Montag, 13. Juni 2011

"Argumente gegen den Antifeminismus" - ein maskulistischer Kommentar Teil V

Dies ist der fünfte Teil der Widerlegung einer feministischen Broschüre der Friedrich Ebert Stiftung, welche antifeministische Positionen zu entkräften versucht. Siehe Teil I, Teil II, Teil III und Teil IV. Der gute alte Norbert hat selbstverständlich auch zu diesem Teil bereits einige Gegenargumente verfasst.

Dieses Mal beschäftigen wir uns mit feministischen Positionen rund um das Thema Bildung und werden im Folgenden vertiefte Einblicke in die Jungendiskriminierung und deren Relativierung durch den heutigen Feminismus erhalten, der sich tief in das deutsche Bildungssystem hineingefressen hat. Auch werden wir verstehen, wie Genderisten denken und argumentieren, um die Krise der Jungen für ihre eigenen ideologischen Zwecke zu missbrauchen.

Dieses fünfte Kapitel wurde von einer gewissen Melanie Ebenfeld geschrieben, welche sich beruflich mit "geschlechtersensibler Pädagogik" beschäftigt und wie man damit "Entwicklungen ermöglichen kann". Zusammen mit dem Pudel Manfred Köhnen (siehe Teil IV für mehr Informationen zu seiner Person) hat sie diese Broschüre herausgegeben.

Sie besitzt ein Unternehmen namens 'Gender and Education' und ist Trainerin, Dozentin und Beraterin für Gender Mainstreaming in Organisationen und Institutionen, für queere und dekonstruktive Pädagogik, für die Beratung zu "lesbisch/schwulen/trans*" Lebensweisen, für postfeministische Ansätze und so weiter. Sie leitete ein Gender Mainstreaming-Projekt für die Stadt Köln und ihr erklärtes Ziel sei es Gender-Kompetenzen in die pädagogische Ausbildung zu integrieren. Gönnerisch möchte sie die Menschen frei von Stereotypen, Rollenbildern und Machtverhältnissen machen, indem sie ihnen eine "Gender-Brille" aufsetzt. Dass diese Brille mit massivem ideologischen Filter und zahllosen neuen Zwängereien und geschlechtlicher Umerziehung daher kommt, ist dabei wohl unausweichlich, wenn man sich das Wirken der genderistischen Ideologie genauer anschaut.

Man sieht also deutlich, dass auch Melanie Ebenfeld nicht nur ein ideologisches, sondern vorallem auch ein finanzielles (!) Interesse an der Proliferation des Genderismus hat und somit eine berechtigte Angst vor dem wachsenden Antifeminismus hegt.

Hintergrund

Von Antifeministen und Männerrechtlern werden die Bildungssysteme regelmässig kritisiert, da die dort eingenistete feministische Ideologie die Lehrer und Lehrerinnen dazu verleitet, Jungen bewusst zu diskriminieren und sinnlos psychisch zu belasten. Dies hat zu erheblichen Missständen geführt. Dabei geht es nicht um die Geschlechterverteilung im Lehrkörper, sondern um den Raum, welcher dort einer männerfeindlichen Ideologie eingeräumt wird und welche die Lehrkräfte dazu verleitet, Jungen zu beanchteiligen und Mädchen zu bevorzugen. Diese Problematik trifft alle Jungen, jedoch wohl nicht immer im gleichen Ausmass:

"Der Hallenser Bildungsforscher Jürgen Budde kam in dem Bericht zu dem Schluss, dass Jungen in allen Fächern bei gleicher Kompetenz schlechtere Noten kriegen als ihre Mitschülerinnen."

Dies ist nicht eine Einzelmeinung, sondern wurde mehrmals wissenschaftlich bestätigt. So kamen die Forscher der Lau-Studie (aus dem Jahr 1996) zum Ergebnis, dass Jungen weit seltener als Mädchen eine Empfehlung fürs Gymnasium erhielten, obwohl es keine Leistungsunterschiede gab, welche diese Diskrepanz rechtfertigen würden. Die Berliner Element-Studie (aus dem Jahr 2003) hat diese Ergebnisse für die Grundschulen Berlins bestätigt:

"Gleichzeitig waren die Mädchen beim Übergang in die grundständigen Gymnasien bevorzugt worden.“

„Eine vielleicht verständliche, aber gewiss nicht unproblematische Erscheinung ist die in dieser Phase der Übergangsentscheidungen nochmals verstärkte nicht durch reale Leistungsüberlegenheiten gedeckte Bevorzugung von Mädchen.“

Jungen müssen für die gleichen Noten auch mehr leisten als Mädchen, was die IGLU-Studie aus dem Jahr 2006 herausgefunden hat und von einer Studie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung aus dem Jahr 2007 bestätigt wurde.

Dass viele Lehrkräfte aus Prinzip Jungen bewusst benachteiligen, verwundert nicht, wenn man die offiziellen Lehrbücher für die Ausbildung von Erziehern und Pädagogen durchleuchtet. So stösst man zum Beispiel im Buch "Kinder erziehen, bilden und betreuen: Neues Lehrbuch für den sozialen Bereich" aus dem Jahr 2010 (!) auf Zitate, welche Männer als aggressive, frauenunterdrückende "Patriarchen" darstellen und es wird behauptet, dass "Patriarchat" hätte es wirklich gegeben und existiere immer noch (!) (zur Patriarchatslüge siehe hier):

„Seit der Entstehung des Patriarchats zwischen 1200 und 750 v.Chr. schu­fen Män­ner die Vor­stel­lung der su­pe­rio­ren (über­le­ge­nen) Männ­lich­keit und der in­fe­rio­ren (un­ter­le­ge­nen) Frau­lich­keit. Solch ein jahr­tau­sen­de­al­tes Mäd­chen- und Frau­en­ver­ständ­nis wirkt bis heu­te nach.“

„Noch immer gelten weitgehend die alten patriarchalischen, hie­rar­chi­schen Kon­struk­te, wo­nach das Mäd­chen pas­siv, die­nend, pfle­gend, an­pas­send, at­trak­tiv usw. zu sein hat, der Jun­ge da­ge­gen ak­tiv, ag­gres­siv, stark, durch­set­zungs­fä­hig usw….. Die Si­tua­tion der Mäd­chen ist trotz ge­setz­li­cher Gleich­be­rech­ti­gung schlecht.“ 

"Sexuelle Gewalt zeigt sich im grausamen Besitzdenken des Man­nes ge­gen­über dem Kör­per der Mäd­chen…die durch ihn De­mü­ti­gung, Schmer­zen und Ohn­macht er­lei­den."

Dies erstaunt, wenn man bedenkt, dass das "Patriarchat" unter anderem in der Encyclopedia Britannica als eine "hypothetische Gesellschaftsform" bezeichnet wird. Diese Zitate sind also ein klarer Beweis für die tief eingegrabene Präsenz der feministischen Ideologie im deutschen Bildungssystem, welche dort nach dem folgenden, berüchtigten Spruch der Alice Schwarzer operiert:

"Wenn wir wirklich wollen, dass es unsere Töchter mal leichter haben, müssen wir es unseren Söhnen schwerer machen."

Wenn man sich ansieht, mit welchem ideologischen Unsinn angehende deutsche Lehrkräfte indoktriniert werden, wundert sich da jemand ernsthaft noch, dass es eine massive Jungendiskriminierung in deutschen Schulen gibt? Erst durch die Aktivitäten der Männerrechtsbewegung wurde dieses kolossale Problem der Jungendiskriminerung in das Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt, während es nachwievor von deutschen Staatsfeminismus verschwiegen oder verharmlost wird.

Von manchen Männeraktivisten wird diese Problematik jedoch platt auf eine "Feminisierung" des Schulwesens reduziert und somit suggeriert, dass primär der Frauenanteil in Schulen Ursache der Bildungskrise der Jungen sei. Dies ist jedoch schlichtweg falsch, da es die feministische Ideologie ist, welche Mann und Frau gleichermassen für sich vereinnahmt und zu jungendiskriminierenden Fehlverhalten antreibt - nicht das Geschlecht oder Geschlechterverteilung an sich.

Einfach mehr männliche Erzieher einzusetzen oder die Geschlechterpolitik mit ein bisschen Manndat oder Agens zu würzen, wird somit das Problem nicht lösen, weil auch diese Personen vom feministisch durchseuchten Bildungssystem für sich vereinnahmt werden würden. Vielmehr muss die Schule vom feministischen Einfluss vollständig gesäubert werden - nicht von einem angeblich problematischen Frauenanteil.

"5.1. Die feminisierte Schule benachteiligt Jungen"

Nun kommen wir zu den haarsträubenden Äusserungen der Melanie Ebenfeld zum deutschen Erziehungswesen.

- "Die Jungen" gibt es nicht:

Ebenfeld relativiert die Jungendiskriminierung, indem sie behauptet, dass nicht alle Jungen benachteiligt werden würden und dass solch eine Darstellung die Probleme nur noch verschlimmere und eine "verkürzte Zusammenführung" darstelle. Denn schliesslich seien nicht alle "Kinder mit einem Y-Chromosom" automatisch schlecht in der Schule und Jungen seien auch keine "homogene Gruppe". Aus diesen Gründen scheint die Problematik für Frau Ebenfeld nicht weiter relevant.

Wie bereits oben beschrieben, werden in Wirklichkeit alle Jungen alleine wegen ihrem Geschlecht in Schulen benachteiligt. Es mag immer noch gute männliche Schüler geben, doch auch sie werden wegen ihrem Geschlecht im Schnitt schlechter benotet und behandelt als Mädchen. Ebenfeld tischt uns hier also dreiste Lügen auf.

Diese versuchte Verharmlosung der Zustände erstaunt auch, schliesslich könnte man diese Argumentation bei jedem Frauenproblemchen anwenden, welche die Feministen immer anprangern. Nicht alle Frauen sind von häuslicher Gewalt betroffen, Frauen sind keine homogene Gruppe, kaum eine fühlt sich vom heutigen Feminismus noch vertreten und nicht alle von ihnen wollen Karriere machen oder werden "lohndiskriminiert". Offensichtlich sind die Frauenproblemchen jedoch sehr wohl relevant, obwohl es "die Frauen" nicht gibt und lediglich eine Teilmenge (wenn überhaupt) davon betroffen ist.

Warum dieses ethische Doppelmass? Weshalb wird die Jungendiskriminierung mit der falschen Behauptung bagattelisiert, es träffe sowieso nicht alle Jungen, während Frauenprobleme, die wenn überhaupt nur eine kleine Teilmenge betreffen hochgeschaukelt und zur nationalen Chefsache erklärt werden? Weil der Feminismus eine einseitige und totalitäre Ideologie ist, welche dem Gynozentrismus und dem Männerhass verpflichtet ist und einen selektiven Relativismus auf unliebsame Gruppen anwendet.

Ebenfeld lügt, wenn sie behauptet, dass die Jungendiskriminierung nicht alle Jungen trifft und zeigt damit ihr fehlendes Bekenntnis zur Gleichwertigkeit der Geschlechter und auch ihr ethisches Doppelmass auf, denn Partikularinteressen von Teilmengen der Frauen werden sehr wohl berücksichtigt, obwohl sie nicht das gesamte weibliche Geschlecht betreffen.

- Andere Faktoren sind für den Bildungsmisserfolg der Jungen verantwortlich:

Ebenfeld stellt die Problematik so dar, dass es primär Migrationshintergrund und Prekariat seien, welche die schlechtere Leistung von Jungen in der Schule hervorrufen würden. Auch versucht sie sich dahinter zu verstecken, dass Männer eher intellektuelle Behinderungen aufweisen, als Frauen.

Während sie vorher eine (nicht existente) Verkürzung der Sachlage anprangerte, lässt sie nun selbst bewusst Fakten und Erkenntnisse weg, die klar belegen, dass alle Jungen wegen ihrem Geschlecht in deutschen Schulen diskriminiert werden. Migrationshintergrund oder mentale Behinderungen sind dabei unabhängige und zusätzliche Problemfelder, hinter denen sich nur Ideologen mit bösen Absichten verstecken weil sie die wieder und wieder belegte Wahrheit nicht akzeptieren wollen oder können. Auch Ebenfeld verliert kein einziges Wort über die handfesten, belegbaren und bewussten (man denke da nur an das ideologisch gefärbte Pädagogen-Lehrbuch) Benachteiligungen von Jungen durch deutsche Lehrkräfte.

Auch ignoriert sie fröhlich, dass jeder zehnte Junge ohne Migrationshintergrund in Deutschland die Schule ohne einen Abschluss verlässt, während dies bei Migrantenjungen jeder Vierte ist. Diese Zahlen trügen - gibt es doch nachwievor wesentlich mehr Jungen ohne Migrationshintergrund als Migrantenknaben, so dass dieses Verhältnis wohl mindestens ausgeglichen sein wird und somit der Faktor Migrationshintergrund alleine bei weitem nicht die Bildungsmisserfolge erklären kann. 

Ebenfeld lügt erneut indem sie behauptet, dass vorallem andere Faktoren wie Migrationshintergrund und mentale Behinderungen für die schlechten Leistungen verantwortlich seien und indem sie die mehrfach nachgewiesene und umfangreiche Jungendiskriminierung als Ursache schlichtweg nicht erwähnen will.

- Die "fleissigen, fügsamen Mädchen" sind nunmal besser als die "faulen, unangepassten" Jungen:

Melanie breitet ihre eigenen Klischeevorstellungen von jugendlicher Männlichkeit vor dem lesenden Publikum aus, indem sie der Meinung ist, dass von einem echten Jungen laut "stereotypisierten Erwartungen" verlangt werde, dass er nicht fleissig sei, nicht lernen müsse und keine Hilfe annehmen dürfe. Dies sei das "vorherrschende Männlichkeitsbild", welches konträr zu den schulischen Anforderungen laufe und somit für die Jungenkrise verantwortlich sei. Als Gegenüberstellung zeichnet Ebenfeld das Klischeebild des sanften, konformistischen Mädchens, welches vorbildlich Fleiss und Fügsamkeit in sich vereint.

