Sonntag, 30. Oktober 2011

Stüssi und Buser erhielten ihren gerechten Lohn

Das Resultat der Nationalratswahlen des letzten Sonntags, an der das Spaltprodukt Subitas mitsamt Stüssi und Buser (alias "Gismatis") als Kandidaten teilnahmen, konnte deutlicher nicht sein. Lediglich 0.01 % (!) der Stimmen und somit weniger als die Anti-Powerpoint-Partei, die Narrenpartei oder die Piratenpartei konnte Subitas auf sich vereinigen. Offensichtlich ist so einigen ehemaligen Unterstützern und Sympathisanten von Subitas im Nachhinein klar geworden, was da alles im Vorfeld gelaufen war.

Auch auf die von Buser/"Gismatis" versprochene, offizielle Stellungsnahme oder die sogenannt "demnächst" erscheinende, detaillierte Meinung von Subitas zu dieser Wahlniederlage wartet man bisher seit einer Woche vergebens - deren offizielle Webpräsenz bietet lediglich die Klage, dass der Zürcher Stimmbürger offenbar Software-, Tier- und Narrenrechte wichtiger als Kinderrechte fände, als wäre der Wähler schuld am eigenen Versagen.

Man weicht wohl lieber jeglicher Gelegenheit aus, die einen zwingen würde, sich mit den eigenen Fehlern und den daraus für die Männerrechtsbewegung entstandenen Schaden öffentlich auseinandersetzen zu müssen. Es würde zu Stüssi und Buser passen, wenn sie versuchen würden, diese Niederlage nun einfach ohne eine selbstkritische Diskussion auszusitzen. Doch dies würde lediglich dazu führen, dass sich solche schmerzhaften Erlebnisse auf ewig wiederholen. Welche Lehren kann also die deutschsprachige Männerrechtsbewegung allgemein und der schweizerische Antifeminismus im Speziellen aus diesem vorhersehbarem Resultat ziehen?

Selbstverständlich könnte man hier lange und breit über die fehlende Professionalität von Subitas reden oder den nicht vorhandenen, strategischen Weitblick anprangern oder den Mangel an Realitätsnähe kritisieren. Schliesslich ist eine zur Wahl antretende, völlig unbekannte Organisation mit einer Homepage ohne Bilder und Informationen zu völlig unbekannten Kandidaten zwangsläufig zur Niederlage verdammt - unabhängig von der Popularität oder Notwendigkeit ihrer Anliegen, denn das Wählerpotenzial wäre bei den zahllosen entrechteten und diskriminierten Männern und dem gewaltigen, positiven Echo gegenüber der IGAF hier in der Schweiz definitiv vorhanden. Doch diese Aspekte hat René Kuhn bereits ausführlich behandelt.

Aber auch der IGAF könnte man vorwerfen, dass ein deplaziertes Vertrauen in manchen Figuren und die gravierenden Konsequenzen daraus Unprofessionalität darstellten - schliesslich war unter anderem Stüssi mit dem Leiten des Unterschriftensammelns für die IGAF betraut worden - doch ist es wirklich unprofessionell, Menschen zu vertrauen, die mit uns fast von Anfang an zusammen gearbeitet haben und von denen man deshalb dachte, dass sie unser Vertrauen zu Recht verdient hätten? Gerade auch deswegen sind diese Ereignisse für uns alle so schwer verdaulich.

Doch vielmehr interessieren mich nun die zwischenmenschlichen Komponenten, welche das Scheitern des ersten Vorstosses von Antifeministen und Männerrechtlern in die schweizerische Politik prägten und welche sich im Wesentlichen mit den Begriffen Integrität, Glaubwürdigkeit und Loyalität beschreiben lassen - alle drei waren bei Stüssi und Buser nicht vorhanden.

Es gibt wohl kaum ein zentraleres Attribut bei einem Politiker als seine Integrität. Wer nicht zu seinem Wort steht, seine Weggenossen absichtlich belügt, sie in die Irre führt, wer sie in einem entscheidenden Moment im Stich lässt, sie bei essenziellen Dingen an der Nase herumführt, hinter ihrem Rücken ein falsches Spiel spielt und wer dann anschliessend nicht einmal zu seinen eigenen Taten stehen kann, der ist nicht integer. Denn sein Handeln deckt sich nicht mit dem im Antifeminismus und in der Männerrechtsbewegung implizit geforderten Wert der männlichen Solidarität, ohne die wir bis in die Bedeutungslosigkeit zersplittern würden.

