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Montag, 25. Juni 2012

Savvakis lehnt den traditionalistischen Geschlechterhierarchismus konsequent ab

Da Flint im alten, gelben Forum sich wieder einmal auf mich eingeschossen hat, ist noch viel mehr Spass mit Geschlechterhierarchisten angesagt. Während der traditionalistische Geschlechterhierarchist Flint zu jenen Leuten gehört, welche die wahre Gleichberechtigung ablehnen, befürworte ich sie als Maskulist - so viel zum Hintergrund des Disputs, welcher sich eigentlich darum dreht, wie Männer und Frauen rechtlich durch den Staat behandelt werden sollen, sobald der Feminismus überwunden wurde.

Es geht dabei dieses Mal um die Haltung des grossen Maskulisten Savvakis (der von Flint und mir als gewichtige Autorität zum Thema Maskulismus anerkannt und häufig auch einfach nur "der Maskulist" genannt wird) zum Thema Gleichberechtigung. Flint und seine Brüder im Geiste behaupten, Savvakis lehne die Gleichberechtigung ab, während ich hingegen schon mehrfach ausgeführt habe, dass er diese sehr wohl befürwortet (was ich schon hier mit Quellen dargelegt habe). In Folge meiner Entgegnungen auf Flints Text sollte unmissverständlich klar werden, dass Savvakis den traditionalistischen Geschlechterhierarchismus klar ablehnt und die wirkliche Gleichberechtigung fordert.

Dies wird ins Besondere dann deutlich, wenn man Savvakis' Vorstellungen zu einem gerechten Staat anschaut (siehe dazu "Medusa schenkt man keine Rosen", S. 334/5, siehe unten im Blogeintrag).

Im Folgenden beinhaltet meine Antwort grosse Teile von Flints Text, welche ich entsprechend markiert und farblich mit Türkis unterlegt habe. Meine Entgegnungen hingegen tauchen in normaler Blogfarbe auf, mit Ausnahme der Zitate, welche grünfarbig darher kommen:

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[Flint]: "Ich möchte nun doch noch mal einen Extra-Strang zum Thema, wo Michail Savvakis steht und was ihm im Gegensatz dazu, von linken Männerrechtlern die sich Maskulisten nennen (linke Maskulisten kann es nach meinem Verständnis nicht geben), gerne unterstellt und angedichtet wird, bzw. bewußt mißinterpretiert wird, aufmachen.

Derjenige der sich hier am meisten penetrant und argumentationsresistent ins Zeug legt und sich als eine Art Frauenbeauftragter, Maskulisten-Beauftragter, Linker Männerrechtler oder weißer Ritter aufspielt, ist bekanntlich Manifold. 

Narrowitsch trifft in einem Antwortbeitrag die Punkte perfekt, indem er hier zu Manifold sagte:

"Was Du nicht alles mit vielen Worten behauptest."
...
"Schön, dass du Dich so umfangreich selbst zitierst, richtiger werden Deine Behauptungen dadurch nicht."
...
"Wenn also "Traditionalistische" an die Notwendigkeit gewisser männlicher Hierachien auf bestimmten Gebieten der Wirtschaft und Forschung glauben, so ist ihr Denken an Handlung und Funktion gebunden, nicht an die Gleichheit aller Menschen. ... Das sind fundamentale Unterschiede, die Du sehr wortreich nicht zur Kenntnis nimmst."

[Manifold]: Du musst Narrowitsch schon vollständig und richtig zitieren:

"Wenn also "Traditionalistische" an die Notwendigkeit gewisser männlicher Hierachien auf bestimmten Gebieten der Wirtschaft und Forschung glauben, so ist ihr Denken an Handlung und Funktion gebunden, nicht an die Gleichheit aller Menschen. Und wie im Großen, so im Kleinen. Also in den Parteien und im Privaten.

Die einen berufen sich auf Geschlecht,meinethalben Kollektiv, die anderen auf Notwendigkeit und Funktion. Das sind fundamentale Unterschiede, die Du sehr wortreich nicht zur Kenntnis nimmst."


Narrowitsch meint hier "fundamentale Unterschiede" zwischen dem feministischen und traditionalistischen Geschlechterhierarchismus herausgearbeitet zu haben (und übersieht dabei, dass Frauen bis ins 19. Jahrhundert in den Minen unter Tage und sehr wohl in den Fabriken am Fliessband gearbeitet haben, siehe dazu hier ... aber lassen wir das), welche ich "nicht zur Kenntnis nehmen" würde.

Allerdings gibt es diese verzweifelt gesuchten, fundamentalen Unterschiede zwischen diesen beiden Schwester-Weltbildern nicht - feministische Geschlechterhierarchisten argumentieren zu Gunsten des höheren Wertes der Frau und der daraus notwendig werdenden Besserstellung genauso mit Notwendigkeit und Funktion, wie es die traditionalistischen Geschlechterhierarchisten tun.

Ich denke ich muss die hier versammelten Herrschaften nicht an die endlosen, feministischen "Frauen-sind-die-Besseren-..."-Listen erinnern, welche aus Sicht der Feministen überlegene, weibliche Funktion belegen sollen und die daraus (für sie) folgende Notwendigkeit, Frauen zu privilegieren und zu fördern.

Man darf auch nicht vergessen, dass der Feminismus im Westen auch dafür gesorgt hat, dass den Frauen aufgrund ihrer Gebär-Funktion zahllose Privilegien zugeschanzt wurden (Mutterschaftsversicherung, Abtreibungsrechte, Verbot von Vaterschaftstests und somit Vertuschung von Kuckuckskindern ...), welche allesamt der Öffentlichkeit als dringende Notwendigkeit präsentiert wurden ...

Es wird also klar, dass es zwischen beiden Weltanschauungen - dem traditionalistischen sowie dem feministischen Geschlechterhierachismus - keine fundamentalen Unterschiede gibt. Im Gegenteil, denn beide berufen sich auf ihre jeweils eigene Version eines aufgrund von biologischer Funktion und Notwendigkeit überlegenen Geschlechterkollektivs, welches gegenüber dem anderen besser zu stellen sei. Ob Feministen nun die bessere Vernetzung des weiblichen Gehirns oder traditionalistische Geschlechterhierarchisten die überlegene Körperkraft des Mannes anführen, um jeweils das eine oder das andere Geschlecht rechtlich zu begünstigen und zu fördern, macht im Wesen schlussendlich keinen Unterschied.

Es ist somit unschwer zu erkennen, dass beide Sorten von Geschlechterhierarchisten genau spiegelbildlich im Bezug auf die Privilegierung und Diskriminierung der Geschlechter vorgehen und ihre Argumente sich im Wesen nach gleichen. 

[Flint]: "Und hier der absolute Kernsatz:

"Wie du Dich auf den Maskulisten berufst, zeigt, wie gründlich er missverstanden werden kann."

Ich denke, damit hat er, was Manifold und sein "Verständnis" von M. Savvakis betrifft, den Nagel auf den Kopf getroffen!"" 

[Manifold]: Wir hatten diese Thematik ja schon letztes Mal, Flint ... und wir beide wissen, wie das ausging.

[Flint]: "Ein gewisser Klimax zitiert hier aus dem Medusa-Buch S.334 von Michail Savvakis.
Seine Absicht ist, zu beweisen, daß Savvakis sich für eine Forderung nach Gleichberechtigung seitens der Männerrechtler ausspricht, da "bedingungslose Gleichberechtigung der Tod des Feminismus wäre" (womit Michail lediglich im Konjunktiv spricht. Es sagt damit nicht, daß dies überhaupt ginge."

[Manifold]: Die Bedeutung, welche du diesem Zitat unterschieben möchtest, wäre gegeben, wenn Savvakis geschrieben hätte: "bedingungslose Gleichberechtigung könnte der Tod des Feminismus sein". Nur so hätte er ausdrücken können, dass es nicht sicher sei, ob dies überhaupt ginge. Doch so wie Savvakis es im Original geschrieben hat, wird ziemlich deutlich, dass Savvakis davon überzeugt ist, dass bedingungslose Gleichberechtigung zum Tod des Feminismus führen würde.

Dass Savvakis eindeutig dieser Überzeugung ist, wird auch klar, wenn man das letzte von mir gebrachte Savvakis-Zitat unten anschaut.

[Flint]: "Und dann zieht Klimax seine Schlußfolgerung mit:
"Die wahren Antifeministen sind nicht die Konservativen, die Steineresoteriker oder Hierarchienfabulierer, sondern die Liberalen."

Ich weiß nicht, ob es ihm lediglich entgangen ist, was Michail direkt und zuvor auf den Seiten 330 bis 333 geschrieben hat, oder ob er dies bewußt unterschlägt um uns hier (s)ein gewünschtes Bild von der Position Savvakis' zum Thema Antifeminist oder Männerrechtler vorzugaukeln.

Um zu verstehen wo Michail Savvakis tatsächlich steht, reicht es nämlich nicht, seine Pro-Männerrechtler-Aussagen zu zitieren. Es ist auch notwendig, seine Pro-Antifeministen-Aussagen zu zitieren sowie seine einschränkenden und kritischen Aussagen zum Männerrechtler-Weg.
Er weiß, daß es beide Strömungen gibt. Er spricht beiden zu, auf ihrem Wege weiter zu machen. Allerdings empfiehlt er den Männerrechtlern, Antifeministen zu sein. Antifeministen beschreibt er im Gegensatz zu Männerrechtlern als diejenigen, die dem Feminismus eine konsquente Absage erteilen."

[Manifold]: Hier vergisst du zu erwähnen, dass Savvakis in seinem Buch "Medusa schenkt man keine Rosen" auf S. 333 explizit die Antifeministen dazu ermahnt, NICHT in traditionalistische Denkmuster zu verfallen, weil diese die menschliche Freiheit einschränken:

"Antifeministen dagegen blockieren, wo sie extrem auftreten und die alten Geschlechterrollen wieder einfordern, eine Aktualisierung der Situation des Mannes nach den sozialen und sonstigen Errungenschaften unserer Zeit, Errungenschaften, die ihm Freiheiten jenseits der Beschützer- und Ernährerfunktion zugute kommen liessen und so eine Befreiung des Mannes von seinen archaischen Vergangenheiten bewirken sollen."