Es gibt mehr als genügend Jungen, die sehr lerneifrig und ehrgeizig sind und die klassischen, faulen Versager stellen lediglich eine Minderheit unter ihnen. Diesbezüglich haben die Shell-Studien der letzten Jahre einen auf hohem Niveau weiterhin steigenden Trend in Richtung Fleiss, Ehrgeiz und Unabhängigkeit bei deutschen Jungen genauso wie Mädchen in nahezu ähnlichem Ausmass festgestellt (siehe unter 1.7. Wertorientierungen). Das dumme Klischee vom unangepassten, faulen Jungen und dem fleissigen, fügsamen Mädchen wie es Ebenfeld propagiert, ist somit in der Realität bedeutungslos.

Man kann auch nicht einfach die Einstellung einer Randgruppe auf eine völlig konträr denkende und handelnde Mehrheit übertragen und damit ein Problem als erklärt deklarieren, dass alle Jungen betrifft, egal ob sie fleissig oder faul sind. Übrigens, waren es nicht immer die Feministen und auch die Genderisten, welche die Anwendung und Verbreitung von Klischees und Vorurteilen bezüglich den Geschlechtern kritisierten, weil diese so ungerecht seien? Oder gilt das lediglich für die eigenen Klientelgruppen? Erneut werden wir uns der Einseitigkeit der feministischen Ideologie in all ihren Facetten bewusst.

Ebenfelds Klischeevorstellungen von "Männlichkeitsbildern" können nicht für die Jungenbenachteiligung verantwortlich sein, da diese in der Realität bestenfalls eine Randgruppe, jedoch nicht alle von der Bildungsmisere betroffenen Jungen zutreffend beschreiben. 

- Die Jungen sind wegen ihrem mit der Schule inkompatiblen Männlichkeitsbild selber schuld:

Ebenfeld ist davon überzeugt, dass die schlechtere Leistung der Jungen in der Schulen mit ihrem bösen Männlichkeitsverständnis zu tun hat. Sie behauptet, dass dieses "Männlichkeitsbild" von den Jungen verlangt, nicht zu lernen und sich nicht anzupassen und somit gegenüber den fleissigen Mädchen zurückfallen.

Dies zeigt deutlich den selektiven Relativismus auf, wie wir ihm oben schon begegnet sind. Sobald die Genderisten Schuldzuweisungen relativieren und von den wahren Ursachen ablenken müssen, kramen sogar sie wieder subjektive Geschlechterklischees und gruppenbasierte Vorurteile heraus (siehe oben), die bei weitem nicht auf alle Jungen zutreffen, jedoch gnädigst zur Rettung der eigenen Haut allen Jungen, die von Benachteiligung betroffen sind, aufgestempelt werden. Dies erstaunt, denn gerade von Genderisten hört man doch immer, dass das Geschlecht und somit auch das Männlichkeitsbild lediglich eine wechselbare, sozial konstruierte Rolle sei und sonst nichts!

Wie soll denn da ein einziges "Männlichkeitsbild" in ganz Deutschland und sonst überall für die Jungenbenachteiligung und somit für die Bildungskrise der Jungen verantwortlich sein können?

Doch wenn es "die Jungen" nicht gibt, da diese Bezeichnung nicht allgemeingültig sei (siehe oben), dann können auch Klischees und Vorurteile nicht allgemeingültig auf alle Jungen zutreffen und können somit auch nicht von der gleichen Instanz (dem Genderisten) zur Rechtfertigung der eigenen Ideologie herangeführt werden. Ergo kann ein herbeiphantasiertes "Männlichkeitsbild" mit "Erwartungen" von einem Genderisten nicht dazu gebraucht werden, das Versagen von allen betroffenen Jungen zu erklären, da sie seine eigene Argumentation ad absurdum führen, denn er setzt damit die Existenz einer alle benachteiligten Jungen umfassenden Identität voraus, die er gerade vorher selbst geleugnet hat.

Die Ursache muss also logischerweise nicht bei den zahllosen und völlig verschiedenen Männlichkeitsbildern liegen, sondern bei einem alle Jungen erfassenden, externen Agens, dessen unheilige Aura offensichtlich im ganzen Bildungssystem systematisch propagiert und verbreitet wird - das Wirken der feministischen Ideologie als Auslöser macht da wesentlich mehr Sinn, als irgendwelche kruden Männlichkeitsphantasien aus Genderistenköpfen. 

Denn die (feministisch motivierte) Abneigung einer Lehrkraft gegenüber Jungen reduziert die Note eines jeden Jungen relativ zur Durchschnittsnote der Mädchen - davon ist auch der intelligente Sohn einer Akademiker-Familie betroffen, genauso wie der arme Arbeitersohn. Nur so lassen sich die Beobachtungen vom Bildungsforscher Budde und anderen konsistent erklären.

Indem Ebenfeld die Schuld der Bildungsmisere der Jungen bei einem bestimmten "Männlichkeitsbild" sieht, widerspricht sie ihrer eigenen Argumentation, welche eine gemeinsame, männliche Identität von allen betroffenen Jungen leugnet ("Die Jungen" gibt es nicht) und kollidiert mit der Realität, in welcher die grosse Mehrheit der betroffenen Jungen Ebenfelds "Männlichkeitsbild" nicht entspricht, da die meisten Jungen sehr wohl fleissig und ehrgeizig sind (siehe Shell-Studien).

- Jungen haben dennoch keinen Anspruch auf Förderung: 

Obwohl Ebenfeld aufzählt, dass Jungen in Sonderschulen überrepräsentiert sind und in der Lesekompetenz hinter den Mädchen zurückfallen, möchte sie unbedingt klarstellen, dass die Racker nun nicht plötzlich ein Recht auf mehr Aufmerksamkeit und Förderung hätten. Die Förderung der Mädchen solle tunlichst nicht angestastet werden, egal wie schlecht es den Jungen auch geht.

Dies ist erneut ein Paradebeispiel für die Einseitigkeit der feministischen Ideologie, welche Ungerechtigkeit und Leid lediglich dann als bekämpfenswert ansieht, wenn es die eigenen (weiblichen) Klientelgruppen trifft, während der Rest gefälligst still in einer Ecke verrecken soll. Während also die Jungen in allen Bereichen des Bildungswesens mehr und mehr den Anschluss verlieren und absichtlich ganze Generationen von Bildungsverlierern herangezüchtet werden, soll man sich nachwievor auf die schon seit Jahrzehnten begünstigten Mädchen fokussieren.

Braucht jemand noch einen deutlicheren Beweis, dass der Feminismus die Gleichwertigkeit der Geschlechter nicht ernst nimmt? Dass er totalitär und menschenfeindlich ist?

Ebenfeld demonstriert hier die menschenfeindliche Natur des heutigen Feminismus, welcher die Gleichwertigkeit der Geschlechter nicht ernst nimmt, da er das Leid der Betroffenen aufgrund ihres Geschlechts bewertet. 

- Obwohl wir die Jungen handfest benachteiligen, überflügeln sie die Mädchen nachwievor später im Berufsleben:

Ebenfeld findet die gesamte Debatte um die Bildungsbenachteiligung von Jungen überflüssig, da Männer nachwievor mehr Führungspositionen innehaben und mehr als Frauen verdienen. Sie hätten bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt als Frauen und ihr schlechteres Bildungsniveau führe "immer noch zu besseren Berufs-, Karriere- und Verdienstchancen". Wie eine brave Ideologin schreibt sie:

"Schlechte Schulleistungen von Jungen kann man als kurzzeitige Belastungen sehen, wobei langfristige Privilegien dennoch aufrecht erhalten werden."

Dabei begeht Ebenfeld zahllose peinliche Denkfehler.

Die heutigen Männer in Führungspositionen wurden noch in einem Bildungssystem ausgebildet, welches nicht feministisch verseucht war. Ergo können die negativen Folgen der Jungendiskriminierung nicht mit dem Argument entkräftet werden, dass Männer nachwievor an der Spitze der Gesellschaft stehen und es trotz Benachteiligung schon packen werden, da die jetzt benachteiligten Jungen und die momentan mächtigen Männer nicht die gleiche, ideologisch geprägte Ausbildung aufweisen. Niemand kann abschätzen, wie sich die Jungendiskriminierung auf den späteren Erfolg auswirkt - aber Fakt ist, dass sie an den Betroffenen nicht spurlos vorbeigehen wird. Und dies wird von Feministen wohl bewusst in Kauf genommen.

Ausserdem sind Frauen selber schuld, wenn sie weniger Karriere machen und weniger als Männer verdienen, da sie nunmal nicht den gleichen Eifer und Ehrgeiz an den Tag legen, als ihre gleichaltrigen, männlichen Artgenossen. Männer können auch nichts dafür, dass Frauen schwanger werden können und somit von potentiellen Arbeitgebern als Risiko eingestuft werden. Wie bereits mehrmals ausgeführt, wurde noch keine echte "Lohndiskriminierung" bewiesen und die Existenz gläserner Decken entzieht sich auch dem rational denkenden Verstand. Schliesslich ist eine blosse Geschlechterverteilung alleine noch kein ausreichender Beweis für die Diskriminierung eines Geschlechts, sondern kann durch zahllose natürliche Faktoren entstehen und aufrecht erhalten werden (Präferenzen, Leistungswillen, Gefährlichkeit des Jobs etc.). Man kann also auch nicht die von erwachsenen Frauen selbstverschuldete Gegebenheiten der Arbeitswelt den heutigen, benachteiligten Jungen in die Schuhe schieben und damit die Jungendiskriminierung rechtfertigen.

Ebenfeld begeht auch hier wiederum den ideologischen Widerspruch, dass sie die benachteiligten Jungen und mächtige Männer in einen Topf wirft und ihnen eine kollektive Verantwortung für die schlechtere Stellung von Frauen unterschiebt, welche die Jungen in diesem Topf nun wegen den erfolgreicheren Männern durch Benachteiligung auszugleichen hätten. Doch die Jungen können nichts dafür, wenn Frauen es in der Arbeitswelt nicht auf die Reihe bringen und wenn es "die Jungen" nicht gibt, dann kann es "die Männer" als gesamtes Geschlecht wohl erst recht nicht geben. Somit kann den Jungen auch keine abzutragende Schuld für ihre älteren Geschlechtsgenossen aufgebürdet werden, da sie gerade mal das biologische Geschlecht und sonst nichts gemeinsam haben. Und das biologische Geschlecht soll doch laut Genderisten keine Rolle spielen.

Ebenfeld postuliert hier nicht vorhandene und somit von ihr auch nicht näher definierte "männliche Privilegien", welche sie aufgrund mangelnder Gemeinsamkeiten zwischen den diskriminierten Jungen und den mächtigen Männern alleine am biologischen Geschlecht festmachen müsste. Doch dieser handfeste Widerspruch zur eigenen Ideologie reicht ihr offenbar aus um die gesamte Problematik der Jungendiskriminierung für mittelfristig bedeutungslos zu erklären.

Ebenfeld versucht die feministisch verursachte Jungendiskriminierung durch die überlegene Leistung von in ihrer Schulzeit nicht feministisch indoktrinierten Männern zu rechtfertigen und verstrickt sich dabei in zahllosen ideologischen Widersprüchen und realitätsfremden Behauptungen.

- Männlichkeitsbilder müssen durch Jungenarbeit verändert werden:

Zuerst hat sie die Bildungskrise der Jungen einem hypothetischen, so nicht zutreffenden "Männlichkeitsbild" in die Schuhe geschoben. Nun zieht Ebenfeld den Genderhasen aus dem Hut und nutzt die Gelegenheit ganz pragmatisch zu ihren eigenen ideologischen Gunsten, indem sie verlangt, dass Jungen umerzogen werden:

"Auf der anderen Seite lassen sich durch bestimmte pädagogische Herangehensweisen Männer- und Frauenbilder verändern. Es gibt erprobte Ansätze von Jungenarbeit, in denen mit (pro)feministischen, antisexistischen, patriarchatskritischen Methoden Jungen vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten eröffnet werden."

Dezent stellt sie die Aktivitäten des Vereins Dissens e.V. als gutes Beispiel für Jungenarbeit dar. Diese Gruppe, welche übrigens Mitglied vom Bundesforum Männer ist, redet Jungen ein, dass sie sich nur einbilden würden, ein Junge zu sein und in Wahrheit eine Scheide hätten und deren erklärte Zielsetzung sei "nicht ein anderer Junge, sondern gar kein Junge". In Kindergärten werden Jungen dazu gezwungen sich zu schminken und Mädchenkleidung zu tragen. Jungen werden zu Mädchen umoperiert um die wahnsinnigen Thesen des Genderismus zu beweisen - was dann im Selbstmord der Opfer dieser ideologisch motivierten Menschenexperimente endet. An den Boys' Days (im Rahmen des Programms "Neue Wege für Jungs") wird den Jungen systematisch das Gehirn gewaschen:.

"Angebote im Sinne des Projekts Neue Wege für Jungs | Boys'Day unterstützen Jungen dabei, sich kritisch mit Männlichkeitsmustern auseinanderzusetzen."

Dies sind nur einige wenige Beispiele für den alltäglichen, krankhaften Genderwahnsinn hier in Europa, welcher keinen Respekt vor der Eigenständigkeit des Individuums kennt und den Menschen nur jene Möglichkeiten und Männlichkeitsvorstellungen erlauben will, welche ideologisch sanktioniert ("(pro)feministisch, patriarchatskritisch")  sind. "Vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten eröffnen" ist dabei ein eiskalter Euphemismus und dreiste Schönfärberei für feministische Umerziehung an wehrlosen und leicht beeinflussbaren Kindern mit Methoden, welche wir bei Sekten zurecht kritisieren und ablehnen. Diese Methodik erinnert an totalitäre Regimes, welche die Kinder möglichst früh erfassen und indoktrinieren wollen, damit sie später willige und loyale Untertanen werden.

