemals freiwillig in ihre geschlechtliche Identität reinreden lassen würden und wählen deshalb das "top-down"-Verfahren.

Wenn man wirklich an individueller Freiheit interessiert ist, kann man die natürliche Vielfalt der Einflüsse auf die Geschlechtsentwicklung nicht als Rechtfertigung nehmen, nun mit Zwangsmassnahmen und nach eigenen ideologischen Vorstellungen diesen Prozess noch einmal zusätzlich zu beeinflussen.

- "Die Entwicklung "natürlicher" männlicher und weiblicher Geschlechtsidentitäten führt zu Hierarchien und Ausschlüssen":

Da eine kleine Minderheit von Personen mit der gewöhnlichen Vielseitigkeit von Weiblichkeit und Männlichkeit nicht zurechtkommen, sollen diese "scheinbar freien und natürlichen Geschlechtsidentitäten" hinterfragt, herausgefordert und kritisitert werden. Dies führe nicht zu weniger, sondern zu "mehr geschlechtliche Freiheit für alle!".

Doch wenn jetzt die grosse Mehrheit der Männer und Frauen, welche mit sich und anderen keine Probleme haben, sich in ihrer Identität grundlegend ändern und somit von Fremdvorstellungen fesseln lassen müssen, damit eine kleine Minderheit sich nicht mehr ausgeschlossen und bedrängt fühlen, verliert dann nicht die Bevölkerung gesamthaft an geschlechtlicher Freiheit?

Feministinnen würden jetzt wohl einwenden, dass es sich nicht um eine kleine Minderheit handelt - doch wenn dem so wäre, warum wurden dann nicht schon längst Volksinitiativen zur Umgestaltung der bösen, 'natürlichen' Geschlechtsvorstellungen lanciert? Eben. 

Zu fordern, dass die Mehrheit auf ihre bisherigen, geschlechtlichen Identitäten verzichten soll, damit sich eine kleine Personengruppe nicht mehr ausgeschlossen fühlt, reduziert das Ausmass individueller Freiheit im Schnitt für die gesamte Bevölkerung und könnte nur mit undemokratischem Zwang durchgesetzt werden.

Teil III kommt bald


"Männer sind keine Menschen!!1!"

Freitag, 18. März 2011

"Argumente gegen den Antifeminismus" - ein maskulistischer Kommentar Teil I

Schon wieder beschenkt uns die Friedrich-Ebert-Stiftung mit einer wissenschaftlich fragwürdigen "Expertise", mit deren Art wir schon vom Musterpudel Thomas Gesterkrampf unfreiwillig bereichert wurden. War diese erste Abhandlung ein eher lauer Darmwind, den man mit ein paar Fakten ohne grossen Aufwand widerlegen konnte, haben wir es dieses Mal mit einer 70-seitigen, aufwendig designten Broschüre zu tun, welche auf einige (jedoch nicht alle) unserer Forderungen eingeht, diese mit bestem Gender-Wissen und -Gewissen zu widerlegen und dabei die deutsche Geschlechterpolitik mitsamt dem Feminimsus reinzuwaschen versucht.

Im Gegensatz zu manch anderen bin ich der Meinung, dass man sich regelmässig mit den feministischen Entkräftungsversuchen des wachsenden Antifeminismus auseinandersetzen muss, um seine eigenen Argumente zu schärfen und zu vervollständigen. Ausserdem stellt diese Broschüre ein leicht zugängliches und komplettes Argumentarium der Feministen und Pudel gegen unsere Bewegung dar. Wir Maskulisten müssen somit nicht lange und  mühsam das Internet abgrasen um feministische Gegenargumente wider unseren Forderungen zusammenzutragen, analysieren und entkräften zu können.  

"Gleichstellungspolitik kontrovers - Eine Argumentationshilfe"

In dieser Arbeit begegnen uns viele bekannte Pudel wie zum Beispiel Sebastian Scheele, aber auch der Musterpudel Gesterkrampf hat seine ideologische Feder zur Verfügung gestellt und versucht verzweifelt seinen "cordon sanitaire" um die Männerrechtsbewegung zu ziehen. Allgemein setzt sich das Autorenteam aus zahllosen Männern und Frauen zusammen - Julia Rosshart, Melanie Ebenfeld, Heike Gumpert, Manfred Köhnen, Barbara (alias Barabas) Stiegler, Deborah Ruggieri und Ute Wanzek.

Fast schon ein ganzer Zug, den sie da zusammengezogen haben, aber wieso eigentlich?