Offensichtlich will Savvakis also nicht, dass Antifeministen die alten Geschlechterrollen wieder einfordern, sondern er möchte diese überwinden. Dass Savvakis hier nur den Mann erwähnt ist dabei unerheblich, denn mit dem Plural "Geschlechterrollen" sind jeweils die alte Geschlechterrolle des Mannes und jene der Frau gemeint.

Schon hier wird also deutlich, welche Welten zwischen der Glorifizierung der und Sehnsucht nach den alten Geschlechterrollen durch die traditionalistischen Geschlechterhierarchisten und die Forderungen von Savvakis liegen.

Savvakis anerkennt, dass der Feminismus niemals wirkliche Gleichberechtigung, sondern lediglich einseitige Frauenprivilegierung gewollt hat, so dass die (durchaus richtige) konsequente Absage an den Feminismus nicht automatisch eine Absage an die echte Gleichberechtigung sein kann:

"[...] dass bedingungslose Gleichberechtigung der Tod des Feminismus wäre; sie wäre das, was dieser nie gewollt und nie gemeint hatte, sondern stets nur als Vorwand gebrauchte, um einen Fuss in den Türspalt des politischen Ereignisses zu setzen." (S. 334)

Die Aufforderung, Antifeminist zu sein, kann also nicht als Aufforderung, die wirkliche ("bedingungslose") Gleichberechtigung abzulehnen, verstanden werden (zumal Savvakis diese wirkliche Gleichberechtigung nach wie vor explizit fordert).

Savvakis kritisiert auch nicht den "Männerrechtler-Weg" mit der wirklichen Gleichberechtigung, wie du hier andeutest (in Wahrheit kommt das Wort auf den besprochenen Seiten gar nicht vor, sondern er spricht von zwei "Ansätzen"), sondern er kritisiert die extreme Ausprägung der sogenannten "Pragmatiker", welche sich beim Staatsfeminismus einschleimen, sich für die feministische Gleichstellung und den Genderismus engagieren und dort ihr Jungen-Projekt lancieren möchten (siehe zuvor auf Seite 332):

"Indem Männerrechtler gleiche Rechte einfordern und zu diesem Zweck Gleichstellungs-Mechanismen des Staates in Anspruch nehmen, rutschen sie leicht in die Lage, auch die theoretischen Grundlagen dieser Mechanismen, nämlich die Genderismus genannte These mit ihrer Überbetonung der sozialen Faktoren bei der "Konstruktion" des Geschlechts zu übernehmen." (S. 333)

Logischerweise sind diese "pragmatischen Männerrechtler" also erst dann laut Savvakis abzulehnen, wenn sie gleiche Rechte fordern UND mit dem Staatsfeminismus kooperieren. Seine negative Aussage bezieht sich also auf diese Kombination, nicht auf eines dieser beiden Elemente (gleiche Rechte / Mitarbeit beim Staatsfeminismus). Folglich gilt seine Absage nicht den gleichen Rechten, wie du meinst, sondern jenen Männerrechtlern, welche mit der Kombination, diese gleichen Rechte durch den Staatsfeminismus erreichen zu wollen (diese Schlussfolgerung ist die einzig Sinnvolle, denn Savvakis spricht sich immer wieder für wirkliche Gleichberechtigung und somit gleiche Rechte aus, siehe dazu auch weiter unten).

Savvakis lehnt hier also nicht den Gedanken gleicher Rechte für Männer und Frauen an sich ab, sondern das perverse Verständnis, diese durch Gleichstellung und Mitarbeit mit dem Staatsfeminismus erreichen zu wollen - denn dies fördere die Tendenz, profeministische Positionen zu übernehmen. 

[Flint]: "Ich habe mir die Mühe gemacht, die entsprechenden Texteile von Seite 331 bis 333 nach Schwerpunkten farbig zu markieren. Alles was Michail bezüglich Antifeministen sagt habe ich Fett und mit blauer Schrift markiert. Alles was er über Mänhnerrechtler sagt, habe ich mit roter Schrift markiert.

Das Wesentliche noch mit Hintergrundfarbe."

[Manifold]: Süss.

[Flint]: "Was mir hier besonders wichtig ist, ist die herzliche Empfehlung, die Michail den Männerrechtlern gab, nämlich Antifeministen zu sein!

Nachdem das hier von einigen -besonders von Manifold- gerne penetrant übersehen, direkt geleugnet oder sogar frech und dummdreist das Gegenteil behauptet wird, habe ich die Schrift besonders groß, fett und mit leuchtend grünem Hintergrund versehen. Es wird zwar womöglich trotzdem nichts nutzen, denn was (außer den permanenten Schlägen im Laufe des Lebens, die man so lange erfährt wie man eben falsch liegt) vermag schon ein ideologisches Brett-vorm-Kopf zu durchdringen? Aber ein Versuch war es mir trotzdem wert. Es mußte gesagt werden und die Arbeit mußte geleistet werden!"

[Manifold]: Savvakis versteht allerdings unter Antifeminismus, dass man schlichtweg den Feminismus komplett ablehnen und nicht mit ihm kooperieren soll (siehe Zitat oben). Er versteht darunter nicht, zur traditionellen Rollenverteilung, wie du es willst, zurück zu kehren (siehe Zitat weiter oben).

Dies erkennt man auch unumstösslich an Savvakis Beschreibung eines gerechten Staates. Wir blättern dazu zu den Seiten 334 und 335 und lesen:

"Der gerechte Staat aber würde Rechte garantieren, und dies mit der gleichen Treue gegenüber allen Individuen unabhängig von ihrem Geschlecht. Gleiche Rechte gingen unbedingt mit gleichen Verpflichtungen einher, soweit der einzelne nicht aufgrund einer physischen, seelischen oder geistigen Unzulänglichkeit einer Sonderbehandlung bedürfte." (S. 334, Savvakis schreibt im Original das Wort "allen" im ersten Satz des Zitats explizit zur Betonung kursiv!)

Savvakis fordert hier also, dass gleiche Rechte zu gleichen Pflichten unabhängig von der Gruppenzugehörigkeit vom Staat verliehen werden und dass jedes Privileg durch eine Sonderleistung verdient wird.

Man darf hier natürlich darüber streiten, was Savvakis unter physischen, seelischen oder geistigen "Unzulänglichkeiten" versteht, da er jedoch nicht die Eigenheiten der weiblichen oder männlichen Physiologie anspricht, kann wohl unter "Unzulänglichkeiten" geschlechtsunabhängige Ausnahmeerscheinungen wie zum Beispiel Behinderungen verstanden werden.

Hier bestätigt Savvakis also noch einmal die Forderung nach wahrer Gleichberechtigung und betont indirekt, dass alle Männer und Frauen einen intrinsisch gleich grossen, ethischen Wert aufweisen, sonst wäre es wohl kaum gerecht, wenn der Staat allen Individuen unabhängig von Geschlecht Rechte mit gleicher Treue garantieren würde.

Savvakis erteilt der einseitigen Privilegierung oder Exklusion aus gewissen Bereichen aufgrund von Geschlecht (wie es die feministischen und traditionalistischen Geschlechterhierarchisten fordern) eine klare Absage:

"Eine Umverteilung der Anerkennung von den tatsächlichen Leistungsträgern zu auserwählten Günstlingen gälte als Korruption. Jede "positive Diskriminierung" auch.

Der gerechte Staat hätte nicht Stellen zu vergeben und Stellungen vorzuschreiben, weder Gleichstellungen noch Andersstellungen. Alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens würden durch die männlichen und weiblichen Individuen, die sie bevölkern, nach dem Mass besetzt, nach welchem diese Männer und Frauen Neigungen, Fertigkeiten und Präferenzen zur Verfügung stellen möchten und können. Über die jeweiligen Einstellungen entschieden die in den entsprechenden Entscheidungspositionen eingesetzten Sachverständigen nach dem Mass eben ihres Menschen- und Sachverständnisses, ohne rigide Vorgaben staatlich diktierter Bevorzugung nach biologischen oder sonstigen Merkmalen; kurz: der Staat nähme die Finger weg von den Geschlechtern, Geschlechterpolitik wäre aus!"
(S.335)

Savvakis macht hier also unmissverständlich klar, dass ein gerechter Staat nach seinen Vorstellungen weder Männer noch Frauen einseitig privilegiert, diskriminiert oder vom Erwerb von Rechten ausschliesst. Weder feministische, noch traditionalistische Geschlechterhierarchismen lassen sich mit so einem gerechten Staat vereinen, denn beide Weltbilder wollen das eine Geschlecht rechtlich und mit Hilfe des Staates über das andere stellen.

Der Staat dürfe also laut Savvakis gar nicht Männer aufgrund der von den traditionalistischen Geschlechterhierarchisten postulierten "natürlichen Hierarchie" besser behandeln oder rechtlich über die Frauen stellen, noch diese zu Gunsten der Männer diskriminieren. Savvakis lehnt hier also indirekt den traditionalistischen Geschlechterhierarchismus ab und somit auch Flints Verständnis von Antifeminismus, was uns aber schon weiter oben klar wurde.

Zusammenfassend muss also gesagt werden: Seine Empfehlung an die Männerrechtler, Antifeministen zu sein, kann also nicht als Absage an die wirkliche Gleichberechtigung verstanden werden, weil er diese explizit in seinem Verständnis eines gerechten Staates fordert und den traditionalistischen Geschlechterhierarchismus mitsamt dessen Verständnis von Antifeminismus ablehnt.