Ebenfeld versucht hier das Feld für die Ausweitung handfester geschlechtlicher Umerziehung freizumachen, da sie und ihre Ideologie keinen Respekt vor der geschlechtlichen Eigenständigkeit der Menschen haben.

- Die vorherrschenden Männlichkeitsbilder sind ungeeignet:

Ebenfeld masst sich wie so viele andere vor ihr an, den Menschen vorzuschreiben, wie sie ihre Geschlechtlichkeit zu verstehen haben. Sie sieht sich selber als die Autorität, welche die Eigenständigkeit von Menschen ignorieren darf und lässt deshalb Folgendes raus, ohne Beweise dafür vorzulegen, dass ihr herbeiphantasiertes "Männlicheitsbild" tatsächlich jenes der Mehrheit der betroffenen Jungen ist:

"Denn die vorherrschenden Bilder von Männlichkeit eignen sich nicht."

Ein scheinheiliger Satz, welcher klarmacht, dass ihr persönlich gewisse Vorstellungen von Männlichkeit nicht passen, denn wir haben bereits vorher gesehen, dass "Männlichkeitsbilder" in der Jungenbildungskrise keine Rolle spielen. Doch sie hat selber ein Interesse daran, Männlichkeit nach ihren (genderideologischen) Vorstellungen umzuerziehen und benutzt dabei die Jungenkrise als einen willkommenen Vorwand.

Ebenfeld bezeichnet sich selber als eine Anhängerin der dekonstruktiven Pädagogik und deshalb begeht auch sie den klassischen, kolossalen Fehler eines jeden Dekonstruktivisten. Sie verwenden den Relativismus, da sie der Meinung sind, dass es keine absoluten Wahrheiten gibt, sondern zahllose gleichwertige, bedingte Wahrheiten, deren Inhalt vom Kontext abhängen und somit (wie im Genderismus) beliebig geändert werden können:

"In fact, relativism asserts that a particular instance Y exists only in combination with or as a by-product of a particular framework or viewpoint X, and that no framework or standpoint is uniquely privileged over all others."

Sobald man sich aber dem Werkzeug des Relativismus bedient, werden nicht nur unerwünschte "Männlichkeitsbilder" oder andere unliebsame Ideen relativiert und ihrer Bedeutung und Aussagekraft beraubt (da sie nicht mehr absolut gelten), sondern auch die eigenen Präferenzen und Vorstellungen des Dekonstruktivisten selber werden relativiert und somit bedeutungslos, da ein in sich geschlossenes Weltbild nicht in einem Bereich relativ und in einem anderen absolut sein kann ohne widersprüchlich zu sein.

Es kann somit folglich nicht sein, dass die eine Vorstellung besser oder mehr wert sei ("uniquely privileged over all others") als eine beliebige andere Vorstellung.

Ein Dekonstruktivist kann somit nicht rational eine Präferenz für ein bestimmtes "Männlichkeitsbild" gegenüber anderen Bildern äussern, da die darauf zugrunde liegende Entscheidung und Präferenz auch nur relativ ist und somit über die eigene Person hinaus keine Gültigkeit besitzt. Wer dies dennoch tut, der missbraucht die Philosophie für die eigene ideologische Beliebigkeit, denn er ist in seinem Denken nicht konsequent und hofft, dass das zuhörende Publikum zu dumm ist um den gerade begangenen pseudointellektuellen Frevel zu bemerken. Denn man könnte genauso gut auch ihre eigenen "Männlichkeitsbilder" dekonstruieren, da im Relativismus kein Bild rational gesehen mehr wert sein kann als ein anderes ohne auf eine absolute Wahrheit zurück greifen zu müssen, die es jedoch im Relativismus nicht geben kann.

Von einer relativistischen Position heraus kann man somit nicht politische oder weltanschauliche Präferenzen  ("'ought'-statements") rechtfertigen, wie dies auch in der englischsprachigen Wikipedia beschrieben steht:

"Most philosophers find that this position is incoherent, or at least that it is unclear how meta-ethical relativism can lead to 'ought' statements."

Ebenfeld kann aufgrund ihrer philosophischen Denkbehinderung nicht rational eine Präferenz für ein bestimmtes Männlichkeitsbild formulieren ohne sich selber innerhalb des Dekonstruktivismus zu widersprechen und sich den Vorwurf der Beliebigkeit einzuhandeln.

- Lehrkräfte müssen gender-kompetent sein:

Um sich und ihrer Firma Arbeit zu verschaffen, macht Ebenfeld nun Werbung für Genderismus in der Pädagogik. Gender-kompetente Lehrkräfte wissen "um gesellschaftliche Geschlechterverhältnisse", könnten Kinder unabhängig von ihrem Geschlecht betreuen und könnten mit Kindern "Rollenbilder" reflektieren.

Man darf sich wohl nicht wundern, dass Ebenfeld den Lehrern dann vorallem die Geschlechterverhältnisse aus ihrer (feministischen) Perspektive darlegen wird und dass vorallem jene "Rollenbilder" reflektiert werden, welche ihr nicht passen. Es handelt sich somit um die Schönwetter-Formulierung von feministischer Indoktrination, welche bereits im deutschen Bildungssystem zur Genüge präsent ist, wie wir oben gesehen haben. Doch Lehrkräfte brauchen keine Ideologie, um ein Kind unabhängig von seinem Geschlecht fair behandeln zu können. Im Gegenteil - Genderismus wird ja gerade dazu gebraucht, um einseitige Förderung für Mädchen und massive Benachteiligung für Jungen im Bildungssystem durchzusetzen. Dies wird dann mit der Ebenfeld'schen Sichtweise auf die "Geschlechterverhältnisse" gerechtfertigt.

Ebenfeld macht hier heimlich Werbung für ihr eigenes Berufsfeld und versucht den Weg für mehr Genderismus und somit für mehr Mädchenförderung und Jungenbenachteiligung und -umerziehung im Bildungswesen zu ebnen. 

- Man soll doch nicht so sehr darauf schauen, wer wo benachteiligt wird:

Da sich die Jungendiskriminierung im Bildungsbereich nicht mehr wegleugnen lässt, gehen die Genderisten einen für den Feminismus äusserst ungewöhnlichen Weg - sie betonen, dass es doch eigentlich gar nicht so wichtig sei, wer wo wie stark diskriminiert werde, sondern es ginge vielmehr um das "ungerechte System". Es gibt auch gewisse Männervereine, die so denken.

Dies ist eine sehr bequeme Ausflucht in einer Zeit, in der die Feministinnen bei jedem Fliegenschiss laut "Diskriminierung!" schreien und immer mehr Frauenfördermittel verlangen, um all den armen, ach so benachteiligten Frauen die Eigenverantwortung abzutrainieren.

Jetzt plötzlich, da sich die Jungendiskriminierung nicht mehr wegleugnen lässt, stellen die Feministinnen lieber die Systemfrage, anstatt die wahren Opfer endlich anzuerkennen und zu berücksichtigen.

"5.2. Geschlechtersensible Pädagogik will geschlechterlose Menschen erschaffen"

Die suggerierte Vielfalt, welche durch geschlechtersensible Pädagogik erschlossen werden soll, ist lediglich ein eng abgesteckter künstlicher Spielplatz der alleine aufgrund des Wohlgefallens des Genderisten existiert - nicht um seiner Selbst wegen. Niemand hat etwas dagegen, dass Möglichkeiten angeboten werden, doch wenn bewusst Möglichkeiten genommen und unterdrückt werden, dann handelt es sich nicht mehr um Befreiung, sondern Versklavung.

Betonen die Genderisten nicht immer wieder, dass man zuerst Männlichkeit "dekonstruieren" und schlechte "Männlickeitsbilder überwinden" müsse? Schreien nicht sie immer nach Umerziehung und nach Männern, welche sich selber kritisch hinterfragen? Was anderes soll denn damit erreicht werden, als Männer in ein ideologisch festgelegtes, mentales Gehege einzupferchen? Wie soll man den Menschen Möglichkeiten geben können, wenn man ihnen erst einmal ihre eigene, selbstständig gewachsene Identität verbietet und abzutrainieren versucht? Ist es nicht gerade ein Zeichen von Unfreiheit, wenn ein entrückter Mensch nur noch zwischen von ideologischen Stellen abgesegneten Möglichkeiten wählen darf?

Zumindest David Reimer, das Opfer der Menschenexperimente des Genderisten Moneys, würde zu dieser verlogenen Behauptung, dass Genderismus Möglichkeiten und Entfaltung eines Menschen erweitern würden, sicherlich so einiges zu sagen haben - wenn er vor lauter psychischen Qualen nicht Selbstmord begangen hätte. 

Bei vielen Genderisten drängt sich die Vermutung auf, dass sie selber als Kind nicht in die typischen Geschlechterrollen passten, sich somit nicht als normal empfanden und deshalb bleibende Komplexe davon getragen haben. Heute sublimieren sie diese Komplexe in die genderistische Ideologie, welche in der Praxis wie eine versteckte Rache an den Geschlechtervorstellungen der Mehrheit daherkommt. Dies würde erklären, warum so viele Lesben, Transen und andere Menschen mit von der Norm abweichenden Persönlichkeiten sich zu dieser Ideologie hingezogen fühlen.

- Geschlechtersensible Pädagogik ist eine Antwort auf Jungen orientierte Jugendarbeit und will sexistische Rollenbilder verändern: 

Ebenfeld beklagt die Einseitigkeit früherer Jugendarbeit (von vor 30 Jahren und mehr), da diese scheinbar früher auf Jungen ausgerichtet gewesen sei. Die heutige Jugendarbeit deklariert sie zwar als auf die Bedürfnisse von Mädchen und Jungen ausgerichtet, aber nicht nur an der Schminke, den Frauenkleidern und der Glorifizierung von als weiblich dargestellten Verhaltensweisen, sondern auch am feministischen Ursprung der heutigen Pädagogik merkt man schnell, dass dem nicht so ist. Vielmehr wird dadurch die Gynozentrik und die einseitige Ausrichtung der Jugendarbeit auf Frauen und Mädchen bei der Bedürfnisformulierung deutlich.

Erneut hat also der Feminismus bewusst früheren Zuständen unterstellte Einseitigkeit mit umgekehrtem Vorzeichen übernommen und durchgesetzt, wie dies auch bei den Frauenquoten oder auch der feministischen Sprachzerstörung praktiziert wird. Quasi als emotionale Rache an einer Generation, die zwar nichts für die Komplexe dieser Ideologen kann, jetzt aber dennoch herhalten muss.

Scheinheilig ist auch die Formulierung "sexistische Rollenbilder verändern". Wohlgemerkt sollen diese nicht abgeschafft werden, denn dann müssten die Genderisten und die feministisch indoktrinierten Lehrkräfte erst einmal mit ihrem eigenen, abartigen Männerbild anfangen, welches die Jungen in den Schulen diskriminiert und ihnen unterstellt, dass sie sozial verkrüppelt seien und somit Umerziehung nötig hätten. Aber vermutlich sollen nur jene "sexistischen Rollenbilder" angegangen werden, welche die eigene (weibliche) Klientelgruppe stören.

Der Feminismus und insbesondere der Feminismus sind somit nicht frei von Klischees und Stereotypen, inbesondere wenn es um Männer geht, wie wir bereits bei Ebenfelds eigenem, lächerlichem "Männlichkeitsbild" gesehen haben, welches wohl gerade mal auf einem Bruchteil aller Jungen und Männer zutreffen dürfte, aber dennoch als "vorherrschend" bezeichnet wird. Jeder Mensch hat Vorurteile, doch der Feminismus und der Genderismus sind besonders auf diese angewiesen, um ihre jeweilige Ideologie zu rechtfertigen. Sie haben somit erst recht keine Berechtigung, andere umzuerziehen und von Vorurteilen zu befreien, da sie selber keinen Deut besser sind - im Gegenteil.

Feministische, geschlechtersensible Pädagogik besitzt keine moralische Rechtfertigung für ihre Existenz, da sie selber sexistisch ist und bewusst gynozentrische Einseitigkeit in die Erziehung bringen möchte.

- Kinder lernen besser in einem Umfeld, in dem sie nicht aufgrund ihres Geschlechts diskriminiert werden:

Die Ebenfeld schreibt das ernsthaft in diesem Kapitel, nachdem nun schon seit Jahren bekannt ist, dass Jungen in deutschen Schulen systematisch alleine wegen ihrem Geschlecht diskriminiert werden.

Es ist scheinheilig sich gegen Diskriminierung zu positionieren, während man die schlimmste Form von Diskriminierung im deutschen Schulwesen nicht einmal wahrnehmen will. Offensichtlich gilt auch hier die Einseitigkeit der feministischen Ideologie: Diskriminierung aufgrund des Geschlechts ist nur dann relevant, wenn sie Mädchen und Frauen trifft.

Es ist auch unglaubwürdig, dass diese Menschen sich anmassen, gegen Diskriminierung zu wettern obwohl sie selber am liebsten wehrlose und leicht manipulierbare Kinder umerziehen wollen, nur weil ihnen bestimmte Vorstellungen von Geschlechtlichkeit nicht passen. Auch klingt diese Behauptung aus dem Mund einer Genderistin wie menschenfeindlicher Hohn, wenn man sich vor Augen führt, wie Jungen in deutschen Schulen bewusst zu Bildungsverlierern verzogen werden. Und wenn man sich dem abwertenden Männerbild dieser Ebenfeld und ihrer misandrischen Ideen ansieht, dann würden diese Zustände wohl nur noch schlimmer werden, wenn ihre Vorstellungen einer feministisch geprägten, "geschlechtersensiblen Pädagogik" erst einmal flächendeckend und vollständig umgesetzt werden würden.

Ebenfeld will nur jene Diskriminierungen sehen und auflösen, welche ihr ideologisch in den Kram passen. 