Auf Integrität folgt Glaubwürdigkeit, ohne die ein Politiker keinen Wähler von sich überzeugen kann. Wer vorgibt, sich für entrechtete und benachteiligte Männer einzusetzen, dann aber wenn es hart auf hart kommt nicht einmal zu seinen eigenen männlichen Gefährten steht, sie verlässt und so ein Loch in den Waffenbund reisst, der kann nicht erwarten, dass ihm andere Männer sein Engagement für das männliche Geschlecht abkaufen. Denn warum sollte man einem Politiker glauben, dass er sich für anonyme, erniedrigte Männer irgendwo da draussen einsetzen wird, wenn er es nicht einmal für nötig errachtet, Männer in seinem eigenen, direkten Umfeld fair zu behandeln und zu respektieren?

Nicht vergessen werden darf auch die unabdingbare Loyalität, welche eine Organisation zusammen und die Reihen geschlossen hält. Wer hinter dem Rücken des Präsidenten agitiert, andere Vorstandsmitglieder instrumentalisiert und sie mit Falschinformationen zu gewissen Handlungen nötigt, Vereinsmitglieder für die eigene Sache zum Schaden des Ganzen einzuspannen versucht, auf perfideste Weise sich nicht an sein Wort hält und damit den Erfolg unserer aller Sache in Gefahr bringt, der verhält sich nicht loyal. Dabei ist es nicht einmal das Schlimmste, dass die zwischenmenschliche Loyalität und organisatorische Hierarchie gebrochen wurde, sondern dass auch die Loyalität gegenüber Willen und Geist der gesamten, deutschsprachigen Männerrechtsbewegung mit diesem von Beginn weg offensichtlich hoffnungslosen Alleingang unwiderruflich verletzt wurde. Dieser doppelte Loyalitätsbruch gegenüber den eigenen Mitkämpfern und gegenüber der Sache als Ganzes wiegt am Schwersten.

In diesem Sinne liegt die Erkenntnis für uns klar darin, dass nur mit geschlossenen Reihen, mit integren, glaubwürdigen und loyalen Mitstreitern eine Männerechtsbewegung auf der politischen Bühne Erfolg haben kann. Denn Aktivisten, welche diese Attribute nicht aufweisen, werden vom Wähler offensichtlich abgelehnt, wie wir vor einer Woche klar und deutlich erfahren mussten.

Wir Antifeministen, Männerrechtler und Maskulisten sollten uns diesbezüglich von den altgriechischen Hoplit-Kriegern inspirieren lassen. Diese kämpften in engster Formation Schulter an Schulter, Schild an Schild, Speer an Speer in der Phalanx-Formation und der Einzelkampf Mann gegen Mann galt bei ihnen als wertlos, der Kampf in Reih' und Glied als glorreich und somit als unabdingbar für den Sieg - was die Schlachten bei Marathon und bei den Thermopylen eindrucksvoll gezeigt haben.

Wenn unsere kulturellen Vorfahren auf diese Weise die ganze damals bekannte Welt überrennen und dadurch das Zeitalter des Hellenismus einläuten konnten, dann wird der organisierte Antifeminismus auf ähnliche Weise den Feminismus wegfegen und eine neue Epoche ermöglichen.

Kommentare:

Gismatis hat gesagt…

Also Texte, auch seitenlange, kannst du gut schreiben. Aber was nützt eine tolle Form, wenn der Inhalt unzutreffend ist? Macht euch doch nichts vor! Ende Juli war der Zug für die IGAF abgefahren, mit oder ohne unsere Beteiligung. Daran ist aber kein Einelner schuld, viele haben Fehler gemacht. Beim nächsten Mal könnt ihr es besser machen. Vieles, was du in dem Beitrag schreibst, lässt sich eins zu eins auf euch anwenden. Indem ihr mit Subitas eine harmlose Organisation attackiert, die zudem noch praktisch dasselbe will wie ihr, macht ihr leider keine gute Figur.

