Mittwoch, 22. September 2010

Ein historischer Moment - die Hintergründe

Während die Vorbereitungen für den wichtigsten Kongress des noch jungen Jahrhunderts auf Hochtouren laufen, überschlagen sich die Medien mit Meldungen und die Feministinnen brodeln vor Wut. Sogar Anmeldungen aus Brasilien und Thailand sind bei uns eingegangen und Glückwünsche aus der ganzen Welt finden zu uns.

Doch wir sind nicht naiv.

Dieses Treffen mag für uns versprengte Wolfsrudel im Internet wie ein Quantensprung auf die Bühne der Öffentlichkeit sein, doch dies wird bestenfalls der Startschuss zu einem neuen Zeitalter voller Mühsal und harter Arbeit. Denn auch wenn wir die mediale Aufmerksamkeit auf uns ziehen können, heisst dies noch lange nicht, dass sich unsere Vorstellungen von selbst erfüllen - geschweige denn dass der Erzfeind bereits besiegt ist. 

Konsensbildung

Primär dient dieses erste Treffen der Vernetzung, der Absprache, dem Austausch und der Zementierung eines gemeinsamen kleinsten Nenners - dem Antifeminismus - als Kitt zwischen den unzähligen Strömungen und Gruppen innerhalb der heterogenen Männerrechtsbewegung. Denn wir besitzen zwar ein gemeinsames Feindbild - doch wie der Feminismus genau vernichtet werden und was ihm nachfolgen soll - darüber herrscht ein geringer Konsens.

Klarheit herrscht auch darüber, dass der Feminismus in seiner dreiköpfigen Ausprägung als Staatsfeminismus, als Metastasen des Zeitgeistes und als Spucke elender Giftspritzerinnen der unumstrittene Feind ist und nicht die Frauen. Wir haben viele Frauen in der IG Antifeminismus, die den Feminismus als das sehen, was er ist: Eine menschenfeindliche Ideologie, die Männer und Frauen gleichermassen das Leben zur Hölle macht.

Deshalb ist es nur rechtens, dass Männer und Frauen gemeinsam gegen dieses Biest kämpfen.

Das Ende des Feminismus - und dann?

Manche wollen zurück zum traditionellen Geschlechterverhältnis. Andere möchten, dass sich der Staat komplett aus dem Geschlechterwesen heraus hält. Wiederum andere wollen lediglich, dass die Männerperspektive in eine Art "geläuterte" staatliche Geschlechterpolitik hineinfliesst - womöglich noch mit ihnen selbst als gut besoldete Funktionäre. Gelegentlich hört man sogar die Rufe nach dem Islam als Beelzebub gegen den Teufel.

Dies mag auf dem ersten Blick hnderlich wirken und manche fragen sich, warum sie sich mit Leuten einlassen sollen, die sich eine Welt nach dem Feminismus völlig anders vorstellen und völlig andere politische Meinungen propagieren. Denn wie jede grosse Bewegung besitzt auch die Männerrechtsbewegung eine riesige Bandbreite an Ansichten, politischen Weltbildern und religiösen Überzeugungen. Doch sie alle sind geeint durch das feurig rote Band des Antifeminismus.

Es gibt durchaus ernsten Krach und massive Meinungsverschiedenheiten in unserer Reihen. Manche gehen sogar getrennte Wege und werkeln isoliert voneinander weiter. Doch auch wenn die Fetzen fliegen, ist man sich doch darüber einig, dass der wahre Feind woanders hockt. Dennoch hat sich gerade das Appellieren an das gemeinsame Feindbild als ein effektives Mittel gemausert, um interne Konflikte temporär auf Eis zu legen und Kräfte über teils massiver Verschiedenheiten hinweg zu bündeln. 

Alleine schon die globale Präsenz, der Einfluss und die bisherigen Erfolge der Männerrechtsbewegung zeugen von der Wirksamkeit dieser vereinigenden Kraft des Antifeminismus. Dabei bewies sich die geniale Kombination aus antiumerzieherischen, antifeministischen, kompromisslos promaskulinen Positionen als unschlagbar.

