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Sonntag, 29. April 2012

Der weisse, männliche, heterosexuelle Übermensch im linken Weltbild

Gerade habe ich ein sehr interessantes Buch bekommen - es heisst "Qualifikation statt Quote" und es enthält unzählige interessante Einsichten, um den Feminismus im Speziellen, aber auch linkes Gedankengut im Allgemeinen zu widerlegen. Zwar konnte ich noch nicht das ganze Buch lesen, aber ein Abschnitt aus dem ersten Aufsatz von Kevin Fuchs hat mich zu einer interessanten Erkenntnis gebracht. Es geht dabei darum, dass Gleichstellungsmassnahmen für gewisse "benachteiligte" Gruppen eingesetzt werden, für tatsächlich benachteiligte Gruppen wie das männliche Geschlecht jedoch nicht (das Thema hatten wir schon gestern angeschnitten) und welche unbewussten Signale dies aussendet. 

Hier der Textausschnitt aus "Qualifikation statt Quote" von S. 18 bis 19:

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Wie also lassen sich die Privilegierten von den Benachteiligten unterscheiden? Um diesem Problem Herr zu werden, bedient man sich in den Sozialwissenschaften bestimmter Indikatoren, die Aufschluss über die gesellschaftliche Stellung einer Gruppe geben können. Die richtige Wahl und Handhabung solcher Indikatoren sollte sicherstellen, dass sich tatsächliche Benachteiligungen und gruppenspezifische Präferenzen voneinander unterscheiden lassen. Unter anderem sind solche Indikatoren Arbeitslosenquote, Unfallquote, Lebenserwartung, Suizidrate und Kriminalitätsrate. Schwarze etwa weisen in den USA bei diesen Indikatoren deutlich schlechtere Werte auf als Weisse. Dasselbe gilt für Migranten oder für Menschen aus den unteren sozialen Schichten. Angenommen Frauen seien gesellschaftlich schlechter gestellt als Männer, so müsste dieser Zusammenhang auch hier gelten. Ist dem so? Schneiden Frauen bei diesen Indikatoren schlechter ab? Nein, es ist umgekehrt. Nähme man diese Indikatoren als Grundlage und dächte man an dieser Stelle konsequent zu Ende, so müsste man zu der Annahme gelangen, dass es wohl keine Bevölkerungsgruppe gibt, die so privilegiert ist, wie weisse Frauen in Europa oder Nordamerika. Gleichsam sind Europa und Nordamerika genau jene Teile der Welt, in denen der Feminismus die grösste Deutungsmacht erlangt hat und in denen, wie sonst nirgendwo, der Glaube an die Frau als das benachteiligte Geschlecht zur Lehrmeinung geworden ist. 

Tatsächlich aber sind es die Männer, welche bei den genannten Indikatoren durchweg schlechtere Werte aufweisen als Frauen. Sie begehen drei bis viermal häufiger Suizid als Frauen, haben eine im Schnitt fünf bis sechs Jahre geringere Lebenserwartung, leiden deutlich häufiger an Berufskrankheiten und Suchterkrankungen, stellen zwei Drittel aller Gewaltopfer und die Mehrheit unter den chronisch Kranken. Hierzulande verlassen sie die Schule doppelt so häufig ohne Schulabschluss, bilden die grosse Mehrheit an den Haupt- und Sonderschulen, und nicht nur Kriminalität ist männlich, auch Obdachlose sind zu 90 Prozent Männer. Die Spitze der Gesellschaft mag männlich sein, dies täuscht aber darüber hinweg, dass auch ihr Bodensatz den Männern vorbehalten ist. Und schliesslich ist der Bodensatz erheblich breiter als die Spitze, es gibt mehr Männer, die ganz unten stehen, als solche die ganz oben sind. 

Der Zusammenhang zwischen den genannten Indikatoren auf der einen und gesellschaftliche Stellung auf der anderen Seite wird gemeinhin anerkannt, gleich auf welche Bevölkerungsgruppe man sich bezieht. Sobald es aber um Männer geht, gilt dies interessanterweise nicht mehr. Stattdessen werden plötzlich die irrwitzigsten Konstrukte bemüht, um diese Zusammenhänge zu leugnen. Wo immer Frauen schlechter gestellt zu sein scheinen als Männer, ist die Gesellschaft respektive das sogenannte Patriarchat schuld. Sind hingegen Männer hier oder dort schlechter gestellt als Frauen, so müssen Männer wohl selbst schuld daran tragen. Diese Denkweise mag populär sein, logisch ist sie nicht. Dass Männer als Menschen und soziale Wesen genauso den soziokulturellen Bedingungen und Einflüssen ihres Umfeldes unterliegen, will offenbar niemandem so recht einleuchten. Kaum einer bliebe ungestraft, käme es ihm in den Sinn, Schwarzen oder Migranten angesichts ihrer kürzeren Lebenserwartung vorzuhalten, sie würden sich nicht um ihre Gesundheit kümmern oder "Raubbau an sich betreiben". Man stelle sich vor, einer würde es wagen, solchen Minderheiten in Hinblick auf ihre im Schnitt schlechteren Schulabschlüsse Faulheit vorzuwerfen. Natürlich geschieht dies oft genug. Wenn es jedoch passiert, lässt das gesellschaftliche Korrektiv selten auf sich warten. Bei Jungen und Männern dagegen schweigt dieses Korrektiv, es existiert in ihrem Falle nicht. Ebenso würde es nicht hingenommen, wenn Gewalt zu einer türkischen oder schwarzen Wesensart erklärt würde, nur weil Schwarze in den USA und türkische Migranten in Deutschland eine statistisch höhere Kriminalitätsrate aufweisen. Aber Gewalt pauschal zu einem "männlichen Prinzip" zu erheben, ist zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Allzu simple Schuldzuweisungen genau dieser Art sind es, die Männer stumm machen, derart indoktriniert sind Männer schlicht nicht in der Lage, ihre Benachteiligungen zu erkennen, geschweige denn sich zu artikulieren.

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Welche interessante Erkenntnis ergibt sich aus diesem Textausschnitt? 

Wenn offensichtlich nur nichtmännliche, nichtweisse, nicht heterosexuelle und/oder nichteuropäische Menschen im linksfeministischen Weltbild aufgrund dieser "allgemein akzeptierten" Sozialindikatoren als Opfer wahrgenommen werden dürfen, was besagt das in Bezug auf den weissen, heterosexuellen, euroindigenen Mann? 

Genau! 

Nur er ist im linksfeministischen Weltbild offensichtlich reif und stark genug, dass man von ihm vollständige Eigenverantwortung für seine Taten erwarten kann!

Nur er ist im Gegensatz zu all diesen anderen, im linken Weltbild unbewusst als infantil und unfähig wahrgenommenen Randgruppen und Minderheiten offensichtlich kein Kind mehr, das man im Gegensatz zu den anderen Gruppen an den Händen mit Quoten, Förderung und anderen Gleichstellungsmassnahmen hin zum Glück führen muss. Genau das suggeriert unbewusst das linke Gleichstellungsweltbild mit seiner selektiven Opferwahrnehmung, welches zwar immer gerne Gewalt als männlich deklariert, aber sich davor hütet, Gewalt als schwarz oder türkisch zu bezeichnen. 

Offensichtlich darf man nur beim weissen, europäischen Übermenschen auf seine Fehler und Unzulänglichkeiten hinweisen, jedoch bloss nicht auf jene der ach so armen Schwarzen und Türken, welche proportional zu ihrem Bevölkerungsanteil wesentlich krimineller und im Allgemeinen in allen Indikatoren schlechter sind. Offensichtlich trauen die Linken und Feministen mit ihrem scheinheiligen Doppelmass in ihrer Viktimisierung unbewusst nur diesem einen weissen, männlichen Übermenschen zu, dass er sich um seine Probleme eigenverantwortlich und wie ein erwachsener Mensch selber kümmert, während allen anderen dies aus der Sicht der Linken offensichtlich nicht zugetraut werden kann. 

Man sieht hier, welches behinderte Weltbild durch linksselektive Gleichstellungsmassnahmen unbewusst in der Bevölkerung aufgebaut und verfestigt wird. Es versteht sich von selbst, was dies für das Ansehen von und den Respekt gegenüber diesen Randgruppen und Minderheiten bedeutet - nämlich eine längerfristig aufbrodelnde Verachtung, an der einzig und allein die Linken und die Feministen mit ihrer unnötigen Entmündigungspolitik schuld sind. Denn sie suggerieren der Bevölkerung permanent, dass all die Randgruppen und Minderheiten offensichtlich ohne Krücken nichts zu packen kriegen (was nachweislich falsch ist, aber das wollen Linke nicht sehen).

Nun wisst ihr auch, warum so viele Migranten und ihre Nachfahren in zweiter und dritter Generation hier in der Schweiz massenweise der SVP beitreten - denn sie hassen die Linken, welche sie lediglich als Opfer und nicht als vollwertige Europäer mit Eigenverantwortung wahrnehmen wollen, abgrundtief und von ganzem Herzen. Und Recht haben sie!

Wundert es da noch jemanden, dass viele Karrierefrauen die Frauenquote ablehnen? Gerade sie wissen es ja am besten, dass eine Quote lediglich einer Entmündigung fähiger, weiblicher Führungskräfte und deren Verächtlichmachung als "Quotenfrau" gleich käme!

Somit erreichen die mit Quoten um sich werfenden Linken mit ihren naiven Aktionen wieder einmal das komplette Gegenteil von dem, was sie eigentlich vor hatten. Das ist allerdings bei den Linken nicht weiter überraschend. Man erinnere sich da zum Beispiel an die Sowjetunion, von der die meisten Linken am Anfang so unglaublich enthusiastisch waren, bis man nicht mehr länger die Augen vor den Massenexekutionen, den Vernichtungslagern und dem Massenelend verschliessen konnte. Anschliessend wollte natürlich wieder kein einziger Linker jemals etwas mit den Sowjets zu tun gehabt haben.

Genauso wird es mit dem Feminismus und all den anderen linken Utopievorstellungen enden. Da kann sich der weisse, männliche, heterosexuelle Übermensch ja schon mal genüsslich und voller Stolz zurücklehnen, denn offensichtlich wird nur er im linken Weltbild als echter, eigenverantwortlicher und somit selbständiger Mensch wahrgenommen, der sich selber zu helfen weiss und dem man deswegen nicht mit Krücken und Gleichstellungsmassnahmen unter die Arme greifen muss, obwohl auch er laut den Sozialindikatoren dafür durchaus in frage käme, wie Kevin Fuchs für die Situation in Europa ausführt. 

In letzter Konsequenz ist also linksfeministisches Gedankengut mit seiner Entmündigung, seiner kollektiven Zwangsdegradierung aller Randgruppen und Minderheiten und seiner hautfarben-basierten Voreingenommenheit unbewusst wesentlich näher beim verachtenswert rassenbasierten, rechtsextremen Weltbild, als ihm lieb sein kann. 


Die unbewusste Konsequenz linksfeministischen Gedankenguts - die Entmündigung und Degradierung aller Menschen ausser weissen Männern ...

Samstag, 15. Oktober 2011

Die moralischen Grundlagen des Maskulismus

Dieser Text beschäftigt sich damit, was die Begriffe Gleichberechtigung, Gleichverpflichtung und Gleichwertigkeit im Maskulismus bedeuten, wie sie miteinander zusammenhängen und wie sie dadurch das moralische Fundament des Maskulismus bilden. Zusätzlich wird mit einem kritischen Blick auf feministische und traditionalistische Ansätze des Geschlechterhierarchismus eingegangen.

Vor einiger Zeit wurde ich angefragt, etwas über Moral im Maskulismus zu schreiben. Von dieser Aufforderung angetrieben, habe ich mir lange Gedanken über die moralischen Grundlagen des Maskulismus gemacht und nachdem ich nun schon mehrmals in hitzig geführten Grundsatzdiskussionen mit Leuten verwickelt war, welche die wahre Gleichberechtigung der Geschlechter, nicht selten auch die Gleichwertigkeit der Menschen ablehnen und ein Geschlecht rechtlich über das andere stellen wollen (diese Ideologie wird fortan verkürzt "Geschlechterhierarchismus" oder "Hierarchismus" genannt), halte ich das Verfassen einer umfassenden Gegenposition zugunsten des savvakinischen Maskulismus für überfällig.

Der Feminismus weist eine krasse, geschlechterhierarchistische Denkweise auf, indem er Frauen als moralisch mehr wert betrachtet und verlangt, dass Frauen gegenüber den Männern zu bevorzugen und besser zu behandeln seien. Es wundert darum auch nicht, dass auch Feministen genauso wie traditionalistische Hierarchisten, welche Männer rechtlich über den Frauen stellen wollen, sich mit wahrer Gleichberechtigung und konsequenter Gleichwertigkeit der Geschlechter, wie es der Maskulismus fordert, schwer tun.

Innerhalb der Männerrechtsbewegung ist dies eine Randposition, welche bereits nach kurzem Überlegen als sinnlos angesehen werden muss, denn wahre Gleichberechtigung und Gleichverpflichtung für alle gekoppelt mit der Gleichwertigkeit der Geschlechter bilden zusammen das durchschlagskräftigste Argument zur Entblössung der allgegenwärtigen, gynozentrischen Partikularinteressen des Feminismus, so dass es kein anderes gleichermassen kräftiges Argument gegen Männerdiskriminierung als das Pochen auf konsequente Gleichberechtigung gibt oder jemals geben kann. Der Kampf für Männerrechte kann somit ohne echte Gleichberechtigung auf unseren Bannern nicht von Erfolg gekrönt sein, so dass kein ernstzunehmender Antifeminist, Männerrechtler oder Maskulist darauf verzichten wird.

Die drei Begriffe Gleichberechtigung, Gleichverpflichtung und Gleichwertigkeit verdienen es also, gegen die verschiedenen Formen des grassierenden Hierarchismus verteidigt zu werden.