Manifold hat gesagt…

Und auch jetzt noch im Moment seiner grössten Niederlage ist der Herr Buser aufgrund seiner Hybris nicht zur Selbstkritik fähig, sondern zeigt verzweifelt mit dem Finger auf andere.

Ich attackiere nicht die Organisation, sondern kritisiere das Fehlverhalten ihrer Figuren, doch aufgrund akuter Kritikunfähigkeit deinerseits, wertest du dies sofort als „Attacke“.

Mach' dir nichts vor: Die Fakten liegen auf dem Tisch und diese sprechen gegen euch – aber wenn du darauf beharrst, können wir das gerne alles noch einmal ausdiskutieren. Du darfst auch gerne versuchen uns aufzuzeigen, wo sich die IGAF genauso illoyal, unglaubwürdig und nicht integer verhalten hat wie Stüssi und du – wir haben schliesslich die Organisation nicht im kritischen Moment gespalten so wie ihr. Realitätsverweigerung und das Leugnen von Tatsachen werden jetzt euer Image auch nicht mehr verbessern.

Nicht einmal die versprochene Stellungnahme zu eurem Desaster wollt ihr liefern, sondern versucht die Sache einfach auszusitzen – ein weiteres Mal brechen Stüssi und Buser ihr Wort. Als die IGAF es nicht geschafft hatte, die 400 Unterschriften zusammen zu bekommen, haben wir im Gegensatz zu eurem jetzigen Schweigen eine kritische Diskussion geführt und klar aufgezeigt, wo die Ursachen lagen. Wir haben dargelegt, wie wir es in Zukunft besser machen werden.

Doch ihr habt jetzt nicht einmal den Respekt vor den Sympathisanten, nicht einmal die Grösse um her zu stehen und darzulegen, weshalb der Wähler eurer Subitas solch‘ eine Ohrfeige verpasst hat – denn dann müsstet ihr zwangsläufig eingestehen, dass alle aufgeführten Fakten in meinem Text auf euch zutreffen.

An deiner Stelle würde ich mich in selbstkritischem Denken üben und mal nüchtern hinterfragen, wieso es so weit kommen konnte - sonst werdet ihr den letzten Sonntag auf ewig immer wieder erleben.

Gismatis hat gesagt…

«Als die IGAF es nicht geschafft hatte, die 400 Unterschriften zusammen zu bekommen, haben wir im Gegensatz zu eurem jetzigen Schweigen eine kritische Diskussion geführt und klar aufgezeigt, wo die Ursachen lagen.»

Echt? Davon merkt man leider rein gar nichts. Denn bis jetzt ist euch nichts anderes eingefallen, als Alfredo für alles allein verantwortlich zu machen.

«Ich attackiere nicht die Organisation, sondern kritisiere das Fehlverhalten ihrer Figuren»

Du kritisierst sie nicht, sondern verleumdest sie.

«An deiner Stelle würde ich mich in selbstkritischem Denken üben und mal nüchtern hinterfragen, wieso es so weit kommen konnte»

Ist längst passiert und ist noch nicht abgeschlossen. Aber im Gegensatz zu dir teile ich halt nicht jeden meiner Gedanken der Öffentlichkeit mit.

«denn dann müsstet ihr zwangsläufig eingestehen, dass alle aufgeführten Fakten in meinem Text auf euch zutreffen.»

Nein, sie treffen auf euch zu. Nennt man Projektion.

«wir haben schliesslich die Organisation nicht im kritischen Moment gespalten so wie ihr.»

Zwei Personen haben die IGAF verlassen. Das nennst du Spaltung? Du hast schon einen Hang zur theatralischen Übertreibung.

«Mach' dir nichts vor: Die Fakten liegen auf dem Tisch und diese sprechen gegen euch»

A propos «Fakten»: Ihr behauptet, weniger als 60 Personen hätten uns gewählt. Das ist aber nur die Anzahl Stimmen geteilt durch die 34 Listenplätze. Leider wird die wirkliche Anzahl Wähler nicht erfasst. Aber Alfredo hat 430 Stimmen bekommen. Es müssen also mindestens 215 unterschiedliche Wähler gewesen sein. Es waren sicher mehr, da in vielen Gemeinden die Anzahl ungerade ist.

