Samstag, 11. Oktober 2008

NZZ: "Die Angst vor der Gleichberechtigung"

Auch hochkarätige und sehr kompetente Printmedien müssen leider hin und wieder eine journalistische Tauchfahrt unternehmen, um dem feministischen Zeitgeist und den politisch Korrekten zu gefallen. Dass dabei meistens nicht mehr als ein peinliches - und vorallem männerfeindliches - Sammelsurium von feministischen Dogmen und Halbwahrheiten zusammen kommen, die auch noch mit politisch korrekten Studien aus dem feministischen Elfenbeinturm der Geisteswissenschaften untermauert werden, ist dabei schon fast Ehrensache.

Die Angst vor der Gleichberechtigung

Warum biologische Erklärungsmuster in der Debatte um Geschlechterrollen wieder Zuspruch finden

Die Gleichberechtigung von Mann und Frau gehört zu den zentralen Prinzipien der modernen Gesellschaft. Doch gegenwärtig erleben wir einen Backlash: Die Biologie, so heisst es immer öfter, sorge für deutliche und weitreichende Unterschiede zwischen den Geschlechtern.
Sieglinde Geisel

Welche Gleichberechtigung? Müssen Frauen etwa auch zum Militär? Sind sie etwa genauso häufig in den Todesberufen vertreten wie Männer? In den Bergwerken kilometertief unter der Oberfläche? Bei Bergeaktionen? Bei der Feuerwehr? Die Gleichberechtigung mag es für Frauen hier gegeben haben, aber für Männer gab und gibt es sie nicht! Doch das interessiert wohl unsere Sieglinde Geisel nicht. Die Geisel der feministisch korrekten Journaille ...

Es ist hart für viele Geisteswissenschaftler ihres Kalibers dies zu verstehen, doch die Natur, die Menschheit und mit ihr unsere Zivilisation basieren auf die naturwissenschaftlichen Gesetzesmässigkeiten und auf den biologischen Grundmustern. Wer sich weigert, dies zu akzeptieren, kann nicht ernst genommen werden. Punkt. Man diskutiert schliesslich auch nicht mit Leuten, welche die Existenz der Schwerkraft leugnen, oder?!

Geschlechterrollen sind dem Menschen nicht von der Natur vorgegeben. Sie gehören – wie das Geld, die Arbeit und vielleicht auch die Religionen – zu den kulturellen «Erfindungen».

Die Geschlechterrollen haben sich in den Millionen von Jahren (ur)menschlicher Entwicklung als die effizientesten und wirkungsvollsten Verhaltensmuster herauskristallisiert. Ohne sie hätte der Mensch den enormen Aufstieg aus der Steppe der Urzeit zur überlegenen Spezies unseres Planeten nicht geschafft. Diese Muster sind in unsere DNA eingebrannt, weil unsere Vorfahren sie brauchten und damit Erfolg hatten. Somit wurden sie nicht von der Natur gegeben, sondern als Reaktion auf die Natur entwickelt. Eine Feinheit, die viele Geistenswissenschaftler übersehen, wenn sie sich mit Evolutionsbiologie beschäftigen ...

Die Natur schenkt nicht, sondern sie nimmt! Und zwar diejenigen, welche schlecht angepasst sind und lässt somit jene als Sieger zurück, die besser angepasst sind. Und das waren jene mit den ach so verpönten "Geschlechterrollen", welche Sieglinde und ihre Schwestern im Geiste unbedingt überwunden sehen wollen.

Deshalb kann eine Gesellschaft ihre Geschlechterrollen verändern, und umgekehrt verändert sich die Gesellschaft, sobald die Geschlechterrollen sich wandeln. Dies ist der Grund dafür, dass konservative Gesellschaften die Emanzipation der Frau ablehnen. Seit den 1970er Jahren hat sich in den Geisteswissenschaften die Unterscheidung von (biologischem) Geschlecht und (sozialem) Gender etabliert. Doch in letzter Zeit wird sie zusehends von biologischen, ja biologistischen Erklärungsmustern verdrängt, die unser Verhalten von Genen, Hormonen oder angeblich «fest verdrahteten» Hirnstrukturen gesteuert sehen.

Und sie sahen die Tatsachen und das Gefüge der Realität und klagten gar grässlich in ihrem Schmerz und in ihrer Trauer, denn es entsprach nicht dem, was sie voller Sehnsucht erwartet hatten. Nicht dem, was ihre Ideologie eine logische Basis geben könnte. Und in ihrer Verzweiflung sassen sie jahrelang herum und sinnierten über das Problem der fehlenden Kausalität ihrer Theorien. Doch dann sprang eine unter ihnen auf und hatte die Lösung gefunden! Wir biegen uns einfach die Realität so zurecht, wie es uns passt! Wir beschuldigen jene, welche die Realität akzeptieren als Biologisten, welche schrecklich frauenfeindlich sind und unsere Anliegen nicht respektieren und stellen uns selbst über die Natur und das Werk, welches unsere Vorfahren vor Millionen von Jahren für uns vollbracht haben.

Ein bisschen Marx hier und ein bisschen 68er da und wir fühlen uns alles und jedem überlegen. Wie war das noch mal? Ein kleiner Verstand ist schnell mit Glauben gefüllt! Wenn ihr das nächste Mal über die Einfältigkeit des mittelalterlichen Menschen klagt, dann denkt an Sieglinde und ihre Frauschaft, welche sich genauso an peinlichen Glaubensdogmen ihrer feministischen Wissenschaft wider der Realität klammern, wie der gottesfürchtige Mittelaltermensch.

Gern wird dabei auch auf Kleinkinder verwiesen. Ihre Vorlieben beim Spielen werden als Beweis für angeborenes Geschlechterverhalten genommen – in der Annahme, der Mensch befinde sich als Kind noch im Urzustand. Doch gerade Kinder sind dem Druck der Gruppe besonders stark ausgesetzt. Es gibt durchaus Buben, die mit Puppen spielen und gern rosarote Glitzersandalen tragen. Aber sobald sie auch nur den Schimmer einer Ahnung haben, dass sie damit bei den anderen Buben durchfallen könnten, lassen sie es bleiben. Denn das Geschlecht ist die elementarste Gruppenidentität. Gerade weil Kinder diese Identität noch nicht reflektieren können, «wissen» sie so genau, was richtige Buben und richtige Mädchen sind.