Denn gesellschaftlich ist der Hierarchismus wegen dem dominierenden Feminismus ein Problem mit bitteren Konsequenzen, welches sich in bequemen Sätzchen wie "Gleiches gleich, Ungleiches ungleich behandeln" oder in der Toleranz weiblicher Tötungsprivilegien wiederfindet, wobei willkürlich und ideologisch bestimmt wird, wer wann und wie gleichwertig ist und wann man (meistens zu Gunsten von Frauen) die Menschen ungleich behandeln soll. Dies ist unter anderem das Fundament für die männerfeindliche Rechtsprechung im Familien-, Scheidungs- und Sorgerecht. Auch werden hierarchistische Positionen innerhalb der Verfassungen Europas mit totalitär angehauchten Recht-vor-Recht-Konstruktionen kaschiert, indem die gleichzeitige und widersprüchliche Präsenz von einer einseitigen Wehrpflicht nur für Männer und einem Gleichberechtigungs-Artikel auf diese Art "legalisiert" wird. 

Ich bin nun auf drei Prinzipien gestossen, welche das moralische Fundament der maskulistischen Position und ihrer Forderungen (wahre Gleichberechtigung, Gleichverpflichtung, keine Geschlechterpolitik, Gleichwertigkeit der Geschlechter) besser verständlich und vor allem genauer begründbar machen. Zu diesen Prinzipien gehören die Untrennbarkeit eines Rechts mit einer Pflicht, die Untrennbarkeit von Gleichwertigkeit und Gleichberechtigung und dass sich die Präferenz für ein rechtliches System anhand der geringeren Anzahl Widersprüche richten sollte.

Im Folgenden werden wir diese drei Prinzipien nun jeweils in einem eigenen Abschnitt ausführlich herleiten, besprechen und begründen. Anschliessend werden wir im vierten Abschnitt "Anwendung dieser Prinzipien im Maskulismus" sehen, wie sich diese drei Prinzipien zur maskulistischen Weltanschauung zusammenfügen.

Diese Prinzipien dienen nicht nur dem Schutz und der Abgrenzung maskulistischen Gedankenguts, so wie es Savvakis nieder geschrieben hat, von geschlechterhierarchistischen Positionen - sondern sollen auch aufzeigen, warum die maskulistische Position gegenüber allen geschlechterhierarchistischen Standpunkten im Feminismus und im traditionalistischen Geschlechterhierarchismus überlegen und somit zu bevorzugen ist.

Untrennbarkeit eines Rechts und einer Pflicht

Im Europa der Gegenwart herrscht bei manchen der Eindruck vor, dass sie Anspruch auf Rechte hätten, ohne etwas dafür leisten zu müssen. Rechte werden wie selbstverständlich ergriffen, ohne dass über die Konsequenzen nachgedacht wird. Doch jedes Recht muss von der Gesellschaft erarbeitet und getragen werden, sonst wird sie sich irgendwann übernehmen und unter der Last zusammenbrechen.

Ein Recht muss somit mit einem äquivalenten, das heisst den Kosten des Rechts entsprechenden Pflicht für den Empfänger des Rechts verbunden werden, genauso wie ein Privileg niemals ohne von der profitierenden Person abzuleistenden Sonderleistung verliehen werden darf, da es sich sonst nicht um ein nachhaltiges Rechtssystem handelt, was dazu führt, dass die entstehenden, nicht durch den Verbraucher mit- oder abgetragenen Kosten des verliehenen Rechts die gesellschaftliche Struktur und Zusammenhalt immer mehr schwächen. Die Festlegung der abzuleistenden Pflicht oder Sonderleistung für ein Recht oder Privileg wird vom gesellschaftlichen Konsens oder durch den Staat bestimmt und sollte sich nach Möglichkeit immer an den Kosten des verliehenen Rechts orientieren.

- Ungerechtigkeit durch fehlende Untrennbarkeit von Recht und Pflicht in den westlichen Rentensystemen:

Auf unser nicht nachhaltiges und den jungen Leistungsträgern gegenüber ungerechtes Rentensystem bezogen heisst das zum Beispiel, dass das Recht eines jeden Einzelnen, mit 65 Jahren in Pension gehen zu dürfen und dann 30 Jahre lang auf Kosten anderer einen genussvollen Lebensabend zu schieben mit der entsprechenden familientechnischen und finanziellen Pflicht belegt werden muss, so dass die Gesellschaft dieses Recht auch längerfristig und über Generationen hinweg ertragen kann. Konkret wäre eine angemessene Pflicht für dieses Recht wohl entweder die nahezu vollständige Selbstfinanzierung der Pension oder die Zeugung mindestens zweier Kinder um die demographische Belastung der Überalterung der Gesellschaft abzufedern.

Würde man diese Pflicht nicht nach dem Verbraucherprinzip an jenes Recht koppeln, so wird unser heutiges Rentensystem irgendwann zusammenbrechen, da sich die Gesellschaft dieses Recht irgendwann nicht mehr leisten kann - das verliehene, bisherige Recht ist also nicht nachhaltig genug an eine den Kosten entsprechende Pflicht gebunden. Das Resultat wäre der Zusammenbruch des Sozialsystems und der übergenerationellen Solidarität, da die heutigen Jungen auf staatliche Rente komplett verzichten müssten und deshalb auch nicht einsehen werden, weshalb sie in ein zum Untergang verdammtes System einzahlen sollen.

Wer die Nachhaltigkeit eines verliehenen Rechts nicht berücksichtigt und somit die entstehenden Kosten für die Gesellschaft nicht durch eine entsprechende Pflicht für den Verbraucher des Rechts kompensiert, riskiert längerfristig die Stabilität des gesellschaftlichen Friedens.  

- Bezogen auf die Gleichberechtigung: 

Das gleiche Problem im ähnlichen Ausmass liegt bei der einseitigen Privilegierung der Frauen auf Kosten der Männer durch den modernen Staatsfeminismus und seine fatale Falschinterpretation der Begriffe Gleichberechtigung und Emanzipation vor. Diese beiden Konzepte werden zwar überall herumgeworfen, doch die damit beworbenen Massnahmen widersprechen dem Kern dieser Ideen.

So wird nun in der Schweiz daran gearbeitet, dass das Existenzminimum für geschiedene Unterhaltspflichtige angetastet werden darf und dass das gemeinsame Sorgerecht vom Wohlwollen der Mutter abhängig sein wird. Gleichzeitig werden Frauenquoten gefordert und Gleichstellung durchgesetzt, um die sogenannte "Emanzipation" der Frauen voranzutreiben während die gesetzlichen Pflichten des Mannes unangetastet bleiben.

Indem Frauen nun ständig weiter einseitig privilegiert werden, ohne dass sie dafür eine entsprechende Gegenleistung zu erbringen hätten und wenn Männer immer mehr entrechtet und mit einseitigen Pflichten in die Mangel genommen werden, dann verliert die Gesellschaft als Ganzes an struktureller Nachhaltigkeit, da Ungerechtigkeit und Unzufriedenheit unaufhörlich zunehmen.

Der Maskulismus versteht die Gleichberechtigung nicht ohne Gleichverpflichtung und das Recht auf Emanzipation nicht ohne die Pflicht zur Eigenverantwortung, so dass eine maskulistisch inspirierte Gesellschaft weniger gesetzliche und ideologische Willkür im staatlichen Handeln und somit weniger Anlass für Ungerechtigkeit und Unzufriedenheit aufweist im Vergleich zur feministisch geprägten Gegenwartsgesellschaft.

Untrennbarkeit von Gleichwertigkeit und Gleichberechtigung

Man kann die moralische Gleichwertigkeit der Menschen nicht ernsthaft vertreten, ohne auch Partei für die Gleichberechtigung der Geschlechter zu ergreifen. Denn wenn wir alle moralisch gleich viel wert sind, dann kann man nicht rational begründen, warum man bestimmten Gruppen von Menschen den Zugang zu den gleichen Rechten und Pflichten aus Prinzip verwehrt, ohne sich in Widersprüche zu verlieren. Denn wenn die Menschen moralisch gleich viel wert sind, warum sollten sie dann nicht ebenso den gleichen Zugang zu den gleichen Rechten haben dürfen? Jedes Rechtssystem welches zwar die moralische Gleichwertigkeit der Menschen zelebriert, aber diese nicht konsequent in Form des gleichen Zugangs zu gleichen Rechten durch die Erarbeitung gleicher Pflichten gewährt, würde von den benachteiligten Menschen lediglich als scheinheiliger Hohn empfunden werden.

Moralische Gleichwertigkeit liegt dann vor, wenn allen Menschen der gleiche Zugang zur Erarbeitung gleicher Rechte gewährt wird. Daraus ergibt sich, dass lediglich die Gleichberechtigung und mit ihr die Gleichverpflichtung diesem moralischen Ideal am nächsten kommt. Denn der endgültige Ausschluss bestimmter Menschengruppen von bestimmten Rechten ohne zumindest theoretische Möglichkeit diese zu erarbeiten, kann rational nur durch eine moralische Ungleichwertigkeit gerechtfertigt werden. 

Ein Mensch in Indonesien zum Beispiel ist nicht moralisch weniger als ein Schweizer wert, weil er nicht à la minute die schweizerische Nationalität erarbeiten kann. Denn es wäre ihm theoretisch möglich, in die Schweiz zu kommen, sich anzupassen, sich zu integrieren, sich zu assimilieren und so mit der Zeit das helvetische Bürgerrecht zu erarbeiten.

Wir werden weiter unten sehen, was es mit dem Wort "Zugang" in diesem Zusammenhang genau auf sich hat und wie sich die Wertigkeit einer Person jeweils aus einer Komponente auf der moralischen und auf einer separaten, 'meritokratischen' Ebene zusammensetzt.

- Zwei Ebenen der Wertigkeit des Menschen:

Die Wertigkeit eines Menschen besitzt zwei Komponenten. Die erste Komponente befindet sich auf der moralischen Ebene, während die zweite Komponente von seinem Leistungsvermögen, seinen Gruppenzugehörigkeiten (auch angeborene Eigenschaften wie Geschlecht und Talent wird hier berücksichtigt) und seinen Beziehungen bestimmt wird und sich auf einer sogenannten 'meritokratischen' Ebene befindet. Die moralische Ebene umfasst den ethischen Wert eines Menschen (im Sinne von Würde) unabhängig von seiner Physis, seiner Leistung, seinen Taten und seiner Psyche.

Der Wert des Menschen auf der moralischen Ebene ist Voraussetzung (und somit erfüllte Pflicht) dafür, dass dieser Mensch Zugang zu moralischen Rechten wie Menschenrechten und den Zugang zum Erwerb von politischen Rechten hat. Über diese hinausgehende, 'meritokratische' Rechte oder Privilegien müssen auf der meritokratischen Ebene durch die Erfüllung der entsprechenden Pflichten und Sonderleistungen erfüllt werden. Kriminelle Taten tangieren somit nicht den hier benutzten, moralischen Wert des Menschen, sondern seinen meritokratischer Wert und wird mit dem Entzug meritokratischer Rechte und Privilegien bestraft - er hat nachwievor das Recht auf einen fairen Prozess und auf die Achtung seiner Würde, was den trotz seiner schlechten Taten unverminderten moralischen Wert dieser Person reflektiert.

Der moralische Wert eines Menschen wurde in der Menschheitsgeschichte nachhaltig durch die christliche Moral gestärkt, welche im Rahmen der Aufklärung in Europa durch aufklärerische Philosophen wie Kant auf eine säkularisierte Basis gebracht wurde, da das Christentum in einer sich rasant urbanisierenden, technologisch voranschreitenden und industrialisierenden Gesellschaft immer mehr an Einfluss und Rückhalt verlor. Papst Ratzinger schrieb dazu im Buch "Ohne Wurzeln" (S. 81):

"In der Zeit der Aufklärung hat man versucht, die wesentlichen moralischen Normen so zu verstehen zu begründen, dass sie gelten würden, etsi Deus non daretur - auch für den Fall, dass es Gott nicht geben sollte. Im Gegeneinander der Konfessionen und in der heraufziehenden Krise des Gottesbildes wollte man die tragenden Werte der Moral aus den Widersprüchen heraushalten und für sie eine Evidenz suchen, [...] und so die Grundlagen des Zusammenlebens, die Grundlagen der Menschlichkeit überhaupt sicherstellen sollte."

"Auch das grandiose Bemühen Kants hat die nötige gemeinsame Gewissheit [= Evidenz für die Geltung christlich-westlicher Werte "ohne Gott"] nicht schaffen können. Kant hatte die Erkennbarkeit Gottes im Bereich der reinen Vernunft bestritten, aber Gott, Freiheit und Unsterblichkeit als Postulate der praktischen Vernunft dargestellt, ohne die seine Einsicht nach konsequenterweise sittliches Handeln nicht möglich schien."

Dies sieht man auch gut daran, dass das Gedankengut der französischen Revolution im Evangelium wurzelt (Ratzinger, Ohne Wurzeln, S. 105):

"Würde und Selbstbestimmung der Person, Brüderlichkeit zwischen den Menschen, die fehlenden Unterschiede in der Humanität - drei Werte des Evangeliums - haben sich in jene Dreiheit von "liberté, fraternité, égalité" verwandelt, die, [...] auch christliche Werte sind."

Gerade Immanuel Kant ging es nicht darum, die christliche Moral abzulösen, sondern sie auf eine allgemein gültige, zusätzlich nicht religiöse Basis zu stellen, so dass sie den schwindenden Einfluss des Christentums überleben würde, da sie von ihm und anderen Philosophen als erstrebenswerter galt, als alle anderen Moralsysteme auf diesem Planeten. Wir verdanken also gerade der europäischen Aufklärung das Fortleben abgewandelter, christlicher Moral in Form säkularisierter Rechtssysteme, so dass die pauschale Verteuflung und Ablehnung der Aufklärung und der französischen Revolution, und die daraus sich entwickelnden, heutigen Konzepte der Gleichberechtigung und Gleichwertigkeit der Menschen und der beiden Geschlechter (welche zumindest als Idee bis auf Plato zurückgeht), gerade auch aus christlicher Sicht infantiler Unsinn ist.

Dass die Selbstevidenz der moralischen Gleichwertigkeit der Menschen und die sich daraus ableitenden Rechte auch anderen deutlich ist, sieht man an folgendem, berühmtem Satz aus der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung, welcher auf christlich-aufklärerischem Gedankengut basiert:

"We hold these truths to be self-evident, that all men are created equal, that they are endowed by their Creator with certain unalienable Rights, that among these are Life, Liberty, and the pursuit of Happiness."