Dies wird im nächsten Abschnitt überdeutlich, wenn er die Vorzüge und die Durchschlagskraft eines Antifeminismus basierend auf der Forderung nach wirklicher Gleichberechtigung noch einmal betont (im folgenden Zitat wird auch deutlich, dass Savvakis im Gegensatz zu Flints Meinung davon überzeugt ist, dass sein gerechter Staat mitsamt der bedingungslosen, wirklichen Gleichberechtigung der Tod des Feminismus bedeuten würde):

"Meint jetzt noch irgendein Antifeminist, das "sein" Feminismus unter den obigen Bedingungen [Savvakis gerechter Staat] noch lange zu leben hätte ausser vielleicht als abgemagertes Frauenblättchen an der kalten Kioskwand? Wir sehen, die Diskrepanz zwischen Antifeministen und Männerrechtlern ist zumindest mit Blick auf die Zielsetzungen beider Gruppen nur eine scheinbare." (S.335)

Deshalb kann Savvakis auch konkludieren, dass beide Gruppen, Antifeministen und Männerrechtler, gemeinsame Zielsetzungen haben: Die Vernichtung des Feminismus durch die Forderung nach wirklicher Gleichberechtigung.

Savvakis lehnt auf diesen paar Seiten also nicht nur den traditionalistischen Geschlechterhierarchismus ab, sondern bekräftigt noch einmal die maskulistische Forderung nach wirklicher Gleichberechtigung durch seine eindeutige Beschreibung eines gerechten Staates. Indem Flint und seine Brüder im Geiste immer wieder trotz der eindeutigen Faktenlage das Gegenteil behaupten, verzerren und instrumentalisieren sie lediglich Savvakis Autorität für ihre eigenen ideologischen Absichten, welche Savvakis niemals gutheissen würde.

Es erstaunt mich darum sehr, weshalb Flint in seiner Signatur auf Savvakis Seite verweist - schliesslich spricht sich Savvakis explizit wieder und wieder für die wirkliche Gleichberechtigung aus, wie sie wir Maskulisten fordern und wie sie Flint und die restlichen Geschlechterhierarchisten so verbittert hassen.

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Donnerstag, 21. Juni 2012

Die Gemeinsamkeiten zwischen feministischen und traditionalistischen Geschlechterhierarchisten

Es ist eine der amüsanteren Widersprüche der traditionalistischen Geschlechterhierarchisten, dass sie sich einerseits wegen dem Kollektivismus linker und feministischer Ideologien ereifern, aber andererseits in ihrem eigenen Denken analog vorgehen.

Es gibt deshalb im Wesen auch keinen Unterschied zwischen dem Feminismus und dem traditionalistischen Geschlechterhierarchismus - denn beide wollen Rechte und Pflichten basierend auf Gruppenzugehörigkeit verteilen und bemühen deswegen pseudowissenschaftliche Argumente um diese einseitige Verteilung zu rechtfertigen.

So meinen feministische Geschlechterhierarchisten, dass Männer und Frauen alle die genau gleichen Neigungen und Talente hätten und wenn dann in der Realität nicht eine genau gleiche, hälftige Verteilung aller Güter zwischen Männer und Frauen vorliegt, dass dies die Schuld eines ominösen, bösen "Patriarchats" sei. Deshalb müsse man mit Gleichstellung, sprich, einer einseitigen, kollektivistischen Privilegien-Verteilung zu Gunsten der Frau und auf Kosten des Mannes die Realität verbiegen.

Tradtionalistische Geschlechterhierachisten postulieren irrigerweise, dass existierende, biologische Unterschiede eine "natürliche Hierarchie" bilden würden, dass Frauen a priori nicht rational denken könnten und rechtfertigen wiederum damit eine einseitige, kollektivistische Privilegienverteilung zu Gunsten von Männern und auf Kosten der Frauen.

Wir haben es also bei beiden Formen von Geschlechterhierarchismus mit ähnlich realitätsverweigernden Denkfehlern und gleichartigen Forderungen in nur oberflächlich verschiedenem Gewand zu tun.

Es versteht sich deshalb von selbst, dass ein konsequenter Antifeminismus beide Weltanschauungen - die feministischen und die traditionalistischen Geschlechterhierarchismen - ablehnen muss, da beide im gleichen Mass basierend auf Fakten verleugnenden Dogmen mit Kollektivismen und einseitiger, gruppenbasierter Privilegierung arbeiten.

Denn wie könnte man diese wesentlichen Attribute bei der einen Weltanschauung aufs Schärfste als ungerecht entlarven und bekämpfen, während man sie bei der anderen Weltsicht einfach duldet, ja sogar befürwortet, ohne sich in offensichtlichen Widersprüchen zu verlieren und sich deshalb lächerlich zu machen?

Folglich kann ein konsequenter Antifeminismus nur mit Hilfe der wahren Gleichberechtigung (wie sie der savvakinisch geprägte Maskulismus fordert) funktionieren, denn nur diese überwindet das Kollektivismusdenken mitsamt der einseitigen Privilegierung und überlässt es dem Individuum selber losgelöst von seiner Gruppenzugehörigkeit, welche Rechte er sich zu gruppenunabhängig gleich grossen Pflichten erarbeitet.

Folglich kann die wahre Gleichberechtigung nur jenen Menschen ein Dorn im Auge sein, welche in kollektivistischem Denken gefangen sind und ihre eigene Klientelgruppe auf Kosten anderer Gruppen privilegieren möchten.

Ursprünglich hier als Antwort erschienen 

Gerade wurde ich im Forum noch auf ein vielsagendes Zitat von Savvakis zu genau diesem Thema aufmerksam gemacht - er bestätigt darin, dass Antifeminismus erst durch das Pochen auf wahre Gleichberechtigung besonders effektiv wird:

"Gegen die Kollaboration von Staat und Weib taugt nur ein Konzept: die Rückkehr des Individuums. Das wäre aber zugleich die Abkehr von der kollektivistischen Gleichstellung zu der individualistischen Gleichberechtigung. Und solche fordern ja die Männerrechtler konsequent. Bevor nun der Antifeminist solche Forderung als unzureichend oder gar kontraproduktiv zu geißeln sich anschickt, kann ihm versichert werden, daß bedingungslose Gleichberechtigung der Tod des Feminismus wäre; sie wäre das, was dieser nie gewollt und nie gemeint hatte, sondern stets nur als Vorwand gebrauchte, um einen Fuß in den Türspalt des politischen Ereignisses zu setzen." (Medusa schenkt man keine Rosen, S. 334)

Savvakis erkennt hier auch an, dass der Feminismus niemals richtige Gleichberechtigung gewollt, sondern den Begriff lediglich missbraucht hat. 

Mittwoch, 30. Mai 2012

Noch mehr Spass mit Geschlechterhierarchisten

Aus einer gerade laufenden Diskussion mit einem weiteren Geschlechterhierarchisten: 

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» Lieber Manifold, ich versuche deinen Standpunkt zu verstehen. Versuchst es
» umgekehrt auch?

Das Problem wird nicht bei mir liegen, glaub' mir.

» Ein entscheidendes Problem scheint mir darin zu liegen, daß du den
» Begriff "Gleichberechtigung" übermäßig strapazierst. Du lädst ihn mit
» Bedeutungen auf, die ihn geradezu zu einer magischen Formel, zum Teil einer
» Heilslehre machen. Gleichzeitig machst du ihn damit zu einem Reizwort.

Ist das bei deinem Geschlechterhierarchismus mit seiner vermeintlich "natürlichen Hierarchie" nicht genauso?

Du kommst hier regelmässig im Forum vorbei geschneit und verbreitest deine Heilslehren, bis du wieder hinausfliegst. In sämtlichen Foren der Männerrechtsbewegung wurdest du schon gesperrt - du weisst selber am besten warum.

» Wir alle sind in vielfältiger Weise ungleichberechtigt. Ich z.B. bin
» berechtigt, einen Lastwagen mit Anhänger zu fahren. Du bist vielleicht
» berechtigt, eine Straßenbahn zu fahren. Ich bin wahlberechtigt, mein
» minderjähriger Sohn ist es nicht. Ich darf auf die Herrentoilette, eine
» Frau darf es nicht. Und so weiter.
» Ebenso konstituieren die verschiedenen Berechtigungen jeweils eine
» Hierarchie. Das ersieht man schon angesichts der Führerschein-Klassen.
» Sie erzeugen eine hierarchisch gestufte Klassengesellschaft.

Du vertrittst den Standpunkt, dass Gruppen (die Frauen z.B.) a priori von der Erarbeitung von Rechten ausgeschlossen werden sollen. Sie sollen also nie die Chance haben, sich das Wahlrecht oder einen Führerschein zu verdienen. Das ist etwas völlig anderes, als wenn Männer und Frauen beiden erlaubt wird, sich ein Recht zu erarbeiten - und dieses Recht dann schlussendlich nicht alle haben.

Diese von dir angesprochene Hierarchie ist somit im Grunde genommen keine - denn nichts hält die Nichtbesitzenden eines Rechtes davon ab, sich das gleiche Recht durch die Ableistung gleicher Pflichten zu verdienen. Denn sie werden nicht alleine wegen Gruppenzugehörigkeit vom Erwerb eines Rechts ausgeschlossen.

Offensichtlich verstehst du den Begriff "Gleichberechtigung" genauso wie die Feministen - nur weil man im gleichen Masse zu etwas berechtigt ist, heisst das noch lange nicht, das man es im gleichen Masse auch besitzen muss. Menschen sind also nicht "ungleichberechtigt", wenn sie nicht überall genau die gleichen Rechte aufweisen, sondern wenn sie a priori vom Erwerb bestimmter Rechte allein aufgrund von Gruppenzugehörigkeit ausgeschlossen werden.

Eine hierarchisch gestufte Klassengesellschaft würde dann existieren, wenn Menschen aufgrund von Klassenzugehörigkeit von vornherein vom Erwerb bestimmter Rechte ausgeschlossen werden würden. Dies wäre unter der wahren Gleichberechtigung gerade nicht der Fall, wie bereits ausgeführt. Es ist also unsinnig, die sich frei ausbildende Verteilung von Rechten ohne Gruppeneinschränkung als Argument für einen starren Geschlechterhierarchismus nach Gruppenzugehörigkeit zu verwenden.

Man rechtfertigt das gleichmacherische Prokrustesbett ja schliesslich auch nicht damit, dass die Menschen von Natur aus verschieden gross sind.