- Eigenschaften und Lebensweisen sollen allen offen stehen und nicht hierarchisiert werden und so eine freie Entwicklung ermöglichen ohne etwas "sein" zu müssen:

Auch diese Behauptung steht im offenen Widerspruch mit der Praxis des Genderismus, in der man bewusst Verhaltensmerkmale bei Jungen und Mädchen unterdrückt und sie jeweils umgekehrt beim jeweils anderen Geschlecht wieder anzutrainieren versucht. Es wird also durch den Genderisten jeweils bewusst eine Hierarchisiserung der Eigenschaften je nach Geschlecht in der Praxis der "geschlechtersensiblen Pädagogik" vorgenommen:

"Die kleinen Mädchen werden im Gender-Kindergarten aufgefordert, »Fußball zu spielen, sich zu wehren, sie erhalten besondere Förderung in den Bereichen Technik, Werken, Computer. [...] Die Jungs lernen hier ebenso früh, sich nicht mehr wie Jungs aufzuführen, sondern weicher, weiblicher zu werden. So heißt es bei dem Lernprogramm der Buben, dass diese Frustrationen ertragen lernen müssten:"

Bei Mädchen werden also "männlich" deklarierte Eigenschaften gegenüber "weiblich" Verhaltensweisen begünstigt, während dies bei Jungen genau umgekehrt ist. Es erfolgt also eine klare und deutliche Hierarchisierung der Eigenschaften in Abhängigkeit des Geschlechts in der geschlechtersensiblen Erziehung.

Wer kann angesichts eines solchen Programms noch ernsthaft von "freier Entwicklung" sprechen? Das ist totalitäre Umerziehung, nichts anderes. Denn hier wird nicht befreit, bestärkt oder ermuntert, sondern geschunden, drangsaliert und eine gesunde, unideologisierte Entwicklung zerstört.

Der Genderist führt in der Praxis sehr wohl eine Hierarchisierung geschlechtlich fixierter Eigenschaften durch und zwar indem er bei der Umerziehung von Jungen mädchenhafte über männliche und bei jener von Mädchen jungenhafte über weibliche Eigenschaften präferiert.

- Geschlechtersensible Pädagogik will nicht Identitäten zerstören, sondern erschafft Entwicklungsmöglichkeiten und Handlungsspielräume:

Ebenfeld ist der Meinung, wenn man Jungen einredet, dass sie keinen Penis hätten und sie dazu zwingt, sich zu schminken und sich Mädchenkleidung anzulegen, sie dadurch neue "Handlungsspielräume" und "Entwicklungsmöglichkeiten" erhalten würden.

Wollen das die Kinder und die Eltern überhaupt? Stellt dies nicht Missbrauch von Autorität, kindlichem Vertrauen und dem Bildungsauftrag dar, wenn man selber Probleme mit einzelnen Klischees hat und diese dann flächendeckend durch die eigenen, ideologischen Klischees ersetzen möchte? Welche Handlungsspielräume und Entwicklungen werden dann noch gnädig gewährt, wenn man den Jungen erst einmal erfolgreich eingeredet hat, dass sie im "unbehandelten Zustand" dysfunktional seien? Ob sich dann noch ein Junge dafür interessiert, mit Puppen spielen zu dürfen, wenn er psychische Schäden davon getragen hat?

Genderisten müssen ja zuerst Identitäten zerstören um Platz für in ihren Augen erwünschtere Identitäten zu machen, denn freiwillig lassen sich Menschen nicht umerziehen, so dass sie zu ihrem "Glück" gezwungen werden müssen.

- Pädagogen sollen Kinder nicht in geschlechts- und sexualspezifische Gruppen unterteilen: 

Auch diese Aussage kollidiert mit der Praxis des Genderismus, denn wie wir bereits vorher gesehen haben, werden Jungen alleine wegen ihrer Geschlechtszugehörigkeit nach einer bestimmten Hierarchisierung erwünschter und unerwünschter Eigenschaften umerzogen, während die Mädchen nur weil sie Mädchen sind jungentypisch umerzogen werden.

Dies kann nur vonstatten gehen, wenn man Kinder bewusst in zwei geschlechtlich fixierte Gruppen einteilt und sie dann anschliessend anhand einer Reihe von biologisch-geschlechtlich fixierten Merkmalen umzuerziehen beginnt. Beide Aspekte der Genderismus-Praxis stehen nicht nur im Widerspruch zu Ebenfelds Aussagen, sondern widersprechen auch dem eigenen ideologischen Dogma, nachdem das biologische Geschlecht doch keine Rolle zu spielen hätte. Doch wenn man Charaktermerkmale wie das Fussball spielen, sich wehren oder "weich" sein geschlechtlich fixiert, obwohl diese im Grunde genommen lediglich persönliche, geschlechterunabhängige Präferenzen sind und diese dann bewusst auf das jeweils andere Geschlecht zu übertragen versucht, dann gibt man unbewusst zu, dass die biologische Dichotomie offenbar doch eine bedeutende Rolle spielt.

Der Genderist versucht also in der Praxis vertauschte Spiegelversionen seiner eigenen, verkürzenden Weiblichkeits- und Männlichkeitsbilder herzustellen und reproduziert somit lediglich ein stereotypisiertes Bild von Geschlechtlichkeit mit umgekehrtem Vorzeichen.

Genderisten unterteilen in der Praxis die Kinder sehr wohl anhand ihrer Geschlechtszugehörigkeit, da sie je nach Geschlecht ein anderes Umerziehungsprogramm parat haben.

- Stereotype Rollenbilder sind keine brauchbaren Regeln, da kein Mensch tatsächlich so lebt:

Ebenfeld hat ein Problem mit den geschlechtlichen Vorstellungen der Mehrheit der Menschen und unterstellt den Kritikern, dass sie lediglich Angst vor "unendlichen Möglichkeiten" hätten. Auch gäbe es keinen Menschen, welcher absolut diesen Vorstellungen entspricht und deshalb handle es sich lediglich um "gesellschaftlich-kulturelle Bilder", die "vor allem in der Werbung existieren".

Doch stereotype Rollenbilder sind vereinfachte und leicht verständliche Angebote zur Orientierung, zu denen niemand gezwungen wird, im Gegensatz zu den genderistischen Rollenkorsetten, welche durch staatlich geförderte Umerziehung den Menschen schon im wehrlosen Kindesalter aufgedrängt werden sollen. Diese Rollenbilder sind historisch gewachsen und entspringen einer sehr langen Erfolgsgeschichte der Menschheit, in dem sie das Überleben der Menschen in früheren Zeiten sicherstellten und zur modernen Zivilisation führten. Sie machen auch evolutionär Sinn, da sie die Komplementarität der Geschlechter berücksichtigen und somit eine möglichst reibungslose Reproduktion und effiziente Arbeitsteilung gewährleisteten und sind somit um einiges naturnaher als alles, was die Genderisten als "natürlich" und "normal" deklarieren.

Ausserdem werden diese Rollenbilder und -erwartungen von den Beuteschematas von Männern und insbesondere der Frauen weiterhin aufrechterhalten - als Paradebeispiel gilt dabei die Hypergamie weiblichen Paarungsverhaltens, welches Männer dazu zwingt, einen möglichst hohen Status zu erreichen, damit sie überhaupt von Frauen als attraktiv empfunden werden. Deshalb finden die heutigen, top ausgebildeten Powerfrauen auch kaum einen (für sie) attraktiven Mann mehr, da die Luft ganz oben in der Statuspyramide dünn ist und die wenigen statushöheren Männer werden von Legionen von willigen Frauen belagert.

Ebenfeld erwähnt die Präsenz dieser Rollenbilder in der Werbung. Dies ist nur ein weiterer Beleg dafür, dass diese Orientierungsbilder offensichtlich die Bedürfnisse einer Mehrheit der Menschen anspricht, sonst würde nicht damit geworben werden. Auch ist die vorherrschende Stellung männlicher Rollenbilder bei Männern erstaunlich, denn das Erziehungsmonopol unserer Kinder ist nachwievor fest in weiblicher Hand - erziehen Mütter etwa ihren männlichen Nachwuchs dahingehend, dass er dann später wieder weibliche Bedürfnisse befriedigen kann?

Auch das Versprechen "unendlicher Möglichkeiten" ist hohl, wenn man an das kolossal gescheiterte Menschenexperiment des Genderisten Money mit dem dadurch in den Selbstmord getriebenen David Reimer denkt. Wenn man um solche Schandtaten weiss, dann machen einen diese "unendlichen Möglichkeiten" und die unheimliche Determiniertheit, mit welcher Genderisten diese verfolgen, tatsächlich Angst. Genderistische Umerziehungsversuche müssen also zwangsläufig an den Beuteschematas, der Erziehung und der Menschlichkeit scheitern.

"Stereotype Rollenbilder" sind Orientierungshilfen, welche die Bedürfnisse einer Mehrheit der Menschen erfüllen und die (unter anderem) vom Beuteschema der Frauen gestützt und durch die weiblich geprägte Erziehung unserer Kinder verbreitet werden.

"5.3. Frühkindliche Fremdbetreuung ist schädlich"

Wie die sozialistischen Regimes versuchen auch Genderisten möglichst früh an den Nachwuchs heranzukommen, so dass sie frei von elterlicher Störung umerzogen werden können. Deswegen ist es auch nicht verwunderlich, dass Ebenfeld sogar die kleinkindliche Fremdbetreuung in Schutz nimmt und diese mit verschiedenen Vorwänden wie die Selbstverwirklichung der Mutter befürwortet. Dabei gibt es genügend Experten, welche bestätigen, dass eine frühkindliche Fremdbetreuung schlecht für das Kind ist.

Teil VI kommt bald


Duldet keine Genderisten

Donnerstag, 9. Juni 2011

Die Forderungen der IGAF Schweiz

1. Weg mit dem Feminismus!

Der Feminismus ist eine männerverachtende und totalitäre Ideologie, welche sich tief in die Gesellschaft hinein gefressen hat und mit Demokratie und verfassungsmässigen Rechten unvereinbar ist. Unser Ziel ist daher die vollständige Beseitigung der feministischen Ideologie aus Politik und Öffentlichkeit.

Die von Feministen propagierte Gleichstellung ist nichts weiter als gewöhnliche Machtpolitik auf Kosten der Männer und mit der in der Bundesverfassung festgeschriebenen Gleichberechtigung von Männern und Frauen und dem Diskriminierungsverbot aufgrund des Geschlechts unvereinbar.

Es ist ein gesetzgeberisches Unding, wenn in einem Verfassungsartikel sowohl die Gleichberechtigung als auch die dazu im Widerspruch stehende Gleichstellung vorgeschrieben wird. Wir fordern deshalb die Streichung des Gleichstellungsartikels aus der schweizerischen Bundesverfassung und somit auch die Abschaffung jeglicher Gleichstellungspolitik. Sämtliche Gleichstellungsbüros sind zu schliessen.

Wir fordern eine für Behörden und Justiz bindende und widerspruchsfreie Verfassung mit individuell einklagbaren Rechten, unabhängig vom Geschlecht und somit ein Ende von ideologischen Gruppenrechten, wie sie der Feminismus propagiert. Das Recht auf Gleichbehandlung vor dem Gesetz wurde vom Bundesgericht bezüglich der männlichen Bürger seit dessen Einführung im Jahr 1981 systematisch missachtet. Die sog. „Gleichstellung“ wurde, ebenfalls völlig willkürlich, nur Frauen eingeräumt. Der gegenwärtig existierende Justizapparat hat sich für den Schutz der verfassungsmässigen Rechte aller Bürger als völlig untauglich erwiesen. Wir fordern daher eine radikale Justizreform.

2. Stärkung von Väterrechten!

Kinder gehören gleichberechtigt beiden Eltern. Kinder haben ein Recht auf Umgang mit beiden Elternteilen von Geburt an. Der Vater hat nach feministischer Logik keine Rechte an seinen Kindern, sondern lediglich (finanzielle) Verpflichtungen. Wir akzeptieren die feministische Haltung in Bezug auf Kinder („Mein Bauch gehört mir“) und die daraus entstehende Willkür nicht.

Entweder wird Abtreibung für werdende Mütter vollständig verboten. Oder der Vater erhält ein Mitspracherecht bei einer allfälligen Abtreibung.

Oder er selbst verfügt von Anfang an über das Recht der Vaterschaftsverweigerung. Auch soll ein angeblicher Vater die Möglichkeit erhalten, zu jedem Zeitpunkt ohne Einverständnis der Mutter einen Vaterschaftstest durchführen und von allen Verpflichtungen gegenüber einem ihm untergeschobenen Kind Abstand nehmen zu können.

Kinder brauchen Vater und Mutter im gleichen Ausmass, wenn sie zu gesunden und ausgeglichen Männern und Frauen aufwachsen sollen. Wir fordern das gemeinsame Sorge- und Obhutsrecht auch für unverheiratete und geschiedene Väter und Mütter. Wir fordern die konsequente Bestrafung von Elternentfremdung und der Verweigerung von Besuchsrechten in den Fällen, wo ein Elternteil auf das Sorge- und Obhutsrecht verzichtet und dieses dem anderen Partner freiwillig überlässt.

3. Anerkennung der traditionellen Familie mit Vater, Mutter und Kinder als unabdingbares Fundament der Stabilität und des Fortbestandes unserer Gesellschaft!

Der Feminismus betreibt (nicht zuletzt mit Hilfe staatlicher Monopolgewalt) aktiv die Zerstörung der Familie. Die Folgen sind verheerend: Die Reproduktionsrate der Schweizer Bevölkerung ist unter die Erhaltungsschwelle gesunken und Familien brechen auseinander, weil Scheidungen für Frauen im Gegensatz zu Männern ohne grosse Nachteile bleiben. Wir fordern, dass der Staat nicht mehr aus ideologischen Motiven in das familiäre Geschehen eingreifen darf.

Insbesondere fordern wir die Abschaffung von sog. „Gewaltschutzgesetzen“. Polizeistaatliche Massnahmen, welche auch noch gegen eine bestimmte Bevölkerungsgruppe gerichtet sind und die den Rechtsgrundsatz der Unschuldsvermutung über Bord werfen, widersprechen elementarsten rechtsstaatlichen Prinzipien.