Und wenn man diese Identitäten reflektiert, kommt man dann automatisch zu der Meinung von Sieglinde? Oder muss man dazu noch einen Extrakurs politische Korrektheit und anschliessende Gehirnwäsche absolvieren? Warum ist es diesen Leuten so wichtig, mit was Kinder spielen? Dieses krankhaft manische Interesse widert mich an.

Sicherheit statt Freiheit

Die stärkste Kraft, die gegen die Gleichberechtigung arbeitet, sitzt in uns: Es ist die Angst um das eigene Selbst, das in der Geschlechtsidentität verwurzelt ist. Klar definierte Geschlechterrollen gewähren dem Individuum weniger Freiheit, dafür garantieren sie Sicherheit. Deshalb hören wir die Mär vom biologisch programmierten Verhalten so gern, obwohl sie Menschen, die auf eine gerechte Gesellschaft hoffen, eigentlich in die Verzweiflung stürzen müsste. Der «Spiegel» schreckt in seiner neusten Nummer nicht davor zurück, auf dem Titelbild John Grays alte Geschichte von den Marsmännchen und den Venusmädchen wieder aufleben zu lassen. Man begegnet im Heft den bekannten Argumenten (Männergehirne arbeiten in Systemen, Frauengehirne mit Empathie usw.). Nur gehört jetzt noch ein Bekenntnis dazu: Früher habe sie auch geglaubt, dass man nicht als Frau geboren, sondern zur Frau gemacht werde, beteuert eine Wissenschafterin, aber heute . . .

Jede Gesellschaft sieht sich selbst als die Gerechteste von allen. Moral und Ethik sind Einstellungssachen und hängen vom Zeitgeist ab. Lest einmal das alte Testament oder Berichte über mittelalterliche Hinrichtungspraktiken. Diese wurden zu ihrer Zeit mit dem jeweiligen Zeitgeist auch allesamt als "gerecht" empfunden. Somit ist die Gerechtigkeit, die Sieglinde anstrebt, lediglich eine mögliche Perspektive unter vielen und nicht allgemeingültig. Kommt noch dazu, dass ihre Vorstellung von Gerechtigkeit die andere (männliche) Hälfte der Menschheit nicht berücksichtigt.

Unsere biologischen Determinanten erlauben uns wesentlich mehr Freiheit als dieses neue einzwängende Rollenbündel, das man uns aufzwingen will. Warum lässt man die Menschen nicht einfach selbst wählen? Dann hätte man die Freiheit und die Sicherheit, dass man hinter seiner Wahl stehen kann.

«Mal sind es die Hormone, mal die Geruchsstoffe; mal der Jagdinstinkt, mal der Brutpflegetrieb. Mal ist es der Bonobo, in dem sich der Mensch wiederzuerkennen glaubt, mal der Storch», stellen dagegen die beiden österreichischen Journalistinnen Sibylle Hamann und Eva Linsinger in ihrem – etwas irreführend betitelten – «Weissbuch Frauen, Schwarzbuch Männer» (Deuticke-Verlag) sarkastisch fest. Kühl entziffern sie die Botschaft des neuen Geschlechter-Biologismus: «Dann tragen wir keine Verantwortung. Und könnten gar nichts ändern, selbst wenn wir wollten.»

"Weissbuch Frauen, Schwarbuch Männer", das hört sich schon wie ein literarisches Kaleidoskop voller misandrischer Wunschvorstellungen an. Hatten diese Menschen keinen Biologieunterricht? Lesen die keine naturwissenschaftlichen Bücher? Denkt ihr, dass ihr für euer Handeln keine Konsequenzen zu befürchten habt, nur weil biologische Mechanismen eure Taten beeinflussen? Es seid immer noch ihr und nicht die Gene, Proteine, Hormone, Triebe oder Reflexe, welche aus mehreren dagebotenen Möglichkeiten auswählt. Diese biologischen Elemente mögen eine bestimmte Bandbreite an Möglichkeiten vorgeben, aber ob und wie ihr diese nutzt, ist euch überlassen. Der Mensch zeichnet sich schliesslich gerade dadurch aus, dass er in begrenztem Masse gegen seine Natürlichkeit handeln kann.

Leute wie Sieglinde und diese Autorinen fallen vom einen Extrem (der absoluten Wahlfreiheit) sofort ins andere (biologischer, totalitärer Determinismus), ohne zu merken, dass beide ein Hirngespinst von idealisierenden Geisteswissenschaftlern sind und die Wahrheit sich zwischen diesen Polen bewegt.

Und genau das wünschen sich viele, denn das Projekt Gleichberechtigung ist, nachdem in den letzten dreissig Jahren ein enormer Weg zurückgelegt worden ist, in eine anstrengende Phase eingetreten. Welche sozialen Umstände uns daran hindern, so gleichberechtigt zu leben, wie wir es eigentlich wollen, zeigen Hamann und Linsinger in geduldiger (und humorvoller) soziologischer Kleinarbeit. Warum finden sich so wenige Frauen in Führungspositionen, obwohl sie durchschnittlich besser qualifiziert sind? Es liegt an den Männern, denn in der Regel sind sie es nun einmal, die über Beförderungen entscheiden; und da jeder Mensch unbewusst die Person bevorzugt, die ihm am ähnlichsten ist, heben sie ihre Geschlechtsgenossen in die Chefetage. Und es liegt an den Frauen, denn sie trauen sich mangels Rollenvorbildern Führungsqualitäten oft nicht zu; da sie sich keine Erfolgschancen ausrechnen, setzen sie auch nicht alles daran, in die Direktion aufzusteigen.

Natürlich, der Mann ist an allem schuld! Dafür muss ich jedoch kein Buch lesen, denn das höre ich pro Jahr durchschnittlich eintausend Mal von Feministinnen. Gender Studies und mit ihr die Soziologie ist jene Disziplin, die es ihren Betreibern ermöglicht, die Verantwortung für alle Probleme und Schwierigkeiten, welche Frauen heutzutage begegnen, irgendwie den Männern in die Schuhe zu schieben. Alleine deswegen kann man diese "Wissenschaften" nicht ernst nehmen.

Denn es ist wie bei einer Sekte: Wenn die dargelegte Lösung für all die grossen Weltprobleme schön einfach und simpel klingt, dann ist grösste Vorsicht angebracht.