» Nun greifst du zum Hilfsmittel der Begriffs-Umdeutung, indem du die
» Spezifizierung "wahre Gleichberechtigung" einführst. Damit
» qualifizierst du alle diejenigen, die deinen Standpunkt nicht teilen, also
» die Andersdenkenden, indirekt als solche, die an der Wahrheit nicht
» teilhaben, als Verfälscher, wenn nicht sogar als Unwahrhaftige.

Der Begriff "wahre Gleichberechtigung" oder "echte Gleichberechtigung" (IGAF Schweiz) oder auch "wirkliche Gleichberechtigung", wie ihn Savvakis schon seit Jahren benutzt, ist eine Abgrenzung zum falschen Verständnis von Gleichberechtigung im Feminismus - denn dieser versteht unter Gleichberechtigung, dass Gerechtigkeit nur dann existiere, wenn Männer und Frauen in allem gleich sind und deshalb faktisch gleichgestellt werden müssten.

Doch logischerweise ist Gleichstellung und Gleichheit nicht mit dem Wort Gleichberechtigung vereinbar, da Gleichstellungsmassnahmen und Umverteilung von Männern zu Frauen und umgekehrt die Menschen jeweils UNgleich berechtigt: Siehe dazu Frauenquoten, Frauenförderung, Frauenparkplätze, welche Männer von vornherein vom Erwerb eines Rechtes ausschliessen oder stark behindern, alleine aufgrund von Gruppenzugehörigkeit - Männer sind also nicht mehr gleichberechtigt darin, sich ein gleiches Recht zu gleichen Pflichten zu erwerben, wie Frauen. Genauso wie dein Geschlechterhierarchismus, versucht auch der Feminismus Rechte aufgrund von Gruppenzugehörigkeit und anhand einer künstlichen Bewertungshierarchie (Frau besser, Mann schlechter) umzuverteilen.

Deshalb bezeichne ich deine Position als einen umgekehrten Feminismus.

In diesem Sinne verwendet Savvakis das Wort "wirkliche Gleichberechtigung", um aufzuzeigen, dass er sich nicht diesem falschen, feministischen Verständnis von Gleichberechtigung bedient. In dem Sinne ist es tatsächlich eine Absage an die Verfälscher und Unwahrhaftigen, indem es aufzeigt, dass ein Maskulist die feministische Deutungsmacht vollständig abgeschüttelt hat und ein neues, ein besseres Verständnis von Gleichberechtigung vertritt.

» Ferner bedienst du dich eines argumentativen Kurzschlusses:
» Denn wer wahre Gleichberechtigung und den dieser zugrunde liegenden,
» christlich begründeten, ethisch-moralisch gleichen Wert der Geschlechter
» zu Gunsten einer allein meritokratisch basierten Menschenbewertung ablehnt,
» etabliert eine den faschistischen und nationalsozialistischen Ideologien
» innewohnende, künstliche Wertigkeitshierarchie unter den Menschen - mit
» den uns allen bekannten Konsequenzen der Unterjochung, Ausgrenzung,
» Verfolgung, Massenmorde und Vernichtungslager.

» Du packst damit etwas in mein Modell hinein, das nicht meinem Denken
» entspringt, und erwartest von mir, daß ich mich davon nun distanziere -
» so, als sei es von mir selbst.
» Diese "künstliche Wertigkeitshierarchie", die den Nazi- u.a. Ideologien
» angeblich innewohnt, kenne ich nicht. Es mag sie geben, aber ich operiere
» nicht damit, zumindest nicht bewußt. Falls ich es unbewußt tue, so weise
» das bitte anhand meiner Aussagen nach! Es genügt nicht, das pauschal und
» implizit zu unterstellen. Du schiebst dein eigenes Weltbild in meines
» hinein. Das hat fast etwas Paranoides.
» Eine moralische Gleichwertigkeit von Männer, Frauen und Kindern - im
» Sinne einer natürlichen Gegebenheit - erkenne ich nicht an.

Wer die natürliche, ethische Gleichwertigkeit aller Menschen ablehnt, propagiert konsequenterweise eine künstliche Wertigkeitshierarchie. Doch alle Menschen werden frei mit einer rationalen Seele geboren, wie es das Christentum lehrt, und besitzen somit einen intrinsischen, gleich grossen Wert, was sich historisch im Westen im Gedanken der Grundrechte und der Menschenrechte manifestiert hat.

Totalitäre Ideologien wie der Nationalsozialismus leugnen diese natürliche, intrinsische, ethische Gleichwertigkeit und postulieren, dass gewisse Menschen a priori mehr wert seien als andere. Sie konstruieren also eine künstliche Wertigkeitshierarchie, die so in der Natur nicht existiert. Die Folgen sind bekannt und beinhalten unausweichlich die Degradierung und Drangsalierung der entwerteten Bevölkerungsteile (gerade im Bezug auf Mann und Frau ist dies ganz besonders Unsinn, denn in diesem binären System der gegenseitigen Abhängigkeit und wechselseitigen Komplementarität kann es logischerweise keine natürliche Hierarchie oder Höherwertigkeit eines Elements geben - wie auch?).

Dein Geschlechterhierarchismus verfährt genauso, denn nicht nur stellt er den Mann von vornherein als das wertvollere Geschlecht dar, sondern er leugnet genauso wie der Nationalsozialismus den intrinsisch gleich grossen, ethischen Wert aller Menschen:

"Eine moralische Gleichwertigkeit von Männer, Frauen und Kindern - im Sinne einer natürlichen Gegebenheit - erkenne ich nicht an."

Dies manifestiert sich auch in der Tatsache, dass du Frauen als Tiere bezeichnest und dies auch noch explizit verteidigt hast:

"Frauen sind Tiere. Viele Frauen unterstreichen diesen Eindruck ja noch dadurch, daß sie, die nötigen Mittel vorausgesetzt, einen Nerzmantel tragen, oder, auf etwas tieferem Niveau, sich z.B. "Hasilein" nennen lassen."

Und ihnen sogar das Menschsein absprichst:

"Nehmt den Menschen ernst, und die Frau wird an die Stelle gerückt, die ihr zusteht."

Auch die Braunlinken haben Juden und andere "Untermenschen" als Tiere dargestellt, ihnen ihr Menschsein abgesprochen und sind dann anschliessend entsprechend mit ihnen verfahren. Zuerst haben sie ihnen Rechte weggenommen und sie so ihrer Meinung nach "an die ihnen zustehende Stelle gerückt" - anschliessend das Leben. Das sind die Konsequenzen, wenn man die Wertigkeit einer Person allein an ihrer Gruppenzugehörigkeit und Leistungsfähigkeit bindet und dabei den intrinsisch gleich grossen Wert aller Menschen leugnet.

Dies ist auch schlichtweg unvernünftig und kurzsichtig gedacht, denn jeder Mensch wird früher oder später entweder arbeitsunfähig, krank oder sonst wie in seinem meritokratischen Wert eingeschränkt sein. Nur schon aus purem Eigennutz ist es also sinnvoll, auf einen natürlichen, intrinsischen und von der Leistungsfähigkeit unabhängigen Wert aller Menschen zu bestehen - nur schon, damit man selber als alter, kranker Mann nicht auf die Strasse geworfen, sondern gepflegt und behandelt wird.

Die weltanschaulichen Parallelen zwischen dem nationalsozialistischen und deinem Weltbild sind deutlich sichtbar und nicht zu leugnen. Hier wird also deiner Position nicht etwa etwas unterstellt, sondern es wird lediglich wiedergegeben, was du selber schreibst und seit Jahren vertrittst.

» Ich kämpfe auch nicht gegen Männerdiskriminierung. Indem du das
» unterstellst, zeigst du, daß du dich nicht wirklich auf meinen Standpunkt
» bzw. auf das traditionalistische Modell eingelassen hast. Die
» Männerrechtsbewegung ist in meinen Augen Humbug und zurecht ein Gegenstand
» des weiblichen Spotts.

Das ist tatsächlich ein grosses Problem.

Denn schlussendlich macht dies deutlich, dass der Traditionalismus und mit ihm dein Geschlechterhierarchismus nichts in einer Bewegung verloren haben, welche sich gegen Männerdiskriminierung wehrt. In Tat und Wahrheit liegt euch gar nichts an freien Männern, die ihr feministisches Joch abgeworfen haben, denn sie sollen gefälligst wieder das traditionalistische Joch schultern. Vielmehr versuchen Leute wie du, das Unglück von Männern für ihre eigenen ideologischen Absichten auszunutzen und somit die Männerrechtsbewegung zu missbrauchen.

Man kann da nur dankbar sein, wie offen du dies vor den hier versammelten Männerrechtlern, Maskulisten und Antifeministen sagst. Nun wissen sie, was Deinesgleichen von ihnen und ihrer tagtäglichen Schweissarbeit denken. Die Geschlechterhierarchisten Bero und Flint haben sich ja in diesem Forum schon ähnlich geäussert.

Das erleichtert meine Arbeit enorm.

» deswegen interessiert sich auch kein einziger bekannter,
» erzkonservativer Fundamentalist für Männerdiskriminierung, im
» Gegenteil,

» Das ist doch klar: Diese "Fundamentalisten" leben noch im
» prä-feministischen Zeitalter. Sie sind konservativ in dem Sinne, daß sie
» unbeweglich sind; nicht in dem Sinne, daß sie das Bleibende in die Zukunft
» retten wollen.

Das ist aber eben gerade NICHT konservativ. Denn konservativ heisst, das Wesentliche zu bewahren und behutsam weiterzuentwickeln. Du beschreibst hier lediglich in der Vergangenheit gefangene Reaktionäre.

» Es ließe sich noch viel darüber diskutieren. Voraussetzung für eine
» sinnvolle Diskussion wäre aber, daß du aufhörst, deine Vorurteile in
» andere Standpunkte hineinzutragen und diese damit so umzuformen, daß ihr
» jeweiliger Inhaber sich darin nicht mehr wiedererkennt. Die kritische
» Reflexion deines Feindbildes ist eine Arbeit, die du zuerst selber leisten
» mußt!

Wie oben ausgeführt, gebe ich lediglich das wieder, was du und Deinesgleichen selber seit Jahren vertreten. Bist du denn fähig, dein eigenes Feindbild, die wahre Gleichberechtigung, kritisch zu reflektieren?