Manifold hat gesagt…

„Echt? Davon merkt man leider rein gar nichts. Denn bis jetzt ist euch nichts anderes eingefallen, als Alfredo für alles allein verantwortlich zu machen.“

Dann liest du wohl nicht richtig. Wir haben mehrmals dargelegt, wer für das Unterschriften-Sammeln verantwortlich war (nämlich Stüssi und René Kuhn, Kuhn war in den Ferien) und was wir in Zukunft besser machen werden (Briefe mit den Unterlagen an alle Mitglieder, die im Kanton Zürich wohnen). Dies darfst du gerne im gelben Forum noch einmal nachlesen:

http://www.wgvdl.com/forum/forum_entry.php?id=196499&page=0&category=0&order=last_answer

Und es ist nun mal so, dass ihr hinter unserem Rücken gesammelt habt. Ihr mögt eure eigene Schuld nicht einsehen, das heisst jedoch nicht, dass sie nicht existiert.

Wir haben diese Zusammenhänge und Ursachen für unsere damalige Fehlleistung offen kommuniziert im Gegensatz zu euch jetzt.

„Du kritisierst sie nicht, sondern verleumdest sie.“

Du nennst es Verleumdung, weil du nicht daran erinnert werden möchtest, was ihr alles getan habt. Das wird jedoch mich und andere nicht davon abhalten, darauf hinzuweisen.

„Ist längst passiert und ist noch nicht abgeschlossen. Aber im Gegensatz zu dir teile ich halt nicht jeden meiner Gedanken der Öffentlichkeit mit.“

Habt ihr denn jemals vor, öffentlich aufzuzeigen, wo genau eure Fehler lagen? Was ihr persönlich falsch gemacht habt? Oder wartet ihr einfach aus Bequemlichkeit darauf, bis man die Sache innerhalb der Männerrechtsbewegung vergessen hat?

„Nein, sie treffen auf euch zu. Nennt man Projektion.“

Dann führ‘ doch mal aus, wo wir die IGAF gespalten, die Leute wie ihr hintergangen und systematisch durchs Band belogen und betrogen haben – würde mich echt interessieren. Ihr habt ja bisher nicht einmal die versprochene, offiziellen Stellungnahme zu eurem Scheitern herausgerückt – weshalb sollte man noch irgendein Wort eurerseits glauben? Weshalb sollte man euch ernst nehmen, wenn ihr nicht einmal die Grösse habt, hinzustehen und zu sagen, was falsch lief?

„Zwei Personen haben die IGAF verlassen. Das nennst du Spaltung? Du hast schon einen Hang zur theatralischen Übertreibung.“

Wenn zwei einflussreiche Personen vom Vorstand, die sich unter anderem beim Unterschriftensammeln hervorgedrängt hatten, sich plötzlich unter dubiosen Umständen aus der Organisation verabschieden, dann ist dies tatsächlich gravierend. Der Vorstand und der Verein wurden in diesem Sinne tatsächlich in einem entscheidenden Moment – nämlich kurz vor dem Endtermin für das Einreichung der benötigten Unterschriften – gespalten.

„A propos «Fakten»: Ihr behauptet, weniger als 60 Personen hätten uns gewählt. Das ist aber nur die Anzahl Stimmen geteilt durch die 34 Listenplätze. Leider wird die wirkliche Anzahl Wähler nicht erfasst. Aber Alfredo hat 430 Stimmen bekommen. Es müssen also mindestens 215 unterschiedliche Wähler gewesen sein. Es waren sicher mehr, da in vielen Gemeinden die Anzahl ungerade ist.“

Na und? Ihr habt immer noch am wenigsten Stimmen von allen angetretenen Parteien und Organisationen erzielt – obwohl das Wählerpotenzial da war. Der Wähler vergisst nun mal die Taten eurerseits nicht.

Gismatis hat gesagt…

«Dann liest du wohl nicht richtig. Wir haben mehrmals dargelegt, wer für das Unterschriften-Sammeln verantwortlich war (nämlich Stüssi und René Kuhn, Kuhn war in den Ferien)»

Ihr mögt davon ausgegangen sein, aber Alfredo wusste davon nichts. Es scheint massive Kommunikationsprobleme innerhalb des Vorstands gegeben zu haben.