Es spielt aber auch eine Rolle, dass Frauen ab dreissig als «Gebär-Risiko» und mit Anfang vierzig als zu alt für eine Topkarriere gelten. In der Politik kommen Frauen vor allem in Krisenzeiten zum Zug – denn wer nicht an der Macht beteiligt war, ist im Krisenfall auch nicht diskreditiert. Aber wenn alles normal läuft, bleiben Männer lieber unter sich. Und warum funktioniert die Gleichberechtigung im Haushalt nicht? Weil man in Stresssituationen auf bewährte Muster zurückgreift und weil viele Frauen sich das Recht nicht nehmen lassen wollen, (zumindest) im Haushalt zu sagen, wo's langgeht.

Zuerst leugnen diese Alphamädchen die menschliche Biologie, doch die offensichtlichen Pfeiler derselben, welche sich in jedem Männer- oder Frauenleben befinden, können nicht übersehen geschweige denn umschifft werden. Denn alle Gendereiversuche prallen notgedrungenermassen an ihnen ab ...

Entpolitisiertes Entertainment

Doch solche Argumente sind derzeit nicht gefragt. Hamann und Linsinger sind keine Talkshow-Gäste, und auch aus den USA dringt ein hilfreicher Diskurs kaum zu uns herüber. In einer Reportage im «New Yorker» über «equally shared parenting» kommt die Autorin zu dem Schluss, dass Paare die Haushaltsarbeiten desto gerechter aufteilen, je gerechter es bei ihren Freunden zugeht. Man schaut es sich ab, und Vorbilder erhöhen den Druck. Doch statt die diskutablen Vorschläge zu diskutieren, wird der Feminismus für tot erklärt, und die Debatte verkommt zum entpolitisierten Entertainment. Gegen Eva Hermans tumbe Heimchen-am-Herd-Seligkeit liess sich so schön polemisieren; und der Schlagabtausch zwischen den «Alphamädchen» und Alice Schwarzer war ein Spektakel für alle, die sich auf die Schenkel klopfen, wenn die Weiber aufeinander losgehen.

Vielleicht sind solche soziologistischen Argumente deswegen nicht gefragt, weil sie schlichtweg keine sind? Wusste ich doch, dass alle peinlichen Beschuldigungen gegen Eva Herman polemischer Natur wahren. Wenn es sogar eine Feministin selbst zugibt, dann muss es ja schliesslich wohl stimmen. Und dieser "Schlagabtausch" war wohl der übelste, öffentlich ausgetragene Zickenkrieg, den ich bisher mitbekommen habe. Beschämender kann man feministische Stutenbissigkeit nicht zur Schau stellen.

Unter Vätern tut sich etwas

Der Geschlechterdiskurs verliert leicht den Bezug zur Wirklichkeit und kolportiert Gerüchte. Dabei wird die Welt meist schlechter dargestellt, als sie ist. Gerade bei den Männern tut sich in letzter Zeit einiges, was nicht in der Zeitung steht. Es gibt eine Hinwendung der Väter zu ihren Kindern, die historisch einmalig sein dürfte; und eine neue, pragmatische Männerbewegung gibt's auch. Zu den Forderungen, die etwa der Dachverband der Schweizerischen Männerorganisationen auf seiner Website (www.maenner.ch) formuliert, gehören flexible Arbeitszeiten auch für Kader sowie Teilzeitstellen für Männer. Man engagiert sich in Sorgerechtsfragen und will den «Militärzwang» abschaffen; und man will dafür sorgen, dass in Kindergärten auch Männer arbeiten.

Der Geschlechterdiskurs verliert scheinbar immer leicht den Bezug zur Wirklichkeit wenn er nicht mit feministischer Dominanz geführt wird. Und dieses Mädchen hat keine Ahnung, was sich unter uns Männern zusammenbraut. Wir haben es satt, dass die politische Debatte über Männer und Frauen von Feministinnen wie sie dominiert wird! Aber immerhin erwähnt sie die Männerbewegung, wenn auch lediglich einen Bruchtteil ihrer Forderungen.

Gerade jedoch, wenn es um die Situation der Männer geht, werden elementare Konflikte in der Debatte ausgeblendet: Kaum jemand spricht etwa von der Zerreissprobe, der viele eingewanderte Männer aus patriarchalischen Gesellschaften bezüglich ihrer Geschlechtsidentität ausgesetzt sind. Auch den einheimischen Männern wird die Emanzipation schwergemacht. Sie brauchen Mut, um nach der Geburt eines Kindes um eine Arbeitszeitreduktion nachzusuchen, denn in der Arbeitswelt gilt ein Familienvater oft noch als «Ernährer». «Mommy track», so nennt man in Amerika das Mütter-Abstellgleis der schlechtbezahlten Teilzeitstellen ohne Aufstiegschancen. Seit einiger Zeit gibt es auch den «daddy track» – eine Bloggerin auf der Website der «Washington Post» hofft immerhin, dass das Kürzertreten bei der Arbeit an Prestige gewinne, wenn es auch unter Vätern üblich werde.

Sind es nicht gerade die jungen Mütter, welche den Vater dazu zwingen mehr und mehr zu arbeiten um der Familie Geld zur Verfügung zu stellen? Dieser Artikel beschreibt die Problematik schön. Denn es sind gerade die Frauen, welche einen Mann unter massiven Druck stellen, mehr und mehr zu verdienen. Schliesslich geben sie bei anderen Frauen mit dem Lohn ihres Ehemannes und seines Besitzes an ...

Für mich hört sich dieser Artikel wie ein verzweifelter Hilferuf in die Presselandschaft hinaus an, aufgrund einer sich abzeichnenden Diskursniederlage. Wovor soll ich noch Angst haben, wenn Perseus mich führt?

Mittwoch, 8. Oktober 2008

Nachtrag zu "Masslose Ansprüche und verzehrende Selbstzweifel"

Was mir zum Thema vom letzten Eintrag durch die Lappen ging, ist der Widerspruch, der schon im Titel angesprochen wird. Gerechtfertigte Ansprüche setzen voraus, dass man diesen Ansprüchen auch gerecht wird, in Form von eigenen positiven Eigenschaften. Doch durch die Medien werden den heutigen Frauen diese masslosen Ansprüche eingeredet, was dazu führt, dass viele Frauen sich gezwungen fühlen, einem gewissen Bild entsprechen zu müssen.

Doch dies ist gerade der springende Punkt! Durch die enormen Erwartungen, die man den Frauen aufbürdet, entwickeln sich Selbstzweifel, ob man auch wirklich dem feministisch geprägten Ideal der modernen Frau entspricht.