Sicherlich sind gewisse Auswüchse und Missbräuche aufklärerischen Gedankenguts zu kritisieren, doch die christlich geprägte Aufklärung und die Französische Revolution komplett abzulehnen, heisst nichts weniger als sich dem Evangelium selbst zu verweigern, wie aus dem Zitat von Papst Ratzinger klar hervor geht. 

Der Wert des Menschen auf der moralischen Ebene ist die Grundlage für den Besitz von moralischen Rechten wie Menschenrechte und den generellen Zugang zur Erarbeitung beliebiger Rechte durch Ableistung entsprechender Pflichten. Über die politischen und moralischen hinausgehenden, meritokratischen Rechte ("Privilegien") müssen auf der meritokratischen Ebene durch Sonderleistungen verdient werden - dieser Weg soll jedoch allen Menschen aufgrund ihres moralisch gleichen Wertes offen stehen. Welche meritokratischen Rechte sich ein Individuum zusätzlich zu seinen moralischen Rechten verdient, soll primär in seiner Eigenverantwortung liegen und nicht von der Gruppenzugehörigkeit abhängen.

- Die mittelfristige Alternativlosigkeit der moralischen Gleichwertigkeit der Menschen:

Die moralische Gleichwertigkeit der Menschen erkennt an, dass jeder Mensch unabhängig von meritokratischen Eigenschaften wie Geschlecht, Gruppenzugehörigkeit und Leistungsvermögen einen separaten, gleich grossen, ethischen Wert aufweist. Wer diesen simplen Sachverhalt ablehnt, begibt sich auf gefährliches Gebiet. Denn wenn die Person A die moralische Gleichwertigkeit der Menschen aus welchen Gründen auch immer ablehnt (sich selbst selbstverständlich jedoch einen höheren moralischen Wert zuspricht), was hält andere Ideologen dann davon ab, sich eine neue Weltanschauung zu zimmern, welche der Person A ihren moralischen Wert aberkennt?

Eine Person mag zwar kurzfristigen Gewinn daraus ziehen, sich moralisch als mehr wert darzustellen als andere Menschen (und damit die Unterordnung anderer zu rechtfertigen), aber mittelfristig wird er in Panik leben müssen, dass die Gespenster die er rief, seinen eigenen Untergang herbeiführen und ihm mehr Schaden zufügen können, als er effektiv an Gewinn erlangt hat. Spätestens dann, wenn diese Person altersschwach und senil im Altersheim lebt und auf die Hilfe anderer angewiesen ist, wird sie froh sein, wenn alle Menschen unabhängig von meritokratischen Eigenheiten einen moralisch gleichen Wert aufweisen - und er somit nicht auf die Strasse geworfen wird, weil er für die Gesellschaft zusehends nur noch eine Belastung darstellt.

Wer aber den moralischen Wert eines Menschen von meritokratischen Eigenschaften wie Geschlecht, Gruppenzugehörigkeit und Leistungsvermögen abhängig macht, der öffnet solchen Schrecklichkeiten wie der Euthanasie und dem Holocaust Tür und Tor. Schliesslich ging auch die Vernichtung von Behinderten und von Juden mit den moralischen Begründungen einher, dass es sich um "unwertes Leben" und "Untermenschen" handeln würde - und das alleine, weil sie meritokratisch entweder ein anderes Leistungsvermögen aufwiesen oder einer anderen Gruppe angehörten. Auch Abtreibung wird auf ähnliche Weise gerechtfertigt, indem dem Fötus aufgrund äusserer Merkmale einen niedrigeren Wert zugestanden wird, als jener der abtreibenden Mutter - schliesslich sei es "ihr Bauch" und der Fötus somit der Mutter moralisch untergeordnet.

Aus christlicher Sicht kann man nicht mit den rechtlichen Gepflogenheit des Mittelalters und der frühen Neuzeit vor der französischen Revolution gegen die Gleichwertigkeit (und somit dadurch auch konsequenter Weise gegen die Gleichberechtigung) der Menschen argumentieren, denn Jesus sagte, dass Christen zwar IN dieser Welt, jedoch nicht VON dieser Welt sein sollen (siehe hier unter "The Scripture Verses"). Das heisst so viel wie, dass sich die christliche Lehre der moralischen Gleichwertigkeit der Menschen nicht althergebrachten Gepflogenheiten und Gewöhnlichkeiten weltlicher Art unterzuordnen hat (was anschliessend leider doch geschah, siehe unten).

Manche mögen zur Rechtfertigung der Ungleichwertigkeit der Geschlechter den Paulus von Tarsus zitieren, welcher in einem seiner Briefe schrieb, dass Frauen sich den Männern unterzuordnen hätten. Doch dies ist lediglich Paulus - Jesus liess zu seiner Lebzeit in seinem Umgang mit Männern und Frauen nicht erkennen, dass in seiner Weltanschauung sich Frauen gefälligst immer den Männern unterzuordnen hätten, was von vielen Theologen bestätigt wird (siehe Alvin J. Schmidt: "How Christianity changed the World").

Die bis vor kurzem propagierte Ungleichwertigkeit der Geschlechter in der katholischen Morallehre liegt vielmehr darin begründet, dass der Katholizismus erheblich von altrömischen Gepflogenheiten geprägt wurde und somit eine partielle Verweltlichung des christlichen egalitaristischen Ideals darstellt. Schliesslich machte Kaiser Theodosius die katholische Kirche im Jahr 392 n. Chr. zur römischen Staatskirche, was dazu führte, dass unzählige, lediglich oberflächlich christianisierte Karrieristen (die meistens nicht einmal die Bibel gelesen hatten) mit dem für die altrömische und altgriechische Antike typischen Geschlechterbildern und gesellschaftlichen Normen die Ränge der Kirche füllten (dies deckt sich mit der Tatsache, dass bei den Frühchristen auch Frauen bedeutende kirchliche Ämter und Verantwortung übernommen hatten - was sogar von Paulus von Tarsus indirekt im Römerbrief bestätigt wird). Diese "Romanisierung" war vermutlich auch die Ursache für den inneren moralischen Verfall der katholischen Kirche (Simonie, etc.), welcher bis zu den ersten, von den Klöstern ausgehenden Reformbewegungen und der Gegenreformation anhielt.

Die eindrucksvolle Entwicklung der Geschlechterbilder im Christentum und in der katholischen Kirche kann man in der Apologetenschrift "How Christianity changed the World" von Alvin J. Schmidt nachlesen.

Längerfristig und rational betrachtet ist die Anerkennung der moralischen Gleichwertigkeit der Menschen alternativlos aus der Sicht des durchschnittlichen Individuums, da ihn die längerfristigen, persönlichen Folgen einer Ungleichwertigkeit zwangsläufig mehr schaden als der kurzfristige Nutzen an Gewinn abwirft.

- Meritokratische und moralische Gleichbehandlung: 

Mit der bewusst gewählten Floskel "Zugang zu den gleichen Rechten" ist somit im Bezug auf die Gleichberechtigung gemeint, dass wegen der bereits ausgeführten Alternativlosigkeit der moralischen Gleichwertigkeit der Menschen es allen Männern und Frauen gewährt werden muss, sich die gleichen Rechte durch die Erfüllung der entsprechenden Pflichten zu erarbeiten. 

Da weder Männer noch Frauen deshalb von Natur aus moralisch weniger wert sind, können beide nicht aus moralischen Gründen von der Akquisition eines Rechts ausgeschlossen werden - doch Personen können gerechterweise vom Besitz eines meritokratischen Rechts ausgeschlossen werden, wenn sie dieses Recht nicht durch die Abarbeitung der entsprechenden Pflicht verdient haben. Dabei muss unterschieden werden zwischen den Rechten auf der moralischen und auf der meritokratischen Ebene. 

Die erste Gruppe von moralischen Rechten verdient sich ein Mensch durch seine blosse Existenz (Menschenrechte) und durch seine moralische Gleichwertigkeit (Anrecht auf einen fairen Prozess, gleichberechtigter Zugang zur möglichen Erwirtschaftung von Rechten für sich selber, etc.), wobei wohl auch eine kulturell westlich geprägte Loyalität für diese beiden Rechte als erfüllte Pflicht verlangt werden könnte. Die zweite, davon unabhängige Gruppe von meritokratischen Rechten verdient sich ein Individuum zusätzlich neben den Früchten der moralischen Ebene. So wird zum Beispiel das Recht ein Auto fahren zu dürfen durch die Pflicht, Auto fahren zu lernen und eine Fahrprüfung zu bestehen, verdient.

Der Besitzer eines Führerausweises wird zwar auf dem ersten Blick vom Staat anders behandelt, als jemand, der kein Auto fahren darf, doch da beide Personen sich prinzipiell den Führerschein erarbeiten können, werden sie zwar meritokratisch, jedoch nicht moralisch ungleich behandelt, so dass die Gleichwertigkeit und die Gleichberechtigung der Menschen nicht verletzt wurde. Genauso verhält es sich mit der Bestrafung eines Kriminellen, der durch die nicht erfüllte Pflicht zur Gesetzestreue auf einige seiner Grundrechte für eine gewisse Zeit verzichten muss. Zwar wird der Kriminelle vom Staat gegenüber einem unbescholtenen Bürger auf der meritokratischen Ebene ungleich behandelt, doch die moralische Gleichwertigkeit beider Personen (und somit die Grundlage zur Gleichberechtigung) ist nachwievor gegeben, da der Kriminelle einerseits genauso die Möglichkeit hatte, sich seine kompletten Grundrechte durch Gesetzestreue zu erarbeiten und ihm andererseits diese Möglichkeit durch eine temporäre Bestrafung nicht endgültig weggenommen wird.

Somit kann das Prinzip der Gleichbehandlung (und somit die Gleichwertigkeit und Gleichberechtigung) aller Menschen nicht als widersprüchlich und absurd bezeichnet werden, indem man auf die ungleichmässige Verteilung von Führerscheinen, Strafen und die Ungleichbehandlung von Kindern und Erwachsenen hinweist, da diese oberflächliche Ungleichbehandlung auf der meritokratischen Ebene stattfindet und nicht einer Ungleichbehandlung auf der moralischen Ebene gleich kommt. Es ist somit für die Gerechtigkeit nicht nötig, dass alle immer das Gleiche haben und überall zu jeder Zeit tatsächlich gleich behandelt werden (meritokratische Gleichbehandlung oder Gleichheit), sondern dass man jedem Mensch den gleichen Zugang zur Erarbeitung von Rechten - und somit die moralische Gleichbehandlung - gewährt und sie nicht prinzipiell davon ausschliesst. Frauenquoten zum Beispiel erfüllen dieses Kriterium der moralischen Gleichbehandlung aus naheliegenden Gründen nicht und stellen somit die moralische Gleichwertigkeit von Männern und Frauen in Frage.

Somit ist die Vormundschaft von Kindern, das Verbieten des Autofahrens für Leute ohne Führerschein und die Bestrafung von Kriminellen eine legitime Ungleichbehandlung, da sie lediglich temporär auf der meritokratischen Ebene erfolgt und nicht eine prinzipielle, endgültige Blockierung der Erarbeitung von Rechten darstellt. Man kann deshalb mit solchen temporären, (meritokratischen) Formen der Ungleichbehandlung auch nicht eine rechtliche Unterordnung der Frauen unter den Männern oder umgekehrt rechtfertigen, da diese Unterordnung der einen Gruppe endgültig und nicht nur temporär daran hindern würde, sich Rechte im gleichen Mass wie die andere Gruppe zu erarbeiten - was nicht nur einer meritokratischen, sondern vor allem auch einer moralischen Ungleichbehandlung entspräche, denn man würde die eine Gruppe alleine aufgrund ihrer Gruppenzugehörigkeit die Erarbeitung gewisser Rechte vorenthalten, welche wiederum nur durch eine (moralische) Ungleichwertigkeit rational begründet werden kann.

Denn verallgemeinernd für eine bestimmte Gruppe zu behaupten, dass sie in der Tendenz in einem Aufgabenbereich schlechter abschneiden und somit dort aus Prinzip nicht zugelassen werden sollen versperrt talentierten Individuen dieser Gruppe die Möglichkeit sich zu beweisen, verschliesst der Gesellschaft Potential und reduziert das Individuum auf seine Gruppenzugehörigkeit, was einer schrittweise Entmenschlichung und Entwürdigung des Einzelnen gleich kommt - die wiederum einer moralischen Entwertung des Menschen entspricht. Somit stellt ein prinzipieller Ausschluss einer gesamten Gruppe alleine aufgrund einer generalisierten Leistungstendenz immer eine Begründung basierend auf moralische Ungleichwertigkeit dar - oder einfacher ausgedrückt: Es ist ungerecht, einen Menschen mit anderen alleine aufgrund von Gruppenzugehörigkeit in einen Topf zu werfen.

Schliesslich wehren wir uns ja auch gegen den feministischen Ausspruch, dass alle Männer Vergewaltiger seien, denn wir wollen nicht durch die verächtlichen Taten einzelner Männer abgestempelt werden. Dies entspräche einer entwertenden Schubladisierung, welche das Individuum ohne Möglichkeit sich zu wehren über die Leistungen anderer statt seiner eigenen definiert. Es fällt uns also leicht, anzuerkennen, dass es nichts Entwürdigenderes und Entwertenderes gibt, als nicht nach seinen eigenen, sondern nach den (nicht selten unterstellten) Taten, Eigenheiten und Leistungen anderer beurteilt zu werden.

Die Erkenntnis, dass rechtliche Hierarchien immer auch mit moralischen Wertigkeitshierarchien zusammenhängen, deckt sich mit mittelalterlichen Begründungen für die rechtlich niedrigere Stellung der Frau unter dem Mann*, welche neben einer unterstellten überemotionalen Irrationalität immer auch mit einer moralischen Geringschätzung und Unzulänglichkeit der Frau gerechtfertigt wurde. Auch in der Gegenwart wird die rechtliche und juristische Benachteiligung des Mannes gegenüber der Frau mit der moralischen Verdorbenheit und Unzuverlässigkeit des Mannes gegenüber der reinen und unschuldigen Frau gerechtfertigt. Selbst Abtreibungen werden zunächst rein mechanisch gerechtfertigt, indem das Kind zu einem für die Mutter "ungünstigen" Zeitpunkt käme - um anschliessend gemeinsam mit einer moralischen Ungleichwertigkeit zwischen Mutter und werdendem Kind die Tötung zu rechtfertigen. Hierarchistische Denksysteme mit ihren zunächst rein funktionalen Rechtfertigungen wie in diesen drei Beispielen beschrieben existier(t)en somit niemals unabhängig von mit ihnen zusammenhängenden moralischen Hierarchien, welche den herrschenden Ideologen als Teil der Rechtfertigung der Benachteiligung bestimmter Gruppen dient(e).