4. Ein neues Scheidungsrecht muss her!

Nach heutigem Recht entsteht dadurch, dass sich eine Frau während der Ehe vom Mann versorgen liess, ein weiterer Versorgungsanspruch der Frau gegenüber dem Mann nach der Ehe. Dies ist mindestens so absurd, wie wenn ein Mann, nachdem er die Rolle als Versorger während der Ehe freiwillig übernommen hat, hinterher seine Versorgungsleistungen zurückfordern könnte.

Wir verstehen die Ehe als freiwillige Verbindung zwischen zwei erwachsenen und mündigen Menschen. Die Rollen, auf die sich die Ehepartner im Rahmen ihrer Ehe einigen, sind als Resultat einer freien und selbstgetroffenen Wahl zu betrachten und nicht als „Aufopferung“. Nach der Scheidung hat deshalb grundsätzlich kein Partner mehr etwas vom anderen zugute und beide sollen zurück behalten, was sie eigenhändig während der Ehe erwirtschaftet haben. Männer und Frauen sollen beide nach einer Scheidung wieder für ihr eigenes Auskommen sorgen, wie es sich für moderne, selbstverantwortliche Menschen gehört.

Wer eine Scheidung veranlasst, soll selbstverständlich verursachergerecht auch für die Kosten aufkommen.

5. Weg mit Kinderalimenten!

Kinder sind keine Unbill, sondern eine einmalige Bereicherung! Einigen sich die Ehepartner nach der Trennung bzw. Scheidung aus freien Stücken das alleinige Sorge- und Obhutsrecht eines Partners, soll der sorge- bzw. obhutsrechtsberechtigte Expartner minimale oder auf freiwilliger Basis Kinderalimente erhalten. Durch diese Massnahme wird gleichzeitig dem Missbrauch von Kindern als Geldquelle ein Riegel geschoben.

6. Weg mit den Quotentanten!

Geschlechter-Quoten widersprechen dem Prinzip der individuellen Freiheit und verstossen gegen die Schweizerische Bundesverfassung, welcher die Begünstigung einer Person alleine aufgrund ihrer Geschlechtszugehörigkeit verbietet. Quoten führen dazu, dass das Leistungsprinzip ausgehebelt wird. Das Kollektivrecht wird mit Quoten vor das Individualrecht gestellt. Die Kompetenz einer Person soll darüber entscheiden, ob sie eine Position einnehmen soll, nicht ihr Geschlecht. Wir fordern deshalb, dass inoffizielle und offizielle Frauenquoten abgeschafft werden.

7. Schluss mit Umerziehungsversuchen an Männern!

Staatliche Umerziehungprogramme und Manipulationsversuche sind mit dem Gedanken eines freiheitlichen Rechtsstaats und souveränen, mündigen Bürgern unvereinbar.

Wir bekämpfen staatliche Umerziehungsversuche zum „Neuen Mann“ wie auch jede andere Art von Geschlechterpolitik. Eine solche Politik ist totalitär.

8. Weg mit der feministischen Ideologie im Bildungswesen!

Buben werden bei der Notengebung, die einseitig auf Mädchen fokussierten Selektionsfaktoren und bei den Empfehlungen fürs Gymnasium durch feministisch beeinflusste Lehrkräfte benachteiligt.

Der Unterricht an unseren Schulen wird Buben nicht gerecht. Zudem erhalten „weiche“ Fächer und Sprachen ein zu grosses Gewicht, während Mathematik, Technik und die Naturwissenschaften vernachlässigt werden. Dies führt zu einem immer grösser werdenden Mangel an Ingenieuren und Fachkräften.

Die Verweiblichung der Schulen hat langfristig und nachhaltig desaströse Auswirkungen auf die Wirtschaft und das innovative Potenzial unseres Landes. Wir fordern daher die Beseitigung der genannten Missstände und die Streichung der Mädchenförderungen an Schulen.

Die völlig unwissenschaftlichen Studiengänge zu Geschlechterfragen (sog.„Gender-Studies“) haben an den Universitäten nichts verloren und sind abzuschaffen. Entsprechende Bachelor-, Master- und Professorentitel sind abzuerkennen, da sie den falschen Anschein einer wissenschaftlichen Ausbildung vermitteln.

9. Kampf dem Genderismus!

Wir lehnen den Genderismus in Form von Gender Mainstreaming und Gender Studies rigoros ab. Wir bekämpfen Gender Mainstreaming, welches Männer und Frauen zu geschlechtslosen Neutren umerziehen will und schleichend auf allen gesellschaftlichen und staatlichen Ebenen eingeführt wird.

Indem Geschlechter lediglich als beliebig veränderbare Konstruktionen betrachtet werden, sollen sie nach ideologischen Vorstellungen umgeformt werden. So soll der Weg zur frühkindlichen Sexualerziehung, zur Legalisierung von Pädophilie, der politischen Homosexualität und zur endgültigen Demontage der traditionellen Familie vorbereitet werden.

Gender Mainstreaming wird von Gleichstellungsbüros auch als Legitimitätsfassade für hemmungslose Frauenförderung benutzt, indem dieses Konzept nach aussen hin so dargestellt wird, als würde es beide Geschlechter gleichermassen berücksichtigen.

Wir wollen, dass der Genderismus in all seinen Facetten verdrängt wird. Insbesondere soll er staatlichen Stellen, Behörden und staatlich finanzierten Institutionen untersagt werden.

10. Gleiche Rechte und Pflichten in Sachen Wehrpflicht!

Wahre Gleichberechtigung besteht darin, dass in allen gesetzlichen Bereichen für beide Geschlechter die gleichen Rechten und Pflichten vorgesehen sind und dass niemand alleine wegen seines Geschlechts vom Staat bevorzugt behandelt wird. Deshalb dürfen Frauen nicht länger von der gesetzlichen Militär- und Zivildienstpflicht ausgeschlossen werden und sollen genauso wie Männer obligatorisch Dienst leisten. Wir fordern deshalb obligatorische Wehrpflicht für Männer und Frauen oder die Freiwilligkeit des Wehrdienstes für alle.

11. Gleichberechtigung bei den Renten für Mann und Frau!

Eine weitere handfeste und damit verfassungswidrige Diskriminierung der Männer alleine aufgrund des Geschlechts ist das ungleiche, staatliche Rentenalter, welches den Pensionseintritt für Frauen ein Jahr früher vorsieht als für Männer, welche eine im Schnitt fünf Jahre kürzere Lebenserwartung haben. Es gibt keine Rechtfertigung dafür, dass Frauen sechs Jahre länger die Rente finanziert wird. Wir fordern daher gleiches Rentenalter für Mann und Frau.

12. Schliessung von Frauenhäusern und Ersatz durch ideologiefreie Opferhäuser!

Männer und Frauen sind im gleichen Ausmass von häuslicher Gewalt betroffen, wie Hunderte von seriösen wissenschaftlichen Studien nachweisen.

Frauenhäuser sind weitgehend steuerfinanzierte Orte des institutionalisierten Männerhasses, in denen Frauen von Feministinnen beraten werden, wie sie ihren Mann finanziell ruinieren können und wie sie sich verhalten müssen, um das alleinige Sorgerecht für die Kinder zu erhalten.

Viele Frauen flüchten aus egoistischen Beweggründen ins Frauenhaus und bezichtigen ihre Männer fälschlicherweise der häuslichen Gewalt, um den Umgang des Vaters mit seinen Kindern zu vereiteln und um sich eine bessere Ausgangssituation in Sorgerechts- und Unterhaltsstreitigkeiten zu schaffen. Deshalb fordern wir die Schliessung aller Frauenhäuser.

Für echte Opfer häuslicher Gewalt fordern wir die Schaffung von ideologiefreien Opferhäusern für beide Geschlechter.

13. Weg mit dem schwachsinnigen Sprachfeminismus!

Wie jede andere totalitäre Ideologie, versucht auch der Feminismus die Sprache zu seinen Gunsten zu beeinflussen. Unter dem Vorwand, einen vermeintlichen, sprachlichen Sexismus zu beseitigen, wird Sexismus bewusst in den Sprachgebrauch eingeführt, in dem maskuline Formen verdrängt und durch feminime Formen oder Neutren ersetzt werden. Dem Genus eines jeden Wortes wird ein nicht vorhandener Zusammenhang mit dem biologischen Geschlecht unterstellt, so dass ein unnötiges Politikum rund um unangebrachte Sensibilitäten einer Minderheit von Frauen entsteht. Nicht nur die Ästhetik leidet, die Anwendbarkeit wird mühsamer und die Sprache verliert die Fähigkeit, gewisse Sachverhalte logisch korrekt darzustellen, wenn jedes Wort im feministischen Sinne biologisch geschlechtlich verstanden wird. Diese Verpolitisierung der Sprache ist genauso wie der Genderismus in seinem Wesen totalitär und gehört somit abgeschafft.

Wir fordern deshalb, dass die staatlichen Organe, die Universitäten und Medien aufhören, die Sprache aus feministischen Motiven heraus zu verschandeln. Stattdessen ist zur ideologiefreien Orthographie zurückkehren.

Juni 2011 – Version 1.0 

Freitag, 3. Juni 2011

Der Fall Goslar, Geschlechterpolitk und die Männervereine - ein maskulistischer Kommentar

In den letzten Monaten und insbesondere in den letzten Wochen hat sich der Fall rund um die ehemalige Gleichstellungsbeauftragte Monika Ebeling dramatisch zugespitzt und gipfelte in einer für die femigenderistische Ideologie entlarvende, öffentliche Debatte. Da diese abgewählte Gleichstellungsbeauftragte von Teilen der Männerrechtsbewegung aktiv und öffentlichkeitswirksam unterstützt wurde, erhalten diese Geschehnisse nicht nur eine historische, sondern auch eine interne Brisanz, welcher wir uns heute widmen möchten.

Denn die offene Unterstützung einer Trägerin der deutschen Geschlechterpolitik steht so ziemlich diametral zu allem, wofür der Maskulismus seit Jahren eintritt. Die Frau Ebeling mag ein reines Herz haben und die Einseitigkeit des Feminismus sehen - doch auch sie vertritt die Vorstellung, dass staatliche Geschlechterpolitik nötig und sinnvoll sei.

Es wird also deutlich, dass durch die aktive Unterstützung einer (unorthodoxen) Vertreterin der deutschen Gleichstellungspolitik durch gewisse Elemente innerhalb der Männerrechtsbewegung eine weltanschauliche Gespaltenheit in Sachen Geschlechterpolitik zwischen den verschiedenen Männervereinen zu Tage tritt. Wir werden uns also den Fall Goslar als Vorwand nehmen, diese Gegensätze auszuleuchten um somit einen vertieften Einblick in die Struktur der äusserst heterogenen, deutschsprachigen Männerrechtsbewegung zu gewinnen.

Der Fall Goslar

Zu den Ereignissen rund um Frau Ebeling gibt es auf Wikimannia eine umfangreiche Linksammlung und eine Zusammenstellung der Ereignisse, ausserdem führte Arne Hoffmann auf seinem Blog eine Art Tagebuch zu den verschiedenen Vorfällen. Zusätzlich kann man die Vorfälle aus der Sicht von Monika Ebeling auf ihrem Blog "Geschlechterdemokratie" nachlesen. Wir wollen uns nun den Fall und die verschiedenen Reaktionen darauf anschauen.

Monika Ebeling, geborene Dittmer, war Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Goslar und wies im Gegensatz zur normalen Gleichstellungsbeauftragten nicht die typische, staatsfeministische Einseitigkeit auf (eine andere, vermutliche Ausnahme in diesem Bereich ist eine gewisse Gleichstellungsbeauftragte namens Susanne Wilder). Obwohl auch sie den "Neuen Mann" herbeibeschwört, wie man in diesem Video zu hören bekommt, kritisiert sie auch die Einseitigkeit des deutschen Staatsfeminismus, die alte Bitterfotze Alice Schwarzer, die platte Rhetorik der Lohndiskriminierungslüge, die Diffamierungsversuche des ungläubigen Thomas und lehnt Frauenquoten ab. Auch begrüsste sie das erste internationale Antifeminismustreffen und weist auf die Arbeit von Agens e.V. und anderen Männervereinen hin.

Sie weigerte sich eine Ausstellung zum Thema häuslicher Gewalt zu unterstützen, welche Männer einseitig als Gewalttäter und Frauen nur als Opfer von häuslicher Gewalt porträtierte, da sie um die Gleichverteilung der Geschlechter bei der häuslichen Gewalt weiss. Auch kritisierte sie eine weitere staatsfeministische Aktion, bei der Brötchenverpackungen für Kinder mit einseitigen Vorstellungen über die Urheberschaft von häuslicher Gewalt bedruckt wurden. Sie eröffnete ein Väter-Café und organisierte Papa-Picknicks. Sie führte zusammen mit Agens e.V. Veranstaltungen durch, an denen diskutiert wurde, ob der Feminismus "noch zu retten" ist. Heftig und gut begründet kritisierte sie die feministischen Missstände in deutschen Frauenhäusern (siehe am Ende des pdf-Dokuments!)

Im massiv ideologisierten Umfeld des deutschen Staatsfeminismus wurde sie deswegen sehr schnell die Zielscheibe von Mobbing und Hassattacken durch feministische Netzwerke, die Angst um Fördergelder und ihre Deutungshoheit hatten:, aus naheliegenden Gründen:

"Gleichstellung ist in Deutschland fest verankert. Es gibt ein dichtes Netz von Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten, von Beratungsstellen und Gruppen in Gewerkschaften und Institutionen. Die meisten leben davon, für die Gleichstellung der Frau zu kämpfen, schon aus ihrer Geschichte heraus."

Dies bestätigt auch Monika Ebeling in 'Die Freie Welt':

"Die Fördertöpfe der sogenannten „positiven Diskriminierung von Frauen“ werden herrisch bewacht und mehr als ungern geschlechtergerecht geteilt. Die in den weiblichen Netzwerken warm eingepackte Frauenlobby will von einem Wandel oder gar einer männlichen Diskriminierung so gut wie nichts wissen."