Oder verlangst du dies nur von anderen?

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Dienstag, 29. Mai 2012

Vernunft, Moral und kulturelle Loyalität sprechen zu Gunsten der wahren Gleichberechtigung

Zwar schon etwas älter, aber noch aktuell ist diese Antwort auf einen Geschlechterhierarchisten, im Rahmen einer Auseinandersetzung um den Begriff "Gleichberechtigung" im alten, gelben Forum, welcher lieber den heutigen Feminismus weiterleben lassen würde ("Eher nehme ich noch die heutige Weiberprivilegierung in Kauf"), als den Maskulismus mit seiner wahren Gleichberechtigung siegen sehen zu müssen. 

Um die Antwort gut nachvollziehen zu können, schlage ich vor, erst den Text des Geschlechterhierarchisten zu lesen. 

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Hier geht es nicht um die Interaktion zwischen Mann und Frau, sondern darum, wie Männer und Frauen durch das Gesetz behandelt werden. Noch geht es darum, die körperlichen Unterschiede zwischen Mann und Frau zu leugnen oder ihnen vorzuschreiben, wie sie wann und wo zu handeln haben - maskulistische Gleichberechtigung ist kein Traditionalismus, welcher jeden Aspekt des Lebens zwangsreguliert.

Was wir wollen, kann allein kein Argument gegen wahre Gleichberechtigung sein - eigentlich wollen wir auch keine Fahrprüfung für unseren Führerschein ablegen, sondern müssen es, weil es die Vernunft gebietet. Genauso ist es mit maskulistischer Gleichberechtigung - die Vernunft gebietet es, dass man allen Menschen, da sie von Gott eine rationale Seele erhielten und frei geboren wurden, die Möglichkeit lässt, ungebunden zu entscheiden, welche Rechte sie durch Ableistung von daran gebundenden Pflichten erarbeiten. Unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Religion oder Nationalität.

Manche mögen sich in ihrer traditionalistischen Selbstherrlichkeit damit abfinden können, Frauen auf ihre vermeintlich "natürliche Rolle" mit Herd und Kinderzeugung zu beschränken - doch du würdest gar schrecklich heulen, wenn man dich als Mann auf körperliche Schwerstarbeit und Spermaproduktion reduzieren würde - warum? - weil du darin zu Recht eine Verschwendung all deiner restlichen Talente und Fähigkeiten erblicken würdest, die du dem Gemeinwohl angedeihen lassen könntest.

Die von dir falsch verstandene Natürlichkeit des Geschlechts taugt also nicht als Vorgabe zum Entwurf von Gesetzen, so wie du es andeutest. Denn sie zwingt jeweils beide Geschlechter in ein einengendes, gleichmacherisches Prokrustesbett, welches Freiheit, Eigenverantwortung und Individualität erstickt - genau das, was du zurecht dem Feminismus und zu Unrecht der wahren Gleichberechtigung vorwirfst.

Denn die wahre Gleichberechtigung erlaubt uns die Problematik der prokrustinischen Umerziehung und entindividualisierenden Rolleneinzwängung, welche omnipräsent im feministischen Verständnis von "Gleichberechtigung" und in der traditionellen Rollenverteilung für Mann und Frau sind, elegant zu umgehen. Denn indem wir die feministisch angestrebte Ergebnisgleichheit fallen lassen und lediglich jedem Mann und jeder Frau die Möglichkeit lassen, selber zu entscheiden, welche meritokratischen Rechte sie sich erarbeiten, ist jeder selber für seinen Erfolg erforderlich - und nicht mehr das böse "Patriarchat" oder eine vermeintlich exklusive Überlegenheit, welche jeweils durch staatliche Umerziehung im Feminismus erdrosselt und niedergekämpft und im Traditionalismus aufrechterhalten und eifersüchtig bewacht werden müssen.

Im Feminismus genauso wie in deinem Traditionalismus muss also der Staat über die Einhaltung der jeweiligen Prokrustes-Ordnung wachen. Denn ist es nicht auch staatlich erzwungene Umerziehung, wenn man Frauen vor lauter Angst nahezu alle natürlichen Rechte und Möglichkeiten eines frei geborenen Individuums wegnehmen muss, nur um sie in einem traditionalistischen Menschenbild hineinzwängen zu können? Dein naturwidriges Weltbild bedeutet also genauso verachtenswerte Umerziehung wie der gegenwärtige Feminismus.

Der Maskulismus hingegen braucht jedoch keine neuen Menschen, im Gegensatz zum Feminismus und zu deinem Traditionalismus - denn die Menschen werden im Maskulismus nicht in vorgegebene Vorstellungen von Geschlechtlichkeiten und Rollen eingezwungen, sondern entscheiden selbständig.

Es ist auch passend, dass du den kulturellen Zerfall des heutigen Westens ansprichst und mit dem Untergang des alten Rom assoziierst. Doch die Quelle allen Zerfalls liegt heutzutage nicht daran, dass deine traditionalistische Prokrustesbetter und Umerziehungsvorgaben im Staat fehlen, sondern dass in unserer heutigen, quasirömischen Dekadenz Rechte nicht mehr an Pflichten gebunden, sondern fast schon herausgeschleudert werden. Und gerade da setzt der Maskulismus an - gleiche Rechte nur durch gleiche Pflichten! Welches vernünftigere Mittel gegen kulturzersetzenden Hedonismus gibt es also, als ein konsequenter Maskulismus?

Durch die Vernunft, durch die Moral und durch die Hingabe zur europäisch-westlichen Kultur betrachtet ist also der Maskulismus und mit ihm die wahre Gleichberechtigung in allen relevanten Punkten dem feministischen und dem traditionalistischen Weltbildern überlegen.

Aber an jemanden wie dich, welcher offen zugibt, dass er lieber die verabscheuungswürdige, feministische Frauenprivilegierung auf Kosten von Männern und der Gesellschaft als Ganzes in Kauf nimmt und Pol Pot allen Ernstes als "guten Menschen" betrachtet, ist eine Ermahnung zur Vernunft, Moral und kulturellen Loyalität wohl verschwendet.

Nicht, dass ich von einem Traditionalisten mehr erwartet hätte - euer weisses Rittertum in den letzten 200 Jahren war schliesslich die entscheidende konservative Komponente, welche zusammen mit anderen Elementen den Erfolg des Feminismus erst möglich machte.

Du verstehst nun sicherlich, weshalb ich dein Weltbild zutiefst verachte.

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Donnerstag, 19. April 2012

"Das Weib schweige in der Gemeinde" - ein haltloses Hierarchisten-Sprüchlein


“Wie in allen Gemeinden der Heiligen lasset eure Weiber schweigen unter der Gemeinde; denn es soll ihnen nicht zugelassen werden, daß sie reden, sondern sollen untertan sein, wie auch das Gesetz saget. Wollen sie aber etwas lernen, so lasset sie daheim ihre Männer fragen. Es stehet den Weibern übel an, unter der Gemeinde reden.”

Allerdings ist es unwahrscheinlich, dass dieses geflügelte Hierarchisten-Sprüchlein tatsächlich von Apostel Paulus selber stammt. Viel wahrscheinlicher ist es, dass dieser Spruch erst später nachträglich eingefügt wurde.

Dies aus mehreren Gründen:

1) Es widerspricht dem Rest der Paulusbriefe, welche klar belegen, dass Paulus nicht nur mit predigenden Frauen und Frauen als Diakoninnen zusammengearbeitet hat, sondern deren Hilfe entscheidend für sein eigenes Überleben war und er deren Arbeit zustimmend lobte (siehe dazu Römer 16:1-15; 1 Tim. 3:11).

Der katholische Kirchenvater Origenes bestätigte im 4. Jahrhundert, dass Frauen in der christlichen Frühgemeinde Ämter mit Autorität inne hatten (Gryson 1976:134), was einem angeblichen Sprachverbot völlig widerspricht.

Folgerichtig schreibt der Theologe Wayne Meeks:

"Women ... are Paul's fellow workers as evangelists and teachers. Both in terms of their position in the larger society and in terms of their participation in the Christian communities ..." (Rodney Stark: "The Rise of Christianity", S. 109)

2) Und Paulus schrieb:

„Hier ist nicht Jude noch Grieche, hier ist nicht Sklave noch Freier, hier ist nicht Mann noch Frau; denn ihr seid allesamt einer in Christus Jesus.“

Dies passt nicht zu eurem "Paulus", welcher den Frauen angeblich das elementare Recht zu sprechen verbieten möchte.

3) Jesus Christus hat Zeit seines Lebens niemals den Frauen das Gebot auferlegt, dass sie gefälligst schweigen sollen, vielmehr wählte er Frauen aus, seine Wiederauferstehung zu verkünden und den anfänglich ungläubigen Jüngern zu übermitteln. So eine entscheidende Aufgabe überlässt man nicht Leuten, die zum Schweigen verurteilt wurden.

In diesem Geiste des Evangeliums erlaubten deshalb die Quäker folgerichtig schon im 17. Jahrhundert den Frauen genau die gleichen Teilnahmerechte in der Glaubensgemeinde wie den Männern - was schliesslich sogar zum ersten modernen, vom Quäker Joseph Cooper vorangetriebene Frauenwahlrecht führte (S.74).

Eine zusammenfassende Darstellung des Disputs und somit die Schlussfolgerung, dass diese Phrase wahrscheinlich nicht von Apostel Paulus stammt und dass deren Gültigkeit somit umstritten ist, findet man mit fundierten, externen Quellen belegt hier auf Wikipedia.

Rodney Stark schreibt in seinem Buch "The Rise of Christianity" auf Seite 109 zu diesem Thema:

"Nevertheless, there is virtual consensus among historians of the early church as well as biblical scholoars that women held positions of honor and authority within early Christianity (Frend 1984; Gryson 1976; Cadoux 1925)."

Sein Weltbild auf Phrasen zu bauen, welche unter dem Verdacht stehen, von Unbekannten nachträglich eingefügt worden zu sein und welche den grundlegenden Geist des Evangeliums und auch zahllosen Aussagen des Paulus widersprechen, ist wenig überzeugend für andere und zeugt nur von einer zwanghaften Realitätsverweigerung.