Dies ist wichtig zu erkennen, denn daraus wird ersichtlich, dass die masslosen Ansprüche der Frauen nicht unbedingt nur aus einer inhärenten Charakterschwäche entspringt, sondern erheblich von indoktrinierenden Medien und bestimmten Personenkreisen gehegt und gepflegt werden.

Die Frau ist somit auch ein Opfer von wildwucherndem Feminismus, denn sie werden wie im viktorianischen Zeitalter erneut in ein Rollenkorsett eingezwungen. Mag es damals jenes der züchtigen Hausfrau gewesen sein, so ist es heute jenes der eiskalten Karrierefrau, die auf Männer herabschaut und für Kinder wenig bis gar nichts übrig hat.

Die gewonnene Freiheit der Rollenwahl ist eine trügerische, denn von allen Seiten wird den Frauen eingeredet, was sie unter allen Umständen zu meiden hätten - nämlich das "alte und überholte" Rollenmodell. Abweichlerinnen werden dabei mindestens genauso hart bestraft wie Männer, die es wagen, das feministische System zu kritisieren. Hier genügt wohl nur ein kleiner Wink zur Horrorgeschichte von Eva Herman, damit alle wissen, was ich meine. Denn diese Frau vertrat eine völlig andere Meinung zur Lebens- und Rollengestaltung der Frau als die feministische Elite und wurde dafür durch öffentlichen Rufmord grausam bestraft. Dies ging soweit, dass sie ihren Job verlor und in die braune Ecke gestellt wurde. Was sich dann später jedoch als völlig unbegründet erwies.

Somit gibt es für die Frau von heute nur eine einzige politisch korrekte Rolle: Nämlich jene des Mannweibes, der eiskalten Karrieristin, die Teile ihrer Weiblichkeit aufgibt um gewisse Teile von Männlichkeit mehr schlecht als recht zu kopieren. Kein Wunder haben sie Mühe bei der Partnerwahl, denn welcher Mann möchte schon eine entweiblichte Frau als Partnerin?

Deshalb bleibt den Frauen heutzutage kaum eine andere Wahl als mit der Herde mitzugehen. Doch dies war früher im ach so schrecklichen "Patriarchat" genauso! Wir haben heute fast die gleiche Situation wie damals, nur unter einem anderen Farbanstrich.

Es ist wie das russische Zarentum und die anschliessende Sowjetunion, die angeblich alles besser machen sollte. Doch der Zar wurde lediglich durch einen Diktator und der Landadel durch die Parteibonzen ersetzt. Und die Opfer, für die sich durch den Systemwechsel nichts verbesserte (im Gegenteil), blieben die gleichen. Auch in der Sowjetunion waren sie landlos und ohne Sicherheit.

Mit dem angeblichen, nebulösen "Patriarchat" und der politisch korrekten Gynokratie von heute verhält es sich genauso!

Dienstag, 7. Oktober 2008

Masslose Ansprüche und verzehrende Selbstzweifel

Die gesellschaftliche Stellung der Frau hat sich in den letzten fünfzig Jahren massiv verbessert. Nicht nur haben nun wesentlich mehr von ihnen Zugang zu politischen Rechten, Bildung und guten Jobs, sondern viele bestimmen durch ihre Präsenz in der Medienlandschaft die öffentliche Meinung mit. Auch ihre Dominanz in unserem Erziehungswesen hinterlässt ihre Spuren.

Doch nicht nur ihre Rechte und Privilegien haben zugenommen. Auch ihr Selbstwertgefühl und ihr Selbstbewusstsein durchbricht alle gläsernen Decken (sofern vorhanden). Und da es sich die Frau von heute schliesslich wert ist, hoben sich auch ihre Ansprüche in Richtung luftige Höhen. Diese Ansprüche richten sich an so ziemlich alle und alles um uns herum. Sei es an die Männer ("Sei ein echter Kerl und doch sensibel!", "Gib mir Aufmerksamkeit und Komplimente!"), an die Gesellschaft ("Nehmt meine Doppelbelastung wahr!") oder an den Staat ("Zahl mir Geld für Mutterschaftsurlaub!").

Wer sich das wirklich antun will, kann sich einmal ein beliebiges Frauenforum wie zum Beispiel dieses hier vornehmen und einfach mal ein paar Threads durchlesen und ihr wisst was ich meine ... Nebenbei macht ihr auch noch Bekanntschaft mit dem herabwertenden Männerbild vieler Frauen. Da kommen so Threadtitel wie zum Beispiel "Bin kommunikationsunfähig - wie ein MANN!!!!" oder "Ich forme mir die Männer bis sie mir nicht mehr gefallen". Da liest man dann so Sachen wie zum Beispiel Folgendes:

"Ramtan, ganz einfach, weil der Mann dort [im 3. Jahrtausend] noch nicht angekommen ist... "
Gesendet von nastassja1212 am 1 Oktober um 10:22
...

Mit Männern muss man Spielchen spielen. Sie dürfen nie wissen, woran sie sind. Dann hat man (frau) sie in der Hand. Sonst nicht.

Das darf eine Frau nur nicht laut zugeben. Ich mache das auch nur hier im Forum. Live würde ich das bei KEINEM Mann laut sagen. Wenn die Männer wüssten... aber sie ahnen nichts... he, he, he...
hier

"Ich will ihn zurück!!! "
Gesendet von rhayne am 2 Oktober um 19:23
Dieses eine (und erste) Mal will ich um einen Mann kämpfen - ich hab nicht vor dabei meinen Stolz aufzugeben!!!
Ich will das ganz hinterlistig und von ihm unbemerkt hinbekommen (Männer checken unsere psychologische Kriegsführung eh nicht)
hier

Auch immer wieder lustig, wenn sich Frauen über die mangelnde Heiratswilligkeit der Männer beklagen und dabei entlarvend ihre eigene Heiratsmotivation zur Schau stellen (Hervorgehobenes von mir):

"Ich verzweifle"
Gesendet von killerbabe22 am 3 Oktober um 11:23
Es ist ein Herzenswunsch vonmir, mal zu heiraten und wirklich steuerliche Vorteile hat man nicht, aber was ist mit Absicherung und Rechten, falls doch mal was passiert. Wenn man heiratet bedeutet dies ja auch nach außen hin, dass man zueinander und vor allem für einander einsteht.