Somit brechen auch rein funktional gehaltene Rechtfertigungen für den prinzipiellen, endgültigen Ausschluss von ganzen Gruppen von der Erarbeitung bestimmter Rechte immer mit der moralischen Gleichwertigkeit der Menschen.

Die Idee der moralischen Gleichbehandlung und Gleichwertigkeit und somit des gleichen Zugangs zur Erarbeitung von Rechten existiert somit nur dann unabhängig vom meritokratischen Wert oder Behandlung einer Person, sofern die meritokratische Ungleichbehandlung nicht endgültig ist und somit das Individuum die Chance erhält sich Rechte durch Pflichten zu erarbeiten. Dies liegt nicht vor, wenn die meritokratische Ungleichbehandlung an Gruppenzugehörigkeit geknüpft ist, was das betroffene Individuum für immer von der Erarbeitung von Rechten des für ihn verschlossenen Gebiets ausschliessen würde. 

* (Wobei man gerade wenn es um die mittelalterlichen Gesellschaften geht, nicht vergessen darf, dass diese auch aufgrund äusserer Sachzwänge keine andere Wahl hatten, als beiden Geschlechtern straffe Rollen vorzuschreiben. Doch da diese äusseren Sachzwänge (hohe Kindersterblichkeit, niedrige Lebenserwartung, etc.) heutzutage nicht mehr vorliegen, kann ein vom Staat erzwungenes, traditionalistisches Rollenbild und somit eine rechtliche Niedrigstellung der Frau unter dem Mann nicht mehr damit gerechtfertigt werden.)

Über die Präferenz für ein rechtliches System

Das Gesetz wurde erfunden, um eine bestimmte Art von Gerechtigkeit eine durchsetzungsfähige Basis zu geben. Doch nicht jedes Gesetzessystem ist gleich sinnvoll oder gleich gerecht. Manche Gesetze widersprechen sich gegenseitig, andere stehen im offenen Widerspruch zum gesellschaftlichen Umfeld oder passen philosophisch oder kulturell nicht zu einem Land. Mit diesen Reibungspunkten gehen nicht selten auch kollidierende Vorstellungen von Gerechtigkeit einher, die man bei der Wahl und der Ausgestaltung des Gesetzes berücksichtigen muss.

Vor diesem Hintergrund ist aus Gründen der Logik jenes Rechtssystem (oder Gesetzessammlung) zu bevorzugen, welches in sich selbst und in seinem kulturellen, philosophischen und gesellschaftlichen Gesamtkontext am wenigsten Widersprüche aufweist, denn diese sind immer eine Quelle von Ungerechtigkeit und somit gesellschaftlicher Instabilität. 

Dies wird deutlich, wenn wir uns zum einen die feministisch geprägte Gegenwart und zum anderen das geforderte Geschlechterwesen im traditionalistischen Hierarchismus anschauen.

- Das typische Rechtssystem der feministischen Gegenwart: 

Die feministische Gegenwart ist durch den Staatsfeminismus geprägt, welche immer mehr einseitige Privilegien der Frauen auf Kosten der Männer und der Gesellschaft als Ganzes durchzusetzen versucht. Gleichzeitig wird Gleichberechtigung falsch als eine Einbahnstrasse von Männern zu Frauen interpretiert und so nicht nur systematisch die männliche Seite der Gleichberechtigung ausgeklammert, sondern darunter wird auch lediglich die Ermächtigung und Privilegierung der Frauen verstanden. Nicht als eine Aufforderung, im Sinne gleicher Rechte und Pflichten die wahre Emanzipation aus eigener Kraft und ohne fremde Krücken anzustreben.

Im Zuge dieser gesamtwestlichen Trends wurden unzählige Rechtsbrüche, innerhalb der Verfassungen widersprüchliche Artikel und Massnahmen etabliert, welche im Volk selber auf Befremden stossen, von Rechtswissenschaftlern und Philosophen kritisiert werden und zunehmend antiwestliche, totalitäre Züge annehmen. Zwar versucht man klaffende Widersprüche mit totalitär angehauchten Recht-vor-Recht-Konstruktionen zu kaschieren - dies kann jedoch nicht über die ethischen Inkompatibilitäten zwischen einzelnen Artikeln innerhalb der Verfassung hinwegtäuschen.

Dazu gehören eklatante Widersprüche in sich selber (ungleiches Rentenalter, Wehrpflicht nur für Männer, etc.) aufweist, männerdiskriminierende Massnahmen hervorbringt (siehe Unterhaltsrecht und allgemein der Staatsfeminismus), zunehmend von immer mehr Leuten als ungerecht empfunden wird (siehe die rasant wachsende Männerrechtsbewegung), übergeordnete Rechtssysteme ohne Konsequenzen bricht (siehe dazu das verschleppte gemeinsame Sorgerecht oder der straflose Kindesentzug), die biologische Verschiedenartigkeit der Geschlechter leugnet (Gender Mainstreaming) und somit unsere lange kulturelle Tradition der rationalen, unideologischen Betrachtung der Natur und der westlichen Idee der Gleichwertigkeit und Freiheit der Menschen zuwiderläuft.

Das typische Rechtssystem der feministischen Gegenwart weist enorme Widersprüche auf und somit zahllose Quellen für Ungerechtigkeit. Die Präferenz für dieses System gegenüber anderen kann deshalb nur gering ausfallen - was den Korrekturbedarf deutlich aufzeigt.

- Das geforderte Rechtssystem des Hierarchismus: 

Wenn nun wie es die traditionalistischen Hierarchisten fordern, Frauen rechtlich den Männern untergeordnet werden, verstossen wir nicht nur gegen die lange kulturelle Tradition der Gleichwertigkeit der Menschen im Westen, sondern solch ein Geschlechterwesen verstösst auch massiv gegen das Gerechtigkeitsempfinden einer grossen Mehrheit in einem christlich geprägten Europa, das seine Frauen schon immer besser behandelt hat, als die araboislamischen und chinesischen Kulturen, wie man in den Büchern "The European Miracle", "How Christianity changed the World" und "The Rise of Christianity" nachlesen kann. Nur schon bei der versuchten Umsetzung dieser Wahnidee gäbe es gewaltige, unüberwindbare Probleme in Sachen gesellschaftliche Akzeptanz und zahlloser, offener Widersprüche, so dass diese Ansicht keine Aussicht auf Erfolg im Westen hat.

Der Hierarchismus weist gewaltiges Widerspruchspotenzial auf und wiese somit nur eine sehr geringe Präferenz gegenüber allen anderen Rechtssystemen auf. 

- Das maskulistisch inspirierte Rechtssystem: 

Indem Gleichberechtigung im maskulistischen Sinne umgesetzt und die Geschlechterpolitik abgeschafft würde, gäbe es wesentlich weniger Widersprüche als in den beiden vorherigen Fällen. Die Gleichwertigkeit der Menschen würde endlich konsequent auf gesetzlicher Ebene durchgesetzt werden, genauso wie die Gleichbehandlung und die Gleichberechtigung der beiden Geschlechter. Während das Recht der Frauen wählen, studieren und arbeiten gehen zu dürfen nicht angetastet werden würden, werden die rechtlichen Diskriminierungen der Männer und die vom Feminismus versursachten Widersprüche im Gesetz ausgemerzt.

Statt dass also rechtliche Widersprüche aufrechterhalten oder gar ausgeweitet werden (wie in den ersten beiden Fällen), werden im Maskulismus Widersprüche im Gesetz und in seiner Anwendung beseitigt. Das vom Maskulismus geforderte Rechtssystem ist also aus Gründen der Logik in jedem Fall zu bevorzugen gegenüber feministischen und hierarchistischen Positionen.

Anwendung dieser Prinzipien im Maskulismus

Gleichwertigkeit bedeutet somit im Maskulismus, dass die Menschen einen von Geschlecht, Leistungsvermögen und Erreichtem unabhängigen, ethisch und moralisch gleichen Wert haben, welcher sich im Lauf des Lebens nicht vermindert, unabhängig von den Taten einer Person in ihrem Leben. Männer und Frauen sind somit moralisch gleichwertig und besitzen somit von der Zeugung bis zum Tod den gleichen moralischen Wert. Wie wir gesehen haben und noch sehen werden, beruht diese Erkenntnis auf mehreren tausend Jahren christlich-westliche Kulturgeschichte (auch wenn die Umsetzung aufgrund äusserer Sachzwänge graduell und erst mit der Zeit zunehmend vollständig umgesetzt wurde).

Gleichwertigkeit bedeutet nicht, dass die Menschen qua Leistung, qua Hierarchie oder qua Potential gleichwertig oder gleich sind oder sein sollen, sondern dass sie lediglich einen immateriell gleichen Wert aufweisen und dass dieser gleiche Wert im Regelfall unbedingt zu berücksichtigen ist.

Da Männer und Frauen über einen moralisch gleichen Wert unabhängig von meritokratischen Eigenschaften verfügen, kann ihnen nicht a priori der Zugang zur Erarbeitung gleicher Rechte durch gleiche Pflichten verwehrt werden, ohne dabei die moralische Gleichwertigkeit der Menschen in Frage zu stellen, wie wir bereits gesehen haben. Moralische Gleichwertigkeit ist also untrennbar mit Gleichberechtigung verbunden, in dem Sinne, dass unter Gleichberechtigung verstanden wird, dass sich alle Menschen die gleichen Rechte erarbeiten können und dass sie aufgrund ihres moralisch gleichen Wertes sogenannte unveräusserliche, moralische Rechte wie Menschenrechte und das Recht auf einen fairen Prozess besitzen.

Gleichberechtigung heisst somit nicht, dass alle Menschen immer und überall automatisch die gleichen meritokratischen Rechte besitzen müssen oder sollen, sondern dass man es ihnen allen gleichmässig gewährt, nach gleichen Massstäben gleiche Rechte zu erarbeiten und zu besitzen.

Gleichverpflichtung bedeutet, dass man allen Menschen bei der Erarbeitung von gleichen Rechten im Regelfall die gleichen Pflichten vorsetzt, sprich, dass man keine Menschengruppen von vornherein bevorzugt oder benachteiligt, indem man für sie die abzuleistenden Pflichten verringert oder verschlimmert. Männer und Frauen dürfen somit nicht einseitig bevorzugt oder benachteiligt werden, wenn es um die Erarbeitung von Rechten in unserer Gesellschaft geht, da sonst wiederum moralische Hierarchien gebildet werden, welche der moralischen Gleichwertigkeit der Menschen widersprechen. Moralische Rechte besitzt ein Mensch aufgrund der durch seine blosse Existenz bereits erfüllten Pflicht, am Leben zu sein, so dass Menschenrechte oder das Recht auf gesonderte Hilfe für Invalide automatisch erarbeitet wurde. Auch das Recht auf Pflege durch andere ist unter anderem geknüpft an der Pflicht tatsächlich erkrankt zu sein.

Gleichverpflichtung bedeutet nicht, dass alle Menschen dauerhaft oder lediglich die gleichen Pflichten haben sollen, sondern ist immer geknüpft an Gleichberechtigung, da kein Recht ohne eine Pflicht existieren kann oder umgekehrt, ohne die gesellschaftliche Struktur auf absehbare Zeit hin zu schwächen.

Gleichbehandlung hat in diesem Zusammenhang die Bedeutung, dass alle Menschen die gleichen Rechte durch die gleichen Pflichten erarbeiten können und dass weder bei den Rechten noch bei den Pflichten in Abhängigkeit der betroffenen Person diese Regel gebrochen wird.

Gleichbehandlung heisst nicht, dass Menschen immer und in jeder Situation gleichbehandelt werden müssen (meritokratische Gleichbehandlung), sondern umfasst im Wesentlichen die moralische Gleichbehandlung, sprich, dass man allen Menschen den Zugang zu gleichen Rechten durch die Ableistung gleicher Pflichten gewährt und sie dahingehend gleich behandelt. Ein Kind somit ungleich zu behandeln wie eine erwachsene Person stellt daher keine Verletzung der moralischen Gleichbehandlung dar, da das Kind noch nicht alle Pflichten abgeleistet hat, um das Recht zu erwerben, wie ein Erwachsener behandelt zu werden und da das Kind nicht davon ausgeschlossen wird, durch das Älterwerden schlussendlich doch die Rechte eines Erwachsenen zu erwerben.

Durch die Berücksichtigung der drei besprochenen Prinzipien in den Verfassungen Europas reduziert sich die Anzahl hastig zu kaschierender Widersprüche innerhalb derselben und zwischen ihnen und dem gesellschaftlichen und kulturellen Umfeld erheblich, so dass nur schon aus logischen Überlegungen heraus die maskulistische Perspektive zu bevorzugen ist.

Abzulehnende Standpunkte

Einseitige Interpretationen und die Weigerung, die bisher beschriebenen Sachverhalte anzuerkennen, führen zu gesellschaftlichen Missständen und Ungerechtigkeiten. Man kann diese dafür verantwortlichen Haltungen in vier Gruppen einteilen, welche allesamt aus maskulistischer Sicht rigoros abzulehnen sind:

Die erste Gruppe lehnt die moralische Gleichwertigkeit der Menschen komplett ab. Abgesehen davon, dass diese Haltung im Widerspruch zu mehr als 2000 Jahren christlicher Moral und diagonal zum modernen, gesellschaftlichen Empfinden steht, kann die Männerrechtsbewegung mit so einer Einstellung nicht funktionieren, denn weshalb sollte man sich für die Rechte anderer einsetzen, wenn deren moralisch gleicher Wert so oder so nicht anerkannt wird? Und wenn man nur die moralische Gleichwertigkeit einer bestimmten Menschengruppe nicht anerkennt, der lässt lediglich Willkür walten, denn wenn einerseits der moralische Wert einer Person unabhängig von ihrem Leistungsvermögen und Gruppenzugehörigkeit ist, könnten beliebige Gruppen moralisch herabgestuft werden - knüpft man andererseits Leistungsvermögen oder Gruppenzugehörigkeit direkt an einen moralischen Wert, so begibt man sich in nationalsozialistische Gefilden mit allen daraus sich ergebenden historischen Konsequenzen.