"Wir haben uns in Redaktions-Workshops, die von Heike Gumpert moderiert wurden, darüber ausgetauscht, welche antifeministischen Behauptungen uns in unserer Arbeit begegnen und wie wir damit umgehen. Gemeinsam haben wir die Zusammenhänge diskutiert, die wir für die Widerlegungen und Erklärungen wichtig fanden."

Das müssen ja lustige, ideologische Krisensitzungen gewesen sein! Ich kann mir direkt vorstellen, wie die da alle zusammen über uns geklagt und geheult haben. 

Im Folgenden gehen wir die Broschüre von Anfang bis Ende durch, werden uns die wichtigen Stellen auseinander nehmen und die Gedankengänge der Feministinnen und Pudel sezieren. Dies wird sich über mehrere Blogeinträge verteilen.

"Vorbemerkung"

Zunächst beklagt eine Genderistin namens Barbara Stiegler die bösen Geschlechterverhältnisse, bei denen bezahlte und unbezahlte Arbeit, Geld und Macht noch nicht zwischen Männern und Frauen gleich verteilt sind. Selbstverständlich sind die "Frauen in den meisten Fällen die Benachteiligten" nach Geschlecht. Männer sind  nur deshalb benachteiligt, weil sie sich von ihrer "Geschlechterrolle" einengen lassen und so in ihrer "Entwicklung gehindert werden". Sie beklagt am gegenwärtigen Geschlechterdiskurs, dass er von "ärgerlichen und hartnäckigen Mythen" (in Focus, Spiegel und FAZ) durchsetzt sei und diese würden bei Frauen und Männern, die sich für eine konsequente Gleichstellungspolitik einsetzen wollen, "Verwirrung stiften". Deshalb habe man nun Argumente gegen eine "emanzipatorische Gleichstellungspolitik" zusammengetragen und "mit ihrem Fachwissen und ihren geschlechterpolitischen Überzeugungen" widerlegt.

Schon in dieser Einführung wird die dreiste und menschenverachtende Einseitigkeit des Autorenteams deutlich, welche sich durch das ganze Dokument zieht. Relevante Benachteiligungen nach Geschlecht sieht man lediglich bei den unschuldigen Frauenopfern, während Männer Nachteile lediglich selbstverschuldet durch ihr "falsches" Rollenbild erleiden würden. Man fragt sich ernsthaft, wie man handfeste gesetzliche und juristische Diskriminierungen der Männer qua Geschlecht wie die lediglich suspendierte Wehrpflicht, die Väterentrechtung oder die einseitige, feministische Geschlechterpolitik wirklich zu Gunsten konstruierter Frauenproblemchen beiseite schieben kann. Wer - ausser jenen, die aus ideologischen und finanziellen Gründen davon profitieren - glaubt denn ernsthaft an die Lohndiskriminierungslüge, die Patriarchatslüge, die Lüge der häuslichen Gewalt oder an den Mythos der gläsernen Decken und Männerbünden, mit denen man Frauenquoten zu rechtfertigen versucht?

Wahre Emanzipation hätte es nicht nötig, Frauen als hilflose, von herbeiphantasierten Dämonen geplagte Opfer zu betrachten, welche nur durch einen allmächtigen Staatsfeminismus gerettet werden können - notfalls gegen ihren Willen. Und sind Menschen, welche die "Verwirrung" anderer durch böse "Mythen" und Kritik am Feminismus befürchten, überhaupt geeignet politische Massnahmen für alle zu entwerfen? Haben diese Menschen so sehr Angst, dass faktenbasierte Gegenpositionen ihren Rückhalt und ihr Deutungsmonopol untergraben?

Entlarvend ist sicherlich auch die Betonung des genderistisch beschränkten "Fachwissens" und den "geschlechterpolitischen Überzeugungen" der Autoren, mit denen man sich an antifeministische Forderungen heranmacht. Aus der eigenen ideologischen Warte heraus kann der Feminismus aufgrund seiner Natur niemals faktenbasierte Anliegen sachlich widerlegen. Er muss also zwangsläufig auf Relativierung, Verdrehung und Bagatellisierung zurückgreifen - von dem her könnten wir eigentlich schon hier aufhören, dieses Broschürchen zu besprechen.

Aber wird sind schliesslich Maskulisten, also machen wir weiter.

"1. Einleitung"

- Verzerrung und Leugnung von Einseitigkeit:

Hier begegnet uns zuerst ein heuchlerisches Gesäusel von wegen, dass "alle Menschen unabhängig von ihrem Geschlecht die gleichen Chancen erhalten" sollen und dass man "die Interessen und Lebenslagen von Frauen und Männern in ihrer Vielfalt wahrnehmen" soll.