«Und es ist nun mal so, dass ihr hinter unserem Rücken gesammelt habt.»

Ich kann nur versichern, dass wir das nicht getan haben. Wir hatten gar keinen Grund dazu, da wir ja nicht damit gerechnet haben, dass die Unterschriften nicht zusammenkommen würden.

«Wir haben diese Zusammenhänge und Ursachen für unsere damalige Fehlleistung offen kommuniziert im Gegensatz zu euch jetzt.»

Das habt ihr eben nicht, sondern habt stattdessen eine Geschichte um Verrat erfunden. Ich hätte zum Beispiel von Urs Bleiker erwartet, dass er sich fragt, warum er sich denn nicht gegen Alfredo durchsetzen konnte innerhalb des Vorstands, bzw. warum er überhaupt Alfredos Erlaubnis brauchte, um das zu tun, was er für richtig hielt.

«Du nennst es Verleumdung, weil du nicht daran erinnert werden möchtest, was ihr alles getan habt.»

Das ist kein Problem. Ich stehe zu allem, was ich getan habe. Ich will mir aber nicht Dinge vorwerfen lassen, die wir nicht getan haben, zum Beispiel heimlich Unterschriften gesammelt zu haben.

«Wenn zwei einflussreiche Personen vom Vorstand, die sich unter anderem beim Unterschriftensammeln hervorgedrängt hatten, sich plötzlich unter dubiosen Umständen aus der Organisation verabschieden, dann ist dies tatsächlich gravierend.»

Ich sprach von Alfredo und mir und nicht von einem weiteren Vorstandsmitglied, wobei ich nicht weiß, welches du meinst. Für das Ausscheiden der Vorstandsmitglieder waren auch zwischenmenschliche Probleme verantwortlich, die Beachtung verdient hätten.

«Na und? Ihr habt immer noch am wenigsten Stimmen von allen angetretenen Parteien und Organisationen erzielt – obwohl das Wählerpotenzial da war.»

Es überrascht mich nicht, dass du ausweichst, denn kannst du gut. Du hättest ja auch einfach schreiben können: «Ja, da hast du recht, da haben wir etwas missverstanden, ich werde die falsche Angabe löschen und den Sachverhalt anders formulieren.» Das kannst du weniger gut.

«Der Wähler vergisst nun mal die Taten eurerseits nicht.»

Dazu hätte er etwas von diesen «Taten» mitbekommen haben müssen und er hätte sie auch glauben müssen.

Manifold hat gesagt…

"Ihr mögt davon ausgegangen sein, aber Alfredo wusste davon nichts. Es scheint massive Kommunikationsprobleme innerhalb des Vorstands gegeben zu haben."

Stüssi hat immer wieder trotz Bleikers Drängen betont, dass er schon wisse wie man Unterschriften sammle und dass dies kein Problem sein werde. Er hat sich also bei dieser Aufgabe hervorgedrängt - dies wird von anderen Vorstandsmitgliedern bestätigt. Wie mir gesagt wurde, bestand aus diesen Gründen ein informeller Konsens darüber, dass Stüssi und Kuhn für das Sammeln verantwortlich waren. Wenn Stüssi dies heute bestreitet, dann belegt dass lediglich von Neuem seine Unglaubwürdigkeit.

"Ich kann nur versichern, dass wir das nicht getan haben. Wir hatten gar keinen Grund dazu, da wir ja nicht damit gerechnet haben, dass die Unterschriften nicht zusammenkommen würden."

Unsere Sammler haben bestätigt, dass Stüssi sie hinter dem Rücken von Bleiker für das Sammeln für die Subitas überredet hat, was dann auch einige getan haben - dies ist ja schon längstens bekannt und kann mit E-Mails belegt werden. Ihr habt also sehr wohl hinter dem Rücken des Präsidenten für Subitas sammeln lassen.

Ihr habt ja auch bereits zugegeben, dass ihr im Dezember für Subitas gesammelt habt.

"Das habt ihr eben nicht, sondern habt stattdessen eine Geschichte um Verrat erfunden."