Es lässt sich aus einer allfälligen, meritokratischen Überlegenheit keine moralische Überlegenheit ableiten oder wäre ein Mensch plötzlich moralisch mehr wert, nur weil er mehr verdient als der Durchschnitt? Deshalb pflegen wir ja auch Alte, Kranke und Behinderte - nicht weil sie meritokratisch gleich viel zu leisten vermögen und somit gleich viel meritokratisch wert sind wie gesunde Menschen, sondern weil die westliche Kultur dem Menschen unabhängig von seiner Leistung einen moralisch gleichen Wert zuspricht. Dies abzulehnen entspricht lediglich einem infantilen, falsch verallgemeinerten Überlegenheitsdünkel.

Und nebenbei kann man mit dieser Einstellung nicht rational gegen Abtreibungen argumentieren, geschweige denn widerspruchslos christliche Moral vertreten, welche jedem Menschen unabhängig von seinen Eigenheiten einen gleichen Wert zuspricht. Denn wenn der moralische Wert eines Menschen an seinem Leistungsvermögen oder am Ausmass von Rationalität geknüpft würde, dann müssten wir um nicht willkürlich oder widersprüchlich zu argumentieren dem ungeborenen Kind, dem schwächsten und verletzlichsten aller Wesen, so gut wie gar keinen moralischen Wert zu sprechen - moralische Hierarchien zwischen Menschen und die Ablehnung von Abtreibungen sind somit logischerweise völlig unvereinbar.

Die zweite Gruppe akzeptiert zwar pro forma die moralische Gleichwertigkeit der Menschen, lehnt jedoch eine Gleichberechtigung der Menschen und der Geschlechter konsequent ab. Dies ist eine zutiefst widersprüchliche und heuchlerische Haltung. Denn wenn man die Menschen einerseits als moralisch gleichwertig einstuft, ihnen jedoch aus Prinzip nicht den Zugang zur Erarbeitung gleicher Rechte durch die Ableistung entsprechender Pflichten erlaubt, muss zwangsläufig auf moralische Hierarchien zur rationalen Rechtfertigung zurückgreifen, wie wir bei der Besprechung der Untrennbarkeit von Gleichwertigkeit und Gleichberechtigung gesehen haben. Diese Haltung ist somit scheinheilig und widersprüchlich, denn weshalb sollte man bei Menschen den gleichen moralisch Wert anerkennen, dann aber lediglich einen ungleichen Zugang zur Erarbeitung von Rechten erlauben?

Wenn wir unter moralischer Gleichwertigkeit verstehen, dass jeder moralisch gleichwertige Mensch durch seine Existenz einerseits Menschenrechte besitzt und andererseits den Zugang zur Erarbeitung von Rechten gewährt werden muss, dann können bestimmte Menschengruppen nicht aus Prinzip von Rechten ausgeschlossen werden, ohne der moralische Gleichwertigkeit zu widersprechen. Definiert man die moralische Gleichwertigkeit jedoch so um, dass damit nicht untrennbar Menschenrechte, politische Rechte und die Erarbeitung von darüber hinausgehenden Rechten einhergehen, so öffnet man Willkür und Missbrauch Tür und Tor.

Die dritte Gruppe stellt sich zwar gerne so dar, als dass sie die moralische Gleichwertigkeit und die daraus folgende Gleichberechtigung akzeptieren würden, doch beide werden nicht konsequent von dieser Gruppe für alle Menschen angewendet. Dies erkennt man zum Beispiel partiell bei den SVP Frauen, welche zwar die Gleichberechtigung akzeptieren, jedoch eine Wehrpflicht für Frauen als "Gleichmacherei" ablehnen - als ob eine Frau plötzlich keine Frau mehr wäre, wenn sie auch einmal wie in Israel einen militärischen Zwangsdienst für den Staat leisten müsste.

So wird zwar die Gleichwertigkeit und die "Gleichberechtigung der Frauen" forciert (obwohl die Begriffe Gleichwertigkeit und Gleichberechtigung immer die Gesamtheit aller Menschen einschliessen, niemals nur eine Teilgruppe davon), jedoch nicht jene von Männern dort, wo es nötig wäre. Doch lediglich einseitig durchgesetzte "Gleichwertigkeit" und "Gleichberechtigung" sind keine und haben nichts mit konsequenter, richtiger moralischer Gleichwertigkeit und wahrer Gleichberechtigung zu tun, da man nicht die Rechte von einer Teilgruppe berücksichtigen, jene der anderen vernachlässigen oder gar einschränken und dies alles dann noch allen Ernstes gleichberechtigt oder gleichwertig nennen kann, ohne sich lächerlich zu machen. Somit kann auch der verderbende Einfluss des Feminismus nicht mit der unvollständig umgesetzten "Gleichberechtigung" gemeinsam und verbindend abgelehnt werden, da es bisher noch keine Gleichberechtigung gibt.

Die vierte Gruppe benutzt Wörter wie Gleichstellung und Gleichheit um Gleichwertigkeit und die Gleichberechtigung zu beschreiben ohne zu merken, dass Gleichstellung im staatsfeministischen Sinne eine Erzwingung von Gleichstand auf der meritokratischen Ebene bedeutet und diese durch eine Ungleichberechtigung und moralisch Ungleichwertigkeit erzielt wird (abgesehen davon, dass eine meritokratische Gleichheit wegen der Unterschiedlichkeit der Menschen niemals erreicht werden kann).

Bestes Beispiel dafür sind Frauenquoten, welche ein Paradebeispiel für eine künstlich herbeigeführte, moralischen Hierarchie von Menschen darstellt, da Frauen durch Quoten gegenüber Männern als förderungswerter eingestuft werden, während diese auch in Bereichen, in denen Männern untervertreten sind, sich gefälligst aus eigener Kraft und ohne fremde Hilfe hocharbeiten sollen - es wird zwar rein funktional argumentiert, dass Frauen in einem Bereich untervertreten seien (was an sich auch kein akzeptables Argument wäre, da Geschlechterverteilung an sich noch kein genügender Beweis für Diskriminierung ist), doch angesichts der einseitigen, partikularistischen Anwendung der Quote schwingt immer auch eine moralische Abwertung des männlichen Geschlechts mit. Doch moralische Hierarchien führen zu gesellschaftlichen Spannungen, rechtfertigen vermeintlich die Willkür von Behörden und Institutionen wie wir es tagtäglich mit dem Staatsfeminismus erleben und sind deshalb gefährlich und abzulehnen. Offensichtlich werden Frauen also als moralisch mehr wert eingestuft, dass man nur ihnen auf diese einseitige Art und Weise unter die Arme greift.

Dieses Prinzip trifft auf die gesamte Frauenförderung im Westen zu, welche systematisch versucht, moralisch als höherwertig betrachtete Frauen direkt oder indirekt auf Kosten moralisch als minderwertig eingestufter Männer zu fördern, obwohl Männer in gewissen Bereichen der Frauenförderung härter betroffen sind, wie zum Beispiel bei der Obdachlosenhilfe nur für Frauen, obwohl es um einiges mehr männliche Obdachlose gibt.

Auch das Wort Gleichheit ist Unsinn, denn die Menschen sind absolut nicht gleich, sondern lediglich moralisch gleichwertig. Mit der zwanghaften Verwendung des Wortes Gleichheit soll wohl der Weg für den Genderismus mit seiner Leugnung von biologischen Geschlechterunterschieden freigemacht werden.

Konklusion

Zusammenfassend kann man sagen: Die Wertigkeit einer Person besitzt zwei voneinander unabhängige Komponenten, die sich jeweils auf der moralischen Ebene und auf der meritokratischen Ebene befinden. Die meritokratische Gleichwertigkeit ist illusionär, da weder existent noch erreichbar (siehe das Scheitern des Kommunismus), da jeder Mensch ein unterschiedliches Leistungsvermögen hat und meritokratische (nicht moralische) Hierarchien für das Funktionieren unserer Gesellschaft notwendig sind. Dies steht im Gegensatz zur moralischen Gleichwertigkeit der Menschen (welche aus der hellenistisch geprägten, christlichen Moral herausgewachsen ist), die innerhalb der westlichen Kultur (andere Kulturen kennen diese nicht) mittelfristig und rational betrachtet alternativlos ist und lediglich die wahre Gleichberechtigung diesem Ideal am nächsten kommt, da alles andere verfassungsrechtlich und gesellschaftlich widersprüchlich wäre, führt kein Weg daran vorbei, dass jedem Menschen unabhängig von Gruppenzugehörigkeit erlaubt werden muss, sich ein Recht durch eine vom gesellschaftlichen Konsens und an dessen Kosten orientierte, für alle Bewerber gleichgehaltene Pflicht zu verdienen. Dass ein Recht immer mit einer Pflicht zusammenhängt, soll die gesellschaftliche Nachhaltigkeit gewährleisten.

Gegenüber den im letzten Abschnitt besprochenen Positionen ist der Maskulismus mit seinem hier beschriebenen, moralischen Fundament zu bevorzugen, denn er reduziert am besten das Ausmass an kulturellen und verfassungsrechtlichen Widersprüchen, fördert dadurch die gesellschaftliche Stabilität, Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit, indem er die Kosten eines Rechtes angemessen für alle berücksichtigt, vermindert Willkür, Missbrauch und Einseitigkeit und berücksichtigt die biologische Verschiedenheit der Menschen, indem er sie nicht als gleich, sondern als gleichwertig betrachtet und diese Verschiedenheit im Gegensatz zu allen anderen Ideologien respektiert und nicht durch geschlechtliche Umerziehung abändern will.


Gleichwertigkeit und Gleichberechtigung sind untrennbar

Freitag, 3. Juni 2011

Der Fall Goslar, Geschlechterpolitk und die Männervereine - ein maskulistischer Kommentar

In den letzten Monaten und insbesondere in den letzten Wochen hat sich der Fall rund um die ehemalige Gleichstellungsbeauftragte Monika Ebeling dramatisch zugespitzt und gipfelte in einer für die femigenderistische Ideologie entlarvende, öffentliche Debatte. Da diese abgewählte Gleichstellungsbeauftragte von Teilen der Männerrechtsbewegung aktiv und öffentlichkeitswirksam unterstützt wurde, erhalten diese Geschehnisse nicht nur eine historische, sondern auch eine interne Brisanz, welcher wir uns heute widmen möchten.

Denn die offene Unterstützung einer Trägerin der deutschen Geschlechterpolitik steht so ziemlich diametral zu allem, wofür der Maskulismus seit Jahren eintritt. Die Frau Ebeling mag ein reines Herz haben und die Einseitigkeit des Feminismus sehen - doch auch sie vertritt die Vorstellung, dass staatliche Geschlechterpolitik nötig und sinnvoll sei.

Es wird also deutlich, dass durch die aktive Unterstützung einer (unorthodoxen) Vertreterin der deutschen Gleichstellungspolitik durch gewisse Elemente innerhalb der Männerrechtsbewegung eine weltanschauliche Gespaltenheit in Sachen Geschlechterpolitik zwischen den verschiedenen Männervereinen zu Tage tritt. Wir werden uns also den Fall Goslar als Vorwand nehmen, diese Gegensätze auszuleuchten um somit einen vertieften Einblick in die Struktur der äusserst heterogenen, deutschsprachigen Männerrechtsbewegung zu gewinnen.

Der Fall Goslar

Zu den Ereignissen rund um Frau Ebeling gibt es auf Wikimannia eine umfangreiche Linksammlung und eine Zusammenstellung der Ereignisse, ausserdem führte Arne Hoffmann auf seinem Blog eine Art Tagebuch zu den verschiedenen Vorfällen. Zusätzlich kann man die Vorfälle aus der Sicht von Monika Ebeling auf ihrem Blog "Geschlechterdemokratie" nachlesen. Wir wollen uns nun den Fall und die verschiedenen Reaktionen darauf anschauen.

Monika Ebeling, geborene Dittmer, war Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Goslar und wies im Gegensatz zur normalen Gleichstellungsbeauftragten nicht die typische, staatsfeministische Einseitigkeit auf (eine andere, vermutliche Ausnahme in diesem Bereich ist eine gewisse Gleichstellungsbeauftragte namens Susanne Wilder). Obwohl auch sie den "Neuen Mann" herbeibeschwört, wie man in diesem Video zu hören bekommt, kritisiert sie auch die Einseitigkeit des deutschen Staatsfeminismus, die alte Bitterfotze Alice Schwarzer, die platte Rhetorik der Lohndiskriminierungslüge, die Diffamierungsversuche des ungläubigen Thomas und lehnt Frauenquoten ab. Auch begrüsste sie das erste internationale Antifeminismustreffen und weist auf die Arbeit von Agens e.V. und anderen Männervereinen hin.

Sie weigerte sich eine Ausstellung zum Thema häuslicher Gewalt zu unterstützen, welche Männer einseitig als Gewalttäter und Frauen nur als Opfer von häuslicher Gewalt porträtierte, da sie um die Gleichverteilung der Geschlechter bei der häuslichen Gewalt weiss. Auch kritisierte sie eine weitere staatsfeministische Aktion, bei der Brötchenverpackungen für Kinder mit einseitigen Vorstellungen über die Urheberschaft von häuslicher Gewalt bedruckt wurden. Sie eröffnete ein Väter-Café und organisierte Papa-Picknicks. Sie führte zusammen mit Agens e.V. Veranstaltungen durch, an denen diskutiert wurde, ob der Feminismus "noch zu retten" ist. Heftig und gut begründet kritisierte sie die feministischen Missstände in deutschen Frauenhäusern (siehe am Ende des pdf-Dokuments!)