Der Maskulismus - integrativ und inkludierend

Kaum eine politisch inkorrekte Ideenwelt hat es so dabei so weit geschafft, wie der Maskulismus. Selbstverständlich ist die Islamkritik in aller Munde und besitzt noch mehr öffentliche Präsenz - doch kann PI von sich behaupten, dass sie Anhänger aus dem gesamten politischen Spektrum aufweisen? Der Maskulismus kann dies mit Stolz verkünden. 

Es mag nicht immer unter dem wohlklingenden Namen segeln, doch Männer und Frauen, die gleiche Rechte und Pflichten ernst nehmen, die sich entschieden gegen Geschlechterumerziehung aller Art wehren, sich gegen den Feminismus im Allgemeinen und für Schutz und Prosperität von Männlichkeit im Speziellen einsetzen, sind Maskulisten.

Dabei ist seine grösste Stärke, dass er nicht mit einem dicken Codex an Dogmen und Denkverboten daherkommt, sondern lediglich Konsequenz und Realismus von seinen Anhängern verlangt - und somit unzählige verschiedene Strömungen, Ansichten und Meinungen in eine wehrfähige und gefürchtete Formation verwandeln kann - ohne dass seine Waffenträger unter einem einzigen Banner gezwungen werden müssten.

Nicht zuletzt ist es deshalb einer der Hauptaufgaben des Maskulismus, den antifeministischen Grundkonsens zwischen Sympathisanten und Mitkämpfern  aufrechtzuerhalten und auszubauen.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Ich hoffe für euch, dass es gelingt einen Grundkonsens herzustellen - nur so ist der Maskulismus überlebensfähig.

Ich persönlich bin fest davon überzeugt, dass sich die Rationalisten und Humanisten unter den Männerrechtsbeweglern durchsetzen werden und es zu keinem Sturmlauf gegen die Frauen an sich kommt (Rassisten, Sadisten, etc. etc.)

Was wir anhand der letzten Posts ja bemerken konnten. Ich verwehre mich gegen Personen, die den Maskulismus zur Propagierung ihrer eigenen devianten Verhaltensweisen nutzen wollen, dies schadet nur und gibt den Feministinnen neuen Zündstoff.

Kopf hoch, es geht voran!!

Zeitraffer hat gesagt…

Der Grundkonsens zwischen den meisten maskulistischen und antifeministischen Menschen bleibt zweifellos aufrecht und baut sich in einem kontinuierlichen Prozess weiter aus.
Ähnlich wie die 33 Männer die in Chile nach einem Minenunglück seit Wochen 700 Meter unter der Erde eisern zusammenhalten und eine bemerkenswerte Diziplin an den Tag legen.
Da bin Ich ganz und gar guter Dinge auch wenn manchmal finstere Kräfte von außen versuchen Zwist und Zerrisenheit zu inszenieren und Intrigen zu spinnen was Ich übrigens lächerlich finde.

Jeder von uns kennt doch das Handwerk der praktischen Zusammenschlüsse, die Kooperationsformen, wir wissen doch wie das Wir-Gefühl ensteht und fortbesteht und haben im Groben und Ganzen viele gemeinsame Ziele die erstrebenswert sind.

Wenn Millionen Männer "ihren" Fussballvereinen treu dienen und Abermilliarden ausgeben um bei den Spielen dabei sein zu können, dann wäre es doch unverständlich wenn so ein historisch wichtiges und äusserst seltenes Maskulisten-Treffen keinen angemessenen Anklang finden würde.
Wir haben eine große Chance und sollten bei Gelegenheit nicht die falschen Prioritäten setzen.

Ich wohne relativ weit weg in Hamburg, würde aber sehr gerne an diesem sensationellem Treffen und könnte mir die Zeit nehmen um nach Zürich aufzubrechen.
Meine Freundin findet die Idee auch gut und würde mich begleiten auch diese Blondine möglicherweise nicht versteht worum es dabei genau geht. ^^
Die Schweiz is ein tolles Land und kommt dem Paradies schon ziemlich nah.

Zeitraffer hat gesagt…

"Deshalb ist es nur rechtens, dass Männer und Frauen gemeinsam gegen dieses Biest kämpfen."