Doch was die Feministen hier verschweigen ist, dass sie dies in der Praxis nur für Frauen tun, jedoch nie auf die Idee kämen, ein gemeinsames Sorge- und Obhutsrecht für Väter und Mütter durchzusetzen oder sich gegen die lediglich suspendierte Wehrpflicht oder ander gesetzliche Diskriminierungen der Männer zu engagieren - wie es eine wahre Gleichberechtigung verlangen würde. Gerade Gender Mainstreaming und die deutsche Gleichstellungspolitik sind stark geprägt von dieser einseitigen, männerausklammernden Wahrnehmung zu Gunsten der Frauen. Dies wird sogar von Thomas Gesterkrampf in seiner ersten Expertise offen zugegeben:

"Dass Frauenpolitik manchmal einfach nur mit dem Wort "Gender" neu etikettiert wird, ist auch nicht völlig falsch."

Es ist somit ein Hohn, diese staatsfeministischen Konzepte als ein Mittel zur Erreichung von "Geschlechterdemokratie" und "mehr Gerechtigkeit" einzusetzen und die krasse Parteilichkeit zu Gunsten von feministischen Vorstellungen einfach zu verschweigen. Denn diese vergrössern das bestehende Unrecht lediglich und ersetzen konstruierte Diskriminierungen der Frauen durch reale strukturelle Benachteiligungen der Männer (siehe Frauenquoten).

- Unerwünschte Kritik und verzweifelte Lügen:

Weiter geht es mit der Klage, dass "in zahlreichen Medien [...], aber auch im Fernsehen und in Internetforen [...] die verschiedensten Formen von Gleichstellungspolitik massiv angegriffen" werden. Es werde "behauptet, Gleichstellungspolitik sei nicht mehr notwendig, da Gleichberechtigung bereits erreicht sei". Dagegen argumentieren die Autoren mit der Lohndiskriminierungslüge, indem sie die im Schnitt 23 % Unterschied in den Löhnen irgendwelchen, ominösen Diskriminierungen zuschreiben, statt sie auf den im Vergleich zu den Männern geringeren Leistungswillen der Frauen zurückzuführen. Auch dass weniger Frauen Führungspositionen innehaben, dass Alleinerziehende in Armut leben und dass Gewalt in unserer Gesellschaft mehrheitlich von Männern ausginge, wird dieser (unserer) Kritik entgegengebracht. 

Doch liegt der Mangel an Führerinnen nicht primär am fehlenden Ehrgeiz der betroffenen Frauen? Wie soll man Frauen ins Top-Management befördern können, wenn Frauen wenig Lust zeigen, ihr ganzes Leben für so eine Position zu opfern? Und leben Alleinerziehende nicht gerade deswegen in "Armut", weil sie sich von entsorgten Vätern und dem Staat aushalten lassen und somit gar nicht dazu motiviert werden, selber arbeiten zu gehen?

Laut Statistik werden Männer in Deutschland viel häufiger Opfer körperlicher Gewalt als Frauen. Nach simpler Logik müssten dannn doch Anti-Gewalt-Kampagnen auf jene Gruppen abzielen, die am häufigsten davon betroffen sind, oder? Warum gibt es dann lediglich spezifische Kampagnen zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen? Weil aufgrund der Einseitigkeit des Feminismus lediglich Frauen Opfer sein dürfen.

Ist Männergewalt nicht auch ein Zeichen dafür, dass sich immer mehr Männer von dieser feministisch verseuchten Gesellschaft entfremdet und im Stich gelassen fühlen? Warum sollen sie sich noch an Gesetze und Regeln halten, die mehr und mehr nur noch dem Schutz und der Mehrung von Frauenprivilegien dienen und Männer schlichtweg ausklammern?

- Bagatellisierung von Kritik:

Die Autoren führen weiter aus, dass Antifeministen Feminismus, Frauenbewegung, Gender Mainstreaming und Geschlechterforschung "in einen Topf" werfen und man beklagt, dass sie den Feminismus für die "gefühlte Benachteiligung von Männern" und die "angeblich drohende demographische Katastrophe" verantwortlich machen. Auch gäbe es "den Feminismus" nicht. Vertretung von Partikularinteressen der Jungen, der Männer oder gegen den Feminismus seien somit irrelevant.