Im massiv ideologisierten Umfeld des deutschen Staatsfeminismus wurde sie deswegen sehr schnell die Zielscheibe von Mobbing und Hassattacken durch feministische Netzwerke, die Angst um Fördergelder und ihre Deutungshoheit hatten:, aus naheliegenden Gründen:

"Gleichstellung ist in Deutschland fest verankert. Es gibt ein dichtes Netz von Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten, von Beratungsstellen und Gruppen in Gewerkschaften und Institutionen. Die meisten leben davon, für die Gleichstellung der Frau zu kämpfen, schon aus ihrer Geschichte heraus."

Dies bestätigt auch Monika Ebeling in 'Die Freie Welt':

"Die Fördertöpfe der sogenannten „positiven Diskriminierung von Frauen“ werden herrisch bewacht und mehr als ungern geschlechtergerecht geteilt. Die in den weiblichen Netzwerken warm eingepackte Frauenlobby will von einem Wandel oder gar einer männlichen Diskriminierung so gut wie nichts wissen."

Grüne und Linke liessen den Konflikt eskalieren, nachdem Frauenverbänden der Kragen geplatzt war und beantragten die Abberufung dieser umstrittenen Gleichstellungsbeauftragten ("Diese Gleichstellungsbeauftragte muss gehen!"). Schwer angelastet wurde ihr auch die Verlinkung des Väternotrufs auf der Internetpräsenz von Goslar.

Sie warfen ihr vor, dass sie sich nur (!) für Männer einsetzen würde. Dies ist nachweislich falsch, wie man aus offiziellen Unterlagen herauslesen kann, welche klar belegen, dass sich Monika Ebeling für beide Geschlechter eingesetzt hat und was auch anderen Politikern aufgefallen ist. Es ist erstaunlich den Vorwurf der Einseitigkeit aus den Mündern von Vertretern einer gynozentrischen Geschlechterpolitik zu hören, welche richtige Förderung nur Frauen gewähren und Männern lediglich bei ihrer staatlichen Umerziehung fördern. Von Menschen, welche im Geiste des folgenden Satzes der ehemaligen deutschen Bundesjustizministerin Däubler-Gmelin denken und handeln:

»Männer sollen durch die Wehrpflicht gehindert werden, damit Frauen im Leben aufholen können.«

Klar wird die ideologische Einseitigkeit des heutigen, institutionalisierten Feminismus in einem Statement der Grünen, welche für ihr abartig männerfeindliches "Frauenstatut" bekannt ist:

"[...] das Wirken der Gleichstellungsbeauftragten [Ebeling] ist mittlerweile von unseren Vorstellungen weit entfernt. Ihren bisherigen Tätigkeiten nach will sie Benachteiligung von Männern aufzeigen und „beseitigen“ – dies ist nicht unser politischer Wille [...]."

Dies ist erstaunlich, wenn man bedenkt, wie massiv Männer in Deutschland wegen ihrer Geschlechtszugehörigkeit durch das Gesetz und durch offizielle Stellen diskriminiert werden. Man hat also nicht nur die Augen für die handfesten Benachteiligungen der Männer fest verschlossen, sondern hat auch noch Mühe diese überhaupt als solche anzuerkennen (man beachte die Anführungszeichen um 'beseitigen'), geschweige denn dass man diese abschaffen will. Wie ideologisch verbohrt und einseitig muss man sein, um deutlich nachweisbare Diskriminierungen qua Geschlecht durch Staat und Gesetz (!) nicht angehen zu wollen?

So deutlich tritt die Einseitigkeit der feministischen Ideologie selten zu Tage!

Es ist somit auch nicht verwunderlich, dass Frau Ebeling in solch einem ideologischen Umfeld abgewählt und entlassen wurde. Diese demonstrative Einseitigkeit führte jedoch auch dazu, dass die Vorfälle in Goslar von den Medien negativ aufgenommen wurden und resultierte in heftige Kritik am herrschenden Feminismus. Der Gesamtton war überwältigend negativ und viele Blätter störten sich an dieser ideologisch getriebenen Hexenjagd.

Agens e.V. solidarisierte sich in einer Pressemitteilung mit Frau Ebeling. Auch Manndat solidarisierte sich umgehend mit ihr und kritisierte die feministische Einseitigkeit der aktuellen Geschlechterpolitik. Der Väteraufbruch für Kinder schrieb einen offenen Brief an den Stadtrat von Goslar mit der Bitte um eine "ausgewogene Gleichstellungspolitik". Die Sympathisanten und Aktivisten dieser Vereine wurden derweil in ganz Deutschland und im Internet mit Unterstützungsaufrufen, mehreren Interviews mit Frau Ebeling und dem Schreiben von Protestbriefen aktiv. Diese gaben den Vorfällen Namen wie "Schlacht um Goslar" oder "Krieg der Bitterfotzen" (angelehnt an ein feminismuskritisches Werk aus Schweden).

Die IGAF hingegen prangerte zwar die Entlassung von Frau Ebeling an und René Kuhn führte ein Interview mit ihr, beliess es aber ansonsten dabei. Auch Maskulisten wie Michail A. Savvakis äusserten sich nicht gross zu diesen Vorfällen, während Männervereine wie Agens e.V., Manndat und VafK sich öffentlich mit Frau Ebeling solidarisierten und sie besonders aktiv unterstützten.

Position des Maskulismus zur Geschlechterpolitik

Der Maskulismus, wie ihn Savvakis nieder geschrieben hat, lehnt den Staatsfeminismus und jegliche staatliche Umerziehung klar ab. Denn sobald eine Minderheit anfängt, mit staatlichen Mitteln der Mehrheit ihre Vorstellungen von Geschlechtlichkeit aufzuzwingen, wird es auf ewig Einseitigkeit durch Parteilichkeit und Ungerechtigkeit durch selektive Problemwahrnehmung geben. Dafür gibt es zahllose Gründe.

- Geschlechterpolitik verschärft zwangsläufig den Antagonismus geschlechtlicher Interessen:

Die Interessen von Männern und Frauen sind in den meisten Fällen einander entgegen gerichtet, so dass ein Vorteil für die eine Partei immer ein Nachteil für das andere Geschlecht bedeutet. Jeder künstliche Eingriff durch den Staat verschlimmert diesen Antagonismus nur noch weiter, da eine Geschlechterpolitik sich zwangsläufig auf eine Seite der Geschlechter schlagen und das andere Geschlecht benachteiligen muss. Das aktuellste Beispiel dafür ist die Gleichstellungspolitik in Deutschland.

Will man wirklich Gerechtigkeit und nicht einfach ideologische Klientelpolitik, so muss man diesen Antagonismus nicht noch durch zusätzliche Eingriffe weiter anfachen, sondern durch rein gesetzliche Rahmenbedingungen in Form einer wahren Gleichberechtigung dafür sorgen, dass dieser Antagonismus nicht ausartet. Jedoch vollständig abschaffen wird man ihn auch dadurch nie können - allerdings wird eine rein gesetzlich fixierte wahre Gleichberechtigung ihn nicht auch noch schlimmer machen, im Gegensatz zu den Instrumenten der Geschlechterpolitik.

- Geschlechterpolitik endet zwangsläufig in Einseitigkeit und führt unweigerlich zu mehr Diskriminierung: 

Die Einseitigkeit jeglicher Geschlechterpolitik ist unausweichlich wegen diesem Antagonismus. Denn die Betreiber sind aufgrund begrenzter Ressourcen dazu gezwungen, Prioritäten festzulegen und diese weltanschaulich zu rechtfertigen. Fahren sich diese Prioriäten fest und werden sie ideologisch unterwandert, werden die Protagonisten unweigerlich ihre Objektivität verlieren und drängende Fälle von Diskriminierung von nicht im Fokus stehenden Gruppen ausklammern (müssen).

Im konkreten Fall der deutschen Geschlechterpolitik resultiert dies in einer Diskriminierung der Männer nach Geschlecht, denn ihre Anliegen werden nur wegen der Geschlechtszugehörigkeit ausgeklammert. Man sieht, dass Geschlechterpolititk somit zwangsläufig zu Einseitigkeit und zu noch mehr Diskriminierung führt, obwohl sie sich anfänglich vornahm, gerade diese zu "überwinden". Denn all die angepriesenen Massnahmen zur Überwindung von Diskriminierung sind in ihrem Endresultat schlussendlich so gut wie wirkungslos, weil sie bewusst die Eigenverantwortung des Individuums zu Gunsten der Gruppenzugehörigkeit ausklammert.

Oder glaubt jemand ernsthaft, dass es tatsächlich gläserne Decken da draussen gibt, welche Frauen daran hindern, Karriere zu machen? Oder ist es vielmehr die Tatsache, dass Frauen nunmal schlichtweg viel seltener Karriere machen wollen? Da nützt auch die tollste Frauenquote nichts, wenn es zu wenig willige und kompetente Frauen zur Besetzung der verantwortungsbehafteten Positionen gibt. Dies führt dann zu bizarren Fällen von einem kleinen Klüngel von Frauen, welche zahllose Aufsichtsratsposten anhäufen ("Goldröcke") oder deren Aufgaben nach dem Verschwinden der Quotenfrau noch schnell von einem Mann neben seinem eigenen Job erledigt werden. Dies geschah zum Beispiel bei der verstorbenen Frau Schneider-Lenne, deren Aufgaben als "Kreditrisiko-Expertin" nach ihrem Tod einfach von Josef Ackermann neben seiner eigenen Tätigkeit übernommen wurden.

Das muss ja eine wichtige Expertin mit gewichtigen Aufgaben gewesen sein!

- Geschlechtliche Gleichverteilung bedeutet nicht automatisch gleicher Einfluss:

Vielfach wird damit argumentiert, dass man lediglich zwischen den Geschlechtern in einem Bereich "ausgleichen" möchte, zum Beispiel mit Frauenquoten oder mit männerbenachteiligender Frauenförderung. Doch einerseits werden "problematische" Bereiche nach ideologischer Willkür ausgewählt (so zum Beispiel nur die Dax-Vorstände, jedoch nicht die Müllabfuhr) und zusätzlich wird noch ein sehr selektives Verständnis von "Ausgleich" und von Gerechtigkeit angewendet. Vielfach wird auch kein valider Beweis erbracht, dass eine geschlechtliche Ungleichverteilung tatsächlich auf Diskriminierung zurückgeht und nicht einfach an der fehlenden Leistungsbereischaft oder mangelndem Interesse liegt. So ist es zum Beispiel allgemein bekannt, dass Frauen nicht im gleichen Ausmass Karriere machen wollen wie Männer. Dass daraus eine Ungleichverteilung in Kaderpositionen entsteht, ergibt sich quasi von selbst.

Eine Gleichverteilung der Geschlechter an sich ist kein Zeichen für erreichte Gerechtigkeit, wenn diese Gleichverteilung durch ausschliessende, rein nach dem Geschlecht benachteiligende Zwangsmassnahmen durchgesetzt werden müsste. Schliesslich garantiert auch eine Gleichverteilung der Geschlechter in einem Gebiet nicht automatisch auch die Gleichverteilung von Macht zwischen den Geschlechtern. Denn durch die soziale Dynamik und durch Absprachen wird es immer eine Machtkonzentrierung geben, die sich über geschlechtliche Grenzen und Verteilungen hinwegsetzt.

- Geschlechterpolitik mündet zwangsläufig in eine geschlechtsidentitäre Bevormundung:

Jede Geschlechterpolitik hüllt sich zu Anfang in wohlwollenden, gut klingenden Absichtserklärungen und Massnahmen, die jedoch im Verlaufe der Jahre in immer dogmatischeren und intoleranteren Vorstellungen von Geschlechtlichkeit münden werden. So fing auch die feministische Geschlechterpolitik mit der "harmlos" klingenden Absichtserklärung an, dass man Frauen lediglich kurzfristig dabei helfen möchte, sich in der Gesellschaft behaupten zu können (Umsetzung der "tatsächlichen Gleichstellung") - heute betreiben die gleichen Institutionen handfeste geschlechtliche Umerziehung von Männern und Frauen.

Denn die klassische Frauenförderung, wie sie früher betrieben wurde, war an der Realität gescheitert, denn man kann nicht Menschen fördern, die kaum bereit sind, im gleichen Ausmass wie Männer Karriere zu machen. Daraus zog der Staatsfeminismus die wahnhafte und fatale Schlussfolgerung, dass diese Fördermassnahmen deshalb gescheitert waren, weil "diffuse, aufgezwungene Vorstellungen von Geschlechtlichkeit" die Frauen künstlich zurückhalten würden und schickte sich deshalb an, Männer und Frauen nach ideologischen Vorstellungen umzuerziehen. Das Resultat hört auf den Namen 'Gender Mainstreaming'.

Es gehört zur Natur des Menschen oder einer Institution, dass sobald sie Macht bekommen, sich immer mehr wie eine Autorität aufführen werden, die keinen Widerspruch duldet, in ihren Absichten immer ambitiöser werden und immer weniger bereit sind, diese Macht wieder abzugeben.

Dies ist besonders dann fatal, wenn man etwas umerziehen oder verändern will, dass sich nunmal nicht wirklich beeinflussen lässt - aus Frustration ob der nicht erreichten Ziele und aus Realitätsverweigerung werden betroffene Institutionen in ihren Forderungen und Massnahmen immer radikaler und weltfremder. Genauso entstand und funktioniert der menschenverachtende Staatsfeminismus der Gegenwart und so wird es jeder künftigen Geschlechterpolitik ergehen, welche sich anmasst mit Dingen zu spielen, die nicht ohne verheerende Konsequenzen mit sich spielen lassen.

- Geschlechterpolitik besitzt keine moralische Legitimität:

Woher soll gerade ich oder jemand anderes wissen, dass meine Vorstellung von Männlichkeit oder Weiblichkeit für die Menschen besser ist, als konkurrierende Ansichten anderer? Woher soll ich wissen, welche Probleme, die nicht auf gesetzlich fixierten und somit klar nachvollziehbaren Diskriminierungen zurück gehen, drängender sind als andere? Mit welcher Moral kann eine Gleichstellungsbehörde denn ernsthaft behaupten, sie wüsste besser, wie sich freie, gesetzestreue Menschen zu verhalten hätten?

Solange sich Männer und Frauen an Gesetze und Sitten halten, kann doch kein Mensch rational begründet bestimmen, welche Vorstellung von Geschlechtlichkeit gegenüber anderen Vorrang geniessen soll. Darum ist jede Aspiration in dieser Richtung egoistisch, ideologisch und totalitär.