Grüne und Linke liessen den Konflikt eskalieren, nachdem Frauenverbänden der Kragen geplatzt war und beantragten die Abberufung dieser umstrittenen Gleichstellungsbeauftragten ("Diese Gleichstellungsbeauftragte muss gehen!"). Schwer angelastet wurde ihr auch die Verlinkung des Väternotrufs auf der Internetpräsenz von Goslar.

Sie warfen ihr vor, dass sie sich nur (!) für Männer einsetzen würde. Dies ist nachweislich falsch, wie man aus offiziellen Unterlagen herauslesen kann, welche klar belegen, dass sich Monika Ebeling für beide Geschlechter eingesetzt hat und was auch anderen Politikern aufgefallen ist. Es ist erstaunlich den Vorwurf der Einseitigkeit aus den Mündern von Vertretern einer gynozentrischen Geschlechterpolitik zu hören, welche richtige Förderung nur Frauen gewähren und Männern lediglich bei ihrer staatlichen Umerziehung fördern. Von Menschen, welche im Geiste des folgenden Satzes der ehemaligen deutschen Bundesjustizministerin Däubler-Gmelin denken und handeln:

»Männer sollen durch die Wehrpflicht gehindert werden, damit Frauen im Leben aufholen können.«

Klar wird die ideologische Einseitigkeit des heutigen, institutionalisierten Feminismus in einem Statement der Grünen, welche für ihr abartig männerfeindliches "Frauenstatut" bekannt ist:

"[...] das Wirken der Gleichstellungsbeauftragten [Ebeling] ist mittlerweile von unseren Vorstellungen weit entfernt. Ihren bisherigen Tätigkeiten nach will sie Benachteiligung von Männern aufzeigen und „beseitigen“ – dies ist nicht unser politischer Wille [...]."

Dies ist erstaunlich, wenn man bedenkt, wie massiv Männer in Deutschland wegen ihrer Geschlechtszugehörigkeit durch das Gesetz und durch offizielle Stellen diskriminiert werden. Man hat also nicht nur die Augen für die handfesten Benachteiligungen der Männer fest verschlossen, sondern hat auch noch Mühe diese überhaupt als solche anzuerkennen (man beachte die Anführungszeichen um 'beseitigen'), geschweige denn dass man diese abschaffen will. Wie ideologisch verbohrt und einseitig muss man sein, um deutlich nachweisbare Diskriminierungen qua Geschlecht durch Staat und Gesetz (!) nicht angehen zu wollen?

So deutlich tritt die Einseitigkeit der feministischen Ideologie selten zu Tage!

Es ist somit auch nicht verwunderlich, dass Frau Ebeling in solch einem ideologischen Umfeld abgewählt und entlassen wurde. Diese demonstrative Einseitigkeit führte jedoch auch dazu, dass die Vorfälle in Goslar von den Medien negativ aufgenommen wurden und resultierte in heftige Kritik am herrschenden Feminismus. Der Gesamtton war überwältigend negativ und viele Blätter störten sich an dieser ideologisch getriebenen Hexenjagd.

Agens e.V. solidarisierte sich in einer Pressemitteilung mit Frau Ebeling. Auch Manndat solidarisierte sich umgehend mit ihr und kritisierte die feministische Einseitigkeit der aktuellen Geschlechterpolitik. Der Väteraufbruch für Kinder schrieb einen offenen Brief an den Stadtrat von Goslar mit der Bitte um eine "ausgewogene Gleichstellungspolitik". Die Sympathisanten und Aktivisten dieser Vereine wurden derweil in ganz Deutschland und im Internet mit Unterstützungsaufrufen, mehreren Interviews mit Frau Ebeling und dem Schreiben von Protestbriefen aktiv. Diese gaben den Vorfällen Namen wie "Schlacht um Goslar" oder "Krieg der Bitterfotzen" (angelehnt an ein feminismuskritisches Werk aus Schweden).

Die IGAF hingegen prangerte zwar die Entlassung von Frau Ebeling an und René Kuhn führte ein Interview mit ihr, beliess es aber ansonsten dabei. Auch Maskulisten wie Michail A. Savvakis äusserten sich nicht gross zu diesen Vorfällen, während Männervereine wie Agens e.V., Manndat und VafK sich öffentlich mit Frau Ebeling solidarisierten und sie besonders aktiv unterstützten.

Position des Maskulismus zur Geschlechterpolitik

Der Maskulismus, wie ihn Savvakis nieder geschrieben hat, lehnt den Staatsfeminismus und jegliche staatliche Umerziehung klar ab. Denn sobald eine Minderheit anfängt, mit staatlichen Mitteln der Mehrheit ihre Vorstellungen von Geschlechtlichkeit aufzuzwingen, wird es auf ewig Einseitigkeit durch Parteilichkeit und Ungerechtigkeit durch selektive Problemwahrnehmung geben. Dafür gibt es zahllose Gründe.

- Geschlechterpolitik verschärft zwangsläufig den Antagonismus geschlechtlicher Interessen:

Die Interessen von Männern und Frauen sind in den meisten Fällen einander entgegen gerichtet, so dass ein Vorteil für die eine Partei immer ein Nachteil für das andere Geschlecht bedeutet. Jeder künstliche Eingriff durch den Staat verschlimmert diesen Antagonismus nur noch weiter, da eine Geschlechterpolitik sich zwangsläufig auf eine Seite der Geschlechter schlagen und das andere Geschlecht benachteiligen muss. Das aktuellste Beispiel dafür ist die Gleichstellungspolitik in Deutschland.

Will man wirklich Gerechtigkeit und nicht einfach ideologische Klientelpolitik, so muss man diesen Antagonismus nicht noch durch zusätzliche Eingriffe weiter anfachen, sondern durch rein gesetzliche Rahmenbedingungen in Form einer wahren Gleichberechtigung dafür sorgen, dass dieser Antagonismus nicht ausartet. Jedoch vollständig abschaffen wird man ihn auch dadurch nie können - allerdings wird eine rein gesetzlich fixierte wahre Gleichberechtigung ihn nicht auch noch schlimmer machen, im Gegensatz zu den Instrumenten der Geschlechterpolitik.

- Geschlechterpolitik endet zwangsläufig in Einseitigkeit und führt unweigerlich zu mehr Diskriminierung: 

Die Einseitigkeit jeglicher Geschlechterpolitik ist unausweichlich wegen diesem Antagonismus. Denn die Betreiber sind aufgrund begrenzter Ressourcen dazu gezwungen, Prioritäten festzulegen und diese weltanschaulich zu rechtfertigen. Fahren sich diese Prioriäten fest und werden sie ideologisch unterwandert, werden die Protagonisten unweigerlich ihre Objektivität verlieren und drängende Fälle von Diskriminierung von nicht im Fokus stehenden Gruppen ausklammern (müssen).

Im konkreten Fall der deutschen Geschlechterpolitik resultiert dies in einer Diskriminierung der Männer nach Geschlecht, denn ihre Anliegen werden nur wegen der Geschlechtszugehörigkeit ausgeklammert. Man sieht, dass Geschlechterpolititk somit zwangsläufig zu Einseitigkeit und zu noch mehr Diskriminierung führt, obwohl sie sich anfänglich vornahm, gerade diese zu "überwinden". Denn all die angepriesenen Massnahmen zur Überwindung von Diskriminierung sind in ihrem Endresultat schlussendlich so gut wie wirkungslos, weil sie bewusst die Eigenverantwortung des Individuums zu Gunsten der Gruppenzugehörigkeit ausklammert.

Oder glaubt jemand ernsthaft, dass es tatsächlich gläserne Decken da draussen gibt, welche Frauen daran hindern, Karriere zu machen? Oder ist es vielmehr die Tatsache, dass Frauen nunmal schlichtweg viel seltener Karriere machen wollen? Da nützt auch die tollste Frauenquote nichts, wenn es zu wenig willige und kompetente Frauen zur Besetzung der verantwortungsbehafteten Positionen gibt. Dies führt dann zu bizarren Fällen von einem kleinen Klüngel von Frauen, welche zahllose Aufsichtsratsposten anhäufen ("Goldröcke") oder deren Aufgaben nach dem Verschwinden der Quotenfrau noch schnell von einem Mann neben seinem eigenen Job erledigt werden. Dies geschah zum Beispiel bei der verstorbenen Frau Schneider-Lenne, deren Aufgaben als "Kreditrisiko-Expertin" nach ihrem Tod einfach von Josef Ackermann neben seiner eigenen Tätigkeit übernommen wurden.

Das muss ja eine wichtige Expertin mit gewichtigen Aufgaben gewesen sein!

- Geschlechtliche Gleichverteilung bedeutet nicht automatisch gleicher Einfluss:

Vielfach wird damit argumentiert, dass man lediglich zwischen den Geschlechtern in einem Bereich "ausgleichen" möchte, zum Beispiel mit Frauenquoten oder mit männerbenachteiligender Frauenförderung. Doch einerseits werden "problematische" Bereiche nach ideologischer Willkür ausgewählt (so zum Beispiel nur die Dax-Vorstände, jedoch nicht die Müllabfuhr) und zusätzlich wird noch ein sehr selektives Verständnis von "Ausgleich" und von Gerechtigkeit angewendet. Vielfach wird auch kein valider Beweis erbracht, dass eine geschlechtliche Ungleichverteilung tatsächlich auf Diskriminierung zurückgeht und nicht einfach an der fehlenden Leistungsbereischaft oder mangelndem Interesse liegt. So ist es zum Beispiel allgemein bekannt, dass Frauen nicht im gleichen Ausmass Karriere machen wollen wie Männer. Dass daraus eine Ungleichverteilung in Kaderpositionen entsteht, ergibt sich quasi von selbst.

Eine Gleichverteilung der Geschlechter an sich ist kein Zeichen für erreichte Gerechtigkeit, wenn diese Gleichverteilung durch ausschliessende, rein nach dem Geschlecht benachteiligende Zwangsmassnahmen durchgesetzt werden müsste. Schliesslich garantiert auch eine Gleichverteilung der Geschlechter in einem Gebiet nicht automatisch auch die Gleichverteilung von Macht zwischen den Geschlechtern. Denn durch die soziale Dynamik und durch Absprachen wird es immer eine Machtkonzentrierung geben, die sich über geschlechtliche Grenzen und Verteilungen hinwegsetzt.

- Geschlechterpolitik mündet zwangsläufig in eine geschlechtsidentitäre Bevormundung:

Jede Geschlechterpolitik hüllt sich zu Anfang in wohlwollenden, gut klingenden Absichtserklärungen und Massnahmen, die jedoch im Verlaufe der Jahre in immer dogmatischeren und intoleranteren Vorstellungen von Geschlechtlichkeit münden werden. So fing auch die feministische Geschlechterpolitik mit der "harmlos" klingenden Absichtserklärung an, dass man Frauen lediglich kurzfristig dabei helfen möchte, sich in der Gesellschaft behaupten zu können (Umsetzung der "tatsächlichen Gleichstellung") - heute betreiben die gleichen Institutionen handfeste geschlechtliche Umerziehung von Männern und Frauen.

Denn die klassische Frauenförderung, wie sie früher betrieben wurde, war an der Realität gescheitert, denn man kann nicht Menschen fördern, die kaum bereit sind, im gleichen Ausmass wie Männer Karriere zu machen. Daraus zog der Staatsfeminismus die wahnhafte und fatale Schlussfolgerung, dass diese Fördermassnahmen deshalb gescheitert waren, weil "diffuse, aufgezwungene Vorstellungen von Geschlechtlichkeit" die Frauen künstlich zurückhalten würden und schickte sich deshalb an, Männer und Frauen nach ideologischen Vorstellungen umzuerziehen. Das Resultat hört auf den Namen 'Gender Mainstreaming'.

Es gehört zur Natur des Menschen oder einer Institution, dass sobald sie Macht bekommen, sich immer mehr wie eine Autorität aufführen werden, die keinen Widerspruch duldet, in ihren Absichten immer ambitiöser werden und immer weniger bereit sind, diese Macht wieder abzugeben.

Dies ist besonders dann fatal, wenn man etwas umerziehen oder verändern will, dass sich nunmal nicht wirklich beeinflussen lässt - aus Frustration ob der nicht erreichten Ziele und aus Realitätsverweigerung werden betroffene Institutionen in ihren Forderungen und Massnahmen immer radikaler und weltfremder. Genauso entstand und funktioniert der menschenverachtende Staatsfeminismus der Gegenwart und so wird es jeder künftigen Geschlechterpolitik ergehen, welche sich anmasst mit Dingen zu spielen, die nicht ohne verheerende Konsequenzen mit sich spielen lassen.

- Geschlechterpolitik besitzt keine moralische Legitimität:

Woher soll gerade ich oder jemand anderes wissen, dass meine Vorstellung von Männlichkeit oder Weiblichkeit für die Menschen besser ist, als konkurrierende Ansichten anderer? Woher soll ich wissen, welche Probleme, die nicht auf gesetzlich fixierten und somit klar nachvollziehbaren Diskriminierungen zurück gehen, drängender sind als andere? Mit welcher Moral kann eine Gleichstellungsbehörde denn ernsthaft behaupten, sie wüsste besser, wie sich freie, gesetzestreue Menschen zu verhalten hätten?

Solange sich Männer und Frauen an Gesetze und Sitten halten, kann doch kein Mensch rational begründet bestimmen, welche Vorstellung von Geschlechtlichkeit gegenüber anderen Vorrang geniessen soll. Darum ist jede Aspiration in dieser Richtung egoistisch, ideologisch und totalitär.