Es ist nun mal Tatsache, dass Stüssi hinter dem Rücken des Präsidenten mit Hilfe unserer eigenen Sammler für Subitas sammeln liess, dazu René Kuhn mit Falschinformationen gefüttert hat und wie ein Opportunist in Krisenzeiten nicht loyal zur IGAF gestanden ist. Dies ist nun mal Verrat.

Finde dich damit ab.

"Ich hätte zum Beispiel von Urs Bleiker erwartet, dass er sich fragt, warum er sich denn nicht gegen Alfredo durchsetzen konnte innerhalb des Vorstands, bzw. warum er überhaupt Alfredos Erlaubnis brauchte, um das zu tun, was er für richtig hielt."

Weil die Verantwortlichkeiten klar waren, siehe oben - man nennt das Delegieren. Offensichtlich liessen sich Stüssi und Kuhn nicht in ihren Aufgabenbereich reinreden. Als dann Stüssis Schlamassel aufflog, haben Bleiker und Frommherz ja noch selber 100 Unterschriften gesammelt. Aber dann war es leider zu spät.

"Das ist kein Problem. Ich stehe zu allem, was ich getan habe. Ich will mir aber nicht Dinge vorwerfen lassen, die wir nicht getan haben, zum Beispiel heimlich Unterschriften gesammelt zu haben."

Stehst du auch dazu, was Stüssi gemacht hat? Stehst du dazu, dass du seine Taten wieder und wieder deckst und verharmlost?

Natürlich nicht – spiel‘ hier also nicht den Unschuldsengel.

Manifold hat gesagt…

"Für das Ausscheiden der Vorstandsmitglieder waren auch zwischenmenschliche Probleme verantwortlich, die Beachtung verdient hätten."

Dann hättet ihr entweder viel früher oder erst nach den Nationalratswahlen die IGAF offiziell verlassen sollen. Aber nicht in einem kritischen Moment, in dem auch noch von eurer Seite die Sammler der IGAF klammheimlich für eure Sache missbraucht wurden. Zwischenmenschliche Probleme entstehen schliesslich nicht erst plötzlich drei Wochen vor dem Abgabetermin der Unterschriften.

Deiner Meinung nach sei es ja schon im Juli mit der IGAF bergab gegangen – warum seit ihr dann überhaupt noch so lange im Vorstand geblieben, wenn es „zwischenmenschliche Probleme“ gab? Weil es für euch profitabel war, noch länger in der IGAF zu bleiben um von unseren Sammlern zu profitieren?

Eure Aktion wird deshalb unvermeidlich als Sabotage gewertet - wohl jetzt auch noch aus zwischenmenschlichen Gründen. Gut zu wissen.

"Es überrascht mich nicht, dass du ausweichst, denn kannst du gut."

Ein trivialer Lapsus meinerseits, welcher das Gesamtbild eures Scheiterns nicht ändert.

Doch wie war das nochmals mit der offiziellen Stellungnahme, die ihr der Männerrechtsbewegung versprochen habt? Ihr weicht doch nun schon seit zwei Wochen einer kritischen, öffentlichen Diskussion eures Scheiterns aus!

Du solltest deshalb nicht auf andere zeigen, wenn du selber nicht einmal zu deinem eigenen Wort stehen kannst und dem Eingeständnis wesentlich gravierender Fehlleistungen eurerseits beharrlich ausweichst.

Und erwarte hier bloss nicht Umgangsformen, welche Stüssi und du in den letzten drei Monaten gegenüber der IGAF absolut nicht an den Tag gelegt haben.

„Dazu hätte er etwas von diesen «Taten» mitbekommen haben müssen und er hätte sie auch glauben müssen.“

Denkst du etwa, dass potenzielle Wähler sich nicht in den Foren und auf diesem Blog zu eurem Verein informiert hätten? Denkst du etwa, die kriegen nicht mit, was im Internet alles über euch geschrieben steht?

Google ist mächtig, wie die Gamer sagen.

An deiner Stelle würde ich meine Energie momentan nicht darauf verwenden, hier den naiven Unwissenden zu spielen, sondern um sich einer öffentlichen Diskussion eures Scheiterns innerhalb der Männerrechtsbewegung zu stellen – statt die Sache mit schlechtem Gewissen auszusitzen.