- Geschlechterpolitik ist zwangsläufig ineffektiv und somit überflüssig:

Nur schon der Vorschlag eine Geschlechterpolitik überhaupt einzuführen oder modifiziert weiter zu betreiben ist verdächtig, denn für jede offizielle Aufgabe, der sich eine institutionalisierte Geschlechtlichkeit widmet, gibt es bereits eine fachkundigere Abteilung! Ist die Verbesserung der Gesundheit von Männern und Frauen denn nicht die Aufgabe einer Gesundheitsbehörde in jedem europäischen Land? Ist die Steigerung der Lesefähigkeit von Buben und Mädchen nicht ein seit langem etabliertes Ziel in Bildungsbehörden? Wenn diese Behörden ungenügend oder einseitig arbeiten, dann müssen die Missstände in diesen Behörden direkt von der Regierung oder dem Volk angegangen werden - es braucht somit keine separate Umerziehungsinstanz in Form einer Geschlechterpolitik!

Es ist sowieso illusorisch anzunehmen, man könne mit einem zweiten, geschlechterpolitischen Staatsorgan gegen die negativen Folgen einer schlecht und mit den falschen Prioritäten arbeitenden Behörde ankommen. Man verursacht nur zusätzliche Kosten und erreicht im Endeffekt gar nichts, da die Quelle des Problems bei der falsch arbeitenden Behörde, nicht bei dem fehlenden, geschlechterpolitischen Staatsorgan liegt. Somit ist jede Instanz, die sich separat um Geschlechterpolitik kümmert und in die Zuständigkeitsbereiche von anderen Behörden hineinzufunken versucht, zwangsläufig ineffektiv und somit überflüssig.

- Geschlechterpolitik wird aus unaufrichtigen Motiven betrieben:

Es kann somit in Tat und Wahrheit nur zwei ernsthafte Motivationen für die Teilnahme an und für die Bejahung einer Geschlechterpolitik geben: Finanzieller Zugang zu den staatlichen Futtertrögen und ideologische Umerziehungswünsche. Beide werden strikt vom Maskulismus abgelehnt und deshalb auch bei den Feministen und Vertretern gleichstellungsbefürwortender Männeraktivisten kritisiert. Wenn Gruppierungen ihre Vorstellungen von Gerechtigkeit und dringenden Anliegen in die Politik einbringen wollen, so sollen sie dies als unabhängige Lobbygruppen oder als gewählte Parlamentarier tun - jedoch NICHT als Bestandteil des Staatsapparates selbst! Denn es ist ein gewichtiger Unterschied, ob jemand dafür bezahlt wird, das Volk zu vertreten und dessen Interessen in die Regierung einzubringen oder ob jemand für rein ideologisch motivierte und vom Souverän nicht direkt legitimierte Massnahmen von Steuergeldern ausgehalten wird.

Die Position des organisierten Antifeminismus und des Maskulismus decken sich in Sachen Geschlechterpolitik klar, was ich im persönlichen Gespräch mit den Exponenten der IGAF immer wieder erfahren habe.

Somit ist auch klar, weshalb die Ambitionen von Gleichstellungspolitik ablehnenden Antifeministen, welche sich in die Parlamente wählen lassen wollen zu begrüssen sind, während die Anmassung von gewissen Männergruppen, Teil der Umerziehungsbürokratie zu werden, jedoch abzulehnen ist. Es macht auch einen erheblichen Unterschied, ob man sich lediglich um die handfesten, gesetzlichen Diskriminierungen der Männer kümmert und all jene Ideologien zurückdrängen will, welche darüber hinaus weltanschauliche Ansichten durchsetzen möchten oder ob man aktiv den Menschen eine nicht legitimierbare Autorität in Sachen geschlechtlicher Identität sein möchte.

- Konsequenz:

Spätestens jetzt sollte allen klar werden, dass die Geschlechterpolitik eine willkürliche, unweigerlich ungerechte und zwangsläufig zum Scheitern verurteilte Ansammlung von teuren und nutzlosen Massnahmen ist. Die Männerrechtsbewegung muss deshalb jede Art von Geschlechterpolitik ablehnen. Nur so kann konsistent und frei von Heuchelei gefordert werden, dass die feministische Geschlechterpolitik beendigt werden soll. Nur so kann vermieden werden, dass nach der Überwindung des feministischen Zeitalters Männeraktivisten auf den Plan treten und den gleichen unmenschlichen Zirkus mit umgekehrtem Vorzeichen erneut einführen. Deshalb müssen Maskulisten und Antifeministen immer wachsam sein und jene Aspirationen innerhalb der Männerrechtsbewegung verdrängen, welche es den Feministen und Genderisten in Sachen totalitärer Umerziehung gleich tun wollen.

Geschlechterpolitik begrüssende Männeraktivisten

Obwohl der Begriff 'Maskulisten' häufig auf die gesamte Männerrechtsbewegung angewendet wird, sind tatsächlich nur ein Teil aller antifeministischen und männerrechtlerisch aktiven Personen auch wirklich Maskulisten. Während Antifeministen in erster Linie Ideologiekritiker und Männerrechtler primär Interessensvertreter sind, lehnen Maskulisten darüber hinaus noch jegliche Art von staatlicher Umerziehung und Einseitigkeit ab. Deshalb fordern sie auch ein Ende der Geschlechterpolitik und die wahre Gleichberechtigung für beide Geschlechter.

Doch es gibt nicht wenige Männeraktivisten, welche sich zwar mit Hingabe für Männer einsetzen, jedoch im Vergleich zu Maskulisten und den konsequenten Antifeministen der IGAF die Geschlechterpolitik nicht ablehnen, sondern diese begrüssen und mitprägen wollen. So möchte der schweizerische Verein Männer.ch rund um Markus Theunert Teil der helvetischen Gleichstellungspolitik werden und sucht deshalb den (bereits fehlgeschlagenen) Dialog mit Vertretern des hiesigen Staatsfeminismus. Der Männerrechtler-Verein Manndat e.V. bezeichnet sich selber sogar als "geschlechterpolitische Initiative" und forderte im Fall rund um Goslar eine Erweiterung der bisherigen Gleichstellungspolitik auf Jungen und Männer. Der schweizerische Männerverein GeCoBi, sieht sich laut dessen Präsidenten Oliver Hunziker als "gleichstellungsfreundlich" und bekennt sich zu einem Dialog mit dem Staatsfeminismus, ausserdem wird der geringe Zufluss von staatlichen Geldern an "konstruktive" Männerorganisationen beklagt.

Auch der Männerverein Agens e.V., bei dem die ehemalige Gleichstellungsbeauftragte Monika Ebeling Mitglied ist, befürwortet Geschlechterpolitik, auch wenn sie der jetztigen Gleichstellungspolitik in vielen Punkten widersprechen. So lehnen sie den dort vorherrschenden Genderismus ab, jedoch auch den Kampf für Männerrechte, genauso wie Männer.ch diese nicht in den Mittelpunkt ihrer Tätigkeit rücken will:

 "Agens Grundüberzeugung ist: [...] Mann und Frau ergänzen sich bei Bewahrung ihrer anthropologischen Besonderheiten und ihrer individuellen Lebensentwürfe ohne einen Kampf um Rechte von Mann oder Frau." (hier; das fett markierte Wort 'ohne' stammt von Agens e.V. selbst)

"Wir verweigern uns dabei dem einfacheren Weg, uns als «Emanzipationsverlierer» zu gebärden und die (durchaus bestehenden) Diskriminierungen von Männern ins Zentrum unserer Arbeit zu stellen." (hier; von Männer.ch)

Auch steht auf der Homepage von Agens e.V., dass man die "verstaatlichte" Geschlechterpolitik zurück in die Privatsphäre führen möchte, während man den folgenden Textabschnitt zur Zukunft der Männerrechtsbewegung vom Blog des nach wie vor in der Agens e.V. aktiven Gründungsmitglieds Arne Hoffmann liest:

"Sobald die Männerrechtsbewegung Teil der Geschlechterpolitik in Deutschland geworden ist, dürfte Gesterkamp feststellen, dass er seinen "cordon sanitaire" lediglich um sich selbst gezogen hat und jetzt darin festsitzt wie in einem verschütteten Bunker."

Arne Hoffmann steht selbst dem Konzept der genderistischen Umerziehung nicht wirklich kritisch gegenüber, was man in diesem Blogeintrag sehen kann, in dem angedeutet wird, dass eine auch Männer umfassende "Genderpolitik" durchaus wünschenswert sein könnte - was allerdings mit der offiziellen Position von Agens e.V. in Sachen Genderismus (siehe hier: "Gegenposition zur "Dekonstruktion der Geschlechter"", ein zentraler Bestandteil von "undoing gender") im Widerspruch steht:

"Eine neue Studie weist jedoch darauf hin, dass auch die kernigsten Machomänner von "Undoing Gender" profitieren könnten: [...] Nun ist das lediglich eine einzelne Studie, und wie Männer anstelle von Frauen von Genderpolitik profitieren können, wird in unserer feministisch geprägten Gesellschaft kaum untersucht. [...] Über solche Fragen wäre eine konstruktive Sachdiskussion zwischen Soziologen, Feministinnen, Männerrechtlern und weiterer Fraktionen wünschenswert."

Es erstaunt somit, dass Arne Hoffmann von Einzelnen als der "Godfather of Masculism" bezeichnet wird. Er  ist sicherlich ein bedeutender Männerrechtler in der deutschsprachigen Männerrechtsbewegung, jedoch kein Maskulist im engeren Sinne, da seine Position in Sachen Genderismus, Geschlechterpolitik und Staatsfeminismus inkompatibel mit dem Maskulismus nach Savvakis ist. Für einen Aussenstehenden ist die Unterscheidung zwischen Maskulist und Männerrechtler wohl auf den ersten Blick zweitrangig - gerade deshalb ist es wichtig, die maskulistische Position nicht auch noch intern zu verwässern.

Als mahnendens Negativbeispiel dient uns allen das deutsche Bundesforum für Männer, welches lediglich als Legitimitätsfassade des deutschen Staatsfeminismus dient, so dass diese weiterhin ungestört ihre feministische Agenda vorantreiben können. Sollte ihnen jemand dumm kommen und es wagen, sie auf ihre Einseitigkeit und Männerfeindlichkeit hinzuweisen, weisen sie lapidar mit dem Finger auf diese Speichellecker und meinen desinteressiert, man mache doch auch etwas für Männer. Doch dieses "etwas" besteht lediglich aus Umerziehung und Unterjochung:

"Ziel des Bundesforums ist es, einengende und dominante Männlichkeitsstrukturen und Rollenbilder zu überwinden."

"Das Bundesforum trägt zur Vernetzung einer Arbeit mit Jungen bei, die Jungen Handlungsoptionen und Zukunftsperspektiven jenseits patriarchaler und einengender Rollenvorstellungen ermöglichen. Jungen werden bei der Entwicklung von Lebensentwürfen gefördert, die ihnen Perspektiven auf eine mündige, verantwortliche und geschlechtergerechte Teilhabe an gesellschaftlichen Gestaltungsprozessen eröffnen."

Femigenderistische Umerziehungsideologie in Reinkultur, mitten in einem Positionspapier einer grosszügig vom Staatsfeminismus finanzierten, deutschen Männerorganisation. Dies ist die Endstation von zu viel Kompromissbereitschaft und Rücksichtsnahme auf den Erzfeind, dem man schlussendlich jedes ernsthafte Anliegen in Sachen Männerrechte unterordnet, nur um seine Pöstchen beim Staat nicht zu verlieren.

Wollen wir, die deutschsprachige Männerrechtsbewegung, so enden?

In einem anderen Blogeintrag von Arne Hoffmann findet man folgenden Satz, welcher unmissverständlich den Unterschied zwischen den geschlechterpolitisch motivierten Vereinen Agens e.V. und Manndat auf der einen Seite und der Geschlechterpolitik ablehnenden und sich einem Dialog mit dessen gefügigen Vertretern verweigernden IGAF kommuniziert:

"Für die meisten Männer würde sich früher oder später eine Schattierung finden, die ihrem eigenen Naturell am besten entspricht: die Leisetreter und Softis landen im Bundesforum, die Hardliner und Fundis in der IGAF, die Pragmatiker bei AGENS und MANNdat usw.."

Deutschsprachige Männeorganisationen lassen sich also zunächst auf einer Linie zwischen dem Geschlechterpolitik vollständig befürwortenden Extrem auf der einen Seite und dem Geschlechterpolitik  komplett ablehnenden Extrem einordnen. Ob man dieser Einteilung dann die Prädikate pragmatisch, leisetreterisch oder fundamentalistisch gibt, hängt von der Positionierung gegenüber dem Konzept einer umerzieherischen Geschlechterpolitik und von allfällig vorhandenen politischen Scheuklappen und Hemmungen ab.

Besonders pragmatisch, ungehemmt und konstruktiv ist Agens e.V., welcher sogar ein Vertreter des männerumerzieherischen und staatsfeministischen Bundesforums für Männer an eine selbst organisierte Diskussionsveranstaltung für einen sachlichen Austausch einlud, wie Arne Hoffmann auf seinem Blog verkündet. Es ist durchaus legitim zu fragen, was Männerrechler mit dem Abgesandten eines umerzieherischen Blockflötenvereins des institutionalisierten Feminismus zu besprechen haben.

Während das Bundesforum für Männer in Deutschland ein Paradebeispiel für einen Verein ist, der umerzieherische Geschechterpolitik im feministischen Sinne widerspruchslos gut findet und sich ihr unterordnet, taucht als nächstes Männer.ch und GeCoBi auf, während Agens e.V. und Manndat schon weiter von diesen beiden entfernt stehen. Nahe dem anderen Extrem folgen die schweizerische Männerrechtspartei und die IGAF, sowie wir Maskulisten.

Kritik

Männerrechte und somit auch der Kampf gegen Männerdiskriminierung stehen bei einigen Männervereinen nicht im Fokus ihrer Arbeit, was angesichts der bereits Dekaden andauernden, handfesten gesetzlichen und juristischen Diskriminierungen der Männer in Deutschland und in der Schweiz doch etwas verwunderlich ist, denn diese Missstände sind nicht selten das direkte Resultat des wirkenden Staatsfeminismus.