- Geschlechterpolitik ist zwangsläufig ineffektiv und somit überflüssig:

Nur schon der Vorschlag eine Geschlechterpolitik überhaupt einzuführen oder modifiziert weiter zu betreiben ist verdächtig, denn für jede offizielle Aufgabe, der sich eine institutionalisierte Geschlechtlichkeit widmet, gibt es bereits eine fachkundigere Abteilung! Ist die Verbesserung der Gesundheit von Männern und Frauen denn nicht die Aufgabe einer Gesundheitsbehörde in jedem europäischen Land? Ist die Steigerung der Lesefähigkeit von Buben und Mädchen nicht ein seit langem etabliertes Ziel in Bildungsbehörden? Wenn diese Behörden ungenügend oder einseitig arbeiten, dann müssen die Missstände in diesen Behörden direkt von der Regierung oder dem Volk angegangen werden - es braucht somit keine separate Umerziehungsinstanz in Form einer Geschlechterpolitik!

Es ist sowieso illusorisch anzunehmen, man könne mit einem zweiten, geschlechterpolitischen Staatsorgan gegen die negativen Folgen einer schlecht und mit den falschen Prioritäten arbeitenden Behörde ankommen. Man verursacht nur zusätzliche Kosten und erreicht im Endeffekt gar nichts, da die Quelle des Problems bei der falsch arbeitenden Behörde, nicht bei dem fehlenden, geschlechterpolitischen Staatsorgan liegt. Somit ist jede Instanz, die sich separat um Geschlechterpolitik kümmert und in die Zuständigkeitsbereiche von anderen Behörden hineinzufunken versucht, zwangsläufig ineffektiv und somit überflüssig.

- Geschlechterpolitik wird aus unaufrichtigen Motiven betrieben:

Es kann somit in Tat und Wahrheit nur zwei ernsthafte Motivationen für die Teilnahme an und für die Bejahung einer Geschlechterpolitik geben: Finanzieller Zugang zu den staatlichen Futtertrögen und ideologische Umerziehungswünsche. Beide werden strikt vom Maskulismus abgelehnt und deshalb auch bei den Feministen und Vertretern gleichstellungsbefürwortender Männeraktivisten kritisiert. Wenn Gruppierungen ihre Vorstellungen von Gerechtigkeit und dringenden Anliegen in die Politik einbringen wollen, so sollen sie dies als unabhängige Lobbygruppen oder als gewählte Parlamentarier tun - jedoch NICHT als Bestandteil des Staatsapparates selbst! Denn es ist ein gewichtiger Unterschied, ob jemand dafür bezahlt wird, das Volk zu vertreten und dessen Interessen in die Regierung einzubringen oder ob jemand für rein ideologisch motivierte und vom Souverän nicht direkt legitimierte Massnahmen von Steuergeldern ausgehalten wird.

Die Position des organisierten Antifeminismus und des Maskulismus decken sich in Sachen Geschlechterpolitik klar, was ich im persönlichen Gespräch mit den Exponenten der IGAF immer wieder erfahren habe.

Somit ist auch klar, weshalb die Ambitionen von Gleichstellungspolitik ablehnenden Antifeministen, welche sich in die Parlamente wählen lassen wollen zu begrüssen sind, während die Anmassung von gewissen Männergruppen, Teil der Umerziehungsbürokratie zu werden, jedoch abzulehnen ist. Es macht auch einen erheblichen Unterschied, ob man sich lediglich um die handfesten, gesetzlichen Diskriminierungen der Männer kümmert und all jene Ideologien zurückdrängen will, welche darüber hinaus weltanschauliche Ansichten durchsetzen möchten oder ob man aktiv den Menschen eine nicht legitimierbare Autorität in Sachen geschlechtlicher Identität sein möchte.

- Konsequenz:

Spätestens jetzt sollte allen klar werden, dass die Geschlechterpolitik eine willkürliche, unweigerlich ungerechte und zwangsläufig zum Scheitern verurteilte Ansammlung von teuren und nutzlosen Massnahmen ist. Die Männerrechtsbewegung muss deshalb jede Art von Geschlechterpolitik ablehnen. Nur so kann konsistent und frei von Heuchelei gefordert werden, dass die feministische Geschlechterpolitik beendigt werden soll. Nur so kann vermieden werden, dass nach der Überwindung des feministischen Zeitalters Männeraktivisten auf den Plan treten und den gleichen unmenschlichen Zirkus mit umgekehrtem Vorzeichen erneut einführen. Deshalb müssen Maskulisten und Antifeministen immer wachsam sein und jene Aspirationen innerhalb der Männerrechtsbewegung verdrängen, welche es den Feministen und Genderisten in Sachen totalitärer Umerziehung gleich tun wollen.

Geschlechterpolitik begrüssende Männeraktivisten

Obwohl der Begriff 'Maskulisten' häufig auf die gesamte Männerrechtsbewegung angewendet wird, sind tatsächlich nur ein Teil aller antifeministischen und männerrechtlerisch aktiven Personen auch wirklich Maskulisten. Während Antifeministen in erster Linie Ideologiekritiker und Männerrechtler primär Interessensvertreter sind, lehnen Maskulisten darüber hinaus noch jegliche Art von staatlicher Umerziehung und Einseitigkeit ab. Deshalb fordern sie auch ein Ende der Geschlechterpolitik und die wahre Gleichberechtigung für beide Geschlechter.

Doch es gibt nicht wenige Männeraktivisten, welche sich zwar mit Hingabe für Männer einsetzen, jedoch im Vergleich zu Maskulisten und den konsequenten Antifeministen der IGAF die Geschlechterpolitik nicht ablehnen, sondern diese begrüssen und mitprägen wollen. So möchte der schweizerische Verein Männer.ch rund um Markus Theunert Teil der helvetischen Gleichstellungspolitik werden und sucht deshalb den (bereits fehlgeschlagenen) Dialog mit Vertretern des hiesigen Staatsfeminismus. Der Männerrechtler-Verein Manndat e.V. bezeichnet sich selber sogar als "geschlechterpolitische Initiative" und forderte im Fall rund um Goslar eine Erweiterung der bisherigen Gleichstellungspolitik auf Jungen und Männer. Der schweizerische Männerverein GeCoBi, sieht sich laut dessen Präsidenten Oliver Hunziker als "gleichstellungsfreundlich" und bekennt sich zu einem Dialog mit dem Staatsfeminismus, ausserdem wird der geringe Zufluss von staatlichen Geldern an "konstruktive" Männerorganisationen beklagt.

Auch der Männerverein Agens e.V., bei dem die ehemalige Gleichstellungsbeauftragte Monika Ebeling Mitglied ist, befürwortet Geschlechterpolitik, auch wenn sie der jetztigen Gleichstellungspolitik in vielen Punkten widersprechen. So lehnen sie den dort vorherrschenden Genderismus ab, jedoch auch den Kampf für Männerrechte, genauso wie Männer.ch diese nicht in den Mittelpunkt ihrer Tätigkeit rücken will:

 "Agens Grundüberzeugung ist: [...] Mann und Frau ergänzen sich bei Bewahrung ihrer anthropologischen Besonderheiten und ihrer individuellen Lebensentwürfe ohne einen Kampf um Rechte von Mann oder Frau." (hier; das fett markierte Wort 'ohne' stammt von Agens e.V. selbst)

"Wir verweigern uns dabei dem einfacheren Weg, uns als «Emanzipationsverlierer» zu gebärden und die (durchaus bestehenden) Diskriminierungen von Männern ins Zentrum unserer Arbeit zu stellen." (hier; von Männer.ch)

Auch steht auf der Homepage von Agens e.V., dass man die "verstaatlichte" Geschlechterpolitik zurück in die Privatsphäre führen möchte, während man den folgenden Textabschnitt zur Zukunft der Männerrechtsbewegung vom Blog des nach wie vor in der Agens e.V. aktiven Gründungsmitglieds Arne Hoffmann liest:

"Sobald die Männerrechtsbewegung Teil der Geschlechterpolitik in Deutschland geworden ist, dürfte Gesterkamp feststellen, dass er seinen "cordon sanitaire" lediglich um sich selbst gezogen hat und jetzt darin festsitzt wie in einem verschütteten Bunker."

Arne Hoffmann steht selbst dem Konzept der genderistischen Umerziehung nicht wirklich kritisch gegenüber, was man in diesem Blogeintrag sehen kann, in dem angedeutet wird, dass eine auch Männer umfassende "Genderpolitik" durchaus wünschenswert sein könnte - was allerdings mit der offiziellen Position von Agens e.V. in Sachen Genderismus (siehe hier: "Gegenposition zur "Dekonstruktion der Geschlechter"", ein zentraler Bestandteil von "undoing gender") im Widerspruch steht:

"Eine neue Studie weist jedoch darauf hin, dass auch die kernigsten Machomänner von "Undoing Gender" profitieren könnten: [...] Nun ist das lediglich eine einzelne Studie, und wie Männer anstelle von Frauen von Genderpolitik profitieren können, wird in unserer feministisch geprägten Gesellschaft kaum untersucht. [...] Über solche Fragen wäre eine konstruktive Sachdiskussion zwischen Soziologen, Feministinnen, Männerrechtlern und weiterer Fraktionen wünschenswert."

Es erstaunt somit, dass Arne Hoffmann von Einzelnen als der "Godfather of Masculism" bezeichnet wird. Er  ist sicherlich ein bedeutender Männerrechtler in der deutschsprachigen Männerrechtsbewegung, jedoch kein Maskulist im engeren Sinne, da seine Position in Sachen Genderismus, Geschlechterpolitik und Staatsfeminismus inkompatibel mit dem Maskulismus nach Savvakis ist. Für einen Aussenstehenden ist die Unterscheidung zwischen Maskulist und Männerrechtler wohl auf den ersten Blick zweitrangig - gerade deshalb ist es wichtig, die maskulistische Position nicht auch noch intern zu verwässern.

Als mahnendens Negativbeispiel dient uns allen das deutsche Bundesforum für Männer, welches lediglich als Legitimitätsfassade des deutschen Staatsfeminismus dient, so dass diese weiterhin ungestört ihre feministische Agenda vorantreiben können. Sollte ihnen jemand dumm kommen und es wagen, sie auf ihre Einseitigkeit und Männerfeindlichkeit hinzuweisen, weisen sie lapidar mit dem Finger auf diese Speichellecker und meinen desinteressiert, man mache doch auch etwas für Männer. Doch dieses "etwas" besteht lediglich aus Umerziehung und Unterjochung:

"Ziel des Bundesforums ist es, einengende und dominante Männlichkeitsstrukturen und Rollenbilder zu überwinden."

"Das Bundesforum trägt zur Vernetzung einer Arbeit mit Jungen bei, die Jungen Handlungsoptionen und Zukunftsperspektiven jenseits patriarchaler und einengender Rollenvorstellungen ermöglichen. Jungen werden bei der Entwicklung von Lebensentwürfen gefördert, die ihnen Perspektiven auf eine mündige, verantwortliche und geschlechtergerechte Teilhabe an gesellschaftlichen Gestaltungsprozessen eröffnen."

Femigenderistische Umerziehungsideologie in Reinkultur, mitten in einem Positionspapier einer grosszügig vom Staatsfeminismus finanzierten, deutschen Männerorganisation. Dies ist die Endstation von zu viel Kompromissbereitschaft und Rücksichtsnahme auf den Erzfeind, dem man schlussendlich jedes ernsthafte Anliegen in Sachen Männerrechte unterordnet, nur um seine Pöstchen beim Staat nicht zu verlieren.

Wollen wir, die deutschsprachige Männerrechtsbewegung, so enden?

In einem anderen Blogeintrag von Arne Hoffmann findet man folgenden Satz, welcher unmissverständlich den Unterschied zwischen den geschlechterpolitisch motivierten Vereinen Agens e.V. und Manndat auf der einen Seite und der Geschlechterpolitik ablehnenden und sich einem Dialog mit dessen gefügigen Vertretern verweigernden IGAF kommuniziert:

"Für die meisten Männer würde sich früher oder später eine Schattierung finden, die ihrem eigenen Naturell am besten entspricht: die Leisetreter und Softis landen im Bundesforum, die Hardliner und Fundis in der IGAF, die Pragmatiker bei AGENS und MANNdat usw.."

Deutschsprachige Männeorganisationen lassen sich also zunächst auf einer Linie zwischen dem Geschlechterpolitik vollständig befürwortenden Extrem auf der einen Seite und dem Geschlechterpolitik  komplett ablehnenden Extrem einordnen. Ob man dieser Einteilung dann die Prädikate pragmatisch, leisetreterisch oder fundamentalistisch gibt, hängt von der Positionierung gegenüber dem Konzept einer umerzieherischen Geschlechterpolitik und von allfällig vorhandenen politischen Scheuklappen und Hemmungen ab.

Besonders pragmatisch, ungehemmt und konstruktiv ist Agens e.V., welcher sogar ein Vertreter des männerumerzieherischen und staatsfeministischen Bundesforums für Männer an eine selbst organisierte Diskussionsveranstaltung für einen sachlichen Austausch einlud, wie Arne Hoffmann auf seinem Blog verkündet. Es ist durchaus legitim zu fragen, was Männerrechler mit dem Abgesandten eines umerzieherischen Blockflötenvereins des institutionalisierten Feminismus zu besprechen haben.

Während das Bundesforum für Männer in Deutschland ein Paradebeispiel für einen Verein ist, der umerzieherische Geschechterpolitik im feministischen Sinne widerspruchslos gut findet und sich ihr unterordnet, taucht als nächstes Männer.ch und GeCoBi auf, während Agens e.V. und Manndat schon weiter von diesen beiden entfernt stehen. Nahe dem anderen Extrem folgen die schweizerische Männerrechtspartei und die IGAF, sowie wir Maskulisten.

Kritik

Männerrechte und somit auch der Kampf gegen Männerdiskriminierung stehen bei einigen Männervereinen nicht im Fokus ihrer Arbeit, was angesichts der bereits Dekaden andauernden, handfesten gesetzlichen und juristischen Diskriminierungen der Männer in Deutschland und in der Schweiz doch etwas verwunderlich ist, denn diese Missstände sind nicht selten das direkte Resultat des wirkenden Staatsfeminismus.