Das schuldet ihr uns allen.

Manifold hat gesagt…

Ich habe erst jetzt im gelben Forum gesehen, dass ihr eine Stellungnahme herausgebracht hat. Dies revidiert jener Aspekt meiner Kritik, die euch unterstellt, dass ihr eine öffentlichen Diskussion scheut.

Zwar kann man über den Inhalt und das Ausmass der Selbstkritk in eurer Stellungnahme streiten, aber wir beide haben nunmal unsere verschiedenen Sichtweisen auf die zurückliegenden Ereignisse, die sich durch eine weitere Diskussion nicht verändern werden lassen.

Aus diesen Gründen lege ich dieses Thema und diese Diskussion zu den Akten.

Gismatis hat gesagt…

«Stüssi hat immer wieder trotz Bleikers Drängen betont, dass er schon wisse wie man Unterschriften sammle und dass dies kein Problem sein werde.»

Das kann sein. Eine informelle Verantwortlichkeit ist trotzdem kein Grund, sich dem unterzuordnen. Alfredo hätte wirklich nichts dagegen gehabt, wenn Urs seine Idee umgesetzt hätte.

«Unsere Sammler haben bestätigt, dass Stüssi sie hinter dem Rücken von Bleiker für das Sammeln für die Subitas überredet hat, was dann auch einige getan haben»

Haben sie? Urs hat ja sofort reagiert und alle zurückgerufen. Außerdem hat Alfredo das immer noch für die IGAF getan, um die Kandidatur zu retten. Er hat es gut gemeint. Zudem geschah das alles innterhalb zweier Tage. Du hast es so beschrieben, dass man den Eindruck bekommt, wir hätten klammheimlich über längere Zeit hinter dem Rücken des Vorstands gesammelt, mit dem Ziel, die IGAF zu sabotieren, um stattdessen selbst zu kandidieren. So war es ja nicht.

«Ihr habt ja auch bereits zugegeben, dass ihr im Dezember für Subitas gesammelt habt.»

Wir haben das nicht «zugegeben», sondern das war nie ein Geheimnis. Wozu auch? Damals waren wir ja noch gar nicht bei der IGAF.

«Zwischenmenschliche Probleme entstehen schliesslich nicht erst plötzlich drei Wochen vor dem Abgabetermin der Unterschriften.»

Aber krachen tut es eben plötzlich, auch zu einem schlechten Zeitpunkt.

«Deiner Meinung nach sei es ja schon im Juli mit der IGAF bergab gegangen»

Nein. Wie kommst du darauf?

« – warum seit ihr dann überhaupt noch so lange im Vorstand geblieben, wenn es „zwischenmenschliche Probleme“ gab?»

Ich war nicht im Vorstand und habe die zwischenmenschlichen Probleme auch erst spät mitbekommen.

«Denkst du etwa, dass potenzielle Wähler sich nicht in den Foren und auf diesem Blog zu eurem Verein informiert hätten? Denkst du etwa, die kriegen nicht mit, was im Internet alles über euch geschrieben steht?»

Ein Teil vielleicht, aber nicht alle. Zudem hätten sie auch meine Richtigstellungen gelesen. Kommt noch hinzu, dass wenn es ausschlaggebend gewesen wäre, ihr mitverantwortlich für das schlechte Ergebnis seid. Ihr hättet euch im Interesse der Sache zurückhalten müssen.

«Stehst du auch dazu, was Stüssi gemacht hat? Stehst du dazu, dass du seine Taten wieder und wieder deckst und verharmlost?»

Ich verharmlose nicht, ihr übertreibt. Ich halte Alfredo nicht für perfekt. Seine Mitverantwortung am Scheitern habe ich im Forum klar benannt.

«Zwar kann man über den Inhalt und das Ausmass der Selbstkritk in eurer Stellungnahme streiten, aber wir beide haben nunmal unsere verschiedenen Sichtweisen auf die zurückliegenden Ereignisse, die sich durch eine weitere Diskussion nicht verändern werden lassen.»

Leider nicht, aber es war wichtig, dass wir es versucht haben.