Feministen haben mehrmals den feministischen Ursprung des Gender Mainstreamings bestätigt, die Geschlechterforschung ist durchsetzt mit feministischen Dogmen und entsprechenden Denkverboten und die Frauenbewegung existiert seit Jahrzehnten nur noch als feministische Fassade und politische Geisel. Decken sich die Forderungen heutiger Frauenverbände etwa nicht erheblich mit jenen strammer Feministinnen, wenn es um Egozentrik, Einseitigkeit und Privilegienwahn geht?

Die demographische Katastrophe wird vom feministischen Todeswahn weiter angeheizt und die These, dass handfeste, gesetzliche und juristische Benachteiligungen der Männer lediglich "gefühlt" seien, ist auch völliger Unsinn. Während die offensichtlich diskriminierende Natur eines überwiegend einseitigen Sorgerechts für Mütter, illegaler Vaterschaftstests und der nachwievor im Grundgesetz stehenden Wehrpflicht für Männer auf der Hand liegen, bleiben Feministinnen bis heute der Öffentlichkeit handfeste Beweise für die diskriminierende Natur von ungleichen Löhnen, der deutschen Sprache und der Ungleichverteilung von Geschlechtern schuldig.

Angesichts dessen und dem laxen Umgang mit Fakten sind es in Wahrheit die Feministen, welche Benachteiligungen der Frauen "erfühlen" - während unsereins lediglich auf die Gesetzgebung und die Rechtssprechung verweisen muss.

Es stimmt, dass es "den Feminismus" nicht gibt, doch alle feministischen Strömungen weisen gemeinsame, charakteristische Merkmale auf und der Antifeminismus unterscheidet in seiner Aktivität wenn nötig ausführlich zwischen genderistischem Gleichheitsfeminismus und matriarchalistischem Differenzfeminismus. Ist es nicht dieser krankhaft gynozentrische Egoismus auf Kosten der gesamten Gesellschaft, welche den Feminismus in all seinen Aspekten auszeichnet?

- Verharmlosung:

Ausführlich versuchen die Autoren den Einfluss der Gleichstellungspolitik herunterzuspielen und verstecken sich vor der Kritik hinter den Krisen und der gesellschaftlichen Verarmung durch "neoliberale Ideen" und "Leistungsabbau" des Staates.

Bei genauer Betrachtung stellt sich diese Behauptung als Unsinn heraus.

Ist es etwa nicht so, dass Frauenhäuser, Frauenforschung, Frauenförderung, Frauenbeauftragte, Frauenorganisationen etc. jahrzehntelang von Bund und Ländern ausgiebigst mit Steuergeldern finanziert wurden? Ist es nicht so, dass Deutschland in Sachen Gender Mainstreaming Weltmeister ist? Ist Gleichstellungspolitik und die Geschlechterumerziehung nach femigenderistischen Vorstellungen nicht etwa fest im Ministerium für alle ausser Männer verankert? Warum erhalten Feministinnen, die aktiv einen Keil zwischen den Geschlechtern treiben, in Deutschland gleich mehrmals Bundesverdienstkreuze? Wie können Feministinnen quasi aus dem Nichts in der deutschen Medienlandschaft ganze Kampagnen für Frauenquoten und andere feministische Propagandaideen herbeizaubern und das über Jahrzehnte?

Der verheerende Einfluss der Gleichstellungspolitik und mit ihr verbandelter Organisationen und Verbänden ist in keinem Land so dermassen offensichtlich wie in Deutschland. Es ist auch bezeichnend, dass gerade die Gleichstellungspolitik noch viel zu häufig von "neoliberalen Ideen" und Sparzwang verschont bleibt - woran das wohl liegen mag?

- Rechtfertigungsversuche:

Gut ausgebildete Frauen sollen doch die in sie investierten Bildungskosten durch Arbeit wieder wett machen können und müssten deshalb von bestehenden Eheplagen wie Kindererziehung, Altenpflege oder Hausarbeit erlöst werden. Dies alles soll durch eine von den Autoren als nicht einflussreich dargestellten Gleichstellungspolitik in Form einer neuen Arbeitsteilung aufgefangen und behandelt werden - "davon können alle profitieren".

Wenn man beginnt, feministische Projekte wie Kinderkrippen, Frauenquoten und Glorifzierung des Hausmannes mit verzweifelten Kostenüberlegungen zu rechtfertigen, da die frischen Akademikerinnen lieber Teilzeit arbeiten, sich schwängern oder sich gleich ganz aushalten lassen, dann wäre es nach dieser Logik eher angebracht, Frauen das Studium generell zu verbieten, statt sie mit milliardenschweren Krücken und aggressiver Umerziehung doch noch irgendwie in dem Staat gewinnbringende Leistungsträgerinnen zu verwandeln.