So will der schweizerische Staatsfeminismus nun sogar schon das Existenzminimum geschiedener Männer antasten, wenn es um Unterhaltszahlungen geht. Deutschland wurde bereits mehrmals vom europäischen Gerichtshof gemahnt, weil der deutsche Staatsfeminismus die Menschenrechte von Vätern missachtet. Und in Österreich werden dem österreichischen Staatsfeminismus unliebsame Väterrechtler sogar in den Knast geworfen, wenn sie sich gegen Ungerechtigkeit wehren. Wer mit solchen Leuten sachlich diskutieren will, der hat noch nicht so ganz begriffen, mit welchen Männerhasserinnen er es hier zu tun hat.

Doch diese Haltung wurde vermutlich bewusst gewählt, um nicht sofort die Gunst des Staatsfeminismus zu verlieren, den man ja zu einem "Geschlechterdialog" bewegen möchte. Aber ist eine Verwässerung der Absichten bereits am Anfang des Kampfes wirklich sinnvoll? Wenn man als Männerrechtler schon von Beginn weg in seinen zentralen Anliegen zu grosse Kompromissbereitschaft an den Tag legt, werden einen dann andere Interessensgruppen überhaupt ernst nehmen? Oder wird der institutionalisierte Erzfeind nicht viel mehr versuchen, diese gnädigste Kompromissbereitschaft bis aufs Äusserste auszunutzen, um die Forderungen der geschlechterpolitischen Männeraktivisten in ihrem Gehalt auf ein Nichts zu reduzieren, immer mit der Drohung verbunden, den zaghaften Dialog beim leisesten Hauch von Gehorsamsverweigerung sofort abzubrechen?

Dies würde dem Wesen der totalitären, feministischen Ideologie am ehesten entsprechen und drängt sich dem Staatsfeminismus auch aus rein machterhalterischen Überlegungen geradezu auf. Auch führt jede Aspiration in Richtung eines Dialogs mit diesem Moloch dazu, dass man diesem in der Öffentlichkeit zusätzliche Legitimität gewährt, die er eigentlich von Beginn weg gar nicht hat. Ein Dialog kann deshalb nur erfolgen, wenn beide Parteien eine ähnliche Machtbasis aufweisen, an einem runden Tisch sitzen, jedoch nicht, wenn die eine Gruppe einen Guerillakrieg führen muss, während der Gegner in schwer befestigten Bunkern sitzt und Luftunterstützung zur Verfügung hat. Es ist somit naiv zu glauben, dass der Gegner einen ernsthaften Dialog mit handfesten Erfolgen für die Männerrechtsbewegung führen wird, wenn dieser noch die volle Macht des Staates hinter sich hat und dessen Ideologie jeglicher Kompromiss, welcher nicht dem Machterhalt dient, zuwider läuft.

Klar dargelegt habe ich die Intention mancher Männervereine, dass man Geschlechterpolitik nicht abschaffen und endgültig beenden, sondern diese vielmehr umgestalten und weiterbetreiben möchte. Nicht nur das, Agens e.V. rund um Arne Hoffmann strebt sogar eine so zentrale Position innerhalb des Staatsapparates an, dass man den gut im aktuellen Staatsfeminismus vernetzten und breit vom institutionalisierten Erzfeind unterstützten Musterpudel Thomas Gesterkrampf (auch der "ungläubige Thomas" genannt, da er die Auswüchse der feministischen Ideologie und der Männerdiskriminierung nicht sehen will) sinngemäss zu isolieren vermag ("verschütteter Bunker"). Diese Einstellung kollidiert jedoch mit der offiziellen Absichtserklärung von Agens e.V., dass man die Geschlechterpolitik zurück in die Privatsphäre führen wolle. Dies verwundert, denn Arne Hoffmann kennt den grossen Maskulisten Michail A. Savvakis persönlich und ist vermutlich auch mit dessen Standpunkt bestens vertraut, hat diesen sogar einmal interviewt und bezeichnete sich selber früher regelmässig als Maskulist, was bei seinem glasklaren Bekenntnis zur Geschlechterpolitik doch etwas erstaunen vermag.

Obwohl also Agens e.V. eine der Kernforderungen des Maskulismus - die Abschaffung der umerzieherischen Geschlechterpolitik - ablehnt, nehmen dessen Vertreter munter Interviewanfragen zum Thema Maskulismus an (siehe hier das Resultat, wobei die schlechte Qualität die Schuld der Journalistinnen ist), statt diese an den prominentesten Maskulisten Michail A. Savvakis weiter zu leiten:

"[...] eine Redakteurin des ORF, die mich um ein Interview zum Thema "Maskulismus" bat (den Job hat jetzt allerdings Professor Amendt übernommen, der ohnehin zeitweise in Wien sitzt)."

Dies wird dahingehend kritisch, da Agens e.V. den Maskulismus als eine "radikale Ideologie" sieht und offensichtlich keine Ahnung hat für was er genau steht, denn sonst wüssten sie, dass der Maskulismus nicht ein Äquivalent des Feminismus mit umgekehrtem Vorzeichen ist:

 "Der notwendig gewordene Begleitschutz für Prof. Dr. Gerhard Amendt auf dem Düsseldorfer Männerkongress (aufgrund feministischer Drohungen) hat uns sensibel gegen jedwede radikale Ideologie gemacht, sei es Feminismus oder Maskulismus."

Auch die Kritik an der IGAF ist bezeichnend. Fundamentalistisch ist gerade nicht der direktere Ansatz, welche die Probleme endlich beim (feministischen) Namen nennt, während Vereine wie Männer.ch und GeCoBi munter mit Männerfeinden in den Dialog treten, sondern die Anmassung, die intellektuelle und totalitäre Fehlkonstruktion namens Geschlechterpolitik weiterführen zu wollen. Und eine maskulistische Haltung in Sachen Feminismus und Geschlechterpolitik ist auch nicht das gefürchtete "Hardlinertum", sondern lediglich konsequent und widerspruchsfrei - mit dem angenehmen Nebeneffekt, dass man sich in seinem Engagement für Männerrechte und wahre Gleichberechtigung nicht unglaubwürdig macht.

Arnes Eindruck, die IGAF sei etwas für "Hardliner und Fundis" hat wohl auch damit zu tun, dass die IGAF forsch die Schliessung aller Frauenhäuser forderte (was, wie wir mittlerweile wissen, auch Monika Ebeling in Erwägung gezogen hat). Allerdings hat auch Prof. Amendt, welcher jetzt aktives Mitglied bei Agens e.V. ist, schon vor zwei Jahren gefordert, dass Frauenhäuser geschlossen werden sollten, was den Vorwurf des "Hardlinertums" relativieren sollte - es sei denn, man habe aus eigenen Motiven heraus ein Problem mit der konsequenten Ablehnung der Geschlechterpolitik durch die IGAF.

Doch der Wunsch nach Geschlechterpolitik und dem Streben nach wahrer Gleichberechtigung widersprechen sich, da die wahre Gleichberechtigung im Maskulismus die unweigerliche Einseitigkeit und Ungleichbehandlung einer jeglichen Geschlechterpolitik ablehnt. Wenn der Maskulismus und seine Anliegen für eine Person mehr als nur Lippenbekenntnisse sind, dann kann sie schon alleine aus Gewissensgründen keine Geschlechterpolitik betreiben.

Ein behelfsmässig überbrückter Graben

Wenn man nun einerseits die maskulistische Position und jene gewisser Männeraktivisten bezüglich einer Geschlechterpolitik anschaut, so wird deutlich, weshalb bestimmte Elemente der Männerrechtsbewegung schnell und eifrig die Gleichstellungsbeauftragte Monika Ebeling unterstützt haben, während mir kein Maskulist bekannt ist, der genauso enthusiastisch und aktionistisch dieser äusserlich geläuterten Feministin zu Hilfe geeilt wäre.

Diese Tatsache widerspiegelt ein schon länger gärender, weltanschaulicher Gegensatz zwischen Strömungen innerhalb der Männerrechtsbewegung, die sich uneins sind, wie man mit dem Staatsfeminismus und dem Feminismus an sich verfahren soll. Während die Einen den Staatsfeminismus nur gründlich durchschütteln und dann neu besetzt weiter betreiben möchten, wollen die Anderen diesen zum Wohle aller Menschen abschaffen.

Vertreter beider Lager sind sich diesem weltanschaulichen Graben durchaus bewusst, was jedoch bisher kaum jemanden davon abgehalten hat, bei nötiger Gelegenheit gemeinsam aufzutreten und sich zu solidarisieren. So werden Markus Theunert und Gerhard Amendt (Mitglied von Agens e.V.) am zweiten internationalen Antifeminismustreffen auftreten, während René Kuhn vor einiger Zeit ein interessantes Gespräch mit Monika Ebeling führte. Eckhard Kuhla, ein Vorstandsmitglied von Agens e.V. trat am ersten internationalen Antifeminismustreffen auf. Und Arne Hoffmann stand in intensivem Kontakt mit dem Präsidenten des Vereins Antifeminismus Urs Bleiker nach dem dieser nachts auf offener Strasse angeschossen wurde.

Männer.ch distanzierte sich zunächst offen von der IGAF und von der Männerpartei, was jedoch die Spitzen von Männer.ch und dem Verein Antifeminismus nicht davon abhält, sich fortan zweimal pro Jahr zu einem Orientierungsgespräch zu treffen. Dieser Sinneswandel von Männer.ch in Bezug auf die IGAF wurde auch von der NZZ bemerkt. Dieser Kurswechsel liegt wohl auch darin begründet, dass es innerhalb der Mitgliedschaft von Männer.ch grosse Sympathien für den organisierten Antifeminismus gibt (genauso wie viele Mitglieder von GeCoBi laut Oliver Hunziker mit der IGAF sympathisieren). Deren Präsident Markus Theunert muss also einen schwierigen Spagat zwischen staatsfeministischen Kreisen (mit denen er mittelfristig gerne zusammenarbeiten möchte) und den Wünschen und Anliegen vieler Mitglieder schaffen, welche dem Ansatz der IGAF nicht abgeneigt gegenüber stehen.

Wir haben es also mit weltanschaulichen Differenzen zu tun, die uns jedoch im Alltag nicht unbedingt von der gemeinsamen Arbeit abhalten. Was in vielen Fällen auch begrüssenswet ist. Dennoch müssen wir in Zukunft vorsichtig bleiben und genau prüfen, welche Positionen zum Staatsfeminismus potenzielle Verbündete vertreten.  

Konklusion

Der Fall Goslar ist somit nicht nur deswegen interessant, weil er den Feminismus wieder einmal als eine totalitäre Ideologie entlarvt hat, sondern auch, weil er teilweise interessante Einblicke in die aktuellen Mechanismen der deutschsprachigen Männerrechtsbewegung gewährt. Vorallem die unterschiedliche Haltung der verschiedenen Vereine innerhalb der Männerrechtsbewegung zum Konzept der Geschlechterpolitik liess sich relativ deutlich am Ausmass ihres Engagements für die ehemalige Gleichstellungsbeauftragte Monika Ebeling erkennen.

Dabei ist die oft mühselige Arbeit der zahllosen (antifeministischen) Männervereine im deutschsprachigen Raum von unschätzbarem Wert und diese soll nicht unter den Tisch gekehrt werden. Denn jeder Verein stellt ein Sammelbecken von Expertenwissen und Ansätzen dar, welche die Männerrechtsbewegung bereichern und durch ihre mehrspurige Aufgleisung eine aussergewöhnliche Flexibilität verleihen. Man soll weiterhin die Zusammenarbeit vorantreiben, sofern dies aufgrund weltanschaulicher Gemeinamkeiten möglich ist. Dennoch muss man ein wachsames Auge auf gewisse Tendenzen innerhalb der Männerrechtsbewegung haben, damit sich die Fehler des Feminismus nicht wiederholen.

Man könnte zwar zu Gunsten von Geschlechterpolitik befürwortenden Vereinen wie Agens e.V. und Manndat argumentieren, dass die indirekte Demokratie Deutschlands weniger und mühsamere Einflussmöglichkeiten bietet, als das direktdemokratische Modell der Schweiz und dass deshalb ein Dialog mit dem Staatsfeminismus so gut wie unvermeidbar sei um etwas erreichen zu können. Doch haben nicht Stuttgart 21 und die Anti-Atombewegung gezeigt, dass auch nur vom Volk getragene politische Anliegen in Deutschland durchaus einflussreich sein können? Auch in einer direkten Demokratie wird einem nichts geschenkt, so dass ein Bekenntnis zur Geschlechterpolitik kaum durch das jeweils vorherrschende politische System gerechtfertigt werden kann.

Wir Maskulisten haben uns geschworen, den grausamen Geschlechterkampf, welcher der Feminismus über uns gebracht hat, ein für allemal zu beenden. Denn wir Männer wissen aus eigener Erfahrung, mit welcher Verachtung und Brutalität eine von Medien und Universitäten gestützte, institutionalisierte, geschlechterpolitische Ideologie gegen Menschen zweiter Klasse vorgeht. Innerhalb einer rasch an Mitgliedern und Einfluss gewinnenden Männerrechtsbewegung dürfen wir deshalb trotz des berauschenden, aktuellen Erfolges nicht über einige zentrale Grundsätze hinwegsehen! Nur wenn wir verhindern, dass sich ideologische Einseitigkeit und der wahren Gleichberechtigung zuwiderlaufende Partikularinteressen innerhalb der Männerrechtsbewegung einnisten, können wir den Geschlechterkampf ein für allemal beenden.

Denn sollten wir scheitern, wird es in dreissig oder vierzig Jahren tatsächlich einen institutionalisierten Feminismus mit umgekehrtem Vorzeichen geben! Genauso wie Konstantin der Grosse sich gegen seinen Rivalen durchsetzen konnte, weil er im Zeichen des Kreuzes kämpfte und somit den endgültigen Aufstieg des Christentums und somit des Westens begründete, müssen somit auch wir uns an jene Grundsätze halten, die uns den vollständigen Sieg bringen werden.


Konstantin der Grosse erblickt das Chi-Rho am Himmel