So will der schweizerische Staatsfeminismus nun sogar schon das Existenzminimum geschiedener Männer antasten, wenn es um Unterhaltszahlungen geht. Deutschland wurde bereits mehrmals vom europäischen Gerichtshof gemahnt, weil der deutsche Staatsfeminismus die Menschenrechte von Vätern missachtet. Und in Österreich werden dem österreichischen Staatsfeminismus unliebsame Väterrechtler sogar in den Knast geworfen, wenn sie sich gegen Ungerechtigkeit wehren. Wer mit solchen Leuten sachlich diskutieren will, der hat noch nicht so ganz begriffen, mit welchen Männerhasserinnen er es hier zu tun hat.

Doch diese Haltung wurde vermutlich bewusst gewählt, um nicht sofort die Gunst des Staatsfeminismus zu verlieren, den man ja zu einem "Geschlechterdialog" bewegen möchte. Aber ist eine Verwässerung der Absichten bereits am Anfang des Kampfes wirklich sinnvoll? Wenn man als Männerrechtler schon von Beginn weg in seinen zentralen Anliegen zu grosse Kompromissbereitschaft an den Tag legt, werden einen dann andere Interessensgruppen überhaupt ernst nehmen? Oder wird der institutionalisierte Erzfeind nicht viel mehr versuchen, diese gnädigste Kompromissbereitschaft bis aufs Äusserste auszunutzen, um die Forderungen der geschlechterpolitischen Männeraktivisten in ihrem Gehalt auf ein Nichts zu reduzieren, immer mit der Drohung verbunden, den zaghaften Dialog beim leisesten Hauch von Gehorsamsverweigerung sofort abzubrechen?

Dies würde dem Wesen der totalitären, feministischen Ideologie am ehesten entsprechen und drängt sich dem Staatsfeminismus auch aus rein machterhalterischen Überlegungen geradezu auf. Auch führt jede Aspiration in Richtung eines Dialogs mit diesem Moloch dazu, dass man diesem in der Öffentlichkeit zusätzliche Legitimität gewährt, die er eigentlich von Beginn weg gar nicht hat. Ein Dialog kann deshalb nur erfolgen, wenn beide Parteien eine ähnliche Machtbasis aufweisen, an einem runden Tisch sitzen, jedoch nicht, wenn die eine Gruppe einen Guerillakrieg führen muss, während der Gegner in schwer befestigten Bunkern sitzt und Luftunterstützung zur Verfügung hat. Es ist somit naiv zu glauben, dass der Gegner einen ernsthaften Dialog mit handfesten Erfolgen für die Männerrechtsbewegung führen wird, wenn dieser noch die volle Macht des Staates hinter sich hat und dessen Ideologie jeglicher Kompromiss, welcher nicht dem Machterhalt dient, zuwider läuft.

Klar dargelegt habe ich die Intention mancher Männervereine, dass man Geschlechterpolitik nicht abschaffen und endgültig beenden, sondern diese vielmehr umgestalten und weiterbetreiben möchte. Nicht nur das, Agens e.V. rund um Arne Hoffmann strebt sogar eine so zentrale Position innerhalb des Staatsapparates an, dass man den gut im aktuellen Staatsfeminismus vernetzten und breit vom institutionalisierten Erzfeind unterstützten Musterpudel Thomas Gesterkrampf (auch der "ungläubige Thomas" genannt, da er die Auswüchse der feministischen Ideologie und der Männerdiskriminierung nicht sehen will) sinngemäss zu isolieren vermag ("verschütteter Bunker"). Diese Einstellung kollidiert jedoch mit der offiziellen Absichtserklärung von Agens e.V., dass man die Geschlechterpolitik zurück in die Privatsphäre führen wolle. Dies verwundert, denn Arne Hoffmann kennt den grossen Maskulisten Michail A. Savvakis persönlich und ist vermutlich auch mit dessen Standpunkt bestens vertraut, hat diesen sogar einmal interviewt und bezeichnete sich selber früher regelmässig als Maskulist, was bei seinem glasklaren Bekenntnis zur Geschlechterpolitik doch etwas erstaunen vermag.

Obwohl also Agens e.V. eine der Kernforderungen des Maskulismus - die Abschaffung der umerzieherischen Geschlechterpolitik - ablehnt, nehmen dessen Vertreter munter Interviewanfragen zum Thema Maskulismus an (siehe hier das Resultat, wobei die schlechte Qualität die Schuld der Journalistinnen ist), statt diese an den prominentesten Maskulisten Michail A. Savvakis weiter zu leiten:

"[...] eine Redakteurin des ORF, die mich um ein Interview zum Thema "Maskulismus" bat (den Job hat jetzt allerdings Professor Amendt übernommen, der ohnehin zeitweise in Wien sitzt)."

Dies wird dahingehend kritisch, da Agens e.V. den Maskulismus als eine "radikale Ideologie" sieht und offensichtlich keine Ahnung hat für was er genau steht, denn sonst wüssten sie, dass der Maskulismus nicht ein Äquivalent des Feminismus mit umgekehrtem Vorzeichen ist:

 "Der notwendig gewordene Begleitschutz für Prof. Dr. Gerhard Amendt auf dem Düsseldorfer Männerkongress (aufgrund feministischer Drohungen) hat uns sensibel gegen jedwede radikale Ideologie gemacht, sei es Feminismus oder Maskulismus."

Auch die Kritik an der IGAF ist bezeichnend. Fundamentalistisch ist gerade nicht der direktere Ansatz, welche die Probleme endlich beim (feministischen) Namen nennt, während Vereine wie Männer.ch und GeCoBi munter mit Männerfeinden in den Dialog treten, sondern die Anmassung, die intellektuelle und totalitäre Fehlkonstruktion namens Geschlechterpolitik weiterführen zu wollen. Und eine maskulistische Haltung in Sachen Feminismus und Geschlechterpolitik ist auch nicht das gefürchtete "Hardlinertum", sondern lediglich konsequent und widerspruchsfrei - mit dem angenehmen Nebeneffekt, dass man sich in seinem Engagement für Männerrechte und wahre Gleichberechtigung nicht unglaubwürdig macht.

Arnes Eindruck, die IGAF sei etwas für "Hardliner und Fundis" hat wohl auch damit zu tun, dass die IGAF forsch die Schliessung aller Frauenhäuser forderte (was, wie wir mittlerweile wissen, auch Monika Ebeling in Erwägung gezogen hat). Allerdings hat auch Prof. Amendt, welcher jetzt aktives Mitglied bei Agens e.V. ist, schon vor zwei Jahren gefordert, dass Frauenhäuser geschlossen werden sollten, was den Vorwurf des "Hardlinertums" relativieren sollte - es sei denn, man habe aus eigenen Motiven heraus ein Problem mit der konsequenten Ablehnung der Geschlechterpolitik durch die IGAF.

Doch der Wunsch nach Geschlechterpolitik und dem Streben nach wahrer Gleichberechtigung widersprechen sich, da die wahre Gleichberechtigung im Maskulismus die unweigerliche Einseitigkeit und Ungleichbehandlung einer jeglichen Geschlechterpolitik ablehnt. Wenn der Maskulismus und seine Anliegen für eine Person mehr als nur Lippenbekenntnisse sind, dann kann sie schon alleine aus Gewissensgründen keine Geschlechterpolitik betreiben.

Ein behelfsmässig überbrückter Graben

Wenn man nun einerseits die maskulistische Position und jene gewisser Männeraktivisten bezüglich einer Geschlechterpolitik anschaut, so wird deutlich, weshalb bestimmte Elemente der Männerrechtsbewegung schnell und eifrig die Gleichstellungsbeauftragte Monika Ebeling unterstützt haben, während mir kein Maskulist bekannt ist, der genauso enthusiastisch und aktionistisch dieser äusserlich geläuterten Feministin zu Hilfe geeilt wäre.

Diese Tatsache widerspiegelt ein schon länger gärender, weltanschaulicher Gegensatz zwischen Strömungen innerhalb der Männerrechtsbewegung, die sich uneins sind, wie man mit dem Staatsfeminismus und dem Feminismus an sich verfahren soll. Während die Einen den Staatsfeminismus nur gründlich durchschütteln und dann neu besetzt weiter betreiben möchten, wollen die Anderen diesen zum Wohle aller Menschen abschaffen.

Vertreter beider Lager sind sich diesem weltanschaulichen Graben durchaus bewusst, was jedoch bisher kaum jemanden davon abgehalten hat, bei nötiger Gelegenheit gemeinsam aufzutreten und sich zu solidarisieren. So werden Markus Theunert und Gerhard Amendt (Mitglied von Agens e.V.) am zweiten internationalen Antifeminismustreffen auftreten, während René Kuhn vor einiger Zeit ein interessantes Gespräch mit Monika Ebeling führte. Eckhard Kuhla, ein Vorstandsmitglied von Agens e.V. trat am ersten internationalen Antifeminismustreffen auf. Und Arne Hoffmann stand in intensivem Kontakt mit dem Präsidenten des Vereins Antifeminismus Urs Bleiker nach dem dieser nachts auf offener Strasse angeschossen wurde.

Männer.ch distanzierte sich zunächst offen von der IGAF und von der Männerpartei, was jedoch die Spitzen von Männer.ch und dem Verein Antifeminismus nicht davon abhält, sich fortan zweimal pro Jahr zu einem Orientierungsgespräch zu treffen. Dieser Sinneswandel von Männer.ch in Bezug auf die IGAF wurde auch von der NZZ bemerkt. Dieser Kurswechsel liegt wohl auch darin begründet, dass es innerhalb der Mitgliedschaft von Männer.ch grosse Sympathien für den organisierten Antifeminismus gibt (genauso wie viele Mitglieder von GeCoBi laut Oliver Hunziker mit der IGAF sympathisieren). Deren Präsident Markus Theunert muss also einen schwierigen Spagat zwischen staatsfeministischen Kreisen (mit denen er mittelfristig gerne zusammenarbeiten möchte) und den Wünschen und Anliegen vieler Mitglieder schaffen, welche dem Ansatz der IGAF nicht abgeneigt gegenüber stehen.

Wir haben es also mit weltanschaulichen Differenzen zu tun, die uns jedoch im Alltag nicht unbedingt von der gemeinsamen Arbeit abhalten. Was in vielen Fällen auch begrüssenswet ist. Dennoch müssen wir in Zukunft vorsichtig bleiben und genau prüfen, welche Positionen zum Staatsfeminismus potenzielle Verbündete vertreten.  

Konklusion

Der Fall Goslar ist somit nicht nur deswegen interessant, weil er den Feminismus wieder einmal als eine totalitäre Ideologie entlarvt hat, sondern auch, weil er teilweise interessante Einblicke in die aktuellen Mechanismen der deutschsprachigen Männerrechtsbewegung gewährt. Vorallem die unterschiedliche Haltung der verschiedenen Vereine innerhalb der Männerrechtsbewegung zum Konzept der Geschlechterpolitik liess sich relativ deutlich am Ausmass ihres Engagements für die ehemalige Gleichstellungsbeauftragte Monika Ebeling erkennen.

Dabei ist die oft mühselige Arbeit der zahllosen (antifeministischen) Männervereine im deutschsprachigen Raum von unschätzbarem Wert und diese soll nicht unter den Tisch gekehrt werden. Denn jeder Verein stellt ein Sammelbecken von Expertenwissen und Ansätzen dar, welche die Männerrechtsbewegung bereichern und durch ihre mehrspurige Aufgleisung eine aussergewöhnliche Flexibilität verleihen. Man soll weiterhin die Zusammenarbeit vorantreiben, sofern dies aufgrund weltanschaulicher Gemeinamkeiten möglich ist. Dennoch muss man ein wachsames Auge auf gewisse Tendenzen innerhalb der Männerrechtsbewegung haben, damit sich die Fehler des Feminismus nicht wiederholen.

Man könnte zwar zu Gunsten von Geschlechterpolitik befürwortenden Vereinen wie Agens e.V. und Manndat argumentieren, dass die indirekte Demokratie Deutschlands weniger und mühsamere Einflussmöglichkeiten bietet, als das direktdemokratische Modell der Schweiz und dass deshalb ein Dialog mit dem Staatsfeminismus so gut wie unvermeidbar sei um etwas erreichen zu können. Doch haben nicht Stuttgart 21 und die Anti-Atombewegung gezeigt, dass auch nur vom Volk getragene politische Anliegen in Deutschland durchaus einflussreich sein können? Auch in einer direkten Demokratie wird einem nichts geschenkt, so dass ein Bekenntnis zur Geschlechterpolitik kaum durch das jeweils vorherrschende politische System gerechtfertigt werden kann.

Wir Maskulisten haben uns geschworen, den grausamen Geschlechterkampf, welcher der Feminismus über uns gebracht hat, ein für allemal zu beenden. Denn wir Männer wissen aus eigener Erfahrung, mit welcher Verachtung und Brutalität eine von Medien und Universitäten gestützte, institutionalisierte, geschlechterpolitische Ideologie gegen Menschen zweiter Klasse vorgeht. Innerhalb einer rasch an Mitgliedern und Einfluss gewinnenden Männerrechtsbewegung dürfen wir deshalb trotz des berauschenden, aktuellen Erfolges nicht über einige zentrale Grundsätze hinwegsehen! Nur wenn wir verhindern, dass sich ideologische Einseitigkeit und der wahren Gleichberechtigung zuwiderlaufende Partikularinteressen innerhalb der Männerrechtsbewegung einnisten, können wir den Geschlechterkampf ein für allemal beenden.

Denn sollten wir scheitern, wird es in dreissig oder vierzig Jahren tatsächlich einen institutionalisierten Feminismus mit umgekehrtem Vorzeichen geben! Genauso wie Konstantin der Grosse sich gegen seinen Rivalen durchsetzen konnte, weil er im Zeichen des Kreuzes kämpfte und somit den endgültigen Aufstieg des Christentums und somit des Westens begründete, müssen somit auch wir uns an jene Grundsätze halten, die uns den vollständigen Sieg bringen werden.


Konstantin der Grosse erblickt das Chi-Rho am Himmel