Generell sind die hierarchistischen Bibelzitate im Vergleich zu jenen, welche die Gleichwertigkeit der Menschen propagieren, stark in der Minderheit. Ich zitiere dazu den amerikanischen Theologen John Ortberg:

"Und die Mehrheit der biblischen Aussagen stellt eindeutig klar, dass Männer und Frauen gemeinsam nach Gottes Ebenbild geschaffen sind und dass sich das auch in der Gleichheit ihres Dienstes ausdrückt."

Sich stattdessen auf eine Minderheit der biblischen Aussagen zu stützen, welche eine hierarchische Position bevorzugen, ist respektlos vor der Autorität der Bibel als Ganzes, denn man stellt ein willkürliches Teilstück über das Ganze und bricht eine der grundlegenden Regeln der biblischen Hermeneutik, welche besagt, dass wenn eine Position durch die Mehrheit der biblischen Aussagen klar belegt wird, soll diese Position auch vertreten werden.

Siehe dazu einer seiner Texte, welcher umfassend auf die Stellung der Frau in der Bibel eingeht. Man merkt beim Lesen jenes Dokuments schnell, dass die Bibel und das Christentum das geschlechterhierarchistische Weltbild nicht so sehr stützt, wie es Hierarchisten gerne hätten - im Gegenteil.

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Weitere "Argumente" der Hierarchisten habe ich ausführlich, sachlich und faktenbasiert im Kommentarbereich von "Die moralischen Grundlagen des Maskulismus" widerlegt - dort kam es zu einer riesigen Diskussion zwischen mir und drei Hierarchisten.

P.S.: Im alten, gelben Forum wurde gefragt, weshalb Frauen dann irgendwann keine Ämter mehr in  der katholischen Kirche mehr inne hatten. Dazu hat Alvin J. Schmidt in seinem Buch "How Christianity changed the World" auf Seite 109 Folgendes geschrieben:

"The ancient prejudices against women that Jesus and his early followers rejected began to enter the church in the latter part of the second century. By the third, fourth, and fifth centuries the antifeminine views of the ancient Greeks, Romans, and Judaizers were even more widely incorporated into the church's theology and practice by prominent church fathers. Many of them had studied and unwittingly absorbed some of the teachings the Greco-Roman poets and philosophers as well as the rabbinic oral law, which espoused numerous negative teachings regarding women. Some of them were influenced by the antiwomen prejudices of the Greco-Roman literature, and some by the Judaic oral law taught by the rabbis."

Freitag, 13. April 2012

Was läuft schief mit der Gleichberechtigung?

Dieser Text beschäftigt sich damit, wie Männer/Männerrechtler und Frauen/Feministen den Begriff "Gleichberechtigung" völlig unterschiedlich auffassen - hier gefunden:

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Männer, welche sich mit der Gleichberechtigung beschäftigen und sich dafür einsetzen, meinen es in der Regel sehr ernst damit und es ist für sie selbstverständlich, dass es den Frauen nicht schlechter gehen soll als ihnen selbst. Umgekehrt ist das leider häufig nicht der Fall: Viele Frauen, welche vorgeben, sich für die Gleichberechtigung einzusetzen, klammern sich fest an ihre Privilegien.

Stellen Sie sich einmal vor, die Militärdienstpflicht beispielsweise würde nur für Frauen gelten und Männer wären davon befreit. Abgesehen davon, dass Männer so eine Benachteiligung den Frauen nie zugemutet hätten, hätten sich das Frauenrechtlerinnen auch niemals gefallen lassen und wären schon längst auf die Barrikaden gestiegen.

Viele Männer empfinden diese einseitig für sie geltende Pflicht aber nicht einmal als ungerecht. Sie sind sich nichts anderes gewohnt und denken immer noch "gentlemanlike" in "Ladies first"-Manier.

Dagegen sind Frauen, welche sich mit der Gleichberechtigung auseinandersetzen, in der Regel ziemlich egoistisch und rücksichtslos, gewohnt eben, privilegiert zu sein.

Früher hatten Frauen und Männer von Gesetzes wegen ganz spezifische und unterschiedliche Rollenzuwei-sungen, was der damaligen Zeit entsprach und für beide ziemlich einengend und unbefriedigend sein konnte. Heute ist dieser Rollenzwang einzig für die Frauen aufgehoben. Männer haben das Nachsehen.

Sie merken dies allerdings oft erst dann, wenn es schon zu spät ist; wenn sie etwa das Sorgerecht über ihre Kinder verlieren oder wenn sie eine Gewissensprüfung ablegen müssen, falls ihnen das Militär nicht liegt, oder wenn sie in späteren Jahren länger arbeiten und AHV-Beiträge bezahlen müssen als Frauen, um dann aber weniger lange als Frauen von der AHV leben zu können.

Deshalb: Gleichberechtigung ist auch Männersache!

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"Gleichberechtigung" läuft also momentan schief, weil dessen Umsetzung einseitig vom feministischen/egoistischen Verständnis geprägt ist - während Männer nicht den Mund zu Gunsten einer echten Gleichberechtigung aufmachen.

Dienstag, 20. März 2012

Gleichwertigkeit, Gleichberechtigung, Gleichverpflichtung und Gleichbehandlung im Maskulismus

Da vereinzelt Missverständnisse in Bezug auf diese Begriffe kursieren:

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Gleichwertigkeit bedeutet somit im Maskulismus, dass die Menschen einen von Geschlecht, Leistungsvermögen und Erreichtem unabhängigen, ethisch und moralisch gleichen Wert haben, welcher sich im Lauf des Lebens nicht vermindert, unabhängig von den Taten einer Person in ihrem Leben. Männer und Frauen sind somit moralisch gleichwertig und besitzen somit von der Zeugung bis zum Tod den gleichen moralischen Wert. Wie wir gesehen haben und noch sehen werden, beruht diese Erkenntnis auf mehreren tausend Jahren christlich-westliche Kulturgeschichte (auch wenn die Umsetzung aufgrund äusserer Sachzwänge graduell und erst mit der Zeit zunehmend vollständig umgesetzt wurde).

Gleichwertigkeit bedeutet nicht, dass die Menschen qua Leistung, qua Hierarchie oder qua Potential gleichwertig oder gleich sind oder sein sollen, sondern dass sie lediglich einen immateriell gleichen Wert aufweisen und dass dieser gleiche Wert im Regelfall unbedingt zu berücksichtigen ist.

Da Männer und Frauen über einen moralisch gleichen Wert unabhängig von meritokratischen Eigenschaften verfügen, kann ihnen nicht a priori der Zugang zur Erarbeitung gleicher Rechte durch gleiche Pflichten verwehrt werden, ohne dabei die moralische Gleichwertigkeit der Menschen in Frage zu stellen, wie wir bereits gesehen haben. Moralische Gleichwertigkeit ist also untrennbar mit Gleichberechtigung verbunden, in dem Sinne, dass unter Gleichberechtigung verstanden wird, dass sich alle Menschen die gleichen Rechte erarbeiten können und dass sie aufgrund ihres moralisch gleichen Wertes sogenannte unveräusserliche, moralische Rechte wie Menschenrechte und das Recht auf einen fairen Prozess besitzen.

Gleichberechtigung heisst somit nicht, dass alle Menschen immer und überall automatisch die gleichen meritokratischen Rechte besitzen müssen oder sollen, sondern dass man es ihnen allen gleichmässig gewährt, nach gleichen Massstäben gleiche Rechte zu erarbeiten und zu besitzen.

Gleichverpflichtung bedeutet, dass man allen Menschen bei der Erarbeitung von gleichen Rechten im Regelfall die gleichen Pflichten vorsetzt, sprich, dass man keine Menschengruppen von vornherein bevorzugt oder benachteiligt, indem man für sie die abzuleistenden Pflichten verringert oder verschlimmert. Männer und Frauen dürfen somit nicht einseitig bevorzugt oder benachteiligt werden, wenn es um die Erarbeitung von Rechten in unserer Gesellschaft geht, da sonst wiederum moralische Hierarchien gebildet werden, welche der moralischen Gleichwertigkeit der Menschen widersprechen. Moralische Rechte besitzt ein Mensch aufgrund der durch seine blosse Existenz bereits erfüllten Pflicht, am Leben zu sein, so dass Menschenrechte oder das Recht auf gesonderte Hilfe für Invalide automatisch erarbeitet wurde. Auch das Recht auf Pflege durch andere ist unter anderem geknüpft an der Pflicht tatsächlich erkrankt zu sein.

Gleichverpflichtung bedeutet nicht, dass alle Menschen dauerhaft oder lediglich die gleichen Pflichten haben sollen, sondern ist immer geknüpft an Gleichberechtigung, da kein Recht ohne eine Pflicht existieren kann oder umgekehrt, ohne die gesellschaftliche Struktur auf absehbare Zeit hin zu schwächen.

Gleichbehandlung hat in diesem Zusammenhang die Bedeutung, dass alle Menschen die gleichen Rechte durch die gleichen Pflichten erarbeiten können und dass weder bei den Rechten noch bei den Pflichten in Abhängigkeit der betroffenen Person diese Regel gebrochen wird.

Gleichbehandlung heisst nicht, dass Menschen immer und in jeder Situation gleichbehandelt werden müssen (meritokratische Gleichbehandlung), sondern umfasst im Wesentlichen die moralische Gleichbehandlung, sprich, dass man allen Menschen den Zugang zu gleichen Rechten durch die Ableistung gleicher Pflichten gewährt und sie dahingehend gleich behandelt. Ein Kind somit ungleich zu behandeln wie eine erwachsene Person stellt daher keine Verletzung der moralischen Gleichbehandlung dar, da das Kind noch nicht alle Pflichten abgeleistet hat, um das Recht zu erwerben, wie ein Erwachsener behandelt zu werden und da das Kind nicht davon ausgeschlossen wird, durch das Älterwerden schlussendlich doch die Rechte eines Erwachsenen zu erwerben.