Wäre es vielleicht nicht etwas professioneller die Rhetorik eines bescheidenen Verteidigers anzuwenden und nicht allzu offensive, zu martialische und kriegerische Wörter zu gebrauchen ?
Ganz egal wie schlimm unsere Antagonistinnen sind aber spielen wir dann nicht ihnen ebenfalls in die Hände wenn sie wenn wir eine Feministin als "Biest" bezeichnen.

Nicht dass wir uns falsch verstehen, Ich teile deine Aversionen gegen die radikal-feministische Ideologie und möchte nur kleine Fehler korrigieren damit deine Texte eine noch bessere Wirkung entfalten und noch mehr überzeugen.

Brüerliche Grüße

Zeitraffer hat gesagt…

Ich bin ja auch nicht vollkommen, mir unterlaufen hin und wieder Rechtsschreibfehler und Ich irre mich manchmal.
Piloten müssen noch mehr an sich arbeiten um die möglichen Fehler auf ein Mindestmaß zu reduzieren.

Manifold hat gesagt…

Du hast Recht. Man muss immer genau abwägen, wo man welche Wörter gebraucht.

In diesem Fall habe ich das Wort "Biest" zur Beschreibung des Feminismus verwendet (obwohl sicherlich auch gewisse Feministinnen Biester sein können).

Wir dürfen nicht vergessen, dass wir gegen bestimmte Ideen antreten, jedoch idealerweise nicht gegen bestimmte Menschen - auch wenn diese jene Ideen transportieren.

Leider gelingt mir diese Trennung nicht immer so sauber.

Zeitraffer hat gesagt…

Besser deine Texte werden hier hinter den Kulissen kritisch gegengelesen und korrigiert als dass neunmalkluge Feministinnen in der Öffentlichkeit argwöhnisch auf Fehltritte warten, und jeden Fehler aufdringlich nachtragen.

Ich habe ziemliche viele Bücher aufmerksam durchgelesen, selbst den namhaftesten Professoren und Wissenschaftlern unterlaufen wieder Rechtschreibfehler; nicht immer findet man die richtigen Wörter.
Letzendlich ist es ja auch eine Zeitfrage.
Manchmal ist man sehr emotional und trägt es in die Texte über.
Oft verfolgt man auch eine gute Absicht, kann das aber rhetorisch nicht vermitteln.
Ein brillianter Rhetoriker ohne moralischen Rückgrat kann mehr Leute überzeugen als einer der das wahrhaft Richtige weiss und meint, aber nicht richtig vermitteln kann.

Ich möchte allerdings unterstreichen, dass dir rhetorische Überzeugung in den allermeisten Fällen sehr gut gelingt, du reißt einen wirklich in deinen Bann, auch durch die große Leidenschaft, durch deinen Mut und durch selbstsichere, souvärene Art. Du bist auch belesen und wortgewandt.
Trotzdem bist du immer noch ein Mann und Irren ist menschlich.

Feministische Texte sind im Gegensatz dazu eine Lachnummer. Inhaltlich wie rhetorisch.

Arne Hoffmann ist sehr eloquent; er versteht versteht es meisterhaft seine Vorstellungen präzise in Worte zu fassen.

Die Wirkung von Worten ist für mich absolut faszinierend. Feministinnen bringen aber die Rhetorik in Verruf, weil sie es ganz massiv missbrauchen und die Sprache zur Manipulation und zur Kriegsführung missbrauchen und zwar durchgängig und sehr auffällig.
In Wahrheit haben Feministinnen kaum plausible Argumente, sie kleiden es lediglich rhetorisch elegant ein um die Menschen effektiv zu manipulieren.
Die ungeschminkte Wirklichkeit sieht jeddoch wie so oft ernüchternd aus. Sie inszenieren ja auch eine gesunde Durchblutung ihrer Lippen mithilfe der Kosmetik.

Zeitraffer hat gesagt…

Die absolut unschuldige, friedfertige und gütige Alice Schwarzer bringt jetzt natürlich ohne Hintergedanken Ihr neues Buch "Die große Verschleierung" auf die Bühne.
Na, was will sie denn alles verschleiern ?
"Die große Inszenierung" wäre auch passend.