Klar liebe ich ihn und will nicht meine Sachen packen, aber so geht das auch nicht.
hier

Absicherung, so so ... Ja, für eine Frau ist es immer wieder nützlich einen potenziellen Zahlesel und wandelnden Geldautomaten rechtlich an die Leine zu nehmen, falls die Powerfrauenkarriere nicht so recht will. Man kann ja schliesslich nie wissen. Merkt euch, der Hauptgrund für Frauen zu heiraten, ist die legale Versklavung und Transferierung männlicher Arbeitskraft!


Auch ein Zitat aus diesem Artikel, mit dem Titel "Erfolg macht Karrierefrauen sexy", beschreibt schön die enorm gestiegenen Ansprüche von Karrierefrauen und die damit einhergehenden Probleme:

Sie leiten Betriebe, managen Firmen und sitzen in Vorständen: Erfolgreiche Frauen sind klug und wissen, was sie wollen. Doch in der Liebe herrscht oft Flaute. Macht Erfolg nur Männer sexy? Nein, glauben Experten. Für erfolgreiche Frauen ist nur die Auswahl geringer –, denn sie suchen Partner auf Augenhöhe.

Demnach ist die Partnerlosigkeit von Karrierefrauen eine Folge zu hoher Ansprüche. Wie man dann in diesem Zusammenhang von sexy Karrierefrauen sprechen kann, ist mir ehrlich gesagt ein Rätsel ... Versucht man hier heimliche Ängste des Versagens durch eine peinlich grelle Übertreibung der eigenen Attraktivität zu vertuschen?

Ein kometenhafter Aufstieg an die Spitze der Gesellschaft bringt natürlich auch so seine Zweifel mit sich. Haben sich wirklich alle Frauen in den letzten fünzig Jahren in Powerfrauen und Alphamädchen gewandelt? Oder war es doch eher ein kollektives Wunschdenken über ideale Prototypen, mit denen die Frau an der Kasse von Migros oder Aldi kaum je etwas anfangen konnte? Die doch eher nur von einer kleinen Gruppe von Frauen wirklich angenommen wurden?

Dazu passen würde dieser Artikel, in dem sich drei Ingenieurinnen sich selbst bis ins Olymp der Arroganz selbst beweihräuchern und all ihre vermeintlichen, weiblichen Überlegenheiten raushängen lassen. Und dabei alle drei Zeilen über die Männer in ihrem Berufsfeld herziehen. Nebenbei widersprechen sie sich auch noch gegenseitig:

"Männer scheinen immer in Hierarchien zu denken, so wie sie arbeiten und funktionieren. Frauen fühlen sich eher auf Augenhöhe."

"Männer haben mehr Probleme mit Hierarchien."

Ohne zu merken, dass es vorallem Männer sind, die sich von der Herdenmentalität lösen und Hierarchien durchbrechen im Gegensatz zu Frauen, die meistens wie ein Kollektiv denken und funktionieren. Aber nicht nur mangelnde Menschenkenntnis, sondern auch subtile Drohungen haben diese Alphamädchen drauf:

"Wer keine Frauenquote will, muss die Frauen wollen. Wir können nicht nur von unten nach oben drücken."

Das heisst wohl so viel, wie "Stell mich ein! Oder ich renne zur nächsten Gleichstellungsbeauftragten und fordere eine Frauenquote, du patriarchales Schwein!".

In diesen Frauen schlummern erhebliche Selbstzweifel und Unsicherheit zwischen all dieser einander zugesprochenen Kompetenz und Überlegenheit. Es würde mich sehr interessieren, was die männlichen Arbeitskollegen von diesen drei Damen halten.

Man hätte ja kein Problem mit all diesen Frauen, wenn sie ihre Unsicherheit nicht allen so deutlich unter die Nase reiben würden, indem sie die ganze Zeit von sich als das überlegene Geschlecht quasseln.

Der Dammbruch

Über Arne Hoffmanns Genderama-Blog bin ich gerade über folgende Perle gestolpert. Dies ist wohl der erste sachliche, neutrale und nicht herabwertende, verhöhnende Medienbericht über die Männerbewegung in den deutschsprachigen Medien! Die wesentlichen Forderungen unserer Bewegung werden angesprochen und auch einige feministische Lügen, wie zum Beispiel jene über die Lohndiskriminierung (siehe dazu auch "Die peinliche Lüge der Lohndiskriminierung"), werden gnadenlos aufgedeckt. Ein Artikel, für den es sich definitiv lohnt, sich das entsprechende Heft zu kaufen!

Das geschwächte Geschlecht

Emanzipation, nächste Stufe: Gegen die Benachteiligung und Abwertung von Männern formiert sich eine neue Bürgerrechtsbewegung.
Von FOCUS-Redakteur Michael Klonovsky

Man stelle sich Folgendes vor: Ein Berliner Richter erklärt in einem Interview, dass er bei gleichen Delikten gegen Männer konsequent mildere Strafen verhänge als gegen Frauen und dass dies auch die meisten seiner Kollegen so täten. Dieser „Männerrabatt“ sei gut und notwendig. Eine Empörungswelle würde durchs Land rauschen.

Natürlich verhielt es sich in Wirklichkeit andersherum. Professor Ulrich Vultejus, Richter am Berliner Amtsgericht a. D., hatte im April gegenüber der „Zeitschrift für Rechtspflege“ erklärt, er habe sich in Verfahren gegen Frauen immer wieder gefragt, welche Strafe er gegen einen Mann verhängen würde, und dann „auf diese Strafe abzüglich eines ‚Frauenrabatts’ erkannt. Ähnlich scheinen es auch meine Kollegen zu handhaben.“ Ein „Rabatt“, setzte Vultejus hinzu, sei gerechtfertigt, „weil es Frauen im Leben schwerer haben“.

Der Eklat blieb aus – Bevorzugung von Frauen ist auf der hiesigen Empörungsklaviatur kein abrufbarer Akkord. Und die stets vorgebrachte Unterstellung, die Privilegierung des einen Geschlechts zöge automatisch die Diskriminierung des anderen nach sich, galt in diesem Fall offenbar auch nicht. Dabei weisen Männerrechtler seit einiger Zeit darauf hin, dass das sogenannte starke Geschlecht inzwischen in vielen Bereichen benachteiligt wird. Etwa die 2004 ins Leben gerufene „geschlechterpolitische Initiative“ MANNdat e.  V., deren einziges Vereinsziel darin besteht, so Sprecher Eugen Maus, „Benachteiligungen von Männern bekannt zu machen und zu beseitigen“. Als Beispiele nennt der promovierte Psychologe unter anderem „den Zwangsdienst in der Bundeswehr, die Vernachlässigung von Jungen durch die Bildungspolitik, die schlechtere Gesundheitspolitik für Männer, die einseitige Darstellung häuslicher Gewalt zu Lasten von Männern, die rechtliche Schlechterstellung von Vätern und geschiedenen Männern“.