Statt eine teure, staatliche Helferindustrie aufzubauen, wäre es sinnvoller, die Studiengebühren zu erhöhen, die Reduzierung und Spezialisierung der Hochschulen voranzutreiben und Studentenzahlbeschränkungen für die meisten Geisteswissenschaften einzuführen um die Bildungskosten zu senken. Talentierte Köpfe aus ärmeren Verhältnissen können ja immer noch nach einer Prüfung ihrer Fähigkeiten mit Stipendien studieren gehen.

Doch diese simple und extrem kosteneffiziente Lösung ist aus ideologischen Gründen ungewollt.

- Kollision mit der Wirklichkeit:

Gleichstellungspolitik sei "kein Nullsummenspiel, bei dem nur dann jemand gewinnen kann, wenn einem anderen etwas weggenommen wird".

Das steht dort ernsthaft drin!

Die sind sich nicht einmal bewusst, welche Konsequenzen ihre Massnahmen in der Gesellschaft haben. Nehmen wir das Beispiel der Frauenquote. Wenn für eine Position, für die bisher lediglich Leistung und Vernetzung wichtig waren, jetzt plötzlich mit dem Geschlecht als Entscheidungsmerkmal belegt wurde, dann wird jene Hälfte der Gesellschaft, welche nicht diesem Geschlecht angehört, automatisch benachteiligt - dies trifft auf jede Art von Frauenbegünstigung zu. Sogar Kinderkrippen können aus dieser Überlegung nicht ausgeschlossen werden, da sie primär auf alleinerziehende Frauen und noch kinderlose Akademikerinnen abzielen.

Es gewinnt also immer jenes Geschlecht an Privilegien, auf die eine gleichstellungspolitische Massnahme abzielt und dem jeweils anderen Geschlecht werden Rechte, Besitz, Hilfe, Aufmerksamkeit oder Würde weggenommen. Dies ist das berüchtigte Krux jeglicher Art von Geschlechterpolitik - egal ob sie feministisch oder traditionalistisch ist.

Nur eine Abschaffung von Geschlechterpolitik würde dieses Dilemma, welches permanent Ungerechtigkeit schafft, ein für alle Mal beseitigen. Doch an diesem Dilemma hängen die Jobs von zehntausenden von Feministinnen und Pudeln. Nicht verwunderlich also, dass solche Leute das offensichtlichste Problem jeder Art von Gleichstellungspolitik leugnen müssen.

Man braucht keine Geschlechterpolitik, um Prostata-/Brustkrebs-Prävention zu betreiben oder die schulischen Schwächen von Kindern eines bestimmten Geschlechts zu bekämpfen. Das eine kann in die bereits existierende Gesundsheitspolitik des Landes integriert werden und das andere sollen Lehrpersonen und Eltern individuell mit den betroffenen Knaben regeln und im Rahmen der Bildungspolitik geregelt werden.

Fordern bestimmte Leute angesichts dessen dennoch eine Geschlechterpolitik, so wollen sie entweder selber von den Futtertrögen des Staates profitieren und/oder wollen ihr eigene Vorstellung von Männlichkeit und Weiblichkeit mit Hilfe des Staates dem Volk aufzwingen.

Beides schadet Europa.

- Infantiles Verständnis von Emanzipation:

Die Autoren sind wenigstens so ehrlich und schreiben das wahre Übel der feministischen Ideologie gleich noch mit in ihre Arbeit:

"Sich von dem Druck zu befreien, Rollen erfüllen zu müssen und die Strukturen zu kritisieren, die diesen Druck erzeugen – das bedeutet für uns Emanzipation und das ist ein Ziel von Feminismus. Und dazu soll diese Argumentationshilfe einen Beitrag leisten."

Dies klingt mehr nach infantilem Trotzverhalten und Leistungsverweigerung, als nach wahrer Emanzipation, wie wir Maskulisten sie verstehen und welche die Überwindung von Widrigkeiten und Strapazen aus eigener Kraft vorsieht und an der eine Person innerlich wächst. Ein Mensch wird auf ewig in seiner Unreife verharren, wenn sie von anderen permanent als hilfloses Opfer dargestellt wird, der man mit Frauenquoten, Frauenförderung und mit der radikalen Umpflügung der Gesellschaft erst den Weg freimachen muss. Merken die Autoren nicht, wie erniedrigend ihre Ansichten von der modernen europäischen Frau gerade auch auf das weibliche Publikum der Geschlechterdebatte wirken?

Teil II folgt bald


Gleichstellungspolitik bis zum feministischen Endsieg