Ich habe bisher 5 Mal bei der Emma-Redaktion angerufen und jedes Mal wurde Ich dezent mit "Ich glaube, wir beenden jetzt das Gespräch!" abgewiesen obwohl Ich auf jegliche rhetorische Kriegsführung von vorneherein verzichtet habe und seriös war.
Wenn, dann nehmen sie nur an einseitigen Scheindiskussionen teil wo sie ihre vorläufigen Annahmen als wahre Tatsachen bestätigt bekommen.

Anonym hat gesagt…

Liebe Mitstreiter,
habe soeben einen neuen, wackeren Blog eines Mitstreiters entdeckt:
http://www.gender-ideologie.de/index.html

Wenn ihr ihn schon kennt, sorry.

Anonym hat gesagt…

Ich verfolge (als interessierte Katholikin) schon seit Jahren die Maskulisten-Diskussionen und Entwicklungen - und ich bin - bei Gott - kein Weibchen, aber auch keine Emanze.
Aber einen Disput über die Ziele (und die Aufgaben von Mann und Frau, ohne gleich einen Katalog aufstellen zu müssen, wer jetzt einen Nagel und wer eine Nadel anfassen darf) der wird nicht erspart bleiben.
Wenn ich Perseus' Sohn zitieren darf:
"Denn wir besitzen zwar ein gemeinsames Feindbild - doch wie der Feminismus genau vernichtet werden und was ihm nachfolgen soll - darüber herrscht ein geringer Konsens."
Es wäre gut, dass ein Konsens wenigstens über Teilziele entsteht, ohne sich gleich zu trennen. Die Diversität kann auch eine Stärke sein, da sie mehr Menschen anspricht. Die Maskulisten sind doch keine politische Partei, sondern eine Bewegung.
Dogmen sind wichtig für den Glauben, aber nicht für die sachliche und konstruktive Einigung auf politischer oder vereinsmäßiger Ebene.
In diesem Sinne wünsche ich dem Kongress in der Schweiz alles Gute.
Die westliche Welt hat es nötig - auch im eigenen Interesse.
MfG, Martha

Manifold hat gesagt…

Ich habe konkrete Vorstellungen, wie man den Feminismus politisch unwirksam macht.

Delegitimierung und eine bessere Alternative.

Wenn eine Ideologie ihre Legitimation verliert (und dazu haben wir den Antifeminismus) und eine bessere Weltsicht vorhanden ist, dann wird sie relativ schnella auf ganzer Ebene verdrängt.

Ich delegitimiere den Feminismus, indem ich ihn mit Fakten widerlege und andere davon überzeuge, dass der Feminismus schlecht ist.

Ich biete eine bessere Alternative, indem ich den Maskulismus ausarbeite, verbreite und Unterstützer gewinne.

Das Primärziel ist eine Korrektur von männerfeindlichen Gesetzen mitsamt deren Anwendung und eine Änderung des Zeitgeistes weg von der Misandrie.

Alles was darüber hinausgeht, wird schon wieder riskant und muss gut abgewogen werden.

Anonym hat gesagt…

Meine Rede, die angebliche Postmoderne, mit all ihren Auswüchsen hat sich totgelaufen.

Langsam erkennen die Menschen, quasi als Revolution von Unten - die "links-geistige" Elite an den Universitäten scheint bis auf wenige Ausnahmen dazu nicht im Stande gewesen zu sein (Ausnahmen: Habermas, Frank, Searle etc.) - die nihilistischen und meist männerfeindlichen Auswirkungen dieses Sprachkonstruktes
(Der immerwährende Feind, der weiße, heterosexuelle Mann, der unserem Kulturkreis 99% aller Kulturgüter brachte).

Darum, Manifold, du hast eine große Unterstützung in männnlichen akademischen Kreisen, nur können wir es noch! nicht offen ausdrücken, da die Gleichstellungsfaschisten uns sonst aus den Ämtern ekeln würden.

Haltet durch, ihr seid auf einem guten Wege.

DDr. xy