Warum Frauen weniger verdienen

Als eine permanente Diskriminierung von Männern darf wohl auch der Versuch begriffen werden, Frauen als permanent Diskriminierte hinzustellen. Nachdem etwa das Statistische Bundesamt in diesem Jahr festgestellt hatte, dass deutsche Frauen 24 Prozent weniger verdienen als Männer, grenzte die mediale Nichtweiterverbreitung der Ursachen an gezielte Desinformation.


Dies könnte die schon sehr lange herbei gesehnte Wende in unserem Kampf für die Rechte aller Männer sein! Jedes einzelne Wort dieses Artikels ist eine Wohltat, wenn man sich solche Berichte gewohnt ist und bedenkt, dass Männerrechte regelmässig mit Füssen getreten werden. Es scheint so, als werden die kommenden Jahre sehr spannend für die Männerbewegung. Denn wir werden nun nicht mehr als Randgruppe wahrgenommen, sondern als Bürgerrechtsbewegung!

Tausende von Männern werden diesen Artikel lesen und ihr bisheriges Weltbild in Frage stellen! Sie werden den männerfeindlichen Feminismus kritischer beäugen und nicht wenige von ihnen werden sogar den Weg in unsere Reihen finden!

Wir dürfen nun unseren Tatendrang und unseren Eifer nicht aufgeben, sondern müssen erst recht noch mehr leisten, damit unsere Anliegen immer weiter in die Öffentlichkeit drängen. Informiert euch, sprecht Männerdiskriminierung in eurem Bekanntenkreis an und tut jenen an der Macht eure Meinung kund, denn steter Tropfen höhlt den Stein. Baut Druck auf und ihr sprengt selbst die schwersten Hindernisse weg! Dies sind wahrhaft bedeutungsschwangere Tage!

Frauen dürfen - Männer müssen

Freitag, 3. Oktober 2008

Wenn Schüler Amok laufen

Vor ein paar Tagen ist ein finnischer Berufsschüler in seiner Schule Amok gelaufen, hat mindestens zehn Menschen erschossen und versuchte anschliessend, sich selbst zu richten. Dieses blutige Ereignis hat auch hier in der Schweiz einiges an Entsetzen ausgelöst und in den Medien für Wirbel gesorgt. Diese Form ausartender Gewalt ist nichts Neues. Schon vor Jahren geschah Ähnliches in Erfurt (Deutschland) und in den USA an der Columbine High School.

Nichts liegt mir ferner als diese Taten zu verharmlosen oder die Täter in Schutz zu nehmen. Doch da solche Gewaltakte in dieser Form überwiegend von Männern begangen werden, liegt es an der Männerbewegung und somit auch an uns, sich damit auseinander zu setzen und sich der Sache anzunehmen.

Diese abscheulichen Ereignisse zeigen uns die gewaltsame und unkontrollierte Entladung von einer enormen Menge von angestauter Wut junger Männer. In ihren Abschiedsbriefen begegnen wir einen so tief empfundenen Hass auf alles und jeden, eine so verzerrende Verzweiflung ob der eigenen Ohnmacht in dieser Welt zurecht zu kommen, dass es den Verstand zu verdrängen mag. Die Öffentlichkeit wird zwar Zeuge der grausamen Bluttat, in der Dutzende von Menschen ihr Leben verlieren, doch die zermalmenden Prozesse, welche junge Männer zu diesen Monstren werden lassen, bleiben häufig verborgen.

Ich kann euch schon jetzt sagen, was sicher nicht die Ursachen für solche Amokläufe sind. Es sind nicht die gewaltverherrlichenden "Killerspiele", von denen all die böszungigen Journalisten noch nie eins selber gespielt haben. Es sind auch nicht exzessive Gewaltszenen in Filmen oder anderen Medien. Auch hat es nichts mit einer männlichen Affinität für Gewalt zu tun.

Sondern es fehlen männliche Vorbilder, die den Jungen zeigen, wie man das gewaltige Potential ihrer Männlichkeit sinnvoll und konstruktiv für sich selbst (!) nutzt. Doch in einer Gesellschaft, die Männlichkeit als etwas Minderwertiges betrachtet und in der Männer entweder als Triebtäter oder als Idioten dargestellt werden, kann man den Jungen kein positives, männliches Selbstbild vermitteln. Der unaufhaltsame Prozess der Vaterentsorgung aus der modernen Familie trägt sein Übriges dazu bei, dass Jungen ohne Orientierung und Anhaltspunkte für ihre Männlichkeit auf sich allein gestellt sind.

Ein fehlender Vater, ein sexistisches, urzeitliches Männerbild und ein verweiblichtes Erziehungswesen schaffen deshalb keine gute Ausgangslage für die jungen Männer.

Blind irren sie umher und versuchen sich zwischen den Zerrbildern verhöhnter Männlichkeit und den entmenschlichenden Ansprüchen der feministischen Moderne zu orientieren. Und wenn sie dann auch noch auf dem sozialen Abstellgleis der Gleichaltrigen landen, weil sie den Ansprüchen des Mainstreams nicht gerecht werden, ist die Gefahr umso grösser auf die soziopathische Schiene zu geraten.

Die Gewalt, die sich in einem solchen Amoklauf entlädt, ist somit das Produkt einer jahrzehntelangen Demütigung und Erniedrigung junger Männer durch die komplette Gesellschaft, die entweder bewusst oder zumindest fahrlässig ignorierend von den meisten Menschen mitgetragen wurde.

Donnerstag, 2. Oktober 2008

Die peinliche Lüge der Lohndiskriminierung

Jeder von uns hat es schon gehört, dass Frauen für gleiche Arbeit ungerecht entlohnt würden. Auf unzähligen Plakaten, in zahllosen Broschüren, in endlosen Monologen und in Medienartikeln unüberschaubarer Zahl wird dieses feministische Dogma ans Volk gebracht. Mehrmals jährlich gehen tausende von Menschen in ganz Europa auf die Strasse und demonstrieren für mehr Lohngerechtigkeit. Jedes Mal schreien sie ihre vollste Empörung über diese masslose Ungerechtigkeit mit dem Mund voller politisch korrekter Floskeln in die Welt hinaus.