Durch die Berücksichtigung der drei besprochenen Prinzipien in den Verfassungen Europas reduziert sich die Anzahl hastig zu kaschierender Widersprüche innerhalb derselben und zwischen ihnen und dem gesellschaftlichen und kulturellen Umfeld erheblich, so dass nur schon aus logischen Überlegungen heraus die maskulistische Perspektive zu bevorzugen ist.


Da im Forum die Frage gestellt wurde, wie man sich denn das Recht auf Leben erarbeiten müsste, hier noch ein weiterer, klärender Auszug aus jenem Blogeintrag:

"Die Wertigkeit eines Menschen besitzt zwei Komponenten. Die erste Komponente befindet sich auf der moralischen Ebene, während die zweite Komponente von seinem Leistungsvermögen, seinen Gruppenzugehörigkeiten (auch angeborene Eigenschaften wie Geschlecht und Talent wird hier berücksichtigt) und seinen Beziehungen bestimmt wird und sich auf einer sogenannten 'meritokratischen' Ebene befindet. Die moralische Ebene umfasst den ethischen Wert eines Menschen (im Sinne von Würde) unabhängig von seiner Physis, seiner Leistung, seinen Taten und seiner Psyche.

Der Wert des Menschen auf der moralischen Ebene ist Voraussetzung (und somit erfüllte Pflicht) dafür, dass dieser Mensch Zugang zu moralischen Rechten wie Menschenrechten und den Zugang zum Erwerb von politischen Rechten hat. Über diese hinausgehende, 'meritokratische' Rechte oder Privilegien müssen auf der meritokratischen Ebene durch die Erfüllung der entsprechenden Pflichten und Sonderleistungen erfüllt werden. Kriminelle Taten tangieren somit nicht den hier benutzten, moralischen Wert des Menschen, sondern sein meritokratischer Wert und wird mit dem Entzug meritokratischer Rechte und Privilegien bestraft - er hat nachwievor das Recht auf einen fairen Prozess und auf die Achtung seiner Würde, was den trotz seiner schlechten Taten unverminderten moralischen Wert dieser Person reflektiert."

Sonntag, 19. Februar 2012

Sackratten, Skyrim und Motorräder

Nachdem ich letzte Woche wieder einen fetten Brocken von einem Blogeintrag rausgehauen hatte, brauchte ich eine kurze Pause. Ich habe mir währenddessen einige Ideen für weitere Blogeinträge durch den Kopf gehen lassen und werde mich in einem nächsten, grösseren Blogeintrag sehr wahrscheinlich dem feministischen Verständnis von Gleichberechtigung widmen und wie dieses mit unserem Verständnis von wahrer Gleichberechtigung im Kontrast steht.

Dass dies ein wichtiges Thema ist, sieht man an Sackratten, die im alten, gelben Forum solchen hierarchistischen Dünnschiss rauslassen:

"Was ist bloß mit den Schweizern los?

Haben die alle keine Eier?

Von IGAF über Manifold, Roslin, maesi, und Gismatis scheinen alle Gleichberechtigungs-Beauftragte und ach Gottchen so "vernünftig" zu sein.


Oder fehlt ihnen einfach der gesunde deutsche männliche Chauvinismus?


So, und jetzt kann es ruhig tote Katzen und Bügeleisen hageln, aber es mußte mal gesagt werden!"

Solche Bemerkungen resultieren aus der irrigen Annahme, dass wahre Gleichberechtigung und die feministische "Gleichberechtigung" ein und das selbe seien, was natürlich völliger Blödsinn ist, denn Frauenquoten, ja, die gesamte feministische Gleichstellungspolitik widerspricht diametral dem Geist einer ernst genommenen Gleichberechtigung

Geil war die Antwort von Roslin darauf:

"Doch, ich habe Eier.

Allerdings denke ich mit denen nicht."

Ich persönlich habe hingegen auf die Denkverwandtschaft des Threaderstellers mit dem Feminismus hingewiesen (und dass wir männlichen Chauvinismus nicht brauchen):

"Wie die Feministinnen

Auch Feministinnen sprechen uns unsere Männlichkeit ab, wenn wir nicht so handeln und denken, wie sie möchten.

Genauso frönen Feministinnen einem kranken Chauvinismus gegenüber dem anderen Geschlecht und sehen diesen als gerechtfertigt und gesund an.


Einmal mehr enttarnen sich Flint und seine Brüder im Geiste als wesensverwandt mit dem Feminismus - welcher auch wahre Gleichberechtigung zu Gunsten von mehr Privilegien für ein Geschlecht ablehnt.


Widerlich."

Wir haben dieses Thema rund um die Begriffe Gleichberechtigung, Gleichwertigkeit und Gleichbehandlung schon hier einmal ausführlich besprochen (man lese dazu auch unbedingt die darunter stehenden, ausführlichen Wortwechsel zwischen mir und drei Hierarchisten) und werden dies in nächster Zeit aus verschiedenen Blickwinkeln noch weiter vertiefen. 

Skyrim

In der Zwischenzeit ist nun endlich Elder Scrolls V: Skyrim bei mir eingetroffen! Es handelt sich dabei um die neuste Rollenspiel-Sensation aus dem Hause Bethesda, in der man im fiktiven, nordisch angehauchten Land Skyrim gegen die Wiederkehr von Drachen kämpft.

Die Elder Scrolls-Reihe steht seit jeher für unglaubliche Freiheit und unzählige Möglichkeiten, die dem Spieler offen stehen und setzt jedes Mal in Sachen Grafik neue Massstäbe. Selbstverständlich habe ich mir die englische Version geholt, da ich mit der deutschen Synchro von Morrowind und Oblivion eher schlechte Erfahrungen gemacht habe. Zwar nicht so schlimm wie damals beim ersten Baldur's Gate, aber irgendwie reduzierte die deutsche Version für mich das Gefühl der Immersion, das mir bei Rollenspielen extrem wichtig ist.

Dementsprechend habe ich sofort bei Ankunft die Verpackung aufgerissen, das Spiel installiert und gleich mal zehn Stunden am Stück (mit zwei Klopausen) gespielt - ohne Ruckeln oder Abstürze. Es war unglaublich! Es ist schon sehr lange her, dass mich ein Spiel so dermassen gefesselt hat, wie Skyrim ... 

Ich hatte bereits so halb mitbekommen, dass Skryim ein grosser Erfolg geworden war (sogar mein Onkel spielt es und beschreibt seinen aktuellen Spielfortschritt laufend auf Twitter ...), doch dass es so gut sein würde, hätte ich nicht erwartet. Man merkt richtig, dass man sich in einer düsteren, mittelalterlich-nordisch angehauchten Fantasy-Welt bewegt, welche im völligen Kontrast zum bunten, leicht schwuchteligen Stil des Vorgängers Oblivion steht. Dementsprechend ist das Spielgefühl für einen Fan des ersten Teils der Gothic-Serie (eines der besten Rollenspiele, die je gemacht wurden - nachdem alle Patches drauf waren) wesentlich besser, als bei Oblivion.

Nur schon der Anfang ist unglaublich packend (Achtung Spoiler!) - man wird als Gefangener zusammen mit anderen auf einem Wagen in eine Festung zum Exekutionsplatz gebracht (obwohl man nichts verbrochen hat, sondern nur zur falschen Zeit am falschen Ort war ...) und gerade, als man seinen Kopf auf das Schafott gelegt hat und kurz vor der Enthauptung steht, bricht die Katastrophe in Form eines Drachenangriffs über die Festung hinein. Ein Dutzend Stunden später befand ich mich dann auf einem verschneiten Pass irgendwo im Nirgendwo, als plötzlich aus heiterem Himmel ein feuerspeiender Drache über mich und meine Begleiterin auftauchte - der anschliesssende, zähe Kampf hat mein Adrenalinpegel regelrecht in die Höhe getrieben. 

Da ich mir erst kürzlich einen neuen Zocker-PC gekauft habe, kann ich Skyrim flüssig mit allen Einstellungen auf Ultra spielen - so dass die Grafik eine unglaubliche Sensation ist! Hier einige Impressionen aus dem Internet:







Ihr werdet nun sicher verstehen, weshalb ich in nächster Zeit vermutlich eher weniger bloggen werde - ausserdem kommt noch dazu, dass jetzt bald wieder die Motorrad-Saison anfängt. Das Thermometer kriecht hier in Zürich langsam wieder über Null und in ein oder zwei Wochen ist das Wetter dann wieder einigermassen erträglich, so dass ich mein Motorrad wieder hervorkrame und damit die Strassen unsicher machen werde.

Dann werden es knapp drei Monate sein, in denen ich auf Entzug leben musste, so dass mein Drang nach der Strasse immer unerträglicher wird. Es wird also höchste Zeit, wieder ein paar Touren zu planen.


Mittwoch, 25. Januar 2012

Ein Dialog über den Weg der MRB

Auf dem Blog "zum-mannsein-geboren" unter dem Artikel "Gemeinsamkeiten fern der Orientierung" wurde zunächst über Homosexuelle in der MRB diskutiert. Anschliessend ergab sich zwischen mir und Christian ein Dialog über das Wesen und die Ausrichtung der MRB gegenüber Frauen, dem Feminismus und der Gesellschaft im Allgemeinen.

Da mein letzter Kommentar zu lang wurde, habe ich mich dazu entschlossen, diesen hier hinein zu stellen.

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Christian - Alles Evolution sagt:

Meiner Meinung nach muß insgesamt mehr Sachlichkeit in die Debatte zurückkehren, das Feindbilddenken gegen Frauen muß vermieden werden und nach einer Lösung,die für beide Geschlechter, heterosexuelle und Homosexuelle, passt gesucht werden. Männerrechtler müssen sachliche Gesprächspartner sein, die man in Talkshows einladen kann. Sonst kann man nicht in der Gesellschaft ankommen.

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Manifold sagt:

Waren die männerhassenden Feministinnen sachlich und kompromissbereit, als man sie in Talkshows eingeladen hat?