Mit diesem feministischem Dogma als Rückenwind werden ganze Heerscharen von Frauenbeauftragten in die Welt hinausgeschickt um ihre männerfeindlichen Forderungen und Erniedrigungen zu verbreiten. In der Politik wird die Diskussion um Männerrechte mit dem Vorwand der Lohndiskriminierung einfach weggewischt. Ganz normale Männer werden auf der Strasse niedergeschrien wenn sie das feministische System hinterfragen, mit dem vermeintlichen Totschlagargument der ungleichen Entlöhnung.

Doch Lügenpakete und verdrehte Halbwahrheiten werden nicht wahrer, wenn man sie tausend mal wiederholt.

Es gibt mehrere logische Einwände, die unwiderlegbar gegen den Mythos Lohndiskriminierung sprechen. Die beiden wichtigsten unter ihnen sind der ökonomische Einwand und der Einwand des soziopolitischen Drucks.

Der ökonomische Einwand

Nehmen wir folgendes Szenario an. Eine Firma, welche eine vakante Position zu besetzen habe, kann zwischen einem männlichen und einem weiblichen Aspiranten wählen. Beide sind gleich gut qualifiziert. Nehmen wir nun an, dass die Frau nur 80 % der Lohnkosten des Mannes mit sich bringt, wie die zentrale Botschaft der ungerechten Entlöhnung impliziert. Welchen potenziellen Arbeitnehmer würde diese Firma nun rekrutieren? Soll sie den teureren, nicht besser qualifizierten Mann einstellen oder die billigere Frau anheuern?

Aus ökonomischer Sicht natürlich die Frau.

Denn eine Firma in der Privatwirtschaft kennt nur ein Ziel: Die Gewinnmaximierung mit allen legalen Mitteln. Firmen finanzieren Mutterschaftsurlaub, bezahlen Weiterbildung oder unterstützen Eltern mit Teilzeitkompromissen. Diese Massnahmen mögen eine kurzfristige Gewinnreduzierung mit sich bringen, doch sie binden den Arbeitnehmer mittel- und langfristig durch Loyalität an das Unternehmen, was die Gewinnausfälle zukünftig mehr als ausgleicht. Denn loyale Mitarbeiter sind hochproduktiv und effizient.

Eine Firma geht jeden erdenklichen Weg - und sei er auch noch so unkonventionell - um ihren Gewinn zu maximieren. Wenn dieser Weg beinhaltet, dass eine reine weibliche Arbeiterschaft mehr als 20 % der Lohnkosten (meist der grösste Budgetposten von Unternehmen in der Privatwirtschaft!) einsparen kann, dann würde er sofort und ohne Umschweife begangen werden.

Doch in der Privatwirtschaft tummelt sich ein kunterbuntes Gemisch aus Frauen und Männern in allen Verhältnissen.

Der Einwand des soziopolitischen Druckes

Mit all den Frauenbeauftragten, Genderbewegten und politisch Korrekten in den Medien, der Politik und in der Wirtschaft kann sich eine Firma mit dem Ruf frauenfeindlich zu sein, nicht lange halten.

Mit einem Zeitgeist, der eindeutig als profeministisch und antimaskulin bezeichnet werden kann, ist es die schlimmste Form von Gesichtsverlust für eine Person oder eine Firma, vermeintlich gegen die grösste Opfergruppe der Menschheit zu sein.

Denkt ihr, dass ein Kunde noch bei euch kauft, wenn ihr als frauenfeindlich geltet? Meint ihr, ihr könnt noch gegen die Konkurrenz bestehen, wenn euch gerichtliche Sexismusklagen am Hals hängen? Welche Lieferanten, Werbepartner oder Investoren wollen noch mit euch in Verbindung gebracht werden? Wie lange würde der Rest der weiblichen Belegschaft bei euch weiter arbeiten wollen, wenn auch nur eine von ihnen das Wort Lohndiskriminierung in den Mund nimmt?

Es ist eine der schlimmsten Katastrophen für eine Firma, wenn sie von einer Frau wegen Sexismus oder wegen Diskriminierung angeklagt und vor Gericht gezerrt wird. Der Vorwurf muss nicht einmal stimmen, denn der Ruf wird so oder so dahin sein.

Diese nackte Angst vor der juristischen Macht von Arbeitnehmerinnen hat sich sogar in eine weibliche Überprivilegierung umgewandelt, wie eine Managerin in einem Interview unverhohlen zugibt.

Richtigstellung

Alleine schon diese beiden Einwände zusammen machen die Existenz einer Lohndiskriminierung so gut wie unmöglich. Doch es gibt mehr als nur theoretische Widerlegungen, um diesen feministischen Mythos zu entkräften.

Häufig wird schlicht und einfach der Lohn im Durchschnitt aller männlichen und aller weiblichen Erwerbstätigen berechnet und miteinander verglichen. Dies ist Schwachsinn, denn Frauen wählen eher weiche, geisteswissenschaftliche Studienfächer und Männer eher harte, naturwissenschaftliche Studienrichtungen und ich muss euch wohl nicht sagen, welche Absolventen die Wirtschaft mehr braucht. Ausserdem geht häufig vergessen, dass Frauen gerne Teilzeit arbeiten und mit Überstunden selten was am Hut haben. Vielfach mangelt es ihnen auch schlicht und einfach am Ehrgeiz, so viel Zeit und Energie in die Karriere zu investieren, wie es Männer tun. Sie lassen sich auch früher pensionieren und scheiden aufgrund von Mutterschaft früher aus dem Erwerbsleben aus. Auch ihr Interesse an Weiterbildung ist bei Frauen geringer.

Wie soll man mit all diesen Tatsachen überhaupt auf einen auch nur annähernd gleichen Lohn wie ein durchschnittlicher Mann kommen? So langsam sickern diese Erkenntnisse auch in die Medienlandschaft hinein. Nicht nur das Deutschlandradio hat sich mit diesem feministischen Märchen kritisch auseinandergesetzt. Auch die Weltwoche hat sich mit dem Thema, warum Frauen keine Karriere machen und deshalb weniger verdienen, auseinander gesetzt.

Auch die idiotische Aussage, dass Lohndiskriminierung am ach so frauenfeindlichen Chef liege, scheint wohl doch eher ein realitätsfremder Griff in die Kloschüssel gewesen zu sein.