Man sehe sich dazu lediglich mal dieses und andere Video mit der Alice Schwarzer, dem „Sturmgeschütz des Feminismus“, an:



Merke: Man wird nicht in Talkshows eingeladen, weil man „sachlich“ und „kompromissbereit“ ist, sondern weil man a) interessant, b) einflussreich ist und/oder c) einflussreiche Freunde hat. Und a), b) und c) werden wir nicht erreichen, so lange der Feminismus als Ideologie im Staat, in den Hochschulen, in den Medien und in den NGOs und Lobbygruppen präsent ist.

So lange der Feminismus als Ideologie an der Macht ist, werden auch die gemässigsten, sachlichsten und kompromissbereitesten Männeraktivisten nicht ausreichend positive (!) Medienpräsenz erhalten. Daran werden auch einzelne Auftritte von Bruno Köhler und Co. kaum etwas ändern – aus den eben beschriebenen Gründen.

Und komme mir bitte nicht mit „gemässigten Feministinnen“, die gesprächsbereit sind und auf Männeranliegen eingehen – man hat im Fall von Goslar klar gesehen, was mit gemässigten Feministinnen passiert und warum sie keinen Einfluss haben und somit bedeutungslos im feministischen Machtapparat sind.

Kompromissbereitschaft gegenüber einer totalitären Ideologie bringt genau gar nichts – siehe dazu auch das Bundesforum für Männer, welches systematisch „sachliche“ und „gemässigte“ Männervereine wie Agens e.V. und Manndat e.V. ausschliesst und von der Macht abschirmt.

Der einzig gangbare Weg ist einerseits die Mobilisierung der Männer im Internet durch die Verbreitung von den Feminismus belastenden Fakten und das Organisieren der Männer im richtigen Leben in antifeministischen Vereinen, die auf die Politik Druck ausüben. Und andererseits die systematische Verdrängung der sich an der Macht befindenden feministischen Ideologie.

Alles andere ist – diplomatisch ausgedrückt – naiv und ignorant.

Maskulistische Grüsse,
Manifold

Die Söhne von Perseus

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Zu diesem letzten Post von mir möchte ich noch hinzufügen, dass ich nicht Sachlichkeit als solche in Frage stelle (die ist unabdingbar, wenn es darum geht, Männer zu überzeugen), sondern dass ich lediglich darauf hinweisen wollte, dass Sachlichkeit keine Bedingung für einen Talkshow-Auftritt ist. Ich habe gemerkt, dass mein Post diesbezüglich falsch verstanden wurde.

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Christian - Alles Evolution sagt:

@Manifold

Ich spreche auch gar nicht von Kompromissbereitschaft gegenüber dem theoretischen Feminismus.
Natürlich kann man hier hart in der Sache argumentieren – aber meiner Meinung nach wird man die Drohungen und Beleidigungen besser rausnehmen. Man kann auch hart in der Sache argumentieren, wenn man diese weglässt.

Meiner Meinung nach gelten hier verschiedene Geschlechterdynamiken, die Feminismus und Maskulismus in ihren Mitteln betreffen. Der Feminismus kann eher wild auftreten und sich daraus berufen, dass andere Männer Frauen gegen andere Männer „Das Patriarchat“ verteidigen sollen. Weil Schutz von Frauen ein biologisches Programm ist, mit dem Männer sich gerne profilieren.
Umgekehrt gilt das nicht. Wer sich zu wild aufspielt, zu sehr auf wilden Mann macht, der spielt dem Feminismus eher in die Hände, weil man dann eben genau diese Schutzreflexe noch besser mobilisieren kann.
Die Versuche der Abwertung sieht man ja wunderbar bei Rosenbrock, der genau einem solchen Feinbild – Männerrechtler sind gegen Frauen – zuarbeitet und das ganze noch mit Rechtsradikalismus und Homophobie würzt.
Männerrechtler zum Feind von Frauen zu machen bedeutet sie unattraktiv zu machen bedeutet, dass Männer dieser Gruppe nicht angehören wollen und allenfalls insgeheim das gleiche denken, sich aber dennoch abgrenzen müssen.

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Manifold sagt:

Kompromissbereitschaft gegenüber dem Feminismus als Ganzes (!) ergibt sich zwangsläufig, wenn man mit Feministinnen in den Dialog versucht zu treten, denn der praktische und der theoretische Feminismus ist in Wahrheit ein- und derselbe. Gender Mainstreaming und Frauenförderung in der Praxis beruft sich auf Butler, Fausto-Sterling und Beauvoir - dem "theoretischen Feminismus". Alle Frauenfördermassnahmen durch den Staat und in der Wirtschaft werden durch einen "gender-sensiblen" Blick gerechtfertigt.

Von dem her magst du Kompromissbereitschaft nicht angesprochen haben - doch diese schwingt bei gemässigten Männeraktivisten immer mit, siehe dazu auch männer.ch und Co., für welche der Kampf um Männerrechte „nicht wichtig“ ist. Was ist der Sinn eines Vereins von "Männerrechtlern", wenn diese den eigentlichen Grund ihrer Existenz als Interessensgruppe aufgrund einer zwanghaften Dialogbereitschaft mit dem Feminismus nicht ernst nehmen?

Doch wie bereits ausgeführt, kann es keine Kompromisse mit einer totalitären Ideologie geben, welche uns Männer nicht als gleichwertige Menschen wahrnimmt.

Und was die von dir angesprochenen Drohungen und Beleidigungen (oder auch: "Schaum vor dem Mund") betrifft - es ist mein Recht als Mann und meine Pflicht als Maskulist mich gegen drohende und beleidigende Feministinnen zu wehren. Wir Männer haben uns diesbezüglich viel zu lange, viel zu viel gefallen lassen. Ein Masochist mag dies natürlich anders sehen - ein aufrecht gehender Mann, dem seine Würde etwas bedeutet, jedoch nicht. Nur ein Tor, der sich von der Gesellschaft und von Frauen und ihren abstrusen Männlichkeitsbildern zu einem schweigenden Maulesel degradieren lässt, wehrt sich nicht gegen feministische und weibliche Angriffe auf seine Person.

Was deine biologischen Geschlechterdynamiken betrifft, so spricht ja schon die pure, weltweite und wachsende Präsenz der Männerrechtsbewegung gegen deine stark vereinfachten Ausführungen über die Geschlechter. Ist es nicht gerade ein wesentliches Merkmal von Menschlichkeit, über seine eigenen, animalischen Instinkte unter anderem auch in Bezug auf das andere Geschlecht hinauszuwachsen? Wenn dies nicht möglich wäre, wie du andeutest, dann dürfte und müsste es die Männerrechtsbewegung ja gar nicht geben - doch das Gegenteil ist der Fall.

Menschen wie Rosenbrock können die MRB als "klein", "unbedeutend" und "randständig" taxieren, weil sie sich einerseits nicht bewusst sind, dass es sich um ein globales Phänomen handelt und weil die meisten Medien aufgrund des linken, profeministischen Zeitgeistes alles, was ihren Götzen in Frage stellen könnte, in ein schlechtes, marginalisierendes Licht zu stellen versuchen - da wird man zwangsläufig als "Spinner" taxiert, genauso wie Agens e.V. als "Sekte" gebrandmarkt wurde - unabhängig davon wie sachlich oder gemässigt man auftritt.

Die Angst vor dem Label "Frauenfeind" ist bezeichnend. Der Antifeminismus attackiert primär die feministische Ideologie, nicht Frauen. Feminismus existiert unabhängig von Frauen und benutzt diese lediglich als menschliche Schutzschilde, so dass die Bekämpfung des Feminismus nicht automatisch einen zu einem Frauenfeind macht. Wer dies dennoch denkt, der immunisiert grosse Teile des Feminismus automatisch gegenüber Kritik und trägt zu dessen Weiterleben in heutiger Form bei.

Es ist nun mal Fakt, dass viele Frauen heutzutage massiv vom Feminismus profitieren und ihn deshalb mit allen Mitteln in Schutz nehmen, so dass Kritik auch an Frauen möglich sein muss. Umfassende Kritik an Frauen zwanghaft abwürgen zu wollen (mit einer paranoiden Angst vor dem Label „Frauenfeind“, am besten noch mit Antifeminismus gleichgesetzt), heisst, dass man Frauen nicht als gleichwertige, kritikfähige Menschen anerkennt, was ich persönlich wesentlich schwerwiegender finde, als die Kritik selber.

Frauen SOLLEN und MÜSSEN kritisiert werden dürfen, genauso wie Männer. Sie diesbezüglich in Schutz zu nehmen und ihnen somit einen Teil ihrer Menschlichkeit abzusprechen, ist frauenfeindlich.

Kritik an Frauen und dem Feminismus schreckt nur jene Frauen ab, die ums Verrecken an ihren überbordenden und unverdienten Privilegien (Frauenquote, Frauenförderung, etc. …) festhalten wollen und somit den männerfeindlichen Feminismus in seiner heutigen Gestalt bewahren möchten. Solche Leute wirst du niemals von wahrer Gleichberechtigung und Männerrechten überzeugen können, denn um diese beiden Ziele zu erreichen, musst du dich in gewissen Bereichen zwangsläufig gegen Interessen von vielen Frauen engagieren. Vaterschaftstests und Frauenquoten sind da nur die offensichtlichsten Beispiele. Es ist deshalb unsinnig, die MRB aus falscher Rücksicht auf Frauen auf deren Befindlichkeiten und Wünsche auszurichten – denn es käme dem Todesurteil der MRB und somit den Forderungen zahlloser Männer gleich.

Wer da Frauen zwanghaft in Schutz nimmt und Kritik an ihnen in irgendeiner Form abwürgt, weil er Angst hat, als "Frauenfeind" deklariert zu werden, der beeinträchtigt lediglich den Kampf für wahre Gleichberechtigung und somit für Männerrechte - weisse Ritter haben noch nie etwas für ihr eigenes Geschlecht erreicht oder getan, lediglich für die Gesellschaft, für Frauen und vor allem für sich selber.

Doch aus der Falle dieser entmenschlichenden Nützlichkeitsfixierung zu Gunsten von Gesellschaft und Frauen müssen wir Männer ausbrechen, wenn wir uns wirklich emanzipieren wollen.

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