Selbst von offizieller Stelle in Deutschland wird nun widerstrebend und nach jahrelanger Desinformation endlich zugegeben, dass es mit der Lohndiskriminierung doch nicht so schlimm war, wie häufig dargestellt.

Konklusion

Dies alles stellt das ganze Mediengerangel um die Lohndiskriminierung in ein neues Licht. Warum konnte sich dieses Lügenkonstrukt so lange halten? Weil für die vielen politisch korrekten Journalisten fundierte Recherche und ein offener, unvoreingenommener Geist Fremdwörter sind. Lieber wird von offiziellen, feministisch orientierten Stellen kritiklos abgeschrieben, als dass man die Dinge einmal kritisch hinterfragen würde.

Aber es zeigt uns auch mit welchem gewaltigen Aufwand manche Personenkreise mit zweifelhaften Absichten versuchen, der breiten Öffentlichkeit ihre Lügen aufzuzwingen.

Interview mit der Schweizerischen Männerpartei

In den Obersee Nachrichten ist heute ein Interview mit Peter Kunz, dem Präsidenten der schweizerischen Männerpartei erschienen, in dem er über die Ziele der Männerpartei und ihre Motive ausführlich berichtet. Er kandidierte 2007 als Nationalratskandidat für den Kanton Bern und erhielt auf Anhieb mehr als 18'000 Stimmen.

Peter Kunz spricht einige Forderungen der Männerbewegung an, unter anderem die Abschaffung der Wehrpflicht, dringend nötige Berichtigungen bei der AHV, beim Sorge- und Scheidungsrecht, Männerhäuser und die Berücksichtigung männlichen Opfer von häuslicher Gewalt. Auch das neue männerfeindliche Gesetz der Namensgebung, worüber ich schon hier gebloggt habe, wird von ihm verurteilt.

Natürlich muss Peter Kunz den besorgten Leser und die noch besorgtere Leserin erst einmal mit der Aussage beschwichtigen, dass die Männerpartei nicht frauenfeindlich sei. Auch die Aussage, dass Männer bei der Gleichstellung noch viel aufzuholen hätten, kann mehrdeutig verstanden werden und klingt entfernt ein bisschen nach abschätziger Feminstinnenrhetorik.

Doch dies ist nicht seine Schuld, denn der Dialog entwickelt sich auf Druck der Interviewerin in eine Diskussion um die 'ewigen Benachteilungen' der Frauen, obwohl dies nicht das Thema des Gesprächs sein kann. Schliesslich geht es hier um die rechtliche, politische und gesellschaftliche Situation des Mannes. Diese sollte vermehrt ins Blickfeld geraten, denn Frauen werden schon seit dreissig Jahren und mehr von unzähligen Legionen von Frauenbeauftragten, Genderisten, Feministinnen und politisch Korrekten wieder und wieder befreit. Und zwar so sehr, dass es in eine weibliche Überprivilegierung in vielen Bereichen umschwappte.

Sehr gut finde ich es, dass Peter Kunz die einseitige Wehrpflicht des Mannes anspricht. Taktisch weniger geschickt ist jedoch die Forderung, auch Frauen zum Wehrdienst oder zumindest zum Zivildienst aufzubieten. Besser wäre es gewissen, ohne wenn und aber die Abschaffung der Wehrpflicht für Männer zu fordern und nicht auf eine Ausgleichspflicht für Frauen zu beharren. Die Wehrpflicht ist nicht mehr zeitgemäss, wie ich es schon in meinem Artikel "Sexistische Zwangsdienste" erläutert habe.

Das gemeinsame Sorgerecht für beide Eltern ist ein weiteres Gesprächsthema des Artikels. Er spricht dabei auch die Vormachtstellung der Frau bei der Scheidung an und erwähnt, dass ein fortschrittliches, gemeinsames Sorgerecht nicht nur für Männer gerechter wäre - die bisher auf die Zustimmung der Ex-Frau angewiesen waren - sondern auch Kindern viel Leid ersparen würde.

Ein weiteres Lob verdient Herr Kunz für die Ehrlichkeit der schonungslosen Darstellung der Situation von männlichen Opfern häuslicher Gewalt. Er spricht hier ohne Umschweife das Dilemma vieler Männer an, dass sich das starke Geschlecht gefälligst nicht zu beklagen habe. Die eingebläuten Hemmungen vieler Männer über weibliche Gewalt physischer und psychischer Natur zu sprechen oder gar Hilfe aufzusuchen, ist einer der schlimmsten Formen von männerfeindlicher Unterdrückung. Dazu kommt dann noch die weit verbreitete Ungläubigkeit, dass weibliche Gewalt überhaupt existiere! Wie traumatisierend muss es sein, wenn sich die schlagende Frau auch noch gekonnt in die Opferrolle flüchtet und den mit blauen Flecken und seelischer Pein übersäten Mann die Schuld in die Schuhe schiebt?

Ich muss Peter Kunz und der Schweizerischen Männerpartei ein grosses Lob für ihre politische Arbeit machen! Ihre Tatkraft und ihre Medienpräsenz wird dafür sorgen, dass die Interessen der Männerbewegung auch in der Schweiz mehr und mehr berücksichtigt und gehört werden. Nicht viele haben den Mut, sich so zu exponieren und sich für die Rechte und gegen die Unterdrückung des Mannes einzusetzen.

Peter Kunz - Präsident der Schweizerischen Männerpartei

Mittwoch, 1. Oktober 2008

Schweizer Männerpartei fordert Männerhaus

Die schweizerische Männerpartei hat gestern in einem Interview in der 20 Minuten mindestens ein Männerhaus für männliche Gewalt- und Scheidungsopfer gefordert. Dies ist einer der zentralen Forderungen der Männerbewegung. Schon seit langem gibt es Frauenhäuser, in denen Frauen Zuflucht finden können, doch für Männer gibt es solche Angebote nicht. Obwohl auch sie Opfer von häuslicher Gewalt und Ehekrisen werden können und auch ein Bedürfnis nach Sicherheit haben.

Es ist deshalb eine Schande, dass es in jeder Stadt mindestens ein Frauenhaus gibt, doch man sucht das ganze Land vergebens ab im Bemühen auch nur ein einziges Männerhaus zu finden. Wenigstens gibt es in ganz Deutschland ein einziges (!) Männerhaus. Hätte es mehr und früher Männerhäuser in Deutschland gegeben, so wäre diese Bluttat wohl verhindert worden.

Warum ist männliches Leben in den Augen der Gesellschaft so wenig wert?